Clickerst du schon oder Horsemanshippst du noch? Es gibt viele verschiedene Trainingsmethoden und verschiedene Trainingstypen. So wie es viele verschiedene Pferdetypen gibt. Hast du ein Jungpferd und suchst den richtigen Trainer oder hast du ein Pferd mit schwieriger Vergangenheit? Hast du einfach nur ein Problem mit deinem Pferd uns weißt nicht, wie du es lösen sollst? Bist du ein Trainer, der geduldiges und sanftes Training anbietet? Hier sollen alle zusammenkommen, die Pferde mit Sachverstand und ohne Hilfsmittel wie Ausbinder oder Sperrriemen trainieren. Egal ob nach Dualaktivierung oder Pat Parelli, egal ob mit Clicker oder ohne. Trainer finden Schüler und Pferdemenschen finden Ausbilder.

Beritt von Jungpferd bis Problempferd

Mit der Ausbildung deines Pferdes legst du einen Grundstein für eure gemeinsame Zeit. Speziell, wenn es ein junges Pferd ist. Das sind seine ersten Erfahrungen mit dem Menschen. Deswegen ist es umso wichtiger sich den Trainer und Ausbilder ganz genau anzusehen. Es gibt zu viele Pferdetrainer da draussen, die nicht wirklich wissen was sie tun oder mit alten brachialen Methoden trainieren. Ausbildung kostet Zeit. Deswegen kostet sie dich auch Geld. Das musst du wissen. Du kannst ein Pferd – egal ob es ein Jungpferd ist oder ein älteres Pferd mit einem Problem – nicht innerhalb von drei Wochen zu einem reitbaren perfekten Verlasspferd trainieren. Gerade bei einem jungen Pferd musst du mindestens mit 4-6 Monaten rechnen, bist du ein Pferd vor dir hast das die drei Gangarten einigermaßen verstanden hat und rechts und links kennt.

Eine vollständige Ausbildung geht über Jahre, wenn du es ernst mit deinem Pferd meinst. Dafür bekommst du aber auch ein zufriedenes Pferd zurück, das Vertrauen in den Menschen hat. Ich persönlich zum Beispiel schicke meine Jungstute erst einmal in die Grundschule. Da geht es um Verlasstraining, gemeinsame Zeit, Führtraining, Basics wie Hufe geben und ruhig folgen, erste Schritte mit Reiter auf dem Rücken, erste Biegungen und Übungen um die Hinterhand zu aktivieren. Als nächstes werden wir daran arbeiten. Dann kommen die Übergänge, dann weitere Gymnastizierung, dann Sicherheit und noch mehr Gelassenheit. Immer wieder einen kleinen Schritt weiter, immer wieder mit Trainer und dann Weiterarbeit, damit es sich setzt. Du siehst, das ist ein Langzeitprojekt.

Wenn du ein Problem mit deinem Pferd haben solltest. Dann musst du dir so schnell wie möglich kompetente Hilfe von außen holen. Oft sehen Außenstehende schneller mehr als man selbst. Außerdem spielen sich Dinge so schnell ein, dass ihr plötzlich in einem festen Kreislauf seid, den man gar nicht so leicht durchbrechen kann. Lieber einmal zu früh, als einmal zu spät nach einem Trainer suchen.

Wie findest du einen guten Trainer? Das ist schwer zu sagen, weil jeder eine andere Persönlichkeit hat. Auch Du und dein Pferd und der Trainer. Seine Methoden sollten dir gefallen. Er sollte dir erlauben ihm immer zuzusehen und ihn auch öfter bei der Arbeit zu beobachten, bevor du dein Pferd abgibst. Ein guter Trainer legt auch viel Wert auf Bodenarbeit und will den Charakter und die Vorgeschichte deines Pferdes erfahren und erkunden, bevor er sich an das Training wagt. Er nimmt dich mit ins Training, weil er auch dich trainieren will, damit du und dein Pferd danach miteinander klar kommt. Er hat Ruhe, Gelassenheit du Geduld, er kann sich durchsetzen und Nein sagen zu deinem Pferd wenn es nötig ist. Ein guter Trainer ist aber niemals wütend, laut oder gewalttätig. Das sind eindeutig Zeichen für einen schlechten Trainer, denn er kann sich offenbar nicht anders helfen. Das war jetzt eine sehr verknappte Darstellung. Du ahnst aber vielleicht was ich meine. Schau dir die Person genau an, der du dein Pferd anvertraust und lerne gleichzeitig mit. Denn nur dann werdet ihr auch zusammenwachsen, du und dein Pferd.

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Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

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