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Pferdemensch! Wie du Harmonie und feinstes Reiten erreichst

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Der ganze große Artikel für dich auf einen Blick

Willst du ein echter Pferdemensch werden? Zweifelst du immer wieder an dir? Bist du vielleicht gefrustet, weil nicht alles so klappt, wie du dir das vorstellst? Oder bist du gestresst, weil du immer noch nicht gut genug bist im Sattel? Wunderst du dich über die vielen verschiedenen Trainingsmethoden, die sich irgendwie zum Teil widersprechen? Wünschst du dir besser, feiner, präziser, klarer oder was auch immer zu sein und ärgerst dich jedesmal, wenn das nicht klappt? Oder hast du vielleicht eher das Gefühl schon ganz genau zu wissen, was richtig ist und was nicht? Bist du fest in deinem Trainingsansatz und entschieden in deiner Reitweise oder Ausrüstung? Egal welche dieser oder ähnlicher Fragen du mit „JA“ beantwortest: Dann habe ich einen Satz für dich und einen dazu passenden Gedanken, wenn du dir echte Harmonie, feines Reiten und eine schöne Beziehung zu deinem Pferd wünschst.

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Wunderschöne Pics von der genialsten Fotografin: Carolin Burgert – du findest sie HIER

Pferdemensch werden und Lebenslang Lernen

„Somtimes you win, sometimes you learn“ – diesen Satz möchte ich dir in diesem Artikel mitgeben. Er ist so essentiell. Weil er ein grundlegendes Mindset beschreibt, dass wir als Pferdemenschen haben sollte. Vielleicht sollten wir dieses Mindset aber auch in unserem ganz normalen Alltagsleben außerhalb des Stalles besitzen. Warum es so wichtig ist den richtigen Blickwinkel zu haben und mit Gedanken wie diesen ins Training zu gehen, beschreibe ich dir im Artikel. Denn nur, wenn wir offen bleiben und bereit sind ein Lebenslang zu lernen, können wir uns weiterbilden, besser werden und auch über die Auseinandersetzung mit dem, was vermeintlich nicht zu uns passt, herausfinden, was wirklich funktioniert.

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Der einzig echte Fehler auf dem Weg zum Pferdemensch

Nur Stillstand ist ein echter Fehler, wenn du ein Pferdemensch sein willst. Alles andere im Leben oder im Pferdetraining ist eine Entwicklung. Natürlich würde ich heute tausend Sachen anders machen als vor 3 oder 4 oder 5 Jahren. Ich müsste eigentlich auch dringend all meine alten Artikel gegenlesen und überarbeiten, weil ich an einigen Punkten vermutlich ganz anders ticke als heute und was damals galt, heute nicht mehr gilt.

Aber das bedeutet nicht, dass ich wankelmütig bin oder ahnungslos, sondern es bedeutet schlicht und einfach, dass ich Fehler gemacht habe und aus diesen Fehlern gelernt habe.

Wie du Pferdemensch wirst, Harmonie und feinstes Reiten mit deinem Pferd erreichst

Es ist menschlich, dass wir mit etwas starten, uns weiterentwickeln, Fehler machen, daraus lernen und besser werden. Falsch ist nur, wenn wir im Fehler verharren aus der Angst heraus sich ihnen zu stellen oder aus dem Hochmut heraus zu glauben, dass wir alles wissen oder aus der Bequemlichkeit heraus uns zu informieren und offen zu bleiben.

Ich will dir ein Beispiel nennen: Bodenarbeit!

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Bodenarbeit vor dem Reiten – Lockerungsübungen für ein feines Reitpferd (HIER kannst du mehr zu den Übungen erfahren) – mit unseren Knallerzaum Balancio (kann Trense, Halfter und Kappzaum in einem) und der superfluffigen Fliegenmaske (HIER kannst du sie dir schnappen)

Das war lange kein Thema in der Reiterwelt. Ausbilder und Trainer kannten sie,  Jungpferdeausbilder haben sie unter Umständen schon lange genutzt, aber der „ganz normale“ Reiter hatte sie in aller Regel nicht in seinem Reportoire. Als Reitschüler lernt man „nur“ Reiten – in den meisten Reitschulen spielt Bodenarbeit bis heute im Unterricht keine Rolle.

Deswegen kennen und können natürlich viele Pferdebesitzer keine Bodenarbeit. Das ist nicht unbedingt „Schuld“ der Pferdebesitzer, sondern auch der Reitschulen, die nicht davon erzählen, selbst keine Bodenarbeit machen und einer Pferdewelt, in der es vor allem ums Reiten geht.

Immer wieder begegnen mir Menschen, die ein eigenes Pferd besitzen oder seit Jahren reiten und noch nie in ihrem Leben Bodenarbeit gemacht haben. Oder Menschen, für die Bodenarbeit aus dem Longieren auf dem Zirkel besteht. Aber nicht biomechanisches Longieren mit Kappzaum, sondern stupides „im Kreis laufen“. Oder Trainer die Bodenarbeit als „Firlefanz“ bezeichnen. Menschen, die ihr Pferd nicht parallel am Boden stärken. Wenn man einmal Bodenarbeit gemacht hat, wundert man sich, warum dieses Beziehungsfördernde Megatrainingsding namens „Bodenarbeit“ nicht ein absolutes Alltagsgut in Reitställen ist. 

Wenn du mehr zur Bodenarbeit erfahren willst, kannst du hier alles dazu nachlesen

Wie ich zur Bodenarbeit gekommen bin? Ich habe das Thema tatsächlich im Reiturlaub das erste Mal kennengelernt. Das ist schon verrückt oder? Obwohl ich offen bin für neues, obwohl ich Pferde nicht nur Reiten wollte, obwohl ich von Anfang auch gerne mehr über Verhalten und Beziehung erfahren hätte, musste ich in den Reiturlaub fahren, um dem Thema überhaupt zum ersten Mal zu begegnen.

Ab diesem Zeitpunkt bin ich aktiv geworden: Ich habe nach Büchern zu anderen Themen gesucht, ich habe Kurse zu allen Themen bei verschiedenen Trainern besucht und mir haben sich komplett neue Welten geöffnet. Freiarbeit, Führtraining, Handarbeit, Stangenarbeit, Beziehungsarbeit, Spaziergänge, Abenteuer und Beziehungspflege auf Augenhöhe, Pferdeverständnis, Persönlichkeitsentwicklung und vieles vieles mehr…

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Ab diesem Zeitpunkt wurde aber auch die eine Frage immer größer in meinem Kopf: Wie kann das sein, dass wir unsere Pferde lieben, gut umsorgen und dann doch jeden Tag den Sattel auf den Rücken legen und neben dem Training am Platz und dem Ausritt keine Abwechslung bieten? Dass wir beim Bekannten bleiben und damit letztlich auch auf der Stelle stehen bleiben? Dass Pferdemenschen sich gegenseitig zerfleischen, wenn einer etwas anders macht als die anderen?

HIER gibt es übrigens einen Artikel um Umgang miteinander – in der Reiterwelt

Warum “nur” Routinen dich nicht weiterbringen auf deinem Weg zum Pferdemensch

Ein großer Teil der Antwort ist: Wir lieben unsere Routinen. Bekanntes ist bequem und wir schauen nicht gerne über den Tellerrand. Weil Gewohnheiten Sicherheit bieten. Oft haben Pferdebesitzer einen Trainer und eine Reitschule oder einen Stil, dem sie folgen. Oder wir haben Dinge mit den Pferden gemacht, die uns nicht schön erschienen. Das haben wir verdrängt, weil der Reitlehrer oder die Miteinsteller uns das so gesagt haben – jetzt stecken wir lieber den Kopf in den Sand, als uns eingestehen zu müssen, dass wir gemein zu unserem Pferd waren. Wir bekommen als Reitschüler meist „nur“ Reitunterricht und keine Schulung in Pferdeverhalten, Pferdetraining oder Bodenarbeit. Viele Reitschüler kommen in die Reitschule ihrer Wahl und haben „Reiten“ im Kopf. Sie wissen gar nicht, dass es auch andere Formen gibt und viele Reitschulen schauen auch nicht über den Tellerrand, sondern machen Business as usual. 

Was machen wir also? Wir lassen uns berieseln, bleiben Passiv und folgen dem, was der Reitlehrer sagt. Es ist einfach und es funktioniert.

Die Bodenarbeit ist nur ein Beispiel von vielen in der Pferdewelt. Es gibt sehr viele Althergebrachte Thesen, Ideen und Ausrüstungsgegenstände, die in Stein gemeißelt scheinen und nicht hinterfragt werden. Egal ob es um die Ausbinder, den Sperrriemen, bestimmte Reitweisen, Trainingsmethoden oder Fütterung und Haltung geht. Das ist aber tatsächlich falsch, denn Pferde wie Menschen sind individuell und sollten auch individuell betrachtet werden. Trainingsideen können sich ändern und anpassen und wir alle sollten uns immer weiterentwickeln.

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Komplett neue Welten und enorm große Zufriedenheit

Mit jedem Kurs und jedem Buch, bin ich einen Schritt weitergekommen, habe neue Perspektiven und Themenbereiche kennengelernt und wusste immer besser, was ich noch lernen will, was nicht zu mir passt und was sich gut anfühlt.

Ich habe Fehler gemacht und daraus gelernt, bin besser geworden und noch lange nicht am Ende angelangt, denn jetzt verrate ich dir noch, was der Kern dieses Artikels ist: Ein offenes hinterfragendes entspanntes Mindset.

Das brauchst du, wenn du ein guter und echter Pferdemensch werden willst.

Es gibt natürlich Basics, die jeder Pferdemensch lernen sollte, wie die Pferdesprache, das Pferdeverhalten, einen guten Reitersitz, feine und präzise Reiterhilfen, Anatomie, Biomechanik beim Pferd und die richtige Körpersprache. Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen. Die konkreten Fakten zu den einzelnen Themen findest du hier überall von verschiedenen Trainern, mit verschiedenen Blickwinkeln auf der Pferdeflüsterei – je nachdem, was du gerade suchst.

Es geht in diesem Artikel nur um die Basis in dir: DU BRAUCHST DAS RICHTIGE MINDSET, um offen, entspannt, zufrieden und kritisch mit deinen vergangenen Fehlern, neuen Ideen, Tipps, Facts und Thesen umzugehen und dadurch das Passende für dich zu finden.

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Was einen echten Pferdemensch ausmacht

Sei aktiv! Schau über den Tellerrand! Sei bereit dich weiterzuentwickeln, dich zu hinterfragen und zu lernen: EIN LEBEN LANG.

  • ohne dich dabei kritisch zu zerfleischen
  • Ohne dich dabei zu stressen
  • Mit einem Lächeln und Freude am gemeinsamen Sein mit dem Pferd
  • Mit Ruhe und Frieden in dir, weil du weißt, dass es normal ist Fehler zu machen und weil niemand perfekt ist
  • Mit Empathie und Verständnis für dein Pferd und seine Bedürfnisse
  • Mit Zeit und Geduld für dich und dein Pferd

Der einzige echte Fehler den du machen kannst: Schema X zu lernen und bei Schema X zu bleiben.

Schau dir verschiedene Trainer und Trainingsmethoden an und teste zusammen mit deinem Pferd, was euch liegt, was ihr vielleicht auch braucht und was nichts für euch ist. Manche Methoden oder Ideen werden nichts für euch sein oder nur Anteile daraus, manche wirst du komplett Blöd finden oder dein Bauch wird laut NEIN dazu sagen. Bei manchen wird dein Herz jubeln und du wirst Begeisterung spüren.

Foto: Hero Merkel mit Jezebel - Von der zauberhaften "Caroline Burgert Photography"

Foto: Hero Merkel mit Jezebel – Von der zauberhaften “Caroline Burgert Photography” – die Trainerin MEINES Herzens. Wenn du mehr über sie erfahren willst, kannst du dir HIER ihren Artikel für uns durchlesen

Du wirst Fehler machen und kannst daraus lernen: Sometimes you win – sometimes you learn.

Steck den Kopf nie in den Sand, denn auch wenn du durch deine Offenheit für Neues vielleicht feststellen musst, dass du in deinem Reiterleben schon Sachen gemacht oder Ausrüstungsgegenstände genutzt hast, bei denen du jetzt kalte Schweißausbrüche bekommst, weil sie einfach nicht pferdegerecht waren – dann fühlt sich das vielleicht nicht schön an im ersten Moment – aber sei ehrlich: Viel schlimmer wäre doch im grausamen oder gemeinen Verhalten zu verharren aus der Angst heraus sich einzugestehen, dass man etwas falsch gemacht hat.

  • Dann mache es einfach ab jetzt besser und freue dich, dass du schlauer geworden bist.
  • Entschuldige dich in Gedanken bei den Pferden und werde ab sofort einfach ein feinerer und besserer Pferdemensch.

Jedes Pferd ist anders – auch das ist ein Punkt. Was bei dem einen Pferd gut funktioniert hat, kann für das andere Pferd falsch sein. Egal ob es um die seelische oder die körperliche Komponente beim Training geht.

HIER findest du einen Artikel zum passenden Mindset – in Sachen Pferdemensch

Auch deswegen ist es wichtig offen zu bleiben, die Trainingswege immer wieder zu überdenken und zum lebenslangen Lernen bereit zu sein.

Hat dir dieser Artikel weitergeholfen? Oder findest du, dass ihn deine Pferdefreunde unbedingt lesen müssen?  

Teile ihn gerne weiter:

Was denkst du über dieses Thema?

  • Claudia sagt:

    Liebe Petra,
    wer ist ein Pferdemensch? Natürlich alle, alle lieben ihre Pferde (sagen sie zumindest), egal ob in Boxen- oder Offenstallhaltung, die Amateur- und Profireiter, die klassischen Reiter oder Westernreiter. Aber jeder versteht unter "Liebe" was anderes. Herr Rath hat Totilas auch geliebt und sich sicher als Pferdemensch bezeichnet, aber…
    Ich bin deiner Meinung, was du als Pferdemensch bezeichnest, gehe ich 1:1 mit. Aber leider sehe ich zuviele, die nicht in dem Sinne handeln. Das macht micht traurig und wütend. Wir haben soviel Wissensquellen zu Verfügung, soviele Beweise, was gut oder schlecht für die Pferde ist und doch bleibt vieles beim "unschönen" Alten. und auch nicht alles Neue ist toll, ich denke nur an die Futtermittelindustrie.
    Einigen die ihr Pferd lieben ist ein neues Outfit wichtiger, als gutes Futter. Viele sehen oder wollen nicht sehen, das ein Pferd Gesundheitspflege braucht, um uns gesund tragen zu können, fit zu werden oder zu bleiben. (Osteophatie, Zahnarzt usw.) Solange nichts auffälliges zu sehen ist, alles i.O.???!!!
    Aber zum Glück gibt es auch immer mehr Pferdemenschen, wie euch, denen das Wohl der Pferde wichtig ist und die alles dafür tun, das es so bleibt. Ich bin dabei.
    Liebe Grüße Claudia

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Claudia, das ist ja das merkwürdige, dass manche Menschen ihr Pferd "lieben", aber wenn ich so geliebt werden würde, wie von besagten Pferdemenschen wie Herrn Rath, dann würde ich ungerne dableiben wollen. Was ist Liebe und wie zeigt sie sich? Mit Empathie, Mitgefühl und Verständnis. Aber es ändert sich immer mehr – ich hoffe es zumindest. Alles Liebe und bis bald, Petra

  • Miriam sagt:

    Liebe Petra,
    ich finde es total wichtig sich ständig weiter zu entwickeln. Auch wenn ich für mich momentan meine Trainingsrichtung gefunden habe und die Grundpfeiler und Grundgedanken zum Umgang mit meinen Tieren, bin ich immer froh über neue Denkanstöße. Hier helfen mir oft auch gerade Meinungen und Ideen von Menschen, die einen anderen Weg mit ihren Pferden gehen wie ich. Aber natürlich nicht nur.
    So habe ich zwei Dinge erst die letzten Wochen bei uns geändert.
    Bisher gab es bei mir die Regel, dass beim Spazieren gehen nicht gegrast wird. Da haben mich mehrere Anstöße zum Umdenken gebracht. Einmal ein Artikel bei dir auf der Pferdeflüsterei, wo du schreibst, dass es für Pferde unnatürlich ist spazieren zu gehen ohne zu grasen. Natürlich wusste ich das irgendwo, aber so richtig bewusst habe ich mir das nicht gemacht. Dann habe ich bei der Online Pferdemesse einen Beitrag von Marc Lubetzki gesehen, der mich zu dem Thema inspiriert hat und mittlerweile handhabe ich es anders. Die Ponys dürfen als Belohnung, wenn ich es sage kurz grasen. Das Spazierengehen ist seither viel entspannter. Sie nehmen an, dass ich ihr natürliches Bedürfnis sehe und respektiere und sind im Gegenzug bereit auch meinen Wunsch danach, dass wir nicht nur stehen und fressen, sondern eben auch spazieren gehen zu erfüllen. Es ist ein viel schöneres Miteinander geworden und ich bin froh, dass ich hier meine Meinung geändert habe.
    Dann habe ich letztens was zum Thema Defaultverhalten gelernt. Das ist ein Verhalten was das Pferd zeigen kann und dann immer dafür belohnt wird. Ob es gefragt war oder nicht. Bisher habe ich streng darauf geachtet, dass wir alles unter Signalkontrolle haben um genau das nicht zu erreichen. Aber unsere Pferdedame ist im Training leicht gestresst, sie hat einfach neurologische Probleme, versteht nicht alles und kann manchmal dann nicht so wie sie will. Sie hat teilweise richtige Aussetzer aus denen sie nur schwer rauskommt. Mit dem Defaultverhalten hat sie nun eine Möglichkeit mir zu sagen, wenn sie gerade nicht weiterkommt. Sie senkt dann den Kopf sehr tief, was den positiven Nebeneffekt hat, dass sie sich dann auch entspannt, was ihr sowieso sehr schwer fällt. Ich bin noch am Überlegen wie ich es für die anderen beiden Nutzen kann. Beim Ponymann wäre das nicht die richtige Übung für das Defaultverhalten, da er sowieso sehr entspannt ist und das so gerne anbietet, dass wir wohl da nicht mehr rauskämen. Für unser kleines Wildpferd wird das wahrscheinlich aber auch die Übung werden. Denn auch sie braucht mehr Entspannung im Training. Ich finde es so schön, dass wir hier eine Möglichkeit gefunden haben noch besser in Kontakt miteinander zu kommen. Die Ponys haben noch mehr Mitspracherecht erhalten und gerade für unsere Pferdedame ist das so wertvoll.
    Ständiges Weiterlernen und nicht auf einer Sache beharren, macht aus uns bessere Pferdemenschen.
    Was ich hingegen nicht gut finde, aber oft beobachte, ist das ständige Hin- und Herwechseln von Trainingsmethoden. Das verwirrt das Pferd am Ende und es kann kein Vertrauen aufbauen. Man versucht eine Woche das, dann funktioniert es nicht gleich, dann versucht man was anderes. Es gibt eben meist keine schnellen und bequeme Lösungen und man muss sich mit den Dingen auch mal richtig auseinandersetzen. Ich mag durchaus auch Denkanstöße, die mich meine Grundpfeiler nochmal überdenken lassen, aber bevor ich alles was ich bisher gemacht habe über Bord werfe, muss ich mir schon sehr sicher sein. Sonst bin ich für meine Ponys irgendwann nicht mehr les- und einschätzbar. Das ist zumindest meine Meinung.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Miriam, wie immer: Superschöner Kommentar, der eine Wahnsinns-Ergänzung zum Artikel ist. Ich liebe deine Kommentare und wie viele Gedanken du dir machst. Das ist grandios. Ich denke, dass ich es ähnlich sehe. Man hat seine Grundeinstellung irgendwann gefunden und sollte trotzdem immer offen bleiben für gute Argumente und Versuche. Konsistent sollte man schon sein, aber ich glaube, dass die Pferde viel mehr mitmachen und verstehen, wenn man dabei authentisch ist. Trotzdem bin ich bei dir, dass wildes Hin- und Herwechseln eher kontraproduktiv ist. Alles Liebe und bis bald, Petra