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Kolik

Kolik beim Pferd: Was du wissen musst, bevor der Ernstfall eintritt: Fast jedes Pferd bekommt mindestens einmal in seinem Leben eine Kolik. Das ist keine Panikmache – das ist Statistik. Und trotzdem wissen die meisten Pferdemenschen erschreckend wenig darüber. Was genau da im Pferdebauch passiert. Welche Anzeichen wirklich ernst zu…

2 3 In diesem Artikel:

Kolik beim Pferd: Was du wissen musst, bevor der Ernstfall eintritt: Fast jedes Pferd bekommt mindestens einmal in seinem Leben eine Kolik. Das ist keine Panikmache – das ist Statistik.

Und trotzdem wissen die meisten Pferdemenschen erschreckend wenig darüber. Was genau da im Pferdebauch passiert. Welche Anzeichen wirklich ernst zu nehmen sind. Was du tun kannst – und was du besser lässt.

Das möchte ich heute ändern.

Kolik ist kein Todesurteil. Aber Kolik ist auch kein „Ach, das geht von alleine wieder weg“. Richtig reagieren, die Ursachen kennen und gut vorbeugen – das macht den Unterschied zwischen einer harmlosen Blähung und einem dramatischen Notfalleinsatz. Ich erkläre dir alles, was du wissen musst. Und ich zeige dir, warum der Darm dabei die entscheidende Rolle spielt – und wie du genau dort ansetzt, wo es am meisten zählt.

Pferdeanatomie Magen Darm

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kolik ist kein Begriff für eine bestimmte Krankheit, sondern ein Oberbegriff für alle Erkrankungen von Magen und Darm beim Pferd.
  • Es gibt 9 verschiedene Kolikarten – von der harmlosen Blähung bis zum lebensbedrohlichen Darmverschluss.
  • Bei Kolikverdacht immer sofort den Tierarzt rufen – nicht erst beobachten und abwarten.
  • Der Pferdemagen darf nie länger als 3 bis 4 Stunden leer sein, sonst droht Übersäuerung.
  • Falsches Futter ist einer der häufigsten Kolikauslöser – Heulage, zu viel Getreide, abrupte Futterumstellungen.
  • REiCO setzt gezielt auf Darmgesundheit als Fundament und hat spezifische Produkte, die den Pferdedarm von innen schützen und aufbauen.
  • Mich kannst du kostenlos und unverbindlich als REiCO-Partnerin für eine persönliche Futterberatung buchen.
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Meine erste Kolik – und warum sie mich für immer verändert hat

Als ich das erste Mal eine Kolik beim Pferd live erlebt habe, war das sehr erschreckend. Auch wenn alles gut gegangen ist. Ich stand daneben, wusste nicht genau was zu tun war, und fühlte mich einfach hilflos.

In dem Moment habe ich beschlossen, mehr über diese Pferdekrankheit zu erfahren. Damit ich im Ernstfall Bescheid weiß und meinem Pferd helfen kann. Nicht panisch daneben stehe, sondern ruhig und klar handle.

Und seitdem beschäftigt mich das Thema Darmgesundheit beim Pferd intensiv. Denn fast alle Kolikursachen haben direkt oder indirekt mit dem Darm zu tun.

Was ist eine Kolik beim Pferd eigentlich genau?

Das Wort Kolik steht tatsächlich für eine allgemeine Fehlfunktion von Magen und/oder Darm – und nicht für eine bestimmte Krankheit, wie die meisten Pferdemenschen glauben. Hinter dem Wort Kolik versteckt sich also einiges. Aber alles hat mit Magen- und Darmerkrankungen zu tun, also mit Bauchschmerzen beim Pferd.

Eine Kolik beim Pferd kann alles sein: von der kleinen Blähung bis zum verknoteten Darm.

Die kleine Blähung wirst du meist über das Laufen los, deswegen kommt das oft als erster Rat. Der verknotete Darm ist im Grunde fast immer ein Fall für den Operationstisch und richtig lebensgefährlich.

Fakt ist: Kolik beim Pferd ist leider eine der häufigsten Pferdekrankheiten. Man sagt, dass fast jedes Pferd mindestens einmal in seinem Leben an einer Kolik leidet. Meist geht es gut aus, manchmal leider nicht. Die Kolik ist eine der häufigsten Todesursachen beim Pferd.

Deswegen ist es wichtig zu wissen, was dahinter steckt – um die Anzeichen zu erkennen, sie bestmöglich zu vermeiden und im Idealfall gut vorzubeugen.

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Kolikverdacht?

  1. Sofort Tierarzt rufen.
  2. Puls messen (30 bis 40 Schläge pro Minute = normal).
  3. Futter und Stroh aus der Box.
  4. Ruhig bleiben.
  5. Pferd leicht führen – wenn der Kreislauf es zulässt.
  6. Dem Pferd zuhören, was es selbst möchte.
  7. Wenn vorhanden – liebe ich als erstes entkrampfende Kräuter. Ich habe immer Colosan in meiner Stallapotheke.

Was tun bei Kolik beim Pferd? Die 6 ersten Schritte

Je schneller die Kolik beim Pferd behandelt wird, desto weniger gefährlich ist sie. Das ist die wichtigste Botschaft.

Kommen wir zur Behandlung. Da kursieren verschiedene Theorien, was die beste Behandlung im Fall einer Kolik ist – zumindest bis der Tierarzt kommt:

Manche sagen, dass du dein Pferd herumführen sollst, damit sich die Kolik eventuell auflösen und der Darm entschlingen kann. Die anderen sagen wiederum, dass das Herumführen nicht gut für den Kreislauf ist. Genauso scheiden sich die Geister bei der Frage, ob das Pferd sich wälzen soll oder nicht.

Ich habe deswegen mit meiner Tierärztin gesprochen und eine Antwort bekommen, die sehr logisch ist: Das musst du im Grunde von Fall zu Fall unterscheiden und du solltest dein Pferd auch mitentscheiden lassen. Es ist sein Körper und den kennt es am besten.

Fragen, die du dir stellen kannst in Sachen Erste Hilfe:

  • Wie steht es um den Kreislauf des Pferdes?
  • Macht das Pferd das Herumführen überhaupt mit?
  • Will es lieber stehen?
  • Will es fressen oder lieber gar nichts zu sich nehmen?
  • Lässt sich das Pferd vom Wälzen abhalten, ja oder nein? Denn manchmal kann das Wälzen auch gut tun, weil es helfen kann die Krämpfe zu lösen. Manchmal kann es dem Pferd auch schaden.

Die 6 ersten Schritte:

  1. Du rufst den Tierarzt und schilderst ihm die Lage.
  2. Den Puls überprüfen und mitschreiben. Du kannst ihn super unterhalb der Ganaschen fühlen. Irgendwas zwischen 30 und 40 Schlägen pro Minute ist ein guter Mittelwert. Ist der Puls deutlich höher – laut der Gesellschaft für Pferdemedizin bei 60 und aufwärts – wird der Kreislauf das Herumführen vermutlich nicht mehr mitmachen. Das könnte zu einem Kreislaufkollaps führen.
  3. Erstmal Futter und Stroh wegpacken, durch Holzspäne ersetzen falls vorhanden, und dem Pferd nur noch frisches Wasser geben.
  4. Wenn es gehen sollte, weil der Kreislauf es zulässt, bitte im langsamen Schritt führen. Nicht im Galopp oder Trab hetzen.
  5. Ruhig bleiben. Einem unruhigen Pferd hilft ein hektischer Mensch nicht wirklich weiter. Dein Pferd braucht in so einem Fall einen gelassenen Menschen an seiner Seite.
  6. Auf dein Pferd hören und schauen, was es selbst möchte, und dann einen Kompromiss finden und miteinander im Team arbeiten, bis der Tierarzt kommt.

Vorsichtig: Kolik-Pferde wollen sich gerne hinlegen. Es kann auch sein, dass der Kreislauf schon so schwach ist, dass das Pferd einfach nicht mehr aufstehen kann. Dann sollte man es natürlich nicht zwingen.

Woran erkennst du eine Kolik beim Pferd?

Eine leichte Kolik zeigt sich zum Beispiel darin, dass das Pferd hibbelig ist und mit dem Kopf immer wieder Richtung Bauch schlägt. Manche Pferde versuchen dann auch mit den Hinterbeinen Richtung Bauch zu treten. Pferde scharren dann auch gerne mit den Hufen oder flehmen immer wieder. Meist wollen Pferde kein Futter oder Wasser und wollen sich immer wieder hinlegen oder wälzen. Mehrfach hintereinander. Ständig Äpfeln und ein aufgeblähter Bauch können auch Anzeichen sein.

Wenn es sich um eine schwere Kolik handelt, zeigt das Pferd alle Symptome oben genannten PLUS die typischen Anzeichen von starken Schmerzen: weit aufgerissene Augen, hoher Puls und unruhige Atmung. Dazu kommen Schweißausbrüche und manche Pferde versuchen sich hinzusetzen – wie eine Katze oder ein Hund.

Dann gibt es Pferde, bei denen sich die Pferdeäpfel in Farbe und Form verändern. Statt der typischen Apfelform und dem „normalen“ Geruch riecht der Kot unangenehm und ist weicher oder fester. Manche Pferde rülpsen mehr. Sie haben Gase im Körper, die sie loswerden wollen.

Wichtig: Nicht bei jedem Pferd gibt es alle Anzeichen. Auch einzelne Anzeichen können reichen, um den Tierarzt zu rufen.

Was verursacht eine Kolik? Die häufigsten Ursachen

Der Magen-Darm-Trakt der Pferde ist mehr als kompliziert und sollte eigentlich wie ein Uhrwerk laufen. Macht er aber leider nicht immer.

Ursache 1 – Falsche Fütterung:

  • Zu viel Getreide
  • Zu viel Zucker
  • Heulage oder Silage
  • Zu wenig Raufutter
  • Zu wenig frisches Wasser
  • Zu lange Fresspausen

Ursache 2 – Die Anatomie der Pferde selbst:

Sie haben einen verdammt langen Darm – locker 30 Meter – der nicht besonders fest aufgehängt ist im Pferdebauch. Dann ist der Pferdemagen relativ klein. Das, was da drin ist, muss also schnell weiter.

Ist zu schnell zu viel von oben reingestopft worden, kann es zu einer Magenüberladung kommen. Auch ein Kolikauslöser.

Pferde können sich nicht übergeben. Das verhindern die sehr starken Schließmuskeln an beiden Magenausgängen und die Muskeln der Speiseröhre. Alles im Pferd zeigt vom Maul Richtung Ausgang. Was vorne reingeht, muss hinten raus. Ganz einfach eigentlich – und doch so komplex.

Ursache 3 – Stress:

Stress kann übrigens auch Kolik auslösen. Wenn das Pferd zu viel und zu oft bei Transporten gestresst wird, wenn es den Stall zu oft wechseln muss oder zu viel Stress beim Training oder in der Herde hat, können als eine Folge des ganzen Stresses die Bauchmuskeln verkrampfen – und das wiederum kann eine Kolik beim Pferd auslösen.

Ursache 4 – Wetterwechsel:

Ein weiterer Faktor für eine sogenannte Krampfkolik kann das Wetter sein. Wenn es plötzlich von warm zu kalt wechselt oder umgekehrt. Das belastet den Kreislauf der Pferde und das wiederum belastet die Verdauung. Magen und Co. arbeiten nicht mehr so fleißig und das kann zu einer Verstopfung führen.

Die 9 Kolikarten: Ein vollständiger Überblick

Eine Kolik kann mehrere Ursachen haben – insgesamt gibt es 9 Möglichkeiten:

  1. Krämpfe der Darmmuskulatur – oft durch Parasiten verursacht
  2. Verstopfungskolik – ausgelöst durch falsche Fütterung oder schlechtes Zerkauen der Nahrung (zu viel Getreide, schlechte Heuqualität, zu viel Stroh, Sand)
  3. Blähungskolik – wenn das Pferd im Darm zu viel Gas entwickelt, zum Beispiel weil das Gras frisch gemäht wurde auf der Weide, zu viele Äpfel gefüttert wurden oder das Kraftfutter zu plötzlich verändert wurde
  4. Magengeschwüre und Verletzungen der Magenschleimhaut
  5. Magenüberladung – wenn der Magen einfach überladen ist
  6. Darmverdrehung – der Darm kann sich verlegen und sozusagen verknoten. Der Pferdedarm ist sehr beweglich und die Befestigung ist relativ lang. Dadurch ist es relativ üblich, dass Pferde sich den Darm leicht verdrehen können.
  7. Infektionen im Magen und Darm
  8. Thrombosen im Darmgewebe – können ebenfalls Koliken auslösen
  9. Geburtsbedingter Versatz – durch die Geburt kann es bei der Stute zu Verschiebungen kommen

Die schlimmste Form: Wenn der Darm sich verknotet

Die krasseste Kolik ist, wenn der Darm sich verknotet. Ausgelöst wird sie dadurch, dass sich der Dünndarm verdreht. Dann muss in aller Regel operiert und sogar ein Stück des Darms abgetrennt werden. Das geht leider immer wieder tödlich aus, und oft haben die Pferde danach Probleme, weil ihnen ein Stück ihres Darms fehlt.

Das muss man vor der OP bedenken, um die bestmögliche Entscheidung für das eigene Pferd zu treffen.

So oder so: Bitte immer sofort den Tierarzt rufen und nicht einfach selbst Medikamente geben, auch keine Wurmkur. Sondern warten, was der Tierarzt sagt.

Was macht der Tierarzt bei einer Kolik?

Der Tierarzt wird wissen wollen, was das Pferd gefressen hat und wie viel es bewegt wurde in den Tagen vor der Kolik. Außerdem will er Puls, Temperatur und Atemfrequenz der letzten Stunden kennen.

Von außen: Der Tierarzt hat im Idealfall ein Ultraschallgerät dabei. Auf jeden Fall hat er das Stethoskop, um zu hören, wo das Problem im Pferdebauch liegt. Er kann zum Beispiel Gase ausweichen lassen durch eine Sonde, die über die Nase eingeführt wird. Denn Pferde können sich aufgrund ihrer Anatomie nicht übergeben.

Rektal: Dann muss der Tierarzt mit der Hand in den Pferdepopo, um zu fühlen, wo die Probleme im Darm liegen könnten. Je nachdem wo die Kolik zugeschlagen hat, kann er das Problem so auch ohne OP lösen. 30 bis 40% des Darms sind vom Pferdehintern aus ertastbar.

Blut: Eine Blutabnahme kann auch eine Untersuchungsmethode sein, um zu checken wie stark das Pferd vielleicht schon ausgetrocknet ist.

Medikamente: Bei Koliken, die mit Gasen und Krämpfen zu tun haben, können Medikamente sehr gut weiterhelfen. Auch bei der sogenannten Anschoppungskolik. Die Pferde bekommen Schmerzmittel und krampflösende sowie abführende Mittel. Je nachdem wie fit der Kreislauf des Pferdes ist, kann es auch sein, dass es ein Kreislaufmittel bekommt. Dazu gibt es danach eine Diät, die dem Pferd hilft, Magen und Darm leer zu bekommen. Dann muss die Darmflora wieder aufgebaut werden.

Die Kolik-OP: Was du beachten musst

Es gibt natürlich auch Koliken – wie die Verdrehung des Darms oder der Darmverschluss – die einfach in der Anatomie der Pferde liegen. Da kann der Mensch leider im Vorfeld nicht viel machen. Dann ist eine OP die einzige Möglichkeit.

Die Tierärzte wissen meist vorher nicht, wie stark der Darm beeinträchtigt ist. Je nachdem wie sehr, kann es auch sein, dass das Pferd während oder nach der OP eingeschläfert werden muss – nämlich dann, wenn zum Beispiel zu viel des Darms abgestorben ist.

Solltest du operieren müssen und die OP gut gehen, ist die Nachsorge sehr wichtig. Der Darm ist dann ein Stückchen kleiner. Deswegen zeigt sich in den ersten Tagen, ob er wieder anfängt gut genug zu arbeiten, damit das Pferd überleben kann. Je früher das Pferd operiert wird, desto größer sind meist auch die Chancen.

Eine Frage, die du dir stellen solltest: Schadet man dem Pferd mehr, als ihm zu nützen mit der Kolik-OP? Wenn ja, dann ist es auch die bittere Verantwortung des Menschen, über das Pferdeleben zu entscheiden. Ich hoffe, dass ich niemals in diese Lage komme und wünsche das niemandem.

Das alles hängt von verschiedenen Faktoren ab: Vom Pferdealter, vom Gesundheitszustand, davon wann die Kolik entdeckt wurde und von der OP selbst. Eine solche OP kann sehr teuer werden – deswegen kann es Sinn machen, über eine OP-Versicherung nachzudenken.

Dann kommt noch die Nachsorge: Die Pferde dürfen nach einer OP ein paar Wochen nur in der Box stehen, damit die Wunde heilen kann. Dann brauchen sie Mineralstoffe und die Darmflora muss wieder auf Vordermann gebracht werden. Nicht alle Pferde können nach einer Kolik wieder Turniere gehen. Aber viele erholen sich so gut, dass sie als Freizeitpferd entspannt mitlaufen können.

Der Darm: Prävention fängt hier an

Jetzt kommt der Teil, der mir persönlich am wichtigsten ist.

Denn die gute Nachricht ist: Es gibt viele Formen der Kolik, die durch die richtige Haltung und Fütterung vermieden werden können. Der Darm ist die Basis von allem. Wenn er gut arbeitet, wenn die Darmflora gesund ist und wenn das Nervensystem des Pferdes nicht dauerhaft unter Stress steht – dann sinkt das Kolikrisiko erheblich.

Genau hier setzt mein liebster Futterhersteller REiCO an.

Ich bin REiCO-Partnerin, weil ich von dieser Futterphilosophie überzeugt bin: REiCO stellt die Darmgesundheit konsequent ins Zentrum aller Produkte. Nicht als Nebensatz, sondern als Fundament.

Das Basis-Produkt verwende ich bei meinen Pferden ganzjährig als tägliche Grundversorgung. Es unterstützt den Darm von innen, arbeitet mit dem natürlichen Verdauungssystem des Pferdes und nicht dagegen. Für spezifische Situationen – nach einer Antibiotikabehandlung, bei Kotwasser, nach einer Kolik-Episode oder beim Aufbau nach einer Darmerkrankung – hat REiCO zusätzlich ein gezieltes Darmprodukt, das die Darmflora aktiv aufbaut und das Milieu im Dickdarm wieder ins Gleichgewicht bringt.

Das ist kein Ersatz für den Tierarzt. Aber es ist eine fundierte, natürliche Grundlage, die dazu beitragen kann, dass dein Pferd gar nicht erst in diese Situation kommt.

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Mein ehrlicher Gedanke: Wenn ich heute zurückschaue und überlege, was ich früher anders gemacht hätte – die Darmgesundheit von Anfang an gezielt zu unterstützen wäre ganz oben auf der Liste.

Und hier ist das Angebot für dich: Wenn du wissen willst, welche REiCO-Produkte für dein Pferd konkret Sinn machen – ob vorbeugend, nach einer Erkrankung oder als Basis – kannst du mich kostenlos und unverbindlich als REiCO-Partnerin für eine persönliche Futterberatung buchen. Ich schaue mir deine Situation an und gebe dir meine ehrliche Einschätzung. Kein Verkaufsdruck, keine Verpflichtung.

Schreib mir einfach eine Nachricht.

Kolik beim Pferd vorbeugen: Die wichtigsten Futterfacts

Wenn eine Kolik beim Pferd auftritt, hat dein Pferd eine Überlebenschance von bis zu 90% – ist das nicht großartig?

Früher galt eine Kolik als Todesurteil und das haben wir immer noch im Hinterkopf. Das ist heute wohl nicht mehr so. Klar ist eine Kolik ein Risiko, und je nach Situation müssen die Überlebenschancen eingeschätzt und mit den Schmerzen, dem Stress und der Nachsorge abgewogen werden.

Noch viel besser ist es, wenn dein Pferd gar nicht erst eine Kolik bekommt.

Die Basics der Kolikprävention auf einen Blick:

Viel Raufutter und wenig Getreide – das ist der Kern von allem. Wenig energiereiches Futter wie Gemüse oder Brot, bitte kein altes Brot ins Pferd reingestopft. Ist das Pferd ein Futtervernichter und frisst das ganze Stroh aus der Box, kann es helfen, das Stroh gegen Späne zu tauschen, denn Stroh als Futter kann Koliken auslösen.

Immer frisches Wasser zur Verfügung. Viel Bewegung. Regelmäßige Entwurmung, damit der Darm parasitenfreibleibt – aber Achtung, auch eine Wurmkur kann den Magen-Darm-Trakt angreifen und macht auf Dauer die Parasiten widerstandsfähiger, also nicht übertreiben damit. Weiden schön abäppeln, damit sich die Parasiten nicht ausbreiten können.

Gute Einstreu, trocken und absolut schimmelfrei. Keine zu langen Fresspausen. Kein gehäckseltes Stroh oder Heu füttern. Keine Heulage füttern. Kontinuierlich die Zähne checken lassen – nur ein Pferd, das gut kauen kann, kann auch gut einspeicheln und verdauen.

Der Pferdemagen darf nicht zu lange leer sein

Der Pferdemagen sollte nicht länger als 4 Stunden am Stück ohne Futter sein, weil es sonst zu einer Übersäuerung im Magen kommen und die Magensäure dem Magen schaden kann. Auch das kann langfristig eine Kolik auslösen.

Pferde sind früher gelaufen und gelaufen und haben die ganze Zeit gefuttert – 15 Stunden pro Tag und mehr. Heute bekommen die Pferde zum Teil sehr viel anderes Futter oder nur zweimal am Tag eine große Portion Heu und bewegen sich weniger. Um also einer Kolik vorzubeugen, müssen Pferde den ganzen Tag immer wieder ein bisschen Heu zu fressen bekommen und keine zu großen Portionen mit zu langen Futterpausen.

Tipp: Heunetze können hilfreich sein, wenn du einen Stall hast, in dem das Heu nicht ständig aufgefüllt wird oder wenn dein Pferd ein sehr guter Futterverwerter ist. Das Pferd braucht länger, um an die Heuhalme zu kommen, bekommt aber konstant Futter.

Das Heunetz – wenn es geht – lieber niedrig aufhängen, denn das entspricht der natürlichen Fresshaltung. Zu hoch aufgehängte Heunetze können zu Verspannungen der Muskulatur führen, weil Pferde von Natur aus die meiste Zeit mit tiefem Kopf fressen.

Beim Heu immer darauf achten, dass es nicht im Dreck herumliegt und staubarm ist, damit beim Fressen nicht zu viel Sand mitgefressen wird.

Anweiden und Kolik: Warum der Frühling gefährlich sein kann

Thema Anweiden: Bitte weide dein Pferd immer langsam an und stelle es langsam um vom Heu auf das fette und fruchtige Gras. Der Beginn der Weidesaison ist ein richtig krasses To-Do für den Körper deines Pferdes und das kann tatsächlich auch mal eine Kolik auslösen.

Frisches Gras bläht im Magen mehr als das trockene Heu. Du musst das Anweiden also wie in der freien Wildbahn angehen: Der Frühling kommt ja auch nicht von heute auf morgen, sondern es sprießt und blüht immer mehr. Die Wildpferde haben so ihren Magen nach und nach umgewöhnt.

Wenn wir aber die Pferde von der Winterkoppel auf die Wiese stellen, bekommen sie quasi von null auf hundert Gras. Das kann den Pferdemagen überfordern. Deswegen bitte immer nach und nach anweiden.

Du kannst dein Pferd in diesen Phasen auch mit speziellem Futter unterstützen. Drei Futtertipps, mit denen ich in der Anweidezeit sehr gute Erfahrungen mache:

  • Weidestart-Kräuter – eine 6-Wochen-Kur, um den Körper bei der Futterumstellung zu unterstützen
  • Futterkohle – ein altes geniales Hausmittel für Magen und Darm – bindet Giftstoffe und Schadstoffe und unterstützt einen grundbasischen Körper
  • In Phasen, in denen der Körper doppelt und dreifach zu tun hat, kann es sinnvoll sein, die Zinkwerte zu checken und Zink zuzufüttern

Zu viel Getreide: Ein unterschätzter Kolikauslöser

Zu viel Getreide am Stück kann schädlich sein. Der Pferdemagen ist nicht auf große Getreidemengen ausgelegt. Auch wenn Müslihersteller gerne „andere“ Mengen empfehlen, solltest du Getreidemüslis sehr vorsichtig und bewusst in kleinen Mengen oder gar nicht füttern.

Zucker oder Melasse solltest du ganz weglassen, genauso wie Molkenpulver, das ist ein anderes Wort für Milchzucker. Im Pferdemagen verschiebt sich sonst unter Umständen der pH-Wert. Das wiederum beeinflusst die komplette Verdauung bis in den Darm und da wären wir wieder beim Thema Kolik. Das kann auch andere Krankheiten auslösen, wie zum Beispiel Hufrehe, Kotwasser und andere klassische Stoffwechselkrankheiten.

Kolik und Homöopathie: Was wirklich hilft

Die Frage, ob Homöopathie hilfreich ist, wenn ein Pferd eine Kolik hat, wird immer wieder gestellt. Letztlich denke ich, dass die Pflanzenheilkunde und auch die Homöopathie im Ernstfall immer eine gute Ergänzung zur Schulmedizin sein kann. Aber ich sehe beides mehr in der Vorsorge und Nachsorge als im akuten Fall.

Bei ernsthaften Erkrankungen sollte man nicht nur darauf setzen.

Ich persönlich hänge mehr an der Pflanzenheilkunde als an der Homöopathie – aber das ist zum Großteil auch Glaubenssache. Grundsätzlich denke ich: Pferde sind Natur, warum sollte also Natur nicht auch bei Krankheiten helfen? Trotzdem sollte man den Einsatz immer mit dem Tierarzt absprechen, um Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit Medikamenten auszuschließen.

Homöopathische Ansätze bei Kolik – als Inspiration:

  • Bei einer sehr schweren Kolik soll Belladonna helfen. Das ist die Tollkirsche – sie soll gegen wellenförmige, kollikartige Beschwerden helfen. Die Pflanze ist zwar giftig, aber nur in zu hoher Dosis. In einer geringen Dosierung kann sie gegen verschiedene Krankheiten helfen.
  • Wenn die Kolik bei einem Futterwechsel ausgelöst wurde, soll Nux Vomica weiterhelfen – die Brechnuss. Sie wirkt harntreibend, aber auch gut für die Verdauung.
  • Globuli: Bryonia (Zaunrübe), Colocynthis (Bittergurke) sollen bei Koliken, Übelkeit und Krämpfen helfen.
  • In Sachen Heilkräuter ist Anis ganz weit vorne. Das Kraut hat eine krampflösende Wirkung und kann bei Kolik-Pferden im Vorfeld entkrampfend wirken.

Achtung: Heilkräuter haben eine Wirkung und können als Dauergabe wiederum Organe wie die Leber belasten. Deswegen nicht permanent, sondern kurweise füttern.

Deine Checkliste für den Tierarzt

Der Tierarzt wird folgendes wissen wollen:

  • Was hat das Pferd gefressen?
  • Wie viel wurde es in den Tagen vor der Kolik bewegt?
  • Puls, Temperatur und Atemfrequenz der letzten Stunden
  • Wie lange zeigt es schon Anzeichen?
  • Hat es schon Medikamente bekommen?

Halte all das wenn möglich schon bereit, wenn du anrufst. Das spart Zeit – und Zeit ist bei einer Kolik das Wichtigste.

Kostenlose Futterberatung mit mir als REiCO-Partnerin buchen

Du weißt jetzt, was bei einer Kolik passiert, wie du reagierst und was du vorbeugend tun kannst. Der nächste Schritt ist eine Fütterungsstrategie, die den Darm deines Pferdes langfristig schützt.

Als REiCO-Partnerin biete ich dir eine kostenlose, unverbindliche Futterberatung an. Wir schauen gemeinsam auf dein Pferd, seine Geschichte, seine aktuellen Themen und seine Haltungssituation – und ich gebe dir meine ehrliche Einschätzung, welche REiCO-Produkte für deinen konkreten Fall Sinn machen. Ob als gezielter Darmaufbau nach einer Erkrankung oder als Unterstützung in der Anweidezeit oder für die tägliche Grundversorgung.

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FAQ: Häufige Fragen zur Kolik beim Pferd

FAQ

Wie erkenne ich eine Kolik beim Pferd?

Typische Anzeichen sind: Das Pferd schlägt mit dem Kopf Richtung Bauch, scharrt, flehmt immer wieder, will sich wälzen oder hinlegen, verweigert Futter und Wasser, zeigt Schweißausbrüche. Bei schwerer Kolik kommen weit aufgerissene Augen, erhöhter Puls über 60 Schläge pro Minute und eine unruhige Atmung hinzu. Auch ein aufgeblähter Bauch oder Veränderungen im Kot können Hinweise sein.

Was tun, wenn mein Pferd Kolik-Anzeichen zeigt?

Sofort den Tierarzt rufen. Puls messen. Futter und Stroh aus der Box. Nur noch frisches Wasser anbieten. Das Pferd im langsamen Schritt führen – wenn der Kreislauf es zulässt. Ruhig bleiben. Dem Pferd zuhören, was es selbst möchte.

Kann man einer Kolik vorbeugen?

Ja, in vielen Fällen. Die wichtigsten Maßnahmen: Viel Raufutter, keine zu langen Fresspausen, kein Getreide oder Heulage, immer frisches Wasser, ausreichend Bewegung, regelmäßige Zahnkontrolle und Entwurmung, langsames Anweiden im Frühjahr.

Was ist der Unterschied zwischen einer Blähungskolik und einem Darmverschluss?

Eine Blähungskolik ist in der Regel die harmloseste Form – sie entsteht durch Gasansammlungen im Darm und löst sich oft durch leichte Bewegung auf. Ein Darmverschluss oder eine Darmverdrehung ist dagegen ein lebensbedrohlicher Notfall, der fast immer eine OP erfordert. Äußerlich sieht man den Unterschied oft nicht sofort – deswegen immer sofort den Tierarzt rufen.

Warum löst Heulage Koliken aus?

Heulage ist säuernd und stört das neutrale Milieu im Pferdedarm, das die Mikroorganismen für ihre Verdauungsarbeit brauchen. Sie kann Fehlgärungen auslösen, den Stoffwechsel belasten und langfristig die Kolikgefahr erhöhen. Gutes Heu ist in der Regel die deutlich bessere Wahl.

Was hat REiCO mit Kolik-Prävention zu tun?

REiCO stellt die Darmgesundheit konsequent ins Zentrum seiner Futterphilosophie. Produkte wie STIMULI Vital unterstützen die Darmflora täglich und helfen dabei, das natürliche Gleichgewicht im Verdauungssystem zu erhalten. Für spezifische Situationen – nach einer Erkrankung, nach Antibiotikagabe oder als Aufbaukur – gibt es bei REiCO gezielte Darmprodukte. Ich berate dich gerne kostenlos dazu.

Ist eine Kolik-OP immer sinnvoll?

Das ist eine der schwersten Entscheidungen, die ein Pferdebesitzer treffen kann. Sie hängt ab vom Pferdealter, vom Gesundheitszustand, vom Zeitpunkt der Diagnose und davon, wie viel des Darms bereits betroffen ist. Eine ehrliche und direkte Kommunikation mit dem Tierarzt ist hier das Wichtigste.

Kann Stress eine Kolik auslösen?

Ja. Chronischer Stress – durch Konflikte in der Herde, Überforderung im Training, häufige Stallwechsel oder zu wenig Ruheflächen – kann die Bauchmuskeln verkrampfen und eine sogenannte Krampfkolik auslösen. Ein ausgeglichenes Nervensystem ist also nicht nur für das Training, sondern auch für die Darmgesundheit relevant.

Zusammenfassung: Die 3 großen Punkte

Ursachen: Darmverschluss, Verspannungen, Krämpfe oder verdrehter Darm. Gase oder Magenüberladung oder großer psychischer Stress, der zu Reizungen führen kann. Auch Parasiten können Koliken auslösen, weil der Darm dann nicht so funktioniert wie er soll.

Symptome: Unruhiges Pferd, das scharrt, flehmt und mit Kopf oder Hinterbeinen Richtung Bauch schlägt. Je nach Stärke der Schmerzen will es nicht mehr aufstehen, schwitzt stark und hat erhöhten Puls. Augen sind weit aufgerissen und die Schleimhaut des Maules kann trocken sein. Das Pferd will nicht fressen und trinken. Nicht bei jedem Pferd gibt es alle Anzeichen.

Was tun bei Kolik? Tierarzt rufen. Dann Pferd alle paar Minuten kurz im Schritt herumführen, um den Darm anzuregen – wenn es eine leichte Kolik hat. Hat es eine schwere Kolik, kann es sein, dass der Kreislauf das Herumführen nicht mitmachen würde. Dann dem Pferd das Liegen lieber erlauben. Stroh und Fressen raus aus der Box. Tierarzt kann krampflösende Medikamente geben. Im schlimmsten Fall muss das Pferd in die Kolik-OP.

Hast du schon mal eine Kolik miterlebt? Oder Fragen zur Fütterung, die du dir schon lange stellst? Schreib es mir in die Kommentare – ich lese wirklich alles.

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