Barefoot Sattel

Wenn wir uns auf den Pferderücken schwingen, haben wir Spaß. Aber haben die Pferde das auch?

So ein Pferderücken ist eigentlich nicht für das Reiten gemacht. Deswegen ist es so wichtig die Pferde zu gymnastizieren, ihre Rückenmuskeln zu stärken und gut sitzende Sättel zu haben.

Das Pferd muss lernen den Rücken aufzuwölben und mit der Hinterhand unterzutreten (also mit schwingendem Rücken und einer aktiven Hinterhand zu laufen). Nun gibt es Sättel mit Baum, einer Art Holz-Unterbau, die den Reiter fester auf dem Rücken fixieren und Sättel ohne Baum, die leichter sind und das Pferd weniger einengen, aber eben auch einen schlechten Reitersitz nicht so gut ausgleichen.

Die Firma „Barefoot“ hat aus anatomischen Gründen mit dem „Barefoot Sattel“ einen Sattel ohne Baum entwickelt, damit sozusagen kein Baum den Pferderücken stören kann. Soweit die Theorie. Nach eigenen Angaben sollen Barefoot Sättel anatomisch der Oberlinie des Pferdes folgen und flexibel sein. Das wiederum soll dafür sorgen, dass sie sich so dem Pferderücken anpassen und schwungvolle Schulterbewegung möglich machen und dem Rücken Platz lassen sich aufzuwölben.

Barefoot untersucht nach eigenen Angaben die Druckverteilung bei all ihren Sätteln und kommt immer zu dem Ergebnis, dass der Druck gleichmäßig verteilt wird auf dem Pferderücken. Die Barefoot Sättel gehören zu den bekanntesten baumlosen Sätteln – aber es gibt natürlich noch mehr Firmen die baumlose Sättel herstellen.Ein Barefoot Sattel – was ist das?

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2 Kommentare zu “Barefoot Sattel

  1. Jessica sagt:

    Hallo, ich stöbere sehr viel auf deiner Seite und ich finde sie toll!!😊
    Ich habe eine Frage zu den Barefootsattel… Ich habe auch ein Jungpferd und eine schwere Sattelsuche hinter mir. Barefoot interessiert mich sehr und habe viel darüber gelesen, und einige Fragen sind dabei aufgetaucht…
    – Stimmt es dass man den Sattel schnell durchsitzt??
    – Muss man den Sattel fester vergurten, als bei anderen " normalen" Sätteln?
    – bist du sehr zufrieden mit dem Sattel?
    – ist der Barefoot Sattel als Hauptsattel geeignet?

    Würde mich auf einige Antworten freuen :-)

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Jessica, tatsächlich "sitze" ich den Sattel aktuell zu wenig durch für meinen Geschmack. Er ist nach vielen Reitrunden durch andere befreundete Pferdemenschen immer noch thronig und schwammig, hat sich also noch nicht gesetzt. Deshalb habe ich ihn für mein Jungpferd leider nicht genutzt, sondern mit einem Reitpad gestartet und werde mich demnächst auf weitere Sattelsuche begeben. Dann wird der Artikel auch nochmal aktualisiert werden. Man muss ihn schon ein bisschen fester gurten und auch nachgurten sobald man draufsitzt, weil er (wenn er denn eingeritten ist) mehr einsinkt, wenn du drauf sitzt. Ich finde das Modell und die Idee dahinter immer noch gut, aber mit Einschränkungen. Ich denke, dass er etwas für leichte Reiter ist und nicht für Stundenlange Wanderritte. Ich würde kein neues uneingerittenes Modell für ein Jungpferd nehmen, denn ich denke, dass ein noch schwammiger schwankender Sattel für ein junges Pferd nicht das richtige ist. Wenn du aber einen schon eingerittenen gebrauchten findest und für den Start nimmst, finde ich ihn super, weil er mehr Druckschutz als jedes Reitpad liefert. Allerdings sitzt du schon recht weit weg vom Pferd, was das Gefühl zwischen dir und deinem Pferd ein bisschen einschränkt – es kommen also auch weniger konkrete Sitzhilfen bei deinem Pferd an und du spürst dein Pferd auch ein bisschen weniger. Je nachdem wie schwer du bist, wie gut dein Pferd bemuskelt ist und wie viel du damit reiten willst, finde ich, dass der Barefoot ein Hauptsattel sein kann oder auch nicht. Das ist jetzt aber nur meine persönliche Meinung. Wie bei allen Sätteln ist es einfach eine Frage der Praxis – wie läuft dein Pferd damit? Wie geht es seinem Rücken damit? Wie happy bist du damit in der Nutzung? Das wird dann die Antwort auf deine Fragen sein :-) Ich fürchte um den Test kommst du wahrscheinlich nicht herum :-) Ganz liebe Grüße, Petra

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