Es ist falsch etwas vorzutäuschen. Es ist falsch zu tricksen und nur so zu tun als ob. Ehrlich zu sein ist wichtig. Auch zu sich selbst. Richtig?

Bist du ehrlich zu dir und deinem Pferd?

Warum ich dich das frage? Das hat etwas mit Pferden zu tun, mit feinem Reiten und mit Dressur. Nur wenn du ehrlich zu dir bist, wenn du bereit dazu bist an dir und mit deinem Pferd zu arbeiten, wirst du langfristig ein gesundes und zufriedenes Pferd haben. Nur so zu tun als ob man gut reiten kann, oder nur so zu tun als ob das Pferd versammelt und schwungvoll läuft ist falsch. 

Anja Beran auf PRE-Hengst Ofendido
Anja Beran auf PRE-Hengst Ofendido

Sobald wir uns aber auf den Pferderücken setzen wollen, ist es wichtig, dem Pferd dabei zu helfen uns auch tragen zu können. Wie kannst du deinem Pferd dabei helfen dich gesund zu tragen? In dem du es so trainierst, dass es die richtigen Muskeln entwickelt.

Stell dir vor, du musst einen Rucksack aufheben und tragen. Wenn du dich bückst und ihn aufhebst, irgendwie auf deinen Rücken wuchtest und dann da oben herumschlackern lässt, wird er langfristig unter Umständen für Rückenprobleme sorgen. Je nach Statur deines Rückens. Wenn du ihn aber aus den Knien hochhebst, festschnallst und dir einen ergonomisch guten Rucksack kaufst und außerdem regelmäßig Rückentraining machst, wird dein Rücken den Rucksack ziemlich gut wegstecken können. 

Bei Pferden ist es nicht viel anders. Sie müssen die passenden Muskeln erst einmal entwickeln, um uns gesund tragen zu können. Dabei kann dir unter anderem die Dressur weiterhelfen. Weil bei Pferden auch die Details zählen, habe ich für dich eine Expertin für Dressur interviewt. Und dabei unter anderem die Piaffe für mich entdeckt.

 Anja Beran auf PRE-Hengst Ofendido
Anja Beran auf PRE-Hengst Ofendido

Bevor ich dir aber verrate, wie du dein Pferd gesund reiten und richtig gymnastizieren kannst, will ich dir eine Geschichte erzählen.

Vor kurzem habe ich ein junges Mädchen mit ihrem Pferd getroffen

Sie war sehr liebevoll im Umgang mit ihrer Stute. Man hat ihr angemerkt, dass sie ihr Pferd liebt und nur das Beste für die Stute will. Trotzdem hat sie beim Satteln wie selbstverständlich den Ausbinder genommen und mit der Zäumung verschnallt. Als ich sie gefragt habe, warum sie das macht, sagte das Mädchen: „Das hat man mir so beigebracht.“

„Die Stute will den Kopf nicht richtig senken beim Reiten. Sie drückt den Rücken dann immer so durch.“

Und der Kopf müsse ja schließlich runter, damit das Pferd rückenschonend laufen könne. Sagte das junge Mädchen noch. Sie ist nicht alleine mit dieser Meinung. Leider. Sie meinte es auch nicht böse. Sie hat es so gelernt. Vermutlich kann sie das Pferd so auch reiten. Irgendwie. Das Pferd wird vielleicht auch machen was sie will. Irgendwie. Aber das Pferd wird nichts daraus lernen.

So bitte nicht!

Ausbinder, nein danke!

Sperrriemen Fies

Es wird sich weder versammeln, noch die richtigen Muskeln entwickeln, um den Reiter gesund tragen zu können.

Im Gegenteil: Es wird sich vielleicht noch mehr verspannen.

Es ist schlicht und einfach falsch, das Pferd mit Hilfsmitteln in Positionen zu zwingen, die so tun als ob…

  • Als ob es versammelt wäre…
  • Als ob es zufrieden laufen würde…
  • Als ob es Hilfen annehmen und erkennen könne…
  • Als ob es gesund den Reiter tragen könne…

Das Ergebnis dieser falsch verstandenen Hilfsmittel und Hilfen ist eigentlich immer ein Pferd, das voraussichtlich krank wird. Seelisch und Körperlich.

Pferde werden viel zu oft eingerollt, ausgebunden und zurechtgezurrt. Sie werden immer wieder vorne festgehalten und hinten angetrieben. Sie werden mit Hilfsmitteln und Hilfszügeln so zurechtgebogen, dass der Reiter auf ihrem Rücken sich zumindest einreden kann, dass sein Pferd versammelt laufen würde.

Ein Buchtipp zu diesem Thema ist auch das neue Buch von Anja Beran – da dreht sich alles um den guten Reitersitz und wie du damit deinem Pferd bei der Versammlung helfen kannst*

Noch ein sehr guter Buchtipp zu dem Thema ist von Heuschmann „Finger in die Wunde“. Ich habe es verschlungen und viel dabei über die Pferdeanatomie und korrektes Reiten gelernt:*

So zu tun als ob…

…geht vielleicht schneller und ist leichter, als das Pferd über Jahre auszubilden, zu gymnastizieren und ständig an sich arbeiten zu müssen.

Aber am Ende tust du nur so als ob, wenn du dich für diesen Weg entscheidest. Willst du das?

Du bekommst vermutlich nie das Geschenk der Leichtigkeit. Das Geschenk der echten Versammlung und Aufrichtung. Oder das Geschenk eines gesunden und zufriedenen Reitpferdes. Wenn du nicht an dir und mit deinem Pferd an eurer Balance arbeitest.

Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Tulipan Palma
Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Tulipan Palma

Natürlich gibt es auch die Freizeitpferde, die zufrieden und entspannt alt werden. Und natürlich besteht das Reiterleben aus mehr als nur aus den Farben Schwarz und Weiß. Es gibt auch nicht den einen Königsweg.

Aber ich glaube, dass die Dressur und damit die Gymnastizierung des Pferdes eines der wichtigen Hilfsmittel in der Reiterei ist, um dein Pferd gesund zu erhalten. Wenn man es richtig macht.

„In der Reiterei muss sich einiges ändern“

…sagt Anja Beran. Sie hat Recht! Punkt.

Warum Anja Beran dieser Meinung ist, erklärt sie gleich. Im Interview. Die Pferdetrainerin hat bei den großen Meistern der klassischen Reitweise gelernt. Sie lebt und arbeitet für die klassische Reitkunst. Menschen aus der ganzen Welt bringen ihre Pferde zu ihr ins Training.

Es läuft viel Falsch in der Reiterei. Das stimmt. Aber es gibt auch wunderbare Trainer und Reiter, die sich Wissen anlesen und ihr Pferd pferdegerecht trainieren und halten. Es müssen nur noch viel mehr werden.

Wir müssen von Reitern wieder zu Pferdemenschen werden!

Wissen und Grundlagen müssen eine größere Bedeutung bekommen bei der Ausbildung der Pferde und Reiter. Und die Dressur kann ein Baustein auf dem Weg dorthin sein. Ich meine damit nicht nur im Sattel, sondern auch von Boden aus.

Im Interview erklärt Anja Beran, warum die Dressur ihr wichtigstes Hilfsmittel auf dem Weg zu gelassenen und ausbalancierten Reitpferden ist.

Dressurprofi Anja Beran erklärt im Interview die Eckpfeiler der klassischen Reitkunst, wie die Dressur dir und deinem Pferd zu mehr Balance und Leichtigkeit verhelfen kann. Und warum es falsch ist, jedes Pferd gleich zu trainieren.

Pferdeflüsterei: Wo ist der Unterschied zwischen der klassischen Reitkunst und der akademischen Reitweise – beide beziehen sich auf die alten Meister und die Gymnastizierung und die Dressur?

Anja Beran: Es gibt keine akademische Reitkunst, es gibt auch kein englisches Reiten. Es gibt nur klassisches Reiten, ganz einfach. Was brauchen wir ein Brimborium? Es ist alles aufgeschrieben und gesagt. Klassisches Reiten ist klar definiert. Dafür braucht man keinen anderen Namen und keinen Untertitel. Klassisches Reiten orientiert sich an der Natur des Pferdes. Es sorgt dafür, dass das Pferd körperlich und psychisch ins Gleichgewicht kommt. Wir versuchen klassisch zu reiten, um für das Pferd das Beste herauszuholen. Wir als Reiter müssen versuchen die Grundsätze zu verstehen und in die Tat umzusetzen.

Anja Beran auf PRE-Hengst Ofendido
Anja Beran auf PRE-Hengst Ofendido

Pferdeflüsterei: Was sind die Eckpfeiler der klassischen Reitkunst?

Anja Beran: Das orientiert sich immer an der Natur des Pferdes. Es geht also nicht um einen Kopfstand oder andere unnatürliche Spielereien (lacht), sondern nur um natürliche Bewegungsabläufe. Dann sollte alles im Pferdetraining einen gymnastischen Effekt haben. Eine Piaffe oder der spanische Schritt hat einen Sinn. Außerdem spielt der Faktor Zeit eine große Rolle. Ich muss mich nach dem Körper und dem Kopf des Pferdes richten. Das ist übrigens auch klassisch. Man muss versuchen so mit dem Pferd zu arbeiten, wie es dem individuellen Pferd entspricht. Man muss sich nach dem Pferd richten und schauen, was es braucht.

Buchtipp:*

Pferdeflüsterei: Gibt es einen „klassischen“ Werkzeugkoffer?

Anja Beran: Es gibt für jedes Pferd eine klassische Grundausbildung. Es sollte bei jedem Pferd immer erst einmal um das „Vorwärts“ gehen. Damit meine ich, dass wir die Fortbewegung bestimmen und drosseln können. Erst mit Longierpeitsche und Stimme, dann mit den Schenkeln. Gleichzeitig müssen wir das „Aufnehmen“ trainieren. Erst mit Stimme und Kappzaum, später mit einem Gebiss. Das ist die Basis.

Egal, um welche Rasse oder Reitweise es geht. Egal ob es ein Quarter Horse ist, ein Isländer oder Springpferd. Das ist die solide Basis, die jedes Pferd braucht. Darüber hinaus muss ich versuchen den Pferdekörper ins Gleichgewicht zu bringen und mobil zu machen. Dann kann ich das Pferd für die Aufgabe spezialisieren. Sei es beim Westernreiten oder beim Springreiten. Das ist am Ende egal. Es braucht aber erst einmal eine klassische Grundausbildung, damit sein Körper überhaupt mit mir da oben zurechtkommt. Es muss lernen seinen Körper bestmöglich und gesund einzusetzen.

Pferdeflüsterei: Deswegen wird die Gymnastizierung bei der klassischen Reitkunst auch an das Pferd angepasst in der Ausbildung?

Anja Beran: Das ist ja eigentlich eine ganz logische Vorgehensweise, aber es passiert zu wenig. Alle trainieren „Schulter herein links“ und „Schulter herein rechts“. Wofür denn bitte? Das bringt doch gar nichts. Ich erzähle Ihnen ein Beispiel: Ich gehe seit 5 Jahren zu einer Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Tanz. Ich mache vorher eine halbe Stunde Gymnastikprogramm, das komplett auf mich zugeschnitten ist. Danach üben wir einen Tanz. Dann wollte eine meiner Trainerinnen auch zur Gymnastik und wir haben meine Tanzlehrerin gefragt, ob wir zusammen kommen können. Sie hat mich nur angesehen und mir gesagt, dass das ausgeschlossen ist. Warum? Weil die halbe Stunde Gymnastik meiner Co-Trainerin vor dem Tanz absolut konträr wäre zu meinen Gymnastikübungen. Auch wenn wir am Ende denselben Tanz machen. So ist es auch mit den Pferden. Am Ende kann jedes Pferd Piaffe, Passage und Wechsel. Aber der Weg dorthin geht über die körperlichen Möglichkeiten und Schwierigkeiten, das Gleichgewicht und den Kopf. Das ist klassisch: Schau, was das Pferd braucht und trainiere dann individuell.

Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toscana
Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toscana

Pferdeflüsterei: Erst einmal müssen also in der Pferdeausbildung und im Pferdetraining die Defizite verstärkt mittrainiert werden?

Anja Beran: Es ist relativ einfach. Ganz am Anfang steht zum Beispiel das Vorwärts: Ein stumpfes Pferd muss man sensibilisieren und bei ihm die Freude am Vorwärts wecken. Ein Pferd das sehr viel rennen will, muss sich beruhigen und drosseln. Das heiße Pferd wird also beruhigt und das stumpfe Pferd aktiviert. Am Ende haben sie dann das gleiche Niveau. Danach geht es weiter mit dem körperlichen Training, denn der eine hat hinten Rechts einen Mangel, der andere hängt vielleicht ein bisschen auf der linken Schulter. Daran passen wir die Übungen an. Wir trainieren also alle Übungen mit den Pferden, je nach Pferd trainieren wir dann bestimmte Übungen mehr. Dafür die anderen etwas weniger. Zum Schluss kann ich dann alle Pferde rechts und links gleich gut biegen.

Ich kann aber zum Beispiel nicht mit einem 4- oder 5-jährigen beide Traversalen von Anfang an gleich viel trainieren. Das ist ja stupide, denn so wird das Pferd nicht gerade. Egal, wohin sie gehen, ob Turnier oder Pferdeverkauf, überall werden die Pferde gleich geritten. Erst gehen die Reiter Schritt am langen Zügel mit ihrem Pferd, dann wird angetrabt und dann werden die Pferde auf beiden Händen gleich viel gebogen. Als ob alle Pferde den gleichen Körper oder die gleiche Mentalität hätten. Das geht so nicht. Aber das, was ich hier erzähle, ist gar nichts besonderes.

Zum Beispiel Udo Bürger hat geschrieben: „Erst kommt die Analyse und Diagnose und dann kann ich anfangen zu arbeiten.“ Die Mühe macht sich heute niemand mehr und das ist das Problem.

Hier kannst es nachlesen:*

Pferdeflüsterei: Woran liegt es? Braucht es ein einfaches System? Wollen die Menschen zu schnell zu viel?

Anja Beran: Das ist relativ einfach. Man hatte eine sehr solide und sehr fundierte gute Pferdeausbildung am Hof. Später brauchte man dann sehr schnell viele Pferde für das Militär. Man hat versucht die Soldaten und die Pferde zusammenzubringen und man brauchte schnelle Erfolge und Sicherheit. Die Soldaten mussten rauf aufs Pferd und sofort loslegen können. Schritt. Trab Trab Trab. Dann Galopp. Zack einen Sprung machen, dann Wenden und Bremsen. Natürlich hatten sie Kontakt mit beiden Händen, weil die Sache steuerbar sein musste. Das nannte man Kampagneschule.

Das ging relativ leicht und schnell, die Jungs hatten die Pferde unter Kontrolle und man konnte losziehen. Aus den vielen Pferden und Reitern hat man sich dann zwar in Hannover in der Kavallerieschule diejenigen herausgesucht, die talentiert erschienen und bis zur hohen Schule gefördert. Die heutige Turnierreiterei ist aber aus der Kampagneschule entstanden und nicht aus der hohen Schule. Die Turniere sind eingeführt worden, um zu überprüfen, ob die Soldaten ihr Pferd kontrollieren können. Am Anfang gehörten Schritt, Trab und Galopp zu den Prüfungen. Die Soldaten mussten die Tritte und Sprünge verlängern, denn man wollte sehen, ob sich das Pferd im Trab beschleunigen lässt ohne gleich in den Galopp zu fallen. Fliegende Wechsel wurden auch verlangt. Dann mussten sie fünf Hindernisse springen können, unter anderem über ein rollendes Fass. Das war dann ein Dressurwettbewerb. Später wurden die Ansprüche gesteigert, bis hin zu Piaffe und Passage. Die Mentalität war aber eine andere. Es wurde nicht die tänzerische Leichtigkeit geschult, sondern stramme Anlehnung sowie korrektes Reiten am Punkt wurden gefordert und der Gehorsam wurde überprüft. Das war das Problem. Denn der Kampagnereiter sollte jetzt auf einem Kampagnepferd hohe Schule reiten.

Das Ergebnis haben wir jetzt. Vorne hält einer, hinten treibt einer und dann denkt man, so geht Piaffe. Dann legt man im Trab zu, mit der Hand hält man gegen und mit dem Sporen sticht man und dann kommt so etwas wie Passage dabei raus. Die klassische Reitkunst ging verloren*

Pferdeflüsterei: Okay, fassen wir zusammen. Es läuft viel schief. Das unterschreibe ich sofort. Aber wenn wir etwas ändern sollen, müssen wir ja auch wissen, was. Gibt es eine Richtung, in die wir aus ihrer Sicht gehen sollten mit der Reiterei?

Anja Beran: Man muss sich ständig hinterfragen. Wir haben hier über 40 Pferde, ich bin von morgens 7 Uhr bis Abends 20 Uhr in der Reithalle und es begegnet mir trotzdem immer wieder etwas Neues mit jedem neuen Pferd. Man muss bei jedem Pferd individuell sehen, wie es sich entwickelt.

Dann kommt das nächste: Wie sitzen denn die Reiter auf ihrem Pferd? Wenn ein Reiter schief sitzt, gibt er wiederum Fehler an das Pferd weiter. Egal, was wir vorher mit dem Pferd trainiert haben. Es ist wahnsinnig schwierig und man muss sich selbst jeden Tag wieder neu schulen, Haltung annehmen, sich überprüfen, immer wieder hinterfragen. Natürlich müssen Sie auch herausfinden, was mit dem Pferd los ist und darauf das Training abstimmen. So ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht.

Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toscana
Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toscana

Pferdeflüsterei: Vielleicht ist das Rezept dann eher: Mach ganz viel Sitzschulung. Such dir einen professionellen Trainer, der nach dir und deinem Pferd schaut und gymnastiziere dein Pferd regelmäßig?

Anja Beran: Genau. Aber einen guten Trainer zu finden ist schwer. Vor kurzem war zum Beispiel eine Frau bei uns. Sie war höchstmotiviert, aber das Pferd wollte nicht vorwärts gehen. Warum? Sie hing ganz weit hinten im Sattel und der Sattel passte nicht richtig. Ich habe ihr als erstes gesagt: Wenn Sie so hinten drin sitzen, wird das nichts. Sie war bei einigen Reitlehrern vorher und keiner hat ihr das gesagt. Das muss ein guter Trainer sofort sehen. Es gibt Weltklassereiter, die mit dem Oberkörper stark hinter der Senkrechten sitzen. Das sehen andere Reiter und denken: „Wow, Weltklassepferd und Weltklassereiter!“ und machen es auch so. Wenn derjenige dann auch noch gute Noten bekommt, machen es garantiert alle nach. Daran muss sich etwas ändern.

Pferdeflüsterei: Da können wir erst einmal alle an uns selbst arbeiten und mit gutem Beispiel vorangehen. Was ist denn ein guter Weg?

Anja Beran: So frustrierend das ist, muss ich Ihnen erst einmal sagen, dass es nicht schnell und leicht geht. Es gibt auch kein Patentrezept. Man muss symmetrisch sein, denn alles andere schadet den Pferden sonst ungemein. Man sollte versuchen das Pferd zu analysieren. Ist es sehr auf der Vorhand? Hat es die Kruppe eher links oder rechts oder hängt es mehr auf einem Vorderbein? Dementsprechend gibt es Übungen, die man vermehrt anwenden kann, wie Schulter herein oder Travers. Dann gehören die Übergänge zu den wichtigen regelmäßigen Übungen oder das Rückwärts richten. Es gibt viele Bausteine, die man kennen sollte und dann je nach Pferd anwenden muss. Man darf auch die Momente nicht verpassen, in denen sich das Pferd strecken muss, eine Pause braucht oder einen flotten Galopp. Im Grunde kann ich nur sagen: Die Reiter müssen bitte mehr auf ihr Pferd hören und mehr an sich arbeiten. Wenn es geht, sollte man auch mal dort zuschauen, wo gut geritten wird und sich keine schlechten Beispiele ansehen. Damit man positive Bilder im Kopf hat.

Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toscana
Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toscana in der gestreckten Passage

Hier kommst du zum ersten Teil der Serie über die klassische Dressur: DIE VIERTEL-PIAFFE! WARUM SIE AUCH FÜR DICH UND DEIN PFERD WICHTIG IST

Den zweiten Teil des Interview findest du HIER – Anja Beran redet Klartext über Hilfsmittel und die deutsche Reiterei und sie gibt Tipps, wie man Versammlung richtig erkennt

Frage: Wie siehst du die Dressur? Superwichtig oder alles Quatsch? Machst du vielleicht schon zu Hause mit deinem Pferd Dressurübungen und wenn ja welche?

BUCHTIPP: Das neue Buch von Anja Beran – da dreht sich alles um den guten Reitersitz und wie du damit dein Pferd GESÜNDER reiten kannst*

Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

12 Kommentare zu “Richtig Dressur: Warum sie ein wichtiges Hilfsmittel für dein Pferd ist

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    wieder ein sehr schöner Artikel und was Frau Beran sagt, kann ich für mich nur bestätigen.
    Ich komme ursprünglich aus der Turnierreiterei und was ich dort selber gemacht habe und auch immer wieder erlebt habe, macht mich heute traurig. Einmal habe ich diese Besessenheit vom Pferdekopf gelernt und mit allen Mitteln (wie das Mädchen von dem du schreibst leider auch mit Hilfszügeln) versucht diesen in die „richtige“ Position zu bringen. Heute gehe ich hier anders vor. Der Pferdekopf ist für mich zweitrangig. Mir geht es bei den Dressurlektionen mittlerweile mehr um die Hinterhand und auf die lege ich auch meinen Fokus. Die richige Kopf- und Halshaltung kommt dann meist ganz von alleine. Andersrum funktioniert es nicht. Wenn ich den Kopf runtergezogen habe, kommt die Hinterhand meiner Erfahrung nach nicht von alleine.
    Was ich auch wichtig finde, ist das Gefühl bei der Dressur. Die Lektionen machen das Pferd groß, stark und stolz. Die meisten Dressurlektionen sind Lektionen aus dem Imponiergehabe der Pferde und dieses Gefühl was die Pferde haben, wenn sie die Lektionen ganz natürlich auf der Weide ausführen, diesen Stolz versuche ich den Pferden zu vermitteln. Dann macht es auch den Pferden und mir Spaß.
    Früher bin ich ganz oft im Dressurviereck geritten und habe Lektionen abgespult. Ehrlich gesagt hat mir das keinen Spaß gemacht. Heute entwickle ich das meiste aus dem gemeinsamen Spiel mit meiner Reitbeteiligung und hier ist es eine ganz andere Stimmung. Es geht mir nicht mehr darum Prüfungsfolgen abzureiten, sondern es entwickelt sich zwischen uns einfach eine Art Spiel in dem mir meine Reitbeteiligung zeigen will, wie groß und stark er ist und an Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Stolz durch die Lektionen gewinnt. Ich finde dieses Gefühl kommt ganz oft einfach zu kurz vor lauter stumpfen Lektionen reiten.
    Mit meinem Pony fange ich nun so langsam an auch etwas Gymnastik von ihm zu fordern. Noch viel im Stand, da er so leichter eine Ahnung davon bekommt, was ich überhaupt von ihm will. Aber auch das baue ich spielerisch auf und merke, dass er viel Spaß dabei hat, weil er sich danach besser fühlt.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, das ist auch ein schöner Punkt, den du da ansprichst. Der Stolz. Ich liebe diesen Ausdruck bei den Pferden. Auch bei manchem „Anti Schreck Training“ – wenn sie dann von selbst durch die Aufgabe und Gespenster durchgegangen sind – der Stolz in den Augen und in der Haltung ist wunderbar. Dass Dressur auch diese Wirkung haben kann, finde ich toll. Ich werde das dann bei meiner Jungstute auch beobachten und dir berichten 🙂 Ganz liebe Grüße an dich und deine Mini-Herde – speziell natürlich an dein Pony, Petra

  2. Maren sagt:

    Sehr schöner Artikel!
    Ich bilde meine 7 – jährige Quarter Horse Stute als Ranchpferd aus; versuche immer, Anregungen aus der Altkalifornischen und auch der Klassischen Reitweise mit ins Training einfließen zu lassen. Meine Erfahrung damit ist, dass die verbesserte Rittigkeit durch die Gymnastizierung sich vor allem auch bei der Arbeit am Rind zeigt. Meine Süße ist wendiger und reaktinosschneller geworden, sie kann ihren angeborenen Cowsense jetzt voll nutzen und ich hoffe, dass sie noch lange gesund und fit bleibt und wir noch viel Spaß zusammen haben!

    • Petra sagt:

      Ich habe auch schon öfters gedacht, dass die Unterschiede bei den ganz alten Meistern gar nicht so groß sind. Es geht am ende immer um eine geduldige Ausbildung ohne Zeitdruck, um balancierte Pferde, die ihren Körper kennen und wendig sind und es geht um Gesundheit. Deswegen mag ich diese ganzen Ansätze so sehr. Ich drücke euch auch die Daumen, dass ihr noch ganz lange und gesund Kühe jagen und Spaß miteinander haben könnt. Ein schönes Bild 🙂 Alles Liebe, Petra

  3. Saskia von PferdeSpiegel sagt:

    Liebe Petra,

    vielen Dank für den ersten Teil des Interviews…sehr interessant. Vielleicht ein wenig negativ, aber ich gehe auch nicht auf Turniere und bin in keinen Ställen unterwegs, in denen vorne geriegelt und hinten getrieben wird.

    Da mich Wingardio hoffentlich noch viele viele Jahre gesund und freudig durch den Wald tragen soll, wird er natürlich eine solide Dressurausbildung bekommen, aber dafür muss er erstmal die Reiterhilfen verstehen und von mir und meinem Trainer erklärt bekommen und das braucht Zeit und viel Geduld. Währenddessen darf er mich aber trotzdem schon mal durch den Wald tragen. Am Schwierigsten finde ich nämlich, dem Pferd verständlich zu machen, dass er die Dressur braucht. Das ist ja so wie in die Schule gehen. Bildung brauchen wir, aber gerne sind wir da auch nicht immer hin gegangen :). Wie Miriam schrieb, versuche ich auch immer mal wieder spielerich Lektionen aus ihm rauszukitzeln. Die Pferde können das ja schließlich alle von Natur aus schon.

    Ich freue micha uf den nächsten Teil! 🙂 Liebe Grüße, Saskia

    • Petra sagt:

      Hi Saskia, leider ist das die Realität in vielen Ställen. Ich habe auch das Glück, dass ich in einem tollen Stall gelandet bin und ich bin auch nicht auf Turnieren unterwegs. Aber da ist schon sehr viel im Argen an vielen Ecken. Ich finde gut, dass man darüber spricht, damit die Menschen aufmerksam werden, lernen, dass das nicht normal ist und bei sich selbst etwas ändern können 🙂

      Du hast absolut Recht, dass man – gerade bei einem Jungpferd – erst einmal alles zeigen und spielerisch erarbeiten muss. Aber dein Wingardio trägt dich vermutlich nicht lange und an 7 Tagen pro Woche durch den Wald – passend zu seinem Alter, seinen Muskeln und seiner Erfahrung als Reitpferd. Es ist wie ein Kreislauf. Umso mehr ihr trainiert, umso mehr er versteht, wie er dich gesund tragen kann, umso mehr kannst du dich auf seinen Rücken setzen, umso trainierter wird er werden usw. Alles fängt immer klein an und viel am Boden. So wird es auch bei meiner Jungstute sein. Es macht ja auch Spaß sich das gemeinsan zu erarbeiten, darauf freue ich mich jetzt schon wahnsinnig. Auf jeden Fall ganz liebe Grüße an dich und Wingardio, Petra

  4. Saskia sagt:

    Hallo Petra,

    Du hast völlig Recht, dass man darüber sprechen sollte und gerade Leute wie Du mit einem Blog, der viele Leser erreicht, haben da sicherlich auch einen positiven Einfluss, den Du mit solchen Interviews wunderbar nutzt 🙂 Ich wollte auch nur sagen, dass nicht alles schlecht ist 🙂

    Das mit dem Kreislauf ist ein schönes Bild. Manchmal spüre ich wie Wingardio seinen Rücken aufwölbt…er kann es ja noch nicht lange halten, aber ich bin mir sicher, dass er merkt, dass es auch ihm dann leicher fällt mich zu tragen. Und nein, er trägt mich höchstens ein Mal die Woche durch den Wald, wenn überhaupt. In der Halle oder auf dem Platz verlange ich ihm von oben noch gar keine Lektionen ab. Gerade erarbeiten wir uns einen schönen losgelassenen Schritt. 🙂

    Auch an Dich schöne Grüße zurück. Wann kommt Carey eigentlich zu Dir?

    • Petra sagt:

      Hallo Saskia, das stimmt natürlich auch 🙂 es ist nicht alles schlecht und das freut mich immer wieder. Die Pferdewelt, wie auch das ganze Leben, ist nicht schwarz-weiß. In einem Artikel beschreibt man dann manchmal eben die Farbe, die einem gerade durch den Kopf geht. Aber ich möchte nicht all diejenigen vergessen, die sich um ihr Pferd kümmern, die sich Gedanken machen, die bei Turnieren mit Fairness und pferdegerecht antreten. Deine Schritte mit Wingardio klingen wunderbar, nach einer schönen Geschwindigkeit für dich und dein Pferd. So muss es sein. Ganz liebe Grüße, Petra P.S.: Wenn ich das wüsste, ich warte täglich auf den Transporttermin *Seufz*

  5. Dorothee sagt:

    Hallo und vielen Dank für diesen Artikel und das Interview mit Anja Beran. Ich muss sagen, wenn ich ihren Namen höre, dann überkommt mich immer so ein furchtsamer Schauer. Habe mir vor einigen Jahren das Buch „Aus Respekt“ von Anja Beran zum Geburtstag schenken lassen und dann gleich vorne drin gelesen, was sie über gewichtige Reiter schreibt… Seither habe ich das Buch in meinem Regal stehen. Ich bin Mutter von drei Kindern(ich schiebe es auf die Kinder, dass ich immer wieder mehr wiege, als es bei meiner Größe stimmig ist :-)) , Reittherapeutin und Besitzerin von zwei Pferden, die ich selbst ausgebildet habe. Ich gebe viel Reitunterricht, zur Zeit mehr für „normale“ Kinder als für „Besondere“. Weil ich aus den heipädagogischen Reiten ganz anders mit Kindern/Erwachsenen und Pferden arbeite, kommen viele zu mir, die in „normalen“ Reitställen nicht zurechtkommen. Ich selbst bin in „normalen“ Reitställen auch nie zurechtgekommen. Ich habe das Glück, Reiten über den Umgang mit Pferden gelernt zu haben und Reiten auch so zu lehren. Mir ist es enorm wichtig, dass meine Reitschüler verstehen, dass Pferde Lebewesen sind. Dass es nicht ok ist, mit eigner Wut, eignen Launen, mit Barbiepferd- und „drück mich“-Vorstellungen auf den Hof zu rauschen und dann grob zu den Pferden zu sein, „der macht nicht, was ich sage“, „die führt sich auf“ zu sagen und dabei sich selbst überhaupt nicht zu hinterfragen. Vor diesem Hintergrund und dank dieses Interviews verstehe ich Anja Beran jetzt besser. Wenn man täglich mit diesem Wahnsinn und diesen „großen Ichs“ zu tun hat, kann man schnell verzweifeln, oder eben streng und klar hineinsprechen. Das tut Anja Beran. Das tue ich. Und warum? Weil die Pferde es leider nicht in Menschensprache sagen können. Und weil die Menschen letztendlich dankbar sind, auf diese Weise zu lernen wieder mehr menschlich zu werden. Rund ums Pferd lernen wir Lebensschule. Danke!

    • Petra sagt:

      Liebe Dorothee, vielen dank für deinen wunderbaren Kommentar. Ich freue mich, dass du den Kindern gleich die richtigen Dinge beibringst. Ich kann verstehen, dass du manche Ställe meidest, wenn ich von anderen höre, was sie in solchen Ställen erlebt haben, bin ich sehr froh, dass ich an einem Stall bin in dem Toleranz, Freundlichkeit und Respekt wirklich gelebt werden. Viel wichtiger als die Dressur sind Umgangsform und Pferdeverständnis, würde ich sagen. Die Dressur ist dann ein Teil davon. Und ich konnte Anja Beran sehr gut verstehen, weil sie so viel zu sehen bekommt, dass sie wahrscheinlich nur noch deutliche Worte sprechen möchte. Ich mag, dass sie deutliche Worte für alles findet. Weil man viele Menschen nur mit deutlichen Worten erreicht. Aber das Thema „Gewicht“ und Reiten ist ja ohnehin ein schwieriges. Ich persönlich finde auch, dass beides irgendwie zusammenpassen muss und deswegen würde ich mich jetzt nicht gerade auf ein Shetty setzen 😉 Immerhin müssen sie uns auch tragen. Aber natürlich gibt es auch noch andere Dinge, die für das Pferd wichtig sind. Ein guter Sitz zum Beispiel oder ruhige sanfte Hände oder ein perfekter Sattel oder ein pferdegerechter Umgang. Das bedeutet genauso viel, finde ich, wie das passende Gewicht oder die perfekte Piaffe 🙂 Ich freue mich auf jeden Fall, dass du hergefunden hast und schicke Dir und deinen Ponys liebe Grüße, Petra

  6. Denise sagt:

    Hallo Petra,
    danke für dieses schöne Interview mit Frau Beran. Ich habe großen Respekt vor so viel geballtem Pferdewissen und würde mir dort gerne eine Scheibe abschneiden. Leider nimmt mir der Artikel jedoch schon wieder Motivation, führt er mir doch mal wieder vor Augen, wie schlecht und unzulänglich ich als Reiter bin. Man liest ja ständig hier und dort was man alles falsch machen kann und wie man dies und jenes nicht machen sollte. Folge: Ich bin total verunsichert, weiß nur dass ich weit entfernt von perfekt bin und höchstwahrscheinlich auch niemals „dort“ ankommen werde. Irgendwie frustrierend 🙁 Man möchte ja alles besser machen, nur wie?? Wie im Interview erwähnt ist es tatsächlich extrem schwierig wirklich gutes Training zu bekommen. Irgendwie hat auch jeder Reitlehrer seine völlig eigenen Ansichten, die sich oft sehr mit meinen eigenen Überzeugungen oder denen anderer beißen. Auch ist gutes Training durchaus eine Kostenfrage. Für viele ist das eigene Pferd eben kein Vollzeitjob sondern ein teures Hobby, in das auch der letzte Rest Zeit und Geld investiert werden. Für mich bedeutet das, dass ich mir das meiste eher selber aus Büchern, Videos etc. beibringen muss.
    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil des Interviews. Das Buch von Frau Beran werde ich mir auf jeden Fall auch noch anschaffen, es steht schon ewig auf meiner Wunschliste.
    Liebe Grüße!
    Denise

    • Petra sagt:

      Hallo Denise, es freut mich, dass das Interview so gut ankommt. Aber es soll dir bittebittebitte nicht die Motivation nehmen. Vielleicht ist mein nächster Artikel am kommenden Donnerstag das Richtige für dich 🙂 Es geht glaube ich nicht darum, sofort perfekt zu sein und eine Anja Beran hat auch Jahre gebraucht, bis sie dort war wo sie heute ist. Du musst auch gar nicht dort ankommen, wo Anja Beran ist. Sondern einfach dort, wo Denise irgendwann sein will 🙂 Das denke ich. Es geht darum, dass wir uns informieren, bereit sind zu lernen, offen und an uns arbeiten. Das tust du, wenn ich das richtig lese, ja schon. In dem du Bücher liest und vielleicht auch Kurse besuchst (die mir jedes Mal so viel gebracht haben) und vielleicht auch einen guten Trainer findest. Das ist nicht leicht, ich weiß. Ich habe auch lange gesucht, bevor ich meine jetzige Trainerin gefunden habe. Und ich lerne jeden Tag, aber ich habe beschlossen, dass das in Ordnung ist, wenn ich immer wieder etwas dazu lerne. Ich sehe das als Weg, den man Schritt für Schritt geht um dann irgendwann der beste Pferdemensch zu sein, der man werden kann. Nicht Anja Beran zu werden oder Jean Claude Dysli oder Buck Brannaman oder Mark Rashid, sondern der beste Pferdemensch, der du werden kannst mit deinem ganz eigenen Denise-Style. Ich finde, dass Anja Beran eine Motivation ist, weil sie immer an sich arbeitet. Nicht weil sie schon so perfekt reitet 🙂 Wenn du weißt, was ich meine. Kennst du schon Bent Branderup und die akademische Reitweise? Das ist ähnlich, da gibt es aber mittlerweile in Deutschland doch einige Trainer aus seiner „Ritterschaft“ – vielleicht findest du so einen guten Trainer bei dir ums Eck 🙂 Ganz liebe Grüße und bis bald Petra – P.S.: Der nächste Teil ist schon online, ich muss ihn nur noch hier verlinken – danke für die Erinnerung :-))

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