Zwei Mal am Tag Heu, ein bisschen Müsli, vielleicht noch Mash am Wochenende weil’s so nett aussieht. Das reicht doch, oder?
Nein. Tut es nicht.
Und wenn du verstehst warum, wirst du deinen Futterplan nie wieder so anschauen wie vorher.
Dein Pferd produziert 24 Stunden täglich Magensäure. Egal ob es gerade frisst oder schläft, egal ob Montag oder Samstag. Und wenn nichts in diesem Magen landet, greift die Säure irgendwann das Magengewebe selbst an. Das führt zu Magengeschwüren, Koliken und einem Pferd, das immer wieder zwickt, bockt oder sich verspannt – ohne dass du den Grund siehst.
Ich erkläre dir hier, wie die Verdauung deines Pferdes wirklich funktioniert, welche Fehler fast jeder macht, was das mit der REiCO-Futterphilosophie zu tun hat und warum der Darm das wichtigste Organ für die Gesundheit deines Pferdes ist.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Pferdemagen produziert kontinuierlich Magensäure – er darf nie länger als 3 bis 4 Stunden leer sein.
- Ohne ausreichenden Speichel kann der Magen nicht gepuffert werden – mehr Kauen bedeutet mehr Schutz.
- Der Darm eines Pferdes ist bis zu 30 Meter lang – der Blinddarm ist seine größte Gärkammer.
- Heulage und Silage säuern den Darm und stören die empfindliche Darmflora nachhaltig.
- Kotwasser ist immer ein Zeichen, dass etwas im Verdauungssystem nicht stimmt.
- REiCO setzt den Fokus stark auf Darmgesundheit und hat gezielte Produkte, die den Darm von innen unterstützen und aufbauen.
- Mich kannst du kostenlos und unverbindlich als REiCO-Partnerin für eine Futterberatung buchen.
Warum ich anfing, mich mit dem Pferdedarm zu beschäftigen
Ich glaube, ich war wie viele: Ich dachte, wenn mein Pferd gut Heu bekommt, ein nettes Leben hat und regelmäßig bewegt wird, ist die Sache mit der Fütterung erledigt. Das war ein Irrtum.
Carey hat mich einiges gelehrt. Stallprobleme, Futterstressen, immer wieder kleine und größere körperliche Themen, die keinen Sinn ergaben – bis ich anfing wirklich zu verstehen, wie das Verdauungssystem eines Pferdes funktioniert. Und plötzlich machte so vieles Sinn, was vorher rätselhaft war.
Der Magen und der Darm sind ein ganz fein aufeinander abgestimmtes System. Beide arbeiten 24 Stunden durch, deswegen ist es auch so unglaublich wichtig, dass wir unsere Pferde richtig füttern. Wenn nicht, können Magengeschwüre entstehen oder Koliken.
Bevor ich dir Magen und Darm in der Pferdeanatomie genauer erkläre, erst einmal ein paar Sätze zur Verdauung. Denn das ist ja erstmal das Wichtigste im Alltag – Antworten auf die Frage: Wie füttere ich mein Pferd richtig? Wenn du weißt wie die Verdauung funktioniert, weißt du auch besser, wie du dein Pferd im Idealfall fütterst.
Wie funktioniert die Verdauung beim Pferd?
Soviel vorab: Ohne Raufutter geht gar nichts in der Pferdeverdauung. Alles was ich hier schreibe entspricht meinen Recherchen, Erfahrungen und meiner persönlichen Meinung. Es sind Richtwerte und Ideen bei den Tipps zur Fütterung. Jedes Pferd ist ein Individuum und deswegen muss auch die Fütterung individuell betrachtet werden. Ich bin natürlich keine Tierärztin und gebe nur mein Wissen weiter.

Der Weg einer Karotte vom Pferdemaul bis zum Pferdeapfel
Der Anfang von allem sind die Zähne. Damit mahlt das Pferd im Grunde die Karotte, zerkleinert sie langsam und speichelt sie feucht ein. Bei Mash zum Beispiel muss das Pferd gar nichts mehr zermahlen und wird es deswegen natürlich auch nicht richtig einspeicheln. Warum das doof sein kann, wirst du gleich noch merken.
Es ist wichtig für die Verdauung, dass das Futter schön eingespeichelt ist. Das bedeutet nicht, dass Mash immer eine schlechte Idee ist – es ist wichtig zu wissen, wie die Verdauung funktioniert, damit du weißt, von welchem Futter du deinem Pferd welche Menge fütterst. Mash ist ein Diätfuttermittel und sollte wirklich nur in besonderen Fällen und Krankheitsphasen genutzt werden.
Das führt uns alles immer wieder auf das gute Raufutter zurück – das Heu. Das ist im Grunde am besten vergleichbar mit dem Steppengras, das Wildpferde vor allem gefressen haben und auf das Magen, Darm und die Verdauung des Pferdes am meisten abgestimmt sind.
Warum der Speichel für die Pferdverdauung so wichtig ist
Dein Pferd kaut und mahlt also fröhlich an der Karotte herum. Dadurch entsteht ein Brei im Pferdemaul aus Karotte, Bikarbonaten und Natriumchlorid. Die braucht dein Pferd auch, damit sie die Säure im Magen ausgleichen. Der produziert 24 Stunden täglich sauren Magensaft. Landet also kein Fressen im Magen deines Pferdes, wird die Säure nicht abgebaut und dadurch greift sie irgendwann nach und nach auch den Magen deines Pferdes an.
Der pH-Wert soll in einigen Bereichen des Pferdemagens sogar nur bei 2 bis 3 liegen – das variiert je nach Magenbereich. Das ist richtig sauer. Dadurch sollen Bakterien abgetötet werden, was super funktioniert. Aber eben nur solange wie immer wieder schön eingespeichelter basischer Speisebrei in den Magen fließt.
Die Gleichung ist also ganz einfach: Länger kauen bedeutet mehr Speichel – und das ist besser für die Pferdeverdauung.
Ein konkreter Vergleich:
- Für 1 kg Heu braucht dein Pferd wohl durchschnittlich etwa 40 Minuten
- bei 1 kg Hafer sind es nur knapp 10 Minuten. Du ahnst also schon, was das bedeutet.

Das Wichtigste für Eilige
Dein Pferd braucht alle 3 bis 4 Stunden etwas zum Kauen. Heu ist der Goldstandard. Alles was schnell gefressen wird (Kraftfutter, Mash, Getreide) bringt wenig Speichel – und wenig Speichel bedeutet mehr Magensäure ohne Puffer. Stressfaktoren wie Futterneid, Überforderung im Training oder zu wenig Schlaf können den Magen zusätzlich belasten.
Vom Magen in den Darm: So geht die Reise weiter
Die Karotte macht es sich im Magen gemütlich und liegt da etwa 1 bis 5 Stunden herum, bis es dann weitergeht in Richtung Darm. Der Weg führt über den Dünndarm in den Dickdarm.
Wie lang ist der Darm des Pferdes wirklich?
Der hat eine unglaubliche Länge von etwa 30 Metern – je nach Pferdegröße und Pferderasse. Damit sind Dünndarm und Dickdarm zusammen gemeint. Der Dünndarm hat etwa 20 Meter, der Dickdarm 8 bis 10 Meter. Da sitzen schon ganz viele Mikroorganismen bereit, die es kaum abwarten können, bis der Speisebrei aus dem Magen bei ihnen landet. Die holen dann noch alle Vitamine und Nährstoffe für den Pferdeorganismus heraus.
Und auch hier kommt das Raufutter wieder ins Spiel. Denn das brauchen die Mikroorganismen für ihre Arbeit. Zu viel Getreide zum Beispiel bringt zu viel Stärke in den Darm und das können sie nicht richtig bearbeiten. Das kann dann zu Blähungen oder Übersäuerung führen und sogar zu Koliken oder Hufrehe.
Schnell merken: Dein Pferd braucht vor allem Raufutter. Eine Faustregel besagt, dass du mit durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Kilo Raufutter pro 100 Kg Gewicht deines Pferdes rechnen musst – je nach Jahreszeit. Im Winter brauchen Pferde mehr Heu als im Sommer, weil sie sich durch den Stoffwechsel aus dem, was sie fressen, innerlich heizen.

Was du über den Pferdemagen wissen musst
Der Pferdemagen ist unterm Strich sauer. Damit sollen Keime und Bakterien getötet werden – im Grunde dient es der Pferdegesundheit. Das Futter bleibt zwischen einer und fünf Stunden im Magen, vor allem Getreide, Müslis, Mash und natürlich auch das ganze Frischfutter bleiben etwas länger. Raufaser wie Heu wird schnell weitergeschoben.
Eigentlich ist es besser, wenn das Futter schneller weitergeschoben wird – liegt es zu lange, fängt es an zu gären. Und das wiederum kann für Magengeschwüre sorgen. Deswegen sollte der Heuanteil so hoch sein. Je besser das ganze Futter eingespeichelt wurde im Maul, desto besser kann es im Magen verarbeitet werden, desto gesünder wird dein Pferd sein.
Noch etwas Wichtiges: Dein Pferd kann nicht kotzen. Wirklich, das ist kein Witz. Es kann immer nur dann Futter nachschieben in den Magen, wenn das vorhandene schon verdaut und in den Darm weitergeschoben wurde. Wenn es aber weiterfrisst, weil es gierig ist oder den ganzen Tag noch nichts bekommen hat, kann das zu Fehlgärungen oder Verstopfungen führen.
Der Pferdedarm: Das Herzstück der Gesundheit
Der Dünndarm
Aus dem Magen landet der Speisebrei im Dünndarm. Der leitet die Raufaser ziemlich rasant weiter an den Dickdarm – also Heu und Stroh zum Beispiel. Ansonsten legen im Dünndarm dann die ganzen Enzyme los. Das ganze Kraftfutter wird schnell verdaut, während es weiterfließt in Richtung Dickdarm. Im Dünndarm finden über 60 Liter Platz und er braucht etwa 1,5 Stunden, bis das Futter einmal durchgeflossen ist.
Der Dickdarm: Der fette Part
Er ist um die 8 Meter lang – je nach Pferdegröße und Pferderasse – und kann locker mal 100 Liter und mehr fassen. Dazu gehört auch der Blinddarm und das Kolon, das sind Gärkammern. Das Pferd hat ein Kolon mit aufsteigendem und absteigendem Teil. Da werden die ganzen Raufaserteile zersetzt – Heu, Stroh, Gras, Laub oder auch Karotten. Die kleinen Mikroorganismen arbeiten das alles durch, dafür brauchen sie rund 2 Tage.
Die Vitamine und Fettsäuren landen dann im Pferdekörper und liefern die Energie, um dein Pferd gesund und fit zu halten.
Der Blinddarm: Das unterschätzte Organ
Der Blinddarm sitzt hinten rechts bei deinem Pferd – hinter den Rippen. Er fungiert wie eine riesige Gärkammer und füllt die rechte Flanke mit einer Länge von ca. 1 Meter ganz aus.
Ist er gereizt, wird dein Pferd ausweichen, wenn du an diese Stelle drückst. Wenn du es gymnastizierst, wird es sich nicht so gerne nach rechts biegen und lieber die Hinterhand nach hinten links rauswerfen als unterzutreten.
Und hier wird es richtig interessant: Durch eine falsche Fütterung, durch Heulage oder Silage, sowie eine unausgeglichene Darmflora (zum Beispiel durch Antibiotikagabe oder Fütterungsfehler), kann das Volumen des Blinddarms durch Fehlgärungen so stark zunehmen, dass es die gesamte Statik des Pferdes verändert. Es entsteht ein großes Ungleichgewicht zwischen rechter und linker Körperseite. Dadurch kann dem Pferd die Biegung nach rechts erheblich erschwert werden.
Als Reiter spürst du dann einen deutlichen Unterschied auf dem Zirkel: Auf der linken Hand fühlt sich die Biegung wesentlich leichter an als auf der rechten Hand.
Wenn dir das immer wieder bei deinem Pferd auffällt – macht es absolut Sinn, mal nach dem Blinddarm und der Fütterung zu schauen, bevor du wochenlang an der Biegung arbeitest.
Heulage: Der gut gemeinte Fehler
Das höre ich immer wieder. „Mein Pferd bekommt Heulage weil es allergisch ist“ oder „damit es zunimmt“. Und ich sage dir ehrlich, warum das oft nach hinten losgeht.
Heulage ist säuernd. Der Darm braucht aber ein neutrales Milieu, damit die Mikroorganismen ihre Arbeit machen können. Heulage stört den Darm bei seiner Arbeit auf Dauer. Im Gegenteil: Sie zieht den Stoffwechsel in Mitleidenschaft und sorgt dafür, dass Pferde mit Heulage zwar zunehmen – aber auf ungute Weise. Ein langsamer Stoffwechsel ist auch für Allergiker nicht besonders gut, auch wenn die feuchtere Heulage anfangs durch weniger Staub scheinbar gut tut.
Ich sehe täglich, wie viel Schaden Heulage und Silage anrichten und wie viel Genesung passiert, wenn Pferdehalter auf gutes Heu umstellen.
Was hat der Darm mit dem Training zu tun?
Mehr als du denkst.
Stress schlägt Pferden immer sehr schnell auf den Magen. Pferde können in vielen verschiedenen Lebensbereichen an Stress leiden: durch Konflikte in der Herde, Überforderung im Training, zu wenig Futter, mangelnden Schlaf durch fehlende Ruheflächen, Schmerzen oder auch gestreste Bezugspersonen.
Wenn Verdauungsprobleme mit Stress zusammenhängen, spielt das überreizte Nervensystem eine Rolle. Ein reibungsloses Funktionieren des Verdauungssystems ist auf ein ausgeglichenes Nervensystem angewiesen.
Wir können das Bild des „nicht gut verdauen könnens“ sogar noch erweitern – und zwar nicht nur auf Nahrung bezogen, sondern auch auf Informationen. Wenn dein Pferd sich überfordert damit fühlt, die Informationen zu verarbeiten, die auf es einwirken, leidet darunter schnell auch die physische Verdauung. Schau dir einmal genau an, wo dein Pferd sich überfordert fühlen könnte.

REiCO und die Darmgesundheit: Warum ich keine andere Basis mehr will
Ich möchte dir jetzt etwas erzählen, das ich in den letzten Jahren gelernt habe und das mein Verständnis von Pferdefütterung noch einmal komplett verändert hat.
REiCO ist mein Lieblingsfutterdealer. Ich bin dort Partnerin, weil ich von der Qualität dieser Produkte wirklich überzeugt bin. Was REiCO von vielen anderen Anbietern unterscheidet, ist der Fokus auf die Darmgesundheit. Nicht als nettes Extra, sondern als absolutes Fundament.
Denn ohne einen gesunden Darm läuft nichts. Keine Nährstoffaufnahme, kein funktionierendes Immunsystem, keine Regeneration, kein Wohlbefinden.
REiCO hat gezielte Produkte, die den Pferdedarm von innen unterstützen und aufbauen: Das Basis-Produkt STIMUL Vital lege ich als tägliche Grundversorgung ein, weil es genau dort ansetzt, wo viele Standardfutter aufhören. Es arbeitet mit dem natürlichen Verdauungssystem des Pferdes, nicht dagegen.
Für konkrete Situationen wie eine Darmsanierung, nach Antibiotikabehandlung, bei Kotwasser oder bei Pferden, die sich nach einer Heulageumstellung auf Heu erst „einrichten“ müssen, gibt es bei REiCO zusätzlich gezielte Produkte, die die Darmflora gezielt unterstützen und wieder ins Gleichgewicht bringen.
Die Ergebnisse sind für mich so eindeutig, dass ich nie wieder zurückwill.
Und hier kommt dein nächster Schritt: Wenn du wissen willst, was dein Pferd konkret braucht, kannst du mich kostenlos und unverbindlich als REiCO-Partnerin für eine Futterberatung buchen. Ich schaue mir deine Situation an, gebe dir meine ehrliche Einschätzung und kann das Futter für dich direkt vermitteln, wenn du magst. Keine Verpflichtung, kein Druck.
Schreib mir einfach eine Nachricht – und wir schauen gemeinsam, was dein Pferd wirklich braucht.

Was tun, wenn das Pferd Verdauungsprobleme hat?
Wichtig ist, dass Magen und Darm gut in Schuss sind, dass dein Pferd genug Bewegung bekommt und gesundes, getreidearmes, natürliches Futter mit einem hohen Raufaseranteil.
Wenn das alles nichts hilft, kann es sinnvoll sein, eine Kotprobe zu entnehmen. Vielleicht hat dein Pferd Parasiten oder andere Erkrankungen. Ich würde da nie lange überlegen, sondern immer zuerst den Tierarzt rufen, um alles abzuklären.
Zu wenig Bewegung kann auch Verdauungsprobleme auslösen, ebenso wie zu viel Kraftfutter und qualitativ schlechtes Raufutter. Oder wenn das Futter zu abrupt umgestellt wird. Deswegen solltest du dein Pferd auch immer langsam angrasen.
Mein Tipp: Überprüfe den Speiseplan. Du kannst mit einem getreidearmen Futter gegensteuern – ohne Aromen oder andere Zusatzstoffe. 100% natürliches Futter und viel Raufaser helfen. Dann kannst du mit speziellen Kräuterkuren weiterarbeiten.
Kotwasser beim Pferd: Was dahintersteckt
Jeder Pferdebesitzer kennt es vermutlich: Kotwasser. Wenn die Hinterbeine deines Pferdes eingesaut sind und immer wieder auch Darmwasser mit den Pferdeäpfeln hinten rauskommt. Das ist auf Dauer natürlich nicht gesund.
Die blöde Nachricht ist, dass es tausend verschiedene Gründe geben kann für Kotwasser:
Viele Pferde vertragen keine Silage oder Heulage – das würde ich immer als erstes absetzen, falls du es fütterst. Es kann auch eine Mangelernährung sein, zu viel Gras oder zuckerhaltiges Futter oder zu viel Kraftfutter. Vielleicht müsstest du den Stoffwechsel deines Pferdes auch mal mit einer Kräuterkur anregen. Und vielleicht funktioniert die Leber nicht so perfekt, oder dein Pferd hat ein Magengeschwür.
Wenn dein Pferd an Kotwasser leidet, ist es immer auch sinnvoll, den Tierarzt zu rufen und dein Pferd durchchecken zu lassen.
Du kannst deinem Pferd zusätzlich helfen, die Verdauung anzuregen. Zum Beispiel mit gerbstoffhaltigen Pflanzen – sie helfen der Schleimhaut des Darmes. Blätter der Walnuss zum Beispiel oder auch Eichenblätter und Eichenrinde. Wenn dein Pferd beim Spaziergang gerne zugreifen will, dann lass es ruhig zu – es will sich selbst damit helfen.
Ich biete meinem Pferd auch hier und da mal Eicheln im Herbst an. Wenn es sie braucht, wird es gerne zugreifen. Eicheln enthalten viele Gerbsäuren – das ist im Übermaß natürlich nicht gesund, deswegen solltest du sie nicht haufenweise oder zwangsweise in dein Pferd stopfen. Aber wenn es mal unbedingt zugreifen will, lasse ich meine Stute eine Eichel fressen.
Tipps zur Fütterung bei Kotwasser:
- Nimm so wenig Getreide wie möglich – lass es am besten ganz weg.
- Am besten kein Kraftfutter und wenn so wenig Kraftfutter wie irgend möglich. Gib es deinem Pferd erst nachdem es Heu bekommen hat.
- Nur hochwertiges und gutes Heu. Keine Heulage oder Silage.
- Du solltest mit Pflanzenkraft und dem richtigen Futter unterstützen, denn Kotwasser ist immer ein Zeichen für Probleme im Verdauungstrakt

Hitliste der Verdauungsorgane: Wie viel da wirklich reingeht
Das sind Zahlen, die mich immer noch verblüffen, wenn ich sie lese:
- Der Dünndarm kann über 60 Liter aufnehmen.
- Der Dickdarm schafft bis zu 100 Liter.
- Der Blinddarm hat auch knapp 30 Liter Platz.
Bei diesen Kapazitäten macht es wirklich Sinn, sich zu fragen, was man da täglich hineinschickt.
Was gehört in den Futtertrog? Mein persönlicher Überblick
Ein gesundes, kräuter- und raufaserbasiertes Futter und ab und an etwas Frisches wie Apfel oder Karotte. Gerne Samen. Das ist die beste Ergänzung zu einem dicken fetten Haufen Heu. Angepasst an die individuellen Bedürfnisse deines Pferdes.
- Ein bisschen Frischkost in Form von Karotten oder Äpfeln ist in Ordnung, aber nicht zu viel, weil frisches Obst und Gemüse einfach verdammt viel Zucker hat. Stell dir einfach die Frage, wie oft so ein Wildpferd mal an einen frischen Apfel gekommen ist.
- Dann kannst du noch Ölfrüchte beimischen, wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Leinsamen oder Schwarzkümmel. Aber davon sehr wenig, damit der Ölanteil nicht über 10% des Gesamtfutteranteils rutscht.
- Am besten sollte dein Pferd mindestens alle 4 Stunden ein bisschen was zum Kauen bekommen. Wenn es nicht zu leichtfuttrig ist, kannst du auch einfach 24 Stunden täglich Heu zur Verfügung stellen.
Die Wildpferde waren und sind Dauerfresser – immer laufen, immer futtern. Deswegen hat die Natur einen Dauermagensaft eingerichtet und die Verdauung arbeitet rund um die Uhr.
Dazu ein gutes Basis Mineralfutter, das Kräuterbasiert ist und einen sinnvollen Mix aus Mineralstoffen bietet. Ich kann dir gerne meines empfehlen. Und etwas für den Darm.
Kostenlose Futterberatung mit mir als REiCO-Partnerin
Du hast jetzt ein gutes Bild davon, was das Verdauungssystem deines Pferdes braucht. Aber was genau das für dein Pferd bedeutet – das ist die eigentliche Frage.
Als REiCO-Partnerin biete ich dir eine kostenlose, unverbindliche Futterberatung an. Wir schauen gemeinsam auf dein Pferd, seine Geschichte, seine aktuellen Themen und seine Haltung – und ich gebe dir meine ehrliche Einschätzung, welche Produkte für deinen speziellen Fall Sinn machen. Kein Verkaufsdruck, keine Verpflichtung.
Wenn du möchtest, kann ich das Futter dann auch direkt für dich vermitteln. Schreib mir einfach.

FAQ: Häufige Fragen zur Pferdverdauung

Wie oft am Tag muss ein Pferd fressen?
Dein Pferd sollte nie länger als 3 bis 4 Stunden ohne Futter sein. Der Pferdemagen produziert kontinuierlich Magensäure – ohne Speisebrei greift sie irgendwann die Magenwand an. Das bedeutet in der Praxis: Heu sollte immer zur Verfügung stehen oder zumindest in sehr kurzen Abständen angeboten werden.
Warum ist Heu besser als Heulage?
Heu entspricht am ehesten dem natürlichen Steppengrasfutter des Pferdes. Es muss lange gekaut werden, produziert viel Speichel und puffert so die Magensäure. Heulage ist säuernd und stört das neutrale Milieu im Darm, das für die Mikroorganismen und eine gesunde Darmflora notwendig ist.
Was bedeutet Kotwasser beim Pferd?
Kotwasser ist immer ein Signal, dass im Verdauungssystem etwas nicht stimmt. Mögliche Ursachen sind Heulage oder Silage, Mangelernährung, zu viel Zucker oder Kraftfutter, eine überlastete Leber oder ein Magengeschwür. Lass dein Pferd beim Tierarzt durchchecken und überprüfe parallel die Fütterung.
Warum biegt mein Pferd schlechter nach rechts?
Das kann am Blinddarm liegen. Er sitzt auf der rechten Flanke und kann durch Fehlgärungen (oft ausgelöst durch Heulage oder eine gestörte Darmflora) so stark zunehmen, dass er die Statik des Pferdes verändert. Die Biegung nach rechts fühlt sich dann für das Pferd und den Reiter deutlich schwerer an als nach links. In solchen Fällen immer zuerst die Fütterung überprüfen, bevor du wochenlang an der Biegung trainierst.
Was ist eine Darmsanierung beim Pferd?
Eine Darmsanierung unterstützt den Pferdedarm dabei, sein natürliches Gleichgewicht wiederzufinden. Das bezieht sich vor allem auf den Dickdarm mit dem Blinddarm und die Darmsymbionten – also die Mikroorganismen, die die Verdauung unterstützen. Wichtig: Kein Produkt mit Milchsäurebakterien verwenden, da diese zu Übersäuerungen führen können. Heilpflanzen wie Süßholzwurzel und Löwenzahn sind bewährte natürliche Begleiter.
Was macht REiCO anders als andere Futteranbieter?
REiCO setzt den Fokus stark auf Darmgesundheit als absolutes Fundament für die Gesundheit des Pferdes. Die Produkte sind auf das natürliche Verdauungssystem des Pferdes abgestimmt und arbeiten mit ihm, nicht dagegen. Ich bin REiCO-Partnerin und berate dich gerne kostenlos und unverbindlich dazu.
Was ist STIMULI Vital von REiCO?
STIMULI Vital ist das Basis-Produkt, das ich als tägliche Grundversorgung für Carey einsetze. Es unterstützt Darmgesundheit, Immunsystem und allgemeines Wohlbefinden als natürliche Grundlage. Für spezifische Situationen wie nach Antibiotikabehandlung, bei Kotwasser oder beim Aufbau nach Heulageumstellung gibt es bei REiCO weitere gezielte Darmprodukte. Schreib mir gerne für eine kostenlose Beratung.
Wie lange braucht die Verdauung beim Pferd?
Vom Maul bis zum Pferdeapfel dauert die Verdauung im Durchschnitt etwa 2 bis 3 Tage. Im Magen liegt das Futter 1 bis 5 Stunden, im Dünndarm ca. 1,5 Stunden, und im Dickdarm arbeiten die Mikroorganismen das Raufutter über rund 2 Tage durch.
Jetzt bist du dran
Schau dir mal den Futterplan deines Pferdes an. Stimmt die Raufaserbasis? Gibt es lange Fresspausen? Hat dein Pferd Zugang zu frischen Kräutern oder kann es beim Spaziergang hin und wieder an natürlichen Pflanzen naschen?
Die Verdauung ist das Fundament von allem. Wenn sie läuft, läuft vieles andere auch.
Wenn du tiefer in das Thema Fütterung einsteigen willst und wissen möchtest, welche REiCO-Produkte für dein Pferd konkret Sinn machen, schreib mir für eine kostenlose, unverbindliche Beratung. Ich freue mich drauf.
Und wenn du noch einen weiteren Schritt machen willst: Schau dir mein Freebie „7 Anzeichen, dass dein Pferd dich mag“ an – denn auch ein gut versorgter Darm zeigt sich in der Ausstrahlung, im Verhalten und im Wohlbefinden deines Pferdes. Das Tier, das gut gefüttert wird, hat Kapazitäten frei für die Beziehung zu dir.
Schreib mir in die Kommentare: Wie läuft die Fütterung bei dir gerade? Was ist dein größtes Fragezeichen?
Autorin: Petra | Pferdeflüsterei | Pferdecoach, Futterexpertin und REiCO-Partnerin Zuletzt aktualisiert: 2025
Mein Henry hatte Probleme bei der Verdauung Anfang Frühling bekommen. Die Kotuntersuchung hat gezeigt, dass es zu wenig Raufutter in Ernährung gab, die sollte ja dann schnell umgestellt werden. Frisches Gras rettete uns diesjährig. Nächstes Mal würde gerne die Hinweise beherzigen, recht vielen Dank!
Sehr gerne :-)
@Karin-Kelly,
hallo, ich lese all das zwar ziemlich verspätet und vielleicht hat sich das Problem bei dir auch schon erledigt, finde es aber trotzdem erwähnenswert. Ich bin in dem Zusammenhang mit Kotwasser über einen Artikel betreffend Prebiotika (bitte nicht verwechseln mit Probiotika!) gestolpert; (Cavallo Spezial Sonderheft Fütterung 2009), in dem zu lesen ist, dass Kotwasser gerne mal auftritt wenn im Winter kein Gras zur Verfügung steht da die im Gras enthaltenen Zucker Nahrung für die“guten“ Darmbakterien sind. Das bakterielle Gleichgewicht kann sich somit im Dickdarm ungünstig entwickeln und zu verschiedensten Problemen führen. Prebiotika wie Inulin, die vom Pferdeorganismus selbst nicht gespalten werden können, gelangen in den Dickdarm und dienen dort als Nahrung für die s.g. guten Darmbakterien, fördern also den Aufbau einer gesunden Darmflora. Wie oben schon angedeutet wirkt auch Fruktan (in niedrigen Dosen) positiv auf dieselbe Weise. Vgl. hierzu auch einen Artikel in St. Georg („Darmsanierung beim Pferd mit Pre- und Probiotika“ vom September 2017, also etwas aktueller. Liebe Grüße
Hallo Petra,
den Fütterungsempfehlungen stimme ich voll und ganz zu. Müsli füttere ich unseren zwei Warmblütern nicht mehr, weil ich kein Müsli finden konnte, das keine Melasse enthält. Stattdessen füttere ich nun das Derby Timothee Gras, das ich in unserem Raiffeisen Markt kaufe. Mir gefällt daran, dass es proteinarm ist und aus der wertvollen Lieschgras-Pflanze hergestellt wird. Ich denke, dass das ein gesunder Ausgleich zu den ungesunden Hochleistungsgräsern auf unserer Weide ist.
Unsere Jungs bekommen als Krippenfutter also 2 x täglich zwei große Schepper Timothee Gras, 80 g ganzen Hafer, 30 g Saisonkräuter (derzeit Herbstkräuter), 1 Handvoll Möhren und 1 EL Schwarzkümmelsamen. So sind die Futtertröge schön voll und die Pferde lange beschäftigt. Als Rauhfutter haben sie Heu und Haferstroh 24h zur Verfügung. Seitdem haben sie keine Probleme mehr mit Kotwasser.
Auf der Suche nach einem stärkefreien und zuckerarmen Futtermittel bin ich auf das Timothee Gras gestoßen. Mir war das bisher gar nicht bekannt. Hast du Erfahrungen mit diesem Timothee Gras gemacht?
Liebe Grüße
Renate
Hallo liebe Renate, tatsächlich sagt mir das Timothee-Gras gar nichts. Ich werde es mal ergooglen und schauen, was das genau sein könnte. Deinen Futterplan finde ich ziemlich gut (ich kenne nur das Produkt von Derby nicht). Für mich dürfte es wegen der Pektine etwas weniger Karotte sein (bei uns gibt es maximal eine pro Tag), aber solange es deinen Pferden gut geht damit ist es doch super. Auf jeden Fall viele liebe Grüße und danke für deinen Kommentar, Petra
Hallo Petra, schön geschrieben. Damit sollte sich jeder Pferdebesitzer auseinandersetzen.
Schön wäre allerdings gewesen, wenn auch erwähnt worden wäre, wie klein ein Pferdemagen im Vergleich zum Pferd bzw. den Därmen eigentlich ist. Oft wird noch der Fehler gemacht, dass riesige Mengen an Kraftfutter auf einmal gegeben werden…..
Viele Güße Claudia
Hallo Claudia, vielen Dank für deinen lieben Kommentar und vor allem für deine Ergänzung. Das stimmt und ist ein guter Hinweis. Ganz liebe Grüße, Petra
Hallo,
ich bin mit etwas „Verspätung“ über den Artikel gestolpert.
Petra, welche Meinung hast du zur Fütterung von Heulage? Ich persönlich bin kein Fan, es würde mich interessieren, wie du das siehst und ggf. warum.
Ich denke mir einfach, dass die Pferde in der freien Natur ja keine Heulage fressen, weil es sie nicht gibt.
Zu der vorherigen Frage von Liz: es gibt wohl Untersuchungen/Erfahrungswerte, wonach es sinnvoll ist, dem Pferd nach der Arbeit erst Heu anzubieten und dann das „Kraftfutter“, hat wohl irgendetwas mit Kau-Zeit, Verdauungsgeschwindigkeit und Blutzuckerspiegel zu tun, ich weiß es aber nicht (mehr) genau.
Hallo Christina, mir geht es wie dir. Ich verzichte bewusst komplett auf Silage und Heulage. Durch das Angären hat es nunmal einen höeren Zuckergehalt und der leicht vorhandene Restalkohol gehört aus meienr SIcht auch nicht in den Pferdeorganismus. Und komischerweise haben die Pferde am Stall, die mit Heulage gefüttert werden eher mal Kotwasser. Meine Befürchtung wäre auch, dass langfristig Hufrehe und Co die Folge sein könnten. Du siehst also, ich bin für mich persönlich dagegen. Viele liebe Grüße, Petra
Was ist den besser vor dem reiten oder nach dem reiten füttern?Meiner steht im öffentlichen und kriegt nach der Arbeit sein getreidefreies Futter.
Das hängt ein bisschen davon ab, wie viel du arbeiten willst und wie viel die Pferde sonst haben, würde ich sagen. Wenn es Hunger hat ist Arbeit genauso blöd, wie ein zu voller Bauch beim Arbeiten. Ich bin aber keine Tierärztin. Deswegen kann ich dir nur schreiben, wie ich es mache. Ich gebe meiner Kleinen immer eine kleine Portion Heu, während ich die Box miste. Dann bin ich warm ;-) und das Pferd hat auf jeden Fall ein bisschen was im Magen. Danach wird aufgewärmt und dann Bodengearbeitet. Wir reiten ja noch nicht. Hilft dir das irgendwie weiter? Ganz liebe Grüße, Petra
Vielen Dank fuer diesen guten und sehr verstaendlich geschriebenen Beitrag. Wir werden die Inhalte auf unseren Mitarbeiter-Meetings unserem Pferde-Team vermitteln. Gruesse aus der Mitte des Atlantiks, Victor
Sehr gerne :-) Und danke auch für deinen Kommentar, ich freue mich, wenn das Wissen weitergegeben wird und gut ankommt. Ganz liebe Grüße, Petra
Super Artikel, übrigens gibt es total gesunde Produkte bei Pferdefutter. Damit klappt es eigentlich bei jedem Pferd…natürlich nur mit VIEL Rauhfutter und Futterstroh als Einstreu und 365 Tage Weidegang!
Euer Peter Brack, Pferdetierarzt
Lieber Peter, vielen Dank für deinen Kommentar – es freut mich, dass der Artikel einem Tierarzt gefällt. Das liest Frau gerne ;-) Ganz liebe Grüße, Petra
Hallo Petra,
vielen Dank für diesen interessanten Artikel.
Mein Wallach hat immer im Winter (wenn er kein Gras erhält) Probleme mit Kotwasser. Ich habe mit 2 Tierärzten und einer Tierheilpraktikerin in den letzten Jahren sämtliche Ursachenforschung betrieben, Blutbild, Kotuntersuchung, Futteroptimierung, Heuprüfung, etc. – ohne Erfolg. Sobald mein Wallach kein Gras mehr bekommt -im Winter halten sich die Pferde auf der mageren Winterweide auf-, rinnt das Kotwasser. Dabei bleiben die Pferdeäpfel relavit normal und nach dem Äppeln spritzt das Kotwasser hinterher. Qualitativ hochwertiges Heu steht den Pferden jederzeit zur Verfügung. Meine Liste der probierten Mittelchen ist bereits zwei Seiten lang (von Kräutern bis Hefe zu EM über Pektin, usw.). Mein Wallach ist ansonsten kerngesund, hat wunderbares Fell und zeigt auch keine „Krankheitszeichen“ zwecks dem Kotwasserproblem. Hat Jemand das gleiche Thema, also dass das Kotwasser nur bei Raufutterfütterung auftritt und weiß einen Rat oder eine Erklärung. Ich wäre sehr dankbar.
Herzliche Grüße. Karin
Liebe Heidi, ich drücke dir beide Daumen, dass sich jemand meldet. Ich kenne das Problem leider nicht – bin aber sehr überzeugter Fan von Schwarzkümmel um Stoffwechsel und Immunsystem fit und ausgeglichen zu halten. Hast du das schon probiert? Nur so ein Gedanke – auch wenn das nicht Speziel „Magen-Darm“ ist.
Ganz liebe Grüße, Petra
Huhu Petra,
sehr interessanter Artikel, vielen lieben Dank dafür!
Eine Frage habe ich allerdings dazu: Mir wurde immer erklärt, dass Eicheln höchst giftig für Pferde sind, da sie Blausäure enthalten. Weißt Du etwas darüber, bzw. gibt es ja anscheinend Empfehlungen, Pferden Eicheln anzubieten? Das verunsichert mich jetzt doch etwas…
Anbieten und auf den Instinkt des Pferdes verlassen ist zwar in der Regel eine gute Sache, aber ich kenne auch durchaus Fellnasen, die Salami vom Brot futtern. Das KANN nicht gesund sein und sollte auch in keinen Pferdebauch. Meine Vermutung ist bei diesen Vertretern, dass sie einen Mangel haben und deshalb die Salami als „wichtig“ empfinden.
Noch etwas interessiert mich, was aber nur bedingt mit diesem Artikel zu tun hat: Die APUNA Apfelfaser-Taler habe ich jetzt für meinen Ponymann bestellt – er liebt sie! Als Mash finde ich es eine prima Alternative zum Getreidemash. Allerdings steht auf der Packung, dass man die Dinger durchaus auch trocken verfüttern kann (nach Eingewöhnungszeit!). Aber ich habe beim Mash gesehen, wie viel Wasser die Taler saugen – besteht da wirklich keine Gefahr? Ich frage deshalb, weil meine Überlegung war, das Alpengrün-Müsli (getreidefrei) mit den Apfeltalern zu spicken, um etwas Abwechslung und Energie hineinzubekommen. Mit dem Apfelmash vermischen ist selbstverständlich auch möglich, trotzdem würde mich da Deine Erfahrung interessieren.
Liebe Grüße!
Lena
Huhu Lena,
natürlich bin ich keine Biologin oder Tierärztin, aber meines Wissens nach ist das eine Urban Legend, dass Eicheln Blausäure beinhalten. Sie enthalten Gerbstoffe und die sind im Übermaß nicht gut. Die können also – wie alle Säuren – auch schädigen, wenn das Pferd zuviel davon frisst oder sein Magen das nicht verträgt, deswegen würde ich niemals EIcheln zwangsweise ins Pferd stopfen. Keine Frage – aber ich persönlich denke mir nichts dabei, wenn meine Kleine mal eine Eichel aufsammelt und sie frisst, weil die Gerbstoffe zum Beispiel die Schleimhäute schützen sollen. Wenn es eben ab und an gefressen wird. Wenn also meine Stute regelrecht einen Zugzwang Richtung Eichel verspürt, dann biete ich ihr auch mal eine an. Ansonsten nicht. Ich kann aber nur sagen, wie ich es mache. Im Zweifelsfall würde ich immer einen guten Tierarzt fragen und dann schauen, was dein Bauchgefühl dir sagt.
Zu den Talern :-) Ich finde schön, dass dein POnymann sie liebt. Meine Kleine frisst sie auch gerne. Ich gebe sie ihr auch ab und an trocken ins Müsli und habe gute ERfahrungen damit gemacht. Allerdings gebe ich ihr deutlich weniger als auf der Packung steht – 1-2 maximal und die zerbreche ich in kleine Stücke. Bislang hatten wir da keinerlei Probleme. Aber jeder Pferdemagen und Darm ist ja anders. Insofern musst du natürlich indivduell entscheiden. Ganz liebe Grüße, Petra
Guter Blog! Allerdings wurde die allgemeine Empfehlung von den Fachleuten von 1,5 auf mind 2Kg Raufutter / 100 Kg Körpergewicht angehoben. Nur in Fällen von Übergewicht/Stoffwechselstörung wie bei EMS oder Hufrehe sollte eher die 1,5Kg/100Kg KGW Regel angewendet werden. Im Gegensatz dazu, braucht ein Pferd im Winter insbesondere bei Offenstallhaltung deutlich mehr. Je nach Tempertur liegt der Verbrauch dann bei 2,5-3 Kg/100Kg KGW. Das ist wichtig weil der Pferdedarm eine wichtige Rolle in der Thermoregulierung einnimmt. Es fungiert qausi als Heizkessel.
Hallo liebe S. – danke für den Hinweis – das wusste ich noch gar nicht. Ich füttere ja ein Stückweit nach Verbrauch – also: wenn Madame mehr frisst, braucht sie vermutlich mehr. Aber die Erhöhung ist spannend. Weißt du welche Falchleute das waren und wie sie darauf gekommen sind? Das würde mich interessieren. Mit dem Winterthema hast du Recht. Das habe ich gleich noch im Artikel ergänzt – ich hatte nicht daran gedacht beim Schreiben. Aber natürlich heizen Pferde sich selbst mit der Verdauung und dem Darm. Liebe Grüße und danke dir, Petra
Toller Artikel. Super. Herzlichen Dank! Sehr empfehlenswert.
Danke, wie lieb! Das freut mich. Alles Liebe, Petra
Hallo,
es gibt Beobachtungen von Leuten, die sich intensiv mit der Fütterung von Pferden beschäftigen, dass Kotwasser gerade verstärkt bei getreidefreier Fütterung auftritt.
Basis der Pferdefütterung ist Heu, aber wenn die Energie nicht ausreicht, sollte man mit sparsam Getreide ergänzen. Sicher ist hier Hafer das Getreide der Wahl. Wenn er ganz gefüttert wird, wird er auch gut gekaut. Er wird seit Jahrhunderten gefüttert. Man weiß dann, auch was man füttert. Das würde ich bei fertigen getreidefreien Müslis nicht behaupten. Melasse oder andere Zuckerlösungen sind bei den Herstellern das Mittel der Wahl, um die Mineralien an das Futter zu binden.
Ab einer gewissen Menge ergänze ich zusätzlich mit Leinöl, auch um das Verhältnis von Eiweiß zu Fett im Körper im richtigen Verhältnis zu halten. Mein Pferd steht im Offenstall und leistet leichte Arbeit. Mehr als maximal 100 ml Leinöl in einem kalten Winter brauchte ich zusätzlich zum Hafer nie zu füttern.
Mein Pferd hat Probleme mit Kotwasser, wenn die Fütterung abrupt geändert wird, er einen Apfel frißt, der Fruktangehalt des Grases steigt oder er Silage bekommt.