Was darf mein Pferd? Darf es beim Spaziergang grasen? Darf es stehen bleiben? Darf es das? Darf es rechts von mir laufen? Oder links? Darf es an mir schnuppern im Training? Darf es in meinen Taschen nach einer Karotte suchen? Darf es sich an mir schubbern? Falls du dir diese Fragen immer wieder stellst, habe ich jetzt die Antworten auf diese Fragen für dich.

Und ich stelle dir die Frage: Welche Regeln gelten eigentlich für dich? Wir haben 30 Regeln für unser Pferd, mindestens. Wir wollen immer wieder wissen, was unser Pferd darf und was es nicht darf. Wir wollen klare Regeln für unser Pferd. Aber haben wir diese Regeln auch für uns?

  • In einem Team gibt es immer Regeln für alle Teammitglieder. Richtig?
  • Ein Team funktioniert nur, wenn sich alle Teammitglieder an die Regeln halten. Stimmst du mir zu?

Seltsamerweise scheinen diese Grundregeln bei vielen Pferd-Mensch-Teams nicht zu gelten…

Ein tolles Buch zum Thema gibt es von Bernd Hackl. Der Vox Pferdeprofi hat sich einmal komplett den Pferdealltag angesehen und dann Schritt für Schritt auseinandergebaut, was der Mensch tun kann und was das Pferd vom Menschen in den Situationen braucht*

(Link zum Pferdeflüsterei Shop)

Bist du für die Gleichberechtigung?

Was für Frauen und Männer gilt, was für Gesellschaften, für gleichgeschlechtliche Liebe, für verschiedene Kulturen und Hautfarben gelten sollte, könnte doch auch für Tiere und Menschen gelten. Das würde ich mir wünschen. Gleichberechtigung. Toleranz. Regeln, die für beide Seiten gelten. Damit das Zusammensein für beide Seiten Spaß macht. Ein Geben und Nehmen. Ein Leben und Leben lassen.

Careys-Oehrchen

Diese Diskussion müssen wir nicht nur als Gesellschaft immer wieder führen, sondern wir sollten sie auch mit uns selbst führen. Immer wieder. Auch wenn es vielleicht nicht in einem direkten Zusammenhang steht, muss ich bei der Pferdewelt auch immer wieder an die Menschenwelt denken. Bei Toleranz und Gleichberechtigung sind wir mit Worten immer ganz schnell dabei. Wer will nicht gerne tolerant sein.

Aber sind wir es wirklich? Sind wir es im alltäglichen Umgang? Egal ob es um unsere Mitmenschen oder um Tiere, Pflanzen und die Umwelt geht.

Deswegen stelle ich dir die Frage: Bist du für die Gleichberechtigung?

Oft sieht man, dass es wahnsinnig viele Regeln für das Pferd gibt und deutlich weniger oder gar keine für den Menschen. Das ist nicht besonders fair und gleichberechtigt ist es erst Recht nicht.

Dass das Pferd dann irgendwann denkt: „Alles klar, wenn du keine Regeln hast, dann gelten für mich auch keine mehr“, das ist nicht verwunderlich. Manche Pferde denken so. Andere denken verunsichert: „Wenn aber keine Regeln gelten und ich immer wieder alles falsch machen kann, dann mache ich gar nichts mehr“. Oder sie denken: „Oh Gott, ich mache alles, was du willst – egal ob es mir logisch erscheint oder nicht. Ich höre einfach auf zu denken, weil ich ohnehin nicht weiß, was richtig und falsch ist.“ Das ist traurig.

Schau mal, hier hat eine Wildtierbiologin ein Buch zum Thema „Stress bei Pferden“ geschrieben. Sie hat sich viele Verhaltensregeln aus der Beobachtung von Wildpferden abgeleitet*

 

Was darf das Pferd?

Kommen wir zurück zu den Anfangsfragen: Was darf mein Pferd? Die Regeln bestimmst du zusammen mit deinem Pferd. Du legst sie am Besten am Anfang fest und dann hältst du dich genauso daran, wie du auch dein Pferd immer wieder dazu aufforderst sich daran zu halten.

Es hängt von deinem Pferd und dir ab, welche Regeln für euch sinnvoll sind.

Hier üben wir gerade zum ersten Mal Vorhand weichen auf ein leichtes Tippen mit der Gerte:

Carey-beim-Training

Darf mein Pferd laufen wie es will?

Nehmen wir ein Beispiel: Meine ersten Führtrainings am Boden. Meine damalige Trainingsstute näherte sich gerne sehr nah an – da passte kaum ein Blatt zwischen ihre Schulter und meine. Auf meine damalige Frage: „Darf mein Pferd mir so nahe kommen?“ ..hatte meine Trainerin eine klare Antwort für mich: „Wenn das für dich okay ist, dann darf das Pferd das. Wenn du dich unwohl mit so viel Nähe fühlst, dann musst du das deinem Pferd sagen.“

Aber dann muss das auch immer gelten. Es sei denn du lädst dein Pferd bewusst dazu ein, dir jetzt näher zu kommen.

Meine Regel für das Pferd: Du läufst bitte immer auf Schulterhöhe, damit ich dich und deinen Gesichtsausdruck im Blick habe. Darum bitte ich auch immer wieder, in dem ich nach vorne begrenze oder hinten mit der Gerte leicht tippe, bis sie die Position hat. Dann lobe ich sie. Dann darf sie mir auch nahe kommen.

Meine Regel für mich: Ich bitte so lange freundlich aber konsequent um die Führposition, wie sie nicht eingehalten wird. Egal wie oft, ich frage immer freundlich. Aber ich bitte darum. Ich lasse sie nicht „mal hinter mir“ , „mal vor mir“ laufen und werde dann ein andermal sauer und dominant mit der Gerte, wenn sie die Führposition nicht einhält. Ich werde grundsätzlich nicht sauer, wenn sie etwas nicht tut. Sie macht es nicht mit Absicht. Punkt. Das ist meine Regel für mich: Ich werde nicht wütend und ich bleibe konsequent. Aber freundlich.

Wenn sie zum Beispiel vorausläuft schicke ich sie wieder zurück. Dann lobe ich sie. Hier üben wir gerade grundsätzlich das Rückwärts gehen. Ein Schritt reicht. Wenn sie den macht, lobe ich sie. Sie ist noch so jung. Da ist ein Schritt rückwärts schon etwas Tolles. Das zeige ich ihr dann auch mit entsprechend großer Begeisterung.

Carey-beim-Training

Darf mein Pferd an mir schubbern?

Ist es okay für dich, dass dein Pferd sich an dir reibt und dich als Kratzbaum nutzt? Dann darf dein Pferd das, aber dann muss es das auch immer dürfen und nicht einmal dafür bestraft werden und einmal nicht.

Du kannst dann aber auch eine neue Regel einführen:

Nehmen wir an: Dein Pferd will sich kratzen. Es fängt an sich an dir zu schubbern.

Du sagst: „Nein, du darfst dich nicht an mir schubbern. Aber wenn du freundlich fragst und wir gerade nicht mitten in der Arbeit sind, dann kratze ich dich wenn du ruhig stehst.“

Carey-schubbert

Wie geht das praktisch? Du schiebst den schubbernden Kopf weg. Sobald dein Pferd ruhig steht, lobst du es und streichelst und kratzt genau an der Stelle mit der es sich schubbern wollte. Damit bist du aufmerksam, du hast deinem Pferd zugehört und sein Problem verstanden, aber gleichzeitig hast du ihm gesagt, dass es unhöflich ist sich ungefragt einfach so an dir zu kratzen.

Meine Regel für das Pferd: Du bleibst bitte höflich und respektvoll und schubberst dich nicht einfach an mir oder dringst in meinen persönlichen Raum ein, nur weil du jetzt möchtest. Ich bin kein Pferd und deswegen nicht so robust. Bleibe also bitte höflich.

Meine Regel für mich: Ich bedanke mich bei meinem Pferd, wenn es höflich ist, indem ich aufmerksam bin und ihm zeige, dass ich seine Bedürfnisse erkenne und befriedige, wenn es möglich ist. Ich bin also auch höflich und freundlich.

Darf mein Pferd grasen?

Das gleiche gilt für mich für die Frage: Darf mein Pferd grasen beim Spaziergang?

Ich habe für uns die Grundregel aufgestellt, dass meine Stute das nicht darf. Wir haben das einmal ausprobiert und ich habe ihr erlaubt beim Spazieren gehen im Laufen Blätter aufzuheben. Sie ist besonders verfressen und ist dann an jedem Blatt und Grashalm stehen geblieben. Ich musste immer deutlicher werden, dass ich eigentlich weiterlaufen will. Kurz: Es hat nicht funktioniert, weil sie dann immer mehr will und wir immer mehr miteinander diskutieren müssen. Ganz nach dem Prinzip „Wer bewegt wen“ würde sie also immer mehr anfangen mich zu bewegen und da sie eine dominante Persönlichkeit ist, würde das an unserem Gleichgewicht einiges verschieben. Das glaube ich zumindest bei uns beiden.

Wie geht das praktisch? Also darf sie nicht grasen, sondern soll aufmerksam mit mir mitlaufen. Ich bin dafür auch aufmerksam und achte darauf, dass sie sicher und wohlbehalten wieder nach Hause kommt. Damit sie aber trotzdem auch merkt, dass es sich lohnt brav neben mir zu laufen – bleibe ich dann manchmal an einer schönen Grasstelle stehen und zeige ihr mit einer Handbewegung Richtung Boden, dass sie hier grasen darf, wenn sie möchte. Ich verwehre ihr also das Futter nicht grundsätzlich, sondern ermögliche ihr das Grasen als Dankeschön für ihre Aufmerksamkeit. Oder das Schnuppern, nachdem sie schön ruhig stand – egal ob auf auf der Wiese oder am Putzplatz.

Carey-und-Petra

Meine Regel für das Pferd: Wenn wir zusammen sind, dann erwarte ich, dass es mir zuhört und lernt sich darauf zu verlassen, dass ich es sicher durch diese Menschenwelt führe. Ich möchte, dass sie nicht die Führung übernimmt und meine Grenzen nicht durchbricht. Dass sie nicht selbst entscheidet, wann sie geht und wann sie steht. Spätestens an der Strasse kann das nämlich wirklich gefährlich werden.

Meine Regeln für mich: Ich fordere sie immer wieder dazu auf, mir zuzuhören. Ich bemühe mich darum ruhig und gelassen zu sein. Auch wenn das nicht immer leicht ist und mal besser und mal schlechter funktioniert. Ich versuche ein ruhiger Ort zu sein, der ihr die Sicherheit gibt sich auf mich zu verlassen. Das erreiche ich, indem ich versuche so gelassen wie möglich zu sein, nicht hektisch zu werden und ruhig zu bleiben egal was passiert. Aber ich erreiche es auch, indem ich ihr immer genau sage, was ich von ihr erwarte und diese Regeln einfordere, wenn sie vergisst sich daran zu halten.

Hier will ich sie nach einer kleinen Schnupperrunde am Platz halftern. Sie muss noch lernen dabei ruhig stehen zu bleiben. Jedes Mal wenn sie einen Moment ruhig steht lobe ich sie. Wenn sie es nicht immer schafft, ist das nicht schlimm. Jedes Mal wird es ein kleines bisschen besser.

Carey-halftern

Carey-halftern

 

P.S.: Falls dir das Halfter gefällt – es ist von Hamilton. Ich mag die Qualität. Es ist von einer anderen Pferdebesitzerin, die es mir für den Anfang geliehen hat und hält schon ewig. Das steht auf meiner Einkaufsliste ganz weit oben*

Was darf dein Pferd?

Du siehst vielleicht schon, was ich meine. Ich könnte jetzt jede einzelne Frage beantworten, die ich am Anfang in den Raum gestellt habe. Es geht mir aber nicht darum, dir meine Regeln aufzustülpen. Sie sind nur meine Regeln, die ich mir für mein Pferd und mich überlegt habe. Sie werden sich im Verlauf unseres Zusammenseins vielleicht auch noch ändern. Je nachdem wie sie tickt und wie wir zusammen ticken.

Ich schaffe es auch nicht immer mich perfekt an die Regeln zu halten. Aber ich versuche es und erinnere mich selbst immer wieder daran. Es ist meine Aufgabe mich an meine Regeln zu halten und es ist die Aufgabe des Pferdes sich an seine Regeln zu halten. Weil ich sie aufgestellt habe, muss ich sie meinem Pferd immer wieder geduldig erklären, bis sie sie verstanden hat.

Bei einem anderen Pferd hätte ich vielleicht auch leicht modifizierte Regeln. Jedes Team hat eine Eigendynamik und muss für sich die Regeln finden, die das Team am besten zusammenwachsen lassen.

Auch dein Pferd hat Regeln, die es dir mitteilen wird, wenn du zuhörst.

INFO: Es gibt Pferde, die haben eine innere „streichel mich nicht so-Regel“, weil sie es einfach nicht gerne mögen. Es gibt Pferde, die haben eine „sei immer besonders ruhig-Regel“, weil sie nervösere Charaktere sind. Es gibt Pferde, die haben eine „denk schnell und handel schnell-Regel“ weil sie klevere Schnelldenker sind und dich sonst überholen, während du noch über die Regel nachdenkst.

Du musst also auch lernen deine Regeln mit den Regelwünschen deines Pferdes abzugleichen.

Nehmen wir ein Beispiel: Ich erkenne langsam, dass meine Stute einen sehr starken Willen hat. Sie fragt immer wieder nach, ob ich meine, was ich sage. Wenn ich es nicht wirklich tief drinnen meine und mir ganz klar über meine Wünsche bin, entdeckt sie die Chefin in sich und spiegelt mir sehr deutlich, dass sie genau weiß, dass ich mir nicht sicher bin. Gleichzeitig wird sie schnell sauer, wenn man ihr zu deutlich sagt, was man möchte. Ich muss mir also für sie je nach Situation genau überlegen, wie ich sie bitte und wie deutlich ich darauf bestehe, dass sie meine Bitte erfüllt. Aber gleichzeitig eben nicht zu deutlich und der Situation immer angemessen. Sonst kann es passieren, dass wir uns hochschaukeln. Weil sie (zu Recht) sauer wird und sagt: Hey, dein Tonfall gefällt mir nicht.

Wenn ich es aber schaffe genau den richtigen ruhigen, aber bestimmten Ton zu treffen, ist alles auf einmal ganz leicht. Das ist nun meine neue Aufgabe und Regel, die ich für mich lernen muss.

Wir haben zum Beispiel auf dem Platz geübt, dass sie ruhig bleibt, wenn ich das Seil schwinge. Wenn ich ruhig und gelassen mit Rhythmus geschwungen habe und sofort gelobt und aufgehört, wenn sie ruhig stehen geblieben ist, war alles gut und Madame entspannt. Sie lehrt mich also ruhig und entspannt, sicher und klar zu sein.

Parelli-Friendly

Das ist ein Geschenk, das sie mir damit macht. Sie hilft mir ein besserer Mensch zu werden, indem ich lerne auch auf ihre Regeln zu achten.

Zwei der Regeln meines Pferdes an mich:

  • Sei konsequent, aber bitte nur mit dem genau richtigen Tonfall.
  • Du hast genau zu wissen, was du willst.
  • Und die dritte inoffizielle Regel: lass mich in Ruhe wenn ich fresse. Dann will ich bitte fressen, sonst nichts.

Das ist nicht einfach, aber ich werde mich bemühen, diese Regeln zu verinnerlichen. Vor allem die letztere, weil ich sie zu gerne streichle *zwinker*

Bestimmt hat dein Pferd auch Regeln für dich? Kennst du sie? Weißt du sie?

Zusammengefasst:

Schau dir dein Pferd an. Schau dir eure Eigendynamik an. Wichtig ist für dich und dein Pferd eigentlich nur eines: Welche Regeln gelten für dein Pferd, welche Regeln gelten für dich und sorgst du dafür, dass ihr beide die Regeln immer einhaltet?

Frage: Habt ihr schon Regeln? Welche Regel hat dein Pferd dir vielleicht schon mitgegeben? Wie handhabst du das? Ich freue mich auf deine Meinung! Schreib mir einfach einen Kommentar!

 

 

Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

20 Kommentare zu “Gleichberechtigung! Warum Regeln nicht nur für Pferde gelten

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    vielen Dank für den wichtigen Punkt. So oft wird genau das vergessen. Es gibt zig Regeln für das Pferd, womit glaube ich versucht wird das Pferd unter Kontrolle zu halten, aber der Mensch scheint keine Regeln zu haben. Der darf sich verhalten und tun was er will.
    Wir haben auch unsere Regeln. Mein Pony hat die Regel, dass er höflich und respektvoll mit mir umgehen soll und genau die selbe Regel habe ich auch.
    In der Praxis bedeutet das, dass seine Schubsspiele bei mir nicht erlaubt sind, seine Hufe nichts auf oder an meinem Bein zu suchen haben (das hat er anfangs gerne gemacht, wenn ihm langweilig wurde), nicht gebissen wird, mich nicht bedrängt wird und selbst beim Toben weder Hufe noch Zähne gegen mich gerichtet werden. Dafür fasse ich ihn nur an, wenn er es auch möchte, ich dringe nicht ungefragt in seinen Bereich ein. Wenn er frisst, dann lasse ich ihn in Ruhe, er bekommt immer die Zeit die er benötigt um über Dinge nachzudenken, ich zwinge ihn nicht zu was und wenn er mir sagt, dass er keine Lust auf gemeinsame Unternehmungen hat, dann ist das so.
    Ich glaube die Einstellung, dass mein Pony nicht dazu da ist meine Wünsche und Regeln zu beachten, sondern dass wir beide gleichberechtigt sind, sorgt dafür, dass wir einen entspannten Umgang miteinander haben.
    Letztens war eines unserer Minis krank. Aus diesem Grund wurde die Stute aus der Herde genommen. Damit sie nicht alleine ist, wurde noch eine andere Stute rausgenommen. Mit dieser Stute war die „Aufpasserin“ weg. Da dies aber ja nun ein wichtiger Job ist, musste irgendwer sozusagen die Vertretung machen. Mein Pony und die andere Jungstute (es waren außer der Leitstute nur noch Jungpferde übrig), haben diesen Job dann gemeinsam übernommen. Er hat das so wichtig genommen. Ganz stolz und aufmerksam ist er die Weide entlang patroulliert. Er hatte überhaupt keine Zeit um zu mir Hallo zu sagen. Er war einfach zu beschäftigt. Ich habe dann einfach an diesem Tag nur die Weide abgemistet und ihn beobachtet. Hätte ich ihn an diesem Tag aus der Herde geholt, wäre das absolut daneben gewesen. Er hätte seine Aufgabe (auf die er so stolz war und die er sehr ernst genommen hat) vernachlässigt und ich hätte damit auch die Wichtigkeit, die das für ihn hat nicht ernst genommen.
    Am nächsten Tag war alles wieder normal und er hat sich auch wieder gefreut.
    Wichtig finde ich auch, dass nicht ich alleine die Regeln aufstelle. Wir sind ein Team und wir sind beide in der Position Regeln aufzustellen. Er hat mir z.B. ganz klar gemacht, dass eine Regel ist, dass er beim Fressen nicht gestört werden möchte. Das respektiere ich (kann ich auch verstehen, wenn ich esse mag ich auch nicht angefasst werden, sondern will meine Ruhe haben). Eine weitere Regel von ihm ist, dass er erwartet, dass ich ihn frage und nicht befehle. Solange ich freundlich und höflich mit ihm bin, er die Wahl hat und das Ganze eher spielerisch ist, macht er gerne und begeistert mit. Baue ich Druck auf, oder versuche über ihn zu bestimmen, macht er nicht mehr mit.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, ihr habt tolle Regeln, ihr zwei. Gerade das Stichwort „Höflichkeit“ aber eben für beide Seiten – finde ich ganz wichtig. Manche Regeln haben wir auch. Das mit dem Fressen zeigt sie mir auch als Regel gerade. Ich bin kein Fan von dieser Regel, weil ich sie doch zu süß finde und immer gerne streicheln würde, aber ich lerne gerade mich zu zwingen, sie dann in Ruhe zu lassen. Ich stelle mir übrigens gerade bildlich vor, wie dein Pony die Weide patroulliert, das sah bestimmt so süß aus. Und ich finde wunderschön, dass du seine Aufgabe respektiert hast und ihm die Zeit gelassen hast, sie zu erfüllen. Ganz liebe Grüße an euch zwei, Petra

  2. Nadja sagt:

    Hallo Petra,
    das ist eine super Idee, die Regeln gegenüberzustellen. Und ich finde, du hast total Recht damit: Wir Menschen legen wunderbar leicht fest, was das Pferd alles können und wie es sich verhalten soll, aber was wir selbst dazu beitragen können, das fällt gern hinten runter. Wobei ich auch sagen muss, dass Gleichberechtigung nicht mein Ziel in der Arbeit mit dem Pferd ist. Weil das Zusammensein oder auch das Training ja schon darin besteht, dem Pferd Kommandos zu geben bzw. das Pferd auf unsere Hilfen hin agieren zu lassen. Bei einem gleichberechtigten Pferd würde das ja bedeuten, dass es sich aussuchen kann, ob es nun reagieren will oder nicht. Das wäre mir dann zu viel der Freiheit 🙂 VG! Nadja

    • Petra sagt:

      Hi Nadja, wenn ich ganz ganz ehrlich bin mit mir, muss ich dir Recht geben. Gleichberechtigung im Sinne dessen, dass mein Pferd immer gleich mitentscheiden darf haben wir auch nicht. Vielleicht eher Gleichberechtigung insofern, dass sie auch Regeln aufstellen darf, die ich dann versuche zu beachten. Wobei ich die „beim Fressen nicht stören-Regel“ immer mal wieder missachte, ich ungeduldiger Mensch. Dann wenn Madame noch etwa 3 Stunden an ihrem Heunetz knabbern würde *hüstel* Liebe Grüße und bis bald, Petra

  3. Miriam sagt:

    Hi super toller Text 🙂 Mir hat dein Text sehr geholfen, da ich seit ein paar Monaten Besitzerin eines 4 jährigen Wallachs bin und dieser teilweise seine Grenzen austestet. Diese Fragem was darf mein Pferd und wann bin ich teilweise zu streng und wann zu nachgiebig beschäftigt mich schon länger 🙂 super Text und vielen Dank
    Ganz liebe Grüße Miriam 😉

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, das freut mich sehr. Die Fragen beschäftigen mich auch, ich nehme fast an, dass sie jeden Pferdebesitzer beschäftigen und immer neue Fragen auftauche werden 😉 Ganz liebe Grüße an deinen Wallach und dich und ich bin gespannt, welche Regeln er dir mitgeben wird, Petra

  4. Bea Sobeck sagt:

    Liebe Petra,

    vielen Dank für den wertvollen Artikel. Gerade für Menschen wie mich, die ihr erstes Pferd ihr eigen nennen dürfen, ist es sehr lehrreich, auf die Erfahrungen anderer zurückgreifen zu können, damit von Anfang an wenig oder im besten Fall keine Unsicherheiten entstehen. Mit deinen Regel für Pferd und Mensch haben wir eine gute Chance, eine harmonische Beziehung aufzubauen. Herzlichen Dank nochmal und viele liebe Grüße. Bea

    • Petra sagt:

      Liebe Bea, herzlichen Glückwunsch zu deinem Pferd. Es ist so toll ein Pferd zu haben, mit dem man zusammenwachsen kann. Ich mache diese Erfahrung auch gerade und freue mich, wenn dir meine Gedanken weiterhelfen. Alles Liebe und danke für deinen lieben Kommentar, Petra

  5. Katharina sagt:

    Hey:)
    Erst einmal ein großes Lob, der Artikel ist angenehm lesbar, gut verständlich und noch viel wichtiger, bringt einen dazu über die eigene Mensch-Pferd Beziehung nachzudenken.
    Ich selbst „besitze“ kein Pferd/Pony, ich habe eine Reitbeteiligung auf einem Pony.
    Dieses Pony, Nelly, ist mittlerweile stolze 20 Jahre alt und ein ziemlicher Fuchs.
    Ich habe mal überlegt es gibt glaube so ein bis zwei Regeln, die ich für sie aufgestellt habe, z.b. nicht andauernd irgendwo stehen zu bleiben und zu fressen. Eigentlich ist die größte Regel nicht einfach zu fressen, denn sie ist ein bisschen zu dick. (Und sie ist sehr dominant, lässt man sie einmal fressen will sie auf einmal gar nicht mehr aufhören und wird auch ungehalten. Das wird sie auch beim Heu fressen in der Box wenn man sie davon wegnimmt.)
    Ich versuche mich ihr gegenüber so zu verhalten, dass sie Spaß an dem hat was sie tut, zum Beispiel wenn wir gemeinsam spielen, dann darf sie auch mal etwas wilder werden, schließlich bin ich in dem Moment ihr Spielkamerad und es freut mich sehr wenn sie sich etwas öffnet. (Sie ist sehr ablehnend gegenüber anderen Pferden und tritt da auch mal wenn ihr was zu nahe kommt.)
    Mein größtes Problem ist meine Konsequenz, es gibt Situationen in denen bin ich immernoch zu langsam und sie überennt mich förmlich oder wenn sie keine Lust mehr auf etwas hat, dann kann es schon mal passieren dass sie sich nur noch im Kreis dreht und dann habe ich enorme Schwierigkeiten, sie aus diesem verhalten zu holen.
    Zweites Problem bei der Konsequenz ist, dass man ihr schwer etwas neues angewöhnen kann, da sie ja die Jahre davor es nicht so gemacht hat.
    Sie ist wie ich bereits erwähnt habe ziemlich dominant, was mir vor allem im Anfang große Probleme bereitet hat (ich konnte alleine z.b. nicht galoppieren).
    Mittlerweile kann ich gut wann auch immer ich will mit ihr arbeiten. Sie hat mir Geduld beigebracht, nicht zu viel auf einmal zu wollen, kleine Momente als ganz groß zu empfinden und generell hat sie mich dazu gebracht aufmerksamer mit ihr zu sein.

    (Hoffe ich habe nicht zu viel am Thema vorbeigeschrieben.)

    • Petra sagt:

      Hallo Katharina, du hast zu 100% das Thema getroffen 🙂 danke für deinen ausführlichen Kommentar. Die Konsequenz ist für mich auch das schwerste und dann ja auch immer die Frage wie viel davon in welchem Moment. Eine Grundregel für meine Kleine und mich, ist die Höflichkeit. Sie hilft mir sehr. Weil ich mich immer fragen kann, war das jetzt unhöflich von meinem Pferd? Und wenn ich mir die Frage mit JA beantworten kann, sage ich: So bitte nicht. Das gilt dann für viele Situationen. Ich muss mich aber auch immer selbst fragen, war das jetzt auch unhöflich von mir? Zum Beispiel: Wir traben am Führstrick im Kreis und Madame nähert sich mir immer mehr an. Ich will sie ein bisschen wegtreiben, weil das sonst in ein „wer bewegt wen“ ausartet und wedle mit den Armen. Sie wird langsamer und schüttelt unwillig den Kopf. Warum? Weil ich auf ihre 10% Unhöfliches Annähern, gleich mit 30% Unhöflichem Gewedle geantwortet habe. Ich muss also auch höflicher Antworten auf ihre Frage. So, lange Rede, kurzer Sinn. Vielleicht hilft dir der Gedanke auch. Sei höflich, dein Pferd hat es aber auch zu sein. Ist es unhöflich, antworte ihr mit der möglichst gleichen Energie, die sie dir an Unhöflichkeit entgegenbringt. Nur so ein Gedanke 🙂 Alles Liebe auf jeden Fall an euch zwei, Petra

  6. Evi und Dival sagt:

    Hallo,

    toller Artikel 🙂 und ich muss sagen, wenn man sich so bei verschiedenen Pferdebesitzern umschaut sieht man schnell, dass meist Regeln für das Pferd aber keine Regeln für den Menschen existieren, schade…
    Komischerweise werden dann die Pferdebesitzer, welche Regeln für sich selbst dem Pferd gegenüber aufgestellt haben als inkonsequent dargestellt.
    Auch wir haben solche Regeln welche bereits seit 8 Jahren, mit kleinen Modifikationen zwischendurch, bestehen. Tabu ist für „Pferd“ beim Spazierengehen ungefragt fressen, überholen* oder schubsen* (*gilt generell).
    Dafür darf er sich an mir schubbern, vor allem wenn ich mich richtig positioniert habe und ihm meinen Rücken angeboten habe ( in dieser Position hat man mehr Standfestigkeit;) ).
    Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie derzeit bei der Bremsenplage…da darf er auch mal die Führposition verlassen um mich auf diese Belästigung hinzuweisen und ich erlöse ihn dann davon und er kehrt zur Ausgangsposition zurück.
    Im Gegenzug lasse ich ihn in Ruhe fressen…d.h. wenn ich zu ihm auf die Weide komme und er noch damit beschäftigt ist kündige ich mich sozusagen an und gehe nochmal für 10-15 min weg. Danach ist er meist bereit mitzukommen.
    Aber immer kann man das leider nicht einhalten, z.B. wenn ein Termin ansteht. Aber ich denke so wie man als Mensch Ausnahmen einräumt, kann auch „Pferd“ mit Ausnahmen leben, wenn das Miteinander stimmt.
    Beim Lesen deines Textes ist mir noch aufgefallen, dass unsere Pferde ähnlich sind, auch ich muss klar in meinen Ansagen sein und 100% dahinter stehen, sonst geht er seinen eigenen Plänen nach und auch er mag zu deutliche Ansagen nicht, genau wie deine Stute, und wird sauer, kann ich auch verstehen…
    Wovor ich großen Respekt habe ist diese scheinbar grenzenlose Geduld der Pferde mit uns…ich bewundere mein Pferd dafür, denn auch nach 8 Jahren hab ich einige Dinge immer noch nicht gerafft;), aber dann steht er da und wartet ab bis ich die richtige Anfage stelle, eigentlich, so glaub ich, trainiert er mich und nicht ich ihn;), aber so ist das halt in einer Partnerschaft, ein ewiges Geben und Nehmen…
    So, ich hoffe ich bin zu sehr abgeschweift, ich hätte noch mehr schreiben können:)) aber einmal muss Schluss sein.

    Liebe Grüße
    Evi und Dival

    • Petra sagt:

      Liebe Evi, lieber Dival – erstmal hut ab, Dival, wie toll du Evi erziehst 😉 Nein im Ernst – Evi – ich glaube, dass du absolut Recht hast, dass auch die Pferde uns erziehen. Sie reagieren dann, wenn wir richtig agieren und wer da zuhört, wird auch ein Stück weit erzogen. Aber ich bin tatsächlich sehr dankbar dafür, denn sie wird mich zu einem ruhigeren entspannteren und klareren Menschen erziehen. Das ist ein großes Geschenk und ich bin – genau wie du – dankbar für die Geduld, die sie mit mir hat. Wenn ich mal wieder zuviel gegeben habe in einem Moment, in dem das gar nicht nötig war zum Beispiel. Deine Regeln finde ich ausnahmslos toll. Danke für deinen wunderbaren Kommentar und bis bald hoffentlich auf der Pferdeflüsterei, Petra

  7. Pferdefreunde sagt:

    Liebe Petra,
    ein richtig toller Artikel, Danke dafür!
    Es ist sooo oft zu sehen, dass der Mensch meint, er alleine habe das Sagen. So ein Unsinn!
    Als mein Ponymann als Jungspund zu mir kam, da hat er eine klare Regel aufgestellt: Wenn ich etwas mit ihm machen wollte, dann musste ich zu 100% bei ihm sein. Er hat meine volle Aufmerksamkeit eingefordert. Unistress und Alltagssorgen hatten für ihn am Stall nichts zu suchen. Er hat mir ganz klar gesagt, wenn ich voll bei ihm bin, ist er auch voll bei mir. Sonst nicht.
    Für einen Menschen, der wie ich ständig grübelt und nachdenkt, ist diese Regel wirklich schwer. Wenn ich zum Beispiel mit meiner Reitbeteiligung ausreiten war (eine erfahrene Stute), dann schweiften meine Gedanken schonmal ab und ich dachte über dieses und jenes nach.
    Ich habe es akzeptiert und an mir gearbeitet. Mit Erfolg. 🙂
    Heute ist der Ponymann (schon) 10 und mittlerweile ist er etwas entspannter, was seine Regel angeht. Mit Freunden quatschen ist okay. 😉
    Liebe Grüße
    Karo

    • Petra sagt:

      Liebe Karo, jetzt sehe ich deinen Kommentar doch glatt erst. Verrückt. Es ist doch schon auffällig und spannend, dass Pferde oft Regeln aufstellen, die etwas mit den eigenen „Fehlern“ zu tun haben. Fehler ist ein blödes Wort, aber ich denke Du weißt was ich meine. Sie spiegeln uns einfach. Alles läuft immer wieder auf diesen Satz hinaus, das denke ich oft. Wäre auch mal einen Artikel hier auf der Pferdeflüsterei wert 🙂 Auf jeden Fall vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße, Petra

  8. Christina sagt:

    Hallo Petra! 🙂
    Sehr schöner Artikel! Es ist toll, dass immer mehr es so sehen, dass auch die Pferde ihre Regeln haben, an die wir uns halten sollten, wenn wir erwarten wollen, dass auch unsere Regeln befolgt werden.
    Meine Regeln sind ziemlich ähnlich wie deine, wie z.B. beim Spazieren gehen, dass mein Pferd nich ohne Erlaubnis grasen darf. Auch wenn wir auf der Wiese stehen und ich gebe meinem Pferd nicht die Erlaubnis, senkt er seinen Kopf nicht. Erst, wie du auch, wenn ich meine Hand zum Boden führe.
    Aber auch mein Pferd hat ein paar Regeln, wie z.B., dass ich immer ruhig bleibe und auf keinen Fall zu viel Druck aufbaue und dass er die Nähe braucht. Das war für mich immer schwierig zu akzeptieren, aber er ist einfach ein Pferd, der Körperliche Nähe braucht, sonst fühlt er sich anscheinend ziemlich allein-gelassen. Ich würde gerne wissen, was damals passiert ist, warum das so ausgeprägt bei ihm ist… Aber auch wenn es mir manchmal nicht so behaglich ist, muss ich mich an seine Regel halten, weil er es einfach von mir braucht…
    Liebe Grüße!

    • Petra sagt:

      Hallo Christina, es ist eigentlich fast schon verwunderlich, dass Menschen mit Lebewesen arbeiten und dann einseitig ein Regelwerk aufstellen wollen. Würden Freunde, Familie oder Kollegen so auf diese Menschen zugehen, würden sie ziemlich empört fragen, was das soll. Das glaube ich ganz sicher. Aber bei Pferden oder Hunden oder Katzen oder anderen Haustieren wollen viele immer nur Regeln für das Tier. Ich finde schön, dass du auch Regeln für dich hast, die den Bedürfnissen deines Pferdes entsprechen. Es wird dir sicher dankbar sein dafür und dir sein Vertrauen schenken. Wir arbeiten noch an der Fressregel auf der Wiese 😉 Aber nach und nach lernt meine kleine Miss Madame das auch gerade, und als Belohnung beachte ich ihre Regel, dass sie gerne ab und an Fressen will und halte etwas öfter an als sonst, um die Hand Richtung Boden zu strecken. Ganz liebe Grüße an dich und dein Pferd, Petra

  9. Veronika sagt:

    Hallo Petra, super toller Artikel.
    Meine kleine Stute hat für mich auch eine Regel aufgestellt: sei gedanklich bei mir sonst bin ich traurig und mag nicht mitarbeiten.

    Ansonsten gilt aus meiner Sicht:
    – ich erwarte bei der Arbeit 100% Aufmerksamkeit von meinem Pferd also hat es ein Recht darauf das auch ich 100% bei ihm bin. (beim spazieren gehen an der Hand reicht manchmal auch weniger, aber auf jeden Fall sollten es über 70% sein 😉 )
    – wenn ich sehe das jemand mit seinem Pferd/Pony arbeitet schaue ich erstmal eine Weile zu und passe möglichst eine Pause ab bevor ich den Menschen anspreche. (naja, andersherum bin ich grantig wenn ich aus meiner Konzentration gerissen werde da es mir schwerfällt wieder in meiner Konzentrations-Blase zu verschwinden)

    LG
    Veronika

    • Petra sagt:

      Liebe Veronika, das ist eine tolle Regel, die deine Stute da hat. Die gilt bei meiner auch – nur heißt sie da: Sei gedanklich bei mir, sonst übernehme ich die Führung 😉 Ich weiß, was du meinst – ich spreche auch niemanden an, der gerade mit seinem Pferd arbeitet. Ich quatsche aber auch nicht ewig, während mein Pferd am Putzplatz steht. Wenn ich bei meinem Pferd bin, bin ich ganz bei ihr. Kein Handy, kein Getratsche – das kann ich auch davor und danach machen. Und die Pferde haben das auch verdient, finde ich 🙂 Ganz liebe Grüße an deine Kleine und dich, Petra

  10. Nina sagt:

    Bei uns gibt es auch ein paar Regeln.
    Pferd
    Die erste und wichtigste ist:
    Ich bin dein Chef, du kannst mir vertrauen, in meiner Obhut wird dir nichts Böses geschehen.
    Überhol mich nicht.
    Grase nicht.
    Beruhige dich wenn ich es tue.
    Bring ruhig Vorschläge ein.

    Ich
    Sei fair, verlang nur Dinge, die einfach möglich sind.
    Zwäng deinem Pferd nicht deine miese Laune auf.
    Pause.
    Abwechslung.
    Fachwissen.
    Entspann dich.
    Bemüh dich.
    Bilde dich fort.
    Sei nicht zu ehrgeizig.
    Hinterfrage dich.
    Vertrauensvorschuss gewähren.
    Enttäusche dein Pferd nicht.

    Puh, ich hab viel mehr Regeln für mich 🙂

    • Petra sagt:

      Hallo Nina, und was für coole Regeln. Die stehen so alle auch auf meiner Liste 🙂 Und on Top: Lass dir Zeit, es ist okay, wenn du nicht gleich alles kannst. Die stehen auf der meines Pferdes und mein Mann hat mich gewzungen sie auch auf meine Liste zu schreiben 😉 Ganz liebe Grüße an dein Pferd und dich, Petra

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