Kunst ist Liebe. Und Reiten war lange Reitkunst. Warum ich dir das erzähle? Weil du etwas von den alten Meistern lernen kannst. Weil es Zeit wird einiges in der Reiterwelt zu hinterfragen. Weil wir zusammen die Pferdewelt aufrütteln müssen, damit jeder begreift, dass wir das Reiten nicht neu erfinden müssen. Denn Reiten ist alt. Uralt. Wir können uns auf die alten Meister stützen und viel von ihnen lernen.

Sie alle hatten einen Friedensvertrag mit ihrem Pferd, der erst in Kriegszeiten gekündigt und zerrissen wurde. Dabei steckt in dem Wissen der alten Meister so viel, was dir und deinem Pferd auf dem Weg zu einer feinen Kommunikation weiterhelfen kann.

Von Dressur bis Altcalifornisch

Egal ob es dabei um die Dressur oder die altcalifornische Reitweise geht. Sie alle haben eine Botschaft gemeinsam: Lerne dein Pferd zu verstehen und lerne es so zu trainieren, dass es dich gesund tragen kann und motiviert mitarbeiten will. Eigentlich ganz einfach, oder? *okay, ein bisschen Ironie darf sein* Natürlich ist das nicht einfach und es ist auch noch kein Meister (!) vom Himmel gefallen. Jeder hat klein angefangen.

 

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Das was die alten Meister von vielen Reitern heute unterscheidet ist, dass sie irgendwann einmal wirklich angefangen haben an sich zu arbeiten. Sie haben damit angefangen die Pferde zu verstehen und so ein besserer Reiter und Pferdemensch zu werden.

Friedensvertrag mit dem Pferd

Und keine Angst, du musst nicht Nuno Oliveira* oder Xenophon* oder Jean Claude Dysli* werden. Du musst einfach nur du selbst werden. Jeden Tag versuchen ein bisschen besser zu sein als gestern.

Du hast schon gewonnen, wenn du nächste Woche besser bist als letzte Woche. Und die Woche darauf und die Woche darauf. Immer wieder, ein kleiner Schritt. Denn mit jedem Schritt, den du besser wirst, machst du es deinem Pferd leichter und schöner. Dann bist du dein eigener Meister, irgendwann. Dazu musst du dich nur auf den Weg machen. Ich will mich auf den Weg machen und ich freue mich wenn du mitkommst und gemeinsam mit mir von den alten Meistern lernst.

Alle Meister kann ich dir niemals in einem einzigen Artikel zusammenbringen. Aber ich will dir ein paar Beispiele rauspicken, um dir zu zeigen, was du von den alten Meistern lernen kannst.

Reitkunst statt Reitsport

Xenophon* zum Beispiel. Der Gute saß schon um 400 vor Christus auf dem Pferderücken. Seine Schriften „Über die Reitkunst“ zählen zu den ältesten Zeugnissen der Reitkunst*

In dem Wort „REITKUNST“ alleine steckt schon so viel Schönes drin. Er hat Reiten als eine Kunst betrachtet, die du dir erarbeiten musst. Die eine Kommunikation zwischen dir und deinem Pferd ist. Eine harmonische und ästhetische Verbindung von großer Leichtigkeit zwischen dir und deinem Pferd.

  • Kunst ist etwas Seelenvolles
  • Kunst ist keine Mechanik
  • Kunst ist Emotion und Freude
  • Kunst ist Kreativität
  • Kunst ist Liebe

Seine Grundsätze – zitiert von der Xenophon-Akademie:

  1. Dein Pferd sei zuverlässiger Freund, nicht Sklave
  2. Widme seiner Ausbildung so viel Aufmerksamkeit, als ginge es um deinen eigenen Sohn. Achte darauf, dass Körper und Seele deines Pferdes sorgfältig geschult werden. Es soll sich durch Leistungsvermögen und Zuverlässigkeit auszeichnen. Seine charakterliche Prägung und Formung sei dir besonders wichtig! Präge es von seinen ersten Lebenstagen an so, dass es zu dir tiefes Vertrauen fasst, dich respektiert und dir gehorcht. Mache dein Pferd menschenfreundlich! Es soll dich geradezu lieben.
  3. Bringe es zu Arbeitsfreude und freiwilligem Gehorsam.
  4. Sei achtsam und nimm auf seine Bedürfnisse Rücksicht!
  5. Setze alles daran, dich deinem Pferd verständlich mitzuteilen. Es soll deine „Sprache“ verstehen! Belohnung und Strafe sind die einzigen Erziehungsmittel. Aber Belohnung hat unbedingt Vorrang. Belohne jede besondere Leistung und jeden Lernfortschritt – am besten, indem du ihm eine Pause gönnst oder die Arbeit beendest.
  6. Langweile dein Pferd nicht! Variiere die Arbeit, biete ihm unterschiedliche Anregungen. Reite es nicht nur in der Bahn, trainiere es im Gelände, beim Springen und auf der Jagd.
  7. Arbeite an deiner eigenen körperlichen und charakterlichen Schulung! Bemühe dich um einen korrekten, von der Bewegung des Pferdes unabhängigen Sitz, der dir bei jeder Übung, jedem Tempo und in jedem Gelände ein kontrolliertes Einwirken auf das Pferd ermöglicht Deine Hand darf unter keinen Umständen das Pferd im Maul stören. Erziehe dich dazu, in jedem Fall Ruhe zu bewahren und deine Emotionen zu kontrollieren. Gib Zornausbrüchen keinen Raum.
  8. Mach dir klar, dass die Lektionen der höheren Dressur keine Kunststücke sind, die du deinem Pferd mit Hilfe unnatürlicher Zwangsmittel beibringen kannst. Sie sind Formen der imponierenden Selbstdarstellung des Pferdes, die es in besonderen Erregungszuständen vor seinen Artgenossen von sich aus zeigt.
  9. Dein Pferd soll Freude bei seiner Arbeit empfinden und in seinen Bewegungen und seiner Haltung Begeisterung zum Ausdruck bringen.
  10. Versuche nicht, dein Pferd durch stark rückwärts wirkende Zügeltätigkeit oder andere Zwangsmittel zu versammeln und aufzurichten. Reite bestimmt vorwärts bei leicht anstehendem, im entscheidenden Moment nachgebendem oder hingegebenem Zügel. (Xenophon)

Damit ist doch eigentlich fast schon alles gesagt, oder? Xenophon hat Pferde als Partner betrachtet, er hat Gewalt in der Ausbildung und im Training abgelehnt und mit Belohnung gearbeitet. Er war der erste, der die gewaltfreie Ausbildung von Pferden schriftlich festgehalten hat. Seine Leitsätze betrachten die natürlichen Bewegungen des Pferdes, seine Seele und seinen Charakter und definieren danach die Ausbildung des Pferdes.

Xenophon sollte eine Inspiration für uns alle sein, ReitKUNST anzustreben und ReitSPORT zu vergessen.

Wenn wir Pferde als Inspiration betrachten, als Lebewesen und als Trainingspartner mit denen wir zusammen etwas Kunstvolles und Schönes erreichen können und nicht als Sportgeräte… dann ist schon viel gewonnen. Wie schön, wenn das Reiten zu einer Kunst wieder zu einer Kunst werden würde.

Friedliches Miteinander von Pferd und Mensch

Eine der größten Fehlentscheidungen in der Geschichte des Reitens

Aber Xenophon ist nicht der einzige Meister alter Schule, der etwas bedeutendes zu sagen hatte und der heute nicht mehr so laut gehört wird, wie er gehört werden sollte.

Eine der größten Fehlentscheidungen in der Geschichte des Reitens ist im 19./20. Jahrhundert gefallen. Damals hat man die Ausbildung von Reiter und Pferd beschleunigt. Der Grund dafür? Kriege! Es ist traurig, aber die Kriege im 19. Und 20. Jahrhundert hatten einen großen Einfluss auf die Art und Weise, wie heute geritten wird. Man brauchte eine Reitweise, die es jedem Soldat sehr schnell erlaubt, das Pferd zu kontrollieren. Egal ob er reiten konnte oder nicht.

Und mal ganz ehrlich – manchmal hat man doch das Gefühl, dass einige Reiter sich immer noch im Krieg befinden. Im Krieg mit ihrem Pferd. Es wird Zeit Frieden zu schließen. Willst du den Friedensvertrag unterschreiben?

  • Von wem willst du lernen?
  • Von den alten Meistern, die sich intensiv mit Körper und Seele der Pferde auseinandergesetzt haben, die ihre Pferde mit Zeit, Geduld und Wissen ausgebildet haben?
  • Oder von einer Reitweise und Hilfsmitteln, die entstanden sind um Pferde für jeden schnell reitbar zu machen?

Ich weiß meine Antwort auf diese Fragen, du auch?

Gehen wir wieder einen kleinen Schritt zurück in der Geschichte. Im Mittelalter zum Beispiel, waren Reitpferde lange Zeit das Vergnügen der Adeligen. Sie mussten wendig sein und unerschrocken, um bei der Jagd und in der Schlacht dem Ritter das Überleben zu sichern und die Beute zu sichern. Damals entstand die höfische Reitkunst*. Und fällt dir etwas auf? Auch hier wieder das Wort „Kunst“.

Auch wenn das Pferd mit in den Krieg ziehen musste, es war doch immer der Partner an der Seite des Menschen, der artgerecht gehalten und den natürlichen Bewegungsabläufen entsprechend trainiert wurde. Das Pferd und sein reiterliches Können waren die Lebensversicherung des Reiters.

Das Gymnasium des Pferdes

Nehmen wir zum Beispiel Gustav Steinbrecht*, der Berufsreiter, Reitlehrer und vor allem ein Schüler Louis Seeger* war. Der wiederum ein Dressurreiter und Buchautor war und die erste Reitschule Deutschlands gründete. Er lebte im 19. Jahrhundert und wurde berühmt durch sein Buch „Das Gymnasium des Pferdes“. Es gilt als eines der Standardwerke der Reitlehre.

Reite dein Pferd vorwärts und richte es gerade.

Den Satz kennst du vielleicht. Er ist von Gustav Steinbrecht. Du hast ihn vielleicht öfter gehört. Das klingt so schön einfach. Aber wenn man in seinem Buch weiterliest, sieht man schnell, dass er damit ganz und gar nicht das eilige und hastige nach vorne Reiten meinte, dass oft daraus gemacht wird.

Unter dem Vorwärtstreiben verstehe ich nicht ein Vorwärtstreiben des Pferdes in möglichst eiligen und gestreckten Gangarten, sondern vielmehr die Sorge des Reiters, bei allen Übungen die Schubkraft der Hinterhand in Tätigkeit zu erhalten, dergestalt, daß nicht nur bei den Lektionen auf der Stelle, sondern sogar bei Rückwärtsbewegungen das Vorwärts, nämlich das Bestreben, die Last vorwärts zu bewegen, in Wirksamkeit bleibt.

Ferner verstehe ich unter der geraden Richtung des Pferdes nicht seine völlig ungebogene auf die abzuschreitenden Linien, sondern daß es unter allen Umständen, selbst bei stärkster Biegung seines Körpers und in den Lektionen auf zwei Hufschlägen, mit seinen Vorderfüßen den Hinterfüßen vorschreitet, die ihrerseits wiederum jenen unbedingt folgen.“* (Zitat via www.pferde-gesund-bewegen.de)

Buchtipp:*

Es geht um eine aktive Hinterhand, um Balance und Beweglichkeit. Es geht im Grunde um eine gute Gymnastizierung und einen guten Reitersitz. Und jetzt verrate ich dir, was Steinbrecht zu den Hilfsmitteln, wie Sperrriemen oder Ausbinder, zu sagen hatte.

Sperrriemen

Gummiausbinder

Du ahnst vielleicht schon, ob er dafür oder dagegen war:

“Alle toten Vorrichtungen und Hilfszügel, also solche, die durch Festhalten oder -schnallen eine gleichförmige Wirkung äußern, schaden ohne Ausnahme mehr als sie nützen, da sie sämtlich das Maul des Pferdes verderben, denn die Einwirkungen durch das Gebiß können nur von der lebenden und feinfühlenden Hand des Reiters richtig abgewogen werden.” (Gustav Steinbrecht)

Und weil es so schön ist, muss ich dir noch mein Lieblingszitat von Steinbrecht zeigen. Ich könnte es immer und immer wieder lesen.

“Fortschritte macht Dein Pferd nur, wenn Du auf gutem Fuße mit ihm stehst. Selbst wenn Du seine schlechten Neigungen, sein natürliches Widerstreben bekämpfst, muß Dein Umgang mit ihm stets von einer wohlwollenden Gemütlichkeit angehaucht sein.“

Gewaltfrei mit Gueriniere

Oder François Robichon de la Guérinière*, einem der größten Reitmeister Frankreichs. Er war im Grunde der Erfinder des Schulter Herein (Christina von Herzenspferd hat das Schulter herein HIER sehr gut beschrieben) und hat mit der „Ecole de cavalerie“ eines der grundlegenden Bücher über Pferdeausbildung veröffentlicht.

Sein Ziel war es “…durch systematische, gewaltfreie Arbeit ein Reitpferd zu erziehen, das gehorsam, gewandt und ruhig ist, dabei bequem für den Reiter und angenehm in seinen Bewegungen.”

Sein Ziel war die Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Sie war bedeutsamer als die perfekte Piaffe. Die dann natürlich irgendwann ein Ergebnis der Harmonie werden kann. Für ihn war das Ziel seiner Arbeit ein geschmeidiges und durchlässiges Pferd zu haben, das in Harmonie mit dem Reiter die Lektionen zeigen kann.

Der Weg ist das Ziel. Die Ausbildung von Pferd und Reiter dauert Jahre, bis sie diese Perfektion erreichen kann.

Ist das nicht beruhigend?

Du musst nicht heute und Morgen perfekt sein. Du musst nicht genervt aufgeben, weil es nicht zu schaffen ist.

  • Du kannst einfach heute anfangen und deinem Pferd mit Wohlwollen, Klarheit und fairer Konsequenz gegenübertreten.
  • Du kannst heute einfach anfangen an deinem Sitz zu arbeiten, jeden Tag ein bisschen mehr. In dem du Sitzschulungen nimmst, in dem du dich selbst korrigierst und auch im Alltag um Beweglichkeit bemühst.
  • Du kannst jetzt damit anfangen eine ruhigere Hand zu bekommen und nach jedem Ritt dein Pferd zu beobachten, was sich verändert hat.

Und wenn es auch nur ein kleiner Milimeter ist, irgendwann wird daraus ein Zentimeter und ein Meter und ein Kilometer und plötzlich hast du schon eine gute Wegstrecke hinter dir auf dem Weg zu mehr Harmonie mit deinem Pferd.

Pferde Auge

Ganz wichtig dabei ist übrigens dein Herz. Ich bin mir so sicher, dass wir mit Liebe reiten müssen, mit Freude und mit der Begeisterung. Gleichzeitig mit dem Willen an uns zu arbeiten. Reiten ist nicht einfach, das hat keiner gesagt. Ich muss mir das selbst immer wieder sagen. Aber Reiten ist wundervoll, es macht Spaß, es ist Glück. Dafür lohnt es sich auch zu arbeiten.

Alle Wissenschaften und Künste haben Grundsätze und Regeln, durch welche man Entdeckungen macht, die zu ihrer Vollkommenheit führen. Nur die Reitkunst allein scheint einer bloßen Übung zu bedürfen. Eine von richtigen Grundsätzen entblößte Praxis ist eine rein mechanische Ausübung, die ein gezwungenes und ungewisses Ergebnis hat. Es entsteht ein falscher Glanz, der Halbkenner blendet. die eher die Schönheit des Pferdes, als die Geschicklichkeit des Reiters erkennen. Daher kommt die geringere Zahl gut ausgebildeter Pferde und die geringe Geschicklichkeit, die man gegenwärtig bei dem größten Teil derer wahrnimmt, die sich Reiter nennen. Dieser Mangel an Grundsätzen hat die traurige Folge, dass Anfänger nicht im Stande sind, das Fehlerhafte von dem Vollkommenen zu unterscheiden. Sie haben kein anderes Hilfsmittel als die Nachahmung und unglücklicherweise ist es viel leichter sich zu einer fehlerhaften Ausübung zu wenden, als eine gute zu erlangen. (François Robichon de la Guérinière)

Das ist nicht vor drei Jahren geschrieben worden, sondern vor über 300 Jahren. Unglaublich oder? Denn wenn ich mich umsehe, habe ich das Gefühl, dass sich seitdem nicht viel geändert hat. Deswegen wünsche ich mir, dass so viele Reiter wie möglich wieder den Friedensvertrag mit den Pferden unterschreiben. Hört auf in den Krieg zu ziehen und  eure Pferde dominieren zu wollen, schließt Frieden mit ihnen und findet so einen gemeinsamen Weg.

Damit auch die alten Cowboys nicht zu kurz kommen, möchte ich zum Schluss noch einen Horseman der ganz alten Schule nennen. Einen Meister der altcalifornischen Reitweise.

Altcalifornisch mit Jean Claude Dysli und Co

Der verstorbene Jean Claude Dysli* gilt als derjenige, der das Westernreiten nach Europa gebracht hat. Er hat sich als junger Mann bei einem USA Aufenthalt der altcalifornischen Reitweise und den Horsemen dort verschrieben. Balance, Feeling, Timing war sein großes Credo. In der Ausbildung der Pferde, in der Bodenarbeit und beim Reiten*

Damit ist gemeint, dass der Mensch lernen muss die richtigen Hilfen zur richtigen Zeit zu geben. Zu spüren, was das Pferd braucht, um den Menschen zu verstehen und das zur richtigen Zeit zu tun. Damit das Pferd verstehen kann und nicht verwirrt wird vom Menschen. Genau wie auch Tom Dorrance* zum Beispiel ging es Jean Claude Dysli darum den Menschen beizubringen, dass nicht die Pferde unverständlich sind, sondern die Menschen. Dass die Menschen lernen müssen die Pferde zu verstehen, um mit ihnen richtig kommunizieren zu können. Egal ob im Sattel oder am Boden. Lerne wie ein Pferd denkt und fühlt, dann wirst du dich auch verständigen können.

Pferde lügen nie und haben auch niemals ein materielles Denken. Sie leben in der Gegenwart, haben aus der Vergangenheit gelernt und interessieren sich nie für die Zukunft. (Jean Claude Dysli)

Wunderschöne Worte, die so viel in einem Satz zusammenfassen, was für dich als Pferdemensch wichtig ist. Dahinter steckt für mich auch, dass dieser unsägliche Satz „Der verarscht dich doch“ einfach falsch ist. Pferde lügen nicht. Ich glaube, dass Jean Claude Dysli damit Recht hat. Du auch? Wie kann es dann sein, dass ein Pferd dich verarschen will? Diesen Gedanken kannst du auf so viele Situationen übertragen. Es macht kein Sinn auf dein Pferd wütend zu sein. Du kannst Respekt einfordern, Höflichkeit oder ihm Regeln beibringen, denen es folgen soll. Aber es macht keinen Sinn wütend zu sein.

HIER bei Verstehepferde.de findest du noch weitere Zitate der amerikanischen Meister und wie sie zu einer besseren Bodenarbeit verhelfen können

Ich könnte jetzt noch viele Zitate und Gedanken zusammenfassen. Ich könnte noch viele Meister zitieren. Viele Wege beschreiben, die sie alle gegangen sind und in ihren Büchern vorschlagen. Aber ein Artikel reicht einfach nicht aus, um sie alle so zu würdigen, wie sie es verdient hätten. Aber sie alle sind eine Inspiration. Weil sie zeigen, wie du mit dem Pferd korrekt umgehen und richtig Reiten kannst, ohne dem Pferd zu schaden. Mit viel Verständnis für seine Bedürfnisse.

Pferd schaut zufrieden

Sie zeigen, dass es schon vor hunderten von Jahren Menschen gab, die eine feine und harmonische Verbindung mit ihren Pferden gesucht und gefunden haben. Jenseits von Hilfsmitteln, die auch immer wieder getestet wurden. Klar, weil es einfach und schnell geht. Weil man sich erfolgreich fühlen kann ohne aber wirklich erfolgreich zu sein. Weil Pferde dazu neigen den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und als Fluchttiere mit großem Überlebensinstinkt viel mehr mit sich machen lassen, als gut für sie ist.

Manchmal wünschte ich mir, dass es einen Schmerzlaut gäbe oder dass das eine oder andere Pferd sich mehr wehren würde, damit die Reiter mehr über sich und ihre Verbindung zu ihrem Pferd nachdenken müssten. Denn es gibt so viele wunderbare Vorbilder und Reiter, denen wir folgen können auf dem Weg zu einem besseren Reiter-ich. Ich hänge dir an diesen Artikel eine Bücherliste mit den alten Meistern, die ich erwähnt habe. Damit du dort weiterlesen kannst. Ich werde nach und nach versuchen dir die Meister und ihre Art zu denken detailliert und einzeln vorzustellen. Ich wollte dir nur erst einmal einen Überblick liefern und zeigen, dass es mehr gibt als das, was in den letzten 100 Jahren gelehrt wurde.

Fassen wir zusammen: Reiten und die Arbeit mit Pferden wurde von den ganz großen Meistern über Jahrhunderte hinweg als Kunst gesehen. Eine Kunst, die nicht leicht zu lernen ist. Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht ist aber, dass du lernen kannst ein Künstler im Sattel und am Boden mit deinem Pferd zu werden. Wenn du dich auf die Reise einlässt und fortbildest. Wenn du bereit bist zu lesen und zu lernen und dich selbst immer wieder zu hinterfragen. Ich persönlich finde, dass wir das unseren Pferden schuldig sind. Sie sind als Lebewesen mit einem eigenen Körper, der Schmerzen entwickeln und empfinden kann, davon abhängig, dass wir lernen von Sportlern zu Künstlern zu werden.

Egal ob altcalifornisch oder klassisch – sie alle hatten und haben ein großes Ziel: Eine feine Hilfengebung und eine Harmonie zwischen Pferd und Mensch. Ich finde, dass das wunderschöne Gedanken sind, die wir uns immer wieder in den Kopf rufen sollten.

Meister wie Gustav Steinbrecht oder la Gueriniere waren die Vorbilder für die heute geltende Ausbildungsskala. Horseman wie Ray Hunt oder auch der kürzlich verstorbene Jean Claude Dysli waren Vorbilder für eine feine Ausbildung der Westernpferde und Horsemanship. Ob sie gut heißen, was heute oft daraus gemacht wird, wage ich zu bezweifeln. Denn diese Meister wünschten sich ein Pferd, das entspannt an ihrer Seite sein sollte.

Physisch wie psychisch

Zur perfekten Ausbildung gehörte ein Pferd, das Takt, Losgelassenheit, Schwung und Versammlung beherrscht, mit Reiter auf dem Rücken. Das ist eine große Aufgabe für ein Tier, das eigentlich nicht dazu gemacht wurde uns zu tragen. Deswegen sollten wir den alten Meistern zuhören, sie lesen und ihre Botschaften verinnerlichen. Sie in uns und für andere weitertragen, damit wir zu feineren Reitern und besseren Pferdemenschen werden. Wenn du bereit bist den Friedensvertrag mit den Pferden zu unterschreiben, damit wir die Kriegszeiten endlich hinter uns lassen können.

Willst du? Schreib mir gerne einen Kommentar dazu. Ich freue mich auf deine Meinung!

Und hier noch wie versprochen die kleine aber feine Bücherliste mit meinen alten und ein paar neuen Meistern – sie kann und wird nie ganz vollständig sein – aber du kannst sie ja mit deinen Vorschlägen ergänzen – ich freue mich auf deine Meister.

Lesetipps für die alten Meister

Xenophon*

Mark Rashid*

Alfonso Aguilar*

Jean Claude Dysli*

François Robichon de la Guérinière*

Bent Branderup*

Marlitt Wendt*

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35 Kommentare zu “Unterschreibst du den Friedensvertrag mit deinem Pferd?

  1. Ann-Christin Ponyliebe sagt:

    Liebe Petra,
    mit Freude habe ich diesen wunderbaren Überblicksartikel gelesen und meine "muss-ich-noch-lesen"-Liste direkt wieder mit so einigen Büchern gefüllt. Ein wirklich sehr schöner Artikel, den du mit berührenden Worten und Aufforderungen gefüllt hast, die mir sehr nahe gehen! <3

    • Petra sagt:

      Liebe Ann-Christin, Du Süße! Ich danke dir für deine schönen Worte, die mir jetzt nahe gehen. Ich freue mich sehr, dass dir der Artikel gefällt und schicke dir ganz liebe Grüße, Petra

  2. Gerhard Pfundt sagt:

    Hallo Petra, wieder ein toller Beitrag. Herzlichen Dank :-). Die gleichen Gedanken den gleichen Wunsch und du packst das alles in so schöne, direkte, klare Worte, ein Genuß. Genug Potential um jeden, der es liest einzunehmen, die Fahne hoch zu halten, zu reden, zu diskutieren um die Welt für die Pferde eine kleines bisschen besser werden zu lassen. Auch um sich immer neu zu hinterfragen, sich immer wieder ehrlich damit auseinanderzusetzen und auch sich selbst immer wieder neu zu hinterfragen um zu sehen und zu fühlen was dein Pferd dazu meint. LG Gerhard

    • Petra sagt:

      Hallo Gerhardt, ich danke dir 🙂 Auch weil ich das Gefühl habe, dass du genau das schreibst, worum es mir in dem Artikel ging. Ich finde nicht, dass wir fehlerfrei sein müssen, dass wir perfekt sein müssen. Sondern offen und neugierig und bereit an uns zu arbeiten. Der Rest ist dann der Weg. Wenn du weißt, was ich meine. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir immer wieder altes hinterfragen und unsere Methoden. Ich hoffe, dass immer mehr Pferdebesitzer anfangen wegzukommen von dem klassischen Reitstall mit Sperrriemen und Reiten Reiten Reiten – ohne Bodenarbeit, Vertrauensarbeit, Gymnastizierung und vielleicht auch mit weniger Hilfsmitteln. Das ist ein Klischee, aber leider ein verbreitetes und ich glaube ganz oft aus Unwissenheit. Ganz liebe Grüße und bis bald, Petra

  3. Wiebke sagt:

    Ein großartiger Artikel!!!
    Hab direkt `n Kloß im Hals…. Vielen, vielen Dank für die Mühe die Du Dir mit den Recherchen gemacht hast und für diesen Text, der mir sowas von aus der Seele spricht <3 <3 <3
    Wiebke

    • Petra sagt:

      Hallo Wiebke, danke danke danke 🙂 das freut mich sehr! Und es tut gut das zu lesen, in deinem superlieben Kommentar. Viele Grüße, Petra

  4. Simone John sagt:

    Der Artikel ist sehr schön geschrieben, insbesondere gefällt mir, dass auf die "Altvorderen" wunderbar Bezug genommen wird und sie dem Leser "gebündelt" präsentiert werden. Nach diesen Vorbildern bemühe ich mich, ständig besser zu werden und dies auch meinen Schülern zu vermitteln.

    • Petra sagt:

      Liebe Simone, danke dir. Wie lieb! Sie werden und wurden auch zu meinen Vorbildern. Es gibt so viele wunderbare Meister, dass ich leider nicht alle in einem Artikel unterbringen konnte. Aber wenigstens ein paar 😉 Liebe Grüße, Petra

  5. Saskia von PferdeSpiegel sagt:

    Liebe Petra,

    wir scheinen uns gerade mit denselben Dingen zu beschäftigen 🙂 Danke für die tolle Recherche. Bei mir steht in der nächsten Zeit (es werden wohl Monate) an, mir alle Bücher der großen Meister vorzunehmen (ich konnte Deine Bücherliste gar nicht finden?).

    Bei meinem Seminar bei Bent Branderup hat er, wie ich finden, einen interessanten Aspekt erwähnt. Früher – als es noch überall in Europa Reitakademien gab – war es ja auch so, dass die Reiter jahrelange selber auf einem ausgebildeten Pferd die Reiterhilfen (v.a. den richtigen Sitz als primäre Hilfe) gelernt haben. Teilweise hat so eine Ausbildung an der Longe zwei Jahre gedauert. Heute werden meist nur Kinder an die Longe genommen und es hat fast ein negatives Image bekommen. Wir sind also Schüler und Lehrer unser Pferde zugleich. Wobei wir wieder beim Thema Zeit sind, die wir uns geben und nehmen sollten auf unserem Weg.

    Liebe Grüße, Saskia

    • Petra sagt:

      Liebe Saskia, scheint wirklich so als ob die alten Meister immer wieder Bestand haben und man auf sie stößt, wenn man pferdegerecht trainieren und leben will mit seinem Vierbeiner. Die Bücherliste kommt noch einmal zusammengefasst. Gleich findest du sie – ich wollte noch ein paar neue Meister dazupacken und kam noch nicht dazu *schande über mein Haupt* Bent Branderup ist auch einer neuen Meister. Ich liebe seine Art der Kommunikation und seine Ansichten. Ich werde auch ein Stückweit nach der akademischen Reitkunst mit meiner Kleinen arbeiten. Zeit ist wirklich ein Faktor und ich hätte mir gewünscht, dass mir jemand Longenstunden gibt. Das kann so hilfreich sein. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ganz liebe Grüße und verzeih bitte mein Verzögern der Bücherliste, Petra

    • Saskia von PferdeSpiegel sagt:

      Liebe Petra,

      super, da ist sie 🙂 Super, lieben Dank! Ich bin eigentlich Fan von allen (lebenden) Autoren, die anderen kenne ich noch (!) nicht.

      Bent betont übrigens auch immer, dass er das Rad nicht neu erfunden hat, sondern lediglich die alten Meister studiert hat und ihr Wissen mit uns teilen möchte.

      Liebe Grüße zurück! Saskia

    • GlBert sagt:

      Hallo Petra,

      ich unterschreibe den Fiendensvertrag natürlich sofort! 🙂 Eigentlich hatte ich ihn schon gemacht. Bisher fehlte mit lediglich ein guter Ausblider in unserer Gegend. Wie kann ich einen nach diesen Gründsätzen arbeitenden guten Förderer in der Region N/Fü/Er finden?

      Grüße,
      Bert

    • Petra sagt:

      Lieber Bert, schön zu lesen, dass du den Friedensvertrag schon unterschrieben hast. Das ist toll. Hmmm – also ich weiß, dass Alessa Neuner im Münchner Raum Unterricht gibt. Sie legt sehr viel Wert auf Gymnastizierung und feine Bodenarbeit. Aber das ist natürlich nicht gerade ums Eck. Und wer auch eine tolle junge Pferdefrau ist, ist Judith Wagner – sie macht Bodenarbeit nach Geitner. (http://www.dualaktivierung-franken.de) – vielleicht ist sie etwas für dich. Schau mal bei den Mädels vorbei und richte ihnen gerne liebe Grüße von mir aus. Ich drücke die Daumen, dass eine davon etwas für dich ist. Liebe Grüße, Petra

  6. Sabine Koletzki sagt:

    Ich lese Deine Berichte so gerne und lerne viel. Habe erst seit 2 Monaten ein 7 Jahre alten Tinker. Wir beide lernen miteinander. Wir beiden haben viel Geduld miteinander. Siggi ist ein sehr liebes junges Pferd.

    • Petra sagt:

      Liebe Sabine, danke danke danke! Das freut mich wahnsinnig. Seit 2 Monaten erst? Wow, dann seid ihr ja noch in der Anfangsphase – wie schön. Ihr könnt Bekanntschaft und dann Freundschaft schließen. Meine Stute ist gestern angekommen, dann werden wir auch an unserer Freundschaft arbeiten. Also ich an ihrer 😉 das ist sehr spannend. Ich drücke euch die Daumen und freue mich über Tinkerberichte hier in der Pferdeflüsterei, wenn du kommentieren magst, Petra

    • Petra sagt:

      Liebe Alex, irgendwie wurde mir dein Kommentar nicht angezeigt – deswegen antworte ich erst jetzt. Ein großes DANKE zurück an dich und deinen lieben Kommentar. Ich freue mich sehr!! Ganz liebe Grüße, Petra

  7. Stephanie sagt:

    Danke vielmals!
    Ich fühle mich immer als Außenseiter, da ich mit meinen Pferden umgehe wie mit Freunden. Dieses dünne Band der Freundschaft zerreißt sehr schnell und ich musste, trotz guter Ratschläge meinerseits, oft mit ansehen wie gefährlich das werden kann.
    Ich habe auch festgestellt das es keine dummen, stumpfen, unwilligen oder bösartige Pferde gibt, wie es oft behauptet wird. Es ist immer der Mensch schuld!
    Dieser Beitrag ist wie aus meiner Seele geschrieben!
    Vielen lieben Dank

    • Petra sagt:

      Liebe Stephanie, da sagst du etwas Wahres. Ich glaube auch, dass eigentlich immer der Mensch das Problem ist oder war, wenn ein Pferd Probleme hat. Deswegen ist Pferdearbeit so viel mehr Arbeit an uns selbst. Das zu erkennen ist aber ein Weg und manche übersehen das ein Leben lang. Das ist traurig für ihre Pferde, aber auch traurig für sie, weil sie sehr viel verpassen werden. Ganz liebe Grüße und danke für deinen wunderbaren Kommentar, Petra

  8. S.H sagt:

    Ich bin begeistert. Das ist ein wirklich toller Artikel. 🙂 Leider sind viele der alten Meister in Vergessenheit geraten. Ich finde es gibt noch ein wirklicht passendes Zitat dazu: Play with your horse and work on yourself!

    PS: Vielen Dank für die tollen Artikel. Ich lerne hier sehr viel und werde immer wieder zum Nachdenken angeregt.

    • Petra sagt:

      Oh, ich liebe dieses Zitat. Ich kannte es noch gar nicht. Weißt du von wem es ist? das ist so toll, weil alles drin steckt, was man wissen muss. Danke sehr für deinen schönen ergänzenden Kommentar und liebe Dank für das zauberhafte Kompliment. Ich freue mich sehr, dass du meine Artikel magst, ganz liebe grüße, Petra

  9. Christina von Herzenspferd sagt:

    Wieder einmal ein unheimlich schöner Artikel liebe Petra <3
    Mit ganz vielen großartigen Zitaten, vielen Dank dafür!

    Ich glaube auch, dass wir von den alten Meistern sehr viel lernen können. Ich finde aber auch, dass man neue wissenschaftliche Erkenntnisse, z.B. zum Lernverhalten der Pferde, miteinbeziehen sollte. Wie immer komme ich für mich zum Schluss, keinem "Guru" (ob alt oder neu) zu folgen, sondern auf Kopf, Herz und Bauch zu hören und das Passende für mich rauszusuchen =)

    Viele liebe Grüße,
    Christina

    • Petra sagt:

      Das stimmt, die neueren Meister haben auch etwas zu sagen. Die sind dann mal einen Extraartikel wert. Ich folge dir absolut bei dem Gedanken keinem "Guru" zu folgen. Sondern Wissen und Information anzuschaufeln von allen Seiten, um dann zu entscheiden, was das Beste ist =) Ganz liebe Grüße, Petra

  10. Marina sagt:

    Ein sehr schöner Artikel, der mir aus der Seele spricht. Ich habe Gott sei dank das Glück, ein Pferd zu besitzen, das mich zum Umdenken zwang. Mit ihr musste ich Frieden schließen, denn einen Krieg hätte ich verloren. Und dafür brauchte es keinen Guru, sondern nur gesunden Menschenverstand, Demut von meinerseits und ganz viel Zeit! Alle haben davon profitiert, nicht nur ich und meine Stute, sondern auch alle Pferde, die danach kamen. Dafür bin ich ihr heute noch dankbar.

    • Petra sagt:

      Liebe Marina, danke für deine lieben Worte. Es ist doch toll, wie die Pferde uns erden können, wenn wir es zulassen. Ich habe auch so eine Madame, die nichts anderes zulassen würde und bin sehr dankbar dafür. Liebe Grüße an dich und deine Pferde, Petra

  11. Monika sagt:

    Liebe Petra….
    ich bin auf diesem Weg, habe einen wunderbaren Lehrer nicht nur in meinem Pferd, sondern auch in einem 2 Beiner gefunden…
    Ich könnte manchmal heulen vor Glück wie intensiv dieses Erleben ist, ich bin so froh dies gefunden zu haben!
    Lieben Gruß
    mo

    • Petra sagt:

      Liebe Monika, wie schön – das freut mich sehr für dich! Pferde sind schon etwas ganz wunderbares – viele liebe Grüße, Petra

  12. Susanne Truetsch sagt:

    Sehr schön geschrieben und erklärt woher unsere heutige, zum Teil brutale Reiterei kommt. Dank für diese Zusammenfassung und die tollen Zitate, die in jedem Stall hängen sollten. Zu der Bücherliste könnte ich noch die Bücher von Sadko Solinskis empfehlen, sein letztes Gymnasium des Freizeitpferdes ist sehr lesenswert, aber auch seine anderen. Er ist Generation J.C. Dysli und auch leider viel zu früh gestorben.

    • Petra sagt:

      Liebe Susanne, danke dir – das freut mich sehr. Ich finde auch immer wieder beeindruckend, wie schlau die Menschen in der Vergangeheit waren und schade, dass das immer wieder in Vergessenheit gerät. Deswegen der Artikel. Danke für deine Buchempfehlung – da werde ich auch mal stöbern. Viele liebe Grüße, Petra

  13. Birgit Schloßmacher sagt:

    Ein sehr interessanter und lesenswerter Artikel. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, es ist ein langer Weg umzudenken, aber es lohnt sich. Danke!

    • Petra sagt:

      Danke für deinen Kommentar 🙂 Schön, dass du umgedacht hast – ich denke auch, dass es sich immer lohnt offen und neugierig zu bleiben. Vuiele liebe Grüße, Petra

  14. Gabriela sagt:

    Liebe Petra – es ist immer wieder eine Wohltat wie Du Dich für diese wunderbaren Geschöpfe einsetzt!! PS die Xenophon-Bücher habe ich mir besorgt nach dem lesen des Buches ‘Im Schatten das Licht’ – kann ich wärmstens empfehlen…!
    Leider muss ich immer wieder feststellen dass sich um die wundervollen Pferde ganz schlimme Menschen tummeln und dann noch draufsitzen… was für ein Leben für solch ein Tier – ohne Liebe und ohne Gefühl – dominiert und bestraft zu werden… mir bricht es so oft das Herz… wenigstens kann ich sagen dass meine 3 Lieben sehr glücklich sind und mir das jede Minute zeigen… und das macht mich unsagbar glücklich… ❤️🐎

    • Petra sagt:

      Liebe Gabriela, vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar. Das Buch nehme ich als Empfehlung gerne mit in meine Bücherwunschliste. Ich danke dir! Die Dominanz und Strafkultur in der Pferdewelt finde ich auch sehr traurig. Genau wie so manches Turnier – immer dann wenn Ehrgeiz und Mechanik das Gefühl ablösen. Es ist schon merkwürig wie wenig Empathie viele Menschen für die Pfrde haben – obwohl sie doch behaupten würden, dass sie ihr Pferd lieben. Viele liebe Grüße an dich und deine drei Lieben – Petra

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