Artikel aktualisiert am 25.07.2019

„Auf dem Rücken der Pferde, liegt das Glück dieser Erde“… sagt ein Zitat und weißt du was? Es stimmt! Reiten ist etwas wunderbares und Pferde machen unglaublich glücklich.

Aber nur, wenn wir das Reiten richtig lernen, wenn der Umgang mit den Pferden korrekt und pferdegerecht unterrichtet wird und wenn wir so reiten, dass Pferd und Mensch Spaß haben. Ponys machen so unglaublich glücklich und das Reiten ist eines der schönsten Hobbys der Welt. Pferde reiten macht nicht nur unglaublich viel Spaß, Pferde können dir vor allem dabei helfen zu dir selbst zu finden. Das ist ein schöner Nebeneffekt, wenn du Reiten lernen willst. (Mehr über Pferde als Therapeuten). Ich erzähle dir deswegen jetzt unter anderem von den größten Fehlern beim Einstieg, wie guter Reitunterricht aussehen sollte, was du beachten solltest wenn dein Kind reiten lernen will und was die ersten Steps sind auf dem Weg zu einem Reiter.

Reiten lernen – so gehts

Das Thema „Reiten lernen“ beschäftigt mich sehr. Immer wieder werde ich gefragt, wie man eine gute Reitschule erkennt oder mich erreichen Mails von frustrierten Reitanfängern, die nicht einschätzen können ob der in ihrem Reitstall gepflegte Umgang pferdefreundlich ist. Deswegen schreibe ich dir jetzt in diesem Artikel meine Tipps für deinen Einstieg ins Reiterleben oder für den Einstieg deines Kindes. 

Wie so viele Menschen habe auch ich erste Reiterfahrungen gemacht, die – nennen wir es mal – jenseits von Gut und Böse waren. Es ist unglaublich schade, dass gerade in der Reiterwelt so unglaublich viel falsch gemacht wird. Wenn du an die falsche Reitschule gerätst, verpasst du das grandioseste und schönste im Zusammensein mit den Pferden – die Beziehung und das Miteinander. Viel zu oft ist Reiten ein „gegeneinander“, es wird so unterrichtet, dass Reiten fast eine Art Kampf wird zwischen Pony und Mensch.

Aber das muss nicht so sein! Wenn du die richtige Reitschule erwischst, wenn du bereit bist dir Zeit zu nehmen und dich auf die Pferde einzulassen und wenn du auch bereit dazu bist mehr als nur ein paar Euro pro Reitstunde zu bezahlen – denn guter Reitunterricht kostet Geld. Aber das ist mehr als in Ordnung, denn das Pferd ist nun einmal kein Fahrrad und sollte nicht wie eine Reitmaschine ausgepresst werden bis auf den letzten Cent.

Ganz unabhängig von der Frage nach Tierschutz und pferdegerechtem Umgang ist es auch zutiefst egoistisch ein bisschen mehr zu bezahlen und sich eine gute Reitschule zu suchen: Denn nur, wenn das Tier gut behandelt wird, nicht überfordert wird und der Reitlehrer einen guten Job macht – macht Reiten wirklich Spaß und du wirst unglaublich viele schöne Glücksmomente auf dem Rücken des Pferdes erleben können. Das kann ich dir versprechen.

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Meine Geschichte – Reiten lernen: So sollte es nicht gehen!

Ich erkläre dir einfach mal anhand meiner Geschichte, wie das Reiten lernen nicht ablaufen sollte. Wie so viele Pferdefrauen war ich schon als kleines Mädchen absolut Pferdeverrückt. Der Duft von Heu, das Schnauben, das warme und weiche Fell, die sanfte Nase – all das hat mich von Anfang an tief berührt. Pferde waren und sind eine ganz große Liebe in meinem Leben. Gleichzeitig war ich aber nicht nur reitverrückt, sondern auch ziemlich tierlieb. Das sollte zu meinem ganz großen Problem werden!

Mein Start war wunderschön: Ich bin als kleines Mädchen in den Ferien immer wild und frei auf einem kleinen Shetty vom Bauernhof im Dorf durch den Wald gestriffen. Das Shetty hat im Grunde gemacht was ich wollte und ich saß auf seinem Rücken. Das war wunderschön und hat mich geprägt. Wenn wir wollten, haben wir eine Pause gemacht, das Shetty hat gefressen und dann sind wir wieder weiter. Irgendwann durfte ich dann beschließen, dass wir wieder umkehren und das kleine Pferdchen hat mich sicher heimgetragen. Dann kam meine erste Reitschule. Die Pferde standen in Boxen, der Reitlehrer war laut und hat wie ein Rittmeister in der Kavallerie alle zusammengebrüllt in der Gruppenstunde in einer Reithalle. Bei Ausritten sind die Pferde regelmäßig entweder wild geworden oder stumpf vor sich hin gelaufen. Die Tiere mussten 3-4 Mal am Tag eine Stunde laufen und durften nur wenige Stunden am Tag auf die Koppel. Die Pferde der Reitanfänger hatten Ausbinder und Sperrriemen waren an der Tagesordnung. Ob wir sie richtig putzen, richtig Satteln und die Hufe richtig saubermachen hat keiner überprüft. Die Reitstunden begann fertig gesattelt in der Halle – was vorher war, gehörte nicht zum Unterricht. 

Wenn das Pferd in der Stunde nicht laufen wollte, gabs eben einen mit der Gerte – wenn ich das nicht machen wollte, kam der Reitlehrer und hat den Job ungefragt von der Seite übernommen. Ich fühlte mich zunehmend unwohl und spätestens als der Reitlehrer dem Pferderentner während meiner Reitstunde in den Bauch getreten hat, damit „der Gaul endlich läuft“ – hat es mir gereicht und ich habe als damals 12-jährige beschlossen, dass ich aufhören will zu reiten.

Später habe ich einen zweiten Versuch gestartet – in der Westernreitwelt. Ich dachte damals, dass das vielleicht pferdefreundlicher ist. Aber auch da wurde ich angebrüllt, wenn etwas nicht gleich lief, die „Gerte sollte fetzen“ und mir wurde gesagt, dass Versammlung bedeutet das Pferd „vorne zu halten und hinten zu treiben“. Bei den Ausritten gabs die Kandare, weil die Pferde sonst nicht zu halten seien. Das war nicht mein letzter Versuch. Ich habe in verschiedenen Reitschulen getestet und lange ausprobiert das Reiten auf eine pferdefreundliche Art zu lernen –  bin aber immer wieder auf die gleichen gängigen und falschen Theorien gestossen:

  • Pferde müssen dominiert werden
  • Der Gaul ist einfach nur faul
  • Die Gerte ist zum Treiben da
  • Der Gaul testet den Reiter
  • Ausbilder helfen dem Pferd bei Reitanfängern
  • Sperrriemen sind gut fürs Pferdemaul bei Anfängerhänden

Ich weiß nicht wie oft mir der Satz „Setz dich durch, gib dem Gaul eine“ zugerufen wurde. Ich hätte vermutlich eine Bullshitbingo-Kasse einführen müssen und wäre jetzt schon reich.

Dann kam ich an eine Reitlehrerin die nach Centered Riding unterrichtet und das erste Mal war Ruhe und Geduld in der Stunde. Ich wurde weder um Dominanz gebeten, noch angebrüllt. Das Pferd und ich sollten lernen zu harmonieren und die Pferde in dieser Reitschule liefen auch nur 2-Mal pro Tag. Mir wurde zum Einstieg Wissen über die Seele und das Verhalten mitgegeben und den Anfängern wurde in einer ersten Stunde erst einmal gezeigt, wie man korrekt putzt, das Pferd von der Koppel holt, respektvoll „Hallo“ sagt und dem Pferd mit Krauleinheiten, kurzen TTouches, kleinen Massagerunden und genügend Zeit vor der Reitstunde eine schöne Zeit machen kann. Dafür kostete die Stunde auch 35 Euro.

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Was ich dir mit dieser Geschichte sagen will? Gute Reitställe sind schwer zu finden, du musst genau hinsehen – aber es gibt sie. Wenn du sie gefunden hast, kannst du pferdefreundlich reiten lernen und du wirst genauso viel Spaß daran haben wie dein Pferd.

Also jetzt noch einmal zusammengefasst die größten Fehler beim Reiten lernen.

Reiten lernen – die größten Fehler

  • Die Gerte ist nicht zum Treiben da!
  • Sporen und Kandare gehören nicht in Anfängerhände
  • Ausbilder oder Sperrriemen gehören nicht ans Pferd
  • Die Reitstunde beginnt nicht erst in der Halle – sobald du die Koppel des Pferdes betrittst, startet die gemeinsame Zeit und damit auch die „Reitstunde“
  • Zügelziehen und Schenkelklopfen – beides macht keinen Sinn

Das sind nur einige der merkwürdigen Weisheiten, die in Reitschulen immer wieder weitergegeben werden. Solltest du einem oder mehreren dieser „Fehler“ begegnen auf deinem Reiterhof, würde ich persönlich dir dazu raten, das Ganze zu hinterfragen und wenn die Reitlehrer blocken oder nichts daran ändern, würde ich dir dazu raten dir eine neue Schule zu suchen.

Reiten lernen – gute Methoden

Meine persönliche liebste Methode ist die des „gesunden Menschenverstandes“ – der auf Empathie trifft. Es gibt Westernschulen, Englisches Reiten, Iberische Reitweise, Legerete, akademisches Reiten, Centered Riding, Franklin und vieles mehr. Es gibt Schulen die mit positiver Verstärkung arbeiten oder mit Natural Horsemanship. Das alles hat seine Berechtigung, aber letztlich kommt es immer auf die einzelne Reitschule an und was sie aus der Methode macht.

Ich persönlich finde Centered Riding ziemlich genial für den Einstieg und auch für fortgeschrittene Reiter. Da dreht sich alles um innere Bilder, den lockeren Beckenboden und einen physiologisch guten und bequemen Sitz für Reiter und Pferd. Das kann ich dir ans Einstieg ziemlich empfehlen.

HIER kannst du mehr dazu nachlesen „Centered Riding und der unabhängige Sitz“ 

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Aber ich schreibe dir am Ende das Artikels noch mehr dazu in meinen 5 Tipps für die besten Bücher zum „Reiten lernen“

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Reiten lernen – die 6 ultimativen Tipps für den Einstieg

  • Suche dir eine gute und entspannte Reitschule mit Pferde in einer Bewegungs-Haltung – von Offenstall über Aktivstall bis Paddocktrail oder Koppelhaltung. Denn bewegte Pferde sind in aller Regel entspannte Pferde
  • Nimm Einzelunterricht am Anfang, um in aller Ruhe und deinem Tempo gut reinzukommen in die Thematik
  • Suche dir einen Reitstall oder einen Reitlehrer, der deine Ausbildung am Boden startet und dir erst einmal etwas zum Umgang und dem Verhalten der Pferde zeigt und erklärt
  • Erlaube dir viele Fragen zu stellen – denn nur ein Reitlehrer der pädagogisch ruhig und sinnvoll erklären kann ist ein guter Reitlehrer – egal ob für dich oder dein Kind
  • Erinnere dich beim Machen immer daran, dass es dir darum geht Spaß und Freude zu empfinden und es sich um dein Hobby und den Freizeitspaß handelt und erinnere dich immer wieder daran, dass du auch ein glückliches Pferd an deiner Seite haben willst
  • Sei offen und immer bereit zu lernen

Welches Pferd ist für Anfänger das richtige, um Reiten zu lernen?

Du solltest im Grunde auf einem gut ausgebildeten Tier Reiten lernen, denn dann kann dir das Pferd das Reiten beibringen. Wenn es fein und gut ausgebildet ist, wird es dir immer freundlich aber bestimmt zeigen, ob du gerade die richtigen Hilfen gibst.

Kinder starten besser auf einem Pony, weil sie nicht so hoch sind und das den Kindern ein sicheres Gefühl geben kann. Außerdem reichen sonst die Beine deines Kindes nicht bis zum Pferdebauch und es kann keine guten Hilfen geben oder das Pferd nimmt die Gewichtshilfen des Kindes gar nicht wahr.

Wenn du eine bestimmte Reitweise lernen möchtest, dann macht es auch Sinn auf entsprechenden Rassen zu lernen. Willst du Westernreiten lernen, dann solltest du dir auch eine Westernrasse suche – oder Dressurpferde bei dem Wunsch Dressur zu lernen. Denn die Quarterhorses aus dem Westernsport beispielsweise tun sich oft schwer mit den dehnenden Lektionen aus der Dressur und du wirst es schwerer haben deine Hilfen umzusetzen.

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Reiten lernen – Die 7 häufigsten Fragen und Antworten

Jetzt schreibe ich dir noch die häufigsten Fragen und meine Antworten darauf.

Welche Ausrüstung brauchst du?

Am Anfang reichen dir ein paar alte Stiefeletten mit einem kleinen Absatz für die Steigbügel. Dazu kannst du eine alte Leggings oder eine bequeme aber elastische Jeans anziehen. Kaufen würde ich mir nur einen Reithelm. Kaufen kannst du den Reithelm in den gängigen Reitsportläden. Ich persönlich habe einen von Casco, den ich bequem und nicht zu dominant finde. Nicht wundern, wenn du das erste Mal einen Reithelm trägst. Es sieht einfach ein bisschen so aus, als ob du dir eine halbe Melone auf den Kopf geschnallt hättest. Aber du gewöhnst dich an den Anblick ;-)

Gute Reitlehrer und Schulpferde – wie erkennst du sie

Ein guter Reitlehrer ist ruhig, freundlich und erklärt gerne und viel. Er ist gelassen und brüllt nicht und er weiß, wie man mit Pferden umgeht. Das gleiche gilt für ein gutes Schulpferd. Es sollte gelassen, fein und geduldig sein. Es sollte aber auch eine Meinung haben, denn nur dann wird es dir zeigen und sagen, dass du gerade keine gute Hilfe gibst. Wenn es schon wie auf Autopilot ausführt, was der Reitlehrer ansagt, kannst du nicht lernen.

Reitunterricht als Einzel- oder Gruppenunterricht – was ist besser?

Wenn du Anfänger bist, macht Einzelunterricht richtig Sinn. Je nach Fortschritt kann st du dann in eine Gruppenstunde wechseln. Allerdings sollten die Gruppen nicht zu groß sein. 3-4 maximal, würde ich sagen.

Woran erkennst du, dass auch die Tiere glücklich sind?

Pferde wollen Heu und viel Platz, egal welche Pferderasse. Der Stall sollte hell, sauber und luftig sein, die Koppeln groß. Pferde sollten die meiste Zeit des Tages oder 24 Stunden in der Herde und auf der Koppel sein dürfen. Ausbinder oder Sperrriemen sollten keine Rolle spielen. Der Umgang mit en Pferden sollte am Boden wie am Sattel von Ruhe, Geduld und feinen Hilfen geprägt sein.

Was kostet eine Reitstunde?

Viele Reitstunden gibt es schon zum Schnäppchenpreis. Kostet sie rund 10-20 Euro kannst du dir eigentlich denken, dass kein Geld dazu da ist die Pferde richtig gut zu halten und Korrektur zu reiten. Wenn du eine artgerechte Haltung und einen pferdegerechten Umgang sowie qualitativ guten Unterricht willst, solltest du bereit sein ein bisschen was auszugeben.

Wie kann so eine gute erste Reitstunde ablaufen?

Im Idealfall startet dein Reitunterricht am Boden – auch im Erwachsenenalter macht es Sinn dir erst einmal die Seele der Pferde zu erarbeiten. Dir wird Pferdeverhalten erklärt und du machst 1-2 Bodenarbeitsstunden mindestens, um erst einmal mehr zum Pferdeverhalten und dem richtigen Umgang mit Pferden zu lernen. Dann bekommst du auch die korrekte Pferdepflege erklärt. Dann sollte es an die Longe gehen für die ersten Sitzschulungen und erst, wenn du die Hände in allen drei Gangarten einigermaßen ruhig halten kannst, solltest du von der Longe dürfen. Gerade Späteinsteiger brauchen da oft etwas länger als Kinder – das ist vollkommen normal und darf auch so sein. Longenstunden dauern in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten – ganze Reitstunden eher 30 – 60 Minuten.

Wie oft solltest du als Anfänger reiten?

Ich denke, dass du mit einer Stunde pro Woche ganz gut dabei bist. Reiten ist anstrengend und du wirst garantiert einen Muskelkater in den ersten Stunden haben. Wenn du zu lange Pausen hast, vergisst du aber schnell alles wieder.

Hast du auch Erfahrungen gemacht oder noch weitere Fragen an mich? Dann schreib mir einfach einen Kommentar! Ich freue mich auf deine Meinung und Fragen.

Reiten lernen – so findest du die perfekte Reitschule

Leider sind viele Reitställe sehr – nennen wir es mal – klassisch in ihrer Ausrichtung. In der Reiterwelt hat sich Gott sei dank in den letzten Jahren viel getan. Noch vor 20 Jahren standen Pferde vor allem in der Box, der Reitlehrer stand wie ein mittelalterlicher Rittmeister in der Mitte der Halle und hat gebrüllt und geschrien, wenn ihm etwas nicht schnell genug ging, an den Zügeln wurde gezogen und die Pferde mit der Gerte getrieben.

All das ist weder besonders artgerecht noch pferdefreundlich und Spaß macht es letztlich auch keinen – zumindest, wenn du auch an der Seele und dem Gefühl des Tieres interessiert bist, das dich auf seinem Rücken trägt.

Immer noch sind viele Reitschüler nicht bereit dazu viel Geld für guten Unterricht auszugeben und vergessen dabei, dass die Pferde ernährt und gehalten werden wollen. Umso billiger also der Unterricht, desto schlechter vermutlich der Umgang mit den Pferden. Das ist eine Faustregel, die natürlich nicht immer gilt, aber die doch ein Warnzeichen sein kann für dich.

Das ist auch logisch: Wie soll eine Reitschule die Pferde hochwertig ernähren, ihnen viel Platz und eine artgerechte Haltung bieten, sie Korrektur reiten und nur 1-2 Mal pro Tag laufen lassen im Schulbetrieb bei 10 oder 20 Euro pro Stunde. Das kannst du dir im Grunde mit einer Portion Realismus selbst ausrichten. Guter Reitunterricht auf glücklichen Schulpferden kostet einfach ein bisschen Geld. Punkt.

Das kostet Reiten lernen 

Du brauchst für den Anfang nicht viel. Du kannst erst einmal alte Boots aus dem Keller holen – hauptsache sie haben einen kleinen Absatz. Dann kannst du eine Leggings anziehen und eine bequeme Jacke. Das einzige, was du dir für den Einstieg kaufen musst ist ein guter Reithelm. Später kannst du dann in Reiterhosen und Reitboots investieren. So ein Reithelm kostet rund 100 Euro. Aufwärts gibt es viel – aber die Helme von Casco beispielsweise erzielen soweit ich weiß ganz gute Testergebnisse in Sachen Sicherheit und sind auch schön bequem. Dann solltest du für die Reitstunden schon eher 30-40 Euro pro Stunde rechnen. Später kannst du dir eine Reitbeteiligung suchen und seltener Stunden nehmen, wenn dir das Reiten Freude macht.

Dann sind leider viele Reitschulen vor allem auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Solltest Du also bereits im Erwachsenenalter sein, so wirst du ein bisschen suchen müssen, bis du einen Reitlehrer findest, der auch Erwachsene und Späteinsteiger unterrichtet. Wir Erwachsene hinterfragen mehr und bringen deswegen viele Reitlehrer mehr an ihre Grenzen, weil sie nicht gewohnt sind Antworten geben zu müssen. Denn Kinder machen einfach.

Auch daran erkennst du dann einen guten Reitlehrer:

  • Kann er dir alles erklären?
  • Findet er andere Bilder und Wege dir etwas zu erklären, wenn du etwas nicht verstehst?
  • Bleibt er ruhig?
  • Kann er all deine Fragen beantworten?
  • Achtet er auch darauf, dass es dem Pferd gut geht?
  • Werden die Pferde gut und artgerecht gehalten?
  • Kannst du auch Einzelunterricht und Sitzschulungen buchen?

GEHEIMTIPP: Reitschulen die nach Linda Tellington-Jones oder Centered Riding und Connected Riding unterrichten ticken in aller Regel etwas ganzheitlicher – das ist mein Geheimtipp auf der Suche nach einer guten Reitschule. Prüfen musst du natürlich trotzdem noch im Einzelfall.

Reiten lernen in 5 Tagen – geht das?

Geht nicht! Punkt. Egal, was andere dir erzählen. Es gibt Reitschulen, die behaupten, dass das geht. Das ist Quatsch. Da wird dann ein seltsamer Cowboy-Mythos geprägt oder das Ponymädchen in uns angesprochen mit solchen Werbeangeboten und Reiterferienslogans. Da ist auch vollkommen unabhängig von der Pferderasse – jedes Pferd will gut gelenkt und geritten werden. 

Um Reiten zu lernen brauchst du Jahre, egal ob als Kind oder im Erwachsenenalter und auch egal in welcher Gruppengröße. Aber der Weg ist das Ziel und Teil des Ganzen Spaßes. Dann wenn der Reitsport pferdefreundlich gestaltet wird und du mit Liebe, Geduld und Freude lernst und lernen darfst. Reiten ist mehr als sich irgendwie im Sattel zu halten. Reiten ist Kommunikation, Reiten lernen bedeutet auch die Pferde zu verstehen. Das braucht Zeit.

Hier gibt es ein Video, das genau das behauptet – Reiten lernen in 5 Tagen! Ein typischer Fernsehbericht, der seicht und an der Oberfläche Theorien aus der Reiterwelt wiedergibt, die sich zwischen merkwürdigen Dominanz-Theorien und ansatzweise wahren Fakten bewegt:

Reiten lernen für Kinder

Wenn dein Kind lernt zu reiten ist es unglaublich wichtig, dass du die richtige Reitschule findest. In den ersten Jahren wird oft der Grundstein für das Reiterbild des Kindes gelegt. Wenn du ein Kind möchtest, dass die Tiere liebt, pferdegerecht mit den Pferden umgeht, nicht nur „nutzen“ und reiten möchte, sondern auch Respekt, Achtsamkeit und den liebevollen Umgang mit dem Tier lernt, dann solltest du dir die Reitschule genau aussuchen. “Reitsport”…heißt es ja so oft, aber Reiten ist mehr als ein Sport. 

Viel zu oft werden Schulpferde im Reitsport zu sehr ausgepowert, der Unterricht ist schlecht und die Seele der Pferde spielt leider keine Rolle. Vielen Eltern, die ihr Kind nur mal schnell aufs Pony setzen wollen, ist es leider zu teuer das Geld auszugeben, dass es nun einmal kostet, wenn du eine gute und fundierte Reitschule möchtest, in der dein Kind lernt auch Wert auf die Gefühle des Tieres zu legen und nicht nur auf seine eigenen.

Das halte ich aber für essentiell. Nicht nur, weil die Tiere einen liebevollen und artgerechten Umgang verdient haben, sondern auch weil du deinem Kind doch auch eine Botschaft vermitteln willst: Tiere haben Rechte und es macht dich zu einem guten Menschen, wenn du mit deinen Mitmenschen, der Umwelt und den Tieren gut umgehst.

Wenn dein Kind reiten lernen möchte, achte darauf, dass…

  • Die Schulpferde nicht öfter als 2-mal und wirklich wirklich maximal 3 mal pro Tag eine Stunde laufen müssen
  • Es keine Ausbinder und Sperrriemen und der Reitschule gibt
  • Dein Kind erst einmal lernt mit dem Pferd richtig zu kommunizieren und es korrekt zu satteln und zu putzen bevor es dann in den späteren Stunden auf den Rücken geht
  • Dein Kind lernt mit Gewichtshilfen und feinen Hilfen zu reiten und nicht mit der Gerte treiben oder an den Zügeln ziehen soll
  • Der Reitlehrer geduldig und ruhig mit Pferd und Kind umgeht
  • Die Pferde den ganzen Tag auf die Koppel dürfen und nicht in der Box stehen
  • Die Pferde gesund gefüttert und artgerecht gehalten werden
  • Dein Kind sich die Reitstunde mit nicht mehr als 3-4 anderen teilen muss

Am besten lässt du dein Kind auch Voltigieren – da lernt dein Kind Gewicht, Balance und das „Halten“ auf dem Rücken eines Pferdes, ohne sich festzuklammern oder an Zügeln festzuhalten – das Ganze mit Spaß und Freude und anderen Kindern zusammen. Anfangen kann dein Kind mit etwa 4 Jahren – wenn es von alleine an den Gurt greifen kann und du das Gefühl hast, dass du es deinem Kind zutrauen kannst. Es gibt unter Kindern ja auch Frühentwickler und Spätentwickler, was Körpergefühl, Sportlichkeit und Geschick betrifft.

HIER findest du ein paar Facts zum Voltigieren

Ab welchem Alter kann dein Kind Reiten lernen?

Erste Ponystunden mit Putzrunden und geführtem Reiten zur Bewegungsschulung kannst du auch schon mit 2-3 Jahren anfangen – wenn du einen verantwortungsbewussten und auf Kleinkinder spezialisierten Ponyhof findest. Da sitzt dein Kind im Grunde „nur“ im Schritt und wird geführt. Das fördert die Balance und das natürliche Bewegungsgefühl und führt dein Kind easy an das Thema „Reiten“ heran. Das ist im Grunde ein spielerischer Umgang mit dem Pferd und dem Thema Reiten. Vielleicht darf dein Kind am Ende noch ein Pferdeleckerli geben und alle sind zum Abschluss der Stunde dann hoffentlich glücklich – das Kind und das Pferd.

Richtig Reiten lernen kann dein Kind erst, wenn es sicher sitzen und den Anweisungen des Reitlehrers folgen kann – ich denke, dass das mit 5-7 Jahren der Fall ist. Je nachdem wie dein Kind tickt.

Du kannst dein Kind aber zum Beispiel mit 4 Jahren schon Voltigieren lassen. Das ist im Grunde Turnen auf dem Pferd in kleineren Kindergruppen und macht den meisten Kindern wahnsinnig viel Spaß.

5 Gründe, warum dein Kind ein Reiter werden sollte

  1. Kinder sind meist ziemlich angstfrei, sie agieren mit viel Bauchgefühl und denken nicht zu viel nach. Sie machen einfach. Deswegen passen Kinder und Pferde unglaublich gut zusammen.
  2. Kinder haben ein gutes Körpergefühl und sitzen deswegen meist von Anfang ziemlich locker und natürlich im Sattel.
  3. Tiere sind wunderbare Partner für dich und deine Erziehung. Sie lehren Respekt, Achtsamkeit, liebevollen Umgang und Verantwortung.
  4. Pferde lehren den Menschen zu sich selbst zu finden und innerlich ruhig, klar und stark zu sein – das ist die perfekte Schule für das spätere Leben
  5. Pferde haben on Top noch den Vorteil, dass dein Kind viel Zeit an der frischen Luft und in der Natur verbringen wird.

Ist es besser, wenn mein Kind oder ich immer dasselbe Pferd reitet oder ist es besser möglichst viele verschiedene Pferde zu reiten?

Aus meiner Sicht ist es Anfangs erst einmal sinnvoll bei einem Pferd zu bleiben. Dann kannst du das Pferd und seine Eigenheiten kennenlernen und dich dann voll und ganz auf dich und deine Learnings konzentrieren. Wenn du dann fortgeschritten bist, kannst du auch nach und nach mal die Pferde wechseln, weil man sich doch sehr aufeinander einspielen kann, wenn man sich immer besser kennt. Das gilt nicht nur im Zwischenmenschlichen im Leben, sonder auch im Umgang mit Pferden.

Von jedem Pferd kannst du dann etwas anderes lernen – oder auch dein Kind, wenn es Reiten lernen möchte.

Reiten lernen für Erwachsene – die ersten Schritte

Reiten lernen kann man immer! Es ist keine Frage des Alters. Natürlich fällt es Kindern leichter, weil sie weniger hinterfragen und einfach nur machen. Das ist etwas, was Pferde sehr lieben. Außerdem haben Kinder in aller Regel ein ziemlich gutes und geschmeidiges Körpergefühl. Das verlernen wir mit der Zeit und entwickeln Verspannungen. Deswegen kann es sich sehr lohnen als erwachsener Reitanfänger parallel einen Stretchy-Sport wie Yoga oder Pilates zu machen.

HIER gibt es zum Beispiel einen Artikel über Funktional Sport für Reiter zur Verbesserung des Sitzes

Jetzt müssen wir deine Wunschvorstellung aber einmal kurz anpacken und ein bisschen Realität drüberstreuen. Oft steckt hinter dem Wunsch reiten zu lernen ja ein Kindheitstraum, den man sich nicht verwirklichen konnte. Deswegen möchte ich dir erst einmal sagen, dass ich dich grandios finde, weil du deine Träume leben willst und dich traust dir deine langgehegten Wünsche zu erfüllen. Mach weiter so! Reiten ist etwas wunderbares und es lohnt sich in jedem Alter das Reiten zu lernen.

Wenn du Reiten lernen willst heißt das nicht, dass du nach einer Woche in einem rasanten und wunderschönen Galopp über das Stoppelfeld brausen kannst. Du kommst in einer guten Reitschule erst einmal an die Sitzlonge, dann gibt es Einzel- oder Gruppenstunden in der Halle und irgendwann am Ende wartet dann der brausende Galopp im Wald auf dich.

Reitern lernen ist keine Frage des Alters

Dafür lohnt sich all das aber und auch für die wunderschöne, meditative und entspannende Zeit mit dem Pferd. Pferde sind Persönlichkeitscoaches und können uns in unserem Leben unglaublich weiterbringen, wenn wir uns auf sie einlassen und in der richtigen Pferdeschule lernen können.

HIER findest du mehr zu dem Thema – Das Pferd dein „Psychologensofa“

Pferde können unglaublich viel Freude machen, aber sie können auch Angst auslösen. Wenn du dann in deiner ersten Stunde vor diesem großen Pferd stehst und dir bewusst wird, dass es große Hufe und ziemlich große Zähne hat. Wenn du dann auf dem Rücken des Pferdes sitzt, wirst du vielleicht merken, dass es ganz schön hoch sein kann. Anders als Kinder, fallen uns Erwachsenen nämlich all die Fallstricke und Gefahren ständig auf, die das Leben birgen könnte. Das wiederum hemmt uns und das spürt das Pferd.

Das Wichtigste und die größte Aufgabe, die das Reiten lernen für dich als Erwachsener nämlich bereit hat ist es Vertrauen zu haben.

  • Vertrauen in dich und deinen Körper
  • Vertrauen in das Pferd
  • Vertrauen in die Freude, die dir das alles bringen wird
  • Vertrauen in die Sicherheit und Liebe, die du nach und nach immer mehr empfinden wirst

Dann wird das Pferd dich stärken, dir ein Lächeln schenken und dir Stärke und Zufriedenheit bringen. Fest versprochen!

Denn wir Erwachsene machen uns meist zu viele Gedanken und das hemmt uns im Leben und im Umgang mit den Pferden. Umso mehr du lernst wieder auf deinen Bauch zu hören und dir weniger Gedanken zu machen, deinen Perfektionstrieb abzulegen und einfach nur im Hier und Jetzt Spaß an dem Pferd zu haben, desto besser und schneller wirst du Reiten lernen.

Hier lernst du mehr über Gewichtshilfen beim Reiten und wieso „gutes lenken“ ohne Zügel auskommen kann

Hier findest du eine kleine Auflistung der ersten Reiterhilfen, die du vermutlich lernen wirst in der Reitschule

Reiten lernen mit 50, 60, 70 oder 80 – Tipps für ältere Reitanfänger und Senioren

Reiten lernen kann man immer. Das habe ich ja schon geschrieben und das gilt auch für Senioren oder wenn du 50 aufwärts bist. Du solltest dir nur die Reitschule besonders sorgfältig aussuchen und darauf achten, dass du ein ruhiges und gelassenes Schulpferd hast. Denn du bist vielleicht etwas steifer und vielleicht auch nervöser und ängstlicher als noch mit 20 Jahren.

Das ist aber eine gute Schule und schöne Herausforderung für dich und deine innere Stärke. Du kannst es einfach etwas langsamer angehen und zum Beispiel länger im Schritt reiten oder mehr Bodenarbeit am Anfang machen, um die Pferde besser kennenzulernen und besser zu verstehen. Denn wenn du das Pferd verstehst, wird dir das auch Vertrauen und Sicherheit geben und das wiederum bringt dir Freude und die richtige Entspannung um möglichst locker auf dem Pferd zu sitzen. Je lockerer du sitzt, umso sicherer bist du auf dem Pferd.

Wenn du vielleicht die letzten Jahre wenig Sport gemacht hast, kannst du zur Sicherheit deinen Arzt vorher mal kurz fragen, ob irgendwas bei dir persönlich dagegen spricht, aber in aller Regel ist Reiten gut für Körper und Seele und bringt dir viele Vorteile.

Wann du nicht anfangen solltest: Du solltest vielleicht nicht reiten, wenn du körperliche Probleme hast, die es dir nicht erlauben das Pferd gesund zu reiten – einfach im Sinne des Pferdes. Dann kannst du aber auch einfach Bodenarbeit machen, wenn du den Umgang mit Pferden wünschst und es dir um das Tier und die frische Luft geht. Denn die Pferde gleichen unsere körperlichen Probleme mit ihrem Körper aus – damit sie in Balance bleiben können. Hast du also starke Defizite, die du auch nicht wegtrainierten kannst mit einer anderen Sportart, dann wirst du sie an das Pferd weitergeben und das ist nicht besonders pferdegerecht. Wenn du aber einigermaßen fit und gesund bist, dann ist auch das Reiten kein Thema – egal wie alt du bist.

Reiten ist ganzheitlich – du lernst:

  • Die richtige Körperhaltung
  • Stärkst deine Bauch. Rücken und Beckenmuskeln
  • Förderst deinen Kreislauf und deinen Kopf
  • Bessere Koordination und Beweglichkeit
  • Schulst deine Wahrnehmung und dein Bewegungsgefühl
  • Bist an der frischen Luft
  • Lernst Entspannung und kannst Stress abbauen im Zusammensein mit dem Pferd

Senioren und ältere Reitanfänger: 6 einfache Tipps für den perfekten Einstieg!

  • Suche dir eine Reitschule mit Pferden, die artgerecht gehalten werden, denn Pferde die viel laufen dürfen und wenig Stress haben sind in aller Regel sichere Pferde
  • Erlaube dir viele Fragen zu stellen und auch kritisch zu sein – eine Reitschule die das nicht verträgt und dir keine Antworten geben kann, ist keine gute Reitschule. Du bist erwachsen und hast ein Recht darauf eine Meinung zu haben und Dinge zu hinterfragen. Reiten sollte sich gut anfühlen für dich. Tut es das nicht, hat der Reitlehrer es dir entweder noch nicht richtig erklärt oder die Schule ist nicht die Richtige für dich.
  • Reitschulen die nach Linda Tellington-Jones oder Centered Riding und Connected Riding unterrichten ticken in aller Regel etwas ganzheitlicher – das ist mein Geheimtipp auf der Suche nach einer guten Reitschule. Prüfen musst du natürlich trotzdem noch im Einzelfall.
  • Schaue, dass du erst einmal Einzelunterricht und Sitzschulungen bekommen kannst – das hilft dir einen ruhigen und für dich passenden Einstieg zu finden. Später können dann auch Gruppenstunden fein sein.
  • Du kannst dich auch in der Theorie fortbilden in dem du Kurse schaust und Bücher zum Thema liest. Gleich stelle ich dir noch meine Top 5 der Bücher zusammen. Da kannst du dich auch inspirieren lassen.
  • Sei nicht zu perfektionistisch und verkniffen – hab einfach Spaß! Du machst das Ganze weil du dir etwas gönnen möchtest oder weil du eine Sehnsucht erfüllst. Denk also immer wieder daran zu lächeln und schiebe all die Gedanken beiseite. Pferde lehren uns vor allem bei uns selbst und im Hier und Jetzt zu sein. Das ist ein Geschenk!

Reiten lernen – die besten Bücher

Ich schreibe dir hier eine kleine und schnelle Auflistung der besten Bücher, um sich in das Thema “Reiten” und “Reiten lernen” einzulesen. Ich persönlich habe sie alle gelesen und kann sie dir empfehlen. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Schmökern – Pferdefachbücher sind doch wirklich spannend und fast wie ein gemütlicher Roman zu lesen.

  1. “Reiten aus der Körpermitte” von Sally Swift – kannst du hier stöbern
  2. “Reiten im Sinne des Pferdes” von Bernd Hackl – kannst du hier stöbern
  3. “Reiten aus der Tiefe des Herzens” von Jenny Rolfe – kannst du hier stöbern 
  4. “Die 10 besten Reiterbilder” von mir ;-))) – kannst du dir hier besorgen

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11 Kommentare zu “Reiten lernen! Der ultimative Guide für Reitanfänger

  1. Lina sagt:

    Ich würde gerne mit dem Reiten anfangen, aber meine Eltern haben nicht so viel Geld. Machte es vielleicht Sinn eine Reitbeteiligung zu suchen und wenn ja, gibt es welche für Anfänger?

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Lina, eine Reitbeteiligung kostet auch Geld – da zahlst du dem Pferdebesitzer Montlich einen Geldbetrag nach Absprache und du solltest schon ein bisschen Reiten können und auch etwas Ahnung von der Pferdeseele haben. Denn private Reitpferde sind nicht immer so brav wie Schulpferde beziehungsweise haben eben nicht den täglichen Job Reitanfänger zu tragen und reagieren vielleicht auch mal unwilliger auf falsche Hilfen. Insofern würde ich persönlich als Pferdebesitzer keine Reitanfängerin als Reitbeteiligung suchen. Ich würde an deiner Stelle dann erst einmal mit einer Pflegebeteiligung starten. Da reitest du zwar nicht, aber kannst die Pferde vom Boden aus nach und nach kennenlernen und dann vielleicht weiterschauen. Ganz liebe Grüße und ich drücke dir die Daumen für den Weg in die Welt der Pferde, Petra

  2. Reife Reiterin sagt:

    Liebe Petra,
    Dein Artikel hat mich sehr in meinem neuen Hobby bestätigt. Ich bin schon über 40 und vor einem Jahr habe ich angefangen zu reiten. Ich reite auf einem gut ausgebdetem Pferd – western. Leider kann ich bei meinem Trainer nicht öfters als 1 die Woche Unterricht nehmen. Könntest Du mir bitte helfen, die Frage zu beantworten : woran erkenne ich das ich bereit wäre, eine Reitbeteiligung zu suchen? Am Anfang zusätzlich zu meiner Unterricht. Ich würde mich freuen, deine Meinung zu erfahren.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Reiterin, ich finde dich mit gerade ma über 40 ja noch gar nicht reif, sondern genau richtig ;-) Zu deiner Frage: Ich denke du bist bereit, wenn du dich bereit fühlst. Dann kannst du losziehen und dir ein Pferd suchen, das zu dir und deinem Ausbildungsstand passt. Also vermutlich ein liebes, braves und freundliches Pferd, das ein bisschen Geduld mit seinem Reiter hat und kein Dressurprofi, der es gewohnt ist mit perfekten Hilfen gefordert zu werden. Vielleicht eher ein Freizeitpferd, mit dem du ins Gelände kannst oder was auch immer du dir vorstellst. Hat dir das ein bisschen weitergeholfen? Ganz liebe Grüße, Petra

  3. Dana sagt:

    Hey Petra,

    sehr schöner Artikel :)

    Du hast einen Helm von Casco. Nachdem ich etwas recherchiert habe bin ich auf einen Uvex Reiterhelm gestoßen. Kann man mit dem etwas falsch machen?

    Liebe Grüße, Dana

    • Petra sagt:

      Hey Dana, beide Helme sind von guten Marken – ich denke, dass du da nichts falsch machen kannst .-) Viele liebe Grüße, Petra

  4. Sarah sagt:

    Hallo liebe Petra,

    super Artikel! Du sprichst mir aus der Seele.

    Ich habe, so wie du auch, als Kind eher schlechte Erfahrungen mit Reitschulen gesammelt. Die Tierliebe (speziell zu Hunden und Pferden) lässt mich jedoch nicht mehr los 😁. Vor einigen Jahren haben wir uns den Traum vom eigenen Hund erfüllt und jetzt mit mit Ende 20 wollen sowohl mein Freund als Anfänger als auch ich als Wiedereinsteiger unser Glück im Westernreiten versuchen. Das Telefonat mit der Reitlehrerin war auf jeden Fall schon mal positiv. Heute Abend haben wir unsere ersten beiden Einzelstunden und sind schon sehr gespannt.

    Ich lese deine Artikel sehr gerne, da man richtig merkt wie durchdacht und mit wie viel Herz du bei der Sache bist.

    Mach weiter so!

    Liebe Grüße,

    Sarah

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Sarah, wie spannend! Ich hoffe die Reitstunde war schön und ihr konntet mit Liebe und Freude reiten :-) Ganz lieben Dank auch für deine netten Zeilen – das freut mich immer sehr. Alles Liebe, Petra

  5. Christiane Soika sagt:

    Hallo Petra, ich hab gerade deinen Artikel gelesen und musste auch ein paar Mal lächeln. Ich hatte schon mit 10 Jahren das Reiten begonnen. Aber so richtig Spaß hat es nicht gemacht. Aber ich liebte Pferde und dann reitet man nunmal. Was sollte man auch sonst damit machen. Dann hatte ich 20 Jahre keinen Kontakt zu Pferden.
    Inzwischen bin ich 38 und arbeite seit fast 2 Jahren vom Boden aus mit verschiedenen Pferden, also vom Schulpferde-Rentner, über die sture Haflinger-Dame, bis hin zum "Dressur-Warmblüter".
    Dann hab ich mich überwunden und wieder Reitstunden genommen. Nach 3 Stunden hatte ich keinen Spaß mehr daran. Es war streng und das Pferde war nicht so sicher, wie ich mir das gewünscht hätte. Zumal ich schon immer eine ängstliche Reiterin war.

    Letzten Freitag hatte ich erneut eine Reitstunde. Das Pferd, ein riesiger Percheron-Hengst. Die Aufstiegshilfe alles andere als vertrauenswürdig. Aber der Trainer ist super. Ich kannte ihn schon vorher, weil ich ab und an eine Stunde Bodenarbeit bei ihm genommen hatte. Er ist Barockreiter, gibt Unterricht, von Bodenarbeit, Freiarbeit, Langzügel, Longe und Doppellonge, klassisches Reiten und Dressur. Er liebt seine Pferde und er liebt es Menschen zu unterrichten und es war ein Traum. Ich hab mit mich mit 38 zum ersten Mal sicher und wohl auf einem Pferd gefühlt. Der Trainer nicht restriktiv, sondern motivierend. Und statt ein paar Runden Schritt, bin ich Volten, Vorhandwendungen und Seitengänge geritten. Was ich vom Boden aus gut kenne, aber nie im Sattel geritten bin.

    Er sagte mir, wenn ich erstmal im Sattel sitze, wird eine Welt für mich aufgehen und er hatte recht. Und das, nachdem ich über 20 Jahre lang gedacht hatte, das Reiten eigentlich nichts für mich ist…

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Christina, wie wunderschön ist das denn bitte – ich bin ganz verliebt in deinen Kommentar. So sollten alle Trainer sein! Wie heißt denn dieser Zaubermann? Das hört man wirklich selten. Ganz liebe Grüße, Petra

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