Das Knotenhalfter – auch gerne mal Knoti genannt – ist ein spezielles Trainingshalfter. Es wird vor allem bei der Bodenarbeit verwendet, weil es feinere Signale durchlässt als ein Stallhalfter. Du kannst einerseits direkter signalisieren was du willst – andererseits musst du dir aber auch dessen bewusst sein, dass ein Knoti durch die Seile schärfer als ein Stallhalfter ist. Aber eben auch präziser in der Kommunikation.

Du kannst mit dem Knotenhalfter aber durch seine Leichtigkeit und die Seile auch sehr fein auf das Pferd einwirken.

Knotis werden gerne im Natural Horsemanship verwendet. “Sei so leicht wie möglich und so konsequent wie nötig.” sagt man ja im Horsemanship. Da passt das Knoti ziemlich perfekt rein.

  • Durch das Knotenhafter lässt sich dein Pferd feiner lenken.
  • Die Kopfkontrolle ist stärker als beim normalen Halfter, so dass ein noch unerfahreneres Pferd es schneller und direkter merkt, wenn der Mensch in der Mitte eigentlich andere Vorstellungen hat.
  • Das Knotenhalfter wird vor allem in der Ausbildung von Pferden genutzt, kann aber auch sogar als Reithalfter genutzt werden.

Die Knotenhalfter werden in einer bestimmten Technik geknotet und haben im Idealfall eine Verstärkung an der Nase des Pferdes, damit sie nicht reiben und eine feinere Wirkung haben.

Ganz wichtig ist, dass ein Knoti kein Stallhalfter ist. Du solltest dein Pferd niemals damit anbinden, denn es hat keine Sollbruchstelle. Es ist auch wichtig, dass es immer richtig geknotet wird – das Seilende muss nach hinten zeigen am Knoten, damit es nicht ans Pferdeauge geraten kann, der Knoten muss an der Schlaufe geknotet werden, nicht am Genickriemen und das Knoti sollte gut sitzen. Also etwa zwei Fingerbreit unter dem Jochbein.

Das sind die kurzen Fakten – viel mehr Informationen und eine ausführliche Bilderstrecke findest du in dem Artikel “How to Knotenhalfter” HIER auf der Webseite

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3 Kommentare zu “Knotenhalfter

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    ich schreibe hier mal meine ganz persönliche Meinung zum Knotenhalfter. Ich gehe hier wieder einen anderen Weg, der für mich und die Pferde mit denen ich zu tun habe auch gut funktioniert.
    Ich persönlich mag diese Knotenhalfter nicht. Ich erzähle einfach mal meine Geschichte mit meinem ersten Pferd. Bei ihm habe ich auch ein Knotenhalfter benutzt. Ich habe versucht mit ihm nach dem System von Parelli zu arbeiten. Nun hatte ich das große Glück ein Pferd zu besitzen was schon oft von Menschen enttäuscht und sogar misshandelt wurde und deshalb nicht wirklich einfach war. Er war der Meinung, dass Seilschwingen, grobes Rückwärtsrichten und ziehen am Knotenhalfter nicht höflich sind und dieses entsprechend beantwortet. Irgendwann hat sogar die Trainerin Angst vor ihm bekommen, weil er nur noch auf zwei Beinen stand. Abwechselnd die Vorder- oder die Hinterbeine. Ich bin oft heulend aus solchen Stunden gegangen weil beide Trainer und ich selber mit diesem Pferd nicht weiter wussten. Ich hab ihn mehrfach in Profihände gegeben. Hab verschiedenes ausprobiert. Er hat mehrere Leute ins Krankenhaus gebracht. Mich selber eingeschlossen. Gebrochene Rippen (mehrmals!), ein kaputtes Knie, einen abgesplitteter Hüftknochen und viele Prellungen später habe ich es begriffen. Mein Pferd wollte respektvoll behandelt werden und dazu gehörte für ihn nicht, dass ihm Seile um die Ohren fliegen oder sonstiges. Ich habe dann komplett abgerüstet. Ich hab den Stick, das Knotenhalfter und alles weggelassen und angefangen ihm zuzuhören. Das war der Moment wo ich ein sanftes, freundliches und kooperatives Pferd bekommen habe. Natürlich gab es auch dann noch Schwierigkeiten, aber die kamen immer daher, dass ich ihm nicht zugehört habe, dass ich nicht höflich war.
    Natürlich kann ich auch zuhören, wenn mein Pferd ein Knotenhalfter trägt. Keine Frage, aber dieses Halfter ist recht stark in seiner Einwirkung, das darf man nicht unterschätzen und meine Erfahrung zeigt einfach, dass wenn ich ein Werkzeug in der Hand habe, dass ich es auch benutze. Ich erwische mich selber immer wieder dabei, dass ich bei meinem eigenen Pony doch mal am Halfter ziehe, wenn er es trägt, obwohl er so wunderbar neben mir läuft auch ohne Halfter.
    Ich persönlich gehe immer den Weg, dass ich versuche so wenig wie möglich an Hilfsmittel zu verwenden. Ich bin der Überzeugung, dass echte Kommunikation am besten funktioniert, wenn beide Parteien völlig frei dabei sind. Natürlich kann ich auch nicht gänzlich auf ein Halfter verzichten. Das wäre zwar schön, klappt aber nicht bei uns. Ich bevorzuge aber aus diesem Grund den Halsring bzw. wenn das noch nicht funktioniert ein breites gut aufliegendes Stallhalfter.
    Kontrolle habe ich über mein Pony nicht. Ich habe gelernt, dass Vertrauen besser ist als scheinbare Kontrolle. Denn selbst mein Pony was gerade mal 69kg wiegt, ist mir kräftemäßig sowieso überlegen.
    Die feine Kommunikation habe ich für mich entschieden, erarbeite ich mir sehr kleinschrittig. Das dauert länger, ist für mich aber der ehrlichere Weg wie schärfere Ausibldungsgegenstände zu benutzen.
    Mein erstes Pferd und auch mein Pony (was zum Glück sehr selbstbewusst ist), zeigten bzw. zeigen mir immer wieder, dass leise sprechen und zuhören besser ist als schreien. Und den Umgang den ich zu 90% mit dem Knotenhalfter sehe, ist schreien.
    Es gibt bestimmt Menschen, die damit sehr fein umgehen und dem Pferd auch damit seinen Raum lassen, aber meiner Erfahrung nach sind das die Wenigsten. Und für mich habe ich entschieden, wenn unsere Kommunikation so fein ist, dass ich das Knotenhalfter auch so fein einsetzen kann, dann brauche ich es eigentlich nicht mehr. Dann funktioniert es auch frei und das ist mir immer lieber.

    Sorry für den Roman.

    Liebe Grüße
    Miriam

  2. Comanche Moon sagt:

    Ich liebe Knotenhalfter 🙂
    Da ich mein Pony seit Fohlen an indianisch ausbilde, wollte ich immer so wenig Hilfsmaterial wie möglich nutzen. Da passt das Knotenhalfter für mich perfekt rein.
    Nutze es nun auch zum Einreiten meines 3jährigen Ponys.

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