Artikel aktualisiert am 27.02.2017

Der Moment, wenn das Halfter fällt und das Pferd neben dir trabt ist wunderschön. Wenn dein rechtes Bein gleichzeitig mit dem Bein deines Pferdes nach vorne schwingt und du mit deinem Pferd im gleichen Takt läufst. Du kannst es lernen und du kannst das mit deinem Pferd ganz einfach trainieren. Kenzie Dysli erklärt dir in unserem Trainingsvideo Schritt für Schritt, wie das geht. Einfach und gelassen.

Es gibt ein paar kleine Punkte, die du beachten musst, auf dem Weg zur Freiheitsdressur mit deinem Pferd. Das hat eigentlich alles ganz viel mit dir selbst zu tun und deiner inneren Haltung. Dazu brauchst du klare Signale und deine Körpersprache muss deinem Pferd sagen, was du von ihm möchtest. Das kannst du ganz einfach lernen.

Falls du den ersten Teil verpasst hast: einfach HIER klicken – im ersten TEIL unserer Serie mit Kenzie Dysli erfährst du, wie Pferde ticken und was du tu kannst, damit sie dich verstehen.

Kenzie Dysli erklärt dir im Video zu unserem zweiten Teil Schritt für Schritt, wie du mit deinem Pferd in die Freiheitsdressur starten kannst:

Momente des Gleichklangs

Ich suche diese Momente und betrachte sie immer wieder als Geschenk. Meine Jungstute hat mir schon den einen oder anderen dieser Momente geschenkt. Wenn wir nebeneinander laufen, ich schneller laufe und sie mit mir mittrabt. Ich laufe langsamer und sie fällt langsam in den Schritt. Das kannst du ganz einfach mit deinem Pferd trainieren. Jeder kann das lernen. Es ist keine Zauberei.

  • Es ist Körpersprache
  • Es ist innere Haltung
  • Es ist Konsequenz
  • Es ist Kommunikation.

Kenzie Dysli trainiert ihre Pferde sogar für Kinofilme wie Ostwind* in Freiheitsdressur. Es macht einfach Spaß ihr und ihren Pferden im Round Pen zuzusehen und zu merken, wie sie als Team miteinander laufen, rennen, springen und trainieren. Und du kannst das auch lernen.

Kenzie Dysli - Freiheitsdressur mit Sasou 3

Kenzie Dysli - Freiheitsdressur mit Sasou 4

Kenzie Dysli - Freiheitsdressur mit Sasou 5

Kenzie Dysli - Freiheitsdressur mit Sasou 6

Training “Freiheitsdressur” mit Kenzie Dysli

Das Training ist in der Basis eigentlich immer gleich aufgebaut. Wenn Kenzie mit einem jungen oder neuen Pferd trainiert, bringt sie dem Pferd in mehreren Schritten bei, aufmerksam zu sein, ihr zuzuhören und mit ihr zu laufen. In allen Gangarten, in allen Richtungen. Ganz einfach. Schritt für Schritt.

Kenzie Dysli mit Sasou 2

Kenzie Dysli mit Sasou 3

Sasou spielt

Dabei hat sie immer die Bedürfnisse der Pferde im Blick.

INFO: Pferde dürfen eine Meinung und eigene Ideen haben. Sie dürfen bei ihr spielen und trotzdem gibt es Regeln, die sie beachten müssen. Es geht darum, dass das Pferd gerne beim Menschen bleibt, sich anschließt und frei mit dem Menschen trainiert.

Dann zeigt sich , ob Körpersprache und Kommunikation stimmen. Ich stelle immer wieder fest, wie viel ich zum Beispiel den Strick einsetze, ohne es zu merken. Immer dann, wenn ich die gleiche Lektion mit meiner Jungstute dann ohne Strick und Halfter üben möchte, wird mir klar, wie viel “Botschaft” doch über die Hilfsmittel ankommt beim Pferd.

Kenzie Dysli - Freiheitsdressur mit Sasou 9

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Kenzie Dysli - Freiheitsdressur mit Sasou 11

Dabei ist es gar nicht so schwer, sagt Kenzie Dysli. Freiheitsdressur ist erst einmal und vor allem Arbeit an sich selbst und dann Training und Kommunikation mit dem Pferd.

Starten kannst du zum Beispiel mit Halfter und Führstrick und dann auf Halsring umschwenken um so nach und nach mit deinem Pferd zu Trainieren. HIER bei uns im Shop bekommst du das Basis-Zubehör für eine feine und gute Bodenarbeit

Wie geht Freiheitsdressur?

Das erklärt Kenzie Dysli jetzt in einem Trainingsvideo mit ihrem jungen Pferd Sassou.

  • Wie sie trainiert
  • Was wichtig ist
  • Worauf du achten musst, damit dein Pferd dich versteht und du auch bald mit deinem Pferd durch das Round Pen tanzen kannst

MUST READ: Lesetipps zu Kenzie Dysli und Freiheitsdressur*

Hier erfährst du noch mehr über Kenzie – auf ihrer wunderschönen Homepage: www.kenzie-dysli.de

Nächste Woche erklärt dir Kenzie in Teil 3 und 4 wie du lernen kannst fein und vor allem ohne alles, nur mit Halsring, zu reiten.

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22 Kommentare zu “Freiheitsdressur mit Kenzie Dysli: Trainingsanleitung für die ersten Schritte

    • Petra sagt:

      Das freut mich sehr :-) Teil 3 und 4 sind auch ganz spannend – Kenzie ist einfach sehr gut, muss man neidlos anerkennen :-) Liebe Grüße, Petra

    • Julia sagt:

      Ein ganz toller Beitrag … Ich finde es toll, das es auch PFERDEFREUNDLICHE Blogs gibt.👍

  1. Ute sagt:

    Ein sehr schöner Beutrag, der einen viel Lust auf Freiheitsdressur macht :-) ich selbst arbeite im Moment noch mit Halfter und Strick. Wie in dem Video auch zu sehen, legt das Pferd beim Spielen die Ohren an. Als meine Stute das zum ersten Mal gemacht hat, hat es mich erschreckt, weil ich diese "Mimik" nicht einschätzen kann. Was hat es zu bedeuten, wenn das Pferd bei der Bodenarbeit / im Spielen die Ohren stark anlegt? Danke für eure wunderbaren Beiträge!!

    • Petra sagt:

      Liebe Ute, das freut uns sehr, dass dir der Beitrag so gut gefällt. Ich glaube nicht, dass Sassou die Ohren anlegt, weil er böse ist. sondern ich denke, er hört nach hinten zwischendurch. Seine Ohren sind auch immer mal wieder vorne bei Kenzie, wenn sie etwas sagt. Dann ist ihre Gerte als Signal ja auch manchmal hinten, insofern "hört" er da vielleicht auch zwischendurch hin. Es kommt sicher auch immer auf die Gesamtstimmung an und den Gesichtsausdruck, denke ich. Aber eine Pferdepsychologin könnte dir da sicher noch viel mehr erzählen. Ich fabuliere gerade ein bisschen mit meinen eigenen Gedanken dazu, weil ich das selbst noch nicht für mich ergründet habe.

    • Annika sagt:

      Hey :) Ohrenanlegen kann auch ein Zeichen von Konzentration sein. Das sieht man bei der Freiarbeit oft. Wenn Sasou sich wirklich unwohl fühlen würde, müsste er ja einfach nur nicht mitarbeiten. Er ist ja frei – es ist seine Entscheidung.

      LG. Annika :)

  2. Brigitta sagt:

    Oooh, da fehlen mir die Worte! Ich bin meilenweit entfernt von solchem Talent: aber sicher ein gesetztes Ziel, das langsam erarbeitet werden möchte :))

    • Petra sagt:

      Das kommt alles Schritt für Schritt. Kenzie hat dafür ja auch trainiert seit sie ein "Baby" ist ;-) Sie ist eine gute Inspiration, um dann auf dem eigenen Weg loszulaufen, finde ich :-)

  3. Christina von Herzenspferd sagt:

    Hallo liebe Petra,

    auch der zweite Teil ist klasse, vielen Dank! <3
    Was mir oft auffällt: die "Vorführungspferde" in der Freiheitsdressur sind meinem Eindruck nach überdurchschnittlich oft Wallache. Hat Kenzie zu dem Thema etwas gesagt? Meine Stute hat z.B. überhaupt keine Lust zu spielen und ist auch so deutlich weniger gefällig als die Wallache mit denen ich bisher zu tun hatte. Kann aber natürlich auch am Charakter liegen ;-)
    Trotzdem finde ich man kann wahnsinnig viel aus der Freiheitsdressur für den täglichen Umgang mitnehmen, auch wenn man nicht frei trainiert (Körpersprache, Klarheit, Fairness, …).

    Liebe Grüße,
    Christina

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Christina, danke dir für deinen Kommentar. Über Wallache und Stuten haben wir nicht explizit gesprochen. Vielleicht sind es oft Wallache, weil STuten ja durchaus eigensinnig sein können und wie du schreibst, nicht so gefällig :-) Aber ich bin auch noch in der Testphase mit meiner Stute. Grundsätzlich denke ich aber nicht, dass es mit Stuten nicht so geht, sondern dass wir dann vielleicht lernen müssen anders anzufragen, zu animieren. Sabine, meine Trainerin, zum Beispiel springt auch mit ihren Stuten so fröhlich hin und her und spielt mit ihnen :-) Liebe Grüße, Petra

  4. Lydia sagt:

    Liebe Petra,

    ich sage nur vielen vielen Dank für diese tollen Beiträge!
    Auch wenn man doch weiß, wie wichtig die klare Körpersprache ist…ist es doch oftmals schwer sie so klar und deutlich… und immer wieder gleichbleibend sicher einzusetzten ;-)
    Ich fand die Momentaufnahmen in Zeitlupe so so lehrreich!
    Die feinen Reaktionen des Pferdes…die man selbst manchmal schwer wahrnehmen kann, weil man immer so sehr mit sich selbst und der so wichtigen Körpersprache beschäftigt ist. Manchmal ist man so sehr damit beschäftigt, dass man die Intuition und das Bauchgefühl dabei vergißt…
    und die finde ich ebenfalls sehr wichtig dabei.
    Die " Führhand" fand ich toll! und der Gedanke, dass man sich auch ohne Strick genauso in seiner Körpersprache verhält wie wenn er da wäre… das war mir bisher nicht so deutlich – macht aber natürlich unendlich viel Sinn!
    Heut früh zum Beispiel habe ich den Strick in die linke Hand genommen und meine rechte Hand gezielt vor Puschklin geführt, dass er sein Tempo und seine Aufmerksamkeit dieser widmete. Sonst war er immer etwas träge … manchmal unaufmerksam … so früh am Tage… heute ist mir der Wandel geradezu aufgefallen und der Film hier hat es mir nur noch bestätigt… die Führhand kann eine wichtige Orientierung für das Pferd sein…

    Also, ich habe mir vorgenommen, diese Beiträge noch einige Male zu schauen… und ich bin sicher, dass ich mit jedem Fall etwas neues entdecken werde!
    Also nochmal vielen Dank – ich freue mich auf weitere solche Beispiele und Beiträge :-)

    Liebe Grüße

    Lydia Puschkin

    • Petra sagt:

      Liebe Lydia, wie schön, dass es bei euch gleich so gut geklappt hat :-) Das freut mich sehr! Ich kenne das mit der Körpersprache zu gut. Am liebsten hätte ich da manchmal gerne eine kleine Kamera dabei, die mich filmt, damit ich mich von außen beobachten kann. Kenzie ist schon sehr klar und deutlich in ihrer Körpersprache – beneidenswert. Aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel und unsere Pferde zeigen uns immer wieder, woran wir noch arbeiten müssen ;-) Ich drücke die Daumen, dass das Vido noch mehr so schöne Erkenntnis liefert für euch zwei und schicke liebe Grüße, Petra

  5. Claudia Wittenberg sagt:

    Liebe Petra,
    ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag! Ich arbeite auch viel am Boden mit Veneroso, bin jedoch an einem Punkt angekommen, wo ich nicht so recht weiter weiß. Dank des Videos mit Kenzie habe ich nun einige Tipps bekommen, wie ich weiter mit Veneroso arbeiten werde.
    Es ist immer wieder ein Vergnügen, Kenzie mit ihren Pferden arbeiten zu sehen und ich glaube, ich muss auch mal wieder auf die Hacienda fahren, um Urlaub zu machen und um Neues zu lernen. Schade, dass ich Veneroso nicht mal eben so mitnehmen kann!
    Ich bin gespannt, ob du noch weitere Folgen bloggen wirst! :-)
    Herzliche Grüße,
    Claudia von Let’s go working!

    • Petra sagt:

      Liebe Claudia, es freut mich wirklich sehr, dass der Beitrag so gut ankommt. Aber Kenzie kann auch so gut erklären, finde ich. Ich bin gespannt, was du und Veneroso umsetzt aus dem Video. Ich habe mir zum Beispiel das "Pfeifen" als Stehenbleiben Signal geklaut. Das finde ich so schön spezifisch. Die Hacienda ist auf jeden Fall immer eine Reise wert. Der Gedanke mit dem eigenen Pferd dort aufzuschlagen hätte natürlich was. Stell dir vor – wir alle mit en Pferden im Training dort – hach! Die nächsten zwei Folgen sind schon online. Das war es dann aber erst einmal. Dann kommt eine neue Serie – diesmal Horsemanship im Buckaroo-Style a la Buck Brannaman und Ray Hunt. Liebe Grüße, Petra

  6. Lara sagt:

    Kenzie ist echt mein großes Vrblid.
    Habs mit meinem Pferd auch versucht. Nur leider ist er dafür überhaupt nicht zu motivieren :( sehr schade.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Lara, das stimmt – Kenzie macht das schon sehr schön :-) Aber ich bin mir sicher, dass auch dein Pferd zu motivieren ist – die Frage ist nur wie. Da kannst du ganz viel herumprobieren – bis ihm etwas Spaß macht. Steht er denn auf Lob? Streicheln? Oder Leckerli? Oder ist er eher ruhig oder dominant? Temperamentvoll oder phlegmatisch? Das sind so Asgangspunkte, an denen du dann überlegen kannst, was er mögen könnte und mit was du ihn vielleicht motiveren kannst – dann kannst du erstmal mit ganz kleinen Spaß Sachen anfangen. Und wenn er so gar nicht mag – kannst du ja – wie Kenzie – erstmal mit Strick starten und die Übungen mit viel Belohnung etablieren und später frei abfragen :-) Nur so ein Gedanke. Auf jeden Fall ganz liebe Grüße, Petra

  7. Anna sagt:

    Hallo, vielen Dank für die tollen Videos. Ich habe eine Jährlingsstute und würde das auch sehr gerne mit ihr machen. Natürlich fangen wir ganz langsam an, trotzdem frage ich mich, ob es für sie noch zu früh ist. In elchem Alter fangt ihr denn an. Wir üben im Moment haupltsächlich beim Spazierengehen am Strick Mitlaufen, Stehenbleiben und ab und zu eine Wendung und auf dem Platz kurze Sequenzen ohne Strick. Das funktioniert auch schon wirklich gut. Longieren oder längere Zeit eng um mich herum laufen lasse ich sie natürlich noch nicht. Leider ist sie sehr verfressen und manchmal habe ich das Gefühl, sie macht das alles nur für Leckerlies. Die muss ich jetzt irgendwie wieder reduzieren. Sie bekommt natürlich nicht jede Sekunde was reingeschoben, aber wenn sie längere Zeit nichts bekommt, obwohl sie meint, sie hat alles richtig gemacht, wird sie zickig und hat keine Lust mehr. Ich denke sie fühlt sich dann zu wenig bestätigt. Leider ist sie nicht wirklich verschmust und spielen will sie irgendwie auch nicht mit mir. Vielleicht versteht sie mich da nicht und hat zu viel Respekt…?

    • Petra sagt:

      Hallo Anna, also das Zirkeln im Kreis, was Kenzie macht – wäre mir für eine Jährlingsstute zu früh – einfach wegen Balance und Gelenken. Aber das, was du machst ist doch schon ein super Einstieg und da macht sie ja relativ viel. Junge Pferde – das ist zumindest meine Erfahrung – haben auch eine viel kürzere Konzentrationsspanne. Mit meiner Kleinen – mit der ich mit 3,5 angefangen habe zu basteln – war am Anfang nach 10 Minuten Konzentration Schluss. Das hat sie richtig müde gemacht. Meine Stute ist auch nicht wirklich verschmust – manche Pferde sind es nicht – manchmal kommt das später. Ich darf heute auch mehr schmusen als vor einem Jahr. Weil sie älter geworden ist vielleicht oder weil sie mich besser kennt. Ich weiß es nicht genau. Und spielen will sie mal mehr mal weniger. Ich denke, dass es auch introvertiertere Pferde gibt. Es muss nicht Respekt oder Verstehen sein – vielleicht ist es auch Charakter. Wie ist si denn mit der Herde? Und ist sie zum Beispiel leichter zu stoppen als du sie zum antraben bringst? Bleibt sie eher hinter dir als vor dir? Das sind nur ein paar Fragen, die du dir anschauen kannst – um sie ein bisschen zu analysieren. Dann könnte es auch einfach sein, dass sie introvertierter ist. Also mal wirklich schwarz-weiß geschrieben. Die Realität ist natürlich nicht so einfach ;-) Aber es ist eine Richtung, auf die du schauen kannst. Und dann das Training anpassen kannst. Ganz liebe Grüße auf jeden Fall und bis bald, Petra

  8. mimi sagt:

    Hey, während meiner Erkrankung bin ich auf eurer Seite gestoßen und seither lese und gucke und lerne ich. Mein Pflegefreizeitpferd, scheu, unsicher, fluchtbereit und nicht wirklich ausgebildet hat die letzten 7 Jahre Zutrauen zu mir gefunden. Das ist eine sehr lange Zeit und erst jetzt habe ich das Gefühl, dass sie mit mir lernen möchte.
    Vorgestern war unser erstes Mal longieren überhaupt und dann a la Kenzie. Was soll ich sagen, so glücklich waren wir beide, weil es funktioniert und beiden Spaß macht. Obwohl es mich noch sehr anstrengt, üben wir täglich ca.15 min. Gestern trainierten wir das Kompliment weiter, die einfache Anleitung mit der Karotte zum Boden hin zeigte seine Wirkung… und sie macht es gerne. Wir sind ein gutes Team und Kenzies Anweisungen sind klar, einfach und verständlich erklärt. Danke dafür.
    Eine Bitte: die Stute hat nie gelernt stehen zu bleiben, sei es beim Aufsteigen, oder währen des Longierens. Bei der Bodenarbeit, wenn ich nebenher gehe funktioniert es sehr gut, wenn ich oben sitze hört sie nicht auf Stimme oder folgt den Hilfen nicht, mit Belohnung durch Leckerlie etwas, dabei zähle ich die Sekunden. Auch beim Aufsteigen kann sie es nicht erwarten bis ich oben bin und bewegt sich vorwärts ehe ich oben sitze.
    Es geht nur ums Stehenbleiben, die Gangarten und Kommandos dazu sind ok. Bitte um Ratschläge. Ich reite mit Pad und zaumlos.
    Ich zähle mich zu den älteren Semestern, und würde gerne ohne Aufsteighilfe aufs Pferd hüpfen, wie stelle ich das am besten an, vor allem in freier Natur, wenn in der Pampa weit und breit kein Stein od sonst was herumliegt….
    Muchissimas gracias a usted
    Mimi

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Mimi, erst einmal freue ich mich sehr, dass du so gerne hier liest. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Zu deiner Frage: Ferndiagnose finde ich ja immer ganz schwer, deswegen gebe ich ungerne konkrete individuelle Tipps. Ich bin ja nicht dabei und sehe nicht, was du machst, wie dein Pferd schaut, was sein Körper sagt und und und. Ich persönlich würde das aber einfach erstmal am Boden üben und den Halt mit einem Signalwort verknüpfen. Immer wieder und wieder. Sobald es funktioniert würde ich loben und ein leckerli geben. Oder nur Loben, falls du keine Leckerli nutzt. Dann kannst du das vom Boden aus nach oben wieder mitnehmen. Gleichzeitig würde ich zum Beispiel an der Aufstiegshilfe erst einmal das einparken üben. Und dein Pferd jedesmal sanft aber freundlich und klar wieder auf die Position zurückkorrigieren, wo es vorher stand. Dann loben. Nach und nach würde ich das dann mit dem Belasten des Gewichts im Steigbügel kombinieren, dann irgendwann über den Sattel lehnen usw. solange bis du sitzt. Das wäre jetzt mein Weg. Viel Lob, Liebe und Klarheit :-) Ganz liebe Grüße, Petra

  9. Astrid sagt:

    Hallo liebe Petra,

    ich hoffe, dass ich hier auch sagen darf, dass mir Kenzie Dyslis Arbeit nicht gefällt und ich kein Fan von ihr bin. Sie ist mir persönlich zu hektisch und m. E. sind auch Übungen dabei, die nicht sehr gelenkschonend zu sein scheinen. Aber jeder Mensch ist anders und jedem gefällt etwas anderes. Anders wäre es auch richtig langweilig. :-)

    Wer mir persönlich in Deiner Liste der Pferdeexperten wirklich fehlt, ist Alexandra König mit ihrem Chi horsing. Diese Frau liebe ich, allein ihre Art, mit Pferden umzugehen. Vielleicht magst Du mal nach ihr googeln, ich glaube, dass Dir Alexandra König gefallen wird. Ich werde auf jeden Fall versuchen, ein Seminar bei ihr zu besuchen, die sind aber leider richtig teuer.

    Herzliche Grüße
    Astrid mit Chiara, Chico und Sheela im Herzen

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Astrid, klar darfst du das sagen :-) Ich mag auch nicht alles, was Kenzie macht. Ich kann deine Gedanken absolut nachvollziehen. Manche Übungen in ihrem Repertoire sind mir nicht gelenkschonend genug und sie ist ziemlich schnell und zackig. Genau, was du auch beschreibst. Aber sie macht auch vieles ganz toll und hat zum Großteil auch gute Ansichten, die viele kleine und junge Mädchen erreicht – dank Ostwind. Und damit ändert sie auch etwas in den Köpfen. Das finde ich wichtig und deswegen haben wir auch Beiträge mit ihr gemacht. Und: wie du schreibst – meine Ansichten sind nicht die einzig wahren. Solange Training unterm Strich fair ist, ist es für mich in Ordnung und verdient auch einen Platz. Ganz liebe Grüße, Petra

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