Baumloser Sattel

Ein baumloser Sattel ist, wie der Name schon sagt, ein Sattel ohne Sattelbaum. Bevor ich dir noch mehr über die Vor- und Nachteile eines baumlosen Sattel erzähle und wie ein baumloser Sattel auf dem Rücken deines Pferdes wirkt, erkläre ich dir noch kurz, was es mit dem Sattelbaum auf sich hat und wie ein Sattel grundsätzlich aufgebaut ist.

Was heißt das? Der Sattelbaum ist eine Stütze aus Holz, die sich im Sattel befindet. Das ist wie Brücke, die unter dem Sattel angebracht ist und die Belastung auf dem Pferderücken mehr verteilen soll. Das musst du dir fast wie so eine Art “Holzbrett” vorstellen – es verteilt das Reitergewicht gleichmäßig auf dem Rücken des Pferdes.

Gleichzeitig ist der Bewegungsapparat des Pferdes eine komplizierte Sache:

  • Schultern bewegen sich
  • Muskeln bewegen sich
  • Kruppe und Rückenmuskeln müssen sich bewegen
  • Die Wirbelsäule darf nicht unter Druck geraten, denn das schadet dem Rücken des Pferdes langfristig

Deswegen ist es einerseits wichtig, dass ein Sattel perfekt an den Rücken und Körper des Pferdes angepasst ist, damit dein Pferd sich frei bewegen kann unter dem Sattel. Andererseits aber auch die Wirbelsäule freiliegt und dein Gewicht schön verteilt wird.

Jetzt gehe ich die verschiedenen grundlegenden Modelle einmal mit dir durch und dann bekommst du noch alle wichtigen Infos zum baumlosen Sattel.

1. Fester Sattelbaum – gängig in vielen Western- oder Dressursätteln

In einem klassischen Sattel – egal ob Dressur oder Westernsattel ist immer ein Sattelbaum. Er befindet sich im Inneren des Sattels und soll den Rücken des Pferdes vor punktueller Belastung durch den Reiter und durch die Steigbügelaufhängung schützen. Da er dein Gewicht und den Druck über den kompletten Rücken verteilt. Du musst dir das vorstellen wie eine Art Holzkreis, der einmal im Sattelinneren um den Sattel herum geht. Darauf ist das ganze Leder aufgebaut. Da Holz 0% flexibel ist, muss so ein Baum absolut perfekt passen, damit dein Pferd noch Bewegungsfreiheit seiner Muskeln und Knochen hat.

2. Flexible Sattelbäume

Es gibt auch Bäume aus Leder oder Polycarbonat (also Plastik), sogenannte flexible Sattelbäume. Diese Flexibilität kommt im Sattel durch die Biegsamkeit von Leder bei einem Lederbaum oder die Silikone beziehungsweise kleinen Einsätze bei den Sattelbäumen aus Plastikmaterial. So ein flexibler Sattel bietet dem Pferdekörper etwas mehr Spielraum, muss aber natürlich trotzdem gute Qualität haben und auch angepasst werden. Denn er hat ja “nur” flexible Stellschrauben. Grundsätzlich sind übrigens nahezu alle Sättel immer aus Leder gefertigt.

3. Reitpads oder auch Bareback Pads

Es gibt mittlerweile auch Filzsättel oder die sogenannten Bareback Pads zum Reiten ohne Sattel, auch da greift dann die gleiche Thematik wie bei einem baumlosen Sattel. Die Rückenstütze für den Pferderücken ist weniger vorhanden im Vergleich zu einem Sattel mit Baum. Trotzdem ist so ein Reitpad eine schöne Alternative für kurze Trainingsrunden oder dein Einstieg mit einem Jungpferd. Du kannst fühlen lernen und dein Pferd kann sich komplett frei bewegen und hast trotzdem einen größeren Schutz für den Rücken, als beim Reiten ohne Sattel.

Reitpad guter Sitz

HIER gibt es einen ausführlichen Artikel über Reitpads – wie du ein gutes Reitpad erkennst, wann du es nutzen kannst und wann besser nicht und wie es dir bei deinem Sitz weiterhelfen kann

Nur soviel vorab – es gibt gute und schlechte Reitpads und es ist wichtig Wert auf Qualität und Druckschutz zu legen.

Hier ist zum Beispiel das Reitpad, das ich selbst nutze – das gibt es auch HIER

Fellsattel Iberica Christ braun Natur total

Der Baumlose Sattel

Ein baumloser Sattel kann eine Alternative zu einem “normalen” Sattel sein. Wenn er bestimmte Kriterien erfüllt und natürlich muss auch ein guter Baumloser Sattel angepasst werden an den Pferderücken. Aber er hat auch Nachteile. Das Modell, das ich beispielsweise getestet habe – das sehr guten Druckschutz bietet – polstert aber durch so viele Schichten ab, dass feine Gewichtshilfen im Grunde nicht mehr zum Pferd durchkommen und du sehr weit vom Pferd weg sitzt.

Bernd Hackl Buch

Das Sitzgefühl war sehr schwammig und du sitzt ziemlich weit weg vom Pferd. Das hat weder bei mir noch bei meinem Pferd für Zufriedenheit gesorgt. Natürlich sind wir nicht Jahrelang damit geritten, kann also sein, dass der Sattel sich noch mehr gesetzt hätte. Aber unterm Strich wiegt bei dem getesteten Modell die versprochene maximale Bewegungsfreiheit für das Pferd, nicht die schwammige Hilfengebung auf.

Das muss man mögen und das Pferd auch. Es hängt also von dir und deinem Pferd ab, was du möchtest. Für ein junges Pferd würde ich das entsprechende Modell nicht wählen, weil gerade junge Pferde sehr schnell verwirrt und gestresst sind, wenn die Hilfengebung zu schwammig ist. Je weniger Erfahrung ein Pferd mit dem Reiten hat und je feiner das Pferd auf Gewichtshilfen und Sitzeinwirkung geeicht ist, desto unzufriedener wird es vermutlich mit dem Reitgefühl auf seinem Rücken sein, wenn du so einen baumlosen Sattel nutzt.

Gleichzeitig – das will ich dir auch sagen – gibt es sehr viele sehr zufriedene Pferdemenschen und Reiter, die mit den baumlosen Sätteln reiten. Das ist also erst einmal meine individuelle Meinung und die meines Pferdes.

Deswegen will ich dir einfach noch kurz die Argumente auflisten – dann kannst du dir ein eigenes Bild machen.

Baumloser Sattel – was sagen die Kritiker?

  • Baumlose Sättel verteilen den Druck des Reitergewichts auf dem Rücken des Pferdes zu wenig, was das Pferd wiederum einseitig belastet. Das kann der Wirbelsäule des Pferdes schaden.
  • Wenn einerseits punktueller Druck durch die Steigbügelaufhängung und Sitzbeinhöcker des Reiters ausgeübt wird und der Reiter unter Umständen zu sehr auf der Wirbelsäule des Pferdes sitzt, statt auf dem langen Rückenmuskel. Zum Beispiel durch die Knochen des sitzenden Reiters.
  • Das Pferd erlange zwar kurzfristig eine Erleichterung durch die Schulterfreiheit, aber langfristig leide der Rücken durch die Steigbügelaufhängung, die an den falschen Stellen Druckspitzen erzeugt.

Baumloser Sattel – was sagen die Befürworter?

  • Natürlich muss man Studien mit Vorsicht genießen, die von einer Firma in Auftrag gegeben wurden. Aber die Firma Deuber & Partner hat zusammen mit der Uni Zürich Satteldruckmessungen mit verschiedenen baumlosen Sätteln und Sätteln mit Baum durchgeführt. Das Ergebnis war, dass zum Beispiel das hochpreisige Modell der Firma Deuber (Startrekk), keine erhöhten Druckwerte im Bereich der Steigbügelaufhängung hatte.
  • Auch die Firma Barefoot hat verschiedene Studien durchgeführt, inklusive Wärmebild-Kameras und kommt zu dem Ergebnis, dass ein guter baumloser Sattel keine vermehrten Druckspitzen erzeugt
  • Baumlos heißt auch, dass kein Holzbaum auf die Schulter drücken kann. Die Pferde haben mehr Schulterfreiheit und es kommt nicht zu Muskelatrophien
  • Ein Baum muss perfekt passen, damit er nicht die Bewegungsfreiheit der Muskeln und des Bewegungsapparates des Pferdes einschränkt – welcher Sattelbaum (wenn er nicht nach Maß gefertigt wurde) kann das für ein Pferd gewährleisten? Ein Baumloser Sattel passt sich dem Bewegungsapparates des Pferdes an.

TIPP: Viele Firmen bieten auch die Möglichkeit an den Sattel ein paar Wochen gegen Gebühr zu testen. Dann bist du auf der sicheren Seite, wenn die PRO-Argumente dich eher überzeugen.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Also: Baumlos – ja oder nein?

Baumlos kann schon Sinn machen. Wenn du und dein Pferd das Reitgefühl mögt und wenn es ein guter baumloser Sattel ist. Das gilt für Sättel genau wie auch für jedes andere Zubehör. Es muss passen und die Qualität muss stimmen.

Deuber, Sommer oder Barefoot beispielsweise stellen baumlose Sattel her. Sehr bekannt sind auch die Sättel von Barefoot – einer der ersten Firmen auf dem deutschen Markt mit baumlosen Sätteln – also mit viel Erfahrung. Die ersten Modelle von Barefoot würde ich selbst nicht für längere Ritte nutzen, da mir da die Stütze für den Pferderücken fehlt. Die neueren Modelle besitzen ein integriertes Stützsystem. Das aber wiederum kaum Bewegungsgefühl durchlässt und Reiter und Pferd eher ein schwammiges Gefühl vermittelt beim Reiten. Wie bei allem im Leben, hat auch der baumlose Sattel Vor- und Nachteile.

HIER erfährst du noch mehr über die Frage: Baumlos, ja oder nein?

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Nochmal zusammengefasst: Baumloser Sattel – Und jetzt?

Natürlich muss auch jeder Pferdemensch für sich und sein Pferd entscheiden welches Zubehör das Richtige ist. Ein allgemeingültiges Ja oder Nein zum Thema Baumlos ist zu pauschal. Für mein Pferd und mich war das Modell nicht das Richtige, weil unsere Kommunikation durch die vielen Schichten nicht funktioniert hat. Aber das gilt nur für uns – für dich kann es wieder ganz anders sein.

Es gibt also Vor- und Nachteile. Am Ende ist es wichtig, das eigene Pferd mitentscheiden zu lassen. Läuft es rund mit dem Sattel? Ist es zufrieden, locker und gelöst? Wenn ja, dann ist der Sattel genau richtig – egal ob baumlos oder nicht.

Einzige Einschränkung: Ich wäre vorsichtig bei Distanz- oder Wanderritten. Dazu gibt es noch keine öffentlichen Studien. Schadet es dem Pferderücken oder nicht über Stunden mit einem Baumlosen Sattel geritten zu werden? Das muss erst noch untersucht und bewiesen werden.

Der Reiter sitzt nicht so fest auf dem Pferderücken, die Schwankungen bergauf und bergab werden also an das Pferd weitergegeben, ein baumloser Sattel hat weniger Stütze für den Rücken – natürlich, er ist ja baumlos. Das könnte sich vielleicht über große Distanzen auswirken. Das Pferd könnte einseitig belastet werden.

  • Das Pferd sollte gut trainiert sein und versammelt mit einer aktiven Hinterhand und damit rückenschonend laufen können
  • Der Reiter muss einen lockeren unabhängigen Sitz haben, damit er die Stütze des Sattels mit Baum nicht unbedingt braucht

Vorteile:

  • Ein baumloser Sattel passt sich ein Stückweit an den Pferderücken an
  • er muss nicht regelmäßig angepasst werden
  • der baumlose Sattel schwingt mehr mit dem Pferderücken mit, da er kein starres Holzelement hat – insofern hat der Rückenmuskel mehr Bewegungsfreiheit.
  • Der Pferderücken verändert sich immer wieder, je nach Jahreszeit und Trainingsstand. Es ist also logisch, dass ein Sattel mit starrem Baum diese Veränderungen nicht so gut mitmacht ohne ständig Nachjustierung

ABER: Bei Pferden mit Rückenproblemen oder schwachen Muskeln ist der baumlose Sattel je nach Struktur und Qualität nicht immer geeignet.

Wichtig ist einen baumlosen Sattel mit sogenannten „Panels“ und Stützsystemen zu kaufen, die dafür sorgen, dass die Dornfortsätze (der Wirbelsäule) frei bleiben. Das richtige Zubehör zum Sattel gehört also auch dazu.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Baumlose Sättel: Wie sie funktionieren und was sie für den Rücken des Pferdes tun können – HIER gibt es noch mehr Infos zum Thema

Welchen Mehrwert bieten baumlose Sättel?

Ein Sattelbaum ist unflexibel. Klar, er ist ja auch aus Holz. Wenn er also nicht perfekt an das Pferd angepasst ist, kann er gegen Muskeln drückt und so für eine Absenkung am Widerrist oder Rücken sorgen. Die Muskeln verfestigen sich und können dem Pferd langfristig Schmerzen verursachen.

Muskelatrophie nennt sich dieses Phänomen. Das wird dann gerne über einen engeren Baum kompensiert, der wiederum erneut den Abbau der Muskeln und die Absenkung befördert und so weiter. Dadurch kann ein negativer Teufelskreis entstehen.

Sättel müssen deswegen immer angepasst werden, damit keine Druckstellen entstehen.

Das gilt natürlich auch für baumlose Sättel. Allerdings können sie Veränderungen am Pferdekörper durch Wachstum oder Muskelaufbau besser ausgleichen als ein Sattel mit Baum, und müssen deswegen meist nicht so oft gewechselt werden.

Der Sattel mit Baum dagegen liefert mehr Druckschutz, wenn er richtig gut sitzt und unterstützt den Rücken deines Pferdes mehr. Du hast auch mehr Nähe zum Pferd – je nachdem welche Marke oder Modell du wählst.

Baumlos = Günstiger?

So ein Sattel muss nicht Maßgefertigt werden und kann bei guter Qualität eine günstige und gute Alternative zu einem herkömmlichen Westernsattel oder Dressursattel sein. Die kosten gerne mal mehrere tausend Euro. Wenn sie perfekt passen sollen, also Maßgefertigt sind, kosten sie oft noch deutlich mehr.

Nicht jeder kann sich einen so teuren Sattel leisten. Dann lieber einen guten baumlosen, als einen schlechten mit festem Holzbaum.

Sind sie wirklich gesund für das Pferd? HIER gibt es einen Artikel zum Thema PLUS alle Infos, die du haben musst, um entscheiden zu können, was das Richtige für dich und dein Pferd ist

Nichts destotrotz gilt: Auch Baumlose Sättel sollten in regelmäßigem Abstand vom Profi überprüft werden, damit der Reiter den Rücken seines Pferdes nicht an den falschen Stellen oder zuviel belastet. Immerhin wiegen wir Reiter ein bisschen und das muss das Pferd auf einem Rücken tragen, der eigentlich nicht fürs reiten gedacht war von der Natur. Deswegen ist es unsere Pflicht als Reiter an unserer Reitkunst zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass das Zubehör perfekt passt.

Zum Schluss noch Infos zu weiteren Sattelmodellen:

Der Lederbaum

Eine häufig verwendete Variante ist der Lederbaum. Wie der Name hier schon sagt ist der Baum dann aus Leder gefertigt. Ein Lederbaum bietet eine deutlich größere Flexibilität als ein Holzbaum. Leder ist als Material natürlich sehr flexibel. Der Sattel muss eingeritten werden, weil sich der Lederbaum durch Schweiß und Wärme in der Bewegung an den Rücken des Pferdes anpassen soll. Egal ob das Pferd an Muskeln und Gewicht zunimmt oder abnimmt, der Sattel und der Lederbaum passen sich dem Rücken immer wieder an. Das ist die Idee dahinter.

Ich persönlich habe noch keine Erfahrungen mit einem Lederbaum gemacht, habe allerdings immer wieder gehört, dass der Lederbaum langfristig sehr nachgeben kann, was wiederum den Sattel langfristig die gewünschte Stütze nimmt, die der Lederbaum eigentlich bieten soll. Die Sättel mit Lederbaum würden quasi am Widerrist einsinken und an Struktur verlieren durch Nutzung und Reitergewicht.

Stichwort Druckspitzen bei einem Lederbaum

Andererseits gibt es auch Studien, die besagen, dass sowohl die Druckspitzen als auch die gesamte Rückenbelastung unproblematisch seien. Grundsätzlich gilt aber auch da, dass die Qualität stimmen muss und von Pferd zu Pferd entschieden werden muss. Es gibt Lederbäume sowohl als Dressursattel als auch als Westernsattel.

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Fellsattel

Eine weitere baumlose Alternative sind Fellsattel und Barebackpads. Von Barefoot gibt es mittlerweile auch einen Fellsattel mit integriertem Stützsystem. Normale “Fellsättel” haben in aller Regel keine Stütze eingebaut. Deswegen sind sie trotzdem eine schöne Alternative für kurze Trainingseinheiten oder leichte Reiter, aber du musst dabei immer bedenken, dass du ohne jede Stütze auf dem Rücken des Pferdes reitest.

Ich persönlich würde einen Fellsattel, genau wie mein Barebackpad, nur für kurze Trainingseinheiten nutzen, da es im Grunde für das Pferd wie das Reiten ohne Sattel ist. Generell gehören an solche Sattelalternativen wie den Fellsattel keine Steigbügel, weil die Druckspitzen im Pferderücken ohne jede Stütze zu stark sind, wenn der Reiter sein Gewicht in die Steigbügel setzt.

Das Barebackpad von Barefoot mit Schafwollaufsatz nutze ich persönlich sehr gerne – du kannst HIER mehr darüber erfahren

Barefoot Schafwollsitz BF-BPSW-BRXX mit Pad

Hier gibt es noch mehr zum Thema: Kleine Sattelkunde: Wie funktionieren Sättel und welche Varianten gibt es

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21 Kommentare zu “Baumloser Sattel

  1. Stephanie sagt:

    Vielen dank für den interessanten Artikel. Er hat mir nochmal ein paar weitere Aspekte zum Baumlosen Sattel näher gebracht. Allerdings muss ich sagen, dass ich andere Sättel vorziehe, weil sich mir das Sitzen in einem Baumlosen Sattel zu wacklig anfühlt.

    • Petra sagt:

      Sehr gerne – das ist einfach auch Geschmackssache – man muss es ausprobieren. Ich finde ihn sehr bequem und wenn er sich gesetzt hat, ist er eigentlich gar nicht mehr wackelig – vielleicht hast du dem Baumlosen Sattel einfach nicht genug Zeit gegeben? so oder so – liebe Grüße und danke für deinen Kommentar, Petra

  2. Theresa Flecke sagt:

    Der Artikel ist sehr Informativ ich habe sehr viel noch zu meinem wissen dazu gelernt. Ich reite selber mein Pferd auch mit einem Baumlosen Sattel und muss sagen das ich sehr zufrieden bin. Ich War am Anfang auch nicht für Baumlos aber nach einem ritt auf einem Baumlosen War ich begeistert. Allerdings ist es bei mir so das nach dem reiten die Haare bei meinem Pferd anfangen abzubrechen das ist da wo der Sattel aufhört ich mache mir langsam Gedanken … Es ist ein Sattel von Barefoot.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Theresa, das freut mich sehr, dass du den Artikel informativ findest. Wir haben auf der Seite auch ein Interview mit der Pferdephysio von Barefoot, die genau das benennt, was du beschreibst. Es kann wohl passieren, dass Haare abbrechen, weil der Barefoot sich mehr mitbewegt – speziell beim Winterfell. Das ist aber unproblematisch laut der Pferdephysio. Schau mal – hier im Interview findest du die Antwort: https://www.pferdefluesterei.de/baumlose-saettel-pferdegerecht/ Liebe Grüße, Petra

  3. Anna Kienzler sagt:

    Hallo Petra
    Ich bin auf der Suche nach einem baumlosen sattel für mein Süddeutsches kaltblut. Gibt es da einen in der Größe? Und wie finde ich heraus ob es einen Sattler in meiner Nähe gibt hab schon alles durchsucht aber leider nichts gefunden.
    LG anna

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anna, ein bisschen kommt es darauf an, was du möchtest. Barefoot hat ganz gute Baumlose Sättel – ich weiß nur nicht ob sie auch Kaltblutgöße haben. Da könntest du mal anfragen. Ansonsten gibt es so viele Marken und Unterschiede, dass ich da gar nicht so konkret werden kann. Tut mir sehr leid. Es hängt ja ein bisschen davon ab, was ihr wollt – wie baumlos er sein soll. Was du damit machen willst usw. Ganz liebe Grüße, Petra

  4. Bettina Bulart sagt:

    Hallo Petra!
    Schöner Beitrag!
    Aber ich möchte noch den Torsion Sattel erwähnen.Für mich DER baumlose Sattel schlechthin.
    Liebe Grüße,
    Bettina

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Bettina, immer gerne :-) Wir freuen uns über Tipps. Ganz liebe Grüße, Petra

  5. Dani sagt:

    Hallo ihr Lieben, ich haber mir vor Kurzem einen Hidalgo Nevada Sattel geleitstet da mein Quarter mit dem Deuber und Partner Startrekk nach längeren Wanderritten total empflindlich am Rücken danach war. Auch hatte ich das Gefühl das die Muskulatur am Widerrist nicht mehr sondern auch weniger wurde,..die Vorbesitzer hatte immer einen normalen Westernsattel auf ihm. Bin beim Ausreiten bis jetzt super zufrieden er rutscht auch überhaupt nicht. Jetzt hatte ich meine erste Dressurstunde mit dem Sattel und kam mir vor wie der erste Mensch. Bin total schwer zum Sitzen gekommen und konnte so meinem Pferd nicht die richtige Stütze geben und dadurch ist er auch total zappelig gegangen. Muss aber dazu noch sagen, dass wir beide nur hin und wieder Dressurstunden nehmen und deshalb beide nicht routiniert sind. Hatte die letzten Stunden aber einen Vielseitigkeitssattel mit Baum ausgeborgt und da hat das super geklappt. Ist das mit dem baumlosen Sattel einfach nur eine Übungssache oder kann ich ihn damit schaden? Muss ich irgendetwas ändern? Freu mich schon auf eure Antwort. LG Dani

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Dani, ein bisschen ist es sicher gewöhnungssache und natürlich muss auch ein baumloser Sattel gut sitzen und für Reiter und Pferd bequem sein. Das wird gerne vernachlässigt. Vielleicht passt er also nicht perfekt oder es ist nicht der Richtige für dich oder er muss noch angepasst werden. Auf jeden Fall würde ich checken, ob ihr euch weiterhin so unwohl fühlt und dann auf dein Bauchgefühl hören und nochmal mit dem Sattler reden, was man anpassen kann. Ganz liebe Grüße, Petra

  6. Kati sagt:

    Hey,
    ich denke das ist die Gewöhnung. Der baumlose Sattel gibt doch viel mehr weiter als einer mit Baum, auch die Anspannung. Und in der Dressurstunde arbeitet ihr sicher mehr als sonst, die Wechselwirkungen zwischen Pferd und dir in Bezug auf Anspannung und Entspannung der Muskulatur machen sich dann eher bemerkbar. Ist zumindest meine Erfahrung. Vielleicht ist das bei einem Lederbaum nochmal verstärkt hinsichtlich Anpassung und Steif zu Beginn, der Hersteller weist auch auf Einreiten von 20 bis 30 Einheiten hin.
    Schaden kannst du ihm auf jeden Fall dann, wenn zu viel oder punktueller Druck den Pferderücken erreicht, also hier zB wenn das Pad/die Einlagen ungeeignet oder zerdrückt sind. Ggf. auch dann, wenn du mit dem Sattel nicht klar kommst und dein Sitz negativ beeinflusst wird. Oder wenn der Sattel nicht zu deinem Pferd passt. LG

  7. Vanessa sagt:

    Huhu, ein sehr guter und informativer Beitrag. Ich würde gerne wissen, ob es für einen Baumlosen Sattel als Beispiel von Barefoot nötig ist ein Physiopad zu kaufen. Ich würde den Sattel nämlich ganz normal mit einer Schabracke und einem Lammfellpad polstern, da es ja eigentlich verspricht, dass es ja auch ohne Pad viel Rückenfreiheit biete und die Druckpunkte gleichmäßig aufgeteilt werden. Bin ich da im Irrtum ? Würde mich sehr über eine Antwort freuen und wünsche einen schönen Tag ! Liebe Grüße

    • Petra sagt:

      Hey liebe Vanessa, tatsächlich habe ich ihn ohne Physiopad genutzt, weil mir der Aufbau sonst noch mehr zu hoch war. Wobei der Hersteller ja empfiehlt, dass man ihn nur mit Physiopad nutzt um den optimalen Druckschutz zu gewährleisten. Sprich: Da musst du auf dein Gefühl, dein Pferd und das hören, was es dir über das Reiten und den Rücken sagt. Ganz liebe Grüße, Petra

  8. Aigner Daniela sagt:

    Meine Stute hat eine ziemlich schwierige Sattellage. Zur Zeit reite ich mit einem maßgefertigten Westernsattel. Aber sie bekommt Schmerzen davon. Ich hätte gerne einen leichten, flexiblen Sattel für sie. Welche Hersteller kannst du mir da empfehlen? Ich bin schon am verzweifeln!

    Danke im Voraus!

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Daniela, das ist so schwer. Ich habe viel gutes von Maxflex gehört, finde die Hidalgo Lederbaumsättel spannend, kenne Fans der Sommer Sättel und werde mir selbst ziemlich sicher einen Sattel von Signum holen – da wird der Baum exakt auf den RÜcken angepasst und frisch gegossen und ist damit wirklich Maßgefertigt. Meist sind die Bäume ja "nur" angepasst. Ich weiß nicht, ob dir das weiterhilft, aber ich kann dir da keinen genauen Tipp geben, weil jedes Pferd anders ist und du einfach testen musst. Ganz liebe Grüße, Petra

  9. Hierl Romy sagt:

    Hallo ich reite seit 12Jahren mit Barefoot Sattel…davor bin ich 20Jahre mit Dressur und Springsättel geritten….am Anfang ist es eine große Umstellung weil man weiter weg sitzt….empfehle aber wirklich das physiopad…wegen der Wirbelsäulenfreiheit…..man gewöhnt sich aber sehr schnell an dieses Gefühl….Ich persönlich finde die Sattel super….und habe super lockere Pferde mit schöner Rückenmuskulatur…

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Romy, das freut mich sehr für dich. Ich denke, dass es auch Geschmackssache ist. Weder mein Pferd noch ich waren happy damit. Aber das muss ja nicht heißen, dass es für andere nicht funktionieren kann. Ganz liebe Grüße, Petra

  10. Nele sagt:

    Hallo liebe Petra, ich glaube ich habe jetzt alle deine Artikel zum Thema Sattel gelesen :) Mein Pony und ich haben in den letzten 10 Monaten 6(!) verschiedene Sättel genutzt und jetzt reicht es mir. Keiner hat optimal gepasst, vom letzten hat er eine schiefe Wirbelsäule bekommen, die eingerenkt wurde und jetzt trainieren wir die völlig schiefe Muskulatur weg. Ich bin verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Sattel auf das Thema baumlos gestoßen. Tatsächlich haben wir schon das Barefoot Physiopad im Schrank und er liebt es! Nie läuft er lockerer als unter dem Pad. Nun wiege ich knapp 60kg und möchte auch mal einen längeren Ausritt machen (2-3 Stunden, aber ganz entspannt). Dafür ist mir das Pad nichts. Twix ist eine Mischung aus Quarter und Vollblut, also schmal aber nach gutem Training schön bemuskelt.
    Hast du Erfahrungen mit den Grandeur Fellsätteln gemacht? Ich finde sie vom Aufbau her etwas besser als die Christ Sättel. Barefoot ist toll, überschreitet aber mein Studentenbudget :( Hast du aktuell noch einen baumlosen Sattel? Wie kommst du mit dem Anpassen klar? Kann man das mit etwas Übung und Lernwille auch selbst?
    Mit ganz lieben Grüßen
    Nele und Twix :)

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Nele, also tatsächlich habe ich meinen baumlosen Sattel wieder abgegeben, weil er mir udn meinem Pferd einfach zu thronig war. Ich habe noch das Thema "Lederbaum" getestet, da kommt man auch mal an ein günstiges gebrauchtes Modell ran. Wenn es eine gute Marke ist, könnte das auch eine gute Alternative sein. Bei mir kommt jetzt ein Maßsattel ins Haus. Ich bin gespannt und werde berichten. Ich mag die Grandeur Fellsättel auch, aber bin einfach ein großer Christ-Fan aufgrund der Hochwertigkeit. Wir haben noch die Fellsättel von Engel im Shop, weil da Preis-Leistung auch ziemlich gut ist. Bei 2-3 Stunden-Ausritten würde ich einfach nur sehr achtsam und vorsichtig reiten und das Pferd immer wieder fragen, ob das für seinen Rücken noch in Ordnung ist. Ganz liebe Grüße, Petra

  11. Toni sagt:

    Hey Petra, vielen Dank für diesen wahnsinnig informativen Artikel.
    Mein Pony ist bereits 21 und ziemlich schlecht bemuskelt, ich möchte ihn dennoch wieder reiten, damit er Muskulatur aufbauen kann, da ihn Bodenarbeit nicht auslastet.
    Er wurde fast sein ganzes Leben lang mit einem baumlosen Westernsattel geritten, den ich aber nicht übernommen habe, er gefiel mir nicht, passte irgendwie nicht wirklich und war zu groß…
    Ich bin nun am überlegen, ob ein Sattel mit oder ohne Baum für uns besser wäre. Ich persönlich bevorzuge baumlose Sättel wegen der Flexibilität und der Nähe zum Pferd und denke, dass meinem Pony ein Holzbrett auf dem Rücken nicht sonderlich angenehm wäre (nicht zuletzt wegen des unpassenden Westernsattels zuvor…). Trotzdem meintest du, dass ein baumloser Sattel für Pferde mit Rückenproblemen oder schlechter Muskulatur eher nicht geeignet ist, gleichzeitig geben sie aber mehr Spielraum für die Rückenmuskulatur.
    Was ist deine Empfehlung dazu?
    Ganz liebe Grüße, Toni und Bolero

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Toni, schwere Frage. Nicht jeder baumlose Sattel passt auf jedes Pferd. Ich denke, dass du zwei Möglichkeiten hast: Baumlose Sättel von einer Marke wie Barefoot oder einen Lederbaumsattel – auch sehr flexibel, aber näher am Pferd. Letztlich kannst du nur dein Pferd fragen und ausprobieren. Denn auch baumlose Sättel müssen gut angepasst werden. Zum Beispiel über ein Kopfeisen, die klettbaren Lederkissen oder anpassbare Sattelpads. Ich denke aber auch: Je empfindlicher der Rücken eines Pferdes ist, desto eher muss man nach etwas festerem schauen. Das muss dann aber PERFEKT sitzen, damit nichts drückt. Bei empfindlicheren Schultern ist dann zum Beipsiel die flexiblere Variante vielleicht besser für das MEHR an Bewegungsfreiheit. Wobei man das alles auch nicht so pauschal sagen kann. Ein flexibler Baum kann ja auch durch einen falschen Sitz auf die Schultern drücken und ein fester Baum in den Rücken. Sprich: Ich würde mir gebrauchte Modelle kaufen, mit meiner Pferdeosteo oder Physio anpassen und dann ausprobieren, womit mein Pferd am zufriedensten läuft. Ich hoffe, dass dir das ein bisschen weiterhilft und schicke dir ganz liebe Grüße, Petra

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