Hat dein Pferd auch etwas, das es nicht besonders gerne mag oder nicht besonders gut kann? Gibt es etwas, das plötzlich nicht mehr geht, obwohl es bis vor kurzem immer gut geklappt hat? Habt ihr vielleicht ein paar Themen, die noch nie so gut liefen und irgendwie weißt du nicht so genau, wie du damit umgehen sollst? Ich werde dir im Artikel ein Beispiel geben und dir erklären, wie ich das Problem meines Pferdes lösen konnte. Außerdem schreibe ich dir eine Spitzenmethode, die du immer wieder anwenden kannst, um Probleme mit deinem Pferd zu lösen. Denn – ganz echt und ehrlich – wir alle haben immer wieder Rätsel vor die uns unsere Pferde stellen oder Probleme, die sich scheinbar plötzlich ergeben oder schon immer da waren. Die gute Nachricht ist aber, dass es im Grunde immer eine Lösung dafür gibt. 

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Wie zum Beispiel bei dem Problem, das ich hatte: Madame Pferd wollte sich an manchen Tagen einfach nicht putzen lassen.

Bürsten-Zen! Ein praktisches Beispiel für eine simple Problemlösung

Die kurzen Facts zu meinem Beispiel für dich: Meine Stute ist sehr fein und oft auch empfindlich an der Haut. Im Sommer reagiert sie sehr schnell auf Insektenstiche, sie neigt zu Schuppenbildung und im Winter findet sie Bürsten alle paar Tage und manchmal auch Wochenlang ziemlich blöd. Das hat mein Pferd mir auch immer ziemlich deutlich gesagt. Ich habe kein schüchternes Pferd, was die Kommunikation betrifft. Das darf sie und das weiß sie auch. 

Wie hat sich das geäußert? Sie hat mir die ganze Bandbreite des „Nein“ gezeigt – je nach Tagesform lauter oder leiser, sobald ich die Bürste aus dem Putzbeutel geholt habe. 

  1. Unwilliger Gesichtsausdruck
  2. Wegdrehen
  3. in die Luft schnappen Richtung Bürste

Speziell in der Gurtlage und in der Bauchgegend. Das findest du öfter bei Stuten. Sie sind in aller Regel empfindlicher an der Gurtlage und am ganzen Bauch – auch seitlich. 

Dieses Problem hat uns einige Zeit begleitet. Da es immer wieder kam und ging – egal zu welcher Jahreszeit und ob Rossig oder nicht – konnte ich es nicht so Recht lokalisieren. Auch Tierarzt und Pferdeosteo oder Tierheilpraktikerin hatten keine Idee. 

Der Rat, der dann gerne kam, war: Putze einfach drüber hinweg. Vielleicht ist sie bisschen empfindlich, aber das wird schon..

Wenn du mich kennst, dann weißt du schon, dass ich diesem Rat natürlich nicht gefolgt bin. Ich gehe im Grunde NIE „einfach so über Dinge hinweg“, wenn mein Pferd mit mir spricht. Das ist ein Versprechen, das ich den Pferden gegeben habe.

  • Manchmal gehe ich an die Komfortzone
  • Manchmal überzeuge ich mein Pferd

Über etwas „hinzuweggehen“, wenn das Pferd mit mir spricht, halte ich schlicht und einfach für grob unhöflich und ziemlich unfair. 

Denn das ist – kurzer Schlenker – eine Grundregel, die gelten sollte: Wenn du Kommunikation willst mit einem Tier, dann musst du auch damit leben, dass dein Tier ebenfalls mit dir spricht und dir die Ansagen und Kommentare manchmal vielleicht auch unbequem scheinen. 

Deswegen habe ich Verschiedenes probiert und eine geniale Lösung gefunden. Seitdem kann ich jeden Tag und überall entspannt bürsten.

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Dein Pferd wird nicht gerne gebürstet? So kannst du das ändern

Kommen wir wieder zurück zu meinem Beispiel und warum ich es „Bürsten-Zen“ getauft habe. Ich beschreibe dir meine Lösungsversuche und danach noch den grundlegenden Tipp für dein Pferdetraining, den ich für dich habe. Das hier ist ja nur ein Beispiel von ganz vielen im Pferdetraining. Solltest du auch ein temporär empfindliches Pferd haben, ist aber vielleicht sogar noch ein praktischer Tipp für dich in der Geschichte drin. 

  1. Schritt: Ich habe verschieden harte und weiche Bürsten mit unterschiedlichem Borstenmaterial ausprobiert … und an den schlechten Tagen ein Nein bekommen
    1. MagicBrush – Plastikborsten mit Akupunktureffekt
    2. Haas Damiro – besonders feste und kurze Plastikborsten
    3. Leistner Cowboy – Naturborsten – fest und straff
    4. Leistner Mucky – Naturborsten besonders lang und weich
    5. Haas – Softer Striegel aus Silikon
    6. Fellschön – klein und feine Metallkammborsten
    7. Leistner – Ziegenhaarborsten – suuuuperweich

      Alle diese Bürsten wurden an den „guten Tagen“ begeistert akzeptiert und ich durfte mit jedem einzelnen Bürstentyp stundenlang bürsten und pflegen. Sie mochte also alle Bürsten – nur eben nicht an den „schlechten Tagen“. Deswegen besitze ich jetzt einen dicken Putzbeutel mit viel Auswahl ;-)
       
  2. Schritt: Ich habe unterschiedlich fest oder weich gebürstet … und an den schlechten Tagen ein Nein bekommen
  3. Schritt: ich habe versucht der Bürste mit Click und Leckerli den Schrecken zu nehmen … und an den schlechten Tagen ein Nein bekommen 
  4. Schritt: Weil nichts davon wirklich geholfen hat, habe ich begonnen an solchen Tagen einfach gar nicht zu bürsten …ich habe natürlich kein Nein bekommen, weil ich gar nicht gebürstet habe, das ist aber langfristig auch nicht sooo praktikabel, weil du dann deine Trainingsideen komplett anpassen musst
  5. Schritt: Immer exakt gleich lange Bürstenstriche – innerlich bei jedem Bürstenstrich bis 3 gezählt …es wurde besser
  6. Schritt: Immer exakt gleich lange Bürstenstriche – innerlich bei jedem Bürstenstrich bis 5 gezählt …es wurde noch besser
  7. Schritt: Immer exakt gleich lange Bürstenstriche (bis 5), kombiniert mit Ausatmen bei jedem Bürstenstrich …es wurde noch besser 
  8. Schritt: Immer exakt gleich lange Bürstenstriche (bis 5), kombiniert mit Ausatmen bei jedem Bürstenstrich, kombiniert mit dem Start an der Lieblingskörperstelle fürs Kratzen (=Quarterpopo) …es wurde richtig gut

Seitdem darf ich wieder Bürsten – immer und an jedem Tag – aber nur wenn ich das Bürsten-Zen durchziehe. 

Jedesmal wenn ich merke, dass das Pferd sich anspannt, wenn ich mich langsam an die ungeliebten Hotspots Bauch, Hals und Gurtlage vorarbeite, gehe ich mit dem Bürsten-Zen wieder zurück Richtung Popo. Erst wenn ich das Einverständnis für Bauch oder Hals und Gurtlage bekomme, arbeite ich mich vor. 

Das Ergebnis: Ein entspannt da stehendes Pferd mit hängender Unterlippe, das sich komplett bürsten lässt. 

Das war das praktische Beispiel – kommen wir jetzt zu der Frage, was das für dich und dein Pferd bedeuten könnte. 

Wenn du ein Pferd mit Bürst-Problemen hast, kannst du dir natürlich auch einfach nach und nach ein eigenes Bürsten-Zen mit deinem Pferd erarbeiten. 

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Wenn du dieses Problem nicht kennst, aber dafür ein anderes Thema mit deinem Pferd hast, kannst du dir exakt drei Sachen davon abschauen und für deine Probleme anwenden. 

4 simple aber effektive Tipps für alle Probleme mit dem Pferd

Du bekommst jetzt vier grundlegende Gedanken von mir, die du zu all deinen Problemen mit dem Pferd mitnehmen kannst – egal ob es kleine oder große Probleme sind. 

Tipp 1: Pferdetraining ist immer irgendwie auch ein Kompromiss

Es gibt nicht Schwarz und weiß im Pferdetraining. Aus meiner Sicht sollte es auch nicht: „Ich sage, du musst“ geben. Wenn du dein Pferd als Partner und nicht als Maschine begreifst, dann bist du beim Dialog und nicht beim Monolog. Dialog bedeutet aber auch, dass dein Pferd auch etwas sagen darf. Richtig? 

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Spätestens dann bist du aber auch bei Kompromissen. Du schlägst etwas vor, dein Pferd sagt etwas dazu und ihr findet dann in aller Regel einen guten Kompromiss aus deiner Idee und der Idee deines Pferdes. Das ist jetzt allerdings auch sehr schwarz-weiß geschrieben. Der Kompromiss ist immer auch ein Zustand im Hier und Jetzt, der nicht ein Stein gemeißelt ist.

Die Kompromisse sind nur kleinere Schritte auf eurem gemeinsamen Weg zu einem schönen Ziel: Der sichere und feine Umgang miteinander, die schöne Kommunikation vom Boden aus und im Sattel. 

Wenn es um korrekte Gymnastizierung oder die Richtung oder Geschwindigkeit geht in der ihr euch fortbewegt beispielsweise, solltet ihr natürlich nach und nach viel mehr bei deiner Idee landen. Dann ist es vielleicht irgendwann kein Kompromiss mehr, sondern vielmehr eine Schrittweise Annäherung an ein Langfrist-Ziel, das du vor Augen hast. 

Wir reden hier also im Grunde auch von der berühmten Kleinschrittigkeit im Pferdetraining. Auch das ist ja ein Kompromiss zwischen dir und deinem Pferd. Du hast ein Trainingsziel vor Augen und kannst es aber in so kleine Schritte zerlegen und dann wieder Schritt für Schritt mit deinem Pferd im Training erarbeiten und aufbauen, bis ihr bei deinem Wunschziel angekommen seid. 

Tipp 2: Probiere es mit Trial and Error statt mit Dominanz

Es ist wichtig, dass wir mit wenig Ehrgeiz und viel Geduld an das Training gehen und unserem Pferd unsere Wünsche und Ideen auf so vielen unterschiedlichen Wegen erklären, so dass unsere Idee zur Idee des Pferdes wird. Du siehst zum Beispiel an meinem Beispiel des „Bürsten-Zen“, das ich das Pferd nicht mit „Haudrauf-Methoden“ genau dorthin gezwungen und über sein NEIN einweggebürstet habe, sondern über die altbewährte und geniale Methode des „Trial-and-Error“ solange ausprobiert habe, bis ich eine Lösung hatte mit der das Pferd und ich zufrieden waren. 

Dabei habe ich immer wieder das Pferd gefragt, ob mein nächster Schritt schon die passende Lösung ist oder in die richtige Richtung geht. Sobald etwas ansatzweise in die richtige Richtung ging, habe ich genau diesen Schritt nach und nach weiter ausgebaut und perfektioniert. 

Das kannst du als Gedanken für jedes Problem mitnehmen, das du mit deinem Pferd hast. 

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Tipp 3: In der Ruhe liegt die Kraft

Hektik, Sorgen, Stress, Wut und andere negative Emotionen haben nichts am Pferd verloren. Das schreibe ich so kategorisch, weil es eine schlichte aber kraftvolle Wahrheit ist. Es bringt dich nicht weiter und dein Pferd auch nicht. Im Gegenteil – alle diese Emotionen sind richtige Störfaktoren für euer Training und eure Beziehung. 

Wir sind alle nicht frei davon. Ich würde behaupten, dass jeder Pferdemensch auch mal Frust hat und vielleicht in der einen oder anderen Situation mit negativen Emotionen reagiert, die er danach bereut. Das ist in Ordnung – wir sind alle auch nur Menschen und keine Maschinen. Wichtig ist nur, dass du dir dessen bewusst bist und versuchst all das nach und nach loszuwerden, wenn du mit deinem Pferd trainierst oder zusammen bist. 

Gleichzeitig bringt es euch nicht weiter, wenn du nicht die Ruhe bewahren kannst. Diese Eigenschaft – die Ruhe immer bewahren zu können – ist vermutlich eine der ganz wenigen Eigenschaften, die jeder Pferdemensch besitzen oder sich erarbeiten muss. Ganz viel im Pferdetraining ist individuell, aber diese eine Eigenschaften ist ein MUST HAVE, das du dir nach und nach erarbeiten solltest. 

Die wenigsten Menschen kommen damit auf die Welt. Ich bin habe die Ruhe auch nicht unbedingt in mir. Aber ich werde von meinem Pferd immer wieder daran erinnert, sie mir mehr und mehr zu erarbeiten. Je mehr ich das schaffe, desto friedvoller und erfolgreicher ist das Training und das gesamte Handling zwischen mir und den Pferden. 

Deswegen kann ich dir das so 100% sicher ans Herz legen: Arbeite an deinem inneren Ommmmh, deiner kraftvollen Ruhe und deiner entspannten Gelassenheit. 

4.Sei froh, wenn dein Pferd mit dir spricht: Es hat eigentlich immer einen Grund

Das meine ich ernst: Sei froh, wenn dein Pferd mit dir spricht. Das machen nicht alle Pferde mit ihren Menschen. Ich weiß, dass es netter ist, wenn die Pferde uns schöne Sachen sagen. Aber kein Mensch auf dieser Welt ist immer gut gelaunt und findet immer alles toll – genauso ist es auch mit den Pferden. Deswegen wird ein kommunikationsfreudiges Pferd dir eben auch all das sagen, was es nicht mag. Das ist vielleicht manchmal anstrengend, aber das ist auch toll. 

Denn dein Pferd ist ehrlich, es vertraut dir offenbar genug, um sich zu trauen mit dir zu reden. Das bedeutet auch, dass du ihm das Gefühl in eurem gemeinsamen Training gibst, dass es das darf. Das ist doch super! Ihr seid in einem Dialog – freu dich!

Gleichzeitig gilt dann aber auch: Höre deinem Pferd zu und nehme seine Bedenken ernst. Es hat immer einen Grund dafür. Sei es in seinem Kopf oder in seinem Körper. So oder so ist es an dir dann eine Lösung zu finden und deinem Pferd eine neue oder andere Idee zu präsentieren, solange bis es mitziehen kann. 

Für das „WIE“ kommen dann die ersten drei Tipps ins Spiel. 

Wie du diese 4 Tipps für die Lösungen von Problemen mit dem Pferd nutzen kannst

Alle diese Gedanken, die ich dir gerade geschildert habe, kannst du auch für Problemlösungen nehmen. Egal für welches Problem: 

  1. Arbeite kleinschrittig
  2. Höre deinem Pferd zu
  3. Bleibe ruhig und gelassen
  4. Probiere verschiedene Trainingsvarianten, solange bis dein Pferd dich versteht oder mitziehen kann

Ich will dir ein Beispiel geben. Wobei bei Pferdetraining auch immer gilt, dass du dir ganz viel Wissen anlesen musst, lernen musst Pferde zu lesen und im Zweifelsfall immer besser Hilfe von außen holen solltest, wenn eure Probleme zu groß werden, du sie nicht mehr handeln kannst oder du Bedenken hast, dass deine Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Je nachdem welches Problem ihr habt, kannst du vielleicht nicht mehr klar sehen oder hast nicht die Erfahrung das Problem alleine zu lösen. Dann scheue NIE dir Hilfe zu holen – deine Sicherheit ist das Wichtigste!

Aber auch dann kannst du dir diese Tipps für die Wahl deines Trainers im Hinterkopf mitnehmen. Es ist manchmal leider gar nicht so leicht Trainer zu finden, die nicht mit Dominanz arbeiten. 

Kommen wir kurz noch zu meinem Beispiel: Hast du beispielsweise ein Pferd, das nicht mit dir ins Gelände gehen will, weil es dort Stress bekommt? 

Ich beschreibe dir jetzt, pauschal und in kurzen Schritten, wie ich es angehen würde. Das ist kein individueller Trainingshinweis, sondern soll dir nur eine Idee dafür geben, wie du es angehen könntest – statt mit Gerte und Zwang. Und natürlich solltest du dir am allerbesten sanfte und kompetente Hilfe von außen durch einen guten Trainer holen, wenn ihr ein Problem habt.

Aber trotzdem beschreibe ich dir einfach mal kurz, wie ich es grob Schritt für Schritt angehen würde: 

  • Statt dich mit deinem Pferd durchs Gelände zu kämpfen, kannst du erst einmal am Boden mit Basis-Führtraining am Platz eure Kommunikation stärken. So lernt dein Pferd feiner auf dich zu hören, deine Körpersprache besser zu lesen, du kannst deine Körpersprache verfeinern und ihr könnt eure Bindung stärken – natürlich solltest du auch in eurem gesamten Alltag einen höflichen und respektvollen Umgang pflegen. Das alles bringt nichts, wenn du sämtliche Höflichkeitsregeln außerhalb von Halle und Platz nicht beachtest – HIER findest du einen ausführlichen Artikel zum Thema „Regeln mit dem Pferd“
  • Dann kannst du auch auf dem Platz erst am Boden, später vom Sattel aus das Stressverhalten deines Pferdes mit Gelassenheitstraining verbessern. Ihr seid auf dem Platz einigermaßen abgesichert und wenn dein Pferd dort lernt gelassen mit verschiedenen Gruselgegenständen umzugehen und auf dich zu hören in Stressituationen, weil du ihm Sicherheit gibst und es nicht durchzwingst, wird das sein Vertrauen in sich selbst und dich stärken – HIER findest du einen Artikel ausführlicher zu dem Thema „Gelassenheitstraining“
  • Wenn ihr in beiden Punkten gut miteinander kommunizieren könnt, kannst du erst am Boden – also Spazieren gehend – schrittweise mit deinem Pferd rausgehen. Dabei solltest du Pferdemimik und Pferdesprache ganz gut lesen können. Denn du gehst immer nur soweit, wie dein Pferd mitgehen kann, ohne Stress zu bekommen. So könnt ihr jeden Tag einen Schritt weitergehen. Sobald ihr gut miteinander Spazierengehen könnt, kannst du das Gleiche dann nach und nach vom Sattel aus wiederholen. 
  • TIPP 1: Wenn es deinem Pferd hilft, kannst du mit einem besonders gelassenen und erfahrenen Geländepferd mitgehen. Oft lernen Pferde von anderen Pferden sehr viel. 
  • Tipp 2: Wenn du Clickerst oder mit Leckerli trainierst, kannst du auch versuchen anfangs jeden weiteren Schritt deines Pferdes mit einem Leckerli zu belohnen, den es macht nachdem es schon ein bisschen Stressanzeichen zeigt. Irgendwann belohnst du erst zwei, dann drei, dann 4, dann 5, dann 6, dann 7, dann 8, dann 9, dann 10, dann 15, dann 20 Schritte usw. – HIER findest du einen Artikel zum Thema „Leckerli“, wenn du das bislang noch nicht nutzt und HIER kannst du einen genialsten Online-Videokurs zum Thema „Clickern“ bekommen, wenn dich das Thema interessiert. 
Willst du Clickern lernen? Ein motiviertes und chilliges Pferd? HIER kannst du mehr dazu erfahren

Dabei bleibst du natürlich immer ruhig, liest dein Pferd und seine Mimik und schaust, wie weit ihr gehen könnt, ohne, dass es für euch beide in Stress ausartet. Wenn dann einigermaßen Ruhe drin ist bei euch beiden, kannst du nach und nach auch außerhalb an Gruselgegenständen und anderem arbeiten, damit dein Pferd auch im Gelände mit Stress besser umgehen lernt. 

Jetzt hast du zwei Beispiele bekommen für kleinschrittiges Vorgehen bei kleinen und größeren Problemen mit dem Pferd. Was ich dir damit sagen wollte? 

  1. Pferdetraining ist ein spannender und vielseitiger Weg voller Kommunikation und Kompromisse, voller Trial und Error und mit ganz viel ruhigem kraftvollem Gedankengut. 
  2. Es gibt im Grunde keine Probleme – es gibt nur Lösungen. Der Clou dabei ist einfach nur, dass du die richtige Lösung für das individuelle Problem deines Pferdes herausfinden musst. 

Das ist wie ein spannendes Puzzle. Betrachte es als interessante und herausfordernde Puzzlearbeit auf dem Weg zu einer schöneren Kommunikation zwischen dir und deinem Pferd und nicht als frustrierendes Problem. Dann wird das Ganze ein schöner und spannender Teil des Weges. 

Hast du ein Problem mit deinem Pferd? Vielleicht sogar eine schöne Lösung dafür gefunden? Dann schreibe doch deine Geschichte in die Kommentare! Wie schön wäre es, wenn wir ganz viele wunderbare und spannende Lösungen für die verschiedensten Probleme hier in diesem Artikel für alle Leser versammeln könnten. 

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2 Kommentare zu “4 Tipps um Probleme mit Pferden ganz einfach zu lösen

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,
    ich kann deinem Artikel nur zustimmen. Bisher habe ich alle "Probleme" mit meinen Pferden damit gelöst, dass sie mitentscheiden dürfen. Das ist nicht immer der leichte Weg, aber der, der bei uns dazu führt, dass wir eine gemeinsame Lösung finden.
    Z.B. hat unsere Pferdedame ein großes Problem mit dem Gurten. Sie ist eine ganz liebe Stute, die Menschen gefallen will und vorsichtig und nett mit ihnen ist. Aber kaum hat man versucht sie zu gurten fing sie an nach mir zu schnappen, sich hektisch im Kreis zu drehen und aggressiv zu werden. Ich habe ihr eine Möglichkeit gegen zu sagen, ob sie gurten okay findet oder nicht. Sie hat es angenommen und mittlerweile kann ich sie meistens ohne Probleme gurten. An manchen Tagen geht es nicht, dann lass ich es einfach. Für mich okay, denn an anderen Tagen überwindet sie ihre Ängste für mich. Für sie war aber wichtig, dass sie einfach sagen kann, ob sie es will oder nicht.
    Oder unser kleines Wildpferd. Sie hat es anfangs einfach gehasst, wenn sie irgendwie festgehalten wurde. Der Anblick vom Halfter hat sie schon fliehen lassen. An Strick war gar nicht zu denken. Mittlerweile streckt sie freiwillig ihren Kopf ins Halfter und lässt sich am Strick führen. Auch hier habe ich ihr immer die Möglichkeit gegeben zu sagen, wenn sie es heute nicht will. Das habe ich akzeptiert. Auch habe ich rausgefunden, dass sie es nicht mag, wenn mein Arm mit dem Halfter nach oben kommt. Seit ich bei ihr den Arm vorher schon in ihren Nacken nehme, geht es besser. Hätte man mich vorher gefragt hätte ich gesagt, so geht es bestimmt nicht. Aber durch ihre Rückmeldungen, die ich ernst genommen habe, sind wir auf diese Methode des Halfterns gekommen. Mir soll es Recht sein. Nun läuft das Halftern so ab, dass ich ihr das Halfter hinhalte. Wenn sie ihre Nase kurz reinstreckt, darf ich halftern. Nimmt sie ihren Kopf weg, will sie an diesem Tag nicht. Ich akzeptiere das dann. Und es ist nicht so, dass mein Pferd das ausnutzt. Sie sagt sehr viel häufiger ja wie nein. Am Anfang hat sie fast immer nein gesagt. Ich denke sie wollte wissen, ob ich sie dann auch wirklich in Ruhe lasse damit. Heute sagt sie fast gar nicht mehr nein. Wenn sie also ihre Nase kurz ins Halfter gesteckt hat, lege ich einen Arm in ihren Nacken, und darf ihr dann das Halfter überziehen. Für mich ist das so okay. Die anderen halftere ich nicht so, aber wenn es für sie angenehmer ist, soll es mir recht sein. Aber hier war es auch entscheidend, dass sie mitsprechen durfte. Sie hat mir klar gemacht was sie braucht um das für mich auszuhalten. Ich würde sagen so macht man das als Freunde.
    Liebe Grüße
    Miriam

  2. Vanessa sagt:

    Wie immer ein toller Beitrag!

    Ich finde es ganz wichtig, dass wir Freizeitreiter uns häufiger daran erinnern, dass wir keinen Zeitdruck haben. Viele versuchen auf biegen und brechen schnell ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sei es den Kreuzchenparcous fehlerfrei zu überwinden, eine bestimmte Dressurlektion zu erlernen oder alltägliche Dinge, wie an dem gruseligen Silageballen vorbei zu laufen. Da setzen sich manche Menschen selbst viel zu sehr unter Druck und das Pferd damit automatisch auch. So kann doch aber kein Fortschritt erzielt werden, mit Ruhe und Geduld erreicht man seine Ziele viel schneller als gedacht (ohne Zeitdruck). Und wir haben doch das Glück, dass wir nicht wie im Job Termindruck haben, sondern uns alle Zeit der Welt lassen können!
    Ich hoffe, mehr Freizeitreiter verstehen das durch deinen gut geschriebenen Beitrag.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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