Stell dir vor du stehst am Rande einer Tanzfläche. Die Musik startet, der Takt bebt zart unter deinen Füßen und einer der Menschen im Raum bewegt sich auf dich zu. Du kennst ihn nicht oder vielleicht kennst du ihn auch schon länger – das ist eigentlich egal. Stell dir einfach das Gefühl vor, wie du da stehst und wartest bis du aufgefordert wirst. Stell dir vor, dass dieser Mensch vor dir steht. Er reicht dir die Hand und bittet dich freundlich zum Tanz. Wie fühlt sich das an?

Und jetzt stell dir die gleiche Situation noch einmal vor: Aber diesmal stürmt der Mensch auf dich zu und zieht dich einfach auf die Tanzfläche. Er fragt nicht, ob du möchtest, er stellt sich nicht vor, er bittet nicht sondern fordert ziemlich deutlich. Wie fühlt sich das an?

Reiterpension Marlie - Wolfgang Marlie Freiarbeit

Genau so geht es auch deinem Pferd. Es will nicht auf die Tanzfläche gezerrt werden und es will nicht überfallen werden. Das ist kein besonders schönes Gefühl. Weder erzeugt es Vertrauen noch Sympathie. Lautstärke erzeugt auch keinen Respekt, genauso wenig wie Grobheit. Beides erzeugt eher Angst. Das Ergebnis mag eine gewisse Kontrolle sein, aber was dabei fehlt ist das Wohlwollen, die Liebe, die Sicherheit, das Vertrauen und das Gefühl.

Ich will kein Mensch sein, der über Angst, Stress oder Zwang Kontrolle erreicht. Ich will Sicherheit über Geduld, Empathie und Gefühl und Klarheit erreichen. Das gelingt mir mal besser und mal schlechter. Aber ich strebe jeden Tag neu danach.

Was bedeutet es mit Pferden zu tanzen?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wenn du 10 Pferdemenschen fragst, wirst du vermutlich 10 verschiedene Antworten bekommen. Ich will dir meine Gedanken dazu andeuten und ich lasse vor allem Wolfgang Marlie zu Wort kommen.

Reiterpension Marlie - Wolfgang Marlie Freiarbeit

Er schreibt unter anderem für die „Feine Hilfen“ und „Reitkultur“, er hat zusammen mit seiner Co-Autorin Ulrike Bergmann das Buch „Pferde wie von Zauberhand bewegt“ geschrieben und er ist Zeitzeuge der Entwicklung unserer deutschen Reiterwelt in den letzten 60 Jahren. Er hat all die Namen live erlebt, die gerne fallen, wenn es um die Entwicklung der Reiterei bei uns in Deutschland geht: Egon von Neindorff, Paul Stecken, Fredy Knie, Klaus Hempfling, Pat Parelli…und er hat sein eigenes System entwickelt, das er in seiner Reitpension Marlie unterrichtet. Das wird er dir gleich im einem kleinen Interview erklären.

Aber vorher will ich dir ein Zitat um die Ohren werfen. Irgendwie passt es für mich sehr gut zu diesem Artikel. Und ich will dir danach auch kurz erklären, was ich damit meine und warum es für mich hierher gehört.

„Der Empfänger bestimmt die Botschaft“

Dieses Zitat ist sehr passend für die Pferdewelt finde ich. Ich hole kurz etwas aus, um zu erklären, was ich meine. Kennst du den Medientheoretiker Marshall McLuhan? Ein faszinierender Wissenschaftler, der unter anderem für diese eine ganz besondere These berühmt ist.

„Der Empfänger bestimmt die Botschaft“

Was er damit letztlich meint: Wir alle sind Persönlichkeiten. Wir haben Erlebnisse hinter uns und wir haben eine Vergangenheit. Wir sind in unserem Leben verschiedenen Menschen begegnet und haben verschiedene Dinge erlebt. Das alles prägt uns und unsere Sichtweise auf das Leben. Deswegen wird bei jeder Botschaft, die an uns gerichtet wird all das immer mitschwingen, was uns und unsere Persönlichkeit ausmacht. Wir werden also jede Botschaft aus unserem Blickwinkel und unseren Erfahrungen heraus betrachten und bewerten. Wir als Empfänger bestimmen, wie wir die Botschaft verstehen, die an uns gerichtet wird, und was wir daraus machen.

Warum ich dir das erzähle? Weil es in der Pferdearbeit auch so ist. Weil wir aufgrund unserer Persönlichkeit und unseres Vorlebens die Botschaften der Pferde unterschiedlich interpretieren und Trainingsmethoden unterschiedlich wahrnehmen. Je nachdem woher wir kommen und wer wir sind, kann eine Trainingsmethode hart oder weich erscheinen. Weil wir als Empfänger bestimmen, wie wir etwas wahrnehmen und beurteilen.

Kommen wir also zurück zu der Frage, was es bedeutet, mit Pferden zu Tanzen und Pferde wie von Zauberhand zu bewegen.

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Kurz gesagt: Es bedeutet für Wolfgang Marlie etwas anderes als für mich. Aber es bedeutet für dich unter Umständen auch etwas anderes als für Wolfgang Marlie oder mich. Das ist in Ordnung. Weil wir Menschen Individuen sind und weil Pferde Individuen sind und weil viele Wege nach Rom führen. Sie alle sind für mich in Ordnung, solange sie fair dem Tier gegenüber sind.

Deswegen finde ich so wichtig verschiedene Ideen und Thesen zu kennen und gelten zu lassen. Deswegen sind Gedanken manchmal etwas anderes als das Handeln und wir sind alle in der Theorie sehr viel schlauer als in der Praxis. Weil nämlich auch das Pferd Empfänger unserer Botschaft ist und etwas daraus machen wird. Gleichzeitig nehme ich mir das Recht heraus mir für mich zu überlegen, welche Botschaft ich persönlich mag und welche nicht und wie ich die Botschaft für das Pferd und mich interpretieren will. Aus diesen Gründen passt das Zitat so gut für mich.

Was ich sagen will: Egal welche Botschaft du siehst, hörst oder liest – Du allein bestimmst zusammen mit deinem Pferd, wie du es zum Tanz auffordern willst, was Tanz für dich bedeutet. Zum Beispiel, wer von euch beiden wie viel Führungsanteil hat und wie du dein Pferd beim Tanz führen willst. Dein Pferd wird natürlich auch eine Idee haben.

Vielleicht möchtest du beim Lesen ja auch überlegen, wie du den Tanz mit deinem Pferd für dich siehst und in einem Kommentar schreiben. Ich freue mich auf deine Idee vom Tanz.

Wolfgang Marlie und der Tanz mit dem Pferd

Ich will dir jetzt erst einmal schildern, wie Wolfgang Marlie den Tanz zwischen Pferd und Mensch sieht. Zumindest soweit ich das in unseren Gesprächen wahrgenommen habe. Er hat mir in einem ausführlichen Gespräch von den Pferden erzählt, die ihn zum Umdenken gebracht haben, wie er sich den Tanz vorstellt und wie er sich das Vertrauen und die Sicherheit mit den Pferden erarbeitet. Nicht alles ist mein Weg, aber es ist wie immer im Leben ein individueller Weg und wieder ein bisschen mehr Trainingsgedanken und Trainingswerkzeug in meinem Werkzeugkasten. Denn ich als Empfänger habe einige der Botschaften von Wolfgang Marlie für mich bestimmt und mitgenommen.

Zum Beispiel folgende Botschaft: „Liebe dein Pferd für das was es ist und nicht für das, was du gerne hättest.“

Ein Satz, den er während des Trainings zu mir sagt. Es geht darum keine Besitzansprüche an das Pferd zu haben und bedingungslos zu sein. Es geht in seiner Philosophie darum, nicht primär das Pferd als Freund gewinnen zu wollen, sondern sich dem Pferd gegenüber freundschaftlich zu verhalten.

Dieser Gedanke hallt noch in mir nach seitdem wir gesprochen haben. „Liebe dein Pferd für das was es ist und nicht für das, was du gerne hättest“ …sagte Wolfgang. Und er hat so Recht mit diesem Satz. Wie oft habe ich mir überlegt, dass es schade ist, dass Carey kein richtiges Kuschelpferd ist. Oder, dass ich mir wünschen würde, dass sie ein bisschen weniger introvertiert und gnadenlos ist. Aber das ist falsch. Mein Pferd ist wie es ist und genau dafür sollte ich es lieben. Denn dadurch lehrt sie mich so unglaublich viele Dinge wie Fokus, Achtsamkeit und Freude über die kleinen Geschenke des Lebens.

Carey schnuppert freude

„Pferde wie von Zauberhand bewegt“ – das Marliekonzept in der Theorie

Wolfgang Marlie will mit Pferden tanzen und ganz klar die führende Person sein bei diesem Tanz. Er will, dass wir Menschen die Führung übernehmen und dem Pferd die Sicherheit geben, dass es sich auf diesem Parkett namens Reitplatz oder Gelände oder Halle unserer Führung anvertrauen kann. Dafür müssen wir in seiner Trainingsidee dem Pferd Halt durch Treiben geben, wir müssen ihm die Sicherheit geben, dass es sich uns anvertrauen kann – das erarbeitet er sich im Training durch verschiedene Stellschrauben – und wir müssen klar und konsequent sein.

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Wolfgang Marlie kommt aus einer Zeit der harten Reiterei. In seinem Buch beschreibt er, wie ihm als Teenager gezeigt wurde, dass man bissigen Pferden eine kochend heiße Karotte gab, um ihnen das Schnappen abzugewöhnen. Drill und Gehorsam waren genauso normal wie Kontrolle und das bedingungslose Durchsetzen dessen, was der Reiter von seinem Pferd wollte. Das „Durchsetzen“ gegenüber dem Pferd war die Grundhaltung.

Viele Pferde und Reiter haben ihn über die Jahre zum Umdenken gebracht. Heute will er mit Pferden tanzen, Vertrauen und Partnerschaft statt Drill und reinen Gehorsam. Er sagt selbst, dass es das Wort „Strafe“ in seinem Gedankenrepertoire nicht mehr gibt – stattdessen gibt es Konsequenz und Ablenkung. Der Ehrgeiz spielt keine Rolle mehr in seinem Pferdeleben, sagt Wolfgang Marlie. Stattdessen sieht er Pferde wie ein Naturereignis. So wie man dem Berg nicht ankreidet, dass er hoch ist, wenn man ihn besteigt, so will er den Pferden nicht mehr ankreiden, wenn sie nicht ausführen, was er von ihnen möchte. Es ist nicht persönlich.

„Wirkliche Liebe ist bedingungslos und tut vor allem dem gut, der liebt.“ (Wolfgang Marlie)

Beziehungsarbeit mit dem Pferd

Es geht Wolfgang Marlie heute darum eine Beziehung zu dem Pferd aufzubauen, sich dem Pferd vorzustellen und das Pferd zum Tanz zu bitten – so dass es lernen kann dem Menschen zu vertrauen und sein Leben dem Menschen anzuvertrauen.

„Pferde sind als Herdentiere dazu bereit die Verantwortung für ihr Leben an andere abzugeben. Dann wenn sie davon ausgehen können, dass der andere genug Kompetenz hat, ihr Leben auch schützen zu können.“ (Wolfgang Marlie)

Im folgenden Interview erklärt Wolfgang Marlie seine Pferdewelt und die Idee hinter seinem Training genauer. Die Antworten stehen für sich – ich will nicht meine Meinung schreiben, sondern seinen Gedanken Raum geben.

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„Pferde wie von Zauberhand bewegt“ – ein Interview mit Wolfgang Marlie 

Pferdeflüsterei: „Pferde wie von Zauberhand bewegt“ ist ja dein Credo. Du sagst in deinen Kursen und Texten und in deinem Buch immer wieder, dass du mit Pferden tanzen willst – wie sieht dein Tanz mit den Pferden genau aus?

Wolfgang Marlie: Es geht um meine Grundeinstellung, darum meine eigene Einstellung zu hinterfragen. Sich also zu fragen, warum will ich mit Pferden umgehen? Und zu dem Schluss zu kommen, dass man Pferde mag. Aber dafür, dass sie so sind wie sie sind und nicht dafür wie sie aus unserer Sicht sein sollten. Wenn ich nicht so sehr daran interessiert bin ein gutes Reitpferd zu trainieren, sondern mehr an der Beziehung, die ich zu ihm haben kann, dann ist erstens mein Lebensgefühl besser, weil ich nicht so viele Enttäuschungen erlebe und zweitens habe ich mehr Freude daran mit einem Pferd umgehen zu dürfen. Ich sage mittlerweile: Wer Freundschaft sucht, hat mehr vom Reiten.

Der Umgang mit den Pferden ist ja ein Privileg. Es ist ein Geschenk und es sollte nicht darum gehen, möglichst viel Leistung raus zu holen, sondern darum, mit den Pferden eine schöne Zeit zu haben. Es ist wie in der Kunst oder in der Musik: Man wird nie fertig, es gibt immer neue Dinge zu entdecken. Das ist so unglaublich reizvoll daran, mit Pferden zu arbeiten. Ich brauchte aber einige Zeit, genauer gesagt mehrere Jahrzehnte, um das zu erkennen.

Pferdeflüsterei: Also ist der Umgang mit Pferden per se der Tanz für dich?

Wolfgang Marlie: Im Grunde ja. Zu tanzen bedeutet aufeinander zuzugehen, sich zusammenzufinden und dann zwei Seelen mit einem Gedanken zu werden. Das beglückt uns sehr als soziale Wesen. Dafür muss ich im Training mit Tieren als Mensch aber den Anfang machen. Es macht keinen Sinn von dem Tier zu erwarten, dass es auf mich zu geht. Ich sollte mich um das Pferd bewerben, wie ich mich um eine Dame bewerbe, mit der ich tanzen möchte.

Pferdeflüsterei: Wie bewirbst du dich denn konkret um den Tanzpartner?

Wolfgang Marlie: Ich schaue, wer mir gegenüber steht. Ich vergleiche das immer gerne mit Musik. Jemand der Geige spielt, kann so perfekt sein wie er will. Aber wenn er die Geige aus dem Kasten nimmt, muss er sie zuerst stimmen. Wenn ich also mit dem Pferd eine bestimmte Aufgabe erfüllen will, muss ich das Pferd erst einmal auf das einstimmen, was ich von ihm möchte. Also versuche ich zu erfragen, wo seine Bedürfnisse sind, wo ich Unterstützung anbieten kann.

Es geht mir um die Erkenntnis, dass Pferde als soziale Wesen Gesellschaft und Unterstützung brauchen. Als sehr vorsichtige Wesen, die sie sind, werden sie auch schnell ängstlich. Das macht sie für uns als Partner sehr geeignet, weil sie dadurch auch sehr schnell bereit sind, sich auf Menschen einzulassen. Diese tiefe Sehnsucht nach Harmonie, die in uns Menschen ist, ist auch genauso tief im Pferd verankert. Das Pferd wünscht sich die Harmonie und weiß oft aber nicht, wie es sie mit uns organisieren soll. Wir als denkende Menschen haben da eher eine Idee.

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Pferdeflüsterei: Also siehst du dich als führenden Part. Aber wie genau machst du das in der Praxis – um bei dem Bild mit dem Tanz zu bleiben. Bittest du? Forderst du auf?

Wolfgang Marlie: Es macht nur Sinn jemanden um einen Tanz zu bitten. Wenn ich es fordere, dann ist meine Chance geringer, dass der Tanzpartner mich akzeptiert und meine Chance ist geringer, dass dadurch etwas Harmonisches entsteht.

Pferdeflüsterei: Ich habe dir ja auch ein paar mal bei der Bodenarbeit zusehen können. Und würde schon sagen, dass du mit einem gewissen Druck zum Tanz bittest. Ich würde sagen, nachdem ich dich beobachtet habe, dass du schon sagst „Komm, Tanz!“ – wenn ich es auf das Bild mit der Aufforderung zum Tanz beschreiben soll.

Wolfgang Marlie: Spontan würde ich sagen, das sehe ich anders. Wenn ich fordere, würde mir kein harmonischer Tanz gelingen. Oder ? Im zweiten Moment erschreckt mich deine Beobachtung ein bisschen. Ich sollte mich da dringend mal wieder selbst überprüfen. Der Russe Nevzorov zum Beispiel – kennst du ihn?

Pferdeflüsterei: MMh..

Wolfgang Marlie: Er reitet ja nur mit dem Halsring. Er sagt: das Schöne daran sei, dass man nicht fordern könne, sondern nur bitten. Genau so sehe ich das auch. Die Bitte ermöglicht Neugierde. Dahinter steckt die Idee, dass wir Menschen nach Gemeinsamkeiten suchen und immer daran interessiert sind, uns auszuprobieren. So kommen wir schon auf die Welt, unternehmungslustig und neugierig. Wer nicht neugierig ist, wird nicht überleben. Es ist ein Grundbedürfnis, sich zu informieren und zu lernen. Wenn ich dann die geeignete Übung oder Energie finde, um mein Pferd anzuregen, so dass es sich für mich interessiert – werde ich es auch anregen sein Grundbedürfnis nach Neugierde und Abenteuer zu erfüllen.

Pferdeflüsterei: Also bewirbst du dich bei jedem Pferd ein Stückweit anders?

Wolfgang Marlie: Wenn Menschen etwas miteinander unternehmen wollen, spielen sie unter anderem Gesellschaftsspiele, machen Sport, gehen zum Volleyball und anderes. Dabei geht immer um Kommunikation und Abenteuer. Das macht neugierig und man will gerne mitmachen. Analog zu den Pferden bedeutet das: Ich frage das Pferd solange „Was spielst du mit mir?“ und „Woran bist du gerade interessiert?“, bis ich eine Antwort bekomme. Dabei ist es natürlich wichtig, dass ich im Blick habe, was das aktuelle Bedürfnis des Pferdes ist: Ruhe, Aktion, Sicherheit … Oder hat es Hunger oder ist es müde? Dann versuche ich das Bedürfnis so gut es geht abzudecken und dadurch wird das Pferd eine Neugierde auf mich entwickeln.

Pferdeflüsterei: Wenn ich aber praktisch auf deine Bodenarbeit schaue, würde ich sagen: Du checkst erst einmal was das Pferd mit sich machen lässt und wie es sich bewegt und gibst dann relativ viel Energie mit deiner Körpersprache oder deinem Trainings-Tool und machst klassisches Natural Horsemanship in vielen Teilen…Natürlich auch mit viel Lob und Pausen. Diese Art der Kommunikation ist für mich im Grunde aber mehr Aufforderung als Bitte.

Wolfgang Marlie: Es ist für mich wichtig, das richtige Maß zu finden. Eines, das den Anderen anregt, aber nach Möglichkeit nicht aufregt. Wenn man zum Beispiel „Join Up“ nicht richtig versteht, kann man damit viel Unheil anrichten. Dann macht man den Pferden einfach nur Angst. Das ist nicht der Sinn der Sache. Genau wie wir Menschen, brauchen auch die Pferde die Anregung. Wir leben ja in einem Spannungsfeld zwischen tödlicher Langeweile und Panik. Beides ist nicht gut und beide Zustände sollten wir beim Pferdetraining nicht erreichen. Wir sollten uns in der Mitte dazwischen ausbalancieren. Wir sollten anregend wirken, aber Aufregung nicht aufbauen sondern runterfahren. Aufbauen von Energie und runterfahren von Energie. Das ist das Leben.

Wir sehen immer wieder, dass gerade männliche Pferde sich gegenseitig fit machen fürs Leben, vor allem wenn sie jung sind. Dazu braucht man einen Sparringspartner. Junge Pferde rangeln und toben miteinander und im nächsten Moment stehen sie ganz freundschaftlich beisammen. Dieses spielerische Kräftemessen ist sehr typisch für männliche Pferde. Das machen Stuten in dieser Form meist nicht. Die bewegen sich linear durch die Gegend oder sie verteidigen ihre Position gegen andere Eindringlinge, die sich nicht integrieren können. Darauf müssen wir beim Training auch Rücksicht nehmen.

Wenn du noch mehr Marlie willst – nächste Woche erscheint ein ausführliches Interview zu seinen konkreten Trainingsideen mit ihm

Ostseewind und Pferdeschnauben – die Pension Marlie

Reiterpension Marlie

 

Reiterpension Marlie

Ostseewind, Meeresrauschen und ein schönes altes Klinkerhaus in Scharbeutz. Urlaub bei Wolfgang Marlie macht auf jeden Fall Spaß. Die Gegend ist wunderschön und die Pension strahlt Gemütlichkeit aus. Jeden Abend beim Abendessen wird gefragt was der Gast am nächsten Tag reiterlich machen möchte. Ich zum Beispiel wünsche mir Sitzschulungen und eine Bodenarbeitsstunde mit dem Chef.

Wenn ich schon bei Wolfgang Marlie zu Gast bin, will ich auch wissen, wie er mit den Pferden arbeitet. Meine Wünsche werden alle erfüllt – neben der Bodenarbeitsstunde mit Wolfgang, bekomme ich wunderbaren Unterricht von einer Feldenkreis – inspirierten Reitlehrerin und darf auf Franklin-Bällen reiten. Beides ist grandios für den Sitz.

Der Praxistest: Meine Bodenarbeitsstunde mit Wolfgang Marlie

Wolfgang Marlie erklärt mir in der Stunde, wie er Kommunikation und Vertrauen erarbeitet. Seine Philosophie ist klar: Vertrauen als Bindeglied und Spaß am Zusammensein mit den Pferden. Gleichzeitig sieht er sich auch den Menschen genauer an. Er bittet mich mit dem Pferd in der Halle etwas zu machen und schaut mir einfach dabei zu. Ich bin gehemmt, weil ich einen Zuschauer habe und Wolfgang bemerkt diese Hemmung sofort.

Er spricht mich darauf an und als ich ihm sage, dass ich dazu neige zuviel zu denken, statt manchmal einfach zu machen, sagt er mir einen zweiten Schlüsselsatz, den ich mir mit nach Hause nehme:

Es ist okay, wenn du denkst. Lass dir das nicht nehmen. Nur wer nachdenkt hat auch Fragen und nur wer Fragen hat entwickelt sich auch weiter.“ (Wolfgang Marlie)

Ein entspannender und schöner Gedanke, den ich mir gerne mitnehme aus der Stunde.

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Zurück zur Bodenarbeitsphilosophie

Wolfgang will, dass wir die Pferde nicht überfordern. Wir erzeugen aus seiner Sicht Vertrauen, indem wir zeigen, dass wir führen können. Treiben ist die Kommunikation, die Pferde aus seiner Sicht vor allem verstehen – über das Treiben und Pausieren erzeugt er Klarheit und schafft Vertrauen. Treiben kann bei ihm auch das Heben des Hufes oder das Anlegen der Hand an die Nase sein. Treiben kann aber auch das Vertreiben sein, auch mit Gertensignalen oder starker Körperenergie. Im Grunde reden wir von Energie, Druck und Körpersprache.

Leckerli als Motivator oder als Einstieg in die Kommunikation findet Wolfgang Marlie durchaus legitim, gleichzeitig besteht er auf klaren Signalen. „Führung mit Mitspracherecht“ nennt er das.

Kopfkontrolle als Technik

Ein wichtiger Punkt (der mir neu war) auf seiner Liste ist der Pferdekopf. Er sagt, dass Pferde ihren Kopf zur Kontrolle nutzen und wir den Pferden Sicherheit und Halt über die Kontrolle des Pferdekopfes geben können. Wenn sie uns ihren Kopf anvertrauen, vertrauen sie uns auch viel eher den restlichen Körper an. Wobei er den „Halt“ durchaus auch einfordert und ein Stückweit „erzwingt“. Das ist ein zu scharfes Wort, wenn es so geschrieben steht – deswegen die Anführungszeichen.

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Was ich meine ist, dass er das Pferd auch in den „Halt“ drängelt, bis es dann in Kopf und Körper nachgibt. Das wäre zum Beispiel nicht mein Weg, weil ich will, dass das Pferd zu mir in den Halt kommt. Da scheiden sich bei der Bodenarbeitsstunde auch die Geister bei uns beiden. Ich bitte das Pferd zu mir zu kommen und mir zu folgen. Wolfgang findet, dass ich das Pferd gelockt habe und mir lieber über das Treiben eine Verbindung suchen soll.

Er zeigt mir seine Idee an Brokat – ein hübscher Schecke, der erst seit kurzem am Stall ist. Brokat ist neugierig und interessiert, wendet sich aber auch schnell wieder ab, weil er vermutlich wenig Vertrauen in das hat, was vom Menschen kommen könnte.

  • Wolfgang Marlie nähert sich an lässt das Pferd an seiner Hand schnuppern und greift dann nach Brokats Kopf
  • Er gibt mit der einen Hand Druck mit beiden Fingern auf die Nase und streichelt das Pferd gleichzeitig mit der anderen Hand am Kinn
  • Nach und nach beginnt er den Kopf des Pferdes zu bewegen. Nach rechts und links. Nach oben und unten.
  • Er stellt und biegt den Pferdekopf
  • Dabei macht er immer wieder Pausen und streichelt das Pferd
  • Er hält es nicht krampfhaft fest, lässt ihm aber auch wenig Raum den Kopf wegzubewegen

Vieles erinnert mich an der Art der Bodenarbeit sehr an die Konzepte von Natural Horsemanship. Treiben statt Folgen. Druck und Pause als Kommunikationsmittel und Energie über eine zum Teil ziemlich energetische Körpersprache in einem eingegrenztem Raum.

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Wolfgang Marlie spielt „wer bewegt wen“ mit den Pferden und gibt sich selbst als Ruhepol in der Mitte. Da ist für mich manchmal zu viel Forderung und zu wenig Bitte, aber ich bin auch bekennende „Wattebauschwerferin“.

Das Timing stimmt und er kann Pferde lesen. Das merkt man seiner Bodenarbeit an. Er ist klar in seiner Körpersprache und die Pferde wissen sehr schnell, was sie bekommen. Manchmal regt er mir fast schon zu sehr auf als an – aber auch das ist mein persönlicher Blickwinkel. Gleichzeitig spürt man immer wieder auch mal seine Biographie durchschimmern.

Er kommt aus einer Zeit in der man sehr hart mit den Pferden umgegangen ist und hat über die Jahre sicher Sanftmut in sich gefunden für die Pferde. Man spürt die Liebe zu den Tieren. Trotzdem ist mein Begriff von „Sanftmut“ noch ein anderer als seiner und ich würde ihm nicht in allen Theorien zustimmen. Gleichzeitig nehme ich viel Inspiration, Anstöße zum Nachdenken und Gedanken einfach wertneutral für mich mit und überlege mir, was ich für mich daraus mache.

Kurzes Fazit zum Reiturlaub in der Pension Marlie

Die Schulpferde reagieren sehr fein auf Stimmsignale, kein Reiter muss Schenkel oder Zügel einsetzen, man kann mit Gewichtshilfen und Stimmhilfen reiten und sich so ganz auf den eigenen Sitz, die Übungen und die Reitstunde konzentrieren. Die Pferde werden zunächst gebisslos geritten, damit niemand Unerfahrenes am Maul zerren kann und jedes hat natürlich seine eigene passende Ausrüstung. Sie stehen in einem Winterpaddock in der Herde und kommen nur nachts in die Box.

Die Stimmung ist positiv und wohlwollend, die Reitlehrer erklären sanft und geduldig, es liegt ein Lächeln und Spaß an der Sache in der Luft. Wichtig ist den Trainern und Wolfgang vor allem Angst zu nehmen und Mut zu machen. Alles wird in sehr kleinen Schritten erklärt und keiner darf aufs Pferd, der nicht vorher mindestens eine Stunde Bodenarbeit gemacht hat um sich dem Wesen der Pferde etwas mehr anzunähern. Das würde ich mir für alle Reitschulen wünschen. Zumal Bodenarbeit hier auch bedeuten kann, dass der Schüler eine Stunde lang das Pferd streichelt oder putzt oder nur zwei Meter nach rechts oder links bewegt, weil auch viele Menschen ohne Pferdeerfahrung oder mit Ängsten kommen, die sie abbauen wollen.

Wir Schüler werden nicht bewertet, sondern bekommen Ideen, Inspiration und Hinweise. Es gibt für jeden Schüler eine Einführung, die immer mit der Bodenarbeit startet, weil viel Wert auf die Kommunikation und Beziehung mit dem Pferd gelegt wird. Nichts wird übereilt, Fragen dürfen jederzeit gestellt werden und das Wissen wird freigiebig geteilt. Die Pension ist sehr gemütlich und Karli, die Seele des Hauses, gibt uns zusammen mit ihrem Personal jeden Tag das Gefühl ein herzlich willkommener Gast zu sein. Es ist sehr einfach sich in der Pension wohlzufühlen.

Es kommt aber immer wieder vor, dass die Schulpferde bis zu vier mal pro Tag Unterricht gehen müssen. Da der Unterricht Schritt für Schritt und im positivsten Sinne langsam vorangeht und zum Teil eben auch in der Bodenarbeit besteht, überarbeiten sich die Pferde dabei nicht. Nur mag ich die Botschaft ans Pferd nicht so gerne. Es wird ja viermal rausgeholt, zum Teil auch viermal gesattelt und muss so viermal mit einem fremden Menschen in Kommunikation treten – egal ob bei der Bodenarbeit oder beim Reiten. Es wäre für mich nicht besonders schön, wenn ich mir vorstelle, dass ich gerade Feierabend gemacht habe und schon wieder ruft ein neuer Kollege an, der mich ins Büro bittet.

Mir fehlt der tägliche Koppelgang – was ein bisschen dem Platz geschuldet ist. Auf meine Nachfrage erfahre ich dann, dass die Pferde eine Weide haben und dort auch immer wieder Wochenweise hindürfen. Mehr wäre schon schöner, denke ich. Wie so vieles andere, sobald Pferd nicht heißgeliebte Privatpferde sind und sie einen Job als Schulpferde haben. Das ist ja immer ein Dilemma. Mehr Bemuskelung, mehr Gymnastizierung, mehr Freizeit – wäre ja alles immer schön. Aber letztlich ist es immer noch ein Reitbetrieb, der funktionieren muss.

Aber das Reiten ist – so wie ich es erfahren habe – der pferdefreundlichste Reitunterricht, den ich bei einer Reitschule bislang erlebt habe. Die Pferde reagieren fein im Unterricht und sind den Menschen gegenüber durchaus freundlich und interessiert. Sie äußern auch ihre Meinung. Das zeigt mir, dass sie das dürfen und darauf geachtet wird, wie es ihnen geht und was sie fühlen.

Dank des Systems der Stimmhilfen funktioniert das eben ohne Zügelzerren oder klopfende Schenkel. Und das wiederum macht den Unterricht sehr pferdefreundlich. Außerdem erfahre ich von einer Trainerin, dass die ganzen Schulpferde dem Hof geschenkt wurden. Es sind oft also auch Pferde mit einer Vergangenheit, die natürlich auch die Blessuren dieser Vergangenheit in sich tragen. Umso erstaunlicher ist, wie entspannt die Pferde alle sind.

 

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2 Kommentare zu “Pas de deux! Wie wir die Pferde zum Tanz bitten können

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,
    das erste Zitat finde ich sehr schön und ist ein Punkt an dem ich bei mir durchaus noch arbeiten kann. Immer wieder habe ich eben doch Erwartungen an meine Mini-Bande und auch wenn meine Liebe nicht an diesen Erwartungen hängt, beeinträchtigen sie schon unsere Zusammenarbeit.
    Auch das zweite Zitat werde ich versuchen mir vermehrt zu Herzen zu nehmen. Für mich bedeutet es, dass nicht ich bestimme, ob etwas für den anderen okay war, was ich sage, sondern derjenige, an den ich es sende. Nicht ich kann sagen, dass etwas für meine Ponys in Ordnung ist, sondern nur sie selber.
    Mich hat Wolfgang Marlie sehr interessiert als du eine DVD von ihm vorgestellt hast und auch dort waren schon viele Denkanstöße für mich drin. Was ich aber jetzt lese, ist für mich nichts. Treiben kommt bei mir nicht in Frage. Im Gegenteil ich lerne gerade noch weniger fordernd zu sein und mehr das anzunehmen was ist.
    Unser Ponymädchen hat sich arg schwer getan mit dem Umzug in das neue Zuhause. Die Maus ist sehr behütet aufgewachsen, hatte wenige Reize und ist von eher ängstlichem Naturell. Sie findet Veränderungen und neue Sachen immer prinzipiell erst Mal doof. Sie wurde bei uns richtig depressiv, hat sich von der Herde abgekapselt, wollte nicht mehr fressen und es ging ihr auch gesundheitlich nicht gut. Ich habe versucht möglichst viele Angebote zu machen, sie abzulenken und aufzumuntern, dachte, wenn sie im Training Erfolgserlebnisse hat, tut ihr das gut und war der Maus einfach viel zu zudringlich damit. Sie hat immer weiter dicht gemacht, sich immer mehr von mir und ihrer Herde abgewandt und stand nur noch alleine auf dem Paddock. Mir hat das Herz geblutet sie so zu sehen.
    Dann habe ich mich einfach zu ihr auf den Paddock gesetzt, habe die anderen beiden weggesperrt und war mit ihr mit Absicht auf dem Teil des Paddocks wo das Heu, Wasser und Unterstand sind. D.h. sie hatte alles was sie brauchte, die anderen hat sie gesehen. Ich bin etwas abseits von ihr gesessen, habe mit dem Sand gespielt und sie nicht weiter groß beachtet. Der erste Tag verlief so, dass ich da saß und sie ist an der Heuraufe gestanden und hat etwas gefressen. Irgendwann bin ich aufgestanden, hab die anderen wieder dazugelassen und bin gegangen. Die nächsten Tage habe ich das wiederholt. Die erste Zeit hat sie keine Notiz von mir genommen, erst nach ein paar Tagen, hat sie sich an die Seite der Heuraufe gestellt wo sie näher bei mir war. Ich habe sie nicht angesprochen, nicht angefasst und sie auch nicht groß angeschaut. Nach ein paar weiteren Tagen kam sie auf mich zu, hat meine Beine abgeschnuffelt und ging wieder. Ich habe sie freudig empfangen, habe sie aber kommentarlos gehen lassen. Auch das haben wir wieder etwas gemacht, dann hat sie richtig Kontakt aufgenommen und ich konnte sie vorsichtig „putzen“. Wobei es mir nicht darum ging das Pony sauber zu bekommen. Sie wollte eindeutig an der Brust und sonst nirgends geputzt werden also habe ich das so gemacht. Das haben wir einige Male wiederholt, irgendwann hat sie angefangen ihren Kopf in der Bürste zu reiben.
    Nachdem wir das eine Weile gemacht haben, habe ich ihr beigebracht unter drei verschiedenfarbigen Blumentöpfen den Blauen zu erkennen. Das ist auf den ersten Blick ein sehr unnötiger Trick, aber es war eine Übung wo sie schnell Erfolg hat, keine Bewegung von ihr gefordert ist (was einfach zu dynamisch gewesen wäre), ich mich nicht bewege (auch das wäre da einfach noch viel zu viel gewesen) und sie schnell lernt. Mit Spaß und Begeisterung hat sie mitgemacht und auch sonst hat sie sich mittlerweile total verändert. Mit Bachblüten und meinem veränderten Umgang, dem immer weniger fordern, geht es ihr nun wieder richtig gut, sie drängelt sich mittlerweile frech in das Training mit den anderen Ponys, ist wieder voll dabei in der Minibande und ist viel wacher und interessierter.
    Mir persönlich hat da gezeigt, das selbst freundliches Nachfragen manchmal zu viel sein kann und das es unheimlich wichtig ist, dass der erste Schritt vom Pferd kommt. Mit Treiben hätte ich sie bestimmt zu einem gehorsamen Mitmachen bekommen, aber ihrer Psyche hätte das nicht geholfen, ich bin mir sogar sehr sicher, dass es die Probleme eher verschlimmert hat. Obwohl sie der Herde sehr rangniedrig ist und schon zur Seite springt, wenn unsere Pferdedame sie böse anguckt, hat sie keine Führung von mir gebraucht, sondern Liebe und Verständnis.
    Ohje, das ist wieder viel geworden…
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, das kann ich gut verstehen – deine Ponybande hat es ja ohnehin so gut bei dir. Bei dir wäre ich gerne Pony. Ich stelle nur immer wieder fest, dass meine Kleine zum Beispiel sich geradezu Führungskompetenz von mir wünscht. Das ist zumindest das immer stärker werdende Gefühl, wenn ich mir anschaue, wann sie zufrieden ist und wann nicht. Das bringt mich in ein Dilemma, weil ich sie lieber glücklich kuscheln und allein mit Leckerli trainieren würde. Aber je nach Pferdetyp müssen wir wahrscheinlich eine andere Balance finden, denke ich immer mehr – oder ich suche einfach noch weiter nach den richtigen Antworten 😉 Den heiligen Gral habe ich noch nicht gefunden. Aber ich kann verstehen, das Marlie dir zu tough ist – du kommst ja von der ganz anderen Seite. Ich mache auch einiges anders – aber es ist ein Weg, den er geht, der für viele Pferde-Mensch-Paare sicher auch sehr gut funktioniert. Ich finde alles spannend – auch wenn es nicht immer alles für mich sein muss – solange es fair dem Tier gegenüber ist. Auf jeden Fall freue ich ich wie immer sehr über deine Gedanken und deinen Blickwinkel und schicke ganz liebe Grüße an deine Ponybande und dich, Petra

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