Artikel aktualisiert am 17.06.2019

Ein Sattel muss passen. Egal ob ein Pferd alt oder jung ist. Egal ob er baumlos ist oder nicht. Gerade ein junges Pferd sollte gute Erfahrungen mit seinem ersten Sattel machen. Die ersten Erfahrungen verknüpfen sich besonders stark im Pferdekopf. Wenn der Sattel nicht gut sitzt, vielleicht sogar Schmerzen verursacht oder ein unangenehmes Gefühl verursacht, kann es sein, dass das Jungpferd ein Leben lang Probleme beim Sattel haben wird – weil es an seine ersten schlechten Erfahrungen erinnert wird.

Das kannst du verhindern, in dem du den passenden Sattel für dein Pferd besorgst und dich darum kümmerst, dass es mit viel Zeit und Geduld daran gewöhnt wird.

So, das war die lange Vorgeschichte. Du fragst dich vielleicht, was das mit einer DIY-Anleitung für en Holzpferd zu tun hat. Ich habe es nicht zur Deko oder als Spielzeug gebaut, sondern wollte versuchen meinen baumlosen Sattel damit ein bisschen weiter einzureiten.

Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt für einen baumlosen Sattel von Barefoot entschieden. Diese Sättel müssen sich erst enmal “setzen” – heißt es vom Hersteller. Da ich diesen Prozess meinem Jungpferd nicht zumuten wollte, hatte ich erst eine Freundin gebeten ihn mir mit ihrem alten Pferdehasen etwas einzureiten. Weil ihr das letztlich nach einigen Wochen einfach zu lange dauerte, habe ich mich an das Holzpferd gewagt und wollte den Sattel so etwas einreiten. Sozusagen von Zuhause aus dem heimischen Wohnzimmer aus.

Laut Hersteller dauert das ein paar Wochen, meine Erfahrung ist eher, dass es nach einigen Wochen keinen Milimeter weiter nach unten gegangen ist mit dem Sattel.

Der Sattel sitzt erst einmal sehr hoch auf dem Pferd, bevor er sich durch Gewicht und dann Bewegung nach und nach dem Pferderücken anpasst. Das ist bei einem erfahrenen Pferd kein Problem. Es ist den Sattel gewöhnt, es ist gewöhnt Reitergewicht zu tragen und im Idealfall ist es ausbalanciert. Bei einem jungen Pferd fehlt das alles noch.

Das ist also eine schwierige Aufgabe vor der man da steht. Du willst den baumlosen Sattel unter Umständen für dein Jungpferd, damit es volle Flexibilität in der Entwicklung hat, hast aber ein throniges wackeliges Exemplar, das du dann wiedeurm nicht mit dem Jungpferd einreiten willst.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Holzpferd zum Einreiten

Das kann ein unerfahrenes Pferd anfangs irritieren. Denn mein Baumloser von Barefoot schwankt schon ganz schön auf dem Pferderücken hin und her.

Lange Rede, kurzer Sinn: Deswegen habe ich beschlossen meinen BarSattel nach dem ersten Einreiten durch meine Freundin auf dem Holzpferd noch etwas platt zu sitzen. Allerdings ist das nur ein weiterer Schritt beim Einreiten. Da Wärme und Bewegung bei meinem Holzpferd fehlen, reicht auch das noch nicht aus und ich habe ihn an weitere Miteinsteller verliehen zum Einreiten.

Mein TIPP: Wenn du dir den ganzen Sermon sparen willst, aber ein baumloser Sattel von Barefoot ein Thema für dich ist, dann kaufe dir einfach einen guten gebrauchten und lasse ihn dir nur noch anpassen mit Sattelpad und Co. Das geht deutlich einfacher und schneller ;-) Ob ich das Reitgefühl empfehlenswert finde oder nicht, kannst du in meinem Erfahrungsbericht zum Lazy Mountain erfahren – HIER klicken und mehr erfahren

Wenn du gerne einen neuen haben willst und kein Jungpferd hast, dann kannst du ihn natürlich auch gemütlich mit deinem Pferd einreiten. Ansonsten gibt es jetzt die Anleitung für das Holzpferdchen für dich.

Die ersten Schritte mit einem baumlosen Sattel

Schritt 1: Wir haben ein Holzpferd gebaut, dass die Rückenmaße meines Pferdes hat.

Schritt 2: In der Zwischenzeit nutze ich mein Barebackpad. Ich selbst habe den Filzsattel von Horsegear – weil er auch für schwierige Gurtlagen passend ist und mein Pferd kaum Widerrist hat und natürlich weil er als Sattel für das therapeutische Reiten auch schonend für den Pferderücken ist.

Oder meinen Fellsattel – er hat auch eine Polsterung und kann individuell angepasst werden. Und ich persönlich liebe das kuschelweiche Gefühl vom Lammfell – HIER kannst du mehr dazu lesen und dir verschiedenen Modelle anschauen.

Schritt 3: Jetzt suchst du dir jemanden, der den Sattel übernimmt und ihn auf ihrem erfahrenen Pferd weiter einreitet. Dann kann er in einem nächsten Schritt auf den Rücken deines Pferdes – ist aber schon ein gutes Stück tiefer und wird dein Jungpferd nicht mehr so irritieren. Wenn du schon ein erfahrenes Pferd hast, kannst du natürlich selbst die Runden im Schritt mit dem Pferd gehen.

Warum ich diesen Aufwand betreibe? Ich will dass das Pferd gute Erfahrungen macht mit allen Ausrüstungsgegenständen und mit mir. Nur dann wird es mir als Mensch auch vertrauen können. Weil es im Idealfall nur Gutes von mir erfährt. Deswegen setze ich mich unter anderem in meinem Wohnzimmer auf ein Holzpferd…

Deswegen darf mein Pferd zum Beispiel alle neuen Gegenstände immer erst einmal beschnuppern – ausgiebig. Bevor ich sie anlege oder nutze. Egal ob es um eine neue Putzbürste geht, das Barebackpad oder den Kappzaum. Bevor wir mit etwas neuem arbeiten gibt es eine kleine Gewöhnungsphase.

Jeder Ausrüstungsgegenstand wird sorgfältig ausgesucht. Ich recherchiere und überlege, bevor ich etwas nutze und will genau wissen, wie es wirkt. Das Pferd hat sich nicht dazu entschieden, bei mir zu leben. Ich hole es in mein Leben und verschnalle Zaumzeug und anderes um sein Gesicht, lege Dinge auf seinen Rücken und entscheide immer wieder über sein Leben. Es ist unsere Verantwortung gut zu überlegen und möglichst gut zu entscheiden.

Was ich in den nächsten Wochen tun werde? Ich sitze auf einem Holzpferd in meinem Wohnzimmer und gucke Shopping Queen und meine Lieblingsserien, während ich in meinem Barefoot-Sattel sitze.

Ein Holzpferd selber bauen

Ich habe hier die Bastelanleitung und das Material für dich zusammengefasst, das du für so ein Holzpferd brauchst. Es ist auch ein sehr cooler Sattelbock oder Spielzeug für das Kinderzimmer. Ich liebe es jetzt schon. Wir haben versucht es farblich etwas an meine Stute anzupassen. Eine Holz-Carey sozusagen. Das kannst du auch mit deinem Pferd machen.

Bauanleitung für das Mini-Me Holzpferd

Das brauchst Du – Baumaterial:

  • 4 Holzbalken 4 x 8 x 60 cm
  • 1 Holzplatte mit 2,5 cm Stärke, ca. 60 cm x 200 cm (Oder, wenn Du sie einzeln kaufst, 3 Platten mit je ca. 60 x 50 cm)
  • 18 Holzlatten à 80 cm (als 3 Latten à 2,5 m kaufen und zersägen, ist billiger)
  • Zwei Holzbretter, ca. 50 x 10 x 2,5 cm (eventuell einfach zwei schmale Scheiben von der Holzplatte absägen lassen
  • 44 Holzschrauben 4 mm x 50 mm
  • 8 Holzschrauben 4 mm x 25 mm
  • 8 Bolzenschrauben 10 mm x 100 mm mit passenden Muttern
  • 4 kleine Metallwinkel
  • Holzfarbe in Fellfarbe Deines
  • Wolle in Mähnenfarbe Deines Pferdes

Werkzeug:

  • Hammer
  • Schraubenzieher
  • Elektrische Stichsäge
  • Zwei Schraubzwingen
  • Schmirgelpapier für Holz, grob und fein
  • Pinsel
  • Zollstock
  • Schutzbrille und Arbeitshandschuhe
  • Bohrmaschine und Holzbohrer (3 mm und 10 mm)

Los geht’s – Kopf & Körperform

Soll Dein Holzpferd auch so aussehen, wie Dein echtes Pferd? Dann mach folgendes:

  • Schnapp Dir ein Foto Deines Pferdes, auf dem es schön im Profil zu sehen ist. Du brauchst nur die vordere Körperpartie.
  • Druck das Foto so aus, dass es von der Schnauze bis zum Halsansatz ca. 50 cm groß ist. Das geht natürlich nicht mehr auf eine DIN A 4 Seite. Wir haben dafür das Programm Posterazor genutzt, welches ein Foto auf mehrere Seiten verteilt. Die kannst Du dann einfach mit Tesafilm zusammensetzen und die Kopfform ausschneiden.
  • KopfformDiese ausgeschnittene Kopfform übertrag per Filzstift auf eine der Holzplatten. (Die günstigste Möglichkeit, an Holzplatten zu kommen, was für uns übrigens, im Baumarkt eine 2,5 m lange Arbeitsplatte in passende Stücke schneiden zu lassen.)
  • Körper: Wenn es von der Breite „realistisch“ sein soll damit der Sattel richtig eingesessen wird, schau Dir an, wie der Körper Deines Pferdes geformt ist. Wie breit ist der Bauch? Wie breit ist der flache Bereich oben auf dem Rücken?
  • Von der Länge des Körpers ist es nicht sinnvoll, Dein Pferd tatsächlich nachzubauen. Ebenso der untere Bauch. Das würde nur mehr Holz & Gewicht bedeuten. Wir haben den Körper 80 cm lang gemacht, da passt der Sattel prima drauf.
  • Körper im QuerschnittSchneide aus zusammengeklebten DIN A 4 Blättern die Körperform Deines Pferdes im Querschnitt aus. Damit das symmetrisch ist, kannst Du das Papier in der Mitte falten, nur eine Hälfte zeichnen, es dann ausschneiden, und wieder aufklappen.
  • Wenn Du mit der Form zufrieden bist, überträgst Du sie auf die beiden verbleibenden Holzplatten.
  • Diese beiden Formen, Kopf und Körper, schneidest Du nun mit der elektrischen Stichsäge aus. (Handschuhe und Schutzbrille tragen!!! Uns ist dabei ein Sägeblatt gebrochen, da die Küchenplatte so hart war, und das kann echt übel daneben gehen!)
  • Kopf und OhrenAuf ein Reststück der Holzplatte kannst Du die Ohren aufzeichnen und ausschneiden.
  • Die Kanten der ausgeschnittenen Formen mit Schmirgelpapier abschleifen

Die Körperform aufbauen

Versuch dich an die Reihenfolge der Schritte zu halten. Das hat ganz gut funktioniert.

  • Miss dir aus, wie du die Holzlatten verteilen musst, damit du an der Seite knapp tiefer als bis zur Hälfte kommst. Den Bauch da drunter brauchst du nicht nachbauen, da sitzt du ja nicht mehr.
  • Latten einzeichnenLege die beiden Holzplatten für den Körper aufeinander und fixiere sie mit den Schraubzwingen. Nun zeichne die Position der Latten ein, indem du eine als Schablone verwendest, und dich von oben nach unten durcharbeitest. Den Abstand hast du dir ja gerade ausgerechnet.
  • Entferne die Schraubzwingen und bring die ersten beiden Latten mittig an. Ab besten vorbohren und dann die Schraube rein. Wir haben einen Akkuschrauber benutzt – und deshalb jetzt keine Sehnenscheidenentzündung
  • Bring die beiden unteren Latten rechts und links an. Damit stehen die Platten stabil, und du kannst entsprechend der Markierungen die restlichen Latten anbringen.

Die Beine anbringen

Am besten bringst Du die Beine leicht schräg an. Sowohl seitlich, als auch nach vorne leicht nach außen gewinkelt. Das bringt mehr Stabilität.

  • Nut im BeinSchneide mit der Stichsäge eine entsprechende Nut in das Ende der Beinbalken. So breit wie die Holzplatte dick ist, und im gewünschten Winkel. Pass auf, dass Du nicht zu nah an den Rand kommst, sonst kann das Bein später brechen.
  • Zum Herausbekommen der ausgeschnittenen Holzstücke haben wir Bohrer und einen Stechbeitel genutzt.
  • AnschraubenSetz das Pferdchen auf den Popo, so dass Du gut an die obere Platte kommst. Setz die Beine an und markiere die Position. Wir haben die Verbindung zusätzlich mit Holzkleber verstärkt, und dann mit dem dicken Holzbohrer die Löcher gebohrt und die dicken Schrauben eingesetzt.
  • Wenn Du das mit allen vier Beinen gemacht hast, kannst Du ein erstes Mal aufsitzen. Doch zu hoch? Dann säg einfach unten etwas vom Bein ab. Haben wir so gemacht.
  • Nun kannst Du die beiden Bretter unter die Füße setzen und die Kontaktstellen markieren. Stell das Pferd auf und schraube die Bretter fest. Dort kannst Du Geit-Filzkissen unterkleben, falls Du das Pferd drinnen aufstellen willst.

Den Kopf anbringen

Ohren am Holzpferd

Das Anbringen des Kopfes ist schnell gemacht: am Boden die kleinen Metallwinkel anschrauben, und damit vorne an das Pferd schrauben.

Die Ohren schraubst du einfach mit nur einer Schraube seitlich an. Dann kannst du sie bewegen – je nach Stimmung deines Pferdes ;-)

Der vorletzte Schritt: Anmalen.

Pferd anmalenSei kreativ: Mal Dein Pferd in der von Dir ausgesuchten Farbe an. Oder in der Farbe deines Pferdes. Weil Carey ein Red Roan ist – haben wir unserem Holzpferd einen weißen Anstrich mit einer roten Mähne verpasst.

Mähne & Schweif

Die Mähne

Jetzt wird’s gemütlich, denn diese Arbeit machst du am besten abends vor dem Fernseher: Miss dir aus, auf welche Länge die Mähne „wachsen“ soll. In dieser Länge schneidest du ein Stück Wollfaden ab. Und an diesen knotest du nun jede Menge Wollfäden, die dann die Mähne ergeben.

Den „Grundfaden“ der Mähne haben wir einfach mit Holzkleber von oben auf den Halses geklebt. Falls das nicht hält, kannst du ihn noch  mit Schrauben fixieren.

 

Fertig! Nachdem dein Pferdchen komplett trocken ist, kannst du dich draufsetzen.

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27 Kommentare zu “How To Holzpferd! Ein DIY-Anleitung

    • Petra sagt:

      Wie süß – es hat auch richtig viel Spaß gemacht das Pferdchen zu bauen und zu bemalen. Liebe Grüße, Petra

    • Dani sagt:

      Hallo Petra (und natürlich alle anderen)

      wie zufrieden bist du nach einigen Monaten mit deinem Barefoot Sattel?
      Ich stehe auch gerade vor der schwierigen "welchen -Sattel- nehm- ich- Frage"
      Vom Gefühl her bin ich voll für Barefoot doch verunsichern mich die doch zahlreichen negativen Kommentare über rutschende Sättel, Druckspitzen etc., die man so liest bzw hört doch ungemein.
      Wie können die Meinungen denn da so ungeheuer auseinandergehen? Mir scheint die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Dazwischen gibt es nix ;)
      LG, Dani

    • Petra sagt:

      Hallo Dani, noch kann ich dir gar keine richtige Expertise geben, weil ich den Sattel noch nicht benutze. Meine Stute ist Jung und wird erst in ein paar Monaten angeritten. Bei mir kommt also die Jungpferdeproblematik dazu. Der Barefoot sitzt am Anfang sehr hoch auf dem Pferd und wackelt ziemlich, bis er eingeritten ist. Das soll nicht die erste Erfahrung für meine Jungstute werden, die den Sattel ja noch nicht kennt und das Reitergewicht auch nicht. Deswegen ist er nachdem ich ihn auf dem Holzpferd etwas eingesessen habe bei einer Freundin, die ihn jetzt für ein paar Monate auf dem erfahrenen Reitpferd einreitet für mich. Einen Rat kann ich dir also schon einmal geben: Wenn du auch ein junges oder nicht so perfekt ausbalanciertes Pferd hast, würde ich dir entweder dazu raten einen gebrauchten Barefoot zu kaufen, der schon eingeritten ist. Oder jemandem am Stall zu suchen, der ihn dann für dich einreitet. Die Meinungen gehen aber tatsächlich unglaublich auseinander. Technisch gesehen ist er eine gute Sache. Jetzt stellt sich quasi die Emotionale Frage, ob du und dein Pferd das Reitgefühl damit mögt. Das muss man leider ausprobieren. Vielleicht auch deswegen erst einmal auf gebraucht setzen und dann einen neuen kaufen, wenn du merkst, dass du magst, wie er sich anfühlt? Sorry, dass ich dir noch gar nicht mehr erzählen kann und liebe Grüße, Petra

  1. Anna sagt:

    Bei den Barefoot Sätteln läuft es mir kalt den Rücken runter…Mein Pony hat auch keine einfache Sattellage und wird sich muskulär auch noch stark verändern.Die Sattlerin hat uns einen Sattel mit flexiblem Baum angepasst, der sich jederzeit erneut an mein Pferd anpassen lässt, er wird auch besonders für Jungpferde empfohlen. Es war schwer, einen Sattel zu finden, der kurz genug für das Pony ist, die barefoot Sättel sind für ihn zu lang und dieser PonyBarbieSattel für mich zu klein, obwohl ich zierlich bin. Ich find es auch verwunderlich, wenn sich Sättel "von selbst" anpassen aber gleichzeitig stabil sein sollen…Mein Pony ist leicht ungleich bemuskelt und wenn der Sattel sich an die ungleiche Bemuskelung anpasdt, hab ich einen schiefen Sattel oder einen schiefen Sitz, es sei denn ich "polster" den Sattel mit 5 cm dicken Pads…
    Eine Freundin von mir hat meine Sattlerin gefragt, welchen Sattel sie denn für ihr Shetty empfehlen kann, da hat die Sattlerin gesagt, dem Pony würde wohl auch ein 16 Zoll Sattel zu lang sein weshalb sie dem Shetty keinen Sattel anpassen kann, von Barefoot hat sie uns sehr abgeraten, weil man die nicht auf das Individuum anpassen kann. Eher rät sie zu einem Fellsattel, das Pony wird nämlich nur selten von einem kleinen Mädchen geritten und das Pony ist gut genug bemuskelt.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anna, wow "kalt den Rücken" sollte es einem bei einem Sattel nicht herunterlaufen. Vielleicht ist das Konzept einfach nicht deins. Das kann ich verstehen. Aber die Sättel sind – ähnlich wie Fellsättel – deswegen sehr passend auf viele Pferde, weil sie ja baumlos sind. Dann dürftest du auch kein Pad und keinen Fellsattel benutzen. Das – nennen wir es mal – Plastik im inneren des neuen Barefoot passt sich ein kleines STückweit durch die Bewegungen und Körperwärme an, trotzdem gibt es noch "Taschen" im Pad, die parallel über eine Polsterung angepasst werden müssen. Sprich: Der Sattel wird schon angepasst – aber eben sehr einfach. Weil er ja Bewegungsfreiheit liefert. Anders als ein Holzbaum. Wenn dein Pony eine so krass unterschiedliche Bemuskelung hat, dass du 5-10 cm ausgleichen musst, würde ich eher noch über mehr Muskelaufbauende Bodenarbeit nachdenken um die Schiefen auszugleichen. Eure Sattlerin lag also nicht ganz richtig, denn natürlich muss auch ein Barefoot Sattel angepasst werden. Durch Pad, Polsterung und entsprechende Sattelform, passend zur Sattellage des Pferdes. Aber sie hat Recht damit, dass ein gut bemuskeltes Pferd, das von einem leichten Reiter nur selten geritten wird, sicher mit einem Fellsattel oder Barebackpad ganz gut zurechtkommen wird. Liebe Grüße, Petra

  2. Elisabeth sagt:

    Liebe Petra! Danke für die Bauanleitung, so ein Holzpferd wünsche ich mir schon lange ;-)
    Ich reite mittlerweile alle meine Pferde mit Barefoot, da mir das ständige Sattelkaufen bei den klassischen Westernsättel auf die Nerven ging (meine Pferde haben entweder nicht den typischen Quarterhorse-Rücken, oder haben sich mit der Zeit muskulär stark verändert). Klar war es eine große Umstellung von einem Westernsattel mit Baum auf einen Barefoot ohne Baum und mit der sehr "beweglichen" Fenderaufhängung. Aber jedes meiner Pferde lief mit dem Barefoot-Sattel besser, und nur darum geht es! Meine Jungstute wird gerade ebenfalls mit einem Barefoot-Nevada eingeritten, und das funktionier ausgezeichnet.
    Liebe Grüße Elisabeth

    • Petra sagt:

      Liebe Elisabeth, sehr gerne :-) es hat auch richtig Spaß gemacht die Holz-Carey zu bauen. Ich freue mich, dass Barefoot bei dir so gut funktioniert und vor allem auch bei deinem Jungpferd. Wir haben das Anreiten nun noch weiter nach hinten verschoben. Ich habe auch wieder dazugelernt und nach einem Check-Up von der Osteopathin, den ich ohnehin vorher geplant hatte – ist klar, dass Carey noch wachsen darf und soll – wir fangen erst nächstes Jahr. Man wird ja immer schlauer. Ganz liebe Grüße, Petra

  3. Saskia sagt:

    Toll, vielen lieben Dank für diesen wunderbaren Artikel. Als leidenschaftliche Pferdeliebhaberin- & Reiterin konnte ich mir noch das ein oder andere aus deinem Artikel mitnehmen. Meine zwei kleinen Kinder sind übrigens auch begeisterte Holzpferd-Liebhaberinnen. :-)

    Hoffe, dein Holzpferd lebt noch! :-)

    Herzliche Grüße,
    Saskia

    • Petra sagt:

      Liebe Saskia, sehr gerne – und klar lebt die Holz-Carey noch. Wir haben sie zwischengeparkt im Keller, das arme Ding – bis wir irgendwann einen geeigneten dauerhaften Platz für sie finden. Ganz liebe Grüße, Petra

  4. Kati sagt:

    Hey,
    nochmal zu den Barefoot Sätteln – ich nutze meinen (Cherokee, gebraucht gekauft, Gr. 1, mit VPS) seit nun 3 Jahren für meine Norwegerstute (jetzt fast 14, knapp 1,50m groß, kurzer Rücken). Für mich war es auch ziemlich stressig mich für diesen Sattel zu entscheiden, damals -ca. 5 Wochen vor meiner Abschlussprüfung- fing Pony plötzlich an zu lahmen, war im Rücken verspannt und iwie ging nichts mehr; aufs reiten wollte ich als Ausgleich zum Prüfungsstress ungern verzichten. Ich ließ nach Blick vom Hufschmied und Reiterfreunden eine Sattlerin kommen. Die erklärte mir erstmal, dass der genutzte Sattel (VS mit Baum) zu lang für den Rücken meines Ponies war und den Druck zu weit nach hinten verteilt und sie sich daher verspannt hat und vielleicht auch daher das lahmen kommt. Sie hat mir zum probieren einen von wintec mit cair Lufttaschen (kurzer Sattel) und den Cherokee dagelassen. Beide lagen gut und sie lief damit sofort entspannt. Ich hab mich dann für den Barefoot entschieden, weil ich mich in diesem einfach sicherer gefühlt habe. Seitdem hat sich viel verändert.
    Zu Annas Kommentar und was ich eigentlich loswerden wollte: Die Länge des Sattels spielt beim Barefoot und auch bei den meisten Fellsätteln keine große Rolle (hauptsächlich optisch), da der Sattel den Druck nicht über einen Baum auf den Pferderücken verteilt, sondern den Druck dort wo er tatsächlich entsteht (wo der Reiter sitzt!) dämpft und minimal verteilt. Das merkst du insbesondere daran, dass du selbst wenn der Reiter im Sattel sitzt, noch die Hand unter den hinteren Bereich des Sattels/Pads scheiben kannst. Selten auch bei sehr gut passenden Westernsätteln gesehen.
    Wir sind so überzeugt davon, dass ich jetzt einen neuen Cheyenne bestellt habe – wie das "einreiten" so läuft würde ich dann gerne mal hier berichten….
    LG

    • Petra sagt:

      Liebe Kati, so wie du geht es vielen mit den Sätteln. Scheinbar genießen viele Pferde die Rückenfreiheit, die sie dann mit einem baumlosen Sattel plötzlich haben. Und ja: berichte gerne, wie das einreiten gelaufen ist. Die Sättel sehen schon sehr gewöhnungsbedürftig aus und sitzen sich ziemlich schwammig, wenn sie neu sind. Sehr seltsames Gefühl. Viele liebe Grüße, Petra

  5. Anne sagt:

    Ich habe für meinen Knabstrupper jetzt einen Barrydale gekauft. Ursprünglich wollte ich einen Deuber Elcampo kaufen. Der Knabstrupper wird 6 und wir reiten ihn laaaaaaangsam ein, seit er 5 ist. Auf einem Startrekk espaniopla oder ohne Sattel. Da ich aber nicht leicht bin, wollte ich noch ein besseres Prinzip als den Startekk und will mal schauen, wie der Barefoot ist. Der Knabbi ist schon ganz gut ausbalanciert im Schritt und im Trab. Wir machen sehr viel Boden und Longenarbeit und lange Spaziergänge, Freiarbeit usw. Ich hab auch ein bisschen Angst vorm ersten mal so weit oben zu sitzen, aber es hilft ja nichts. Sitzen tut der Barrydale perfekt auf dem Pferd. Ich freu mich drauf. Warte aber auch noch eine Weile, bis wir nach dem Frost der letzten Wochen wieder ein bisschen regelmäßiger geritten sind. LG Anne.

    • Petra sagt:

      Liebe Anne, spannend! Dann drücke ich mal die Daumen, dass es gut für euch beide funktioniert. Viele liebe Grüße, Petra

  6. Kati sagt:

    Liebe Petra, wie versprochen hier meine Erfahrungen zum einreiten von meinem neuen Barefoot Cheyenne Dry Tex:
    Wir haben den Sattel jetzt seit knapp 2 Wochen. Drunter liegt ein gebrauchtes Pad mit Polsterung auf Pony abgestimmt, den Zwiesel gegen Softeinsatz getauscht. Das erste aufsteigen war etwas unsicher, ganz normal vom Gartenmäuerchen aus (ca. 90 cm hoch, von so weit oben klappt es einfach besser) kaum im Sattel erstmal die Knie etwas geklemmt und ziemlich verspannt die Steigbügel geangelt, nur um festzustellen dass sie zu lang waren, also wieder runter, eingestellt, wieder hoch. Es fühlte sich an als säße man auf einem Balance-Pad vom Fitnessstudio. Die ersten Schritte waren etwas wackelig, aber nach 20 m alles gut, Pony lief frei vorwärts als wäre nichts. Auf dem engen Reitplatz wollte ich es nicht ausprobieren, also sind wir eine kleine Runde ins Gelände auf ebenen Feldwegen, zwischendurch die Steigbügel wieder etwas länger gestellt. Pony hat sich unter dem Sattel so wohl gefühlt und eine Lauf-Laune entwickelt, dass wir dann auch ein Stück galoppiert sind – alles gut, toller Halt, ich hab mich vorher schon ziemlich sicher gefühlt. Danach sah man schon dass sich der Sattel etwas gesetzt hatte, noch deutlicher aber nach dem 2. Ritt. Wie sehr die schmalen Steigbügelriemen das Material eindrücken hat man nach dem 3. ausgiebigen Reiten gesehen.
    Bis sich der Sattel 100%ig an Pony anpasst und fast nicht mehr rutscht dauert sicher noch, selbst beim damals gebraucht gekauften Sattel waren es mehrere Monate. Ich denke in der Kombi neues Pad & neuer Sattel könnte es auch länger dauern.
    Für alle, die selten bis nie Baumlos oder ohne Sattel geritten sind, oder noch unsicher sitzen oder deren Pferd vielleicht auch noch schreckhaft ist und beim kleinsten rutschen zur Seite springt – lasst euch Zeit beim einreiten, gewöhnt euch zB wie Petra mit einem Holzpferd an den neuen Sattel, bei Bedarf holt euch am Pferd eine zweite Person hinzu die beim aufsteigen und den ersten Schritten hilft oder einfach nur da ist.
    Was mich jetzt (immer noch) beschäftigt, ist: wenn das Material sich soweit setzt, ist es dann nicht auch iwann durch, also zu weit zusammen gedrückt, damit zu hart und unnachgiebig und dann quasi verbraucht? Zu meinem gebrauchten Cherokee habe ich schon einen deutlichen Unterschied gemerkt mit dem neuen…
    LG, Kati

    • Petra sagt:

      Liebe Kati, danke dir! Ich finde das immer wieder spannend :-) Das Thronige ist wirklich etwas nervig am Anfang, aber wenn er sich dann gesetzt hat, finde ich den Sattel auch superbequem. Spannend, dass du ähnliche Erfahrungen machst. Ich denke, dass man den Schaumstoff ab und an tauschen sollte – je nach Einsatzhäufigkeit alle paar Jahre. Man kann ihn ja nicht ohne Grund lose nachkaufen. Ein Teil des "sich setzens" ist aber auch das Leder. Das kann ja so bleiben :-) Viele liebe Grüße, Petra

  7. Kati sagt:

    Hey, danke dass du auf meinen Kommentar eingehst.
    Die Einlagen im Pad müssen ausgetauscht werden, je nach Beanspruchung alle 1-2 Jahre, und iwann auch das Pad. Dass Leder arbeitet ist auch klar. Aber das meinte ich gar nicht, sondern den Sattel(kern) – der besteht doch aus verschiedenen flexiblen Schichten die sich dem Pferderücken anpassen, die setzen sich und werden dadurch passgenauer aufs Pferd und mit der Zeit weniger flexibel…oder? Vielleicht denke ich da auch einfach zu weit – in 15 Jahren werde ich ja sehen ob ich den Sattel immer noch nutze(n kann). LG

    • Petra sagt:

      Sehr gerne. Vermutlich hast du Recht, weil sich die Schichten ja auch "Setzen" nach ein paar Monaten Einreiten und an den Pferderücken anpassen. Aber ich glaube, dass sie dann ihre form und Struktur behalten. Wobei ich den 15-Jahre Test natürlich auch noch nicht gemacht habe. Aber 15 Jahre sind ja schon ein gesegnetes Alter für einen Sattel – insofern ist das doch ein Superziel :-) Viele liebe Grüße, Petra

  8. petra lau sagt:

    Liebe Petra, danke für deine ausführlichen Beschreibungen. Bei mir stellt sich jetzt auch die Frage welchen Sattel ich nehme bei unserem fast 4-jährigem Quarter. Er ist noch nicht eingeritten und ich habe auch nicht den besten Reitersitz. Wie fange ich das denn mit einem Barefoot an? Ich muss ja zuerst auch das aufsteigen üben mit Hilfe der Steigbügel, damit das Pferdchen sich an das Reitergewicht gewöhnt. Und dabei soll ja der Barefoot ja doch in´s rutschen kommen. Ist er denn sinnvoll ihn auch zum Einreiten zu nehmen?
    Liebe Grüße , Petra (auch mein Name ;-) )

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Petra, das ist so ein schwieriges Thema – die große Sattelfrage. Ich persönlich steige mit Aufsteighilfe auf – das ist Rückenschonender. Deswegen kann ich auch Reitpads und Lammfellsättel super für das Gewöhnen an das Reitergewicht nutzen. Wäre das nicht auch was für dich? Wenn es ein Barefoot sein soll, würde ich ihn mir von einem erfahrenen Pferd "einreiten lassen". So habe ich das jetzt gemacht. Weil die Dinger sich erst einmal setzen müssen, sitzen sie anfangs ziemlich schwammig und thronig auf dem Pferd und das ist aus meiner Sicht für ein junges Pferd einfach zu viel "Gewackel". Aber wenn er sich schon gesetzt hat, ist es ein super Sattel. Oder du besorgst dir einen gebrauchten, den du dir dann mit den Polstern anpasst. Dann ist er ja schon eingeritten. Viele liebe Grüße an dich von Petra zu Petra

  9. Kati sagt:

    Hey petra lau,
    die Vorschläge von Petra sind gut, sie hat da schon Recht. Ich möchte gerne folgendes ergänzen: selbst wenn du den Barefoot wie Petra einreiten lässt, rutscht der Sattel trotzdem wenn du voll im Bügel hängst. Um das Jungpferd an einen am Steigbügel hängenden Reiter zu gewöhnen ist er nicht geeignet. Selbst einen normalen Sattel musst du dann eng gurten oder jemand zum Gegenhalten haben, langfristig ist auch eine Aufstiegshilfe besser. Like Bernd Hackl von oben an das Gewicht und aufsteigen gewöhnen wäre möglich. Wenn es unbedingt (aus mir nachvollziehbaren Gründen) doch mit Steigbügel von unten sein soll, besorg dir einen relativ passenden Westernsattel (mit Baum, nicht zu eng), der aber ganz bewusst nur ein Übergangssattel sein soll – zum satteln und aufsteigen üben und vielleicht die ersten Schritte unter Sattel und Reiter. Und dann ein Barefoot wie von Petra beschrieben. Du schreibst ja auch dass dein Sitz nicht der beste ist – das und der rutschende Sattel oben drauf sind dann doch zu viel für ein unerfahrenes Pferdchen, es hat zu Beginn selbst genug mit ausbalancieren zu tun. Mal abgesehen davon dass du ggf. weniger Halt hast wenn es hüpft und es schlimmstenfalls den Sattel unter dem Bauch hängen hat.
    LG

    • Petra sagt:

      Hey Kati, danke für deine Ergänzungen – wie schön, wenn die Leser sich gegenseitig helfen. Ich liebe euch :-) Aber eine kurze Frage: Wieso rutscht der Sattel, wenn sie ihn zum Aufsteigen nutzen will bei einem jungen Pferd? Das verstehe ich nicht ganz. Bzw. wieso es ein Westernsattel sein soll? Die haben ja in der Regel besonders schwere und große Bäume und sind damit natürlich schon eine kleine Maßnahme, wenn das Jungpferd zum ersten Mal einen Sattel kennenlernt. Ich würde jedem von einem Übergangssattel abraten, denn Sättel mit Baum müssen perfekt sitzen, damit sie nicht drücken und das wiederum ist dann ja keine schöne Sattelerfahrung für ein Jungpferd. Auch wenn es "nur" ums Satteln und Aufsteigen üben geht. Ansonsten bin ich ganz bei dir. Ich finde es wichtig, das Pferd von oben an das Reitergewicht zu gewöhnen, liebe Aufstiegshilfen und denke, dass für die ersten Schritte Gewöhnung ein Pad oder Lammfellsattel reicht und man dann nach und nach zum Beispiel auf einen Barefootsattel umsteigen kann. Ich würde mein junges Pferd auch immer erst am Boden an den Sattel gewöhnen und ihn ab und an beim Spaziergang satteln usw. Aber das wird jetzt zu ausführlich :-) Danke auf jeden Fall für deine Infos und liebe Grüße, Petra

  10. Kati sagt:

    Hey Petra,
    gerne :) deine Seite ist klasse und regt einfach dazu an.
    Von oben rutscht er nicht. Er rutscht wenn sie vom Boden aus den Fuß in den Steigbügel setzt und viel Gewicht drauf bringt. Das kann man zu Beginn machen – Gewicht an den Sattel um zu sehen wie das Pferd darauf reagiert – kaum jemand schwingt sich elegant und leicht beim ersten Mal auf ein Jungpferd. Und da sie nach dem aufsteigen über Steigbügel fragte und das wohl auch üben will… ich hab das bei meiner ähnlich gemacht, so weit dass ich über den Steigbügel in den Damensitz gestiegen bin und sie anfangs so immer von 3 Schritten steigernd bis 20m -wechselnd von beiden Seiten- "geritten", das war für sie am besten zu akzeptieren. Mit Vielseitigkeitssattel. Der Westernsattel hat eine breitere Auflagefläche, deshalb. Weil er bereits Gewicht mitbringt welches auf das Reitergewicht vorbereitet (schrittweise). Weil die Bügel anders am Pferd baumeln als beim VS. Weil es ein QuarterHorse ist – bitte ironisch gemeint aufnehmen. Das Horn könnte auch stören. Es kann aber muss kein Western sein.
    Auch ein Übergangssattel kann vom Sattler angepasst werden. Es nimmt bisschen den Druck raus sich nicht sofort auf einen Sattel festzulegen für den man womöglich sehr viel Geld bezahlt um ihn nach zB 6 Monaten auszutauschen. Daher wäre ein Pad o. ä. wie du schreibst super – aber eben ohne Steigbügel. Und Barefoot wie oben diskutiert.
    Ich freu mich schon auf eure Berichte wenn du und Carey mit Sattel startet!
    @ petra lau: hilft dir das schon? Hast du bereits praktische persönliche Erfahrungen mit einem Barefoot gemacht? Die anderen Berichte hier zum Thema Baumlos sind auch lesenswert.
    LG

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Kati, jetzt verstehe ich mehr was du meinst :-) Das stimmt auch, dass ein Satteler den Übergangssattel ein bisschen anpassen kann, aber nicht perfekt. Deswegen wäre ichd a immer noch seeeeeehr vorsichtig, aber ich weiß, was du meinst :-) Das kann schon funktionieren, wenn man ein relativ gut passendes Modell findet, das man sich anpassen lässt und dann so gut wie gar nichts damit macht. Bei allem anderen kann ich dir aber komplett folgen :-) Zumal man bei einem jungen Pferd ja auch vorsichtig gurtet. Viele liebe Grüße, Petra

  11. Anne sagt:

    Hallo Petra,
    wie ist denn mittlerweile deine Erfahrung mit dem Barefoot?
    Ich möchte mir auch einen solchen Sattel für meine beiden Jungpferde kaufen, da er sich anpassen lässt und ich nicht das Geld für zwei Maßsättel habe die ich zudem noch ständig überarbeiten lassen müsste.
    Liebe Grüße Anne

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anne, puh – das ist eine gute Frage. Ich habe ihn nochmal getauscht gegen das Lammfellmodell, weil da die Sitzfläche weniger fest sein soll und er sich schneller setzen soll. Allerdings hatte er sich auch da nach ein paar Wochen einreiten kein bisschen gesetzt. Ich hatte ihn einer Stallkollegin zum Einreiten gegeben. Ich saß auch drauf und muss sagen, dass er sich sehr gut sitzt und die Pferde, die ich kenne, sehr zufrieden mit den Barefootsätteln laufen. Aber mir persönlich ist der Sattel nach ein paar Wochen Einreiten immer noch zu "wackelig" für ein junges Pferd gewesen und nutze jetzt erst einmal ein Reitpad. Weil ich es nicht logisch finde ein junges Pferd mit einem "wackelnden" Sattel zusätzlich aus der Balance zu bringen. Ich habe von verschiedenen Barefoot-Sattel-Besitzern mittlerweile gehört, dass es locker mal ein halbes Jahr bis Jahr gedauert hat, bis der Barefoot sich wirklich gesetzt hat.

      Aber er sitzt sich grundsätzlich schon bequem und gut und ich mag das Konzept auch immer noch. Nur diese "Einreiterei" ist wirklich lästig. Deswegen würde ich persönlich mir für ein junges Pferd einfach einen gebrauchten Barefoot der neuen Generation mit dem VPMS System kaufen. Der ist dann schon "eingeritten", hat sich gesetzt und kann dann für den Einstieg gut genutzt werden.

      Hilft dir das ein bisschen weiter? Ein Langzeittest ist das also nicht und auch kein eideutiges "JA" zum Barefoot, aber eben auch kein Nein :-)

      Ganz liebe Grüße,

      Petra

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