Sporen sind schon etwas Spezielles. Ein am Reitstiefel befestigtes Stück Metall mit einem Dorn oder einem mehr oder weniger spitzen Rädchen unterschiedlichen Durchmessers.

Die Sporen werden genutzt um die Schenkelhilfen des Reiters zu verstärken. Je größer das Rad, desto weniger krass wirken die Sporen. Schlicht weil sie besser am Pferdekörper abrollen. Ich muss sagen, dass ich erstmal sehr Anti-Sporen war, als ich angefangen habe. Mittlerweile ist mir klar, das Sporen im richtigen Moment und richtig angewendet unter Umständen hilfreich sein können. Viele nutzen die Sporen, um das Pferd schneller vorwärts zu bekommen. Frei nach dem Motto: Der brauchst Sporen, wenn der nicht mehr läuft. Und sieht ja auch so professionell und schick aus. Der Gedanke, dass Sporen zur reinen Beschleunigung dienen ist aber offenbar falsch. Denn wenn wir Sporen benutzen, dann sind wir in aller Regel am Bauch des Pferdes. Das wiederum reizt den Bauchmuskel und der zieht sich zusammen, also spannt sich die Bauchdecke einmal an und der Rücken kommt hoch. Dadurch kann dann im richtigen Moment das Hinterbein dazu animiert werden etwas weiter vorzutreten: Bingo! Das ein Schritt in die Richtung der Versammlung, die sich alle wünschen. Nur wenn das arme Pferd permanent gereizt wird oder dann gereizt wird, wenn es gerade nicht in der passenden Haltung ist, dann ist es irgendwann überreizt und das bringt wiederum gar nichts.

Ergo sind Sporen eigentlich nicht dazu da, um das Pferd endlich mal schneller treiben zu können, sondern für die feinste Hilfengebung und um die Versammlung besser zu lernen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am . Setzte ein Lesezeichen permalink.

2 Kommentare zu “Sporen

  1. Franziska sagt:

    Meine Meinung zum Thema Sporen.

    Ich war auch sehr lange gegen das Einsetzen von Sporen.
    Doch nun nutze ich hin und wieder selber welche. Allerdings aus Plastik mit einem Dorn, und keinem Rad. Ich nutze sie da ich gemerkt habe das mein Pferd mit der Spore viel besser Dressurmäßig läuft. Doch die Spore wird ja nicht eingesetzt wenn ich den Schenkel anlege, sondern ich kann nur mit dem Schenkel arbeiten, oder den Sporen einsetzen. Damit habe ich punktgenau eine bessere Einwirkung, kann sie aber auch weglassen, wenn ich das möchte.
    Viele Reiter missbrauchen die Sporen. Sie hacken damit am Pferdekörper herum, und das Pferd versteht gar nicht was das jetzt soll. Ein kleiner "pixer" mit der Spore am Pferdebauch, wenn das Pferd reagiert, sofort das Bein wieder weg, und kein dauer gehacke. Das geht gar nicht!!

    So habe ich meinen Weg gefunden, mein Pferd dressurmäßig zu arbeiten. Mit Sporen, punktgenau angewendet, kein dauer gehacke.

    Mein Pferd sagt danke !

  2. Gudrun Heiko sagt:

    Sporen sind einfach ein sensibles Thema. Sie können bei falschen Intentionen furchtbar sein. Aber ich denke auch , dass sie hilfreich sein können und eben einfach nur gut angewendet werden müssen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.