„Baumlose Sättel? So ein Quatsch, die schaden doch dem Rücken!“ Das ist das Hauptargument, das gegen baumlose Sättel vorgebracht wird. Kritiker behaupten, dass baumlose Sättel eine schlechte Druckverteilung haben. Stimmt manchmal, meist aber nicht. Je nach Modell und Hersteller. Einen Baumlosen Sattel kannst du aber im Grunde wie einen klassischen Sattel nutzen, wenn es ein guter baumloser Sattel ist. Ich werde jetzt erklären, was einen guten baumlosen Sattel aus meiner Sicht ausmacht und warum baumlose Sättel eine tolle Alternative sein können.

Gerade wegen der Druckverteilung ist es so wichtig, dass Baumlose Sättel auch Rückenstützende Elemente haben. Haben sie das nicht, sind sie im Grunde hübsche Barebackpads. Gegen das Reiten mit einem Barebackpad spricht nichts – wenn man kurz für das Training damit reiten will.

Dem Rücken schadet:

  • wenn das Pferd sich nicht frei bewegen kann
  • wenn der Rücken nicht schwingen kann
  • wenn es dadurch Verspannungen und Schmerzen entwickeln wird

Deswegen ist es wichtig, dass Baumlose Sättel auch Rückenstützende Elemente haben. Haben sie das nicht, sind sie im Grunde hübsche Barebackpads. Gegen das Reiten mit einem Barebackpad spricht nichts – wenn man kurz für das Training damit reiten will. Ich habe selbst eines. Außerdem einen Lammfellsattel mit Polstereinlagen für die gemütlichen Runden und ich schätze die schweißabsorbierende Wirkung des Lammfells im Sommer.

Ein Barebackpad oder der Fellsattel ist perfekt für Trainingseinheiten, weil du den Rücken und die Bewegungen deines Pferdes sehr gut spüren kannst, aber sie verteilen den Druck nicht so, wie du es zum Beispiel bei längeren Ritten brauchst. Dafür braucht der Rücken deines Pferdes einfach richtige Unterstützung durch einen Sattel mit Stütztsystem. Das kann ein Sattel mit Baum sein, wenn er wirklich perfekt passt – das kann ein Sattel mit flexiblem Baum sein oder ein Baumloser Sattel mit integrierten Stütztsystem.

Welcher Sattel ist in meiner Sattelkammer? Ein Erfahrungsbericht

Ich habe mich nach einer längeren Recherche für einen Sattel von Barefoot entschieden. Sie haben in ihrer neuen Sattelgeneration ein Wirbelsäulenentlastendes System in den Sattel eingebaut. Das soll die Wirbelsäule schützen und den Druck verteilen. Mein Modell war zunächst der “Arizona” – weil ich den Westernlook einfach mag. Das hat sich dann aber noch geändert. Dazu gleich mehr im Update. Ers einmal die Fakten für meinen Einstieg.

Dazu gehört ein Pad, das an den jeweiligen Sattel angepasst ist und die Zwiesel sind aus einem flexibleren Material als bei den meisten anderen Sätteln. Sie sind aus Kunststoff statt aus Eisen. Dazu haben sie ein eingebautes Federsystem und können nachgeben. Der Sattel wird sich also eher an die Bewegungen des Pferdes anpassen. Das alles klingt für mich so logisch, dass ich bei meiner Jungstute mit einem Barefoot anfangen will.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Als der Sattel ankam musste ich erst einmal schlucken – ich bin ganz ehrlich. Er sitzt wie ein wackelnder Thron auf dem Pferderücken und liegt wahnsinnig hoch. Das schockt mich ein bisschen, aber auf Nachfrage der Pferdephysio von Barefoot, die mir den Sattel angepasst hat, erfahre ich, dass das einfach so ist und der Sattel sich durch die Bewegungen des Pferdes, die Körperwärme des Pferdes und die Nutzung setzen und ein stückweit an den Rücken anpassen muss.

UPDATE – warum ich den Sattel noch einmal getauscht habe und warum nicht jeder Sattel auf jedes Pferd passt

Ich beobachtete das ganze eine Weile und sattelte mein Pferd immer mal wieder. Wir machten die Bodenarbeit erst einmal ab und an mit dem Sattel um sie daran zu gewöhnen. Trotzdem blieb bei mir das ungute Gefühl, dass der Sattel zu wackelig ist, um mich damit wirklich auf mein Jungpferd zu setzen. Bei einem erfahrenen Pferd, das ausbalanciert ist, ist das sicher kein Problem. Denn man muss einfach einige Wochen im Schritt reiten und den Sattel so einreiten.

Aber mit meinem jungen Pferd konnte ich mir das nicht vorstellen. Ich schilderte Barefoot mein Problem und nach einer längeren Beratschlagung, beschlossen wir den Sattel noch einmal zu tauschen. Das funktionierte unproblematisch.

BArefoot Baumloser Sattel anpassen Lazy Mountain Fellsattel

Es gibt nämlich ein neues Modell mit Lammfell. Das gab es zum Zeitpunkt meiner Sattelbestellung noch nicht. Es hat weniger Leder auf der Sitzfläche und setzt sich so schneller – ist also Jungpferdetauglicher. Außerdem bietet mir eine Trainerin aus dem Barefoot-Team an den Sattel einzureiten. Sie macht das für Kunden gegen Geld.

HIER gibt es noch Tipps, wie du deinen Baumlosen Sattel vorbereiten und Anreiten kannst – damit er sich schneller setzt

Nach einigen Wochen kommt der Sattel an. Er sitzt immer noch ein wenig hoch – das liegt aber daran, dass er noch nicht komplett eingeritten ist. Die Trainerin hat wohl nur den Anfang gemacht.

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Die Pferdephysio-Frau von Barefoot hat ihn auf Lage und Sitz gecheckt – er sollte Waagrecht in der Sitzfläche sein und gerade auf dem Pferd sitzen.

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Außerdem muss Luft zwischen Widerist und Zwiesel sein.

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Bei einem ersten Aufsitzen – wir haben in der Zwischenzeit viel geübt – setzt sich der Sattel schon ein bisschen auf den Pferderücken und meine Stute blickt sehr entspannt. Die ersten Schritte fühlten sich gut an. Davon gibt es jetzt kein Foto, weil ich ja hinter der Kamera stand. Das wird aber demnächst noch kommen.

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Die ersten Schritte geht sie zufrieden unter dem Sattel. Und ich bin auch zufrieden, weil das Pferd so entspannt ist. Jetzt werden wir weiter testen. Auch das werde ich hier natürlich berichten.

Damit du aber weißt, wie das System funktioniert und warum sich die Sättel erst einmal “setzen” müssen, beschreibe ich dir jetzt alle Fakten. Dann kannst du schauen, ob so ein Modell auch das Richtige für dich ist, oder ob du doch lieber auf einen Lederbaum oder einen Plastikbaum oder einen Holzbaum setzen willst.

Es ist einfach ein wichtiger Fakt, dass nicht jeder baumlose Sattel auf jedes Pferd passt. Das Modell muss zu der Pferdeanatomie und den Bedingungen rundherum passen und auch ein baumloser Sattel muss angepasst werden.

Zum Beispiel durch den Zwiesel – und auch noch andere Komponenten:

  • Durch die Wahl des Modelles
  • Durch die Wahl des Zwisels
  • Durch die passende Schabracke
  • Durch die Verbundschaumeinlagen in der Schabracke

BArefoot Baumloser Sattel anpassen

BArefoot Baumloser Sattel anpassen

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Was steckt drin im baumlosen von Barefoot

Das Spezialsystem, das im Sattel steckt, hat den knappen Namen „VPS“. Es soll die Wirbelsäule schützen vor dem Druck durch den Reiter. Da stecken mehrere Schichten aus unterschiedlichen Materialien drin: sogenannte Polymere  und Elastomere. Das sind im Grunde Bestandteile, die zur Kunststoffherstellung genutzt werden. Die einen verteilen den Druck – die anderen absorbieren den Druck, der vom Reiter kommt. Das funktioniert ein bisschen wie ein Silikonkissen und Federn. Einmal „sinkt“ der Druck sozusagen ein und wird aufgefangen, einmal wird er abgefedert und kommt nicht beim Pferd an.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Wie ein flexibler Baum

Das ist also so eine Art „Sattelbaum“ – aber eben eine flexible Lösung, die das Pferd nicht einengt. Das erscheint mir logisch. Ganz ehrlich? Das frühere Modell von Barefoot hätte ich nicht genommen. Weil mir schlicht die physiologische Unterstützung des Pferderückens gefehlt hätte. Deswegen würde ich auch nicht einfach irgendeinen Baumlosen Sattel nehmen. Ich mag speziell an den Barefoot Sätteln das VPS-System und die Kombination mit dem Pad. Dadurch habe ich das Gefühl meinem Pferd größtmögliche Freiheit zu bieten bei größtmöglichem Schutz für ihren Rücken. Sie kann sich verändern und wachsen, ohne, dass ein Sattel auf die Schultern drückt. Das ist mir sehr wichtig.

Plus: Die baumlosen Sättel sind natürlich deutlich leichter. So ein Holzbaum und ein Eisenkopfstück, die in Sätteln mit Baum stecken, wiegen nun einmal alleine schon eine ganze Menge. Bedeutet also auch, dass das Pferd insgesamt weniger Gewicht zu tragen hat mit einem baumlosen Sattel.

HIER findest du einen Testbericht einer Pferdephysiotherapeutin zum Thema.

Gesund Reiten – so gehts

Denn mal ganz ehrlich – eigentlich ist der Pferderücken nicht für das Tragen eines Menschen gemacht. Deswegen ist es einerseits wichtig, dass du dein Pferd richtig trainierst und regelmäßig gymnastizierst. So lernt es nach und nach die Hinterhand zu aktivieren, den Rücken aufzuwölben und die Bauchmuskeln zu aktivieren. Damit es dich eben nicht auf seiner Wirbelsäule sondern mit den langen Rückenmuskeln trägt. Die Wirbelsäule ist nämlich nur an ein paar kleinen Knochen zwischen den Schultern und der Pferdehüfte aufgehängt und wird von den Muskeln festgehalten und mitgetragen beim Pferd. Die hängt da also eine ziemlich lange Strecke ziemlich frei.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Da bringt es auch nichts, wenn du vorne „hältst“ und hinten „treibst“, was ja sehr gerne in Reitschulen beigebracht wird. Das tut nur so als ob. Es muss lernen sich selbst zu tragen und mit aktiver Hinterhand zu laufen. Alles andere sieht vielleicht so aus als ob, aber eigentlich verkrampft das Pferd vielleicht sogar die ganze Zeit unter dir, nur um den Druck irgendwie loszuwerden, der da gerade ausgeübt wird.

Damit du ein gesundes Pferd hast, das einen starken Rücken bekommt brauchst du zwei Dinge:

  • Du musst deinem Pferd mit viel Zeit und Geduld zeigen, wie es die Hinterhand aktivieren und losgelassen laufen kann mit Reiter
  • Du musst es deinem Pferd auf einem passenden Sattel zeigen

So – und jetzt kommen wir wieder zum Sattel – wenn der nicht richtig sitzt und keine Bewegungsfreiheit erlaubt, kann das Pferd nicht den Rücken aufwölben, die Bauchmuskeln arbeiten lassen und die Hinterhand aktivieren. Weil es – um es mal radikal zu vereinfachen – vom Sattel eingezwängt wird. Die Muskeln schwinden und das Pferd versucht dem Schmerz zu entgehen, in dem es den Rücken durchdrückt.

ACHTUNG: Die Wirbelsäule muss freiliegen, die Muskeln müssen arbeiten können und das Pferd muss das Gefühl haben sich frei bewegen zu können.

Fragen die du dir stellen kannst, um zu sehen ob dein Pferd ein Sattelproblem hat:

  • Zeigt dein Pferd dir, dass es den Sattel nicht mag? In dem es die Ohren anlegt oder wegtänzelt oder vielleicht sogar in Richtung des Sattels beißt?
  • Hat dein Pferd am Widerrist so eine Art „Loch“? Wie kleine Kuhlen, die sich bilden, weil die Muskeln vom Sattel weggedrückt wurden.
  • Kannst du die Dornfortsätze sehen? Die sollten eigentlich schön unter gut trainierten Rückenmuskeln „versteckt“ liegen
  • Hat dein Pferd einen abgesenkten Rücken? Es drückt ihn wahrscheinlich einfach unter dem schlecht sitzenden Sattel und dem Reitergewicht weg

Das alles will ich vermeiden und habe mich deswegen für die Ausbildung meines jungen Pferdes für einen Barefoot Sattel entschieden. Ich habe Barefoot angeschrieben und gefragt, ob sie mir einen Sattel zum Testen für mein Jungpferd zur Verfügung stellen wollen. Ich habe mich sehr gefreut, als das Team zugestimmt hat. Weil mir das noch mal mehr zeigt, dass sie hinter ihrem Sattel stehen und überzeugt davon sind, dass er funktioniert. Ich werde den Sattel bei meiner Jungstute einsetzen und kritisch testen. Ich werde schreiben, wie ich ihn finde und ob er hält, was er verspricht. Wobei ich keine bösen Überraschungen erwarte, weil mich das System rein inhaltlich erstmal wirklich überzeugt.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Warum der Schwerpunkt schwer zu treffen ist

Ein Vorteil beim Reiten ohne Sattel ist übrigens auch, dass du ein klein wenig weiter vorne sitzt, als bei den meisten Sätteln mit Baum. Warum?

 

Die Sättel sollen zwar eigentlich den Reiter so platzieren, dass er im Schwerpunkt des Pferdes sitzt. Aber das klappt nicht immer bei den Sätteln mit einem festen Baum. Weil sie weiter hinten platziert werden müssen, damit der Holzbaum nicht auf die Schultern drückt.

Schau dich mal unter all den Reitern um:

  • Wer sitzt wirklich im Schwerpunkt?
  • Wer hat wirklich einen Sattel der waagrecht auf dem Pferd liegt?

Sitzt der Reiter aber hinter dem Schwerpunkt, ist das für das Pferd nicht so angenehm. Vielleicht wird es mit der Zeit sogar Verspannungen entwickeln, Muskelprobleme bekommen und irgendwann dann natürlich auch Schmerzen.

Weil Pferde aber keine Schmerzlaute haben, wird es immer wieder auch passieren, dass der Reiter bei einem passiven Pferd keine Rückmeldung bekommt. Es leidet dann still.

Wenn du ohne Sattel reitest, setzt du dich automatisch weiter nach vorne. Das ist dann auch für das Pferd angenehmer, weil es dich einfacher mit ausbalancieren kann. Natürlich ist es auch einfach ein schönes Gefühl so nah am Pferd zu sein. Es erinnert an die Indianerfilme oder den Kinoklassiker Ostwind. Es ist einfach schön zu wissen, dass zwischen dir und dem Pferd nichts ist, was euch stört. Und genau das mag ich auch an der Idee der Baumlosen Sättel.

Der Holzbaum ist fest. Würdest du den Sattel zu weit vorne auflegen, könnte die Pferdeschulter nicht mehr richtig arbeiten, weil sie keinen Platz hätte – durch den Baum. So ein Holzbaum verteilt das Reitergewicht supergut. Aber er muss eben auch perfekt sitzen und sollte dringend sehr regelmäßig überprüft werden. Ich persönlich finde Baumsättel grundsätzlich nicht schlecht, aber kann mir für mich kein unflexibles Modell vorstellen – weil ja auch das Pferd ein flexibles System ist.

Ich habe mit einem Sattler darüber gesprochen, der mir versichert hat, dass so ein Holzbaum immer perfekt passt, wenn er einmal grundsätzlich individuell auf das Pferd angepasst wurde und nur in den Feinheiten verändert werden muss, wenn das Pferd sich verändert. Er war sehr überzeugt davon. Ich finde es nicht 100% logisch, aber natürlich gibt es auch sehr viele Pferde, die zufrieden mit einem Holzbaum laufen.

Ich finde gerade für mein junges Pferd in der Entwicklung einen flexiblem Baum spannend.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Den Baumlosen Sattel kann ich ein klein bisschen weiter vorne satteln, als einen Sattel mit Baum. Weil er ja keinen festen Holzbaum hat, passt er sich den Muskelbewegungen der Schultermuskeln an. Er arbeitet sozusagen mit. Das alles gefällt mir. Vor allem für mein junges Pferd und die ersten Jahre unter dem Sattel. Ich will nicht, dass meine Stute eingeengt wird oder den Sattel mit Druck und Enge verbindet. Ich will, dass sie Muskeln entwickeln kann ohne beengt zu werden. Deswegen habe ich mich für die ersten Jahre für einen Fellsattel in Kombination mit einem baumlosen Sattel entschieden.

So – und warum jetzt Barefoot? Fragst du dich vielleicht. Die Firma hat ausschließlich baumlose Sättel, sie widmen also all ihre Forschung der Weiterentwicklung ihrer baumlosen Sättel. Deswegen haben sie als einzige auch dieses stützende Spezialsystem im Sattel. Das verteilt den Druck und soll damit das Reiten für dein Pferd zu einer gesünderen Sache machen und den Rücken schützen. Das ist mir persönlich am wichtigsten.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Es geht nicht darum ob ein Sattel schick aussieht oder besonders billig oder nobel ist, ob er von einer bestimmten Marke ist oder nicht. Er muss passen, und zwar dem Pferd. Der Vorteil bei den Sätteln von Barefoot ist, dass sie verschiedene Stellschrauben haben, an denen du zusätzlich drehen kannst.

Zwiesel Sattel

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

  • der Zwiesel kann angepasst werden
  • durch das passende Sattelpad kannst du den Sattel auch noch an den Rücken des Pferdes anpassen.
  • Die verschiedenen Modelle sind auf verschiedene Pferde“formen“ und Wünsche des Reiters angepasst.
  • Dann kann der Reiter durch einen Klettverschluss im Sattelinneren die Steigbügelaufhängung so verschieben, wie er es für seinen zentrierten und guten Sitz braucht. Da die feste Stütz-Schicht komplett von vorne nach hinten durch die Sattelmitte geht, ist der Reiter flexibel, wo er die Steigbügel gerne hätte.
  • Gleichzeitig sind die Sättel aber deutlich günstiger als Maßanfertigungen mit Baum, weil sie ja mit wenigen Schritten individuell angepasst werden können.
  • Die Steigbügelaufhängung kann an dich und deinen Reitersitz angepasst werden
  • Du sitzt im Schwerpunkt des Pferdes, weil du den Sattel weiter vorne auflegen kannst – weil er flexibel ist
  • Satteldruck kann nicht entstehen, wenn er richtig angepasst ist, weil der Sattel sich an den Rücken anpasst

Wenn du also einen kleinen Geldbeutel hast oder ein junges Pferd, das sich immer und ständig weiterentwickeln wird, kannst du dir so einen Sattel besorgen, der pferdegerecht ist und deinem Pferd Satteldruck durch einen billigen schlecht sitzenden Sattel erspart.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Die Pferdephysiotherapeutin von Barefoot, Daniela Müller, war bei uns und hat mir genau erklärt, wie ich den Sattel anpassen muss, worauf es ankommt und wieso der Sattel erstmal so merkwürdig aussieht auf dem Pferd.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Jeder Barefoot-Sattel muss sich „setzen“, das System muss sich an den Pferderücken anpassen und der Sattel „eingeritten“ werden. Das bedeutet aber auch, dass er erst einmal sehr wabbelig auf dem Pferderücken sitzt. Das ist für ein erfahrenes Reitpferd kein Problem. Da kannst du dich auf dein Pferd setzen und langsame Runden im Schritt führen lassen und nach ein paar Wochen sitzt der Sattel. Wir haben mehrere Barefootreiter am Stall, die mir das bestätigt haben.

Aber: Da ich ein junges Pferd habe, das den Sattel und Reiter noch nicht gewohnt ist, haben wir beschlossen einen Zwischenschritt einzubauen. Erst einmal reite ich mit dem Ride-on-Pad Physio – das ist das Barebackpad von Barefoot – unsere kurzen Trainingsrunden. Später, wenn das Pferd das Reitergewicht auf dem Rücken gewohnt ist, werden wir dann mit dem Sattel weiterreiten.

Hier – das Ride on Pad Physio (gibt’s hier bei uns im Shop) ist wirklich super – die Unterseite ist Rutschfest, es hat eine gewisse Stütze und die Oberseite ist weich zu sitzen.

Bareback Pad Physio braun BF-BPRP-BRXX

In der Zwischenzeit reite ich den Sattel höchstpersönlich zuhause schon einmal ein. Mit einem Holzpferd. Weil wir ein bisschen verrückt sind, haben wir das Holzpferd selbst gebaut und an den Rücken von Carey angepasst. Wenn der Sattel sich dann gesetzt hat, werde ich Carey damit spazieren führen, damit der Sattel sich durch die Wärme noch ein wenig mehr setzt und anschließend selbst langsame Runden reiten. Ich werde dir aber hier Schritt für Schritt berichten, wie das funktioniert und ob meine Idee so aufgeht, wie ich mir das gedacht habe.

Inklusive wirklich skurriler Fotos von mir im Wohnzimmer auf einem Holzpferd. Ich kann dir nicht versprechen, dass ich nicht vor lauter Lachen vom HolzPferd falle. Das liegt dann aber nicht am Sattel 😉

Frage: Welchen Sattel hast Du und warum? Schreib mir einfach einen Kommentar – ich freue mich auf deine Erfahrungen zum Thema Sattel!

Hier findest du im ersten Teil der Serie mehr Infos zum Reiten ohne Sattel und dem Pferderücken. 

Und es gibt im nächsten Teil der Sattelserie ein Interview mit der Physiotherapeutin und Sattelberaterin, Daniela Müller, von Barefoot. Ich habe kritisch nachgefragt und alles für dich abgefragt, was dir vielleicht auch in den Kopf schießen könnte.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

HIER* findest du noch mehr Lesetipps zum Reiten ohne Sattel*

26 Kommentare zu “Baumloser Sattel: Wie er funktioniert und was er für den Rücken des Pferdes tun kann

  1. Marion sagt:

    Hallo! Auch benötige für mein Jungpferd einen Sattel. Da ich eine junge Kaltblutstute habe und selber auch keine Elfe bin, sagte mir der Sattler, daß es wohl keinen Sattel "von der Stange" für uns geben würde und ein baumloser Sattel garnicht ginge.
    Könntest Du Daniela Müller im Interview für mich fragen, ob auch schwergewichtiger Reiter einen baumlosen Sattel benutzen können?
    Liebe Grüße
    Marion

    • Petra sagt:

      Hallo Marion, da stehst du ja vor der gleichen Frage wie ich – ein Sattel ist ja immer auch eine individuelle Sache. Es gibt auch Sattler mit Jungpferdeprogrammen, aber ich persönlich mag die Idee, dass der Sattel mein Pferd nicht beengt – gerade wenn sie sich so stark weiterentwickelt als junges Pferd. Trotzdem will ich keinen Sattel ohne Stütze. Deswegen der Barefoot – der zwar baumlos ist, aber eben ein Stützsystem hat. Ich habe Daniela flott gefragt, damit du schnell deine Antwort bekommst. Mit dem neuen System ist der Sattel wohl auch für Nicht-Elfen und Kaltblüter geeignet. Sie meinte, dass du ihr gerne über die kostenlose Online-Beratung alle Fragen stellen kannst, die du hast. Dann kann sie dir auch sagen, ob der Barefoot passt und wenn ja welches Modell 🙂 Hier ist der Link: http://barefoot-saddle.com/de/index.php?cl=bf_consultation_contact Liebe Grüße und ich drücke dir die Daumen bei deiner Sattelsuche, Petra

  2. Johanna sagt:

    Hallo Petra,
    vielen Dank für diesen einmaligen Artikel. Ich selbst habe mich für die Ausbildung meiner jungen Stute mit dem Barefoot Sattelsystem auseinander gesetzt, mich dann aber aufgrund von "Expertenmeinungen" dagegen entschieden. Jetzt nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, kann ich mir vorstellen, dass die Überlegung hin zu einem baumlosen Modell doch noch einmal Thema bei uns werden könnte.
    Viele Grüße
    Johanna

    • Petra sagt:

      Hallo Johanna, sehr gerne – ich dachte mir – wenn ich so ewig überlegt und herumgefragt habe, dann geht das anderen vielleicht auch so. Es gibt ja Experten, die ganz gegen baumlose Sättel sind, genau wie es Experten gibt, die komplett gegen Sattel mit Baum sind. Ich glaube, dass beides gut sein kann – je nachdem wie das Pferd ist, der Reiter, die Wünsche und die Möglichkeiten Geld auszugeben. Ein Sattel mit Baum muss aus meiner Sicht wirklich perfektperfekt passen, weil der Baum sonst drücken kann und das kann schmerzhaft werden. Ein Sattel ohne Baum muss wirklich gut sein, damit eine Stütze da ist und nicht einfach nur ein hübsches Stück Leder auf dem Pferderücken sitzt. Deswegen ist meine Wahl dann auf Barefoot gefallen, weil die neuen Modelle eben dieses Stützsystem haben. Noch sitzt er sehr hoch auf meinem Pferdchen – deswegen wird er jetzt erstmal eingeritten. Aber ich kenne Barefoot auch von anderen Stallkollegen und saß selbst auch schon im Barefootsattel und bin sehr zufrieden damit. Am Ende muss es immer zu deinem Pferd und dir passen und ihr müsst euch beide wohlfühlen damit – das ist das wichtigste. Ganz liebe Grüße, Petra

  3. Veronika sagt:

    Hallo Petra,

    ich finde das so super, dass du genau jetzt diesen Artikel bringst! Ich werde Anfang nächsten Jahres meine Stute auch ausbilden und bin demnach gerade mitten in dieser ewigen Sattel-Diskussion.
    Ich schwanke derzeit zwischen einem Barefoot (Barrydale oder Madrid sind meine Favoriten) und dem "Filzsattel" das ist auch ein sehr interessanter Gedanke der dahinter steht finde ich. Und für mich/uns vielleicht noch eher für den Anfang geeignet, da er schon "sattelähnlicher" ist als das Pad (klar Apfel und Birne aber du weißt was ich meine? 😉 ). Später kann man ja dann umsteigen – wie du schon sagtest, es muss sich setzen und Jungpferd… 😉
    Kennst du den Filzsattel? Wenn ja, was meinst du dazu?

    LG

    Veronika

    • Petra sagt:

      Hallo Veronika, da kann ich wirklich mit dir fühlen – am Ende wirst du auch immer jemanden finden, der dir sagt, dass deine Entscheidng falsch ist weil… egal was du entscheidest 😉 So ging es mir als ich angefangen habe über Sättel zu recherchieren und mit verschiedenen Leuten zu reden. Jeder hat es anders gesehen. Deswegen habe ich Wissen gesammelt und dann für mich entschieden, was mir das logischste war. Den Filzsattel habe ich selbst noch nicht genutzt, aber auch viel darüber gelesen und ich finde das er auch ganz gut klingt. Was mir am Barefoot besser gefallen hat ist das Stützsystem das im Sattel integriert ist. Für kurze Runde – also 10-20 Minuten max. nehme ich das Pad – für längeres den Barefoot. Ich habe das Problem mit dem Setzen bei meinem jungen Pferd so gelöst, dass ich mir eine Art Sattelbock aus Holz zimmere, ihn dann so einsitze (das wird sehr lustig aussehen) und ihn dann einer Freundin gebe, die ihn nochmal 2-3 Wochen einreitet – so dass er dann sozusagen schon "gesetzt ist", wenn er auf mein Jungpferd kommt. Den Aufwand betreibe ich einfach, weil es ihre ersten Sattelerfahrungen sein werden und die sollen sich nicht schwammig anfühlen. Bei einem gut ausbalancierten erwachsenen Pferd würde ich mir nicht so viel dabei denken. Ich drücke dir die Daumen, dass du das passende Modell findest und schicke liebe Grüße, PEtra

  4. Ulla sagt:

    Hallo Petra,
    ich bin auch seit einigen Jahren überzeugt vom Baumlosprinzip – ich vergleiche das gerne mit dem Laufen in Holzschuhen versus guter, flexibler Schuhe. Ich war eigentlich überzeugter Anhänger einer anderen Baumlosmarke, für meine junge Kaltblutstute hat aber letztlich auch der Barefoot Sattel als einziger gepaßt. Zwei andere Marken schieden aus weil sie voll auf die Schulter gedrückt haben, meine Stute gibt mir da zum Glück auch immer sehr deutliches Feedback.
    Nach der Online-Beratung bei BF standen mir dann drei Modelle zur Auswahl, ich bin grade noch am Testen welcher es letztlich wird da ich selber schnell Knieprobleme kriege. Pferdchen ist auf jeden Fall hochzufrieden mit dem Barefoot und es ist jedes Mal beim Absatteln wieder eine Freude den tollen, gleichmäßigen Abdruck zu sehen.
    Für mich ist der Baumlossattel eine echte Dauerlösung, nicht nur eine Übergangslösung fürs junge Pferd.
    Liebe Grüße
    Ulla

    • Petra sagt:

      Hallo Ulla, das liest sich super 🙂 Ich bin inhaltlich auch erstmal vollkommen überzeugt davon – langfristig will ich, dass meine Stute entscheidet. Wenn sie zufrieden läuft und auch lange Strecken zufrieden läuft, dann bleiben wir zu 100% dabei. Wenn sie nach längeren Ausritten nicht happy ist würde ich das Modell fahren – Baumlos für Platz, Training und kurze Ausritte – flexibler Baum für Lange Ausritte und Wanderritte. Aber das lasse ich mein Pferd entscheiden. Sie ist nämlich auch eine, die sehr schnell Rückmeldung gibt – was ich toll finde 🙂 Ganz liebe Grüße an euch zwei, Petra

  5. Steffi sagt:

    Hallo Petra,
    finden deinen Bericht spannend. Stand vor einem Jahr vor der selben Wahl, da ich ein damals 4 jährigen angerittenen Quarter und keinen passenden Sattel hatte. Alle Westernsattler wollten mir einen neuen Baumsattel anpassen, was ich bei einem Pferd, dass sich sicher noch mehrfach verändert, unsinnig fand.
    Wir hatten also eine nette Sattlerin da, die Barefoot-, Freemax- und Silverado- Sättel anpasst und verkauft. Mein Favorit war Freemax. Ich durfte direkt alle Marken einmal Probe reiten, bei Freemax sogar beide Lederarten (das macht wohl einen Unterschied bei manchen Pferden).
    Jedenfalls hat mein Pferd mir sehr deutlich gezeigt, welchen er will: Der Silverado. Die Sattlerin hat diesen dann nochmal auf mein Pferd angepasst und wir sind seit Januar nun sehr glücklich damit. Sogar notfalls im Gelände mal ohne Aufstiegshilfe drauf klappt.
    Zum Reiten auf dem Platz nutze ich aber seit einigen Wochen auch fast nur noch das Bareback Pad. Das ist einfach toll 🙂

    • Petra sagt:

      Hallo Steffi, das ist wirklich schwierig – gerade bei so jungen Pferden. Ich denke, dass man da ohnehin viel weniger reitet und so gar nicht überbelasten kann. Wichtig finde ich bei den baumlosen Sätteln, dass es ein wirklich guter mit integrierter Stütze ist. Auch wegen der Steigbügelaufhängung. Und wenn das gewährleistet ist, kann man da auch mit gutem Gewissen aufsteigen, denke ich. Freue mich, dass ihr euren passenden Sattel gefunden habt. Das ist super!! Ganz liebe Grüße an Euch und bis bald, Petra

    • Silvana Spliethoff sagt:

      Hallo, ich habe mit Interesse deinen Beitrag gelesen. Da ich ebenfalls zwischen Barefoot und Silverado schwanke, möchte ich nachfragen, welche Sattlerin die Sättel anpasst. Über eine kurze Mail würde ich mich sehr freuen.
      Liebe Grüße, Silvana Spliethoff

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Silvana, dann drücke ich mal die Daumen, dass Steffi antwortet 🙂 Vielleicht als schnelle Info für dich. Wie es Silverado macht, weiß ich nicht. Barefoot hat entweder die Online-Beratung, wenn du direkt bei der Firma bestellst – oder (was ich besser finde) du dir einen Barefoot-Händler vor Ort suchst, der dir dann bei der Anpassung hilft. Ganz liebe Grüße, Petra

  6. Vanina sagt:

    Hallo Petra,
    Vielen Dank für diesen super Artikel. Ich selbst habe eine junge stute (4j). Als Ich mit dem anreiten anfing habe Ich mich ein bisschen über baumlose sättel informiert. Ich war überzeugt aber in meinem freundeskreis waren alle so extrem dagegen dass Ich mir einen normalen westernsattel kaufte. Nach 6monate reiten passt der sattel nicht mehr. Und so bin Ich wieder aufs thema baumlos gestossen. Deine Artikel über baumlose sättel haben mich überzeugt.in kürze geht’s los, ei

    • Petra sagt:

      Hallo Vanina, Dann sind unsere zwei Stuten ja fast gleich alt. Meine Kleine wird Anfang nächsten Jahres 4 Jahre alt. Deswegen fangen wir auch so langsam an. Ich habe lange gesucht und überlegt, wie ich es machen soll. Die baumlosen Sättel von Barefoot haben mich dan für meine Situation jetzt wirklich überzeugt. Jetzt wird der Sattel noch eingeritten und dann gehts nach dem Winter langsam los, mit den ersten richtigen Reitrunden. Bislang machen wir nur ab und an "Passagier"-Reiten 🙂 Ich drücke dir die Daumen, dass du den passenden baumlosen Sattel für dich findest und schicke euch liebe Grüße, Petra

  7. Luise sagt:

    Hallo, ich fand den Artikel wirklich sehr interessant und schwanke jetzt zwischen dem Freemax und den Barefoot Sätteln.. Ich fand das der Sattel auf deinem Pferd echt hoch aussah und nicht "nah am Pferd" wie man immer hört. Hast du vielleicht Bilder von einem Sattel auf einem Pferd (natürlich mit Pad) der sich schon gesetzt hat?
    Vielen Dank im vorraus!

    • Petra sagt:

      Hallo Luise, das fand ich auch krass – muss ich gestehen. Momentan habe ich leider keine Bilder. Ich bekomme einen schon eingerittenen Sattel für mei Jungpferd zum Start, der sich schon gesetzt hat – das wird aber Sommer. Dann kann ich dir Bilder schicken 😉 Aber ich denke, wenn du bei Google die Bildersuche checkst, dürftest du sicher auch ein realistisches Bild bekommen. Viele liebe Grüße, Petra

  8. Anne sagt:

    Ich bin seit zwei Wochen stolze Besitzerin eines Barefoot Barrydale, den ich mir neu gekauft hab. Unser Knabstrupper ist noch jung und ruhig über eine lange Zeit angeritten. Im Schritt und Trab. Mit einem Startrekk espaniola, mit dem ich bei meinem vorigen Knabstrupper sehr glücklich war. Das Anreiten verlief trotz der vielen Zeit und Geduld auch nicht ohne ein bemerkenswertes Rodeo ab, bei dem der Espaniola nicht viel für mich tun konnte. Zunächst habe ich mich nicht mehr aufs Pferd getraut, weil ich erheblich die Wirbelsäule gestaucht hatte. Dann langsam wieder ohne Sattel, dann wieder mit dem Startrekk espaniola. Schritt für Schritt. Da mein Mann und ich beide nicht ganz leicht sind, wollte ich gern einen Sattel, der auf langen Geländestrecken für unseren jetzt 5 jährigen die bequemere Variante ist, deshalb kam ich auf den Barefoot. Theoretisch hatte mich das Sattelkonzeot überzeugt. Also gekauft, die Schulter ausgemessen mit schablone, gesattelt. Passt perfekt. Beim ersten Aufsteigen sehr weit über das Pferd war es recht sonderbar für mich. Hatte auch nicht die richtige Bügellänge eingestellt, bin einige Runden ohne Bügel geritten. Natürlich auch immer mit dem Gedanken, daß ich das junge Pferd so weit oben aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Aber das Gegenteil war der Fall. Das Pferd lief wunderbar, streckte sich vorwärts abwärts, die Längsbiegung schien ihm leichter zu fallen und wirkte auf beiden Seiten auch harmonischer. Ich klebte am Sattel, durch den noch etwas weiten Abstand, waren auch die Beine weit entfernt. Das Pferd reagiert aber gut af Gewichtshilfen und ggf Druck mit dem Oberschenkel, also war auch das kein Problem. Gestern war ich zwei Stunden im Schritt im Gelände. Normalerweise tut mir bei soviel Schritt reiten alles weh, aber nicht so in diesem Sattel. Im Gegenteil, Zipperlein im Hüftgelenk( Arthrose bin schon 54 ), was ich vorher hatte , war hinterher deutlich besser.. Auch das Pferd konnte ich danach entspannt absatteln und wir sind tatsächlich ringsherum zufrieden. Getestet im Schritt und Trab. Wunderbar. Lediglich für meinem Mann sind die Bügelriemen zu kurz. Aber da finden wir auch noch eine Lösung.

    • Petra sagt:

      Liebe Anne, wie schön, dass ihr den passenden Sattel gefunden habt. Das ist ja wirklich ein kein einfaches Thema. Die Barefoot Sättel sind toll, ich bin auch sehr zufrieden mit dem Konzept. Einzig das thronige am Anfang ist wirklich blöd. Dass man sie so lange einsetzen muss. Aber laut vielen Erfahrungsberichten setzt sich der Sattel nach und nach, so dass du nicht mehr so weit weg bist vom Pferd, wie am Anfang. Ich drücke also die Daumen, dass das bei euch auch so läuft und schicke viele liebe Grüße, Petra

  9. Anja sagt:

    Hallo Petra, ich habe mir für meine RB vor einigen Wochen ebenfalls einen Barefoot (Arizona Nut) geleistet, den ich aber leider aufgrund eines Sturzes bisher noch nicht einreiten könnte. Die Artikelreihe finde ich klasse, aber sie ist ja schon etwas älter. Wie sieht der Sattel denn zwischenzeitlich aus und wie ist Dein Fazit? Über eine Antwort würde ich mich freuen. LG Anja

  10. Melanie sagt:

    Hallo Petra,
    Dein Beitrag zum Thema Barefoot Sattel ist nun ca. 2 Jahre alt. Könntest du nochmal einen Beitrag zu deinem Fazit verfassen?
    Ich habe mir einen Barrydale gekauft und bin derzeit unglücklich damit. Mein Jungpferd ist sehr schmal gebaut und gerade auch eher dünn. Jedoch hat er einen normal langen Rücken und einen guten Wiederrist, jedoch rutscht der Sattel beim reiten nach hinten und sorgt somit dafür das ich schmerzhaft im lendeenwirbelbereich sitze. Hattest du diese Probleme auch bevor sich der Sattel gesetzt hat?
    Ich überlege schon einfach mal das physiopad weg zu lassen um näher am Pferd zu sitzen und dem Sattel mehr halt zu geben.
    Was hälst du davon?

    • Petra sagt:

      Hallo Melanie, tatsächlich kann ich noch keinen richtigen Erfahrungsbericht schreiben. Ab und an habe ich ihn genutzt und fand ihn super. Aber da ich vor dem Einreiten nochmal die Osteopathin zum Check-Up geholt hatte (meine Stute war damals 3,5) und sie ihre Knochen noch zu "jung" fand und ich nach all meiner Recherche vor dem STart dann doch beschlossen habe, dass ich frühestens mit 4,5 – 5 anfangen will (diesen Sommer) – kann ich dir erst dann etwas verlässliches schreiben. Ich würde das mit dem Physiopad auf jeden Fall versuchen. Vielleicht ist der Barrydale auch nicht das richtige Modell für euch? Wer hat dich denn beraten? Die Sättel sind ja auch ein bisschen unterschiedliche für unterschiedliche Pferdetypen gemacht. Viele liebe Grüße, Petra

  11. Kati sagt:

    Hey Melanie,
    zum einreiten vom Baumlosen Sattel gibt es auch einen separaten Beitrag… Zu dem "nach hinten rutschen" – mein neuer Cheyenne hat das die ersten ca. 5 Ausritte auch sehr deutlich gemacht, mittlerweile geht es; habe ihn zeitweise einfach 3cm weiter vorne aufgelegt, da rutschte er dann nach wenigen Minuten in die richtige Position und blieb da. Welche Polsterung hast du denn zusätzlich drin (wenn keine dann versuch´s mal mit der Fotoberatung von Barefoot)? und mit Physiopad weglassen meinst du hoffentlich auf das Spezialpad wechseln..? Wenn das alles nichts hilft wäre vielleicht ein Vorderzeug sinnvoll.

  12. Lena sagt:

    Hallo Petra,

    auch mich würde interessieren, wie sich die Sattelsituation jetzt gestaltet hat? 😉

    Wir sind nach langem Hin und Her bei einem Trekker Pro Endurance gelandet. Sattlerin hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und die Augen verdreht, als ich damit ankam. Damit würde ich dem Pferd ganz sicher den Rücken kaputt machen, er hat ja eh schon so gut wie keine Muskulatur, bla bla bla. Einen Atemzug später meinte sie, als Übergangslösung wäre es akzeptabel, da würde schon nichts schiefgehen. Da war für mich klar: diese Dame sieht mein Pferd nicht mehr – und habe das Pferd entscheiden lassen. Seit wir den Trekker nutzen, können wir endlich ohne Krampf reiten! Der Ponymann läuft locker und entspannt, seine Bewegungen sind geschmeidiger und es gibt keine Hampelei beim satteln. Ich selber sitze viel entspannter, selbst den Trab aussitzen ist gar kein Problem mehr mittlerweile, früher war es ein einziger Krampf. Die Abdrücke nach dem reiten sind schön gleichmäßig und die Muskulatur kommt zurück. Endlich! Auch lange Geländeritte sind kein Problem mehr. Wo früher der Popo wehgetan hat, ists jetzt schön gemütlich und man fühlt das Muskelspiel des Pferdes durch den ganzen Körper. So macht reiten Spaß!

    • Petra sagt:

      Hallo Lena, also noch kann ich dir keine konkreten Erfahrungen nennen. Da die Osteopathin Carey noch etwas "jung" in der Knochenstruktur fand, haben wir das Einreiten um ein Jahr verschoben. Ich fange also diesen Sommer an. Dann aber mit dem Barefoot und dann kann ich dir auch einen Bericht über die häufigere Anwendung geben 🙂 Viele liebe Grüße, Petra

  13. Lisa Zwirchmayr sagt:

    Mit großer Freude habe ich die Artikelreihe zum Thema Baumlos und Barefoot mitverfolgt.
    Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen mit den Sattelmodellen von Barefoot gemacht.
    Im Sommer habe ich mir eine Haflingerstute gekauft und schnell war mir klar, dass wir bei ihrer Anatomie und Sattellage schnell bei einem Maßsattel um mehrere 1000 Euro landen würden. Mit dem Barefoot habe ich auch schon früher Erfahrungen gesammelt, weswegen dies für mich eine gute Alternative darstellte. Prompt waren die meisten Einsteller in meinem Stall von dem System überzeugt und ein Barefootsattler kam zu uns in den Stall und stellte uns verschiedene Modelle vor. Meine Stute bekam das Modell Madrid, da dieser bei rundrippigen Pferden besonders stabil liegen soll. Mein Pferd geht total locker und zufrieden unter dem Sattel, für mich war keine große Umgewöhnung notwendig, da ich Barefootsättel ja früher schon geritten hatte. Auch alle Einsteller in meinen Stall sind begeistert von dem Prinzip und den locker schwingenden Pferderücken. Natürlich benötigten einige von ihnen eine Eingewöhnungsphase, da der Sitz doch anders ist als in einem Baumsattel. Auch meine Pferdetrainerin und Reitlehrerin ist begeistert von unseren Sätteln. Meine Schwester legte das letzte Mal doch nochmal den Baumsattel auf und meinte dann nur "nie wieder"!
    Im Sommer werde ich den Sattel auf einer langen Wanderreittour über 7 Tage und täglich 6-7 Stunden Gehzeit testen – ich bin schon gespannt, inwiefern er mich dabei überraschen wird.
    Das Konzept macht für mich Sinn und ist vorallem bei Pferden mit schwierigen Sattellagen eine gute Alternative, um einen passenden Sattel zu finden.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Lisa, spannend und ich freue mich zu hören, dass du auch so gute Erfahrungen damit gemacht hast bisher. Du musst unbedingt schreiben, wie der Sattel den Wanderritt mitmacht und vor allem, wie es deinem Pferd damit geht. Denn das ist DER Punkt an dem ich skeptisch bin. Ich denke, dass bei langen Ritt ein flexibler Baum doch mehr Sinn macht. Aber das ist jetzt ein Bauchgefühl. Wer weiß, was du berichtest. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig. Liebe Grüße, Petra

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