Die Klimaweide – Richtiges Weidemanagement für die Pferdeweide im 👉🏻 Januar

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

Der perfekte Start ins Weidejahr – die Klimaweide im Januar

Pferdeweide im Januar - Gras mit Schnee

Pferdeweide richtig pflegen? So geht gutes Weidemanagement für Pferdeweiden

Eine gute Pferdehaltung braucht nicht nur gutes Futter und schöne luftige und gut durchdachte Stallungen, sondern auch ein durchdachtes Weidemanagement.

Wir starten deswegen mit diesem Artikel eine 12-teilige Serie über das richtige und gute Weidemanagement für eine schöne Pferdeweide. Wir gehen einmal durch das gesamte Weidejahr und geben dir – Monat für Monat – die To Dos für deine Pferdeweide.

Fokus: Die Klimaweide – die gute Pferdeweide in Zeiten des Klimawandels.

Darum geht es im Projekt “Klimaweide meets Pferdeflüsterei”

Wir gehen mit dir in dieser Artikelserie in 12 Monaten durch das Weidejahr

Wir gestalten mit dir – Monat für Monat – die perfekte Pferdeweide „in Zeiten des Klimawandels“ zusammen mit dem Weideexperten Helmut Muß von „Die gute Pferdeweide.de”. Du bekommst jeden Monat die Informationen – die du für genau diesen Monat brauchst – um deinem Pferd nach und nach eine artgerechte und natürliche Weide zu erschaffen.

Helmut Muß ist Weideexperte, Grasfanatiker und bildet seit Jahren Weideberater für artgerechte und natürliche Pferdeweiden aus. Sein grosses Steckenpferd ist die Weide in Zeiten des Klimawandels. Denn unsere Pferdeweiden müssen in diesem Jahrhundert ganz andere Herausforderungen meistern als früher.

Wir wollen dir deswegen mit unserem „Projekt Klimaweide“ auf der Pferdeflüsterei einen Weg zur perfekten Pferdeweide zeigen. Wir – vonm der Pferdeflüsterei – gehen all diese Schritte mit und machen zusammen mit dir unsere Koppel am Haus zur perfekten Klimaweide. Du kannst bei dir Zuhause am Stall Schritt für Schritt mitmachen!

Deswegen gibt es für jeden Monat einen Artikel und eine To Do Liste, so dass du deine Pferdeweide für deine Pferde Schritt für Schritt perfektionieren kannst. 

Wir liefern dir ausserdem Hintergrundwissen zu Grassorten, Weidemanagement und anderen Themen, die du als Experte deiner Weide wissen solltest, so dass du bestens vorbereitet in dein Klimaweide-Jahr starten kannst. 

Denn eine gut gepflegte Pferdeweide ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes. Du bekommst im Artikel deswegen jetzt eine knackige Anleitung für gesunde Pferde und nachhaltige Nutzung deiner Weide – für den Monat Januar. Eine gute und artgerechte Pferdeweide ist ein grosser Gesundheitsfaktor. Aber wir haben immer weniger Platz, kleinere Weideflächen und immer mehr reichhaltiges Gras für Mastvieh auf unseren Deutschen Weiden.

Ausserdem wollen wir MIT der Natur leben und nicht GEGEN sie und brauchen deswegen eine nachhaltige Nutzung der Weideflächen.  

Der Klimawandel und sich verändernde Umweltbedingungen tun ihr Übriges, um es deinem Pferd schwerer zu machen eine gesunde und gute Weide zu bekommen. Deswegen ist es wichtig, dass du alle Infos hast um die Pferdeweide richtig zu pflegen.

Aber du kannst einiges tun, um die Pferde Weide in deinem Stall gut zu gestalten. 

DIE PERFEKTE KLIMAWEIDE

Deine “TO DO Liste” für das ganze Weidejahr

Wir nehmen dich mit auf unsere Reise zur perfekten Klimaweide – und haben dir die wichtigsten TO DOs von Weidemonat zu Weidemonat in einem praktischen PDF zusammengefasst

PDF Klimaweide Checkliste - Coverbild
Nahaufnahme einer Wiese
Pferde auf der Koppel

Die gute Pferdeweide – die Basics für deine Weidepflege

Bevor wir in deine To Do Liste für den Januar starten, wollen wir dir noch ein paar Basis-Ideen für deine Pferdeweide mitgeben. Damit du ein gutes Wissensfundament für deine Weidepflege und das Weidemanagement hast.

Wenn du ein Pferd am Haus haben oder deinen Pferdestall optimieren willst, kommst du an ein paar Must Haves nicht vorbei, die jeder Stall haben sollte:

  • Du brauchst für deine Weide und Stallungen eine Fläche, die gross genug für die Anzahl der Pferde ist.
  • Du brauchst eine gute Befestigung an den richtigen Stellen, damit Wasser abfliessen kann und keine Staunässe entsteht.
  • Du brauchst natürlich gute und sichere Zäune, damit deine Pferde immer gut aufgehoben sind auf der Koppel. 
  • Achte bei der Koppel UND bei deinem Paddock darauf, dass du keine grossen Löcher hast – am Besten bevor der Boden gefroren ist. Denn löchrige, gefrorene Böden sind Gift für die Beine deines Pferdes. Die Unfallgefahr ist dann gross.

Am besten teilst du deine Weide auf dem Papier in verschiedene Weidezonen ein, damit du eine „Überweidung“ verhindern kannst und dein Pferd immer einen Auslauf hat (auch bei Winter- oder Matschwetter). Sinnvolle Bereiche wären: Eine Ruhezone, einen Futterplatz, ein gut befestigtes Paddock für das ganze Jahr mit genügend Bewegungsmöfglichkeiten auch im Winter, einen Trinkplatz und eine Koppel mit Gras auf der es weiden gehen kann. 

Diese Grasflächen musst du dann gut pflegen und genau darum geht es in unserer 12-Monatigen Serie „Die gute Klimaweide“. 

Am Besten teilst du dafür deine Pferdeweide in Abschnitte ein und wechselst regelmäßig die Beweidungsbereiche. Denn jede Weide braucht auch Ruhephasen und muss die Chance haben zu wachsen. Das verhindert Überweidung und fördert die Artenvielfalt.

Sobald die Bodentemperatur unter zehn Grad fällt, macht das ganze Grünzeug erstmal Pause. Deswegen sollte die Weide ab diesem Zeitpunkt auch zu bleiben, um das Gras zu schonen. Ein Kahlfressen der Pferde würde die Vegetation ordentlich durcheinanderbringen und im Frühjahr gäbe es dann nicht viel zu futtern, weil die Weide verkrautet und durcheinander gewirbelt ist.

Eine Pferdeweide braucht im Winter andere Voraussetzungen als im Frühling, Sommer oder Herbst. Üblich ist, dass die Weiden im Herbst (September / Oktober) geschlossen werden, damit die Grasnarbe sich erholen kann und nicht im matschigen Winter von den Pferdehufen zerstört wird. Meist wird sie dann im Frühjahr (März / April) wieder geöffnet.

Es hält sich auch immer noch das Gerücht, dass das Wintergras ungesünder für die Pferde sei. Das halten wir persönlich für veraltet – denn auch das Wildpferd hatte keine Winterkoppel.

Meine Stute – Carey – stand beispielsweise eine Zeitlang im Stall einer Freundin. Dort hatten 4-5 Pferde etwa 3 Hektar Land zur Verfügung. Genug, um die Koppel entspannt durch den Winter zu bringen, ohne sie schliessen zu müssen. Ihrer Gesundheit hat das sogar gut getan.

Auch die Wildpferde hatten deutlich mehr Fläche für viel weniger “Pferd” zur Verfügung und sind gerade im Winter weite Strecken gegangen, um unter Schnee und Eis noch einzelne Halme zu finden. Damit können unsere kleinen Weiden in Deutschland und Europa in aller Regel leider nicht mithalten. So viel Fläche für so wenige Pferde haben die meisten Ställe leider nicht.

Deswegen ist es absolut sinnvoll die Koppel für den Winter zu schliessen – um die Weide zu schützen und nachhaltig zu pflegen. Die Winterpause ist für jede Weide wichtig. Du fütterst deinem Pferd in diesen Monat einfach Heu oder Futterstroh.

ABER: Trotzdem sollte kein Pferd im Winter nur in die Box. Weil Pferde, ihre Lungen, ihre Organe, ihre Muskeln, ihre Gelenke, ihre Seele das ganze Jahr gut Bewegung brauchen, solltest du auf jeden Fall ein grosses Winterpaddock zur Verfügung haben, auf dem dein Pferd jederzeit seinem Laufbedürfnis Rechnung tragen kann.

Sie brauchen die frische Luft – die übrigens in Herbst und Winter mehr Sauerstoff hat, weil sie dichter ist als warme Luft. Ausserdem haben Pferde eine ganz andere Wohlfühltemperatur als wir Menschen. Sie sind bei 5 Grad locker in ihrem Wohlfühlbereich. Wir dürfen sie nicht vermenschlichen und in die “kuschelige” Box packen. Denn wir schaden ihnen viel mehr damit.

Unser Stall hat ein grosses befestigtes Paddock – mit einem Rundlauf einmal um die Grasweide. Die Grasweide ist zwar im Winter geschlossen, aber das Paddock mit Rundlauf ist das ganze Jahr geöffnet. In den Laufstall kommen sie nur, wenn Silvester ansteht oder ein starkes Unwetter ist.

Die gute Pferdeweide im Januar – die konkreten Hausaufgaben für die Weidepflege

Dein Wichtigstes TO DO für dein Weidemanagement im Januar

Dein wichtigstes TO DO im Januar für die Pferdeweide ist: Die Finger von der Weide zu lassen und dich dafür lieber in die Vorbereitungen zu stürzen. 

In diesem Monat hast du Zeit alles zu besorgen und gemütlich zusammenzusammeln, was du das restliche Weidejahr brauchen wirst. 

Maschinen, Grassamen, Wissen – schnapp dir alles, was du für deine Weide, damit du in den kommenden Monaten gut durchstarten kannst. Wir sagen dir, was du brauchst – von Monat zu Monat.

Die Klimaweide - Richtiges Weidemanagement für die Pferdeweide im 👉🏻 Januar 1

Was passiert im Januar im Gras und auf der Pferdeweide 

Unser Pflanzen befinden sich gegenwärtig im Stress. Bei Frost und Schnee können Gras und Kräuter nicht “atmen”. In gefrorenem Zustand ist eine Versorgung mit Wasser nicht möglich und Eis essen mögen Pflanzen auch nicht. 

Pferdeweide im Januar: “Da wächst nix

Das bedeutet, vor allem: Das Gras lebt von seiner Substanz. Viele Kräuter haben tiefe Pfahlwurzeln. Sie können auf diese Art und Weise längere Durststrecken besser überstehen. Der Wachstumsknoten (= Zentrum des Lebens) beim Gras befindet sich genau zwischen den Wurzel und den Blättern. Das ist sehr nah an der Oberfläche. Deshalb sollten wir unser Gras schonen und entlasten, wo es nur geht und so wenig, wie möglich beweiden und befahren.

Der Winter ist also die Zeit der Vegetationsruhe. Das können wir wunderbar nutzen um für die kommende Weidesaison vorzusorgen. Das schließt beispielsweise die Nutzung der Ergebnisse deiner Bodenanalyse mit sinnvoller Düngerplanung genauso ein, wie das Bestellen der standortgerechten Weidemischung. 

Du brauchst dafür ein gutes Grasmanagement mit Grasarten, die für Pferde geeignet sind. (Die DOs und DONTs für gutes Pferdeheu findest du übrigens in diesem Artikel.)

Jede Weide ist ein bisschen anders: Achte deswegen einfach darauf, dass die Grasmischung zu deiner Weide passt, du nicht zu viele Kräuter im Gras hast, aber deinem Pferd schon auch ein bisschen Auswahl zum Grasen anbietest – nicht nur Gras. 

Du möchtest im Grunde über die Jahre eine möglichst artenreiche Weide mit Kräutern und Gräsern erschaffen – aber sie sollte nicht zu hohen Kräuteranteil haben und aus Grassorten bestehen, die nicht hochenergetisch sind, damit dein Pferd gesund bleibt. 

Die Grassamen werden von uns jetzt schon im Januar geshoppt. Und wir werden dieses Jahr beispielsweise die Mischung von Appels Wilde auf unsere Pferdekoppel werfen. Die Weide der Pferdeflüsterei hat schon einen sehr guten Kräuterbestand, weshalb wir den Fokus eher auf Gras setzen bei unserer Weidemischung. 

Klimwaweide - Slider - Winterweide - Januar

Deine weiteren TO DOs für den Januar im perfekten Weidejahr für dein Pferd

  • Maschinen besorgen: Brauchen wir Maschinen, so sollten wir uns frühzeitig informieren, ansehen und ausprobieren. Egal ob es um einen neuen Freischneider (Motorsense),  eine Wiesenschleppe oder einen Traktor geht. Wenn du keinen Druck verspürst, kannst du viel ruhiger handeln und verhandeln. Wird es später im Jahr dann eilig und eng, musst du nehmen was da ist und am Preis ist auch nichts mehr zu machen.
  • Weide kennenlernen: Den Winter kannst du auch wunderbar nutzen um deine Weide noch besser kennen zu lernen. Beobachte gerne die Natur auf deiner Weide und was sie macht: Wo fressen Wildtiere am liebsten? Und warum? Wo trocknet es zuerst ab und wo steht das Wasser am längsten? 
  • Zäune flicken
  • Entwässerungsgräben säubern
  • Bodenpflege: Schau, dass keine tiefen Matschlöcher entstehen und bessere sie aus, falls du welche entdeckst

Oft erzählen alte Bauern von Drainagen, die auf der Weide vor vielen Jahren vergraben wurden. Wenn sie noch funktionieren, dann erkennst du sie in dem Moment wenn der Boden beginnt abzutrocknen. Der Drainageverlauf wird – vor allem wenn keine Pferde für einen Bodenaustausch sorgen – deutlich sichtbar. 

Wenn du zum Beispiel an eine zusätzliche Drainage im Bereich der Tränke nachdenkst, kannst du dadurch einen Anschluss an das bestehende Drainagenetz in Erwägung ziehen.

Der Januar ist der perfekte Monat für Vorbereitungen. Plane und besorge was du brauchst frühzeitig, dann bekommst du immer was du haben willst und musst dich nicht mit dem begnügen, was andere zurückgelassen haben. Nutze die Zeit ausserdem zur Beobachtung! Lerne deine Weide besser kennen.

Hast du Fragen zum Thema Pferdeweide?

Schreibe sie gerne in die Kommentare. Wir freuen uns, wenn wir dir weiterhelfen und das Thema mit noch mehr spannenden Infos für dich ergänzen können

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