Artikel aktualisiert am 20.05.2016

Stell dir vor, du darfst spielen. Und gleichzeitig erledigst du dabei deine Hausaufgaben, du machst Sport, wirst mutiger, fitter und dehnbarer und merkst gar nicht, dass du gerade eigentlich hart trainierst. Biegung, Stellung, Körpersprachem Kommunikation – einfach so spielend trainieren. Weil du nämlich dein Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht bekommst, weil du einfach nur Spaß und ein gemeinsames Ziel hast mit deinem Pferd. So ging es mir bei meinem ersten Horse Agility Kurs auf dem Wiesenhof.

Horse Agility Pferdetraining

HIER findest du den Kursbericht – Schritt für Schritt erklärt: Was Horse Agility für dich und dein Pferd tun kann

Und jetzt habe ich noch ein Interview mit der Erfinderin der Trainingsmethode für dich PLUS drei Gratisübungen für den Einstieg – einfach und schnell erklärt.

Horse Agility Corinna Ertl

Die Übungen findest du am Ende des Artikels. Da erklärt die Pferdetrainerin Corinna Ertl genau, welches Equipment du brauchst (gar nicht viel und ganz unkompliziert) und wie du die Hindernisse Schritt für Schritt zuhause mit deinem Pferd trainieren kannst. Das Tolle am Horse Agility ist, dass es auch super für junge Pferde, alte Pferde oder Pferde ist die aus Krankheitsgründen gerade nicht geritten werden dürfen. Du musst nur ein bisschen was dabei beachten.

Das alles frage ich jetzt Corinna Ertl im Interview – sie hat „Horse Agility“ erfunden und auch ein Buch zu dem Thema geschrieben

HIER findest du übrigens das Buch zum Thema Horse Agility – falls du gleich loslegen willst:“Freestyle Horse Agility: Sport auf Augenhöhe mit meinem Pferd”:*

Pferdeflüsterei: Was bringt das Horse-Agility Pferd und Mensch?

Corinna: Horse Agility bringt Freude am Spielen, Laufen und Springen. Gymnastizierung, Förderung der Beweglichkeit, Stärkung der Konzentration von Mensch und Tier. Aber auch nicht zu unterschätzen, das Pferd emotional und körperlich fit zu halten. Mensch und Pferd und ihre partnerschaftlicher Teamarbeit werden unglaublich gestärkt beziehungsweise die Weichen dafür gestellt, wenn das noch nicht passiert ist. Es wird eine sehr enge Beziehung und eine große Vertrauensbasis zum Pferd aufgebaut, wenn man es zulässt.

Horse Agility Pferdetraining

Pferdeflüsterei: Bevor wir weiterreden über die Do’s und Dont’s beim Training und was Horse Agility alles für Pferd und Mensch tun kann, wo die Grenzen liegen und wie man es lernen kann – Erstmal: Du hast es ja im Grunde erfunden. Aber wie bist du zum Thema Horse Agility gekommen?

Corinna: Ich bekam ein Pferd Namens Pauline geschenkt. Eine bildhübsche 2,5-Jährige Hessen Welsh Cob Stute. Klar dachte ich mir, jetzt kann ich das Pferd so ausbilden wie ich es gelernt hatte. Dann habe ich sehr schnell gemerkt, dass es so nicht geht und alles zum Thema Bodenarbeit, Horsemanship, Knotenhalfter gelernt. Ja, da muss ich schon ganz klar sagen, dass dieser „neumodische Kram“ nicht so meins war und ich habe vorher auch jeden der diese Richtung mit seinem Pferd ging belächelt. Aber ich habe dann bei meinem Pferd sehr schnell festgestellt, dass ich einen Border Collie als Pferd hatte und mir sehr viel einfallen lassen musste, um sie zu fordern. Ich sah bei einer Stallkollegin, dass sie Kunststücke mit ihrem Pferd macht und buchte meinen ersten Zirzensik Kurs. Nach diesem Wochenende konnte mein Pferd ein perfektes Kompliment, ich habe Blut geleckt und wollte mehr für Paula.

Pferdeflüsterei: Wie ging es dann mit euch und der Horse Agility weiter?

Corinna: Ich musste mir immer neue Dinge überlegen. Ich stellte zum Beispiel eine Partybank als Sprung auf und nachdem auch das kein Problem war, ließ ich mir immer mehr einfallen. Natürlich wurde ich von allen Schleifchenjägern belächelt, die mich von früher kannten und der eine oder andere fragte mich ob ich bekloppt wäre? Nachdem ich aber auf der bekannten Shire Horse Show in England war und bei einer Showeinlage Hunde sah, die Dog Agility zeigten, stellte ich fest, dass das was ich da mit Pauline machte das gleiche war – nur mit Pferd und ich nannte es Horse Agility. So bekam, dass was ich mit Paula trainierte einen Namen. Es kamen immer mehr Interessierte die fragten ob sie auch mal durch meinen Parcours dürften. Und so entstand das alles nach und nach.

Horse Agility Pferdetraining

Pferdeflüsterei: Was sind so die wichtigsten Dinge in Sachen Körpersprache, die der Mensch gerne falsch macht oder die dir immer wieder auffallen?

Corinna: Der Mensch vergisst ganz oft „wie ist das Sichtfeld eines Pferdes“ ist. Je nach Pferd-Mensch-Team variiert das nämlich und da sollte unbedingt darauf geachtet werden. Denn sonst kann der Mensch nur sehr schwer die Körpersprache so einsetzen, dass das Pferd sie auch lesen kann. Beispiel: Unser Pony ist 90cm groß und sein Trainingspartner ist über 190cm groß. Da ist der Bereich beim Menschen Hüfte bis zu den Knien. Alles andere würde das Pony kaum warnehmen können. Das ist ganz individuell bei jedem Pferd Mensch Team! Bei den meisten sind es Ellenbogen bis Schultern und Kopf. Die Hand, die von den meisten am Unterkiefer gehalten wird, ist gar nicht wahrnehmbar fürs Pferd und so gibt es immer Kommunikationprobleme. Oder die fehlende Schulter-Kommunikation. Das führt dazu, dass mir mein Pferd gerne über die linke Schulter läuft, wenn ich nach rechts abbiegen will. Woher soll das Pferd auch wissen, dass ich gerade jetzt nach rechts abbiegen will? Noch einer der häufigen Fehler ist, dass der Mensch ein Kontrollfreak ist und immer zum Pferd schaut. Dabei vergessen die Menschen gerne, dass die Pferde meist darauf konditioniert wurden, auf den Blick in Richtung Pferd zu weichen beziehungsweise zu drehen.

Horse Agility Pferdetraining

Pferdeflüsterei: Gibt’s noch mehr – zum Beispiel beim Thema „Equipment“, was die Kommunikation erschweren kann?

Corinna: Anfangs trainieren wir ja erstmal mit Strick, solange bis es gut klappt. Wenn der aber gefühlte 30cm lang ist oder das Halfter zu groß und schlabberig ist, wird es schwer. Vor allem, wenn auch mal ein kleinerer Impuls kommen soll, weil das Pferd minimal nach rechts oder links gehen soll. Dann kommt der natürlich viel zu spät beim Pferd an und das Pferd ist beispielsweise dann schon lange am Steg schon vorbei.

Pferdeflüsterei: Wenn ich jetzt mit meinem Pferd in der Horse-Agility starten will – was sind so die wichtigsten Basics, die wir schon beherrschen müssen?

Corinna: Das Pferd sollte Halfterführig sein.

Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

Pferdeflüsterei: Okay, das geht ja als Anforderung, das sollten die meisten doch hinbekommen ;-) Jetzt lernen ja Pferde oft beim Reiten oder bei der Bodenarbeit oder eben auch beim Führen, dass sie dem Druck weichen sollen. Beim Horse Agility gibt’s Hindernisse, bei denen sie gegen den Druck gehen müssen – wie bei den Schwimmnudeln zum Beispiel – was sagst du zu dem Gedanken, dass das die Pferde doch verwirren könnte?

Corinna: Genau, das ist auch so. Deswegen mache ich eine Lektion draus. Beim Skijörig – da sage ich zum Beisel „zieh“ und bei den Schwimmnudeln „drück“ oder „durch“! Dadurch versteht das Pferd dann sehr schnell, dass das jetzt Teil der Aufgabe ist.

Ski Jöring mit Pferd

Horse Agility Pferdetraining

Pferdeflüsterei: Jetzt gibt’s ja die Clickerer und die Horsemanshipler – ist Horse Agility was für beide? Und wenn ja – geht man die Hindernisse mit den unterschiedlichen Trainingsmethoden auch unterschiedlich an? 

Corinna: Es ist was für beide, da gibt es keine besondere Trainingsmethode. Ich habe zum Beispiel ein Lob Wort für die Pferde: „feiiiiin“. Da folgt auch bei mir direkt nach dem Wort das Leckerli nach Bedarf, das ersetzt bei mir im Grunde den Clicker-Ton. Natürlich ist die positive Verstärkung beim Clickern ein anderer Ansatz, als die Druckstufen beim Horsemanship – aber jeder kann die Hindernisse so angehen, wie er es im Alltag auch mit seinem Pferd trainiert.

Pferdeflüsterei: Stichwort „Führposition“ – da gibt es ja auch Pferdemenschen, die mit ihrem Pferd eine klare Position trainieren – müssen die unter Umständen was an ihrer Position ändern fürs Horse Agility?

Corinna: Bei den Horsemanshipler ist es meist so, dass ich gesagt bekomme „mein Pferd geht aber hinter mir in unserer Führposition – darf ich die beibehalten?“ Ich runzle meist meine Stirn und frage dann „reitest du das Pferd“? Ja… und wo ist dann deine Führposition? Die Führposition beim Horse Agility hat auch einfach etwas mit der Teamarbeit zwischen Pferd und Mensch zu tun. Wenn ich einen Parcours Seite an Seite mit meinem Pferd laufen und auch springen will, ist meine Führposition neben meinem Pferd im Bereich Nasenspitze bis zum hinteren Schulterblatt! So kann ich wunderbar mit meinem Pferd kommunizieren und es ist für den Menschen besser gerade beim Springen nicht in den toten Winkel des Pferdes zu geraten und dann einen tritt in die Achillessehne zu bekommen! Wenn ich als Mensch vorweglaufe beim Sprung und das Pferd hinter mir ist, kann ich ihm ja überhaupt keine Kommunikation vermitteln.

Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

Pferdeflüsterei: Horse Agility sagst du ist besonders auch was für ältere Pferde? Wieso – weshalb – warum und wie?

Corinna: Gerade auch Pferde die nicht mehr geritten werden dürfen bekommen eine sinnvolle Beschäftigung, die das Pferd in Bewegung hält, es geistig und physisch fit hält. Denn wer rastet, der rostet. So kann man seinen Lebenspartner Pferd auch im Alter oder in Krankheitstagen trainieren und sie bleiben in Bewegung.

Pferdeflüsterei: Gibt’s Pferde, die das nicht machen können – Beispiel bei bestimmten Krankheiten?

Corinna: Es gab bei mir bis jetzt noch kein Pferd, was ich nicht trainieren konnte. Es gibt natürlich je nach Erkrankung Hindernisse, die man nicht einsetzen kann. Aber das kann man ja individuell planen und trainieren. Bei Spat und Hufrolle zum Beispiel würde ich nie mit Bodenstangen arbeiten, sondern eher halbe Stangen nutzen oder anstatt Stangen kann man dann auch sehr gut Schwimmnudeln nehmen.

Horse Agility Pferdetraining

Pferdeflüsterei: Stichwort: Pferdeanatomie – kann ich meinem Pferd auch schaden? Ist das alles Tierärztlich abgecheckt?

Corinna: Natürlich kann ich meinem Pferd schaden, wenn ich es zum Beispiel übertreibe. Wenn ich Senioren nicht korrekt warm mache! Wenn ich Hindernisse falsch einsetze oder die Hindernisse schlecht sind und hier schon Verletzungen drohen könnten wie herausstehende Schrauben. Oder falsch aufgestellte Hindernisse und so weiter. Es gibt viele Fehlerquellen, die man aber ganz einfach mit etwas Grundwissen und gesundem Menschen- und Pferdeverstand verhindern oder auch beseitigen kann.

Pferdeflüsterei: Tut Agility auch was für die Gymnastizierung?

Corinna: Da kann ich ein fettes Ja ausrufen. Stell Dir den korrekten Lauf im Slalom vor. Oder wenn ich unter einem Halbreifen durchgehe. Dabei lehre ich, dass der Mensch seinem Pferd anhand seiner Körpersprache sagt „komm senk deinen Kopf“. Ich kann so kommunizieren, dass mein Pferd mit gesenktem Kopf durch Slalom oder Halbreifen geht.  Beim Springen kannst du mit „In Out Kombi Sprüngen“ sogar Sprung-Gymnastik machen – auch ohne zu reiten. Das Rückwärtsrichten durch Hindernisse – ist auch gymnastizierend. Also: Horse Agility ist Gymnastizierung, absolut.

Horse Agility Pferdetraining

Pferdeflüsterei: Ist das „nur Bodenarbeit“ oder reitest du das auch?

Corinna: Geritten werden nur einzelne Übungen. Da nennt sich das Agility dann Trail. Das ist für zum Beispiel gut zur Sitzverbesserung und es ist Gleichgewichtstraining. Oder gerade auch Angstreiter ,die ich dann durch den Halbreifen führe oder über die Wippe, um auch mehr Gefühl für ihr Pferd und dessen Bewegung zu bekommen. Auch das Reiten durch den Slalom hat einen sehr hohen Stellenwert bei mir. Denn ich versuche ohne Hilfen nur mit dem „ich schau wo ich hin reiten will“ Mensch und Pferd zu konditionieren. Einzelne Hindernisse können also auch im Sattel ganz hilfreich sein. Aber auch da gilt wieder: Mit Menschen- und Pferdeverstand rangehen, damit es sicher für Pferd und Mensch bleibt und sich niemand verletzt.

Pferdeflüsterei: Gibt’s da auch verschiedene Charaktertypen von Pferden mit denen man unterschiedlich an die Hindernisse rangehen muss?

Corinna: Oh ja die gibt es. Zum Beispiel Pferde mit Problemen am Boden, wenn das Hindernis weich ist und nachgibt. Dann: Akustische Hindernisse wie Glöckchen oder Blechsteg! Oder Hindernisse wie der Flattervorhang. Pferde mit Verladeproblemen haben meist Probleme mit engen Gassen oder niedrigen Höhen.

Horse Agility Pferdetraining

Pferdeflüsterei: Welche Hindernisse sind eher gefährlich und sollte man nicht alleine angehen?

Corinna: Bei folgenden Hindernissen würde ich eine richtige Einleitung als Voraussetzung sehen: Wippe, Hoher Steg, Sprung und Reifensprung.

Horse Agility Corinna Ertl

Pferdeflüsterei: Du hast ja auch einen Verein – „Freestyle Horse Agility Pferdefreunde Modautal e.V.“ – den du mitbegründet hast – worum geht’s da und was steckt dahinter?

Corinna: Ja, ich wollte diesen Verein gründen und konnte eine Pferdebesitzerin (meine Shire Horse Freundin) dazu begeistern und fünf weitere Nichtpferdebesitzer, die als Gründungsmitglieder mein Vorhaben von Anfang an unterstützt haben. Der Verein soll bezahlbares Training für Vereinsmitglieder bieten. Wir haben auch ein gemeinnütziges Projekt: „Happy Kids“. Wir wollen Kindern Lichtblicke schenken, die schwerkrank sind – zum Beispiel aus der Kinderkrebsstation in Frankfurt. So wollte die schwerkranke Ayleen unbedingt einmal die Paralympic-Siegerin Hanne Brenner treffen und bei ihr eine Reitstunde nehmen – auch das machen wir möglich. Oder für Kinder, die ein Handicap haben. Wir wollen einfach Herzenswünsche erfüllen.

Pferdeflüsterei: Wie kann man sich denn da beteiligen oder was kann man für euch und den Verein tun?

Corinna: Beteiligen kann sich jeder, sei es mit einer Geldspende oder Menschen, die ein umgängliches und Kinderfreundliches Tier haben (Hund oder Pferd), mit dem man schmusen oder spazierengehen oder reiten kann, einfach bei uns melden. Wir machen immer wieder Aktionen, um Spenden für die Kinder zu sammeln und ihnen schöne Augenblicke mit den Pferden zu schenken. Das ist die eine Seite des Vereins. Die andere ist, dass wir an gesundem Pferdetraining arbeiten wollen. Ich wünsche mir endlich einen Verein, in dem auch die Zirzensik unter anatomischen Gesichtspunkten und der Pferdephysiologie etabliert wird. Wir wollen verschiedene Stützpunkte Deutschlandweit eröffnen und mehr qualifizierte Trainer ausbilden. Denn so toll Zirzensik und Horse Agility für Pferd und Mensch sind, muss man sie eben auch korrekt lehren und lernen. Damit das Pferd sie gesund lernen kann. Dann sind sie super für Muskeln und Dehnung. Aber eben nur dann.

INFO: Wenn du jetzt gerne Spenden willst oder dich beteiligen möchtest – kannst du dich direkt HIER bei Corinna Ertl melden. Der Verein und die Kinder freuen sich über jeden, der hilft.

Horse Agility – drei Basis-Übungen

Erste Übung “Horse Agility” – Lauftraining:

Equipment: Hütchen oder Pylonen oder Slalomstangen, Kanister, Tonnen, Eimer oder sonstige Markierungshilfen. Auf Rasentrainingsfläche gehen auch alternativ Weidepfosten

Einfach ein Start und ein End Markierungshütchen aufstellen und versuchen im Schritt von A nach B zu gehen und dann auf Wunsch des Menschen an einem bestimmten Punkt zu stoppen.

Klappt das, dann geht das Ganze im Trab. Klappt das, kommt das erste Hindernis zum Einsatz. Der Slalom.

Horse Agility Corinna Ertl

Zweite Übung “Horse Agility” – der Slalom:

Equipment: Hütchen oder Pylonen oder Slalomstangen, Kanister, Tonnen, Eimer oder sonstige Markierungshilfen. Auf Rasentrainingsfläche gehen auch alternativ Weidepfosten

Eine gute weitere Übung ist der Slalom. Für den Aufbau der Slalomreihe ist es für mich unerheblich, ob man professionelle Hindernisse in Form von Slalomstangen und Pylonen verwendet oder alternativ Weidepfosten, Eimer oder sogar Handtücher. Hauptsache man hat Markierungen.

  • Wichtig ist – je nach Pferdegröße – das zu Beginn des Slalom-Trainings auf Abstände von vier bis fünf Metern zwischen den einzelnen Markierungen geachtet wird
  • Bei jedem Durchgang der jeweiligen Übung eine korrekte Aufstellung vor dem Hindernis einnehmen. Mindestens 2 Pferdelängen davor und 2 danach. So kennt das Pferd den Stop als Start und Ende. Wenns dann mal in die höheren Gangarten geht
  • Die Slalomreihe sollte zu Beginn nur in eine Richtung gelaufen werden. Mit dieser Endaufstellung wird das Pferd auf eine „imaginäre Bremse“ konditioniert – eine mehr als hilfreiche Sicherheitsmaßnahme, denn so kann ich für den späteren kompletten Parcours meine Notbremse einbauen

Horse Agility Corinna Ertl

Dritte Übung “Horse Agility” – Springen:

Equipment: Eine Stange oder ein kleines Hindernis.

Eine gute nächste Übung ist das Springen.

  • Für den Aufbau erst einmal eine Stange auf den Boden legen und damit in Schritt und Trab mit dem Pferd Seite an Seite drüber laufen
  • In der nächsten Runde läuft der Mensch an der Stange vorbei und das Pferd nimmt das Hindernis mit dem Menschen rechts oder links neben der Stange
  • Klappt das auch in beiden Gangarten drüber springen
  • Wenn das funktioniert kann das Hindernis nach und nach höher gestellt werden

Auch hier gilt: 2 Meter vor und nach dem Hindernis stoppen um die imaginäre Bremse einzubauen. Denn beim Springen können die Pferde richtig begeistert und „heiß“ darauf werden und sind dann auch schwerer zu stoppen

Lesetipp:

Noch mehr Übungen findest du auch in ihrem Buch*:

 

Ponackl vom Wiesenhof

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