Artikel aktualisiert am 21.01.2020

Wenn du ein Pferd hast, dann haftest du für alle Schäden, die dein Pferd verursacht – mit deinem kompletten privaten Vermögen. Egal ob du schuld bist oder nicht. Das ist hart, aber das ist Fakt. Plus: Deine private Haftpflichtversicherung greift nicht bei Pferden. Ein Schadensfall deines Pferdes kann dich locker schnell ein paar Tausend bis zu ein paar Millionen Euro kosten. Eine Haftpflicht kostet nur 80 bis 100 Euro jährlich. Das ist nichts im Vergleich zum einem Schadensfall. Der ist garantiert viel viel teurer als die Pferdehaftpflicht.

Du brauchst also eine gute Pferdehaftpflichtversicherung. Wie die aussehen sollte, was sie alles können sollte, ob sie gesetzlich vorgeschrieben ist, welche Fallstricke es gibt und wie du die Richtige für dich findest, erkläre ich dir jetzt Schritt für Schritt. Außerdem sage ich dir bei welcher Versicherung ich bin und habe ein Interview mit der Versicherungsexpertin für Pferdefragen meiner Pferdehaftpflicht.

Brauche ich eine Pferde Haftpflicht Versicherung

  • Stell dir vor, dein Pferd erschreckt sich und rennt auf die Strasse. Dabei verursacht es einen Unfall… 
  • Oder dein Pferd tritt aus Versehen aus und trifft einen Miteinsteller… 
  • Oder dein Pferd macht einen Satz zur Seite und tritt dabei in die Putzbox von deinem Stallnachbarn. 
  • Oder es reisst sich los und richtet einen richtig dicken Schaden an…
  • Oder dein Pferd verletzt ein anderes Pferd auf der Weide  – auch das zahlt die Haftpflicht.

Das alles kann richtig teuer werden! Und das waren nur drei Beispiele für Situationen, in die du schnell mit deinem eigenen Pferd geraten kannst.

Die wichtigste Pferdeversicherung

Eine Pferdehaftpflicht ist vermutlich die wichtigste Versicherung, die du abschließen kannst – neben der Autoversicherung ;-) Sie ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber aus meiner Sicht sollte sie es eigentlich sein. Denn du haftest für alle Schäden, die dein Pferd anstellt in voller Höhe und das kann bei so großen Tieren sehr schnell richtig teuer werden. 

Gleich beantworte ich dir alle Fragen in Sachen Pferdehaftpflicht, wie du die richtige Versicherung für dich findest und was du beachten musst. Vorher gebe ich kurz für alle Schnell-Leser meinen persönlichen Versicherungstipp ab.

Die 100% Pferdehaftpflicht-Versicherung

Ich bin bei den Helden, weil sie alles mitversichern, was geht. Das ist die erste Versicherung, die ich kenne, bei der unter anderem auch Gebissloses Reiten, Kutschfahrten, Reitbeteiligungen, Fremdreiter, Fremdschäden, Reiten ohne Sattel, Freiarbeit und noch viel mehr mitversichert ist.

Wenn dir das Portfolio gefällt, kannst du dir on Top einen Rabatt sichern, den wir für dich rausschlagen konnten: Nutze beim Kauf einfach unseren Rabattcode: PRFR4 – und du sparst jedes Jahr knapp 10 Euro.

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Die Helden versichern ALLES:

  1. Alles, was sowieso Standard ist unter den Pferdehaftpflichtversicherungen
  2. Sie haben die aktuell höchste Deckungssumme unter den Versicherungen
  3. Sie versichern auch Specials wie Reiten ohne Sattel, Gebissloses Reiten, Freiarbeit und Halsring reiten
  4. Sie versichern sämtliche Fremdreiter-Schäden usw. 
  5. Sie versichern Flurschäden, Personen- Sach- und Vermögenschäden
  6. Sie versichern sogar mit, wenn dein Pferd einen fremden Pferdetransporter schädigt
  7. Sie versichern natürlich auch unfreiwillig Deckung oder Fohlen mit
  8. Falls du Reitlehrer bist: Die Helden versichern das bis zu einem Umsatz von 6000 Euro im Jahr automatisch mit.

Aus all diesen Gründen und weil die Helden super unkompliziert sind, einen Spitzensupport haben, du einfach und in wenigen Schritten Online abschließen kannst und den ganzen Umzug easy für dich mit übernehmen, wenn du schon woanders bist – bin ich bei den Helden: 

  • Die Versicherung hat eine Flatrate: Versichern also alles mit, was alle anderen Versicherungen auf dem Markt versichern PLUS noch mehr!
  • Du kannst einfach Online abschließen – ohne jeden Papierkram
  • Das geht wirklich in weniger als ein paar Minuten
  • Wenn du schon eine Versicherung hast, reicht es, wenn du den Helden den Namen nennst – ohne jede Versicherungsnummer – und sie kündigen für dich
  • Du kannst den Schaden direkt übers Smartphone und die App melden, wenn er mal eintreten sollte
  • Keine Mindestvertragslaufzeit – du kannst jederzeit täglich kündigen
  • Deckungssumme bis zu 50 Millionen Euro – das ist echt Over The Top
  • Eigenanteil von 150 Euro – macht voll Sinn! Beschreibe ich dir später noch warum
  • Reitbeteiligung ist ohne extra Anmeldung einfach mitversichert
  • Alle Zäumungen bis zur Freiheitsdressur
  • Nur 24 Cent pro Tag – das ist weniger als eine Karotte pro Tag

Soweit mein Wissensstand. Du solltest natürlich immer kurz gegenchecken, bevor du eine Versicherung abschließt ob das immer noch Stand der Dinge ist. 

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Jetzt gibt es noch ein bisschen Theorie für dich und ich habe dir noch ein FAQ zusammengestellt mit all den Fragen, die du haben könntest in Sachen Pferdehaftpflicht.

Alles was du über die Pferdehaftpflichtversicherung wissen musst

Du haftest für dein Tier. Das ist Fakt und darum kommst du auch nicht herum. Eine Pferdehaftpflicht ist unglaublich wichtig. Ich habe keine Sekunde gezweifelt und sofort mit dem Pferdekauf eine Pferdehaftpflicht abgeschlossen: 

Denn das musst du wissen: Bei Pferden und Hunden greift deine normale Haftpflichtversicherung NICHT.  

Es ist aber auch so, dass die Pferdehaftpflichtversicherung KEINE Pflichtversicherung ist. Du musst also keine abschließen. Trotzdem sollte jeder Pferdebesitzer eine Haftpflicht für sein Pferd besitzen. 

Zwei Pferdeversicherungen, die du wirklich brauchst

Es gibt gute und schlechte Versicherungen, genau wie es auch nützliche und unnütze Versicherungen gibt. Letztlich wollen Versicherungsvertreter dir ja immer alles verkaufen und viele Versicherungen sind in etwa so sinnvoll wie Zucker im Pferdefutter…

Aber es gibt exakt zwei Versicherungen fürs Pferd, die ich dir unbedingt empfehlen würde. Im Artikel erkläre ich dir gleich noch welche das sind und warum sie so wichtig sind. 

Die Basics: Was du bei der Pferdehaftpflichtversicherung beachten solltest

Pferde sind Fluchttiere und können sich immer erschrecken. Du kannst dein Pferd natürlich durch das richtige Training und den richtigen Umgang sicherer machen, aber ein Restrisiko bleibt einfach.

Wenn dein Pferd also einen Schaden verursacht, dann haftest du – egal ob du Schuld bist oder nicht. Weil aber nicht jede Pferdehaftpflicht alles mitversichert, solltest du dir genau überlegen, was du mit deinem Pferd machen willst und was du deswegen unbedingt im Versicherungsportfolio haben solltest. 

  • Wenn du beispielsweise einen Hengst hast…dann solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass Deckschäden mitversichert sind. Wenn dein Hengst zum Beispiel eine fremde Stute unabsichtlich deckt, kann das sonst sehr teuer für dich werden
  • Oder wenn du eine Stute hast…dann solltest du darauf achten, dass ein Fohlen in den ersten Monaten mitversichert ist
  • Oder wenn du eine Reitbeteiligung hast oder dein Pferd auch mal von anderen Einstellern oder dem Stallbetreiber zur Koppel geführt wird, solltest du darauf achten, dass fremde Reiter und fremde Menschen mitversichert sind
  • Oder wenn du gebisslos reiten willst oder ohne Sattel, dann sollte auch das mitversichert sein
  • Oder wenn du Freiarbeit machen möchtest oder mit Halsring reiten willst, dann sollte deine Versicherung auch das im Vertrag stehen haben

Das sind nur fünf Beispiele und Punkte, die eine Rolle spielen können – je nachdem wie du reitest, wo dein Pferd steht und wer am täglichen Umgang mit deinem Pferd beteiligt ist. 

Die 7 wichtigsten Punkte, die deine Pferdehaftpflicht erfüllen sollte

Es gibt ein paar Eckpunkte, auf die du unbedingt achten solltest. Von den Dingen die mitversichert sind, bis zur Höhe der Deckungssumme. 

Versicherungsexperten empfehlen zum Beispiel überall, dass du minimum 5 Millionen Euro Deckungssumme haben solltest bei der Versicherung. Üblich ist in aller Regel irgendetwas zwischen drei Millionen und zehn Millionen Euro. 

Dann gibt es natürlich – wie immer bei Versicherungen – bei vielen Anbietern kleine und große Stolperfallen im Kleingedruckten. Manche Versicherungen zahlen beispielsweise nur, wenn du mit Helm reitest oder wenn nur du dein Pferd arbeitest oder nicht bei Gebisslosen Zäumungen – da gibt es also viele kleine und große Punkte, die du beachten solltest.

Ich fasse dir deswegen hier die wichtigsten zusammen. 

Darauf musst du achten, wenn du eine Pferdehaftpflichtversicherung abschließt: 

  1. Sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden dabei? Damit du immer Safe bist, egal was dein Pferd angestellt hat
  2. Wie hoch ist die Selbstbeteiligung? Je höher, desto teurer wird die Versicherung bei kleinen Schadensfällen für dich
  3. Wie steht es um die Mindestlaufzeit?
  4. Ist ein Auslandsaufenthalt mitversichert? Es kann ja sein, dass du mal auf einen Kurs oder in den Urlaub mit deinem Pferd fahren möchtest
  5. Wie hoch ist die Deckungssumme? Stell dir vor, dein Pferd rennt auf eine Strasse und verursacht einen dicken Unfall… da können schon ein paar Millionen zusammen kommen. 
  6. Sind auch alle Specials dabei, wie private Teilnahme an anderen Pferdeveranstaltungen, Mietsachschäden, Fremdreiterrisiko und Reitbeteiligung sowie Pflegebeteiligung, Flurschäden, der ungewollte Deckakt wenn du einen Hengst hast und Fohlen oder auch Aufzuchtpferde oder private Kutschfahrten und überhaupt das Kutschfahren
  7. Wenn du nicht nur klassisch „Dienst nach Vorschrift“ in der Halle reitest: Sind auch Ausrüstungsgegenstände wie Gebissloses Reiten, Führen mit Halfter im Gelände, Reiten ohne Sattel oder mit Reitpad und verschiedene Bodenarbeitsdinge wie Freiarbeit mitversichert?
Führstrick und Halsring amber im Einsatz BF-FSAM-BS/28 - BF-HRAM-BSXX/28
Halsring und Führstrick – Stylisch und supercool als erster Schritt Richtung Freiarbeit (aber nur wenn es mitversichert ist ;-) – beides kannst du dir HIER genauer anschauen

Alle FAQs in Sachen Pferdehaftpflichtversicherung

Damit du dir einen schnellen Überblick verschaffen kannst, habe ich dir hier einfach kurz und knapp die schnellsten Fragen und Antworten in Sachen Pferde-Haftpflicht-Versicherung zusammengefasst. Frage für Frage und Antwort für Antwort. 

Was ist eine Pferdehaftpflichtversicherung? 

Das ist im Grunde eine Haftpflichtversicherung für alles, was dein Pferd anstellen könnte.

Wie oft hört man, dass Pferde von der Koppel ausbrechen und auf die Strasse laufen oder Erntefelder verwüsten oder sich beim Ausritt oder Spaziergang losreissen oder Ausschlagen und dabei jemanden verletzen oder einen Sachschaden verursachen. Beispiele gibt es viele. Deswegen sparst du im Grunde Zeit, Geld und Nerven, wenn du dir eine Pferdehaftpflichtversicherung schnappst. 

Der Text dazu im BGb (=Bürgerliches Gesetzbuch): „Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“

Du musst in Deutschland schlicht und einfach gesetzlich haften, wenn dein Pferd einen Schaden anrichtet. Du bist verantwortlich – stellvertretend – für das, was dein Pferd macht. Wenn du eine Pferdehaftpflicht hast, übernimmt sie die Schadenskosten und schützt dich vor den finanziellen Konsequenzen, wenn beispielsweise der Geschädigte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und eine Rente braucht oder dein Pferd etwas sehr teures zerstört hat.

Ich persönlich habe meine sogar vor den Transport meines Pferdes direkt nach dem Kauf abgeschlossen, damit ich auch versichert bin, falls auf dem Weg zu mir oder beim Züchter etwas schief gehen sollte. 

Gut zu wissen: Wenn der Haftungsanspruch Quatsch ist – also du fälschlicherweise beschuldigt wirst – dann kannst du das ja vor Gericht anfechten und dabei unterstützt dich die Pferdehaftpflicht auch.

Handelt es sich bei der Pferdehaftpflicht um eine Pflichtversicherung? 

Nein. Es ist keine Pflichtversicherung. Aber ehrlich gesagt denke ich, dass es eine sein sollte. Denn Pferde können ganz schön krasse Unfälle verursachen und das kann tragisch für alle Beteiligten enden, wenn der Besitzer des entsprechenden Pferdes keine Haftpflicht hat und dann nicht genug Geld um den Schaden zu bezahlen. 

Es gibt aber viele Ställe, die das einfordern, wenn du dein Pferd dort einstellen willst. Das ist dann individuelle Richtlinie und hat nichts mit einer gesetzlichen Bestimmung zu tun. 

Pferdehaftpflicht – wie viel kostet die denn?

Das variiert natürlich von Anbieter zu Anbieter und von Angebot zu Angebot. In aller Regel liegt der Betrag irgendwo zwischen 70 und 100 Euro im Jahr. Meine Haftpflicht beispielsweise kostet rund 90 Euro im Jahr, das ist weniger als 24 Cent pro Tag. 

Dafür habe ich eine hohe Deckungssumme in Höhe von 50 Millionen Euro im Schadensfall, alle Schäden sind mitversichert vom Personenschaden bis zum Flurschaden und auch sämtliche Fremdpersonen, die mit meinem Pferd umgehen oder Specials wie Freiarbeit, Halsringreiten, gebisslosem Reiten und Reiten ohne Sattel. Absolut bezahlbar, oder?

Schau mal HIER – kannst du dir meine Versicherung anschauen

Pferdehaftpflicht Online abschließen?

Klar! Das geht bei nahezu allen Versicherungen. Du kannst ja auch deine Autoversicherung oder deine Privathaftpflicht weitestgehend online abschließen. Mich hat der ganze Versicherungswechsel 3 Minuten auf dem Online-Portal der Helden gekostet – Unterschrift ging digital – und den Umzug managt die Versicherung für mich.

Wie kompliziert oder unkompliziert das abläuft hängt natürlich von den einzelnen Versicherungen ab.

Welche Schäden sind in der Pferdehaftpflicht mitversichert?

Ein bisschen variiert das je nach Versicherung und Angebot für das du dich entscheidest. Das gilt sowohl für die Art der Schäden, als auch für die Höhe der Deckungssumme. Aber es gibt drei Dinge, die immer versichert sind – der Rest hängt von deiner Versicherung ab. 

Was im Grunde gesetzlich geregelt und immer versichert ist: 

  1. Personenschäden – was bedeutet das? Wenn ein Mensch durch dein Pferd verletzt wird. Die Versicherung zahlt dann die Heil- und Pflegekosten, Macht einen Schadensersatz und zahlt sogar in aller Regel den Verdienstausfall des Verletzten oder seine lebenslange Rente
  2. Sachschäden – was bedeutet das? Wenn dein Pferd Gegenstände von anderen beschädigt oder kaputt macht, zahlt die Versicherung die Reparaturkosten oder den Zeitwert der Sache aus. Da musst du aber ganz genau checken, was alles dazugehört. 
  3. Vermögensschäden – was bedeutet das? Wenn der durch dein Pferd Verletzte beispielsweise seinen Job nicht mehr machen kann, dann springt in aller Regel die Haftpflicht auch ein. 

Was nicht immer versichert ist – achte auf das Kleingedruckte: 

  1. Freiarbeit und Reiten ohne Sattel – darauf solltest du achten, wenn du auch mal mit Reitpad reitest
  2. Reiten ohne Helm – solltest du zwar nie – aber falls du es doch tust oder deine Reitbeteiligung, solltest du unbedingt darauf achten, dass das entsprechend versichert ist
  3. Reiten ohne Gebiss oder mit Halsring / Reitring – auch das muss extra aufgeführt sein, sonst bekommst du ein Problem. Übrigens auch das Führen mit Halfter im Gelände – auch das ist nicht bei jeder Versicherung dabei
  4. Fremdreiterrisiko: Das ist unglaublich wichtig, weil auch alles mitversichert ist, was dein Pferd anstellt, wenn jemand anderes als du es führt oder reitet oder damit umgeht
  5. Reitbeteiligung – das ist relevant, wenn du eine Reitbeteiligung hast, sich also regelmäßig jemand anderes um dein Pferd kümmert als du. Manche Versicherung wollen sogar die Namensnennung der Person haben, manche nicht. 
  6. Stichwort „Turnier“ oder „Wettkampf“ – Wenn du also mit deinem Pferd auch mal zu Turnieren oder Kursen gehst, solltest du auch darauf achten, dass das mitversichert ist
  7. Kutschfahrten und Schlittenfahrten – das spielt eine Rolle, wenn du dein Pferd auch an der Kutsche fährst
  8. Toller Punkt: Forderungsausfalldeckung: Wenn dein Pferd zum Beispiel geschädigt wurde oder du und der Verantwortliche nicht für den Schaden aufkommt, dann greift deine Pferdehaftpflicht für dich und zahlt dir das, wenn dieser Punkt in deinem Vertrag dabei ist
  9. Miet- und Flurschäden! Der Punkt Mietschaden betrifft wohl die meisten von uns und meint den Stall, in dem dein Pferd steht, wenn du es irgendwo eingestellt hast. Flurschäden meint, wenn dein Pferd Landwirtschaftlich- oder gartenbaulich genutzte Flächen zerstört, weil es sich zum Beispiel losreisst und einen Acker verwüstet
  10. Deckschäden und das Fohlen: Beide Punkte sind wichtig. Deckschädem richtet sich an Hengstbesitzer und der Punkt „Fohlen“ an Stutenbesitzer. Wenn dein Hengst unbeabsichtigt eine Stute deckt und dem Stutenbesitzer diverse Kosten entstehen, trägt das die Haftpflicht oder wenn deine Stute ein Fohlen bekommt ist das in den ersten Lebensmonaten mitversichert

TIPP! Einige Versicherungen haben sogenannte „Partnertarife“ und versichern mehrere Pferde günstiger in einem Kombitarif – wenn du also mehr als ein Pferd hast, kannst du beim Abschluss auch darauf achten. Das ist wie so eine Art „Mengenrabatt“. 

Selbstbeteiligung bei der Pferdehaftpflicht: Ja oder Nein?

Es macht tatsächlich aus verschiedenen Gründen Sinn eine Selbstbeteiligung mit abzuschließen. Zum einen wird der Jahresbeitrag günstiger dadurch bei den meisten Versicherungen.

Außerdem führen viele Versicherungen Schadenslisten und wenn ein Pferd öfter auf dieser Liste auftaucht, kann es teurer werden bei Abschluss einer neuen Versicherung oder einem Wechsel. Es gibt sogar Versicherer, die dann irgendwann einfach kündigen.

Wenn du aber beispielsweise eine Selbstbeteiligung von 150 Euro abmachst, dann sind die Kosten überschaubar und du sicherst ab, dass du nicht wegen Bagatellen auf so einer Liste landest.

Pferdehaftpflicht mit OP Versicherung – macht das Sinn?

Es gibt exakt zwei Versicherungen, die ich dir für dich und dein Pferd empfehle: 

  1. OP-Versicherung
  2. Pferdehaftpflichtversicherung

Du musst sie nicht beim gleichen Versicherer abschließen. Ich habe meine Haftpflicht beispielsweise bei den HELDEN und meine OP-Versicherung bei der Uelzener, weil ich da jeweils die besten Bedingungen bekomme. 

DIE zwei Versicherungen, die du für dein Pferd abschließen solltest

Eine Pferdehaftpflichtversicherung ist ein absolutes MUST HAVE. Sie ist relativ bezahlbar und schenkt dir für wenig Geld Sicherheit und Entspannung. Dazu habe ich dir ja schon ganz viel geschrieben, denn der ganze Artikel dreht sich darum. Deswegen bekommst du hier jetzt zum Schluss einfach noch eine kurze Abhandlung über das Thema OP-Versicherung und einen Erfahrungsbericht von mir.

Pferde-OP-Versicherung – ja oder nein?

Eine OP-Versicherung ist schon ein bisschen das Sahnehäubchen. Da will ich ganz ehrlich sein. Ich habe beispielsweise lange überlegt, ob ich eine OP-Versicherung brauche, aber ich bin sehr froh, dass ich eine habe. 

Sie kostet dich leider ein bisschen mehr als die Haftpflicht für dein Pferd. Bei einer OP-Versicherung reden wir schnell mal von 300-400 Euro im Jahr. Aber ich habe selbst leider feststellen müssen, dass sie sich lohnt. 

Gerade wenn dein Pferd in der Herde lebt, kann es einfach schnell zu Verletzungen kommen. Meine Stute beispielsweise hat sich in einem Stall zweimal an einem Weidezaun im Streit mit einem anderen Pferd verletzt. Das zweite mal so schwer, dass wir in die Klinik mussten und sie operiert werden musste. 

Da ich eine OP-Versicherung mit dem bestmöglichen Schutz abgeschlossen hatte, hat mich die Sehnenscheiden-OP rund 800 Euro (inklusive 500 Euro Selbstbeteiligung) gekostet. 

Die Gesamtkosten der OP beliefen sich aber auf knapp 5000 Euro. Die Versicherung hat also rund 4200 Euro übernommen. Ein ganz schöner Batzen! 

Da habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen mit der Uelzener gemacht, die unproblematisch abgewickelt und bezahlt hat. 

Wie das lief:

  1. Ich bin in die Klinik mit meiner verletzten Stute und konnte meine Versicherung angeben.
  2. Die Klinik hat erst einmal alle Kosten an die Versicherung weitergeleitet und zum Schluss kam die Abrechnung mit meinem Bezahlanteil. 
Wunde Carey Stall

Wichtig ist: Dass du darauf achtest, dass alle Eventualitäten abgesichert sind und auch Standards wie „Chip“ und anderes inkludiert sind. Klassisch zahlt die OP-Versicherung die ersten 10 Tage Klinikaufenthalt. Je nach der Schwere der Verletzung kann es also sein, dass du noch ein paar Tage Klinik zahlen musst. Du solltest auch darauf achten, dass der ausführlichere Tierärztliche „Schlüssel“ enthalten ist, dass da keine weiteren Kosten auf dich zukommen.

Oft bieten die OP-Versicherungen verschiedene Tarife an und ganz ehrlich: Ich habe bei anderen öfter mitbekommen, dass sie sich in die kleineren Tarife haben quatschen lassen und die Versicherung dann im Schadensfall kaum etwas übernommen hat. Ich habe mich für die Premium-Variante entschieden und hatte keinerlei Probleme: Preislich war das ein Unterschied von etwas über 30 Euro im Jahr. 

Das sind allerdings nur meine persönlichen Erfahrungen in Sachen OP-Versicherung und Pferdehaftpflicht – keine Garantie oder rechtlich gegengecheckte Info. Du musst dich natürlich immer auch selbst schlau machen. 

Hast du vielleicht schon Erfahrungen gemacht? Schreib mir gerne in die Kommentare, wie das bei dir lief und welche Erfahrungen du gemacht hast! 

Interview über alle Facts zur Pferdehaftpflicht – die Versicherungsexpertin steht Rede und Antwort

Wenn dir das alles immer noch nicht reicht und du es ganz genau wissen willst in Sachen „Pferdehaftpflichtversicherung“, kannst du jetzt weiterlesen. Ich habe mir für dich die Versicherungsexpertin, Reiterin und Pferdefachfrau bei den Helden geschnappt und ihr stellvertretend alle wichtigen Fragen zur Pferdehaftpflicht Versicherung gestellt. 

Pferdeflüsterei: Pferdehaftpflicht – was ist da üblicherweise alles versichert? 

Helden.de: Beim Pferdehaftpflichtschutz sollte man darauf achten, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist. Viele Versicherer werben mit einer günstigen Prämie, bewegen sich aber nur zwischen 5 – 15 Mio. Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Kommt es zu einem Personenschaden, können diese Summen schnell nicht mehr ausreichend sein. Über die Versicherungssumme hinaus solltet ihr auf folgende Leistungen achten: Flurschäden, ungewollte Deckakt, Fremdreiter und Reitbeteiligungen, Mietsachschäden, Forderungsausfall, Pferdesport. 

Pferdeflüsterei: In der Pferdehaftpflicht wird ja unterschieden zwischen Personen- Sach- und Vermögensschaden – was genau beinhaltet jeder dieser Punkte? 

Helden.de: Das klingt erstmal kompliziert, aber ist eigentlich ganz einfach. Ich erkläre die Unterschiede anhand von drei Beispielen:

  1. Personenschaden: Deine Reitbeteiligung reitet mit deinem Pferd aus. Auf einem freien Feldstück erschreckt sich das Pferd vor einem plötzlich aufsteigenden Vogel und die Reitbeteiligung fällt vom Pferd. Durch den Sturz bricht sie sich den Arm. 
  2. Sachschaden: Dein Pferd tritt in der Box aus und beschädigt sie dabei. 
  3. Vermögensschaden: Dein Pferd verletzt eine Person so schwer, dass diese für eine längere Zeit nicht arbeiten kann. Der Verdienstausfall wird von deiner Pferdehaftpflichtversicherung übernommen.

Pferdeflüsterei: Die Haftpflichtversicherung ist nicht gesetzlich verpflichtend – aber die Haftung für den Schaden schon, richtig? 

Helden.de: Richtig, es gibt in Deutschland keine Pflicht, sein Pferd zu versichern. Für einen Schaden, den das Tier verursacht, haftet man aber auf jeden Fall nach § 833 Bürgerliches Gesetzbuch (Haftung des Tierhalters).  

Pferdeflüsterei: Jetzt ist die Haftpflicht zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber viele Stallbesitzer fragen trotzdem danach: wie kann ich meinen Beweis da am besten vorlegen? 

Helden.de: Der Pferdebesitzer haftet ja mit seinem Privatvermögen für eintretende Schäden. Klar, dass sich Stallbesitzer da absichern möchten und den Nachweis einer Pferdehaftpflichtversicherung fordern. Hat man eine abgeschlossen, kann der Nachweis in Form der Police vorgelegt werden. Bei helden.de erstellen wir auch gerne jederzeit eine separate Bescheinigung, die man vorlegen kann.

Pferdeflüsterei: Wenn jemand nicht Besitzer, sondern Pflegebeteiligung oder Reitbeteiligung ist – was sollte er den Pferdebesitzer in Sachen Haftpflicht fragen, wenn er mit ihm und seinem Pferd starten will? 

Helden.de: Wichtig ist, dass der Besitzer eine Pferdehaftpflichtversicherung hat und diese das Risiko einer Reitbeteiligung mit absichert. Nur so ist die Person abgesichert, wenn ihr etwas passiert oder sie verletzt wird. Für die Versicherung spielt es keine Rolle ob Reitbeteiligung oder Fremdreiter. Aber einige Versicherungen decken grundsätzlich das Risiko der Reitbeteiligung oder auch der Fremdreiter nur gegen einen Mehrbeitrag ab.

Da bei Reitbeteiligungen oft das Pferd durch die RB gepflegt, geritten und betreut wird oder oft auch in einem anderen Stall untergebracht wird, sehen die Versicherer hier ein höheres Risiko, als wenn das Pferd bei Besitzer steht. Fremdreiter sind häufiger direkt im Vertrag mitversichert, da es sich hier eher darum handelt, dass ab und zu jemand das Pferd reitet, darüber hinaus bleibt das Risiko da auch beim Besitzer.

Pferdeflüsterei: Für alle Hengst- und Stutenbesitzer: Wie sieht es denn damit aus, wenn der Hengst unfreiwillig deckt. Ist das auch inklusive und was genau gehört dann alles dazu? 

Helden.de: Der ungewollte Deckakt ist im Pferde Haftpflichtschutz mitversichert. Abgedeckt sind die Tierarztkosten, wenn die Stute bei dem Deckakt verletzt wird, die Kosten für die Untersuchung und wenn die Stute tragend ist, werden auf Wunsch die Kosten der Abtreibung übernommen. Wenn keine Abtreibung gewünscht ist, werden die Kosten bis zum Zeitpunkt der Geburt übernommen. 

Pferdeflüsterei: Was könnte mich denn da finanziell erwarten, wenn ich mein Pferd nicht versichere? Also: Um wieviel Geld kann es bei typischen Haftpflichtschadensfällen gehen? 

Helden.de: Das können wir pauschal nicht beantworten. Aber es kann jede Summe entstehen: Von der Reparatur eines beschädigten Zaunes bis hin zu einem Personenschaden, zwischen 100 Euro und einem Millionenschaden ist alles möglich. 

Pferdeflüsterei: Und was war euer „Teuerster Fall bislang“? 

Helden.de: Unser teuerster Fall bisher liegt im 6stelligen Euro-Bereich, aber unser Risikotträger, die NV- Versicherungen, haben auch schon Millionenschäden reguliert. 

Pferdeflüsterei: Was ist der häufigste Schaden, der euch gemeldet wird? 

Helden.de: Bislang waren das Weideunfälle zwischen 2 Pferden. 

Pferdeflüsterei: Gibt es denn Versicherungs-Verweigerungs-Dinge? Helmpflicht für Reiter, sonst zahlt ihr nicht? Oder so etwas wie: Freiarbeit, ja! Aber nur mit extradickem Zaun außenrum…

Helden.de: Jeder Schaden wird individuell betrachtet und geprüft. Was man wissen muss, ist, dass jede Haftpflicht 3 Aufgaben hat: 

  • Prüfung der gestellten Schadenersatzforderung
  • Abwehr unberechtigter Forderungen (passiver Rechtsschutz) 
  • Übernahme berechtigter Forderungen 

Bei den Helden besteht Versicherungsschutz auch dann, wenn ich ohne Helm reite. Wir sagen auch nicht, dass der Zaun eine “gewisse Dicke” haben muss. Wir vertrauen unseren Usern einfach , dass sie ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und dies im Verhältnis einschätzen können. So wie ihr uns vertrauen könnt, dass wir im Schadenfall an eurer Seite sind. 

Pferdeflüsterei: Wir reden die ganze Zeit von Freizeitreitern – muss ich als Turnierreiter noch irgendwas extra beachten?

Helden.de: Nein, mitversichert ist deine private Teilnahme an Veranstaltungen wie Schauvorführungen, Pferderennen, Distanzritten und Turnieren sowie den Vorbereitungen dafür. Einzige Voraussetzung ist, dass deine Teilnahme an Turnieren nicht gewerblich erfolgt.

Pferdeflüsterei: Du bist jetzt nicht ganz neutral, weil du bei den Helden bist, aber gibts von dir ein oder zwei dicke Empfehlungen, worauf man besser bei Abschluss einer Versicherung achten sollte? 

Helden.de: Wichtig ist, dass man bei Abschluss einer Versicherung ein gutes Gefühl hat, einen Ansprechpartner, dem man alle Fragen stellen kann und für sich weiß, was der Schutz können soll. Die Versicherungssumme sollte ausreichend und die erwähnten Leistungen inbegriffen sein, um sich keine Gedanken zu seinem Schutz machen zu müssen. 

Pferdeflüsterei: Gibt’s irgendwelche typischen Leistungsausschlüsse bei Pferdehaftpflicht-Versicherungen? 

Helden.de: Es gibt ein paar Dinge, die bei jedem Anbieter von Pferdehaftpflicht-Versicherungen ausgeschlossen sind, zum Beispiel vorsätzlich verursachte Schäden und selbst verursachte Schäden am eigenen Leib oder an eigenen Sachen. Umgekehrt sollte man unbedingt darauf achten, dass auch Schäden an gemieteten Sachen und fremde Reiter mitversichert sind. Wichtig ist auch die Forderungsausfalldeckung, über die eigene Schäden versichert sind, wenn der Verursacher nicht in der Lage ist den Schaden zu bezahlen und keine Haftpflichtversicherung hat.

Pferdeflüsterei: Man hört immer wieder von den sogenannten „Schadenslisten“ – habt ihr auch so etwas? 

Helden.de: Jeder Versicherer berechnet Schadenwahrscheinlichkeiten, um ein Risiko zu kalkulieren. Schließt du eine Versicherung ab, so bist du automatisch Teil einer Versichertengemeinschaft. Und da entstehen Schäden, die dann auf alle umgelegt werden. Passieren mehr Schäden als kalkuliert, kann ein Versicherer dann die Beiträge auch mal anpassen. Bei sehr billigen Tarifen passiert das erfahrungsgemäß sehr häufig. 

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