Clickerst du schon oder Horsemanshippst du noch? Bist du Dressurreiter oder reitest du nach Sally Swift? Trainierst du Western oder Altkalifornisch? Es gibt viele verschiedene Trainingsmethoden und verschiedene Trainingstypen. So wie es viele verschiedene Pferdetypen gibt.

Die richtige Ausbildung für dein Pferd

Hast du ein Jungpferd und suchst den richtigen Trainer oder hast du ein Pferd mit schwieriger Vergangenheit? Willst du dein Pferd einfach nur fortbilden? Hast du ein Problem mit deinem Pferd uns weißt nicht, wie du es lösen sollst? Egal ob Dualaktivierung oder Sieben Spiele von Pat Parelli, egal ob mit Clicker oder mit Stick: es ist wichtig, dass du die richtige Ausbildungsmethode für dich und dein Pferd findest – ganz individuell.

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Worauf Du bei der Pferdeausbildung achten solltest

Mit der Ausbildung deines Pferdes legst du einen Grundstein für eure gemeinsame Zeit. Speziell, wenn es ein junges Pferd ist. Das sind seine ersten Erfahrungen mit dem Menschen. Deswegen ist es umso wichtiger sich den Trainer und Ausbilder ganz genau anzusehen. Es gibt zu viele Pferdetrainer, die nicht wirklich wissen was sie tun oder mit alten brachialeren Methoden trainieren.

  • Ausbildung kostet Zeit.
  • Deswegen kostet sie dich auch Geld.

Du kannst ein Pferd – egal ob es ein Jungpferd ist oder ein älteres Pferd mit einem Problem – nicht innerhalb von drei Wochen zu einem reitbaren perfekten Verlasspferd trainieren. Gerade bei einem jungen Pferd musst du mindestens mit 4-6 Monaten oder länger rechnen, bist du ein Pferd vor dir hast das die drei Gangarten einigermaßen verstanden hat, stopp und rechts und links kennt.

Beritt von Jungpferd bis Problempferd

Eine vollständige Ausbildung geht über Jahre, wenn du es ernst mit deinem Pferd meinst. Dafür bekommst du aber auch ein zufriedenes Pferd zurück, das Vertrauen in den Menschen hat. Ich persönlich zum Beispiel trainiere mit meiner Jungstute erst einmal die Grundschule.

Da geht es um:

  • Verlasstraining
  • gemeinsame Zeit
  • Führtraining
  • Basics wie Hufe geben
  • ruhig folgen
  • erste Schritte mit Reiter auf dem Rücken
  • erste Biegungen und Übungen am Boden um die Hinterhand zu aktivieren

Als nächstes werden wir daran arbeiten. Dann kommen die Übergänge, dann weitere Gymnastizierung, dann Sicherheit und noch mehr Gelassenheit. Immer wieder einen kleinen Schritt weiter, damit es sich setzt. Du siehst: das ist ein Langzeitprojekt.

“Problem”pferde und Beritt

Problempferde haben meist einfach nur ein Problem mit Menschen. Sie haben viel schlechtes erlebt oder eine starke Persönlichkeit und fordern ein individuell zu ihnen passendes Training. Gewalt oder Druck ist selten der richtige Weg. Wie genau ein Weg aus einer problematischen Zeit mit dem Pferd aussehen kann ist ebenfalls individuell. Nur eines ist wichtig: Schaue dir genau an, mit wem du das Training angehst. Viel zu oft werden sogenannten “Problem”pferde einfach nur mit viel Druck kleingehalten und in die Funktion trainiert. Das ist weder besonders schön, noch besonders fair. Denn eigentlich sind diese “Problem”pferde einfach nur ziemlich ehrlich und direkt und das ist doch etwas schönes.

Wenn du also ein Problem mit deinem Pferd haben solltest, musst du dir so schnell wie möglich kompetente Hilfe von außen holen. Oft sehen Außenstehende mehr als man selbst. Außerdem spielen sich Dinge so schnell ein, dass ihr plötzlich in einem festen Kreislauf seid, den du alleine gar nicht so leicht durchbrechen kannst. Lieber einmal zu früh, als einmal zu spät nach einem Trainer suchen. Aber: Such dir einen feinen, sanften und guten Trainer.

Wie du einen guten Trainer findest

Es ist schwer zu sagen, weil jeder Trainer eine andere Persönlichkeit und andere Trainingssysteme hat. Genau wie du und dein Pferd. Aber es gibt durchaus ein paar Punkte, die du dir anschauen kannst:

  • Seine Methoden sollten dir gefallen.
  • Er sollte dir erlauben ihm immer zuzusehen und ihn auch öfter bei der Arbeit zu beobachten, bevor du dein Pferd abgibst.
  • Ein guter Trainer legt auch Wert auf Bodenarbeit und will den Charakter und die Vorgeschichte deines Pferdes erfahren und erkunden, bevor er sich an das Training wagt.
  • Er nimmt dich mit ins Training, weil er auch dich trainieren will, damit du und dein Pferd danach miteinander klar kommt.
  • Er hat Ruhe, Gelassenheit du Geduld
  • Er kann sich fair und freundlich durchsetzen und Nein sagen zu deinem Pferd wenn es nötig ist.
  • Ein guter Trainer ist aber niemals wütend, laut oder gewalttätig. Das sind eindeutig Zeichen für einen schlechten Trainer, denn er kann sich offenbar nicht anders helfen.

Das war jetzt eine sehr verknappte Darstellung. Du ahnst aber vielleicht was ich meine. Schau dir die Person genau an, der du dein Pferd anvertraust und lerne gleichzeitig mit. Denn nur dann werdet ihr auch zusammenwachsen, du und dein Pferd.

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