Ein Buchstabe reicht um dein Pferd besser zu trainieren.

Die Kommunikation zwischen dir und deinem Pferd könnte ganz einfach sein. Dafür musst du nur einem Buchstaben folgen: DEM „L“.

Das ist der heilige Gral des Pferdetrainings, das Hallelujah der Pferdearbeit. Kurz: Es ist der Zauberbuchstabe.

Dein Pferd kann dich glücklich machen und du dein Pferd. Glaub mir, dein Pferd ist dein bester Psychologe. Es zeigt dir kostenlos und ganz ohne Krankenkassenschein, wie du ein zufriedener Mensch werden kannst. Und du kannst ihm dafür Zufriedenheit und Gelassenheit zurückgeben. Was das alles mit dem „L“ zu tun hat?

Das ist ganz einfach. Ich werde dir erklären, wie das „L“ dir in deinem Pferdealltag weiterhelfen kann.

Mit einem Schnauben auf die Psychologencouch

Ich habe nachgedacht. Das kommt tatsächlich manchmal vor. Nach der letzten Runde Bodenarbeit mit meiner zauberhaften Trainingspartnerin Dazzy habe ich also nachgedacht und dabei festgestellt, dass alle guten Wörter beim Pferdetraining mit einem „L“ anfangen.

DAzzy bei der Bodenarbeit

Bevor ich zum ersten „L“ komme noch der Stundenplan von Dazzys und meiner Bodenarbeitsrunde für dich, falls du wissen willst, was wir treiben und warum.

INFO:  Dazzys und mein Stundenplan für den Tag

  1.  „Kopf runter“: Indem ich die Hand Richtung Boden nehme. Kopf unten ist eine Entspannungshaltung und eine Dehnungshaltung, die man schön als einfache kleine Übung mit dem Pferd trainieren kann. Nimm die Hand runter, das Pferd wird dir folgen, weil es neugierig ist. Dann lobst du es.
  2. „Hinterhand und Vorhand Weichen“: Indem ich die Hand jeweils leicht anlege und sie darum bitte die Beine der Vorhand und der Hinterhand zu kreuzen. Am besten, dort, wo auch die Reiterhilfe gegeben wird. Das geht anfangs noch nicht immer. Da Weichen gymnastiziert dein Pferd und hilft ihm die Hinterhand zu aktivieren und Vorhand- sowie Hinterhand unabhängig voneinander bewegen zu können, ist auch nicht das schlechteste. Es ist im Grunde eine Vorbereitung auf das Reiten.
  3. „Galopp aus dem Schritt“: Anschließend war unsere Aufgabe aus dem Schritt am Rope anzugaloppieren auf meine Körperbewegung hin. Unterstützt von einem Küsschengeräusch. Das wiederum ist gar nicht so leicht, weil es Kraft in der Hinterhand braucht. Es ist eine tolle Übung. Auch die Übergänge zwischen Schritt und Galopp oder dann vom Galopp in den Trab und wieder in den Schritt..
  4. Manchmal kam sie mir zu nahe, dann habe ich ihr erst gezeigt, dass sie ein bisschen Abstand halten soll, bevor wir wieder aus dem Schritt angaloppiert sind

Pferdetraining Kopf runter

Vorhand weichen

Das „L“

Wie versprochen, bekommst du jetzt eine Liste der „L“-Wörter, die dir dabei weiterhelfen mit deinem Pferd eine bessere „L“iebevolle (ha!) Kommunikation zu entwickeln. Und ich erkläre dir, warum dir dein Pferd dabei hilft ein besserer Mensch zu werden. Wenn du es zulässt und ihm zuhörst. Ein Meister der feinen wortlosen Kommunikation ist übrigens Mark Rashid. Ich LIEBE seine Bücher:*

1.„L“ wie LOB

Ohne Lob lässt du dein Pferd im Stich. Das Lob ist so wahnsinnig wichtig, dass ich dir später noch mehr dazu erzählen werde. Du lässt dein Pferd aber auch im Stich wenn Du es nicht „L“eitest. Da haben wir es wieder das „L“.

Lob

2.„L“ wie LOCKER bleiben

Du musst „L“ocker bleiben. Schon wieder ein „L“. Dein Pferd ist ein Fluchttier. Es spürt deine Angst, deine Unruhe und Unsicherheit. Es wird sich fragen, warum du unruhig bist. Schließlich bist du seine Herde, solange es mit dir auf dem Platz oder im Gelände ist. Pferde synchronisieren sich in der Herde. Sie spiegeln sich. Dahinter stecken die sogenannten „Spiegelneuronen“.

Die Verhaltensbiologin Marlitt Wendt hat ihre Wirkung HIER kurz zusammengefasst.

Im Idealfall spiegelt das Pferd deine Bewegungen beim Training, weil es das gleiche Bein zur gleichen Zeit hebt wie du. Das ist ein schönes Gefühl.

Bodenarbeit

Pferdetraining

Pferdetraining

Wenn du also ruhig und mit einem Lächeln dabei bist, wird dir das dein Pferd genauso spiegeln, wie wenn du verkrampfst und Angst oder Wut empfindest. Das alles wird dir dein Pferd in eurer kleinen Herde spiegeln. Immer vorausgesetzt, dass ihr nicht ganz grundlegende Probleme habt, das Pferd vielleicht auch eine problematische Vergangenheit und andere Erlebnisse hat, die sein Verhalten beeinflussen. Sie können den Spiegel teilweise überlagern. Aber selbst dann wird so ein Pferd dein Verhalten spiegeln.

Noch mehr Infos zu diesem Thema bekommst du in diesem Buch*.

Als sensibles Tier kann das Pferd fast nicht anders, als zu spiegeln:

  • Bist du ein nervöser Mensch? Dann wird dein Pferd dir beibringen ruhiger zu werden, weil du es musst, damit du es nicht im Stichlässt
  • Bist du ein unsicherer Mensch? Dann wird dein Pferd dir beibringen selbstbewusster und klarer zu werden. Weil du es musst, damit es dir zuhört und mitarbeitet
  • Bist du ein lauter Mensch? Dann wird dein Pferd dir beibringen, leiser zu werden. Weil du es musst, damit es dir gerne folgt und dir auch weiterhin zuhört.

Das sind nur drei Beispiele, warum dein Pferd dein bester Psychologe ist. Es spiegelt dir deine Schwachstellen. Und nur wenn du dich darauf einlässt und daran arbeitest, wirst du dein Pferd besser trainieren können.

Aber kommen wir zum nächsten „L“.

Wenn also eines der Pferde in der Herde nervös ist, spüren das die anderen und fragen sich wo der nächste Löwe sich versteckt. Dieses Verhalten ist überlebenswichtig für ein Fluchttier. Wenn dein Pferd bei dir ist, bist du seine Herde. Na? Merkst du etwas? Du signalisierst deinem Pferd, dass ein „L“öwe ums Eck sein könnte, wenn du nervös oder hektisch bist.

3.„L“ wie LÖWE

Da fällt mir auf: „L“öwe fängt ja auch mit einem „L“ an. Den solltest du aber auf keinen Fall anstreben. Du musst dir also immer wieder sagen, dass kein Löwe in der Nähe ist.

TIPP: Vielleicht musst du dir auch manchmal sagen, dass dein Pferd kein Löwe ist. Manchmal kommen diese 500 Kilo-Tiere uns ja auch irgendwie wie Löwen vor und wir fragen uns, was passiert, wenn sie uns anfallen. Keine Angst, da dein Pferd kein Löwe ist, wird es dich vermutlich nicht anfallen. Als Fluchttier wird es lieber sein Heil in der Flucht suchen.

Also musst du daran arbeiten weder ein Löwe zu sein, noch dich so zu verhalten, als ob ein Löwe hinter dem nächsten Apfelbaum lauern würde.

Glaub mir also: Ein „L“öwe willst du nicht sein.

Das sorgt aber für ein kleines Problem. Denn wir Menschen sind den Löwen leider ähnlicher, als wir glauben.

  • Wir haben die Augen vorne und neigen dazu, damit zu starren
  • Wir riechen nach Fleisch (wenn wir nicht gerade Veganer sind)
  • Wir laufen gerne frontal auf andere zu
  • Wir sind direkt und haben eine Raubtierattitude

Du musst den Löwen in dir und die Löwen um dich herum unbedingt loswerden.

  • Starre deinem Pferd nicht immer in die Augen
  • Lauf nicht frontal auf dein Pferd zu, wenn es nicht sein muss
  • Verhalte dich gelassen und schleiche nicht um dein Pferd herum, als ob es eine Beute wäre
  • hab Spaß und sei ganz bei dir und dem Pferd
  • Erwarte nicht ständig, dass gleich etwas schief geht und hab Vertrauen in dein Pferd
  • Und benutze das nächste „L“-Wort. Immer wieder. Ach was schreibe ich denn da – benutze es ständig!

4.„L“ wie LÄCHELN

Um den Löwen in dir loszuwerden, kann dir auch das „L“ächeln sehr helfen. Das ist so eine Art Instantentspannungsinstrument für deinen Körper. Hier findest Du perfekt zusammengefasst 10 Fakten über das Lächeln. Stresshormone werden schneller abgebaut und der amerikanische Psychologe Paul Ekman hat herausgefunden, dass Lächeln Glücksgefühle auslösen kann. Und wer glücklich ist, ist entspannt, richtig?

Pferdetraining Galopp

Unter anderem haben Forscher herausgefunden, dass allein das Bewegen der Gesichtsmuskeln in Richtung Lächeln erste Glückshormone ausschüttet. Es ist das perfekte Anti-„L“öwen-Mittel. Und das Lächeln erinnert dich daran, dass das Spaß macht, was du gerade tust.

Klar, wenn dein Pferd dich beißt oder bockt, wird es kurz mal schwierig. Da kannst du dir nicht immer sofort ein Lächeln ins Gesicht pappen und hoffen, dass es kleben bleibt. Aber du kannst dich sofort nach einer stressigen Situation daran erinnern, dass es Spaß macht, mit deinem Pferd zusammenzusein. Du kannst wieder lächeln. Immer wieder. Zwischendurch. Solange bis das Lächeln zu einem Dauerbegleiter wird.

(Reklame)

Bei dem Pferdetrainer Alfonso Aguilar wird das Lächeln sogar von einem Schnaufer begleitet. Alfonso gönnt sich und dem Pferd nach jeder Aufgabe eine Pause mit seinem speziellen Atmer. Das funktioniert wahnsinnig gut. Denn er schnauft und lächelt die Anspannung von sich und seinem Pferd damit weg. Der „S“chnaufer fängt zwar mit einem „S“ an, aber wir wollen ihn ausnahmsweise durchgehen lassen.

Nicht vergessen: Immer „L“ocker bleiben. Okay, das ist nicht einfach. Vor allem, wenn ein großes 500 Kilogramm schweres schnaubendes Ding sich gerade neben dir aufregt.

TIPP: Aber es gibt eine Zauberregel, die immer und für jedes Pferd gilt: Umso lockerer und cooler du bleibst, desto schneller wird sich dieses schnaufende und schnaubende 500 Kilogramm-Paket wieder beruhigen.

Dann können dir noch folgende zwei „L“s beim Pferdetraining weiterhelfen.

Pferdetraining Galopp

5.„L“ wie LOB und 6.“L“eitlinien

Das sind die Rahmen-„L“inien (verrückt, wie viele tolle Wörter mit einem „L“ anfangen) innerhalb derer sich dein Pferd bewegen kann. Es gibt deinem Pferd Sicherheit, wenn du ihm mit Lob die Richtung zeigst, in die es gehen soll, weil du richtiges Verhalten bestätigst.

Gleichzeitig zeigen die Leitlinien deinem Pferd wohin es nicht gehen soll, weil du falsches Verhalten eingrenzt und ihm zeigst, was du nicht willst. Damit bist du lesbar für dein Pferd und das wird dein Pferd glücklich machen. Versprochen.

Pferdetraining Abstand

Dabei darfst du eines nicht vergessen: Jedes Pferd ist anders. Genau wie du und dein Nachbar, deine beste Freundin, deine Tante oder deine Mutter sich unterscheiden. Die eine ist schneller beleidigt, der andere ist empfindlicher, die nächste ist sensibler, der andere ist rumpeliger und übersieht dein Nein schon mal. Gehst Du mit allen gleich um? Vermutlich nicht.

  • Du sagst der aufdringlichen Tante etwas deutlicher und strenger, dass sie dir nicht schon wieder in dein Leben reinreden soll
  • Dafür sagst du deiner sensiblen besten Freundin ruhig und geduldig, warum du morgen keine Zeit hast.
  • Oder dem rumpeligen Nachbarn ganz klar und deutlich, dass er nicht Nachts an deine Tür rumpeln soll.

Genau so musst du dir auch dein Pferd ansehen:

  • Welchen Charakter hat es?
  • Ist es selbstbewusst oder unsicher?
  • Wie reagiert es auf dich?
  • Triggerst du manches auch mit deinem Verhalten?
  • Ist es unverschämt und unhöflich oder einfach nur ängstlich?

Du kannst dir diese und noch viel mehr Fragen stellen und dann kannst Du in jeder Situation überlegen: Braucht es mehr LOB oder mehr LEITLINIEN?

Wie kannst du Loben?

  • Mein liebstes Lieblingslob ist das Stimmlob
  • Gerne auch verbunden mit einem Streichellob

Lob

  • Ein ganz tolles Lob ist die Pause. Pferde sind Energiesparer. Sie wollen als Fluchttiere möglichst wenig verbrauchen. Wenn du deinem Pferd nach einer tollen Aufgabe eine kurze Pause gönnst, gibst du ihm damit das größte Lob überhaupt. Außerdem kann es nachdenken. Das Gelernte kann sich setzen.
  • Das Futterlob ist umstritten:
    • Manche sagen: „OOOOOH mein Gott, wie kannst Du nur??!?“
    • Manche sagen: „Hallo!?! Ist doch eine tolle Motivation“.

Ich stehe dazwischen. Ich denke, dass ein Futterlob im richtigen Moment und verbunden mit der gut gelösten Aufgabe oder als Motivation für manche Pferde ganz toll sein kann.

Aber ich glaube auch, dass man es nicht damit übertreiben sollte und es Pferde gibt, die dadurch zu Dauerknabberern werden können. Pferde haben eine Reaktionszeit von wenigen Sekunden. Wenn du also die Karotte 2 Minuten nach der gelösten Aufgabe gibst, wird sich das Pferd nicht mehr daran erinnern, dass es die Karotte für eine Leistung bekommt. Je nach Pferd kannst du dir so ungewollt einen Knabberer und Taschensucher erziehen.

Du siehst also – ganz kurz zusammengefasst – dass das Futterlob eine schwierige Sache ist, die man gut beherrschen sollte. Dann kann sie aber sehr motivieren und toll sein.

Jetzt kommen wir noch zu den „L“eitlinien

Die mag ich nicht so gerne, wie das Lob, aber leider sind sie genauso wichtig. Wer sagt schon gerne anderen, was sie falsch machen. Aber wenn du deinem Pferd keine Leitlinien gibst, wirst du es nervös machen oder verunsichern.

Je nach Pferd bist du auch mehr damit beschäftigt Leitlinien zu geben, als zu loben. Manche Pferden fordern dich dazu auf, weil sie entweder unsicher oder selbstbewusst sind und Leitlinien wollen oder brauchen. Auch das gehört dazu.

 Du musst dir immer, wenn du etwas tust ganz sicher sein, dass du die Leitlinie auch durchsetzen kannst und willst. Wenn die Aufgabe für dich oder dein Pferd noch zu schwer ist, dann gehe lieber etwas Leichteres an.

Wie kannst du Leitlinien vorgeben?

  • Das Timing ist sehr wichtig
  • Fang immer bei einer leichten Stufe an und steigere dich dann. Das hat etwas mit Fairness zu tun. Wenn du deinem Pferd immer gleich mit Gertenschwung sagst, dass es etwas tun soll, ist das weder Fair, gerecht, nett, respektvoll oder gar eine besonders gute Leitlinie.
  • Zeige deinem Pferd ruhig aber klar, was du willst. Und bitte es so lange freundlich, bis es versteht, was du willst. Wenn du im richtigen Moment lobst und „ja, richtig“ sagst und im richtigen Moment „nein, falsch“ signalisierst, dann weiß dein Pferd woran es ist und was du von ihm wünschst.

Pferdetraining Abstand

Pferdetraining Abstand

Ich will dir ein Beispiel geben:

Du willst, dass dein Pferd nicht anfängt zu halten und zu grasen, wenn du mit ihm spazieren gehst. Immer wieder bleibt es stehen und zerrt an deinem Strick. Das ist irgendwie unhöflich. Schließlich konzentrierst du dich ja auch nicht auf dein Handy, während dein Pferd mit dir unterwegs ist. Du willst deinem Pferd also sagen: Hey, zerr nicht an meinem Strick, sondern folge mir aufmerksam. Noch ist keine Zeit zu grasen.

So könnten die Stufen aussehen: 

  • Stufe 1: Erheben der Stimme
  • Stufe 2: Mehr Energie mit Körpersprache (einen energischen Schritt weitergehen und wenn das nicht hilft etwas Energie Richtung Hinterhand schicken, um ihm zu zeigen, dass du es bewegst und nicht von ihm bewegt wirst)
  • Stufe 3: leichtes Schwingen mit dem Stick oder der Gerte oder dem Rope in Richtung Hinterhand
  • Stufe 4: Mehr und deutlicher Schwingen
  • Stufe 5: Antippen mit Gerte, Stick oder Rope
  • Stufe 6: Deutlicher antippen
  • Stufe 7: Ganz klar anzeigen, dass Du es ernst meinst (damit meine ich nicht prügeln!!) – Deine Gerte ist ein Hilfsmittel, ein verlängerter Arm. Mit dem streichelst Du, zeigst dezent an und zeigst aber auch mal Grenzen – wenn es sein muss. Aber auch da niemals mit Wut, Aggression, butaler Kraft oder Gewalt!
ACHTUNG: Gib Deinem Pferd immer die Chance zu reagieren. Und gib ihm diese Chance jedesmal wieder neu. Fang immer bei Stufe 1 an. Alles andere ist unfair!

Du kannst es im Grunde mit dem Verhalten in der Herde vergleichen. Wenn ein Pferd einem anderen die Grenzen aufzeigt, geht das immer erst sehr dezent und leise los.

Zum Beispiel: 

  • Erst gibt es kleine Signale mit dem Ohr
  • Dann mit dem Schweif
  • Dann vielleicht beides
  • Dann mehr von beidem
  • Dann kommt der Kopf dazu
  • Dann wird vielleicht mal geschnappt
  • Dann hebt sich drohend der Huf
  • Dann erst wird wirklich zugebissen oder leicht getreten
  • Dann wird heftiger getreten und vielleicht gestiegen usw.

Das andere Pferd hatte zu jedem Zeitpunkt die Chance die Grenzen zu akzeptieren und dann wäre es beim Ohr anlegen geblieben. Aber wenn es immer weitermacht, steigert sich die Leitlinie eben immer mehr.

Du wirst immer beobachten, dass jedes Pferd erst mit dem kleinsten Signal anfängt. Jeden Tag neu. Kein Pferd steigt sofort mit der höchsten Stufe ein und tritt sofort los. Es lässt dem anderen immer die Chance zu reagieren. Zumindest kein Pferd, das normal und klar im Kopf ist. Ausnahmefälle gibt es immer.

Pferdetraining Folgen

Kein Pferd meint etwas böse. Also die meisten zumindest nicht. Deswegen solltest du es auch nie böse meinen. Wut ist nicht angebracht. Es bringt euch beide nicht weiter. Das bringt uns zum nächsten „L“.

7.„L“ wie LIEBE

Nie die „L“iebe vergessen:

  • Du liebst dein Pferd
  • Du liebst seine Persönlichkeit
  • Du liebst die Zusammenarbeit
  • Auch wenn es dich gerade frustriert. Gibs zu: Du liebst es!

Pferdetraining Kopf runter

Zum Schluss noch eines der wichtigsten „L“-Wörter – neben dem „Lob“, den „L“eitlinien und dem „Lächeln“. Ahnst Du es? Weißt Du welches Wort ich meinen könnte?

8.„L“ wie LEICHTIGKEIT

Auch wenn es manchmal hart ist. Auch wenn es frustrierend ist, wenn das Pferd und du keine so geniale Verbindung habt an einem Trainingstag. Auch wenn es regnet und du gestresst bist. Vergiss nie die Leichtigkeit. Gönn sie dir und gönn sie deinem Pferd.

Vergiss die großen Erwartungen. Es ist gut Ziele zu haben, klar. Aber der ganze Rest ist ein langer schöner spannender und wunderbarer Weg zu deinen Zielen. Der kann ziemlich anstrengend werden, wenn du ihn verbissen und gestresst gehst. Aber er kann wunderschön werden, wenn du ihn mit Leichtigkeit gehst.

Die Leichtigkeit kommt nicht von alleine. Die kannst du dir erarbeiten. Stück für Stück, Schritt für Schritt. Nicht umsonst sagen alle großen Pferdetrainer: „Die Arbeit mit Pferden ist vor allem Arbeit an uns selbst.“

DAzzy bei der Bodenarbeit

Pferdetraining Galopp

Pferdetraining

Zusammengefasst: Wenn du zuhörst, deinem Pferd Leitlinien, Lob und ein Lächeln schenkst. Versuchst in allen Situationen locker zu bleiben und die Leichtigkeit nicht zu verlieren. Dafür den Löwen in dir vergisst und dein Pferd mit Liebe betrachtest, dann wird es dir innere Gelassenheit, Coolness und Freude schenken.

Ich meine, mal ehrlich – jeder studierte Psychologe kann doch einstecken im Vergleich zu deinem Pferd, oder?

Du bekommst den Duft von Heu, fluffiges Pferdefell, Freude und Lachen, Natur und frische Luft PLUS eine Psychologencouch in einem. UND das Beste ist: Du kannst dich auf der Psychologencouch auch noch in gestrecktem Galopp durch die Gegend tragen lassen. Das ist doch wohl ein bisschen Arbeit an dir selbst wert.

TIPP:  Das ABC hat 26 Buchstaben. Das „L“ ist nur einer davon. Wenn auch ein sehr wichtiger 😉 Bei der Pferdearbeit also bitte nicht die ganzen anderen Buchstaben, Zwischentöne und Graustufen vergessen. Am besten fährst du, wenn du deinem Pferd zuhörst, weißt wer es ist und was es braucht. Und dich dann mit viel „L“-Power auf alles einlässt, was euch auf eurem gemeinsamen Weg begegnet. 
Ein Wort fehlt noch. Weißt du welches? Wir hatten „L“iebe, „L“ächeln, „L“ob, „L“ocker, „L“eichtigkeit, „L“eitlinien. Und was denkst Du, was fehlt. Die „L“onsequenz… okay, es war ein Versuch. Die klar Konsequenz. Dafür ist mir einfach kein Wort mit „L“ eingefallen. Aber vielleicht fällt Dir ein „L“-Wort für die Konsequenz ein? Schreib mir einfach einen Kommentar.

P.S.: Ein paar „L“eser (auch so ein wunderschönes „L“-Wort) haben mir noch die „L“angsamkeit und die „L“angmut geschrieben. Auch zwei wunderbare Wörter mit „L“, die in die Arbeit mit Pferden gehören. Nimm dir Zeit und gönne sie deinem Pferd auch, sagt die „L“angsamkeit. Genau wie die „L“angmut die daran erinnert, dass wir immer geduldig mit unseren Pferden sein sollten.

 

Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

30 Kommentare zu “ALLES läuft auf einen Buchstaben hinaus

  1. Sabine sagt:

    Soooo toll geschrieben
    Ich freue mich heute auf mein Pferd, welches ich seit 3 1/2 Wochen besitze.
    Heute werden ich wieder mit den vielen L’s an unserem Zusammenwachsen arbeiten.
    LG Sabine und Siggi

    • Petra sagt:

      Liebe Sabine, das freut mich sehr sehr sehr. Danke für deinen lieben Kommentar und vor allem: Ganz viel Spaß mit deinem Pferd! Seit 3,5 Wochen seit ihr ein Team? Das ist bestimmt eine spannende und aufregende Zeit. Ich wünsche euch einen schönen Tag und schicke dir „L“iebe Grüße :-), Petra

    • Alice sagt:

      So wahr… so richtig…. diese Zeilen sollte jeder verinnerlichen, der sich in die Nähe seines, oder nicht seines Pferdes bewegt! Bravo!

    • Sarah sagt:

      Liebe Petra,

      Wundervoll geschrieben, richtig toll. 🙂
      Ich habe eine Frage an dich..
      Und zwar weiß ich nie wirklich, wie ich mein Pferd verstehen kann…also….ich hab immer Angst, das ich zu viel falsch verstehe oder gar nicht wahrnehme oder mein Pferd zu sehr „vermenschliche“ bzw etwas falsch interpretiere. Woran erkenne ich, was genau mein Pferd mir sagen will, wenn wir zusammen auf dem Platz arbeiten?

      LG Sarah

    • Petra sagt:

      Hallo Sarah, danke – wie lieb von dir 🙂 Das ist eine Kardinalfrage, die du da stellst – die kann ich auch gar nicht beantworten, weil jedes Pferd anders und jedes Pferd auch ein bisschen anders kommuniziert. Ich kann dich so gut verstehen, weil ich mir diese Frage auch immer wieder stelle. Ich glaube sogar, dass jeder Pferdemensch sich die Frage immer wieder stellt. Ich kann dir nur raten auf deinen Bauch zu hören. Dann kannst du dein Pferd auch auf der Herde oder im Umgang mit dir beobachten: Was ist dein Pferd für ein Charakter? Wie geht es mit anderen Pferden um? Ist er Ranghoch oder Rangniedrig? Pferde kommunzieren sehr viel über Energie und Körpersprache. Versucht dein Pferd dich zu bewegen oder lässt er sich leicht von dir bewegen? Wie reagiert er, wenn du etwas von ihm forderst, das er noch nicht kennt? Macht er sich fest, wird er motzig, versucht er mitzumachen? Ganz guter Punkt, der eigentlich bei allen Pferden gleich ist: Das Ohrenspiel. Ist ein Öhrchen bei dir? Dann hört er dir zu und ist aufmerksam. Die Mimik: Wie entspannt ist die Gesichtsmuskulatur? Daran kannst du den Stress ablesen, den dein Pferd hat. Schleckt und kaut es auch mal nach einer Lektion? Dann hat es vermutlich verstanden, was du ihm versucht hast zu sagen und denkt nach. Kann aber manchmal auch eine Stressabbaureaktion sein – muss also im Zusammenhang mit der ganzen Körperhaltung gelesen werden. Und und und… Du siehst – es ist kompliziert 🙂 Aber indem du dein Pferd genau beobachtest und viel auf dein Bauchgefühl hörst, wirst du nach und nach herausfinden, wie dein Pferd mit dir kommuniziert. Das ist jetzt alles sehr vage, aber ich hoffe, dass es dir trotzdem ein bisschen weitergeholfen hat. Ganz wichtig: Nie den Mut verlieren, das Ganze immer mit einem Lächeln machen und dich immer wieder daran erinnern, dass das alles ein Weg ist und du nichts von heute auf morgen können musst – ihr könnt euch nach und nach kennenlernen und so zusammenwachsen 🙂 Ganz liebe Grüße, Petra

  2. Sabrina sagt:

    Liebe Petra,

    wieder ein wirklich toller und lehrreicher Artikel 🙂 Es ist so wahr was du schreibst und man sollte sich dies immer wieder bewusst machen 🙂
    Weiter so, es macht einfach nur Spaß deine Blogs zu lesen 😉
    LG
    Sabrina

    • Petra sagt:

      Liebe Sabrina, das freut mich sehr 🙂 dankedankedanke!! Ganz liebe Grüße und bis bald, Petra

  3. Claudia sagt:

    Liebe Petra,

    danke für den wunderschönen Artikel! Ich „L“iebe das „L“ jetzt schon.

    Ich hab mich mit dem Thema, ob Pferde eine therapeutische Wirkung auf uns haben, auch schon in einem Artikel befasst. Es ist wirklich faszinierend was sie uns alles lehren und wie sie uns beeinflussen! Alleine die Entspannung die entsteht wenn wir uns nach einem harten Tag endlich nur auf eines konzentrieren, auf unser Pferd!

    Danke auch für die „Gras-Pyramide“ die werde ich gleich umsetzen!

    Liebe Grüße Claudia

    • Petra sagt:

      Liebe Claudia, da ist ja sogar ein „L“ in deinem Namen. C“L“audia 😉 Ich glaube, dass die Wirkung der Pferde wirklich immens ist. Da hast Du Recht. Aber nur wenn man sich darauf einlässt. Ich würde mir wünschen, dass alle Pferdemenschen das tun. Dann wären Pferd und Mensch beide glücklicher. Aber vielleicht kommt das ja noch. Wir arbeiten daran 😉 Ganz liebe Grüße, Petra

    • Claudia sagt:

      Liebe Petra,

      Stimmt!

      Darauf einlässt und einen Gleichklang herstellt in der freundschaftlichen Beziehung zum Pferd! Es gibt so viele „L“!

      Jeder der daran arbeitet oder bereits mit liest ist ein Anfang! Das allgemeine Umdenken wird sicher noch dauern. Aber man merkt deutlich, dass es sich bereits seinen Weg bahnt!

      Liebe Grüße Claudia

  4. Miri sagt:

    Liebe Petra, ein dickes LOB für diesen tollen Artikel! Ist mir wirklich noch nicht aufgefallen, dass so vieles mit L beginnt, obwohl ich bei jedem einzelnen Wort gedacht habe: JA!! So wichtig!

    Ganz viel LIEBE an dich, es ist so schön zu sehen wie du zur echten Pferdefrau heranwächst! Ich kann es kaum erwarten, dass du endlich mit deinem LIEBLINGSPFERD zusammenwachsen darfst!

    LIEBE LIEBE LIEBE (und ein kleines LECKERLI)!

    Miri

    • Petra sagt:

      Liebe Miri, danke – du hast mir mein liebstes „L“-Wort geschenkt 😉 Danke für deinen schönen Kommentar und das schönste Komp“L“iment des Tages: you made my day! Ich kann es auch kaum noch erwarten, bis mein liebstes Lieblingspferd endlich bei mir ist. Ganz viel „L“iebe zurück an dich und bis ganz bald, Petra

  5. Tanja sagt:

    Hallo Petra,

    ein wirklich toller Artikel. Ich arbeite mit meinem Pferd seit 3 Jahren, aber erst seit 2 Jahren so wie du es beschreibst. Vorher war ich unsicher, nervös, ungeduldig! Mein Pferd hat mich wirklich sehr viele Dinge gelehrt. Heute bringt mich so schnell nichts aus der Ruhe und die vielen sinnlosen Kommentare anderer Pferdebesitzer stören mich nicht mehr. Ich muss dazu sagen mein Pferd ist ein traumatisiertes Pferd und lässt sich (noch) nicht reiten, aber ich sag immer „wir haben doch Zeit“, es gibt so viele andere Dinge die man mit einem Pferd unternehmen kann und ich lerne täglich dazu! Und ich weiß – ich liebe mein Pferd so wie es ist!

    Liebe Grüße

    • Petra sagt:

      Hallo Tanja, da sprichst du mir aus der Seele. Die Liebe ist sowieso das wichtigste. Und die Zeit, die man sich lassen sollte. Wir pressen die Pferde ja so oft in Formen. Dabei vernachlässigt man die individuellen Bedürfnisse des Pferdes. Das ist am Ende für keinen befriedigend, denke ich mir dann. Weder für das Pferd noch für den Menschen. Ich war am Wochenende bei der Morgenarbeit von Anja Beran. Das war hochspannend, weil sie mir die Dressur nochmal ganz anders ans Herz gelegt hat und das auch sehr viel mit den individuellen Bedürfnissen des Pferdes zu tun hat. Demnächst gibt es dann das Interview dazu hier 🙂 Aber warum ich das erzähle: Sie hat im Grunde gezeigt, dass auch die Dressur individuell sein muss. Du gehst also genau den richtigen Weg, weil es euer Weg ist. Und all die Kommentare am Rande, sollen einfach auch mal nichts sagen und es mit ihrem Pferd richtig machen, statt sich damit aufzuhalten immer über die anderen zu reden. 🙂 Gut, dass du sie ignorierst. Alles Liebe und macht ruhig weiter so, Petra

  6. Susanne sagt:

    Und auch noch herzhaft mit- und übereinander „l“achen, alles immer so „l“angsam angehen, dass Mensch und / oder Pferd mitkommen und keine „L“angeweile aufkommen lassen :-).

    Danke Petra für den schönen Artikel!

    LG Susanne

    • Petra sagt:

      Ohja, das „L“achen ist die nächste Stufe nach dem „L“ächeln. Ich muss so oft über die Pferde grinsen und lachen. Dazzy zum Beispiel, war richtig süß. Ich wollte ein bisschen mehr Abstand und sie hat mich erst nicht verstanden. Dann hat sie alles ausprobiert, was sie so in ihrem Repertoire hat. Vom Kompliment über das Steigen bis Kopf tief. Frei nach dem Motto: Was hättest du denn gerne? Ich hab da das und das und das für dich. Ich musste so lachen und hab sie erstmal gestreichelt bevor wir wieder angesetzt haben zum Weichen 🙂 Du hast so Recht, das „L“achen ist ganz wichtig. Ganz „L“iebe Grüße, Petra

  7. Regine Schimpf sagt:

    Liebe Petra,
    ich habe die Pferdeflüsterei ganz zufällig (wobei es den Zufall ja garnicht gibt..) entdeckt und bin inzwischen so inspiriert und freue mich immer wieder über die Beiträge.
    Ich bilde gerade mit viel Freude eine junge Norikerstute aus und der L – Artikel ist einfach wunderbar und hilfreich, danke!!!
    Bitte immer weiter so!
    Mit lieben Grüßen
    Regine

    • Petra sagt:

      Liebe Regina, wie schön – der Zufall hat dich zu uns geführt. Schön, dass du da bist! Ich freue mich über so schöne Kommentare wie deinen. Sie sind meine größte Motivation. Also eigentlich muss ich dir dafür zurückdanken, dass du hier immer wieder vorbeischaust und mitliest. Noriker sind ja wirklich hübsche Pferde. Wie alt ist deine Stute denn? Sind wir in etwa gleichalt mit unseren Pferdekindern? Ganz liebe Grüße auf jeden Fall an dich und deine Stute, Petra

  8. marina sagt:

    Hi Petra, wieder ein super Artikel, vielen Dank. Hab eine Frage, die nicht zum Thema gehört, aber vielleicht bekomme ich ja trotzdem eine Antwort: Euer Reitplatzbelag interessiert mich, wie habt Ihr das mit dem Unterbau und der Tretschicht gemacht und wielange habt Ihr schon welche Erfahrungen? Wir denken auch über Holzhackschnitzel nach und wären für jeden Tip dankbar. LG Marina

    • Petra sagt:

      Hi Marina, ich habe bei Sabine nachgefragt – deren Platz das ist. Sie hat einen Unterbelag der Firma „Grüner Sand“ und darauf die Holzschnitzel. Die wohl alle 2 Jahre aufgefüllt bzw. getauscht werden müssen. Ich hoffe, dass dir das weiterhilft und schicke liebe Grüße, Petra

  9. Marion sagt:

    Liebe Petra, dieser Artikel spricht mir total aus der See“l“e. Ich besitze seit Oktober eine Haflingerstute, die im März ihr Fohlen bekommen hat und wir arbeiten jeden Tag an unserer Beziehung und dem Vertrauen, sowohl mit der Stute als auch mit dem kleinen Hengsterl. Dabei habe ich schon total viel über mich „l“ernen dürfen, denn Pferde sind wirklich wahre „L“ehrmeister und das „L“esen lernen ist echt total spannend, auch für meinen Mann, der totaler Nichtpferdemensch ist und mit den beiden seinen ersten Zugang zu diesen tollen Geschöpfen findet.

    Mit haben noch folgendes L gefehlt: die „L“eidenschaft, „L“ebensfreude und „L“ebensqualität, die ich alle wieder entdecken durfte, seit ich mein erstes eigenes Pferd habe. Die beiden sind mein ganzer Stolz, mein Kraftque“ll“ und „L“ebenselixir.

    LG, Marion

    • Petra sagt:

      Liebe Marion, wie „L“ieb – das freut ich sehr. Die Seele ist ein wunderschönes Kompliment für den Artikel. Deine drei „L“s sind wunderbare Vorschläge. Mir geht es ähnlich. Seit ich mich den Pferden widme und vor allem seit ich meine Kleine habe, bin ich glücklich. Immer dann, wenn ich bei ihr bin. Es ist wunderschön, was die Pferde einem geben, wenn man sich auf sie einlässt. Dir und deinen beiden alles „L“iebe und bis ganz bald auf der Pferdeflüsterei, Petra

  10. Monika sagt:

    Ich habe ein Pflegepferd und bin voll begeistert von dem Artikel. Was mir aus eigener Erfahrung zum Wort Konsequenzen einfällt ist : Liebevolle Grenzen. Sind zwar 2 Wörter, aber der Anfang ist das „L“. Lg ?

    • Petra sagt:

      Ja, das sind meine „Leitlinien“ – aber ich mag die „liebevollen Grenzen“ fast noch lieber – das fasst es besser zusammen 🙂 Danke für die schöne Ergänzung, Petra

  11. Maren Kühnert sagt:

    Ich lebe und arbeite seit vielen Jahren mit diesen wunderbaren Tieren und habe mich sehr gefreut diese Zeilen zu lesen, das Entschleunigen fällt in dieser schnelllebigen Zeit sehr vielen nicht leicht und wäre so wichtig um eine ständige Überforderung von Mensch und Pferd zu vermeiden

    • Petra sagt:

      Wohl wahr 🙂 entsch“L“eunigen ist ein wichtiges Wort. Wird sind so erfolgsorientiert, alles muss schnell gehen.. und dabei verpassen wir dann ganz viel. Ganz liebe Grüße und danke für die schöne Ergänzung, Petra

  12. Christine Garbers sagt:

    Sehr schöner Artikel!
    Habe jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen…..hat schon jemand was zum „leise sein“ gesagt?
    Ich meine, die Menschen quatschen immer viel zu viel, und häufig auch viel zu laut mit ihren Pferden.

    • Petra sagt:

      Oh, das ist neu- „L“eise kam noch nicht vor meine ich 🙂 Wobei ich gerne auch mit meinem Pferd rede – beim Spazieren gehen zum Beispiel, wenn sie unruhig wird und ich rede „L“eise mit ihr wandert der Kopf langsam wieder nach unten und sie schnaubt auch mal entspannt aus 🙂 Aber ich weiß was du meinst. Wenn man zu viel sagt, hat am Ende nichts mehr eine Bedeutung. Liebe Grüße, Petra

  13. Sabine sagt:

    Liebe Petra,
    danke, danke, danke, danke,….
    Genau das habe ich jetzt gebraucht!!! Ich danke dir hundertfach!
    Ich hab auch noch ein Wort – „L“ wie loslassen – alle Ängste und Sorgen, das Pferd wird es danken!

    Liebe Grüße
    Sabine u. Nathalie

    • Petra sagt:

      Hallo Sabine, das freut mich sehr. Und auch Danke Danke danke an dich für deinen supernetten Kommentar. Dein „L“Wort ist auch ein ganz wichtiges, daran muss ich mich regelmäßig erinnern. Ganz liebe Grüße an euch zwei, Petra

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