Was macht dir persönlich mehr Freude? Ein Streicheln am Arm und ein freundliches Schulterklopfen oder ein Stück von deinem absoluten Lieblingskuchen? Jetzt stell dir vor, du bist dein Pferd. Futter ist essentiell für dich. Es entscheidet gefühlt über Leben und Tod. Was ist also aus der Sicht eines Pferdes das Allergrößte? Das Futter! Darin liegt aber auch der Knackpunkt. Denn einerseits begeistert und motiviert dein Pferd das Leckerli. Gleichzeitig kann es dein Pferd aber auch unter Stress setzen und ihm falsche Signale senden, wenn zuviel oder im falschen Moment gefüttert wird. Deswegen ist das Futterlob so umstritten. Aber gleichzeitig auch so toll, wenn man es richtig anwendet. 

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Das Futterlob ist umstritten, weil:

Deutschlands einzige Pferdeprofessorin, Konstanze Krüger, sieht das anders. Sie erklärt HIER im Interview, warum sie Leckerli durchaus anwendet

Ich stehe dazwischen. Ich denke, dass ein Futterlob im richtigen Moment und verbunden mit der gut gelösten Aufgabe oder als Motivation ganz toll sein kann. Ich bin für das Futterlob und glaube, dass Pferde schon ganz gut verstehen, dass wir keine Pferde sind, sondern Menschen. Wenn wir es ihnen sagen und die Regeln klar machen, die für uns gelten. Du kannst das auch mit deinem Pferd trainieren.

INFO: Ich erkläre dir gleich noch, wie so ein Training für Leckerli-Höflichkeit Schritt für Schritt ablaufen kann. Aber erstmal gibt es noch ein bisschen Theorie, um in die Köpfe der Pferde zu schauen und besser zu verstehen, warum Leckerli-Training genauso wichtig ist, wie Bodenarbeit oder Bahnfiguren.

Ich glaube nämlich auch, dass man es mit dem Futterlob nicht übertreiben sollte und es Pferde gibt, die dadurch zu Dauerknabberern werden können oder Stress empfinden können, weil sie so futtergierig sind, dass nur noch der nächste Click oder das nächste Karottenstückchen ihre Aufmerksamkeit beherrscht. Aber am Ende liegt es auch immer am Menschen, dem Pferd richtig zu erklären, wie die Sache mit dem Futterlob funktioniert.

ACHTUNG: Pferde haben eine Reaktionszeit von wenigen Sekunden. Wenn du also die Karotte 2 Minuten nach der gelösten Aufgabe gibst, wird sich das Pferd nicht mehr daran erinnern, dass es die Karotte für eine Leistung bekommt. Je nach Pferd kannst du dir so ungewollt einen Knabberer und Taschensucher erziehen. Denn es bekommt ja scheinbar „einfach so“ Karotten. Du musst jetzt nicht hetzen und das Leckerli in der gleichen Sekunde irgendwie ins Pferdemaul bekommen. Aber eben auch nicht Minuten später. Es ist hilfreich mit der Stimme sofort ein positives SIgnal zu geben mit einem Lob und dann das Leckerli rauszuholen und zu geben. Dann verstehen die Pferde schon, dass das Leckerli mit dem Lob zusammenhängt. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Natürlich ist es auch schön gestreichelt zu werden. Ich liebe das Streichel- und das Stimmlob. Ich nutze beides ausgiebig und bin immer wieder stolz auf mein Pferd, wenn es etwas gut gemacht hat. Diese ehrliche Freude und den Stolz zeige ich meiner Stute auch euphorisch, weil sie die Freude und die positive Energie spürt und zu schätzen weiß. Aber ich nutze auch das Futterlob. Als Motivator.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Ich persönlich habe zwei Leckerli-Grundregeln:

  1. Ich gebe Leckerli nur für eine Leistung
  2. Ich gebe Futterlob nur dann, wenn das Pferd ruhig bleibt und nicht fordert

Futter ist nun einmal ein Grundbedürfnis der Pferde. Deswegen ist aus meiner Sicht wichtig, dass sie nicht einfach so gegeben werden, sondern immer mit einer Leistung verbunden sind und dass sie richtig gegeben werden.

  • So lernt mein Pferd, dass es nicht einfach so zwischendurch eine Karotte aus der Hand bekommt und fängt gar nicht erst an einfach so zwischendurch danach bei mir zu suchen.
  • Und sie lernt, dass sie nur dann Leckerli bekommt, wenn sie ruhig und entspannt bleibt.
  • Außerdem lernt sie, dass es nicht immer und bei jeder gelösten Aufgabe Leckerli bekommt. Es lohnt sich also immer, sich anzustrengen, denn es könnte ja auch mal ein Leckerli geben.

Da ich zum Beispiel eine sehr dominante und fordernde Stute habe, muss ich immer wieder am Thema „Leckerli-Höflichkeit“ arbeiten. Die Anfragen meiner Stute kommen seltener und weniger dominant, um so öfter wir an dem Thema arbeiten. Das ist für mich ehrlich gesagt der Anfang, wenn man sich dafür entscheidet Leckerli zu geben.

(Reklame)

Ich denke, dass die meisten Pferde über kurz oder lang anfangen werden Leckerli und Futterlob einzufordern, wenn man damit anfängt zu arbeiten. Das ist weder böse gemeint, noch unflätig – es liegt einfach in ihrer Natur. Da das aber für dich als Mensch weder besonders höflich, noch besonders angenehm ist einen Taschenknabberer zu haben, ist es aus meiner Sicht wichtig, daran zu arbeiten. Das heißt nicht, dass das Pferd dir nicht nahe kommen darf, aber ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir mitentscheiden, wann wir Nähe zulassen und wann nicht. Hier erlaube ich meiner Stute, zu mir zu kommen, weil ich die Nähe mag. Wir haben Kuschelstunde. Sie darf mit ihrem Maul an mir mit den Lippen ganz leicht spielen oder schnuppern, sobald sie aber anfangen würde zu schubbern und zu knabbern, würde ich sie sanft wegschieben, weil ich das nicht möchte. Ich bin kein Pferd und möchte, dass sie versteht, dass die Kommunikation mit dem Pferdemaul bei mir etwas sanfter ablaufen muss als bei ihren Artgenossen.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Leckerli, ja oder nein?

Bevor wir über das “wie” sprechen, möchte ich dir noch das “Was” ans Herz legen. Ich weiß, dass es bei Krämer, Loesdau und Co eine große Bandbreite verschiedener Leckerli in so hübscher bunter Verpackung gibt. Aber in den meisten dieser Leckerli steckt Zucker, Molkenpulver (ein anderes Wort für Milchzucker), Melasse (ein anderes Wort für Zuckerrübensirup) und Aromen. Klar, dein Pferd ist begeistert, weil es süß und intensiv schmeckt. Aber richtig gesund ist das nicht. Ich persönlich verwende nur Leckerli ohne Zucker. Getrocknete Beeren zum Beispiel, Karottenstückchen, Apfelstückchen, die Karottenleckerli von Kräuterwiese.de mit dem putzigen Namen “KAROTTINCHEN” (nur Karotte und ein bisschen Maiskeimöl).

Und dann gibt es zum Beispiel die Bio-Hagebutten von Sonnentor bei Amazon – einfach auf das Foto klicken für mehr Infos: *

 

HIER bei Nordfalben und HIER bei Pferdebiester findest du noch Rezepte zum Selbermachen von gesunden Leckerli

Und HIER beschreibt Ponyliebe wie sie herausgefunden hat, was die Lieblingsleckerlis ihres Pferdes sind. Immer dabei aber auch auf dein Pferd achten: Nicht alles ist vielleicht für jedes Pferd geeignet. Ernährung ist ja ein kompliziertes Thema

So jetzt kommen wir aber zum “Wie”: Wie gebe ich Leckerli richtig?

Das Pferd sucht immer wieder nach Karotten in deinen Taschen und du willst das nicht? Das ist aus meiner Sicht nicht besonders nett und höflich von deinem Pferd. Denn deine Taschen gehören dir und du bist auch kein Leckerli-Automat, der ausspuckt, wenn das Pony die Knöpfe drückt. Es ist aber auch deine Aufgabe, es deinem Pferd immer wieder zu sagen.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Wenn es das nämlich manchmal darf, weil du gerade müde bist oder keine Lust hast oder dich unterhältst oder es irgendwie süß findest, dass an dir herumschubbert und manchmal aber nicht darf, weil du gerade keine Lust hast, dass es in deinen Taschen wühlt, dann ist das verwirrend für das Pferd. Du bist inkonsistent und nicht lesbar. Das ist aus der Sicht des Pferdes unfair.

Es ist im Grunde wie bei Kindern. Wie sollen sie verstehen, dass „Nein“ wirklich „Nein“ bedeutet, wenn die Eltern dann nach dem dritten Quengeln doch wieder „Ja“ sagen? Sie werden immer öfter und stärker quengeln, es könnte ja sein, dass doch wieder ein „Ja“ auf das „Nein“ folgt. Gleichzeitig ist es nicht besonders fair, nicht konsistent zu sein und dann böse zu werden, wenn die Kinder aus der gemachten Erfahrung heraus quengeln, oder? Es mag sich zwar anstrengend anfühlen, aber es ist doch viel fairer und netter von Anfang an freundlich aber bestimmt und nett immer wieder „Nein“ zu sagen, wenn wir „Nein“ meinen.

Bei deinem Pferd wird eine solche Inkonsistent nach und nach nämlich zu einer von zwei Reaktionen führen – je nach Charakter: Entweder wird es unsicher oder wütend.

Beides ist nicht besonders angenehm – weder für dich, noch für dein Pferd. Das gilt übrigens nicht nur für Leckerli, sondern auch für alles andere in eurem Umgang.

Das ist nicht immer leicht und wird mal besser und mal schlechter gelingen. Immerhin habt ihr beide auch gute und schlechte Tage. Das ist auch vollkommen okay. Aber wir können es immer im Hinterkopf haben und an unserer inneren Sicherheit arbeiten.

Hier habe ich übrigens mal in einem Artikel geschrieben – warum Regeln so wichtig sind. Aber warum es nicht nur Regeln für dein Pferd geben sollte, damit ihr eine schöne Beziehung zueinander entwickeln könnt.

So, wie versprochen erzähle ich dir jetzt einfach, wie meine Jungstute und ich am Thema „Leckerli-Höflichkeit“ arbeiten.

Trainingstipp: Wie du an der Leckerli-Höflichkeit arbeiten kannst

Schritt 1: Wenn dein Pferd an dir knabbert oder an deinen Taschen, dann schieb seinen Kopf freundlich aber bestimmt weg und sage ihm, dass du das nicht willst. Immer wieder. Sobald es dich in Ruhe lässt, lobst du es.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Schritt 2: Wenn du Leckerli einsetzt, dann immer nur, wenn dein Pferd ruhig abwartet. Sobald es anfängt fordernd zu werden oder gar nach dir zu schnappen, sagst du ihm „nein“ und es gibt kein Leckerli. Du wirst nich böse oder frustriert. Denn dein Pferd meint es nicht böse, es ist natürlich, dass es das Futter will. Du wartest einfach ruhig ab solange bis es den Kopf ruhig hält und auch ruhig wird. Genau dann öffnest du die Hand und gibst das Leckerli.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Schritt 3: Stell dich einfach immer wieder mit deinem Pferd hin und wühle in denen Taschen. Steck die Hand in die Leckerlitasche und nimm sie wieder raus. Bleibt dein Pferd ruhig und brav, kannst du es loben. Fängt es an in deinen Bereich zu drängen oder gar nach der Tasche oder deiner Hand zu schnappen – schick es zurück. Sobald es steht, lobst du es. Bleibt es brav, kannst du ihm ein Leckerli geben.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Schritt 4: Sobald dein Pferd die Leckerli-Höflichkeit beherrscht und verstanden hat, kannst du das Leckerli schon in die Hand nehmen. Wenn es dann eine Aufgabe gut gelöst hast, lobst du es und gibst ihm sofort das Leckerli. Dann verbindet es das Leckerli mit der guten Leistung und wird verstehen, dass es eine Belohnung ist und nicht einfach so eingefordert werden kann.

Schritt 5: Erwartbares mindert die Belohnung ein Stück weit. Das ist Grundpsychologie. Wenn also dein Pferd immer und nach jeder Leistung ein Leckerli bekommt, wird das Futterlob zum einen an Wirkung verlieren und dein Pferd als Gewohnheitstier nur noch für das Leckerli arbeiten. Je nach Pferd kann das Stress im Pferd verursachen, weil es durch die Gewohnheit des Leckerli unter Futterstress gerät und hektisch werden oder es verliert ein kleines Stück Motivation, weil es ja „sowieso ein Leckerli“ bekommt. Also einfach auch mal Stimmlob oder Streichel-Lob nutzen als Alternative. Das kommt bei mir viel öfter zum Einsatz als das Leckerli.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

So lernt dein Pferd also nach und nach: Aha, wenn ich ruhig und lieb bleibe und motiviert mitarbeite, gibt’s vielleicht was und wenn ich drängle oder schubse gibt’s nichts.

Futterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Lob und Leckerli

Lob ist etwas Schönes, egal in welcher Form es daher kommt. Je nach Pferd kann es unterschiedlich ausfallen und eingesetzt werden. Lob kann auch sein eine Aufgabe mit dem Pferd durchzuführen, die es besonders gerne macht, weil es dann Spaß als Lob bekommt. Lob kann ein Streicheln oder ein Stimmlob sein, ein Leckerli oder „Wälzen lassen“, ein langer Zügel oder dem Pferd für 5 Minuten die Wahl über Gangart und Richtung zu überlassen, Vertrauen kann auch Lob sein, ein Lächeln oder positive Gefühle. Es gibt so viele verschiedene Varianten.

Frage: Wie hältst du es denn mit Leckerli? Arbeitest du damit und wenn ja wie? Clickerst du und was sind deine Erfahrungen? Wie reagiert dein Pferd auf Leckerli? Schreib mir doch einen Kommentar! Ich freue mich auf deine Erfahrungen mit dem Thema Futterlob und Leckerli

Zum Schluss: Ein anderes sehr natürliches Lob für Pferde ist übrigens auch die Pause. Pferde sind Energiesparer. Sie wollen möglichst wenig Energie verbrauchen, um jederzeit bereit zur Flucht zu sein, falls ein Jaguar um die Ecke kommen sollte. Wenn du deinem Pferd also nach einer tollen Aktion eine Pause gibst, schenkst du ihm damit ein großes Lob. Es hat Zeit nachzudenken und das Gelernte kann sich setzen.

Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

16 Kommentare zu “Umstrittenes Futterlob: Leckerli, ja oder nein?

  1. Peter van der Gugten sagt:

    Hallo Petra
    ich arbeite komplett ohne Leckerli, und Karotten etc. werden nur in der Raufe verfüttert. Der Grund ? Wenn ich mit meinen Pferden unterwegs bin, und an der Gaststätte Pause mache, wollen alle meine Pferde füttern. Das kann ich
    nicht zulassen, wenn nun aber meine Pferde ständig nach den Leckereien der “Tierfreunde” gieren, wird das sehr schwierig für mich. Das hat seit vielen Jahren sehr gut geklappt, bis wir eine Einstellerin auf den Hof bekamen, die sich nicht an die Regeln gehalten hat, und jetzt habe ich nach sehr kurzer Zeit Pferde, die nach Futter in den Taschen nulen.
    Fazit: es braucht ganz wenig, um die Pferde zu verführen, wobei Lob und Pause auf dem Platz und bei der Arbeit völlig ausreichend sind. Es dauert vielleicht ein wenig länger, aber im Ergebnis gibts keinen Unterschied. Zumal ohne Leckerli sicher more natural ist.
    Lieben Gruss
    Peter

    • Katja sagt:

      Es gibt einen riesen Unterschied, bei der Arbeit mit Leckerlies durch positive Verstärkung, oder wahlloses “reinstopfen” von Leckerlies, wodurch dann eben Bettler etc. herangezogen werden.
      Wenn man die Grundregeln befolgt und danach auch handelt, dann betteln diese Pferde nicht mehr oder weniger, als andere gut erzogene Pferde!
      Diese Pferde wissen ganz genau, wann das Leckerlie angebracht ist und wann eben nicht. Genau dafür gibt es ja diesen Click, oder ein anderes Geräusch, Lobwort etc.
      Ausserhalb dieses Trainings, werden auch diese Pferde nicht einfach mit Leckerlies oder anderen Dingen für “nur mal so” gefüttert. Das Arbeiten mit Futterlob setzt klare und strenge Regeln vorraus. Werden diese Regeln nicht beachtet, erzieht man sich ein bettelndes Pferd heran, woran dann aber nicht die Arbeitsmethode schuld ist, sondern der Besitzer allein!

    • Petra sagt:

      Liebe Katja, damit widersprichst du mir so gar nicht – eine schöne Ergänzung zum Artikel, Danke dafür. Genau darum geht es aus meiner Sicht auch. Man braucht Regeln und muss immer das Pferd mit im Blick behalten – egal ob nun Signale oder Leckerli – es braucht Timing und Wissen. Absolut. Liebe Grüße und danke für deine Gedanken zum Thema, Petra

    • Petra sagt:

      Hallo Peter, dein Grund ist nachvollziehbar. Es ist schon merkwürdig, dass alle Menschen immer meinen das Recht zu haben fremde Tiere zu füttern. Wenn das der Weg ist, der für euch der beste ist, dann ist das doch wunderbar. Nur ich denke, dass die Pferde genauso leicht wie sie mit Leckerli “zu verführen” sind, auch bereit sind eine Leckerli-Höflichkeit zu entwickeln. Ich denke, dass das jeder für sich entscheiden muss – möchte aber meinem Pferd den GEnuss der Feutterbelohnung nicht vorenthalten 🙂 Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar, Petra

  2. Susio sagt:

    Hallo,
    also ich bin deiner Meinung, Futterlob ja ABER nicht einfach so, auf Höflichkeit achten, PAUSEN einbauen damit das Pferd erst gar nicht aufgeregt/bettelnd wird und selbst ruhig bleiben (was ja theoretisch immer sein sollte)

    Ich habe Erfahrungen in beiden Bereichen gemacht. Am Anfang war ich immer gegen Futterlob und Leckerlis weil ich dachte es sei nicht förderlich für den gegenseitigen Respekt und ich wollte kein Pferd das ständig nach Leckerlis bettelt. Aber dann kam das Clicker-Thema auf und nach einiger Recherche beschloss ich es zu versuchen. Nur für Zirkuslektionen/Kunststücke als Abwechslung im Alltag. Eine liebe Freundin mit viel Clicker-Erfahrung hat uns dabei unterstützt und ich war begeistert. Meine Maus war sehr motiviert und sehr schlau und es machte einfach Spaß. Also fing ich auch an schwierige Alltagssituationen/Problemchen zu clickern. Grundsätzlich eine gute Idee aber hierbei muss das Timing noch genauer sein, was es etwas schwieriger macht.
    Also ergab es sich, dass ich sehr oft clickerte, zwar verschiedene Sachen aber eben sehr oft. Und schon bald pushte sich meine Maus immer sehr hoch und die Konzentration lag nur auf dem nächsten Click. Ihre Anspannung war fast zum Greifen und sie bot immer ihre Lieblingsübungen an, aber wenn kein Click kam da ich ja nicht danach gefragt hatte, war sie frustriert und wütend. Was sich in Ohren anlegen, weglaufen und buckeln (wenn wir frei arbeiteten) und sich mir in den Weg stellen äußerte (meine Maus ist sehr emotional). Da dachte ich mir, okay so kann es auch nicht gehen. Also ließ ich die Leckerlis und den Clicker eine Zeit lang weg damit mein Pferd wieder zur Ruhe kommen kann. Ich überlegte wie ich das wieder in geordnete Bahnen bringen kann und las viele Berichte/Beiträge und Bücher.
    Ich probierte intensiv andere Lob-Formen aus, Kraulen, Stimmlob und Pausen. Meine Stute zB liebt es gekrault zu werden während des Fellwechsels, wenn es überall etwas juckt. Ansonsten ist Kraulen okay, aber nicht der Bringer. Streicheln ist gut aber nicht immer, sie ist generell nicht so der Schmuse-Typ. Stimmlob reagiert sie sehr gut aber da bin ich das Problem, ich rede manchmal zu viel mit ihr und dann verliert die Stimme etwas an Wirkung :/ aber ich arbeite daran!
    Pausen sind natürlich immer toll, einfach wohin stellen und tief durchatmen, das gefällt ihr gut. Aber da stell ich mir die Frage wie gut das für die Muskulatur/Körper ist, wenn das Pferd zB trabt, der ganze Aparat ist warm, dann steht man für ein paar Minuten einfach da und dann reitet man wieder weiter. Kühlt das System dann nicht wieder aus…?

    Mittlerweile arbeite ich wieder mit Futter und Clicker, aber nicht mehr ausschließlich und meist in kurzen Einheiten.

    Auf jeden Fall hängt es auch stark vom Charakter des Pferdes ab. Und wie bei so vielen Dingen, macht die Dosis das Gift. Aber ohne Diskussion ist positive Ver/Bestärkung eindeutig die bessere Wahl im Umgang mit Tieren.
    Aus was die Ver/Bestärkung bestehen soll, sollte jeder für sich und sein Tier selbst ausprobieren BEIDE müssen sich damit wohlfühlen.

    LG Susi

    • Petra sagt:

      Liebe Susi, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde interessant, dass du beides ausprobiert hast und denke auch wie du, dass Clickern ein Stressfaktor werden kann – wenn man es nicht richtig macht. Aber das gilt auch für Horsemanship und andere Trainingsmethoden. Am Ende ist es wichtig, dass wir uns das Pferd ansehen, das uns gegenübersteht und dann überlegen, wie wir am besten miteinander kommunizieren können. Genau wie du, denke ich, dass man mischen und ausprobieren kann und dann einen individuellen Weg finden kann für sich und sein Pferd. Hauptsache mit Geduld und Fairness, ob nun Clickernd oder nicht 🙂 Liebe Grüße, Petra

  3. Nadja sagt:

    Ich hab so ein Futterdilemma mit dem Palomino. Der kommt aus schlechter Haltung, hat teilweise auch echt mal gehungert und ist entsprechend das futtergeilste Pferd, das ich kenne. Auf der anderen Seite ist er total unsicher, was die Interaktion mit Menschen angeht. Von der Besitzerin kriegt er immer Leckerli, er liebt sie, aber das löst seine Angst nicht. Wenn ich komme, wird es für ihn immer anstrengend, entsprechend liebt er mich nicht wirklich :D. Aber gerade heute haben wir es gemeinsam geschafft, dass er reell ohne seine Kumpels nur mit mir in der kleinen Halle entspannen kann. Dass er auf meine Kommandos hören kann ohne dabei gestresst zu sein (der fährt dann vor lauter Unsicherheit so hoch, will alles richtig machen und übersieht die Hälfte, mit dem Ergebnis, dass ich ihn korrigiere und ihn das dann erst recht stresst) und langsam lernt, dass ich von ihm nichts fordere, was er nicht leisten kann. Wir sind dahin gekommen, ohne Leckerli. Aber jetzt fange ich an, ihm welche zu geben. Nicht für Leistung, sondern um ihm im wahrsten Sinne des Wortes meine Anwesenheit schmackhaft zu machen. Ich bin sehr gespannt, ob das eine gute Entscheidung war oder nicht. 😀 VG! Nadja

    • Petra sagt:

      Ohje, das arme Pferd. Dann ist Futter natürlich erstmal ein HIGHLIGHT. Carey war am Anfang auch ganz gierig auf das gute deutsche Heu. Da mussten wir an der Heu-Höflichkeit arbeiten, lange bevor wir über Leckerli-Höflichkeit nachdenken konnten 😉 Sie kam zwar nicht aus schlechter Haltung, aber aus kargem andalusischem Grasland. Und sie hat natürlich keine Angst vor dem Menschen – das kann man gar nicht vergleichen. Beim Thema Leckerli musste ich ihr trotzdem erst die Spielregeln erklären, weil sie auch dazu neigt Futterfixiert zu sein. Umso größer ist doch der Erfolg, wenn ein Pferd ohne viel Vertrauen in den Menschen sich dazu entschließt bei einem Menschen ohne Futterlob zu entspannen. In mir lösen solche Pferde ja immer das Bedürfnis aus ihr Selbstwertgefühl durch viel euphorisches Lob, Streicheln bis das Fell fast weg ist und ganz klitzekleine Schritte zu stärken. Ich finde cool, dass du den Leckerli-Test machst und bin gespannt, was du berichtest – wie er sie nimmt 🙂

  4. Thomas sagt:

    Das Lob mit Leckerli kannte schon Fredy Knie Senior vor 30 Jahren und hatte inmitten von 25 Hengsten keine Probleme damit. Pferde wie auch Hunde können sehr wohl zwischen Arbeit und Freundlichkeitsspielen unterscheiden. Beides hat sein Zeit bei uns. Wir machen die Belohnung sehr abwechslungsreich, so dass die Pferde nie wissen was gerade kommt: Druck wegnehmen, Stimme, Pause, Übung beenden und Leckerli. Das in dieser Reihenfolge der Prioritäten. Ich bin kein Clickeranhänger. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Pferden und wir können sie von überall abrufen:
    Auf 100 Meter von der Weide, vom Heuballen inmitten der Kumpels, vom Spielen in der Herde, weil sie gerne mit uns zusammen sind, nicht wegen den Leckerlis.

    • Petra sagt:

      Das ist wirklich ein sehr guter Beweis dafür, dass Leckerli eine Frage des Umgangs sind und nicht grundsätzlich ein Problem. Ich denke genau wie du, dass Pferde genau verstehen welche Intention der Mensch hat, wenn er eine ruhige und klare innere Haltung dabei hat. Ich mache das ähnlich wie du. Die Mischung macht es für mich. Liebe Grüße, Petra

  5. Lotta sagt:

    Liebe Petra,
    mit Deinem Beitrag hast Du (mal wieder) eine der Baustellen meiner Beziehung mit Kira getroffen. Kira ist seit seit September letzten Jahres bei mir. Davor stand sie ein Jahr lang auf der Koppel. Der Vorbesitzer konnte sie auf Grund von zwei Bandscheibenvorfällen gar nicht mehr reiten. Jedes mal wenn er ihr einen Besuch abstattete gabs massenhaft Leckerli, als Entschädigung dafür, dass er nicht mehr so regelmäßig vorbeikam (Bodenarbeit kannte die Beiden nicht) . Bei unserem Kennenlernen konnte ich schon beobachten, wie massiv sie auf Leckerli drängte und nahm mir als erstes fest vor, dass es das bei mir nicht geben würde. Als sie dann bei mir war, kam sie zunächst jedes Mal bei Besuch freudig ans Tor. Klar wurde gestreichelt und gekuschelt, gebettelt nicht. Da wurde sie auch schon mal richtig sauer. Auch ist sie eine recht dominante Pferdedame.
    Dann hab ich auch noch das Interview bei Dir mit Hackl gelesen, also gabs für alle ein striktes aus der Hand füttern verbot. Das mit dem Betteln hat nachgelassen. Ihre säuerliche Einstellung hinsichtlich des abprubten Endes der Leckerli-Flat aber nicht. Nachdem sie spitz bekommen hatte, das es nun wohl nie wieder was gibt, kommt sie nicht mehr von allein. Zunächst blieb sie aber stehen, wenn ich kam. Dann ging sie weg und das neueste ist es mit den Arsch zuzudrehen. Ich bin nun dabei alle möglich Spielchen auszuprobieren um sie zu mir zu locken. Verstecken klappt ganz gut, spannende Sachen auf dem Platz aufbauen danke ihre Wunderfitzigkeit auch. Das Ganze dauert dann so mal locker ne Stunde. Unter der Woche ist das manchmal ein Problem. Jetzt trage ich schon eine kleine Weile ein Leckerli mit mir rum, wenn ich auf die Weide gehe. Sollte sie einmal meiner Einladung folgen (und zwar nicht nur durch stehen bleiben und zu mir drehen, was sofort mit ein paar Schritten zurück und oder Stimmer belohnt wird) und zu mir kommen, würd ich ich dir das verfüttern.
    Grundsätzlich halte ich nie etwas von dogmatischen Haltungen wie “nie ein Leckerli füttern”. Es kommt immer auf die Situation an. Auch glaube ich, ich auch nicht an Hackls Theorie, dass die Pferde glauben, dass der Mensch rangniedriger ist, wenn er aus der Hand füttert. Denkt der Wolf/Hund ja auch obwohl im die Mutter kein Fleisch vor die Füße wirft… Allerdings kann das Pferd bestimmt lernen, dass der Mensch ein Leckerli Automat ist.
    Na, ich bin mal gespannt. Wann sie kommt. Und wie sich das mit der Begrüßungsfreude bei Kira verändert, wenns hin und wieder mal was Leckeres zu schnabulieren gibt.

    • Petra sagt:

      Liebe Lotta, da hat Bernd dich ja wirklich beeinflusst mit seinem Interview. Ich denke, dass es ein Ansatz ist, er aber nicht der einzig Wahre sein muss. Keine Leckerli zu verwenden ist seine Meinung, nicht meine. Ich glaube auch nicht, dass die Pferde das nicht unterscheiden können. Wir reiten und binden ja auch an und kratzen Hufe aus – das machen Pferde schließlich auch nicht miteinander. Die verstehen schon, dass der Mensch anders ist als das Pferd. Ich denke, dass Leckerli mit der entsprechenden Erziehung und Timing eine tolle Sache sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Pferd, das viel mit Leckerli trainiert wurde, es erstmal doof findet, wenn es plötzlich keine mehr gibt. Aber da Pferde clever sind, wird sie schnell verstehen, wenn du es anders handhabst, wenn du nur klar und stringent bist – das denke ich zumindest. Ich finde Leckerli eine tolle Sache. Bei mir gibt es sie immer wieder, aber nicht ständig. Meine kleine Madame bekommt übrigens auch immer ein Leckerli, wenn sie mit mir außerhalb der Weide ist. Ich gebe es ihr immer erst nachdem wir das Gatter geschlossen haben, weil es sonst vielleicht zu Keilereien innerhalb der Herde kommen könnte. Die anderen Pferde kennen ja die Handbewegung zur Tasche auch. Ich warte aber auch immer bis sie zu mir kommt 🙂 Das war nicht von Anfang an so. Anfangs hat sie mich ignoriert und ich musste komplett bis zu ihr laufen. Wir haben dann viel daran gearbeitet ihr zu zeigen, dass es nicht immer Arbeit bedeutet, wenn ich komme. Also kommen, streicheln, gehen. Natürlich auch mal kommen, streicheln, arbeiten, streicheln, zurückbringen, gehen. Einfach abwechselnd. Kommen Halfter rüber, streicheln, Halfter wieder ab, gehen. Kommen, holen, Heu fressen lassen, wieder zurückbringen. Dann kommen, aber die letzten zwei Schritte vorher stehen bleiben und warten bis sie kommt, streicheln, gehen. Usw. solange bis sie mir immer mehr Schritte entgegenkam. Den Hintern zudrehen empfinde ich als unhöflich. Würde meine Stute das machen, würde ich sie dort mit der Gerte leicht antippen oder mit dem Führstrick wedeln und ihren Hintern so wegbewegen. Dann sofort loben, wenn der Kopf wieder bei mir ist. Und weiter machen. Mittlerweile kommt sie bis zum Gatter, wenn ich sie rufe. Weil sie ein Leckerli bekommt als Belohnung dafür, dass sie gekommen ist oder erstmal Heu fressen oder erstmal wälzen darf oder mit viel Lob ein bisschen arbeiten muss mit mir – und gestreichelt wird natürlich auch immer als dank fürs kommen 🙂

  6. David sagt:

    Hi,

    also ich bin bei dem Thema voll bei Dir!
    Ich hatte ja zu Beginn fast keine Ahnung von Pferden und wusste lediglich das meine Pferdebeziehung besser sein sollte als der traurige Alltag in dem Hof wo ich die ersten “Klassischen” Reitstunden bekam.
    Also las ich Fachbücher über klickern, entschied mich aber für ein Stimmkomando weil mir das persönlicher vorkam, und ich habe meine Tinka damit sehr schnell für mich gewonnen..fürs erste.
    Ich suchte immer nach einem Weg der für beide lustiger und tiefer ist als z.B.: Roundpen usw. aber auch nicht ausartet in ein “Mensch bringt Tier Kunststückchen bei” System.
    Seit deinem Bericht über QS Horsemanship und die wirklich guten Fortschritte die ich in der Komunikation mit meiner lieben Stute damit mache, denke ich dass man das Herz eines Pferdes eher durch die Körpersprache und die Ausrichtung der eigenen Energie erreicht und durch das Futter eher das Gehirn ( was ja durchaus auch wichtig ist )
    Also “Übe” ich inzwischen etwa 80% mit Körpersprache-Energie und den Rest mit Futterlob als Highlight in kombination. Ihr Blick neulich, der in etwa sagte:” Nanu, ich VERSTEHE was du meinst, redest jetzt also endlich.” sagt mir dass dies die richtige Richtung ist……. für uns 😉

    • Petra sagt:

      Hallo David, das freut mich sehr, dass QS bei dir und deiner Stute so gut funktioniert. Ich finde die Ansätze von Shane und Meredith auch toll und empfehlenswert. Das Thema Energie und auch die Körpersprache, die innere Haltung die wir haben, sind so wichtig. Da geht es mir genau wie dir. Das ist ja auch im Grunde die Sprache der Pferde. Futterlob ist etwas positives, was motivieren kann und sicher auch Glücksgefühle auslösen kann, aber wenn wir authentisch sind, klar und die negativen Gefühle weglassen im Training erreichen wir vermutlich noch besser die Herzen der Pferde. Also danke dir für deinen wunderbaren Kommentar und die schöne Ergänzung und alles Liebe, Petra

  7. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    wie du weißt, arbeite ich gerne mit Futterlob. Ich bin hier klar und konsequent mit meinem Pony. Es gibt nur ein Leckerchen, wenn auch was dafür getan wurde. Es ist von mir ein Dankeschön an ihn, wenn er tut was ich von ihm möchte. Er darf sich nicht selber bedienen, es wird nicht nach meiner Hand geschnappt und ich möchte nicht, dass er mich bedrängt. Diese Regeln sind klar und er hält sich dran. Ich hatte bisher auch mit keinem Pferd wirklich Schwierigkeiten mit Futterlob, wenn ich von Anfang an darauf geachtet habe, dass meine Regeln hier eingehalten werden.
    Was mir aber auch wichtig ist, ist, dass das Lob einfach ein Lob ist. Wie oft sehe ich, dass Menschen ihre Pferde als Lob streicheln und die Pferde das in diesem Moment gar nicht wirklich wollen und es somit nicht als Lob und Dankeschön empfinden. Mein Pony ist z.B. auch so, er wird wahnsinnig gerne am Hintern gekrault, aber wenn er gerade in der Konzentration ist, findet er es absolut blöd, wenn ich ihn streichle oder kraule. Bei uns gibt es auch was, was als Lob noch viel toller ist als Futter, nämlich Ballspielen. Wenn es passt und er wirklich ganz toll war, dann fliegt der Ball und dann ist jedes Karottenstück vergessen. Er flitzt dem Ball hinterher und hat einfach Spaß. Natülich kann ich den Ball nicht immer einsetzen. (Obwohl es ja lustig wäre die Spaziergänger zu beobachten, wenn ich ihm im Wald den Ball werfe 😉 ).
    Mein Hund ist z.B. so, dass sie Futter als Lob blöd findet. Sie frißt draußen nicht gerne und mag deshalb Futterlob nicht. Generell ist sie absolut nicht verfressen und lässt ihren Napf auch durchaus mal stehen. Hier muss ich anders loben.
    Ich denke Achtsamkeit was das Pferde jetzt gerade als Lob empfinden könnte und ehrliche Freude an dem was mein Pony gerade gemacht hat, sind der Schlüssel zur Motivation. Nur Leckerchen in die Schnute schieben, ist sicher nicht der richtige Weg.
    Was mir noch wichtig ist, dass meine Tiere nicht vom Futterlob “abhängig” sind, d.h. ich würde nie hungrig mit meinen Tieren trainieren. Ich will dass sie immer die freie Entscheidung haben und nicht aus Hunger handeln. Das trifft jetzt bei meinem Pony natürlich weniger zu, da er immer Heu zur Verfügung hat. Das ist eher ein Punkt bei meinem Hund.

    Das mal meine Gedanken zum Thema.

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, da haben wir mal exakt gleiche Regeln – wie schön :-))) Höflichkeit und Lob als Belohnung sind ja auch meine Grundregeln. Noch arbeiten Carey und ich an der immerwährenden Höflichkeit, ganz verstanden hat es Madame Futter noch nicht 😉 Aber das kann auch an mir und meinem Timing liegen – wir nähern uns da noch an. Speziell bei duftenden Leckerli wie Apfelschnitz. Lob muss dem Tier Spaß machen, da hast du so Recht. Ein autarkes Pferd, das anfassen nicht mag, wird das Streicheln vermutlich nicht als Lob empfinden. Das ist ja wie mit dem berühmten “Klopfen”. Irgendwann schnallt das Pferd, dass der Mensch wohl was Gutes damit sagen wird und ist desensibilisiert. Aber erstmal ist es vermutlich sehr merkwürdig für die meisten PFerde geklopft zu werden. Passt nicht so zu ihrer feinen Art. Also ja: Achtsamkeit und ehrliche Freude sind zwei schöne Lobformen, die ich auch ausgiebig nutze 🙂 Ganz liebe Grüße an deinen Hund, den Ponymann und dich, Petra

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