Pat Parelli ist ein Pferdetrainer aus Amerika.

Er steht für natural Horsemanship und hat vor allem eine Methode namens „Seven Games“ entwickelt. Die sieben Spiele, die man mit seinem Pferd durchspielen kann, um das Vertrauen zu fördern. Mittlerweile gibt es sogar Instruktoren in ganz Europa, die Kurse geben und seine Methoden weiterführen. Das ist ein richtig ausgeklügeltes System. Allerdings kenne ich Menschen, die bei Pat Parelli Kurse hatten, als er selbst noch Kurse in Europa gegeben hat und sie schwärmen alle von ihm, seinen Methoden und seinen Fähigkeiten als Pferdemann.

Gegründet hat Pat Parelli sein Programm 1981, als ehemaliger Rodeoreiter, der sich intensiv mit der Psychologie und dem Verhalten von Pferden untereinander auseinandergesetzt hat. Daraus ist sein Methode der sieben Spiele entstanden. Die Spiele haben Namen wie Friendly Game zum Beispiel. Das ist der Einstieg: Man streichelt das Pferd, bis es sich überall berühren lässt. Dann testet man mit einem Strick oder einer Gerte, wie ruhig das Pferd bleibt, wenn man den Strick sachte über den Rücken des Pferdes wirft und so weiter und so fort. So lange bis das Pferd sich einen werfenden und fuchtelnden Menschen von allen Seiten entspannt gefallen lässt.

Pat Parelli gilt als einer der bekanntesten Pferdeflüsterer, manche nennen ihn auch einfach den bekanntesten Vermarkter der Methode. Da seine Methode auch von anderen Horsemen wie Ray Hunt betrieben wurde. Es geht um die pferdegerechte Kommunikation, also so pferdeähnlich und natürlich wie möglich in der Körpersprache, um damit dann das Vertrauen der Pferde zu gewinnen und so eine gute Beziehung aufzubauen. Parelli arbeitet vor allem mit der positiven Verstärkung. Das heißt er belohnt das, was gut gelaufen ist, in dem er dem Pferd dann sofort eine Pause gönnt. Das weiß das Fluchttier zu schätzen und ahnt somit, dass es etwas richtig gemacht hat. Anfang sind die berühmten sieben Spiele, die auf dem Umgang von Fohlen und Mamastute basieren und die die Pferde bis ins hohe Alter untereinander beibehalten. Dazu werden verschiedene Muster und Charaktertypen festgelegt. Je nachdem wie das Pferd in den sieben Spielen reagiert, soll der Pferdebesitzer dann nach und nach den Charakter des Pferdes entziffern und daraus ein geeignetes Training ableiten.

Erst einmal gibt es das alles via Bodenarbeit am Seil, dann via Reiten ohne Zügelkontakt, dann mit einer Verfeinerung – also Bodenarbeit ohne Seil und Reiten auf sanfte Art. Parelli hat sein ganzes Trainingsprogramm erstmal mit Mulis entwickelt und sich dann mit seinem Namen und den schicken Titeln für Lektionen an die Öffentlichkeit gewandt. Damit war er der allererste der eine Marke aus sich selbst gemacht hat. Heute hat er ein weltweites Imperium, das aber die richtige Botschaft verbreitet: Seid gut zu Euren Pferden und lernt sie richtig kennen.

Danke Pat!

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