Artikel aktualisiert am 20.05.2016

Vor kurzem habe ich das Überraschungsei des Pferdetrainings entdeckt. Spiel, Spaß und Training in einem. Es macht glücklich, tut dir und deinem Pferd und eurer Freundschaft gut und es macht nicht dick. Im Gegenteil: Es ist Gymnastizierung, Muskeltraining und Anti-Schrecktraining in einem. Horse Agility fördert die Intelligenz und das Vertrauen deines Pferdes und verbessert eure Kommunikation. Das Beste daran ist: Es ist eigentlich ganz leicht und es macht Spaß.

Mit Horse Agility das Vertrauen stärken

Horse Agility hat mich schon länger interessiert. Ich meine: Spielen, Rennen und Springen mit Pferden und das am Ende sogar Freestyle – also ohne Zügel, Zaum, Halfter und Strick? Klingt traumhaft! Dabei gleichzeitig Gymnastizieren, Muskelaufbau und Konditionstraining – aber mit Spaßfaktor? Klingt perfekt.

Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

Warum du Horse Agility unbedingt ausprobieren solltest:

  • Anti-Schreck-Training: es verbessert die Körpersprache des Menschen
  • Kommunikationstraining: es stärkt das Vertrauen der Pferde in den Menschen und sich selbst – jedes gemeinsam bestandene Abenteuer tut der Freundschaft gut. Die Aufgaben könnt ihr nur als Team bewältigen und nur wenn deine Körpersprache stimmt
  • Sportprogramm: Gleichzeitig werden die Muskeln trainiert, weil die Pferde wenden müssen, Seitengänge machen oder Rückwärts laufen müssen
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

Das alles irgendwann in allen drei Gangarten und im Idealfall sogar Freestyle, also ohne Halfter, Strick oder Zaumzeug. Wie? Ich beschreibe dir die ersten Schritte und berichte dir von dem Kurs und die wichtigsten Fragen für sicheres und gutes Training im Interview. Damit du sofort loslegen kannst mit deinem Pferd und den ersten Schritten.

Im zweiten Teil nächste Woche gibt es ein exklusives Interview: Die Erfinderin des Freestyle Horse Agility Corinna Ertl alias „Co“ beantwortet die wichtigsten Fragen für sicheres und gutes Training im Interview. Damit du sofort loslegen kannst mit deinem Pferd und den ersten Schritten. PLUS: Es gibt eine Erklärung zu den drei Einstigesübungen, die du super mit deinem Pferd zu Hause trainieren und aufbauen kannst – ohne teures neues Equipment kaufen zu müssen. Dafür brauchst du nur Sachen, die vermutlich schon zu Hauf bei dir am Stall herumstehen.

Hier* findest du übrigens das Buch zum Thema Horse Agility:*

 

Horse Agility – was ist das eigentlich?

Dog Agility gibt es schon länger. Da bestehen Herrchen und Hund zusammen einen Parcour. Horse Agility ist im Grunde genau das, nur für Pferde gemacht. Ein super Training für dich und dein Pferd – für den Spaßfaktor und für euren Alltag. Weil es gleichzeitig auch das Vertrauen und die Bindung fördert.

INFO: Im Mai findet wieder ein Kurs am Wiesenhof statt – das Landhotel ist total gemütlich. Anita Merkle ist eine zauberhafte und gut organisierte Gastgeberin und der Kurs macht einen Riesenspaß. Noch sind ein paar Kursplätze frei. Mehr Infos zu den Kursen bekommst du HIER
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

 

Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

Horse Agility

Was sind die Voraussetzungen, um mit deinem Pferd Horse Agility zu machen?

Die Grundausbildung der Pferde ist das A und O. Das Pferd sollte halfterführig sein. Die Kommunikationsbasis zwischen Mensch und Pferd muss stimmen und es sollte das vorwärts, rückwärts und seitwärts beherrschen. Mehr nicht! Der Rest kommt beim Training. Ich bin begeistert und werde bald auch Übungen bei mir am Stall aufbauen und mit meiner Stute üben.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility – die ersten Schritte:

  • Jedes Pferd darf sich erstmal umsehen und wird an den Hindernissen vorbeigeführt. Es darf auch daran schnuppern oder spielen – Pferde lernen auch durch Tasten. Deswegen ist es wichtig, dass die Pferde jedes Hindernis auch beschnuppern dürfen, wenn sie wollen. Wichtig ist, dass du mit deinem Pferd erst die Halle und die Hindernisse abläufst, so wie das Pferd auch auf einer Koppel erst einmal die Gatter und die neuen Gegenstände ablaufen und untersuchen würde. So kann es die Koppel beziehungsweise die Halle und Hindernisse kennenlernen und sich umschauen und sich dann sicher fühlen.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility Corinna Ertl

  • Die Hindernisse können nur bestanden werden, wenn Pferd und Mensch aufeinander achten. Das Pferd braucht eine korrekte Körpersprache und klare Stimmsignale vom Menschen. Der Mensch muss darauf achten, dass er die Körpersprache passend für das Pferd anbietet.

Horse Agility Corinna Ertl

Was macht gute Körpersprache aus:

  • Wenn deine Hand zum Beispiel unter dem Maul des Pferdes ist oder zu tief, dann ist sie im toten Winkel. Das Pferd kann sie dann nicht sehen.
  • Das Sichtfeld des Pferdes ist etwa in einem Radius von 30 Zentimetern um sein Auge herum – am Rücken ist sein Toter Winkel. Meist ist es der Bereich zwischen Brust und Schultern beim Menschen. Deswegen ist es wichtig mit der Schulter dorthin zu schauen, wo man hinwill. Hast du aber zum Beispiel ein kleines Pferd – wie ein Shetty, dann sind vermutlich deine Knie im Sichtbereich des Pferdes.
  • Wenn das Pferd nicht reagiert auf das Abwenden des Oberkörpers, kann die andere (GERTEN-)Hand helfen, indem du sie etwas hochnimmst.
  • Oft versteht das Pferd den Menschen nicht, wenn die Signale zu indifferent sind – da kann es helfen die Signale des Körpers etwas zu verstärken.
  • Denke einfach daran, dein Pferd immer „mitzunehmen“. Denn wenn es an engere und „schwierigere“ Hindernisse geht, sollte das Pferd lernen immer parallel zum Menschen zu sein und den Generalabstand zu wahren ( den man gemeinsam im Training und beim Führen immer hat) – damit die Hindernisse gerade und korrekt angegangen werden – egal ob es eine tiefe Gasse oder ein hoher schmaler Steg ist.
  • Deine Schulter muss in die Richtung „schauen“ in die du willst. Wenn dein Pferd beispielsweise wegsieht, wird es deine Hand nicht mehr bemerken, deine Körperbewegung aber schon. Aus seinem Augenwinkel.

Horse Agility Corinna Ertl

Wenn das Pferd nicht mitkommt: Leicht am Strick zupfeln – das Halfter ist ein Kommunikationshalfter. So lernt das Pferd die Signale für die Freiarbeit mit der Körperbewegung zu verknüpfen.

TIPP: Immer dorthin schauen mit dem Oberkörper, wo du hin willst – damit das Pferd den Menschen spiegeln kann.
  • Die Übungen werden erst am Knotenhalfter und Rope geübt, wenn die Kommunikation stimmt und Mensch und Pferd in der Freiarbeit geübt sind, wird beides abgelegt. Wichtig ist grundsätzlich, dass du nicht dauerhaft ziehen sollst am Rope. Sondern zupfeln. Druck erzeugt sonst Gegendruck. Das Pferd wird nicht mehr so gerne mitarbeiten wollen, wenn du ziehst und zerrst.
  • Erst einmal musst du die Hilfen des Körpers sehr deutlich zeigen. Nach und nach wird dann immer weniger nötig sein. Dann wird das Pferd nach und nach feiner und auch deine Körpersprache kann immer reduzierter werden. Anfangs braucht dein Pferd im Grunde mehr Hilfe, um zu verstehen, was du möchtest. Es sei denn ihr seid schon geübt in einer gemeinsamen Körpersprache.
  • Zeige also mit deinem Oberkörper wohin du willst, reicht das nicht aus, kannst du deine zweite Hand Richtung Auge heben und deinem Pferd die Richtung weisen – Impulsartig. Dadurch wendet sich auch deine Schulter stärker, weist die Richtung und nach und nach braucht es die Hand nicht mehr – weil die Schulter etabliert ist.

Horse Agility Corinna Ertl

Warum das wichtig ist? Irgendwann willst du das Seil abmachen und in Freiarbeit üben. Dann ist deine Körpersprache dein einziges Hilfsmittel.

  • Du musst dich erstmal an das Wohlfühltempo deines Pferdes in jeder Gangart anpassen, damit das Pferd sich entspannen kann. Wenn ihr beim Tempo auf einer Linie sind, kannst du nach und nach auch an der Geschwindigkeit des Pferdes arbeiten.
  • Wichtig: Du darfst immer erst in zwei Pferdelängen Abstand zum Hindernis stoppen, weil das Hindernis sonst im Toten Winkel deines Pferdes ist. Und das Pferd sich unter Umständen umschauen will. Dann kannst du den Kontakt verlieren.
  • Gleichzeitig ist das Lob eine imaginäre Bremse. Wenn du dich also immer nach jedem Hindernis aufstellst und dein Pferd ausgiebig lobst, wird dein Pferd den Moment lieben lernen und gerne mit dir stehen bleiben. Auch wenn es vielleicht aufgeregter ist oder heiß auf die nächste Hindernisrunde.

Horse Agility Corinna Ertl

Mit diesen Punkten erarbeitet man sich eine imaginäre Bremse. Weil das Pferd sich durch die Wiederholung und Konditionierung an diese Bremspunkte gewöhnt.

HIER gibt es einen Artikel auf der Pferdeflüsterei zu dem Magischen Buchstaben im Pferdetraining – das “L” – Von “L”ob “L”iebe und all den anderen wichtigen Wörtern, die uns dabei helfen mit dem Pferd besser zu kommunizieren

Wenn dein Pferd in den Hindernissen die ersten Male schneller laufen will, darf es das. Damit es die Angst vor dem Hindernis verliert. Dein Pferd soll erstmal seine eigene Geschwindigkeit finden – damit es dann Vertrauen in sich und den Menschen findet.

Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
TIPP: Stimmsignale etablieren – damit das Pferd sich daran gewöhnt. Und auch von weitem darauf reagieren kann. Und auch in Freiarbeit.

Die Hindernisse bauen Schritt für Schritt aufeinander auf. Vergiss nie: Agility soll Spaß machen. Wenn dein Pferd also ein Hindernis nicht mag oder Angst davor hat, dann lass euch alle Zeit der Welt. Führe dein Pferd ruhig an das Hindernis ran, baue das Hindernis Stück für Stück auf und lass es selbst durch das Hindernis durchgehen, nur dann versteht es wirklich nach und nach, dass keine Gefahr besteht. Dadurch wird es immer mehr Vertrauen in sich und in dich finden.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility – Hindernis Nummer 1: 

Start ist der Slalom. Du kannst Hütchen, Handtücher oder Teddybären in regelmäßigem Abstand aufstellen. Es ist im Grunde egal, was du als Marker setzt, denn der Marker ist für dich gedacht und nicht für das Pferd. Das Pferd folgt nur deiner Körpersprache.

Der Slalom ist super um an der Kommunikation mit deinem Pferd zu arbeiten, am Halfter und frei. Du kannst das Vorwärts, Rückwärts und Seitwärts üben und in allen drei Gangarten. Erst wenn das Pferd da sicher und achtsam folgt und eure Kommunikation stimmt, kannst du auch ohne Halfter üben. Wenn das klappt, kannst du an das nächste Hindernis.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility – Hindernis Nummer 2: 

Du legst zwei Gassen nebeneinander auf den Boden. Erst breiter, dann nach und nach enger gestellt, bis sie bei Hufschlagbreite angekommen ist. Erst wenn das Pferd flüssig durch die Gassen kommt, darf es zum Beispiel auf Stege und andere höhere Hindernisse.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility Corinna Ertl

Das ist die Vorstufe und Vorübung für Trails, um dannspäter über enge Pfade und Stege laufen zu können.

Das Pferd darf immer auch schauen, damit es das Hindernis kennt und wahrnimmt und entsprechend achtsam durchlaufen kann.

TIPP: Wenn du dich Hindernissen annäherst, solltest du mit deinem Pferd immer möglichst gerade starten. Bei Wippen und hohen Hindernisse können sonst Verletzungen entstehen, wenn du das Hindernis zu schräg angehst – da das Pferd sich vielleicht nicht schnell genug darauf einstellen kann und dann abrutscht und sich verletzt.

Gerade bei Jungpferden ist das noch gefährlicher, weil sie noch nicht so ausbalanciert sind und deswegen noch mehr Gefahrenpotential ist.

Horse Agility – Hindernis Nummer 3 – auch ein sehr guter Einstieg in das Hängertraining:

Du baust eine hohe Gasse mit zwei Planen. Dein Pferd wird erst an die Planen und die Gasse gewöhnt – damit es keine Angst bekommt. Du gehst mit deinem Pferd zur Gasse, lässt es schnuppern, schlägst gegen die Plane, wackelst damit. Das Pferd sollte die Gasse erst akzeptieren, bevor du es durchführst. Es könnte ja sein, dass es mal mit dem Schweif schlägt, dagegen schlagen würde und dann erschrecken könnte, weil es nicht vorher darauf desensibilisiert wurde.

Horse Agility

Horse Agility Corinna Ertl

Beim ersten Mal gehst du zusammen mit deinem Pferd durch – sobald das klappt, gehst du seitlich daran vorbei und führst das Pferd durch.

Klappt das alles gut, dann übst du mit deinem Pferd in der Gasse stehen zu bleiben oder rückwärts wieder rauszugehen.

Es ist ein Schrittweises arbeiten in Richtung „Frei“ trainieren. Zum Beispiel, wenn das gleiche dann mit einem Tunnel oder einem freien Sprung durch einen Ring erarbeitet werden soll.

TIPP: Nach und nach kannst du immer mehr dazu bauen, sogar eine Decke. Also erst Seile herabhängen lassen, dann eine Decke darüber legen, dann einen Ring bauen und einen Tunnel. Dadurch kannst du entspannt den Hänger simulieren und so auf deinem Platz Hängertraining durchführen. Dein Pferd kennt enge Höhlen dann schon und wird sicher entspannter in den Hänger gehen.

Alle Übungen gehst du erst im Schritt und dann im Trab an. Wenn das gut funktioniert kannst du den Strick abmachen und das Halfter dran lassen, damit du im Zweifelsfall in das Halfter greifen kannst. Spätestens dann, wenn der Strick fällt, wirst du sehen ob die Kommunikation und die Körpersprache zwischen deinem Pferd und dir stimmen und klar sind.

Eine Kursteilnehmerin macht Anfangs zum Beispiel zu viel mit der Hand. Ihre Energie treibt ihr Pferd erst einmal weg. Beim zweiten Versuch macht sie weniger und schon funktioniert es. Da es sich auch um Freestyle Horse Agility handelt – kann es auch mal passieren, dass der Teilnehmer dem Pferd zum Abschied hinterherwinkt.

Horse Agility Corinna Ertl

Auch das ist nicht schlimm. Es passiert in der Freiarbeit. Schön und wichtig ist nur, dass das Pferd irgendwann wiederkommt ;-)

 

Hier* findest du übrigens das Buch zum Thema Horse Agility – falls du gleich loslegen willst:*

 

Jedes Pferd ist anders

Mein Kurspartner – Vicky – braucht zum Beispiel deutlich mehr Signal als meine Jungstute. Also schaffen wir den Slalom im Trab zum Beispiel nicht so gut, weil ich zu wenig mache mit meinen Schultern und meinem Oberkörper. Es ist spannend und wieder einmal der perfekte Spiegel.

Horse Agility Corinna Ertl

Wenn der Mensch klar ist in seiner Körpersprache, weiß was er will und deutliche Signale setzt, wird das Pferd folgen. Wenn der Mensch zögert, wird auch das Pferd zögern. Auch das zeigt Vicky mir. Als wir das erste Mal durch die „Schwimmnudeln“ sollen, zögere ich kur. Ich frage mich, ob Vicky sich wohlfühlt und schon zögert sie.

Horse Agility Corinna Ertl

Beim zweiten Mal beschließe ich, dass wir beide das locker zusammen schaffen und schon stapft Vicky mutig mit mir durch die wackelnden Schwimmnudeln.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility – Hindernis Nummer 4: 

Das Brett am Boden. Für ein Pferd eine große Herausforderung, weil es nicht weiß wie sicher die Bretter sind und was sich darunter befindet. Lass deinem Pferd also alle Zeit das Brett abzuklopfen, zu betasten und abzuchecken. Dann führe es gerade darauf zu, fädle es sozusagen ein und lauf dann gerade mit deinem Pferd über die Bretter. Du daneben, dein Pferd auf den Brettern. Auch das ist eine Vorbereitung für hohe Stege und schwierigere Trail-Aufgaben.

Horse Agility Corinna Ertl

Es gibt noch viel mehr Hindernisse. Wie der Tunnel. Das Pferd soll lernen mit tiefem Kopf durchzugehen, weil es irgendwann auch rückwärts durch den Tunnel soll. Erstmal muss man das Pferd aber an den tunnel gewöhnen. Durch Graschpeln und kratzen.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

…oder die Wippe oder die Schwimmnudeln. Sie alle machen dein Pferd gelassener und stärken seine Muskeln. Die Wippe zum Beispiel ist super für die Hinterhandmuskeln deines Pferdes.

Horse Agility Corinna Ertl

Horse Agility Corinna Ertl

Wenn du es schaffst, dass es mit dir auf die Wippe läuft und in der Mitte stehen bleibt und dann noch sanft vor- und zurückschaukelt – dann ist das ein Wahnsinns-Bauchmuskeltraining. Wie bei allen Übungen, muss erst der Mensch testen, bevor er mit dem Pferd ausprobieren darf. Das ist so sinnvoll, weil man dann viel besser versteht, was es fü das Pferd bedeutet auf dem Hindernis zu stehen.

Horse Agility Corinna Ertl

Mehr zum Thema Agility findest du im Buch von Co – das schon bei mir bereit liegt für die nächste Session am Stall mit Carey.

Hier* findest du das Buch zum Thema Horse Agility – falls du gleich loslegen willst:*

 

Du kannst auch einen Kurs bei ihr buchen. Ich kann sie dir nur empfehlen. Sie ist gelassen, fröhlich, im Kurs herrscht eine tolle Atmosphäre und die Übungen und Aufgaben machen eine Riesenspaß.

Horse Agility Corinna Ertl

Der Kurs – nochmal zusammengefasst:

Der Kurs hat im gemütlichen Landhotel Wiesenhof in Heroldstatt bei der wahnsinnig netten und pferdefreundliche Anita Merkle stattgefunden. „Freestyle Horse Agility“ mit Corinna Ertl – „Co“ genannt. Der Kurs dauert zwei Tage, jedes Pferd-Mensch-Paar darf einzeln üben. Insgesamt 5 kurze Einheiten auf das Kurswochenende verteilt. Das ist ziemlich perfekt, weil die Pferde zwischen den kurzen Übungsenheiten immer wieder Pausen bekommen. Sie verlieren so nicht den Spaß an der Sache, weil sie sich immer nur 15-20 Minuten am Stück konzentrieren müssen und dann die wohlverdiente Pause bekommen. Die Konzentration lässt bei den Pferden irgendwann nach – weil die Hindernisse und die Aufgaben viel Input und Konzentration für das Pferd bedeuten.

Immer an ihrer Seite ist der Fotograf Reiner. Kolsen Er filmt und fotografiert die Kursteilnehmer beim Machen. Er sorgt für die Video- und Fotoanalyse. Nach jedem guten oder nicht so guten Moment springt er dazu und der Teilnehmer kann sich seine Körpersprache und den Moment ansehen.

Horse Agility Corinna Ertl

Das ist ungemein hilfreich, weil man die eigenen Fehler so viel schneller erkennen und verbessern kann.

Horse Agility

Die Hindernisse sind schon aufgebaut. Zuständig dafür ist der Mann an Co’s Seite. Und auch dafür die Pferd in den Pausen glücklich zu massieren.

Horse Agility Corinna Ertl

Co erklärt, zeigt, übt mit dem Menschen – aber nicht mit dem Pferd. Jeder arbeitet schließlich anders mit seinem Pferd, hat es anders trainiert und deswegen muss der Mensch lernen den Parcour mit seinem Pferd zu meistern und an seiner Kommunikation zu arbeiten. Sie greift ein, führt auch mal den Arm des Menschen, damit er die richtige Körpersprache findet und lässt die Kursteilnehmer zusammen mit dem Pferd ihren eigenen Weg finden.

Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)
Horse Agility (Foto: Reiner Kolsen)

Dabei liegt immer ein Lachen in der Luft, die Stimmung ist locker und wir spüren mit jeder Sekunde: Pferdetraining macht Spaß!

Ihr Tipp: Gute Kleidung ist wichtig. Gute Schuhe und je nach Pferd auch Handschuhe. Co empfiehlt Radfahrerhandschuhe. Praktisch! Denn sie haben freie Fingerspitzen und ermöglichen dem Mensch so das Gefühl in den Fingerspitzen, schützen aber trotzdem, falls das Pferd doch vor einem Hindernis entscheiden sollte, dass es lieber die Flucht ergreifen will.

Jeder Kursteilnehmer muss Co vor Beginn sein Pferd beschreiben. Wer sind die Pferde? Welche Handicaps haben sie? Was machen die Kursteilnehmer mit ihren Pferden zuhause? Hat das Pferd ein Leiden oder eine Krankheit?

Die Antworten auf diese Fragen sind wichtig für die Bewältigung der Hindernisse. Bestimmte Hindernisse sind bei manchen Pferdekrankheiten einfach nicht möglich. Gleichzeitig gibt es viele Hindernisse, die man auch mit alten oder kranken Pferden machen kann, um Kopf und Körper zu beschäftigen. Die Hindernisse sind alle so von Co entworfen und gebaut, dass keine Gefahren entstehen. Das Pferd soll Spaß dabei haben, deswegen ist ihr wichtig, dass die Hindernisse sicher gebaut sind.

Horse Agility Corinna Ertl

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3 Kommentare zu “Horse Agility: Vertrauen, Kommunikation und Pferdetraining mit Spaßfaktor

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    vom HorseAgility hab ich auch schon gehört. Allerdings mich noch nie näher damit befasst. Scheint aber eine lustige Sache zu sein.
    Eine Wippe habe ich für mein Pony auch gebaut. Er hat etwas gebraucht, aber mittlerweile liebt er das Ding und freut sich darüber zu gehen. Er hat auch keine Angst mehr, wenn plötzlich unter ihm der Boden nachgibt.
    Die meisten Hindernisse kennen wir schon, aber die Gasse mit den Schwimmnudeln ist mir neu und das möchte ich auch mal ausprobieben. Wir haben eh so viele von den Dingern…

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, ich glaube dein Ponymann würde es lieben – ich habe das Buch vor kurzem bestellt – weil da auch einzelne Hindernisse und deren Aufbau erklärt wird. Co – die Autorin – ist da sehr kreativ :-) Wie zum Beispiel die Gasse mit den Schwimmnudeln. Wenn man sie auf den Boden legt, ist sie dann noch ein kleines Stangentraining – Tipp von Co :-) Ganz liebe Grüße, Petra

  2. Anita Merkle sagt:

    Liebe Miriam, es ist eine ganz super Arbeit mit den Pferden und zwar jeder Rasse vom ganz kleinen Minishetty bis zum schweren Kaltblüter. Und wenn man ganz behutsam beginnt mit viel Geduld und um das Wissen wie ein Pferd tickt, dann gefällt das wirklich allen Pferden. Wir haben nun schon mehrere Jahre Erfahrung und konnten die Pferde vom Anfang bis zum Fortgeschrittenen begleiten. Es ist so spannend die Entwicklung zu sehen. Manche sind so cool und machen alles gleich von Anfang mit. Andere brauchen etwas Bedenkzeit und müssen es sacken lassen. Es wird dir und deinem Pony gefallen. LG Anita

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