Die einen schreien „bloß nicht regelmäßig entwurmen“, das ist ganz schlecht für den Pferdeorganismus und die blöden Parasiten werden resistent. Die anderen rufen ganz entsetzt, dass man sein Pferd in Gefahr bringt, wenn man nicht mindestens 3-4 Mal pro Jahr entwurmt. Aber gegen was? Fragen die Dritten! Eine Wurmkur muss doch zum Parasiten im Pferd passen, man kann doch nicht einfach irgendwas geben. Und du stehst dazwischen und fragst dich was richtig ist für dein Pferd. Ich versuche jetzt mal ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Im Grunde gibt es zwei verschiedene Arten dein Pferd zu entwurmen – strategisch oder selektiv. Mehr dazu weiter unten. Ein bisschen bist du natürlich auch abhängig davon, wie es in deinem Stall gehandhabt wird. Entwurmung ist immer eine kollektive Sache, weil sich die Würmer ja über die Pferdeäpfel von Pferd zu Pferd übertragen können.

Deswegen muss eine Wurmkur auch immer exakt zeitgleich durchgeführt werden. Egal für welchen Weg du dich entscheidest. Ich erkläre dir gleich mehr zu den zwei Arten, eine Wurmkur zu gestalten. Aber jetzt noch ein paar Basisinfos.

INFO: Ich bin keine Tierärztin und meine Infos basieren auf Erfahrungswerten und Recherchen. Deswegen kontaktiere immer deinen Tierarzt bevor du eine Entscheidung triffst – es ist wichtig sich zu informieren und alle Seiten anzuhören, bevor man überlegt, wie man für das eigene Pferd handelt. Das hier kann nur eine weitere Informationsstütze für dich und deine Entscheidung sein.

Wurmkur, was ist das eigentlich?

Die Parasiten können in deinem Pferd stecken – sie betreiben im Grunde die Brutpflege in deinem Pferd. Wenn es Parasiten hat, dann scheidet es die Eier über die Pferdeäpfel aus. Die schlüpfen und werden groß und vom nächsten Pferd wieder gefressen. So entsteht ein Kreislauf. Deswegen ist es so unglaublich wichtig bei befallenen Pferden exakt zeitgleich Wurmkuren zu machen und das drumherum sauber zu halten. Egal ob strategisch oder selektiv.

Das Thema muss bei befallenen Pferden immer zeitgleich angegangen und durchgeführt werden. Die Pferde müssen für die Dauer der Wurmkur von den anderen und dem Weideplatz entfernt werden. Sie müssen in der Box bleiben, und nachdem sie alles ausgeschixxxen haben muss die Box entsprechend gut gereinigt werden. Damit das Pferd eben nicht die Wirkstoffe aus Wurmkur mit seinen Pferdeäpfeln auf der Weide verteilt.

Wurmkur – wann genau und wie oft?  

In aller Regel sind die Parasiten zu allen vier Jahreszeiten, aber besonders im Herbst und im Frühling aktiv. Und die Weide ist der Hauptübertragungsort. Deswegen macht es definitiv Sinn mindestens zum Start der Weidesaison zu entwurmen und zum Ende der Weidesaison. Dann sollte noch zwischendrin 2 mal entwurmt werden. Du landest mit einer klassischen strategischen Wurmkur-Strategie also bei mindestens 4 mal pro Jahr. Bei der zeitgemäßen strategischen Entwurmung prüfst du entsprechend häufig mit deinem Labor ob dein Pferd befallen ist und entwurmst nur im Bedarfsfall.

Klassisch ist:

  • Wurmkur im Frühling (kurz vor dem Start der Weidesaison): Rundwürmer
  • Wurmkur im Sommer (zwischendurch): Rundwürmer
  • Wurmkur im Herbst (zum Ende der Weidesaison): Lungen-, Rundwürmer und die Magendasseln
  • Wurmkur im Winter (zwischen November und Mitte Dezember): Magendasseln, Bandwürmer, Rundwürmer

Woran erkenne ich die Parasiten und was machen sie – Zwei Beispiele:

  • Bandwurm = der sucht sich einen Zwischenwirt – wie Milben – die sind dann auf der Weide und werden vom Pferd gefressen. Dann kommt der Bandwurm und saugt sich an der Darmwand fest und futtert von da Nährstoffe weg. Weil der Bandwurm besonders gerne zwischen Dickdarm und Blinddarm sitzt, kann er diesen Durchgang auch mal verstopfen und so Koliken auslösen. Dann magern die Pferde oft ab und haben Verdauungsstörungen oder stumpfes Fell.
  • Magendassel = Du kennst sie vielleicht – diese kleinen weißen Punkte, die an den Beinen deines Pferdes kleben können. Das sind die Eier der Magendasseln. Die sind so hartnäckig, dass man sie gar nicht wegbürsten kann. Mein Pferd hatte sie auch schon mal an den Beinen kleben. Ich musste die Eier dann mit der kleinen Schere richtig aus dem Fell schneiden. Das Pferd würde sie sonst ablecken und so aufnehmen. Dann wandern sie zum Magen und saugen sich da an der Magenwand fest. Das kann zum Beispiel Entzündungen der Magenschleimhaut auslösen. Du merkst es daran, dass dein Pferd müder und lustloser wird, es hat weniger Gewicht und baut Muskeln ab und es hat manchmal auch Probleme beim Schlucken.

HIER auf der Webseite der Tierklinik „Sarstedt“ findest du noch mehr Infos zu den einzelnen Parasiten

Du siehst also, dass die Parasiten einiges Schlechtes in deinem Pferd auslösen können. Deswegen ist das Thema Entwurmung unglaublich wichtig. Sie muss aber richtig durchgeführt werden – egal für welche Variante du dich entscheidest. Nur dann wirkt sie.

Es müssen zum Beispiel alle Pferde am exakt gleichen Tag getestet und im Bedarfsfall entwurmt werden oder bei der strategischen Entwurmung komplett und im Kollektiv entwurmt werden. Dann müssen sie alle 1-3 Tage Koppelverbot bekommen. Und die Weide- sowie Boxenpflege muss auch gut durchgeführt werden. Aber dazu gleich noch mehr. Vorher erkläre ich dir jetzt mal die zwei Wege, die es gibt in Sachen Entwurmung.

Wie mache ich eine Wurmkur?

Kommen wir jetzt also zu den zwei Wegen der Entwurmung.

1.Strategische Entwurmung

Du kannst es strategisch angehen und dein Pferd 4 mal im Jahr standardmäßig entwurmen. So wird es in vielen Ställen gehandhabt.

Das ist nicht besonders aufwendig, weil einfach alle Pferde einmal querbeet entwurmt werden. Du bist vermeintlich auf der sicheren Seite.

Das hat aber auch Nachteile:

  • Die Parasiten können mit der Zeit Resistenzen gegen die Inhaltsstoffe der Wurmkuren entwickeln
  • So eine Wurmkur ist anstrengend für den Pferdekörper. Du haust da einen ganz schönen chemischen Hammer rein
  • Du weißt ja gar nicht ob dein Pferd gerade Wurmbefall hat und wenn ja weißt du auch nicht, ob es genau diese Würmer sind
  • Es ist ein bisschen ein Ratespiel – im Grunde wie eine Schätzung welche Parasiten und Würmer gerade aktiv sein könnten

Weil immer mehr Resistenzen festgestellt wurden, setzt sich unter immer mehr Tierärzten und Experten die zeitgemäße selektive Entwurmung durch. Das ist der zweite Weg.

Wurmkur Pferd

2.Selektive Entwurmung

Das ist ein bisschen aufwendiger, weil du regelmäßig Kotproben deines Pferdes an den Tierarzt oder ein Labor schicken musst. Diese Proben werden untersucht und dein Pferd nur entwurmt, wenn die Kotproben Parasiten enthalten und dann auch mit der Wurmkur, die genau zu diesem Parasiten passt.

Da werden bei den Kotproben die relevanten und gängigen Parasiten untersucht:

  • Kleine und große Strongyliden
  • Die Spulwürmer
  • Die Bandwürmer
  • Die Zwergfadenwürmer

Da gilt der Sichtbefund von Eiablagen oder adulten Würmern auf dem Pferdekot als Nachweis:

  • Die Pfriemenschwänze
  • Die Larven der Dasselfliege

So geht zeitgemäße Entwurmung: Von allen Pferde eines Stalles muss gleichzeitig die Kotprobe entnommen werden. In der Kotprobe werden Eier gesucht und gezählt. Wenn eine Kotprobe Parasiteneier enthält, werden die Pferde mit einer entsprechenden Wurmkur behandelt. Anfangs gibt es alle 1 bis 2 Monate eine Probe und dann wird die Pause zwischen den einzelnen Proben auf 3 Monate ausgedehnt. Die befallenen Pferde werden nochmal getestet, nachdem es die Wurmkur gab um zu prüfen, dass die Parasiten wirklich weg sind. Du weißt also ganz genau, wie der Gesundheitszustand deines Pferdes ist und gibst ihm nur dann etwas, wenn es das wirklich braucht.

Wurmkur Pferd

Bedeutet aber auch, dass du ziemlich regelmäßig Pferdeäpfel einsammeln und einschicken musst. Das macht mehr Arbeit und ist Aufwand. Gleichzeitig bekommt dein Pferd keine chemischen Keulen, wenn es sie gerade nicht braucht und du hast mehr Kontrolle über die Parasiten im Körper deines Pferdes.

Studien der Uni München haben zum Beispiel gezeigt, dass nur etwa 30 % der Pferde wirklich behandelt werden müssen – heißt also, dass 70% aller Pferde umsonst mit Medikamenten vollgestopft werden und das mehrfach pro Jahr.

  • Gerücht Nummer 1: Es gibt auch immer wieder Kritik an der zeitgemäßen Entwurmung. Zum Beispiel kursiert hartnäckig das Gerücht, dass nicht immer die Eier nachgewiesen werden könnten, weil nicht gleichmäßig genug ausgeschieden würden. Das haben einige Studien widerlegen können. Es gibt Versuche die nachweisen können, dass die Eier sehr regelmäßig ausgeschieden werden.
  • Gerücht Nummer 2: Pferde scheiden manchmal auch so wenige Eier aus, dass sie nicht auffällig sind, auch wenn sie hochgradig verwurmt sind. Da hält ein Forscher von der Uni München dagegen und erklärt, dass er in Studien über 5000 Pferde regelmäßig untersucht und noch keines an hochgradige Befall gelitten und Schäden genommen habe, bei dem man dies nicht nachweisen konnte. Kurz: Wenn ein Pferd hochgradig befallen ist, bekommst du das über das Labor mit und musst dann eben auch zur Wurmkur greifen.

Gleich gibt es noch ein ausführliches Interview mit der Parasitenexpertin Nana Keck über richtiges Entwurmen, die einzelnen Parasiten und wie du zum Beispiel in Sonderfällen wie bei einem Jungpferd mit dem Thema Entwurmung umgehst.

Vorab noch kurz ein paar Infos, was du vorbeugend tun kannst um die Parasitengefahr möglichst klein für dein Pferd zu halten und mein eigener Erfahrungsbericht zu einem Wurmkurtest.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Parasiten und Würmer beim Pferd

  • Betreibe immer gute Weidepflege – wenn du schön abäppelst, dann haben die Parasiten weniger Chancen
  • Packe nicht zu viele Pferde auf deine Weide – Ideal sind pro Hektar Fläche maximal zwei Pferde
  • Tausche die Weiden immer mal wieder durch, damit die Parasiten kein komplettes Heimatfeeling auf der immergleichen mit Pferden besetzten Weide entwickeln können
  • Immer mal wieder abmähen, damit die Parasiten es nicht so kuschelig haben
  • Auch im Stall die Box täglich misten
  • Am besten kein Futter vom Boden aus – wenn das geht – damit das Pferd nicht seine Äpfel neben das Futter streuen und so Parasiten übers Maul aufnehmen kann

Persönlicher Erfahrungsbericht – Wurmkur, ja oder nein?

Vor kurzem bin ich mit meinem Pferd umgezogen. Das hatte mehrere Gründe – neben der Fütterung und der Haltung, die sich über die Jahre im Stall verändert hatten, kam auch das Thema Wurmkur dazu.

Die Wurmkur wurde zwar an alle Pferdebesitzer verteilt und sollte innerhalb einer Woche durchgeführt werden. Überprüft wurde das nicht. Gleichzeitig kamen alle Pferd trotzdem jeden Tag gemeinsam auf die Weide oder Winterkoppel. So ist ein Kreislauf der Parasitenschubserei entstanden, der die Wurmkur im Grunde ad absurdum geführt hat. Manchmal kamen nachts dann noch auf die leere Koppel Berittpferde, deren Parasitenbefall vorher nicht getestet wurde.

Da die Sommerweiden sehr groß waren, wurde dort auch nicht abgeäppelt mit dem Argument, dass es sich ja gut verteilen würde.

Deswegen habe ich mein Pferd regelmäßig untersuchen lassen. Das Ergebnis: Mein Pferd hatte immer mal wieder Parasiten, trotz der strategischen Entwurmung, die bei uns am alten Stall theoretisch durchgeführt wurde.

Wurmkur Pferd

Die Untersuchung ist denkbar einfach:

  1. Du schnappst dir 3 Tage lang frische Pferdeäpfel von deinem Pferd
  2. Du beschriftest die Proben mit „Tag 1“, „Tag 2“ und „Tag 3“ sowie dem Datum
  3. Dann schickst du am dritten Tag alle drei Proben zügig los. Entweder gibst du sie dem Tierarzt oder du schickst sie direkt an ein Labor.

Ich habe meine Probe an das KoProLab von Nana geschickt.

Wurmkur Pferd

Du kannst dich HIER auf der Seite vom KoProLab informieren

Das kostet nur ein paar Euro. Dann bekommst du einige Tage später Bescheid ob dein Pferd Befall hat und wenn ja, welches Medikament du dir von deinem Tierarzt besorgen musst. Ich habe die Proben 3 – 4 Mal pro Jahr eingeschickt und wusste so immer ganz genau, was fällig ist und was nicht. Vielen Dank an dieser Stelle an die Unterstützung vom KoProLab.

Mein Fazit – Wurmkur: Ja oder nein?

Da ich sehr alternativ denke wenn es um Medizin und Fütterung geht, ist mir das Konzept der zeitgemäßen selektiven Entwurmung deutlich näher.

Ich denke, dass eine Wurmkur gegeben werden muss, wenn ein Pferd Würmer hat. Ich würde da nie mit Kräutern wild herumexperimentieren. Wenn ein Pferd wirklich befallen ist, dann muss die Schulmedizin ran und dann ist auch die chemische Keule „Wurmkur“ der beste Weg. Aber ich habe für mich beschlossen, dass ich mein Pferd nicht einfach vorbeugend entwurmen will. Das ist ein bisschen wie Topfschlagen: Ich schlage wild auf dem Boden herum und manchmal treffe ich den Topf, manchmal aber auch nicht. Ich will meinem Pferd und seinem Körper keine Wurmkur zumuten, wenn diese gar nicht nötig ist.

Das ist mein Fazit zu diesem Thema. Damit du überlegen kannst, was du willst, habe ich Nana vom KoProLab um ein Interview gebeten und ihr alle Fragen zum Thema Entwurmung gestellt. Auch die kritischen, die immer wieder diskutiert werden. So kannst du dir noch besser ein eigenes Bild machen.

Interview mit der Parasitenexpertin und Laborfachfrau Nana Keck vom KoProlab über vorbeugende Maßnahmen, korrektes Entwurmen und was die zeitgemäße selektive Entwurmung alles kann

INFO: Nana Keck leitet das KoProLab und macht den ganzen Tag nichts anderes, wie Parasiten im Pferd zu untersuchen und mehr über die fiesen Biester herauszufinden. Sie war auch als Expertin bei Pfernetzt.de dabei und kennt sich super aus. Du kannst mehr über sie auf ihrer Webseite erfahren – HIER kommst du mit einem Klick zum KoProLab

Pferdeflüsterei.de: Was kann ich denn grundsätzlich im Vorfeld tun, damit sich die Würmer im Stall nicht erst ausbreiten? Sozusagen vorbeugend?

Nana (KoProLab): Gute Weide-und Stallhygiene ist das A und O für die Vorbeugung. Auch der in früheren Jahren bekannte Schwamm im Putzkasten zur täglichen Anusreinigung hat seine Berechtigung zur Vorbeugung von Oxyureninfektionen. Die tägliche Anusreinigung mit Einwegtüchern sollte ebenso selbstverständlich sein wie Hufeauskratzen.

Kräuter und Homöopathie gegen Parasiten?

Pferdeflüsterei.de: Dann gibt es ja diverse Anbieter, die über Kräuterfutter Parasiten vorbeugen wollen – was haltet ihr davon? Kann das wirken?

Nana (KoProLab): Dazu kann ich nur sagen, dass es keine Kräuter oder ähnliches gibt, das einen Endoparasiten wirklich töten können. Vielfach wurde sogar nachgewiesen, dass diese Kräutermischungen unter Umständen sogar die Eiausscheidung herabsetzen und dadurch zu falschen Ergebnissen bei der Kotuntersuchung führen können.

Pferdeflüsterei.de: Oder Homöopathie – die wird auch gerne empfohlen – kann das wirklich helfen bei Parasiten? 

Nana (KoProLab): Auch hier kann man nur mittels individuell ausgewähltem Mittel die Gesamtkonstitution des Pferdes verbessern, um ihm zu helfen, selber mit dem Wurmdruck umzugehen. Eine „Entwurmung“ (= Abtöten der vorhandenen Endoparasiten ) ist mit Globulis nicht möglich.

Pferdeflüsterei.de: Propolis soll auch vorbeugend helfen, habe ich gelesen – wie sind da eure Erfahrungen?

Nana (KoProLab): Mit Propolis als „Entwurmung“ habe ich keine Erfahrung, kann mir aber nicht vorstellen das es mehr schafft als das Immunssytem des Pferdes zu verbessern.
Für die Wundheilbehandlung setze ich Propolis sehr gern ein 😉

Pferdeflüsterei.de: Kommen wir mal zu den ekligen Fakten: Welche Würmer und Parasiten sind denn üblich bei uns in Deutschland und was können sie anrichten? 

Nana (KoProLab): In Deutschland sind die Pferde vor allem von Strongyliden (wissenschaftlich Strongylus spp.) und da speziell von den Arten der kleinen Strongyliden (wissenschaftlich Cyathostominae) geplagt. Außerdem gibt es in Deutschland oft Spulwürmer (gerade bei Jungpferden unter 3 Jahren), Pferdebandwürmer und Pfriemenschwänze. Und ganz selten gibt es auch Befälle mit Leberegel (Fasciola hepatica) und Lungenwürmern (Dictocaulus arnfieldie). Das liegt daran, dass die beiden Parasiten eine Wechselbeweidung mit infizierten Wirtstieren brauchen. Der Leberegel benötigt zum Beispiel zur Entwicklung zusätzlich noch einen Zwischenwirt die „Zwergschlammschnecke“.

Pferdeflüsterei.de: Die haben ja immer so skurrile Namen. Ändert aber nichts daran, dass sie ziemlich lästig bis gesundheitsgefährdend sind. Da kommt jetzt der nächste Knackpunkt. Würmer werden zunehmend resistent heißt es. Deswegen auch der Schritt zur sogenannten „zeitgemässen selektiven“ Entwurmung in der Tiermedizin. Könnten wir das Problem der Resistenz denn wieder lösen, wenn wir anders mit dem Thema Entwurmung umgehen würden? Oder ist das Kind schon in den Brunnen gefallen?

Nana (KoProLab): Zunächst muss man den Begriff „Wirkstoffresistenz“ erklären. Er bedeutet nicht, dass Pferde einen Resistenz gegen einen Wirkstoff haben, sondern dass bestimmte Endoparasitenarten in einem bestimmten Pferd eine Resistenz gegen einen Wirkstoff erworben haben. Diese Resistenz wird dann an die folgenden Generationen dieses Endoparasiten weitergegeben. Soweit mal das Faktenwissen dazu. Kommen wir zur Praxis. Das Problem mit den Resistenzen kann man durchaus verbessern, indem man in den Pferden sogenannte „Refugien“ schafft. Refugien sind Würmer, die nicht mit den jeweiligen Wirkstoffen in Kontakt kommen und daher keine Resistenz bilden können. Und dann kann man unwirksame Medikamente durch die Wirksamkeitskontrolle mittels Eizahlreduktionstest im Rahmen der Zeitgemäßen erkennen und genau die Medikamente dann einfach für bestimmte Parasitenpopulationen in bestimmten Betrieben nicht mehr verwenden.

Wurmkur Pferd

Wie kann ich Parasiten im Pferd erkennen und was dagegen tun?

Pferdeflüsterei.de: Kann ich äußerlich überhaupt irgendwie erkennen ob mein Pferd eventuell an Parasiten leidet?

Nana (KoProLab): Das ist abhängig von der Endoparasitenart. Einen hohen Spulwurmbefall bei Jungpferden kann man oftmals schon erkennen. Die Pferde sind dann sehr dünn,  haben aber einen dicken Bauch und zeigen deutliche Entwicklungsverzögerungen. Der Strongylidenbefall dagegen lässt sich in der Regel äußerlich nicht erkennen. Manchmal zeigen die Pferde bei hohem Befall eine verminderte Leistungsbereitschaft, aber das trifft auch für Bandwurmbefall zu. Oxyuren sind in der Regel daran zu erkennen, daß die sich Pferde stark am After und Schweif scheuern. Wennn man dann ganz genau hinschaut, kann man häufig auch die typischen gelblichen Eiablagerungen der Oxyurenweibchen entdecken.

Pferdeflüsterei.de: Was soll jemand tun in dessen Stall die Entwurmung 3 mal im Jahr einfach vorgeschrieben wird? Nutzt es dann trotzdem ein Labor wie euch zusätzlich zu befragen?

Nana (KoProLab): Auf jeden Fall. Eine Beprobung ist immer sinnvoll, weil ich nur dann weiß wie der Endoparasitenstatus meines Pferdes ist und man nach der Behandlung überprüfen kann, ob die verwendeten Medikamente auch ihre Wirkung getan haben.

Pferdeflüsterei.de: Wenn man jetzt zur selektiven Entwurmung übergehen oder einfach wissen will, ob das Pferd Parasiten hat: Wie muss man als Pferdebesitzer die Kotprobe sammeln und euch einschicken, damit ihr auch wirklich etwas damit anfangen könnt? Also: In welcher Form, wie häufig usw. 

Nana (KoProLab): Im ersten Untersuchungsjahr, dem sogenannten „Kategorisierungsjahr“ (Stichtag ist das Datum der ersten Einsendung) werden in regelmäßigen Abständen vier Kotproben untersucht. Es empfiehlt sich, bei der Erstuntersuchung eine 3-Tages-Probe einzusenden, weil so die Wahrscheinlichkeit einen Bandwurmbefall nachweisen zu können deutlich erhöht wird. Bei den 3-Tages-Proben ist wichtig, dass die Proben getrennt eingetütet und mit Datum und Namen des Pferdes beschriftet werden. So – wenn dann zum Beispiel ein unklarer Bandwurmstatus im Stall des Pferdes besteht, kann man dieses Bandwurmscreening 1 x jährlich machen lassen – am besten im Herbst.

Pferdeflüsterei.de: Aber das eine ist die Standard-Start-Untersuchung. Dann gibt es ja noch weitere Untersuchungsvarianten wie die McMaster Eizahlzählung – was mache ich da?

Nana (KoProLab): Für die McMaster Eizahlzählung benötigen wir nur eine frische Ein-Tages-Probe, weil die Strongyliden sich bei Temperaturen über 15 Grad innerhalb einiger Tage weiterentwickeln und die Larven dann aus den Eiern schlüpfen und dann können wir sie immer schlechter nachweisen.

Pferdeflüsterei.de: Und ganz praktisch? Greife ich einmal rein in den Apfelhaufen?

Nana (KoProLab): Wir brauchen natürlich keinen ganzen Pferdehaufen, sondern pro Probe eine Handvoll Kot. Das sind etwa 100-150 Gramm. Da nimmt man am besten die Probe mit einem Einweghandschuh oder einer Tüte auf, streift den Handschuh über die Hand und schließt so die Probe ein. Dann verknoten, beschriften und das Ganze nochmal in einer Plastiktüte auslaufsicher verpacken. Anschließend packt man die Proben zusammen mit den Einsendeunterlagen in einen Karton und bringt sie flott zur Post. Weil die Proben gekühlt sein sollten, empfehlen wir im Sommer Kühlakkus und Thermotaschen oder Styroporboxen zu verwenden.

Pferdeflüsterei.de: Viele denken ja, dass das Zeitgemässe Selektive Entwurmung extrem aufwendig sei. Was sagt ihr denn dazu? 

Nana (KoProLab): Es ist natürlich schon etwas aufwendiger Kotproben zu sammeln und zu verschicken, als blind eine Wurmkur zu geben und zu hoffen, dass sie ihre Arbeit ausreichend tut. Aber die Zeitgemässe Selektive Entwurmung dient ja der Gesundheitsvorsorge, deswegen finde ich schon, dass Pferdebesitzer bereit sein sollten etwas Zeit und Geld zu investieren, damit das Pferd keinen Schaden durch Wurmbefall hat.

Stress beim Pferd

Was kostet die selektive Entwurmung?

Pferdeflüsterei.de: Wie oft muss man die Kotprobe einschicken, damit man ein einigermaßen gutes Ergebnis haben kann? Und welche Kosten ruft das in etwa durchschnittlich im Jahr auf?

Nana (KoProLab): Im ersten Jahr sollten 4 Proben untersucht werden, in den Folgejahren wird die Menge an die Ergebnisse des ersten Jahres angepasst. So kann es übrigens auch sein, dass es bei sogenannten Niedrigausscheidern mittelfristig günstiger wird, als wenn das Pferd mehrmals pro Jahr die Wurmkur verpasst bekäme. Leider gibt es bundesweit keine einheitliche Gestaltung bei den Kotuntersuchungen, die Kosten für eine Erstuntersuchung liegen zwischen 25 – 35 Euro, für die Folgeuntersuchungen bei 20-25 Euro. Die individuellen Preise muss man einfach bei seinem Wunschlabor erfragen.

Pferdeflüsterei.de: Kommen wir zur Praxis: Wie funktioniert die Untersuchung?

Nana (KoProLab): Der eingesendete Kot wird bei uns einzeln aufbereitet und mittels verschiedener Untersuchungsmethoden untersucht.

Pferdeflüsterei.de: Okay, das ist jetzt einigermaßen unkonkret 😉 Steigen wir mal anders tiefer ein: Was genau ist das McMaster-Verfahren?

Nana (KoProLab): Das sogenannte „modifizierte McMaster Verfahren“ ist eine Untersuchungsmethode, bei der der Kot mit Hilfe spezieller Untersuchungskammern untersucht wird. Dabei werden nach Aufbereitung des Kots in der Kammer die genau Anzahl der jeweilig gefundenen Endoparasitenarten ausgezählt. Diese Zahl ergibt dann den EpG. Das ist der sogenannte „Eier pro Gramm Kot Wert“. Der ist sehr wichtig für den Eizahlreduktionstest 14 Tage nach Eingabe einer notwendigen Wurmkur.

Pferdeflüsterei.de: Was genau untersucht ihr bei einer Basis-Untersuchung?

Nana (KoProLab): Die sogenannte „Erstuntersuchung“ enthält eine McMaster Eizahlzählung zum quantitativen Endoparasitennachweis und eine „ kombinierte Sedimentations-Flotation“. Da werden die Vorteile der beiden Einzeluntersuchungen namens „Sedimentation“ und „Flotation“ vereint zu einer noch aussagekräftigeren Untersuchung. So bekommt man einen qualitativen Überblick über die vorhandenen Endoparasiten im Pferd. Bei den Wirksamkeits- und den Folgeuntersuchungen untersuchen wir dann immer mittels McMaster Verfahren.

Pferdeflüsterei.de: Ihr habt ja eine ganz schön lange Liste an Optionen – welche davon sind Basis-Technisch wirklich nötig? Oder muss man das immer individuell im Einzelfall nach Absprache mit dem Labor entscheiden?

Nana (KoProLab): Der Einstieg erfolgt immer mit einer Erstuntersuchung. Weitere Verfahren zum Beispiel auf Leberegel oder falls eine Larvenanzucht bei Importpferden gewünscht ist, sollte man das immer mit dem Labor absprechen.

Pferdeflüsterei.de: Jetzt kommt bei der Untersuchung raus, dass das Pferd Parasiten hat. Wie empfehlt ihr damit umzugehen? Erstmal die passende Wurmkur, nehme ich an?

Nana (KoProLab): Bei nachgewesenem, behandlungsbedürftigen Endoparasitenbefall geben wir eine Behandlungsempfehlung sowie den Zeitraum der nächsten Untersuchung auf dem Befund mit an. Die entsprechenden Wurmkuren sollten dann bei Haustierarzt gekauft werden. Erfolgt kein behandlungsbedürftiger Nachweis geben wir den Zeitpunkt der nächsten sinnvollen Beprobung auf dem Befund mit an.

Pferdeflüsterei.de: Muss ich das betroffene Pferd dann von den anderen trennen und ihm 3 Tage Boxenruhe verordnen, damit es die Würmer in der Box lässt, die rausgeschwemmt werden dank der Wurmkur?

Nana (KoProLab): Nein, die behandelten Pferde müssen nicht von den von den anderen Pferden getrennt werden, die Ausscheidung der infektiösen Eier findet nämlich vor der Wurmkur statt. Alles was nach der Wurmkur ausgeschieden wird, ist nicht entwicklungsfähig. Von erwachsenen Würmern oder den Eiern im frischen Kot geht keine Ansteckungsgefahr aus. Alle Wurmarten müssen erst eine längere Entwicklung ausserhalb des Körpers durchlaufen, um in ein infektiöses Stadium zu gelangen.
Aber wir empfehlen schon, die behandelten Pferde in den ersten 3-5 Tagen nach der Eingabe nicht auf die Grasweide zu stellen. Das dient einfach dem Schutz des Bodenlebens und des Grundwassers, weil der Kot in dieser Zeit teils hohe Konzentrationen des verwendeten Wirkstoffs aufweist und der sollte nicht ausgeschwemmt werden. Die Wirkstoffe sollen ja Wirkung haben und sind zum Teil hochgiftig für eine Vielzahl von Bodenlebewesen und Fische

Pferdeflüsterei.de: Wie gehe ich dann mit der Boxenhygiene in der Zeit um?

Nana (KoProLab): Das Maß der nötigen Boxenhygiene ist stark abhängig von der Endoparasitenart, die das Pferd in sich trägt. Bei Strongyliden ist die Weidehygiene das Wichtigste, bei Spulwurm und Oxyuren findet die Übertragung vo rallem in der Box oder im Offenstall durch fressbare Einstreu und Heu vom Boden statt. Man muss also je nach Parasitenart schauen. Generell sollten aber die Boxen und der Offenstall sowieso täglich gründlich gereinigt werden.

Pferdeflüsterei.de: Die Wurmkuren sind schon kleine Chemiekeulen – sollte man danach zum Beispiel eine Magen-Darmkur oder etwas für die Leber füttern?

Nana (KoProLab): Da kann ich alle beruhigen. Das ist nicht nötig. Die Wirkstoffe werden nur zu einem kleinen Teil über den Körper verstoffwechselt, der größte Teil des Wirkstoffs wirkt nur im Darm auf die Endoparasiten und wird anschließend wieder mit dem Kot ausgeschieden. Eine gesunde Pferdefütterung mit ausreichend qualitativ hochwertigem Grundfutter wie Heu ist ausreichend um eine Wurmkur zu begleiten. Alles was man zusätzlich füttert belastet mehr als es nützt.

Kritik an der zeitgemäßen selektiven Entwurmung – was ist dran?

Pferdeflüsterei.de: Es gibt ja auch immer wieder Kritik an der Zeitgemässen Selektiven Entwurmung. Was ist zum Beispiel dran an dem Kritikpunkt, dass man unter Umständen mit der Kotprobe ein Äpfelchen erwischen kann, dass wenig bis keine Eier enthält und so dem Pferd unter Umständen mit der selektiven Entwurmung schaden könne, weil man die Parasiten eben nicht entdeckt?

Nana (KoProLab): Man muss es einfach richtig machen, dann funktioniert es sehr gut. Strongliden und Spulwürmer sind zum Beispiel Dauerausscheider, bei hoher Ausscheidung sind die Eier also zuverlässig nachweisbar. Weil wir die Proben in regelmäßiger Frequenz wiederholen, ist der Nachweis auch bei niedriger Ausscheidung zuverlässig möglich. Sichtung von adulten Würmern bei zum Beispiel Oxyuren, Spulwürmern und anderen, gelten auch als Nachweis und sollten mit dem betreuenden Tierarzt oder Labor individuell besprochen werden.

Pferdeflüsterei.de: Noch so ein Punkt, der im Netz kursiert: Da nur weibliche Parasiten Eier legen – kann es sein, dass das Pferd zwar Würmer hat, man sie aber über die Kotprobe nicht nachweisen kann? Ist das eine Urban Legend oder ist da was dran?

Nana (KoProLab): Das stimmt auch nicht so ganz. Weil es im Pferd nie nur männliche Würmer gibt, ist bei einem Befall auch ein Nachweis möglich.

Pferdeflüsterei.de: Dann kursierte ja noch die Kritik, dass Pferde zwar hochgradig verwurmt sein können, aber eben einfach keine Eier ausscheiden – dann könne man die Parasiten quasi auch nicht entdecken?

Nana (KoProLab): Dieses Argument wird gerne eingesetzt, wenn Oxyuren gesichtet werden. Die Eier der Oxyuren sind in der Kotprobe meist nicht nachweisbar, weil die Weibchen zur Eiablage aus dem Anus auswandern und die Eier um den Anus herum ablegen. Es bedeutet also nicht, daß wenn die Würmer aus dem A…kommen, dass der Darm dann randvoll ist, sondern es gehört einfach zu ihrem normalen Lebenszyklus so zu handeln. Und ansonsten muss man einfach mal nur kurz hinschauen, wie die Parasiten funktionieren, um diese Frage zu beantworten. Die Endoparasiten unterliegen ja einem festen Entwicklungszyklus und es gibt immer unzählige verschiedene Entwicklungsstadien im Pferd. Der Lebenszweck der Würmer ist die Arterhaltung, deswegen macht es für die Würmer keinen Sinn im Pferd zu leben aber keine Nachkommen zu schaffen. Da eine neue Generation immer mit der Eiablage beginnt, ist die Eiablage für die Arterhaltung zwingend nötig und wird deswegen auch immer wieder betrieben.

Pferdeflüsterei.de: Gibt es denn auch Parasiten und Würmer, die ihr über die Kotprobe nicht richtig nachweisen könnt? Also: Wie sicher wirkt die Zeitgemässe Selektive Entwurmung gegen Parasiten?

Nana (KoProLab): Ja es gibt Endoparasiten die über ein Kotprobe nicht sicher nachweisbar sind. Dazu zählen zum Beispiel die obengenannten Oxyuren. Auch der Nachweis von Bandwurmbefall ist deutlich schwieriger und eine Aussage über den Bandwurmstatus ist erst nach dem Kategorisierungsjahr einigermassen zuverlässig machbar. Da gilt nach wie vor: Bei unklarem Status sollten die Pferde 1 x jährlich behandelt werden.
Magendasseln werden zum Beispiel auch gerne zur den Endoparasiten gezählt, obwohl das eigentlich nur parasitär im Pferd lebende Larven der Dasselfliege sind. Die Dasselfliege legt in den Sommermonaten ihre Eier auf dem Fell der Pferde ab und die nehmen die Eier und Larven dann bei der Fellpflege auf. Von da wandern sie in den Magen und überwintern dort. Im kommenden Frühjahr verlassen die Larven das Pferd wieder, um ihre Entwicklung zur Fliege fortzusetzen. Da ist mein Tipp, dass man sein Pferd am Besten bei unklarem Dasselstatus im Winter entwurmen sollte.

Pferdeflüsterei.de: Jungpferde sollen ja besonders gefährdet sein in Sachen Würmer – kann ich denn mein Fohlen oder Jungpferd auch mit Zeitgemässer Selektiven Entwurmung behandeln?

Nana (KoProLab): Ja, das ist möglich. Allerdings müssen die Untersuchungsintervalle und die Haltungsbedingungen dann angepasst werden. Meist ist eine häufigere Beprobung notwendig. Einige Labore bieten da zum Beispiel eine Flatrate für die Beprobungen an, um die Kosten im Rahmen zu halten. Das ist übrigens auch sinnvoll so zu Entwurmen. Grade der Spulwurm zeigt inzwischen schon sehr oft Wirkstoffresistenzen, wodurch es gerade in Aufzuchtbetrieben mit hohem Jungpferdeanteil häufig zu großen Problemen mit Wurmbefall kommt

Pferdeflüsterei.de: Vielen Dank für die Infos und das Interview!

INFO: Nana Keck leitet das KoProLab und macht den ganzen Tag nichts anderes, wie Parasiten im Pferd zu untersuchen und mehr über die fiesen Biester herauszufinden. Sie war auch als Expertin bei Pfernetzt.de dabei und kennt sich super aus. Du kannst mehr über sie auf ihrer Webseite erfahren – HIER kommst du mit einem Klick zum KoProLab

6 Kommentare zu “Wurmkur beim Pferd: So geht’s richtig!

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    ein sehr interessanter Artikel. Hier werden die Ponys auch nicht einfach entwurmt sondern immer nur nach positiver Kotprobe.
    Das ist bei uns tatsächlich etwas aufwändig, weil die Ponys im Offenstall leben und ich nicht sagen kann, welcher Apfel von welchem Pferd stammt. Also heißt es mehrmals im Jahr warten auf die K… Das macht gerade, wenn es kalt ist, nicht viel Spaß. Zudem haben meine Ponys die Angewohnheit nicht zu ka…, wenn ich was mit ihnen mache. Also stehe ich rum und beobachte die Hinterteile der drei. Aber es lohnt sich für mich allemal. Zumal gerade unser Ponymädchen sehr empfindlich auf die Wurmkur reagiert. Wir mussten sie letztes Jahr einmal entwurmen und prompt hatte sie danach richtig Durchfall und Probleme mit Kotwasser. Sie ist da sowieso empfindlich und ich bin froh, dass ich ihr die ständigen Wurmkuren so ersparen kann.
    Übrigens mach ich es bei meinen Hunden genau gleich. Die wurden bisher noch nie entwurmt, weil sie noch keine einzige positive Kotprobe hatten.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Miriam, das klingt klasse – bis auf das Herumstehen und Betrachten der Pferdepopos 😉 Ich überlege auch umzustellen, weil ich es einfach so viel logischer finde. Unsere Katzen wurden auch noch nie entwurmt, weil wir lieber getestet haben. Ganz liebe Grüße, Petra P.s: Ich habe dir jetzt die "Keks"-Idee geklaut und Carey findet das Signalwort super und sehr logisch

  2. Patrizia sagt:

    Sehr hilfreicher Artikel! Und tolles, informatives Interview mit der Laborleiterin. Werde nun meine Stute auch umstellen auf die Selektive Entwurmung. Mal schauen wie gut das klappt wenn sie das einzige Pferd in der Herde, dass selektiv Entwurmt wird. Danke für den tollen Artikel!

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Patrizia, das freut uns sehr. Als Labor kann ich dir das KoProLab sehr empfehlen. Nana macht das klasse 🙂 Ich bin auf jeden Fall gespannt und schicke euch viele liebe Grüße, Petra

  3. Svenja Thiede sagt:

    Liebe Petra, danke für diesen wichtigen Artikel und das Interview mit Nana! So langsam verbreitet sich die Idee der Zeitgemäßen und Selektiven Entwurmung – die blinde Strategie ist einfach unlogisch. Sie wurde in den 60er Jahren eingeführt, um die großen Strongyliden loszuwerden. Das hat prima geklappt, und nun wird es Zeit, umzudenken. Heißer Tipp für alle Probennehmer: Tüte einstecken und ab ins Gelände – auf einem langen Ausritt (oder Spaziergang) muss jeder mal. Tatsächlich habe auch ich den Eindruck, dass die Pferde genau wissen, was man von ihnen will, wenn man ihnen den ganzen Tag auf den Hintern starrt (als Tierärztin habe ich dann mal nach zwei Tagen warten meinem eigenen Pferd die Probe direkt entnommen – fand er nicht witzig – nächstes Wochenende wird sich zeigen, ob er sich das gemerkt hat, wenn die nächsten Proben dran sind)

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Svenja, tatsächlich frage ich mich auch, warum man es eigentlich anders macht. ZSE klingt so viel besser, gesünder und logischer. Aber man macht es eben so, wie man es immer gemacht hat und dann macht es natürlich auch weniger Mühe einfach 4 mal im Jahr was reinzuschieben, als Kot zu sammeln und Tüten zu versenden.. Ich denke, dass das Teil des Ganzen ist. Ganz liebe Grüße und danke für den "heissen" Tipp :-))))) Petra

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