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Die 5 größten Irrtümer der Pferdefütterung

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Der ganze große Artikel für dich auf einen Blick

Wollen wir nicht alle ein gesundes Pferd? Ein Pferd, das nicht zu dick ist und nicht zu dünn, einen guten Mineralstoffhaushalt und Stoffwechsel hat? Ein Pferd das zufrieden ist und ohne Probleme oder Magengeschwüre und andere Krankheiten mit uns durchs Leben läuft? Glaubst du auch, dass dein Pferd einfach nur 24 Stunden Heu braucht und einen schönen Offenstall und schon hast du so ein gesundes Pferd? Wenn du das alles machst ist alles korrekt in Sachen „guter Fütterung“ und „gesunder Haltung“?

Das sind nur zwei der ganz großen Irrtümer in der Pferdefütterung. Die Gastautorin Janet sagt dir im Artikel, was sie von diesen 5 Irrtümer hält und erklärt dir ihren Ansatz für eine artgerecht Ernährung von Pferden. 

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Richtige Pferdefütterung

Weil wir Experten lieben und nicht Experte für alles sein können, übergeben wir das Wort an die Pferdefutterfachfrau Janet Metz. Janet hat ein Blog zur artgerechten Pferdefütterung und macht selbst Futterberatung für Pferdebesitzer, die wissen wollen, welchen Bedarf ihr Pferd hat.

HIER kannst du mehr dazu erfahren

Die 5 größten Irrtümer der Pferdefütterung 2

Sie hat das Motto: „Pferdegesundheit ist kein Zufall“ und beschäftigt sich ganzheitlich mit dem gesunden Pferd – von der Fütterung über die Bewegung bis zur Haltung. Außerdem macht sie Futterberatungen für Pferdemenschen und ihre Pferde. 

Mehr zu Janet kannst du HIER auf ihrem Blog für ganzheitliche Pferdegesundheit janet-metz.de nachlesen

Die 5 größten Irrtümer der Pferdefütterung 3

Jetzt übergebe ich das Wort an Janet – und ihren Gastartikel zum Thema „Die 5 größten Irrtümer der Pferdefütterung“.

Für alle Eiligen haben wir die größten Irrtümer in unserem Downloadbaren PDF als Factsheet zusammengefasst. Du kannst es dir gerne herunterladen und weiterteilen.

Einfach auf mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken und herunterladen:

Die 5 größten Irrtümer der Pferdefütterung 4

Die 5 größten Irrtümer in der Pferdefütterung

Die Pferdefütterung ist ein Thema, dass uns Pferdebesitzer sehr belasten kann und auch jede Menge Sorgen hervorruft. Auf der anderen Seite wird die Fütterung aber auch von vielen unterschätzt. Dabei ist die Fütterung ein fundamentaler Faktor für die Gesundheit deines Pferdes.  

Bestimmt hast du dich schon mal intensiv mit dem Thema Pferdefütterung auseinandergesetzt.

  • Wie ging es dir damit? 
  • Warst du hinterher schlauer als davor?

Vermutlich warst du hochgradig verwirrt und wusstest danach auch nicht mehr als vorher. Denn in der Pferdefütterung gilt: Fragst du 10 Leute erhältst du 15 Meinungen. 

Viele Menschen, die sich mit dem Thema Fütterung beschäftigen sind hinterher verwirrter als davor. Ich selbst kann ein Lied davon singen, denn mir ging es früher nicht anders. Die geradezu explodierende Futtermittelindustrie mit tausenden Versprechungen macht es uns nicht einfacher. 

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Ganz viel Kräuterwissen für deine alternative Fütterung – SUPERSPANNENDER Lesetipp – kannst du dir HIER genauer anschauen

Was ist richtig? Was Falsch?

Der eine sagt so, der andere sagt so:

  • Aber was ist eigentlich richtig oder falsch? 
  • Gibt es überhaupt ein richtig oder falsch? 
  • Was benötigt dein Pferd wirklich, um gesund zu bleiben und womit schaden wir ihm eher?

Als unabhängige Pferdeernährungsberaterin mit 25 Jahren Pferdeerfahrung, davon 14 Jahre Tätigkeit in der Pferdehaltung, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht für dich Klarheit in das Pferdefütterungschaos zu bringen. Dabei zählen für mich Fakten – keine Behauptungen. 

Die 5 größten Irrtümer

Deswegen nenne ich dir jetzt die 5 größten Irrtümer in der Pferdefütterung, die mir immer wieder begegnen, und beschreibe dir was dahintersteckt und warum es sich bei diesen Punkten um Irrtümer handelt. Denn nur, wenn du das WARUM kennst, kannst du besser verstehen, wie du dein Pferd wirklich artgerecht füttern kannst. 

Irrtum Nummer 1: Pferde sind Steppentiere und benötigen deshalb viel Weidegang! 

So einfach ist es nicht! 

  1. Unsere deutschen Kuhgrasweiden haben mit der Steppe wenig gemeinsam 
  2. Dass Pferde Steppentiere sind stimmt nur zum Teil.

Pferde kommen aus ganz unterschiedlichen Regionen dieser Welt und keineswegs nur aus der Steppe. Das ursprüngliche Urpferdchen war einst ein Waldbewohner und Laubfresser. Im Laufe der Evolution entwickelte es sich zum Wildpony und lebte in Tundren oder Steppen. Ihre gute Futterverwertung und ihre Eigenschaft Fett zu speichern sorgten bis vor etwa 1000 Jahren für ihr Überleben in kargen Gegenden. Dieses robuste Wildpony von damals war ein Pferd mit einem Stockmaß von 120 bis 130 cm. 

Diese fettspeichernden Eigenschaften finden wir in einigen Robustpferderassen heute immer noch. 

Aber unsere modernen Zuchtpferde haben damit nicht mehr viel zu tun und einen ganz anderen Bedarf. 

Du siehst also, dass verschiedene Pferdetypen aus den damaligen Wildponys mit unterschiedlichen Bedürfnissen entstanden sind, die einen unterschiedlichen Speiseplan brauchen.  

Wenn du eine artgerechte Haltung und bedarfsgerecht angepasste Fütterung möchtest, ist es wichtig über die verschiedene Pferdetypen Bescheid zu wissen. 

  • Ein Pony beispielsweise muss anders versorgt und ernährt werden als ein Warmblut
  • Das stellt heutzutage auch die größte Problematik von der oft kunterbunt gemischten Gruppenhaltung dar
  • Die Unterscheidung in die einzelnen Pferdetypen ist für die Gesunderhaltung des Pferdes aber ein sehr wichtiger Faktor

Wenn du ganz grob unterscheiden willst, kannst du in Nord- und Südpferde unterschieden: 

  1. Nordpferde sind leichtfuttrige fettspeichernde Rassen, die vor allem in kargen Gegenden zu Hause sind und deswegen auch mit kargem Futter gut überleben konnten. 
  2. Südpferde sind schwerfuttrige Pferde, wozu vor allem unsere gezüchteten Warmblüter und Vollblüter, aber auch besonders mächtige Kaltblüter, wie zum Beispiel ein Shire oder Pecheron gehören. 

Das Problem: Auch der Araber oder ein Spanier sind sehr leichtfuttrige Pferde und sind somit rein von der Futtrigkeit der Typ „Nordpferd“ – auch wenn sie nicht aus dem Norden kommen. 

FAKT: Die gesunde und bedarfsgerechte Ernährung hängt also von dem Grundtyp des Pferdes ab und sollte immer der grundlegendste Ausgangspunkt für die optimale Haltung und Fütterung des individuellen Pferdes sein. 

Während Pferdetypen aus der Steppe eher im Winter grüne Vegetationsperioden und somit nahrhafteres Grün vorfindet, müssen Ponys aus kargen, kalten Gegenden im Winter mit den verholzten übrig gebliebenen Gräsern auskommen können. 

Der Araber dagegen hat in der Wüste noch schwierigere Bedingungen und findet nur phasenweise in Flusstälern oder Oasen eine saftig grüne Vegetation vor. 

So kommt es, dass unterschiedliche Pferdetypen einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf und Rhythmen haben. Die zur Verfügung stehende Nahrung läuft egal in welcher Gegend für die Pferdetypen immer in Phasen ab. Wir dagegen füttern unsere Pferde oft das ganze Jahr alle gleich. 

Alle gemeinsam haben sie aber, dass Pflanzen ihre wichtigste Energiequelle sind. 

Ein Pferd hat einen hohen Bedarf an Raufaser der auf saftig grünen Weiden oft nicht ausreichend gedeckt wird. Daraus entstehen Überversorgung auf der einen und Mangelernährung auf der anderen Seite mit all ihren gesundheitlichen Folgen. Das ist leider Alltag in deutschen Pferdeställen. Unsere deutsche Vegetationsperiode mit fetten Kuhgräsern ist für keinen Pferdetyp wirklich artgerecht. Ein auf den Pferdetyp angepasstes Fütterungsmanagement ist also unerlässlich. 

Irrtum Nummer 2: Ad Libitum Fütterung ist das Beste fürs Pferd!

Ich stelle mal eine Frage in den Raum, die du dir durch den Kopf gehen lassen kannst:

Sind unsere Pferde denn gesünder geworden, seit der Trend immer mehr zur Ad Libitum Fütterung geht? 

In den 90ern hatten die Pferde jedenfalls noch nicht so viel mit Wohlstandskrankheiten zu tun wie heute. Das alles steigerte sich seit Anfang der 2000er mehr und mehr. 

  • Zum einen sind unsere deutschen Wiesen durch die Milchindustrie über die Jahre immer gehaltvoller geworden. 
  • Auf der anderen Seite wird mehr und mehr gefüttert. Ein Problem, dass man neben der Angst vor zu langen Fresspausen nicht völlig ignorieren kann. 

Ein gutes Fütterungsmanagement auf den Pferdetypen angepasst ist ein entscheidender Faktor. 

Keine Variante ist also an sich besser oder schlechter!

Gute Fütterung ist bedarfsgerecht

Die beste Fütterung ist die Fütterung, die für das Pferd alle Nährstoffe, die es benötigt in ausreichender Menge bereitstellt. 

Wir haben sehr gehaltvolle Wiesen und somit auch eher gehaltvolles Heu von diesen Wiesen. Es ist nachgewiesen, dass ein Pferd sogar locker das doppelte seines Bedarfs fressen kann, wenn wir es zur freien Verfügung lassen. In freier Wildbahn irgendwo in einer kargen Gegend war das auch durchaus nötig und musste viel mehr gefressen werden, um überhaupt auf den Tagesbedarf zu kommen. In unseren Breitengraden funktioniert das nicht immer so einfach. 

Für einige Pferdetypen ist es keineswegs natürlich immer ein volles und satt grünes Futterangebot zur Verfügung zu haben. Egal aus welcher Region das Pferd ursprünglich kommt. Es gab immer auch schlechte Vegetationsperioden, in denen das Pferd von seinen Reserven zehren musste. Das ist natürlich für den Stoffwechsel und deswegen vollkommen in Ordnung. 

Bei uns dagegen gehen die Pferde genauso dick aus dem Winter wie sie reingegangen sind. Eine unnatürliche Belastung für den Stoffwechsel. Bei Pferden, die über den Winter sogar zunehmen erhöht sich die Hufrehegefahr im nächsten Frühjahr dramatisch. Zur Fütterung gehört also mehr als 24 Stunden Heu zur Verfügung zu stellen. Es gehört auch eine Menge gutes und durchdachtes Management dazu. 

Ein weiteres Problem der Ad Libitum Fütterung ist die Futterqualität. Klar sollte vor allem das Heu als Grundfutter Nummer 1 immer von bester Qualität sein. Die Realität zeigt aber, dass dies ein sehr schwieriges Thema in der Pferdewelt ist und auch nicht immer umsetzbar. Heu bringt grundsätzlich gewisse Schadkeime mit. Die Qualität ist außerdem von Umwelteinflüssen abhängig, die wir nicht immer beeinflussen können. 

Durch die heutzutage erhöhte Heufütterung (in vielen Ställen hat sie sich fast verdoppelt) steigt auch die Menge der Schimmelpilze, Hefen und Bakterien, die von den Pferden aufgenommen werden. 

Heu ist oft kontaminiert durch schlechte Lagerung oder Verarbeitung. Viele Verpilzungen und Verkeimungen sehen wir mit dem bloßen Auge überhaupt nicht. So kommt es häufig vor, dass durch eine gut gemeinte, großzügige Heufütterung Leberprobleme, Kotwasser und Atemwegserkrankungen ausgelöst werden. 

Je mehr wir den täglichen Bedarf an Trockensubstanz durch hohe Heumengen übersteigen desto mehr steigt auch der Spurenelementbedarf.

Hohe Heumengen führen häufig zu Kalziumüberversorgung, was die Aufnahme anderer wichtiger Mineralstoffe hemmt. Was nur tolerierbar ist insofern kein Mangel an Spurenelementen besteht. 

Sehr viele Pferde sind mit Mineralien- und Spurenelementen aber unterversorgt. Die Mangelsituation eines eh schon unterversorgten Pferdes wird durch erhöhte Raufuttergabe über seinen Bedarf hinaus also noch weiter verschärft. 

Es ist also wichtig den Bedarf deines Pferdes zu kennen um diesen angepasst decken zu können. Dabei zählt nicht nur der Futterzustand des Pferdes, sondern auch, dass es alle Nährstoffe bekommt, die es benötigt. Überversorgung sollte auf Dauer genauso vermieden werden wie Unterversorgung.

Irrtum Nummer 3: Bloß keine Fresspausen!

Das Pferd ist ein Dauerfresser, daran besteht kein Zweifel. Nichtsdestotrotz wird dieses Thema oft missverstanden. In Bezug auf die Fresspausen beobachte ich eine immer größer werdende Hysterie. Dabei stelle ich fest, dass die eigentlichen Probleme häufig ganz wo anders sitzen. 

Die Angst vor eventuellen Magengeschwüren wegen zu langer Fresspausen ist groß. Das führt dazu, dass Leute ihre Pferde am besten 24 Stunden mit Heu vollstopfen. Dazu Weidegang und Stroh. Ein bisschen was als Ergänzung in den Futtertrog kommt natürlich auch noch dazu. 

Tatsächlich leiden viele Pferde aber viel häufiger eher an einem Futterüberangebot und daraus resultierenden Problemen, als an den Fresspausen. Pferde werden überfüttert und dick. Dicke Pferde bekommen Stoffwechselprobleme und Wohlstandskrankheiten. Die Folgen dieser Wohlstandskrankheiten sind häufig fatal. 

Versteh mich nicht falsch: Ein Magengeschwür ist eine schmerzhafte Sache und dazu wollen wir es natürlich nicht kommen lassen. Trotzdem ist die Hufrehe oder eine andere langwierige Stoffwechselerkrankung, die das Pferd den Rest seines Lebens nicht mehr loswerden wird, genauso tragisch, wenn nicht sogar noch tragischer.

Die Wahrheit ist: Übergewicht birgt mehr Risiken fürs Pferd als Untergewicht. 

Für Magengeschwüre gibt es zudem auch noch andere Ursachen wie zum Beispiel falsches Fütterungsmanagement oder Stress. 

Vor allem der Stress wird viel zu häufig übersehen. Es gibt zu viele schlecht zusammengestellte Gruppenhaltungen. 

Die Lösung für eine unharmonische Herde, kann nicht sein, dass wir die Pferde einfach mit 24 Stunden Heu im Überfluss vollstopfen und sie mit Fressen ablenken. 

Viele unserer Pferde sind schlicht und ergreifend durch unser sehr gehaltvolles eiweiß- und zuckerreiches Futterangebot zur Fresssucht erzogen: 

  • Der Stoffwechsel hat mit der ständigen Zuckerflut zu kämpfen
  • die natürliche Fressbremse und das Sättigungsgefühl des Pferdes verschwinden immer mehr
  • Eine katastrophale Situation, die sich nicht durch noch mehr Heu lösen lässt und sich nur immer mehr aufschaukeln wird

Oft sind die überfütterten Pferde gleichzeitig in der Regel mit Mineralstoffen- und Spurenelementen unterversorgt. Der Überfluss treibt sie nur noch weiter in den Mangel und das Problem wird immer größer. Ein ausgewogenes Verhältnis ist wichtig! 

Der Stoffwechsel kompensiert bis er schließlich entgleist. Das Problem ist also nicht die zu lange Fresspause, sondern ein schlechter Fütterungs- Haltungs- Bewegungsrahmen der optimiert gehört. 

Ein bedarfsgerecht und ausgewogen mineralisiertes Pferd kommt mit Fresspausen durchaus gut zurecht. 

Irrtum Nummer 4: Mein Pferd steht im Offenstall – es kann sich von allein bewegen und hat alles was es braucht

Fütterung, Haltung und Bewegung sind für eine optimale Gesunderhaltung des Pferdes untrennbar. 

Gerade die leichtfuttrigen Robustpferderassen, müssen noch dringender bewegt werden. Nordpferde die ursprünglich aus kalten, kargen Gegenden kommen sind Energiesparer. Dieses Verhalten war überlebensnotwendig. Sie bewegen sich auch in Offenstallhaltung nicht mehr als notwendig. Und leider ist es für das domestizierte Pferd oft nicht wirklich notwendig sich zu bewegen. 

In Freiheit mussten sie sich mehr bewegen, um genug Futter zu finden. Bei uns müssen sich die Pferde auch dafür nicht mehr groß vom Fleck bewegen. Leider herrscht gerade bei Freizeitreitern, die häufig Robustpferderassen im Offenstall halten, der Irrglaube, sie müssten nicht dringend bewegt werden. Das Pferd kann sich schließlich im Offenstall frei bewegen.

Ein Irrtum, den langfristig leider viele Pferde mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen:

  • Die Pferde müssen sich in unserer Obhut nicht nur für Futter nicht mehr bewegen, sondern sie müssen auch nicht mehr flüchten, weil es keine natürlichen Feinde gibt. 
  • Sie wurden zusätzlich durch die Zucht immer mehr auf Leistung gezüchtet. Wir Menschen haben zum Teil zähe, genügsame und robuste Arbeitstiere aus den Pferden gemacht. 
  • Pferde haben einen großen Teil zur menschlichen Entwicklungsgeschichte beigetragen. Heute halten wir Pferde nur noch zum Freizeitvergnügen. Wir können diese Arbeitstiere aber nun nicht einfach Beiseite stellen, sie nur ab und an rausholen für eine gemütliche Runde und davon ausgehen, dass sie sich im Offenstall schon freiwillig genug bewegen. 

Das ist ein Problem, unter dem heute vor allem die Nordpferderassen zu leiden haben und deshalb trage ich das Thema Bewegung auch mit etwas Nachdruck nach draußen. Denn es gibt einfach viel zu viele Pferde mit Wohlstandskrankheiten da draußen.

Bewegung hält den Stoffwechsel aktiv und das Pferd gesund: Nicht nur Kraft und Kondition müssen trainiert werden. Auch der Stoffwechsel! 

Er kommt durch Bewegung in Schwung, kann so Nährstoffe besser verwerten und Abfallstoffe schneller aus dem Körper schleusen. Ein träger Stoffwechsel kann das nicht so gut leisten.

Ein Pferd das regelmäßig bewegt wird und auch mal schwitzt leitet Schadstoffe viel leichter aus dem Körper aus. Tatsächlich kann regelmäßige Bewegung und Schwitzen sogar eine nicht optimale Futterqualität besser kompensieren. Es ist ein natürlicher Entgiftungsprozess.

Leider führt der immer größer werdende Wunsch nach Harmonie mit dem Pferd dazu, dass sie noch weniger bewegt geschweige denn gearbeitet werden. 

Die Folge: Pferde stehen sich regelrecht kaputt, die Stoffwechsel sind träge und die Wohlstandskrankheiten gut verbreitet. 

Tatsächlich lässt sich der Stoffwechsel durch Bewegung sogar viel mehr beeinflussen als durch die Fütterung. Sinnvolle und vor allem ausreichende Bewegung hat einen positiven Einfluss auf viele Stoffwechselvorgänge im Körper. 

Schon eine halbe Stunde Trab am Tag kann eine Insulinresistenz, die häufig für Stoffwechselprobleme verantwortlich ist, innerhalb einer Woche deutlich reduzieren. Kein Futter der Welt könnte das erreichen. Deshalb sind Fütterung, Haltung und Bewegung untrennbar für ein ganzheitlich gesundes Pferd und spielen beim Thema Pferdefütterung alle eine gleichgroße Rolle. 

Die 5 größten Irrtümer der Pferdefütterung 6

Irrtum Nummer 5: Zusatzfutter füttern ist sinnlos – Wildpferde haben auch ohne Mineralfutter überlebt

In der freien Wildbahn konnte sich das Pferd auf viel größerem Raum alles zusammensuchen, was es benötigte. Heute leben unsere Pferde aber sehr begrenzt und werden mit Gras von einseitig bewachsenen Flächen gefüttert.

Das Füttern nur mit Heu ist sowieso eine sehr einseitige Pferdeernährung. Pferde benötigen auch der Jahreszeit entsprechend wachsende Wildkräuter, Hölzer, Rinde, Zweige und Blätter. Je nach Vegetationsphase oder Jahreszeit hatten sie in ihrem natürlichen Lebensraum eher nährstoffreiches, weicheres Grün zur Verfügung oder holzige, überständige Gräser, Büsche und Wurzeln. Erinnere dich an Irrtum 1 mit den unterschiedlichen Pferdetypen und ihren unterschiedlichen Bedürfnissen. 

  • Dazu kommt, dass die Böden immer mehr ausgelaugt sind. Das ist in Bezug auf Pferde nicht anders als beim Menschen und schon lange kein Geheimnis mehr. 
  • Unsere Wiesen sind durch die Milchindustrie ausgebeutet und durch Turbogräser lediglich gehaltvoller geworden.
  • Die Gräser haben jede Menge Energie, Protein und Zucker aber leider oft sehr wenige Mineralien und Spurenelemente. 
  • Schwefel, Selen, Jod, Zink, Kupfer und Mangan beispielsweise suchen wir häufig vergeblich oder sind nur noch in kleinsten Mengen vorhanden. 
  • Gerade diese Mineralien sind aber für eine ganze Reihe unserer Wohlstandskrankheiten mit verantwortlich mit denen wir heute zu kämpfen haben.

Eine zielgenaue Mineralstoffergänzung ist also unausweichlich, wenn das Pferd lange gesund bleiben soll! Auch die bereits erwähnte, oft schlechte Heuqualität hat Einfluss darauf. 

Das Blutbild alleine reicht nicht beim Pferd

Auch wenn das Blutbild noch in Ordnung ist, ist das kein Beweis dafür, dass alles richtig läuft. 

Die wenigsten Mängel können über ein Blutbild gleich erkannt werden.

Ein Blutbild ist eine Momentaufnahme des einen Moments, in dem das Blut genommen wird. Der Körper muss aber auch eine eventuelle Fehlernährung kompensieren, um die Prozesse am Laufen zu halten. Das kann er eine ganze Weile. Manchmal sogar erstaunlich lange. Das ist Überlebensstrategie eines jeden Körpers.

Solange der Körper gut kompensiert, wird das Blut normal aussehen. Denn er kompensiert ja. Erst wenn er das nicht mehr kann wird sich auch im Blut etwas zeigen. Soweit sollten wir es aber nicht kommen lassen. Ein Blutbild zeigt also an wie es in diesem Moment um unser Pferd steht. Es zeigt uns aber nicht an, wenn bereits eine Mangelernährung stattfindet, die böse Folgen haben kann.

Es ist also ein großer Trugschluss anhand eines Blutbildes, dass in Ordnung ist, automatisch zu schlussfolgern, dass die Fütterung es auch ist! Wir wollen doch dafür sorgen, dass unser Pferd gesund bleibt. Dies geht aber nur mit Kontrolle darüber ob die Bedarfswerte des individuellen Pferdes mit unserer Fütterung alle gedeckt sind.

Krank durch falsche Ernährung – Pferdefütterung

Es gibt heute so viele Pferde mit diffusen und unspezifischen Krankheitsbildern. Und wenn wir ein Blutbild machen, dann ja meistens, wenn das Pferd bereits Symptome hat: 

  • Hautpilze
  • Ekzeme 
  • Mauke
  • Allergien
  • Juckreiz
  • brüchige Hufe
  • Kotwasser
  • Husten und vieles mehr

Da kommt dann der Tierarzt und lässt mal hier eine Spritze und da eine Salbe oder ein Pülverchen da. Wir recherchieren uns die Finger wund nach Hausmittelchen und Erfahrungsberichten, um die Symptome des Pferdes irgendwie zu erklären und zu lindern.

Aber nichts anderes ist das alles oft: Es ist Symptombehandlung und keine Ursachenbekämpfung!

Fängt man bei solchen Pferden genauer an die Fütterung zu durchleuchten, sieht man oft sehr schnell wo hier die eigentlichen Ursachen sind. Das ist ein entscheidendes Puzzleteil, das oft vergessen wird. 

Der Körper ist in der Lage Fehlernährung lange zu kompensieren nur irgendwann kann er nicht mehr und Krankheitsbilder treten in Erscheinung. So kommt es auch, dass viele Pferde zum Beispiel erst mit 10 Jahren oder älter plötzlich zum Ekzemer werden oder Hufrehe bekommen. Weil der Körper vorher eben noch kompensieren konnte und das Fass nun aber überläuft.

Zufüttern ist also keineswegs sinnlos insofern man den individuellen Bedarf des Pferdes kennt und gezielt Nährstofflücken entlarvt und deckt. Sinnlos ist es, wenn wir nur auf Verdacht irgendwelche Mittelchen füttern, die im Besten Fall eben nichts helfen – im schlimmsten Fall aber sogar Schaden anrichten, weil wir unbewusst irgendwelche Mineralien überversorgen. Denn Überversorgung ist am Ende genauso schädlich wie Unterversorgung. 

Fazit zu gesunder Pferdefütterung

Fütterung ist ein komplexes Thema und die individuelle Fütterung eines Pferdes ist immer von den eigenen individuellen Rahmenbedingungen abhängig. Um die Fütterung wirklich individuell aufs Pferd anpassen zu können müssen auch immer alle individuellen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. 

Es gibt nicht DIE schlechte Haltung oder DIE schlechte Fütterung.

Es gibt nur ein schlechtes Management des individuellen Fütterungs-Haltungs-Bewegungsrahmens! Egal welche Haltungsform. Optimieren geht immer.  

Gesund füttern kann man lernen wie jeden anderen Pferdebereich auch. Dazu kannst du dich über Bücher, Fachartikel und andere Plattformen schlau machen, um den individuell besten Weg für dein Pferd zu finden.

Hat dir dieser Artikel weitergeholfen? Oder findest du, dass ihn deine Pferdefreunde unbedingt lesen müssen?  

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Was denkst du über dieses Thema?

  • Sara sagt:

    Hallo,
    sehr gut geschrieben und super interessant. Danke dafür!

  • Heike B. sagt:

    …Ich finde, der Artikel regt zum Weiterdenken an,….macht wieder mal bewusster…bzw bestätigt mich im Tun; Die Hauptsache ist doch , dass wir in Bewegung bleiben ,was die Gesundheit betrifft, es ist nicht mit einem einzigen Schalter umlegen getan, wär auch einfacher für mich gewesen…ich habe gelernt nun, das Offenstall, Trail, und im mega -Umkreis PferdeHeusuche allein nicht reicht, es war ein interressanter Weg bis hierhin für mich, meine 2 Ponies leben gut , haben ab und zu gezeigt, das etwas fehlt, durch zb. Husten…; Für mich ist jedoch wichtig…. solange ich vergleiche, nachdenke und umsetze zum Guten, mache ich alles richtig, nämlich in Richtung Natur, da kann man nichts! falsch machen.., In sofern bestätigt mich nun einfach der Artikel, -Menschen die ebenfalls beweglich sind und sich auf den Weg machen immer wieder, zum Guten gerichtet, den dürfte es ebenso gehen. Momentan habe ich nach ca 5Jahren Stallumstellung u.a. gelernt mich auf verschiedenste Kräuter nach Bedarf einzulassen, und es mit herkömmlicher TAMedizin zu mischen, bzw. bewusster einzusetzen, denn die Mischung machts ,extreme sind immer im Ungleichgewicht ,machen krank….; Ich kann eine Haaranalyse/Kräuterkur u.a. zb von Nehls’ empfehlen, dort sieht man proffessionell, was dem Ponie/Tier fehlt. Ich bin sehr zufrieden…..und ansonsten weiterhin in Bewegung, Ursachenorientiert, denn mit Lebewesen muss man creativ im Umgang bleiben, wie mit mir selbst ja auch, sonst komme ich nicht zur Lebensfreude…
    Was Bewegung betrifft, bin ich ständig am basteln, wie ich Bewegung mit mir und dem Tier verbinde, da ich fit bleiben möchte, motiviert mich Pferd und Hund sehr, es in jeden Tag einzubinden. Zu joggen, mit Gehpausen, Volten, ….wenn ich es regelmäsiger schaffe, mit kleinen Strecken angefangen bin ich sehr zufrieden….für mein Alltagsglück…;)
    Ab und zu dürfen beide Kinder mitmachen, 1 mal Woche/in Anleitung, so bekommen bei Bodenarbeit Kind und Ponie gezielt Bewegung und der Tag ist gerettet…;) Ich bin Tierpädagogin, Zuhause, in bergiger Waldlichtung, und jeder Tag ist eine Herausforderung ihn für mich/Kind und Tier in Zufriedenheit zu schaffen. Und das ist gut so…;)

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Heike, das klingt doch wunderbar. Ich denke auch, dass Leben Wandel ist und nur wenn wir offen bleiben und uns weiterentwickeln auch immer alles gut wird am Ende. Alles Liebe und bis bald, Petra

  • Martin sagt:

    Ein sehr interessanter Artikel! Er macht auf jeden Fall klar welch weites Feld das Thema Fütterung ist und daß es natürlich keine einfachen Antworten gibt, die für Alles und Jeden gelten. Was aber Jeder mitnehmen kann ist, daß er sich unbedingt einmal näher damit auseinandersetzen sollte, WAS und WIEVIEL er seinem Tier eigentlich füttert. Schließlich macht zu viel und/oder einseitiges Essen mit zu wenig Bewegung auch uns Menschen auf Dauer sehr krank. Auch daß man heutzutage leider längst nicht mehr einfach davon ausgehen kann, daß das Futter schon alles Notwendige enthält ist ein zentraler Punkt. Um eine genaue Analyse was denn nun drin ist und was nicht muss sich aber natürlich Jeder selbst kümmern. Unter Umständen kann man sich eine Analyse durch einen Futtermittelexperten aber auch in einer Stallgemeinschaft teilen, da zumindest innerhalb eines Stalls das Hauptfutter und die Weiden gleich sein sollten. Oder man hat einen sehr guten Stallbetreiber, der so eine Analyse vielleicht schon hat vornehmen lassen… Tja, und viel Bewegung, Bewegung, Bewegung an der frischen Luft, kann man gar nicht oft genug sagen! Denn egal welchen Pferdetyp man nun nach der ganzen Züchterei am ehesten hat: Das macht jedes Pferdchen froh! ? Cool wäre vielleicht einmal ein Artikel über die unharmonische Gruppenhaltung, die hier lediglich erwähnt wurde! Woran erkennt man sie? Was kann man dagegen tun? Vielen Dank & Freundliche Grüße,
    Martin

    • Petra sagt:

      Hallo lieber Martin, danke dir für deine Gedanken. Analyse wäre die Perfektion. Da hast du Recht und das wäre auch mein Ideal. Wenn eine Gruppe nicht harmonisch ist, bleibt letztlich nur herauszufinden, woran es liegt. Ist es die Haltung? Zu wenig Platz usw.? Oder sind es die Persönlichkeiten? Je nachdem, was der Faktor sein könnte, muss man dann an anderen Stellschrauben drehen. Auf jeden Fall alles Liebe udn bis bald, Petra

  • Sara sagt:

    Guten Abend zusammen, ich als Pferdeneuling stelle mir hinsichtlich des Artikels auch die entscheidende Frage: Wie ermittle ich den Bedarf und stelle eine ggf. vorhandenen Mangel (z.B. Haltung des Vorbesitzers) fest? Da hilft ja Literatur erst mal nicht viel. Mein Ansatz wäre auch das Blutbild gewesen – heißt kompensieren denn tatsächlich, dass ein Mangel nicht feststellbar ist – oder heißt es erst einmal nur, dass das Lebewesen den vorhandenen Mangel ausgleicht, so dass man z.B. erst einmal keinen äußerlichen Veränderungen feststellen kann? Kann jemand aufklären? Tiermediziner vielleicht? Dankeschön! Grundsätzlich muss ich sagen: Die Artikel hier sind sehr lehrreich und ich kann bereits jetzt sehr viel für mich hieraus gewinnen, lieben Dank dafür!

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Sara, das Blutbild ist auch ein Teil des Ganzen. Und dann die Krankheiten und Problemchen deines Pferdes, sein Körperumfang und und und. Da kommt einiges zusammen – so pauschal lässt sich das gar nicht sagen – laut unserer Expertin – und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie Recht hat. Ich habe mit Carey beispielsweise eine Futterberatung gemacht – individuell – die ich bald hier veröffentliche als Beispiel. Das hat sehr geholfen. Ganz liebe Grüße, Petra

  • Carsten Mumm sagt:

    "Welche Lauge laugt unsere Böden aus? – Die Milchindustrie beutet die Wiesen aus, die durch Turbogräser gehaltvoller geworden sind? " — ( Leider verwickeln sich Nabu, BUND und besorgte Naturfreunde gern in solche Widersprüche.)–Ob, und welche
    Mineralstoffe fehlen, kann durch eine Futteruntersuchung festgestellt werden.
    Das wird ein unabhängiger Futterberater z.B.der Landwirtschaftskammer ihnen mit Sicherheit raten. Dann haben Sie eine handfeste Grundlage für die Fütterungsberatung,

  • Barbara sagt:

    Hallo, ich schließe mich TF an. Unsere Pferde grasen im Sommer immer auf der gleichen Weide. Leider ist dort keine Wechselbeweidung z.B. mit Rindern. Wenn Pferde ( meine waren 4 Warmblüter ) ad libitum Futter haben, ändert sich ihre Futteraufnahme nicht zum negativen. Sie fressen anders, ruhiger,…
    selektieren besser. Welcher Pferdestallbetreiber kennt die Nährwerte seines Heu`s oder seiner Weiden? Welcher Einstaller hat überhaupt eine Ahnung von den Bedürfnissen seines Pferdes, außer, zu dick, zu dünn? Hochwertiges Raufutter ist die wichtigste Ernährung! Wie stelle ich ein Mineraldefizit fest? Es gibt natürlich Allesfresser, sprich ` leichtfuttrige Pferde. Domestizierte Pferde haben es nicht so einfach. Deren Halter die sich mit einer guten Ernährung auseinandersetzen, auch nicht
    Wo bleibt hier eine Rückmeldung des `…Seitenbetreibers…..??????????????ß

    • Janet sagt:

      Jedes Pferd hat aufgrund seiner Rasse, Alter, Körpergewicht, Haltung, evtl. Krankheit einen individuellen Bedarf an Energie, Protein und Nährstoffen. Jedes Futter beinhaltet Nährstoffe. Stellt man Bedarf und Futterration gegenüber sieht man was gedeckt ist und was nicht. Nährstoffe die fehlen und die nicht zugeführt werden, werden langfristig in eine Mangelsituation abrutschen. Denn wie soll der Körper sich mit etwas versorgen, was er nicht zugeführt bekommt? Man sollte nicht erst warten bis das Pferd eine Mangelsituation hat, sondern bereits vorher handeln. Dass Stallbetreiber und auch Pferdebesitzer viel zu häufig viel zu wenig Ahnung davon haben macht die Situation nur umso trauriger. Landwirte sind übrigens in der Pflicht alle paar Jahre Bodenproben zu nehmen. Nährstoffe die nicht im Boden sind, können von den Pflanzen auch nicht aufgenommen werden und werden auch nicht im Heu zu finden sein. Unabhängige Futterberater sind für Hilfestellung die richtigen Ansprechpartner für diesen Bereich.

  • AP sagt:

    Hallo, mir fehlt dasselbe, wie TF bereits schrieb: Wie kann ich nun mein Pferd (Noriker, 800 kg) in einen der 4 Typen eingliedern?
    Danke und vG

    • Janet sagt:

      Manche Pferde können tatsächlich nur schwer in einen Typen eingeordnet werden, da der Mensch durch Zucht schon sehr viel gekreuzt und vermischt hat. Es ist nur ein Richtwert, kein Gesetz. Der Noriker gehört als Gebirgspferdetyp aber am ehesten zum Tundrenpferd. Er ist leichtfuttrig und hat schon aufgrund seines Gewichts und Muskeln einen höheren Nährstoffbedarf. Mageres aber kräuterreiches und somit mineralstoffreiches Heu sind für den Noriker bekömmlicher als verholztes nährstoffarmes Heu.

      Das Auge des Herrn füttert am Ende aber immer mit. Wir müssen auch einfach ein Gefühl für unser Pferd uns seine individuelle Fütterung entwickeln. Dazu gehört Wissen, wie in jedem anderen Bereich rund ums Pferd auch und ist natürlich nicht in einem einzelnen Artikel abzudecken. Auf meinem Blog schreibe ich regelmäßig Artikel rund ums Thema Pferdefütterung.

  • S.M. sagt:

    Wildpferde wurden jedoch nicht so alt wie die Pferde heute ……

  • TF sagt:

    Hallo, sehr interessanter Artikel und schön, dass noch etwas mehr erläutert wird als rein die 5 Irrtümer aufzuzählen. Leider fehlen mir trotzdem noch einige Informationen. Zum Beispiel wie ich einordnen kann, welcher Pferdtyp mein Pferd nun eigentlich ist oder wie ich einen Mangel in der Ernährung feststellen kann, wenn nicht durch ein Blutbild oder das abwarten bis das Fass übergelufen ist.
    Interessanter Artikel, jedoch meiner Meinung nach noch nicht vollständig, wenn solche Punkte angesprochen werden und breit darüber berichtet wird, dann bitte so vollständig, dass ich daraus tatsächlich etwas mitnehmen kann.
    LG

    • Janet sagt:

      Tut mir leid, dass für dich Fragen offen geblieben sind. In meinem Blog schreibe ich regelmäßig über all diese Themen und dort geht es im Laufe der Zeit natürlich sehr viel mehr in die Tiefe.