Carey Petra Spaß PferdPferdeflüsterei bedeutet dem Flüstern der Pferde zuzuhören. Es dreht sich alles um den respektvollen, achtsamen, liebevollen sanften und pferdefreundlichen Weg zu mehr Vertrauen und Bindung mit dem Pferd. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir, deine Gedanken und Ideen zum Pferdetraining – gerne in Form von Kommentaren. Denn nur wenn wir unser Wissen teilen, wird es mehr. Und nur wenn wir uns gegenseitig unterstützen können wir wachsen und der Mensch werden, den unser Pferd an seiner Seite braucht. Pferdeflüstern ist kein Mythos, es ist einfach nur eine klare Körpersprache, Wissen um die Bedürfnisse der Pferde und feine Kommunikation. Jeder kann es lernen.

Neu hier? Das ist die Pferdeflüsternde Welt

Auf der Pferdeflüsterei und dem dazugehörigen Blog bekommst du all das Wissen über artgerechte Haltung, gutes Futter, medizinische Facts, gute Bodenarbeit und feines Reiten. In Form von Artikeln, Wissen, Infos, Kursberichten, Serien und Experteninterviews.

Dazu gibt es den Pferdefreundlichen Shop mit feinem Zubehör, anatomischen Reitsachen, Fair Fashion aus Biobaumwolle, veganen Bürsten aus Europa, zuckerfreien und gesunden Leckerli, alles für die Bodenarbeit und pflanzlichen Pflegemitteln für dein Pferd. Dort bekommst du alles, was dein Pferd braucht – und du kannst dir sicher sein, dass die Sachen von europäischen Labels stammen, die Wert auf eine nachhaltige Produktion und pferdefreundliches sanftes Zubehör legen. Wir haben Charity Produkte – da spendest du mit jedem Kauf etwas für einen guten Pferdezweck wie Equiwent oder Frau Vogel. Dazu gesundes Futter und feine Leckerli mit Kräutern oder Reitpads, die den Rücken deines Pferdes schonen. Alles, was es bei uns im Shop gibt wurde von mir und Carey getestet und ist sanft und fein zu deinem Pferd. Schau gerne jederzeit vorbei und stöbere ein bisschen. Wir freuen uns wenn du durch unseren digitalen Laden surfst.

Plus: Seit kurzem haben wir auch den Campus. Das ist eine Lernplattform mit eBooks und Onlinevideos. Alles innerhalb von Sekunden für dich verfügbar und rein digital. Zum Beispiel mit der Pferdetrainerin Sandra Schneider oder Cornna Ertl oder Hero Merkel und Herdis Hiller. Vom sanften Verladetraining Schritt für Schritt erklärt über Horse Agility mit praktischen Übungen bis zu Futterwissen von der Kräuterexpertin.

Was ist Pferdeflüstern

Pferdeflüstern ist eine Frage des Timings, der Körpersprache, des Gefühls und des Wissens. Das will ich hier auf der Pferdeflüsterei teilen. Schritt für Schritt. Dafür müssen wir vor allem an uns selbst arbeiten. Denn Pferdeflüstern bedeutet vor allem klare Körpersprache, innere Ruhe und Gelassenheit. Wir müssen uns selbst immer wieder hinterfragen und offen bleiben für unsere Pferde und ihre Bedürfnisse.

Auch wenn wir ein e-Mag sind, freue ich mich trotzdem über all das, was Pferdeblogs ausmacht. Eure Kommentare, eure Meinung, die Vernetzung mit anderen Pferdebloggern und den Erfahrungsaustausch. Jeder Artikel bietet die Möglichkeit für euch zu kommentieren und mit mir und den anderen Bloggern und Lesern zu diskutieren. Ich denke, dass es nicht den einen Weg gibt, sondern viele Abzweigungen. Egal ob es um Trainingsmethoden, Ansichten oder Blogs geht. Es geht darum zu Lernen – jeden Tag ein bisschen. Wissen anzusammeln. Auf verschiedenen Seiten und Blogs zu lesen, was Blogger und Pferdemenschen schreiben. Artikel in Magazinen und Bücher zu lesen, Kurse zu besuchen und das ganze Wissen aufzusaugen, dass wir im Blog, im Magazin, im Buch, im Kurs, im Alltag mit dem Pferd finden können. Darüber zu Schreiben macht mir Freude und das Wissen mit euch zu teilen um gemeinsam zu Lernen den Pferden ein besserer Partner zu werden.

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In Form von Buchrezensionen, Artikeln, Studien, Interviews und eigenen Erfahrungen. Ich lerne jeden Tag dazu und bin weder erfahrene Pferdetrainerin noch ausgewiesene Expertin. Ich schreibe mein Wissen in Artikel, tausche mich mit aneren Trainern und Bloggern aus, lese selbst in diesem oder jenem Blog und bilde mir so nach und nach meine Meinung. Deswegen gilt natürlich: Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit dessen, was hier steht und jedes Pferd und jeder Reiter ist anders. Also bitte nicht einfach nachmachen oder wenn nur unter fachkundiger Anleitung, ich mache es nicht anders.

Wer steckt hinter der Pferdeflüsterei

Die Pferdeflüsterei ist Teamsache. Das Team sind Tom, Petra und Carey. Ich (Petra) bin Journalistin beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Als Journalistin bin ich es gewohnt zu recherchieren, alle Fakten kennenzulernen und dann ein Fazit zu ziehen. Ich habe eine Meinung und ich äußere sie gerne. Es ist mein Beruf Wissen zu recherchieren und verständlich aufzubereiten.

Es ist mein Wunsch den Menschen zu zeigen, wie sie ihr Pferd besser verstehen können, wie artgerechte Pferdehaltung aussehen kann und sie auf dem Weg zu mehr Verständnis für die Bedürfnisse der Pferde mitzunehmen. In der Theorie ist immer alles leichter als in der Praxis – auch das ist mir klar. Aber Wissen ist Macht – dieser Satz gilt auch in der Pferdewelt. Nur wenn wir die Theorie beherrschen, können wir uns die Praxis nach und nach erobern.

Außerdem gehört die junge Quarterstute Carey zum Team. Sie stammt aus der Zucht der Familie Dysli. Aufgewachsen ist sie auf der Hacienda Buena Suerte, mit 3,5 Jahren ist sie zu uns nach Deutschland gekommen.

Die Technik und die Fotos übernimmt Tom, die Pferdeexpertise kommt von Carey und die Texte sind von mir. Im Grunde dreht sich auf der Pferdeflüsterei alles um das Pferdeflüstern. Was bedeutet: Dass wir Menschen lernen müssen, dem Flüstern der Pferde zuzuhören. Es geht um den Weg zu mehr Verständnis, Kommunikation und Fairness mit den Pferden. Ich denke: Niemand ist perfekt und jeder lernt dazu. Solange wir jeden Tag ein bisschen lernen und mit Spaß, Lachen, Freude und Respekt mit dem Pferd trainieren, ist alles in Ordnung.

Pferdeflüsterei – Ein Blog?

Pferdeflüstern bedeutet die Sprache der Pferde zu lernen. Vor allem aber bedeutet es für mich, den Pferden zuzuhören und mit ihnen zu kommunizieren.

Auf der Pferdeflüsterei kannst du alles über Körpersprache, Bodenarbeit, Freiarbeit, Kommunikation, feines Reiten und artgerechte Haltung nachlesen. Außerdem beschreibe ich die Ausbildung meiner Jungstute. Sie ist die wahre Expertin auf der Pferdeflüsterei, die immer eine selbstbewusste und ehrliche Meinung vertritt. Sie ist meine Lehrmeisterin. So wie dein Pferd auch dein Lehrmeister sein kann.

Das alles blogge ich – oder ich würde sagen: Ich schreibe darüber. Ist die Pferdeflüsterei ein Blog? Das ist eine gute Frage. Es ist für mich ein eMag – also ein digitales Magazin. Weil wir Experteninterviews haben und Buchrezensionen, weil wir im Grunde keine Blog-typischen Dinge wie Werbeartikel haben und weil ich mich viel mehr als Pferdefrau sehe, denn als bloggende Journalistin. Natürlich sind die Texte persönlich, sie beruhen auf meinen Erfahrungen und haben den Stempel meiner Meinung. Das ist dann doch eher ein Blog – könnte man sagen. Trotzdem versuche ich das Wissen so neutral wie möglich zu verpacken, damit du dir ein eigenes Bild machen kannst. Pferde und Menschen sind so verschieden – deswegen glaube ich nicht daran, dass es nur den einen Weg gibt. Das wäre wiederum Blog-Untypisch. Sind wir nun ein Pferdeblog – ja oder nein? Die Frage kann ich dir nicht beantworten. Aber ist das am Ende nicht egal, ob Blog oder nicht? Hauptsache, du fühlst dich wohl bei uns, findest die Infos die du suchst und kommst immer gerne wieder. Und wenn dir noch etwas fehlen sollte, dann schreibe mir gerne einen Kommentar (was ja wieder mal typisch Blog ist *zwinker*) – ich werde versuchen dir deinen Themenwunsch zu erfüllen.

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Mein Weg zum Pferd

Als Kind hatte ich zwar Reitunterricht, habe aber dann aufgehört, weil mir nicht gefiel wie man damals mit den Pferden umgegangen ist. Aus meiner Sicht mit zu wenig Gefühl für das Tier und zuviel Gewalt. Jetzt will ich neue Wege gehen. Zusammen mit dir. Irgendwo und irgendwann bin ich dem ersten Pferd begegnet. Ich weiß nicht mehr wo und wie, ich weiß nur noch, dass ich schon als kleines Mädchen von Pferden fasziniert war.

Wie alle Mädchen habe ich zu viele Pferdebücher gelesen, hatte Fury-Videos zu Hause und träumte von meinem eigenen Pony. Als Kind durfte ich manchmal mit einem Shetland-Pony über die kniehohen Wiesen reiten. Es gehörte dem Bauern, der seinen Hof in der Nähe unseres Ferienhauses hatte. Ich hatte keine Ahnung, was es denkt oder fühlt, sondern saß einfach nur auf seinem Rücken und ließ mich tragen. Wahrscheinlich war es verwirrt, was dieser komische kleine Mensch auf seinem Rücken wollte, aber es trug mich geduldig und fröhlich schnaubend kreuz und quer.

Pferde sind groß und kraftvoll. Trotzdem senken sie ihre Nase zart und vertrauensvoll in unsere Hand. Damals wusste ich noch nicht, dass das eine Begrüßung ist. Es ist Kommunikation zwischen Pferd und Mensch. So wie wir Menschen uns die Hand reichen, bevor wir uns annähern, schnuppern Pferde gegenseitig an ihren Nüstern. Das zu erfahren und zu wissen ist für mich zum Beispiel ein Teil des Pferdeflüsterns. Ich wünschte, ich hätte es damals schon gewusst.

Gescheitert am ersten Reitunterricht: Später hatte ich ein  Jahr Reitunterricht in der einzigen Reitschule im Umkreis. Ich war erst 11 Jahre alt. Die Pferde  mussten im 10er-Pack mehrfach täglich durch die Halle trotten, danach ging es wieder in die Box. Davor standen sie natürlich auch in der Box, stundenlang. Es war für mich normal, ich kannte es nicht anders.

Meist durfte ich den Rentner reiten. Ein schwarzer Wallach, aber schon sehr müde, weil er im Grunde zu alt war für den Reitunterricht. Aber auch das wusste ich damals nicht, weil ich keine Ahnung hatte, dass Pferde still leiden, weil das so in ihren Genen als Fluchttier liegt. Keiner hat es mir gesagt.

Ich wusste auch nicht, dass sie Gesellschaft brauchen und als Bewegungstiere eigentlich den ganzen Tag auf der Weide stehen müssen. Keiner hat es mir gesagt und keinen hat es dort interessiert. In meiner letzten Reitstunde, trat der Reitlehrer dem armen alten Wallach in den Bauch, während ich auf ihm saß, weil er ihm nicht schnell genug lief. Danach bin ich nie mehr dort hin.

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Pferdegerecht: Fair und Verantwortungsbewusst

Ich wusste damals noch nicht, dass wir Menschen dem Pferd als Herdentier eine Stütze sein können. Dass es auch artgerechte Haltung gibt und gesundes feines Reiten. Es folgt uns vertrauensvoll, wenn wir richtig mit ihm kommunizieren und seine Bedürfnisse respektieren. Ohne Zwang und Gewalt, sondern höflich, fair und respektvoll.

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  • Es geht auf der Pferdeflüsterei nicht einfach nur um Reiten, sondern um feines Reiten.
  • Bodenarbeit ist etwas, das so natürlich sein sollte, wie das tägliche Ausmisten
  • Artgerechte Pferdehaltung ist eine Kunst, die jeder Pferdebesitzer lernen sollte

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26 Kommentare zu “About

  1. Ulrike sagt:

    Hallo Petra. Ich muss jetzt unbedingt auch mal ein Kommentar abgeben. Ich bin ein echter Fan deiner Seite geworden und kann vieles von deinen Standpunkten total nachvollziehen. Ich selber habe eine kleine sture Hafistute 😀 und bin die Sache lange ganz falsch angegangen. Seit ich nun Reitunterricht nehme(ebenfalls Western), habe ich gemerkt, was ich eigentlich alles nicht wusste. Dazu kann ich dir auch wieder nur zustimmen, was die ersten Reiterfahrungen in schlechten Reitschulen betrifft. Eigentlich habe ich nichts gelernt. Und nach so vielen Jahren mit Reiten, muss ich gestehen, fühle ich mich immer noch am Anfang.
    Mach weiter so. Deine Seite ist echt klasse.
    LG aus Hessen

    • Annette sagt:

      Hallo Ulrike, das was du geschrieben hast könnte von mir sein. Ich sehe das auch so.
      Seit dem ich Unterricht nach der klassischen Reitlehre (Légèreté) nehme komme ich mir wieder vor wie ein Anfänger.
      Es ist zum Teil noch schlimmer weil sich die Sachen die nicht so gut sind (aber im Hirn verankert) nur schwer wieder zu korrigieren sind.
      Diese Seiten von Petra und ihren Mitstreitern hier sind super und ich schau auch öfter rein um neues dazu zu lernen.
      LG Annette

  2. Petra sagt:

    Hallo Ulrike, vielen vielen Dank für Deinen lieben und wunderbaren Kommentar. Ich habe mich sehr darüber gefreut 🙂 Vor allem über Dein so nettes Kompliment, aber auch darüber, dass Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast, trotzdem jetzt einen guten Weg gefunden hast. Ich habe auch permanent das Gefühl noch gar nichts zu können und immer wieder auf Situationen zu stoßen, die mich überraschen und vor das Gefühl stellen, nicht zu wissen, was ich tun soll. Deswegen finde ich die Interviews mit den Experten so spannend, weil ich aus jedem etwas für mich mitnehme. Am liebsten würde ich schnipsen und schon verstehe ich die Pferde. Aber leider geht das nicht, das müssen wir uns wohl langsam aber sicher erarbeiten 🙂 Wie ist denn dein jetziger Reitlehrer und wie hast Du ihn gefunden? Ich frage mich immer noch woran man einen wirklich guten Reitlehrer erkennt und welcher Weg der Richtige ist (wahrscheinlich wird das auch immer so bleiben 😉 ) Wenn Du magst, freue ich mich, über Geschichten von Deiner Hafistute und Dir. Ich finde, dass wir alle so viel voneinander lernen können.
    Alles Liebe nach Hessen, Petra

  3. Ulrike sagt:

    Ja ich muss zugeben, einen guten Reitlehrer zu finden, ist wirklich sehr schwer. Derzeit ist es bei mir mit dem Unterricht etwas komplizierter. Ich war sehr lange bei einer Westerntrainerin am Stall. Sie war auch sehr gut und hat uns viel geholfen. Trotzdem gab es immer mal Dinge, bei denen ich nicht sicher war, ob das nun so richtig ist. Zum Beispiel, meinte sie manchmal, jetzt geb ihr mal eine drauf mit der Gerte, die verarscht dich nur. Aber ich mag das dann immer nicht so gern machen. Nun war meine Reitlehrerin noch sehr jung und ich denke, es kann auch nicht schaden, bei jemand anderen neue Erfahrungen zu sammeln. Ich habe mittlerweile den Stall gewechselt, bei dem keine fremden Reitlehrer kommen dürfen und ich überlege, bei der dortigen Lehrerin Unterricht zu nehmen. Sie macht zwar kein Western, aber darauf kommt es mir nun nicht mehr so stark an. SIe hat eine sehr ruhige und bestimmte Art und ihre Pferde sind alle super ausgebildet und lassen sich nur mit Halsring reiten. Das will ich auch können 😀 Aber da sind wir noch weit von entfernt. Ich habe mir in den letzten Jahren sehr viel Stress gemacht, weil ich unbedingt das Westernreitabzeichen haben wollte. Und ich habe gemerkt, wie ich mir und meiner Stute gegenüber sehr streng geworden bin und oft nach dem Reiten enttäuscht war. Und nun im neuen Stall, möchte ich ganz neu beginnen und ohne Stress die Zeit wieder mit dem Pferdchen genießen.

    • Petra sagt:

      Hach Ulrike, Du sprichst mir aus der Seele. Dieses “Geb mal mit der Gerte” ist für mich auch gar nichts. Ich tippe dann immer und mein Reitlehrer findet mich auch immer noch viel zu sanft. Ich weiß auch nie wirklich, was da das Richtige ist. Mein Bauchgefühl und Herz sagen mir: Ich will nicht “draufhauen”, das muss auch anders gehen. Viele Reitlehrer, Bücher und Experten verbreiten aber immer die Haltung, dass man manchmal muss. Aber ich denke mir, dass wir Hunde zum Beispiel doch auch nicht mit einem Stock schlagen, wenn sie Ungehorsam sind. Der eigene Stress ist wahrscheinlich oft die größte Bremse. Ich merke auch, dass die Pferde bei mir gerne manchmal reinlaufen über die Schulter, das sagt mir, dass ich offenbar noch keine klaren deutlichen Signale gebe und durch meine Unsicherheit und Angst davor, etwas falsch zu machen, kein Gefühl der ruhigen Gelassenheit vermittle. Aber mich da umzustellen, das dauert Zeit. Deine neue Lehrerin klingt nach einer guten Reitlehrerin. Ruhig und bestimmte Menschen, geben dann vermutlich auch klaren und ruhigen Unterricht, der dann wiederum am meisten bringt. Mal ganz abgesehen davon, dass sie dann wahrscheinlich auch die richtigen Methoden anwendet. Ich bin gespannt und würde mich wieder freuen zu lesen, wie es bei Dir weitergegangen ist. Alles Liebe an Dich und Deine Stute, Petra

  4. rike sagt:

    Hi,
    mir ging es sehr. Ich bin sehr lange (11 Jahre) an einem Tunierstall englisch geritten. Da ging es nur darum die Massen abzufertigen und schnelle “Erfolge” zu erzielen. Das Einziege was ich da gelernt habe ist Sattelfest zu werden und mit jedem Pferd klar zu kommen.
    Vor 6 Jahren bin ich dann mehr oder weniger zufaellig ans Westernreiten gekommen und der Besitzer meiner damaligen Reitbeteiligung hat mir meine Reitlehrerin vermittelt und ich hatte das Gefuehl nach wenigen Stunden mehr gelernt zu haben als in den Jahren zuvor.
    Einen guten Trainer erkennt man meiner Meinung nach daran das er die Dinge die er einem Beibringt erklaert und zwar nach moeglichkeit Wiederspruchsfrei. Naja und man erkennt natuerlich ob die arbeit Fruechte trargt.
    Was Sprueche wie “jetzt geb ihr mal eine drauf mit der Gerte, die verarscht dich nur” angeht, wieso sollte ein Pferd einen verarschen, es sei den es hat etwas davon. Ein Pferd das lernt, es lohnt sich nur halbherzig mit zu arbeiten, wird das auch tun. Wenn das Pferd also nich auf einem hoert und man nur langsam seine Hilfen verstaerkt, stumpft man das Pferd gegen diese Hilfen ab. Natuerlich sollte man nicht sofort drauf hauen und unfair dem Tier gegeueber handeln oder unverstaendlicher Weise ploetzlich ausrasten, aber gelegentliches durchgreifen hilft das man insgesammt feinere Hilfen geben kann.

    • Petra sagt:

      Hi Rike, absolut – das denke ich auch immer. Wieso sollte das Pferd mich verarschen? Das nimmt mich vielleicht nicht ernst als Person mit Führungsqualität oder versteht meine (schlecht gegebenen) Signale nicht und ist verwirrt oder testet vielleicht auch mal aus, ob es mich ernst nehmen muss. Aber verarschen? Das glaube ich auch nicht. Dafür sind Pferde doch viel zu direkt und ehrlich, Tiere überhaupt sind gar nicht dazu fähig, denke ich immer. Außerdem denke ich oft – wenn Pferde sogar die kleinste Fliege auf ihrem Fell spüren, dann merken sie doch eigentlich auch die feinste Hilfe. Warum soll man dann “richtig mit der Gerte eins drauf geben”? Das erscheint mir so unnötig brutal. Dieser Gedanke mit dem Abstumpfen, da ist glaube ich ich etwas dran. Nur wie definiert man “Durchgreifen” – das ist diese schwierige Frage der richtigen Dosierung, die wahrscheinlich jeder anders definiert und nur ein Experte oder Mensch mit viel Erfahrung sofort passend erkennt. Ich persönlich gehöre eher zu denen, die eher zu wenig machen, als zu viel. Also ich muss mich bei der Dosierung eher davon wegbringen, zu sanft und lieb und zart zu sein. Danke für Deinen Kommentar und bis bald hier wieder vielleicht 🙂 Petra

  5. Sarah sagt:

    Wow.. Die Seite ist wirklich wunderbar, deine Ansichten sind vorbildlich und absolut nachvollziehbar. Ich habe auch schon einige Erfahrungen im Westernreiten & vor allem aber im Umgang mit diesen wundervollen Tieren. Mir war es genau wie dir sehr wichtig die Pferde zu verstehen, zu erfahren was angenehm fuer sie ist & was man eher meiden sollte & vorallem wie man ihr Herz erreicht. Ich bin eine Reiterin aber in erster Linie ein Freund, ich wuerde mich nie auf ein Pferd setzten – wenn es mir nicht wenigstens ein Stueck weit vertraut. Zum Abschluss nochmal ein großes Kompliment an diese Seite

    • Petra sagt:

      Hi Sarah, vielen Dank – das freut mich sehr! Ich bin immer auf der Suche nach Tipps und Tricks und Informationen, wie wir es schaffen können einen sicheren, aber eben freundlichen und liebevollen Umgang mit den Pferden zu finden. Dein Ansatz, dass Du in erster Linie ein Freund bist, ist toll! Der Gedanke gefällt mir sofort. Hast Du denn selbst Pferde? Bis bald, Petra

  6. Caro sagt:

    Gibt es auch ein Tagebuch für deine Stute bzw berichtest du auch darüber? Ist sie mittlerweile bei dir oder noch in Spanien!

    • Petra sagt:

      Liebe Caro, es gibt erste Berichte über ihren Werdegang. Du findest sie alle HIER! Und es wird auch ein Trainingstagebuch geben, sobald sie da ist. Damit hätten wir auch schon die zweite Frage beantwortet. Ich warte täglich auf den Transporttermin, der zwischen Ende Mai und Mitte Juni hätte stattfinden sollen. Es kann sich also nur noch um tage und Wochen handeln bis sie endlich da ist und ich dann auch mit ihr trainieren kann <3 Du kannst dir vorstellen, wie aufgeregt ich bin 🙂 Ganz liebe Grüße, Petra

  7. Siegfried sagt:

    Ich reite ungefähr schon 1/2jahre. Ich reite einen Haflinger, er ist sehr liebevoll. Letzten freitag hat Nino, das pferd, mich sehr lieb begrüsst. Das war sowas von aufregend. Ganz doll, die Erfahrungen gemacht zu haben.

    • Petra sagt:

      Es ist wirklich immer wieder schön, wenn sie sich uns freiwillig zuwenden. Ein wunderschönes Gefühl. Liebe Grüße, Petra

  8. Eleni sagt:

    Hallo liebe Petra,
    Ich bin eigentlich ein Mensch, der leise und unbemerkt durch die Weiten des Internets gleitet und nur stiller Mitleser in Foren ist. Normalerweise würde ich auch nie in die Kommentarfunktion schreiben. Normalerweise! Jetzt konnte ich mich einfach nicht zurückhalten: Dein Blog ist der Wahnsinn, ich habe selten so viel Wissen und Interessantes auf einer Seite gelesen! Außerdem vertrittst du in den meisten Fällen hundertprozentig meine Meinung! Ein riesengroßes Kompliment!!
    Ich war auch mal so ein Mädchen, die auf dem durchhängenden Rücken des Pferds rumjuckelt, die Galopp nicht als normale Gangart sieht, sondern als das bloße “Draufbleiben, Festhalten und eine Runde mit dem Pferd ums Leben rennen”, eine, die nicht wusste, dass Reiter, deren Pferde den Kopf an der Brust haben, nicht automatisch gute Reiter sind – Ganz einfach weil ich nichts anderes kannte. Dann bekam ich eine Reitbeteiligung. Ein Problempferd oder (für die die diesen Begriff ablehnen) ein Pferd mit maximal ausgeprägter Charaktereigenschaft zum Nachteil eines Reiters und Pferdemenschen, der meist der Auslöser ist. Im Laufe der Zeit erkannte ich, dass ich nicht weiterkomme, es gab diverse Tränen- und Wutausbrüche. (Eigentlich ein Wunder, dass dieses Pferd mich überhaupt noch ernst nimmt) Mit meinen damaligen 14 Jahren habe ich dann einen Wandel durchlebt und mich erstmals mit dem Pferd an sich, seinem Verhalten, seinem Wesen beschäftigt. Bodenarbeit gelernt, zwar autodidaktisch, weil der Stall keine Hilfe ist, aber mit dem besten Lehrer der Welt: Meinem Pferd. Und das war auch das erste Mal das ich den Spruch “Das Pferd ist Dein Spiegel und kennt dich besser als Du dich selbst” verstanden habe, so sehr, dass ich (schon wieder) weinen musste…

    • Petra sagt:

      Liebe Eleni, wow – das berührt mich sehr. Vielen Dank für deinen so tollen Kommentar. Du hast mir wirklich ein Lächeln is Gesicht gezaubert. You made my day! Danke! Dieser Spruch “Das Pferd ist dein Spiegel” – er begegnet mir immer wieder, in den Augen meines Pferdes. Es geht mir wie dir. Immer wenn ich unaufmerksamer bin, bekomme ich das direkt gespiegelt. Wenn ich entspannt bin auch. Sie schenken uns Persönlichkeitstraining mit ihrer Art. Das ist wirklich besonders. Aber nur dann, wenn man auch lernt ihnen zuzuhören und sich ganz auf sie einlässt. Das kann manchmal frustrierend sein, voller Zweifel, aber dann wieder wunderschön. Danke also nochmal für deinen Kommentar und ich freue mich sehr, dass du zur Pferdeflüsterei gefunden hast. Alles Liebe an dein Pferd und dich, Petra

  9. Carina Bossi sagt:

    Liebe Petra

    wundervoll zu lesen und zu hören, dass Pferde uns immer wieder auf den Weg näher zu uns und zu ihnen bringen, wenn wir nur zu hören und fühlen. Versuchen zu verstehen und vor allem unsere Wahrnehmung schulen, die Dinge aus der Perspektive des Pferdes und nicht des Menschen sehen.

    Es ist toll, deine Seite und die Beiträge zu lesen und dabei zu entdecken, dass ich auf meiner Reise immer wieder die selben Erfahrungen mache und meine Pferde mich herausfordern, Neues zu entdecken und zu lernen. Von Kommunikation, Training, Fitness, Haltung und Fütterung, Tack, Hufe, etc.etc., ich denke, es ist enorm wichtig zu realisieren, dass wir eine Verantwortung haben und uns immer wieder in Frage stellen und auf unsere Pferde hören.

    Super, so eine Platform zu haben, wo wir uns austauschen können.

    Happy trails Magic, Spirit und Carina von Singapore und Cameron Highlands, Malaysia

    • Petra sagt:

      Liebe Carina, vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar. Es ist so schön zu wissen, dass es so viele Menschen gibt, die sich Gedanken um ihr Pferd, um artgerechte Haltung und das “Weniger ist mehr” machen. Ich glaube, dass viel zu lange aufgerüstet wurde, statt sich intensiv mit den Pferden auseinanderzusetzen und Wissen zu sammeln. Das hat sicher tausend Gründe. Von schlechten Reitschulen über mangelnde Infoquellen bis zu der Einstellung, dass immer alles “schnell und einfach” sein muss. Aber es wäre schön, wenn immer mehr Menschen hinterfragen und lernen würden. Deswegen freue ich mich immer über Kommentare wie deinen, weil sie mir zeigen, dass es doch sehr sehr viele Menschen gibt, die einen anderen Weg mit ihren Pferde gehen. Ganz liebe Grüße und ich freue mich, dass du zur Pferdeflüsterei gefunden hast, Petra

  10. Anni-Julie sagt:

    Hallo Petra,

    auf Facebook verfolge ich immer gerne Eure Artikel und ich wünschte, es würden bei mir auch noch mehr so denken und handeln im Sinne oder mit Sinnen für Pferde.

    Jeden Tag sehe ich leider aber auch die andere Seite. Wir stehen in einem Trainingsstall, aber gehen unseren eigenen Weg fern ab davon. Meiner Maus geht es gut dort, gutes Futter, viiiiel frische Luft und ihre Pferdefreunde. Sie war eine super Turnier-Stute und hat viel gewonnen – den Preis, den sie dafür gezahlt hat, haben die damaligen Besitzer in Kauf genommen und als sie ausgebrannt war, wurde sie verkauft. Sie kannte keine Wiese, keine andere Pferde in einer Herde, nichts, nur ihre Box. Zwei Jahre nach dem Burnout habe ich sie gekauft. Wir haben schon einiges gemeinsam durchgemacht. Sie kannte keine Ausritte im Gelände und es war anfangs sehr schwer, aber das Vertrauen wuchs. Ich habe mich von dem Gerede nicht beirren lassen – vermutlich kennen einige die Sprüche: “Die verarscht dich nur, setz dich durch, zeig ihr, wer das sagen hat”. – Wenn ich soetwas höre, brennt meine Seele. Wir gehen unsere Weg und ich versuche ihr Stärke und Ruhe zu vermitteln. Ihr Blick ist wieder klar und aufgeweckt – sie tut so viel und ist bereit so viel zu lernen – es zählen die kleinen Schritte, die ihr und mir Kraft geben, daher möchte ich ihr “Danke sagen”.

    Danke sagen

    “Ich frage mich jeden Tag aufs Neue, was du mir sagen möchtest.
    Jeden Tag versuche ich alles in mich auf zu nehmen, jede kleinste Reaktion von dir, um nichts zu übersehen, weil du mir so wichtig bist.
    Jeden Tag sehe ich auch andere.
    Andere denen es egal zu sein scheint, dass ihr eine Seele habt und Gefühl.
    Andere, die Gehorsam durch Dominanz erzwingen, denen es nicht wichtig zu sein scheint, einen gemeinsamen Weg durch Vertrauen zu gehen, es geht um Geschäft – es tut so weh.
    Für dich bin ich gerne „anders“, auch wenn ich belächelt werden, denn anders ist genau richtig – egal, was der Rest sagt – wir gehen den Weg gemeinsam.
    Du bist ein Geschenk, eine Seele, die mich berührt und mich dazu anhält ein besserer Mensch zu werden.
    Du hast so viel Güte, deinen eigenen Willen und Charakter und zeigst mir jeden Tag aufs Neue, dass nur das Hier und Jetzt zählt, dafür danke ich dir von Herzen.”

    Ich hoffe, es gibt noch mehr, die so denken und ihren Weg so weitergehen.
    Es ist nicht immer leicht, denn wer will schon, dass man belächelt wird für das,was man tut. Aber, tut es für eure Pferde, eure Freunde, eure Seele ausserhalb eures Körpers <3 -das ist es wert!!

    • Petra sagt:

      Hallo Anni-Julie, vielen dank für deine wunderbare Nachricht und deinen Kommentar. Er hat mich sehr berührt und ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen so denken wie du. Danke für deine Worte und danke, dass du einem Pferd neuen Mut und ein Zuhause gegeben hast und alles Liebe für dich und deine Stute, Petra

  11. Iris sagt:

    Liebe Petra,

    ich gehöre sicher nicht in die Altersklasse, die sich hier sonst findet.:-) Aber auch ich habe, deinen Erfahrungen nicht unähnlich, dieses empathielose reiten auf abgestumpften Pferden erlernt, ohne auch nur zu ahnen, wieviel mehr es gibt, was Mensch und Tier miteinander erleben, arbeiten und teilen können. Wer sprach damals von etwas so exotischem wie Bodenarbeit? Welcher Reitschüler lernte, ein Pferd korrekt, ohne Hilfszügel, zu longieren? Wer wäre auf die Idee gekommen, mit einem Pferd spazieren zu gehen, das Pferd als Partner, denn als Erfüllungsgehilfe zu sehen?
    Viele, sehr viele Jahre später, mit meinem eigenen Pferd, wollte ich das, was ich damals lernte, auffrischen und musste feststellen, dass es nicht besser, eher schlimmer geworden war. Und ich fing an, mich schlau zu machen, wo ich nur konnte. Ich lernte, dass viele Wege nach Rom führen, dass Rückschritt auch Fortschritt sein kann. Und vor allem, dass ich nie wieder so reiten möchte, wie es damals völlig normal war.

    Heute ist mein Pferd mein Partner, mein Freund, auf den ich mich verlassen kann. Ich respektiere mein Pferd und es respektiert mich. Ich habe gelernt, geduldig zu sein, und immer ehrlich. Man kann sein Pferd nicht belügen, es schaut einem tief in die Seele und spiegelt, was es dort erspürt.

    Ich hoffe, dass deine Seiten viele Menschen erreichen. Und wenn nur einer dadurch umdenkt und deswegen 1 Pferd mehr gerecht behandelt wird, dann lohnt sich deine Arbeit.

  12. Ulle sagt:

    Hallo..ich freu mich so ..diese Seite gefunden zu haben!!
    Es tut gut auf Gleichgesinnte zu stoßen😊
    Ich reite erst seit 6 Jahren und bin mit 38 erst angefangen. Ich hatte das Glück viel in der Richtung von Anfang an zu lernen und habe seit 5 Jahren zwei wunderbare Pferde in Eigenregie am Haus
    Wir haben ein Roundpen gebaut und mich fasziniert es..frei mit den Pferden zu kommunizieren!! Ich möchte darin immer feiner werden
    Auch deine Seite hilft mir dabei und dafür möchte ich DANKE sagen!!
    GlG Ulle

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Ulla, vielen lieben dank für deinen sehr netten Kommentar. Das freut mich sehr. Ganz liebe Grüße und bis bald hier, Petra

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