Artikel aktualisiert am 02.03.2017

Mein Pferd hatte plötzlich Juckreiz und Schuppen ohne Ende am Mähnenkamm. Der Tierarzt war da. Eine Impfung nach der anderen. Milben, eventuell Sommerekzem. Das Pferd hat sich weiter gekratzt und gekratzt. Die halbe Mähne war schon weg. Dann gab’s eine Emulsion, die sollte man laut Packungsanleitung besser nicht in die Augen oder an die Schleimhäute bekommen. Noch mehr Schuppen. Dann habe ich mich schlau gemacht, eine Tierheilpraktikerin gefragt. Sie hat Homöopathie und Kräuter bekommen.

Und keine 1 – 2 Wochen später waren die großen Schuppen weg. Jetzt, 2 Monate später, kratzt sich mein Pferd nicht mehr. Die Mähne wächst nach. Nur mit Schwarzkümmelsamen und Globuli. Und soll ich dir noch eine Geschichte erzählen?

Unser Kater, hatte tränende Augen. Wir sind also zum Tierarzt. Tropfen gekauft. Zweimal täglich unter fauchendem Protest in die Augen geträufelt. Es wurde minimal besser. Also nochmal zum Tierarzt und nach homöopathischen Mitteln gefragt. Die Kombination aus Schüßler-Salzen (zum Beispiel von HIER) und Echinacea im Futter und Euphrasia Augentropfen hat’s gebracht. Fertig. Die Kater-Augen sind seitdem gesund.

Kater Homöopathie

So – das waren zwei Geschichten – zwei verschiedene Lebewesen – ein Ergebnis.

Letztlich weiß ich nicht sicher, was geholfen hat. Vielleicht waren es die Globuli, vielleicht die Kräuter, die ich zusätzlich gefüttert habe, vielleicht waren es die Tropfen mit klassischer Phytomedizin – also Pflanzenheilkunde – vielleicht war es die Mischung aus meiner Stallapotheke.

Schüßler-Salz und Homöopathie Pferde

Den putzigen Hipster-Beutel für deine Stallapotheke bekommst du übrigens HIER

Umstrittene alternative Medizin?

Ich weiß, dass die Homöopathie und auch viele alternative Heilmethoden wie Schüßler-Salze umstritten sind. Es ist ein Stückweit einfach Glaubenssache. Ich kann nichts beweisen, wie auch die Homöopathie im Grunde keine Studien hat die sie auf den Tisch knallen kann. Ich möchte dir einfach nur von meinen Erfahrungen und meiner persönlichen Meinung berichten.

Vielleicht hilft das dir und deinem Pferd, vielleicht findest du Homöopathie und viele andere alternative Heilmethoden auch ganz grauenvoll, dann ist das auch okay. Jeder findet den Weg, der zu ihm am besten passt.

Alternative Heilmethoden – ja oder nein?

Meiner führt mich immer mehr zu alternativen Heilmethoden wie den Schüßler-Salzen, zu Kräutern und Pflanzenheilmitteln und auch zur Homöopathie. Ich kenne nämlich viele dieser Geschichten. Von Katzen-, Hunde- und Pferdebesitzern.

Weide-Start Pur - KR-WSKR-1Ich persönlich stelle mir den Körper immer wie ein ausgeklügeltes System vor, mit ganz vielen verschiedenen Stellschrauben. Deswegen kommt mir der Gedanke von alternativen Heilmethoden entgegen, besonders der Pflanzenheilkunde, aber auch der Homöopathie.

HIER findest du zusätzlich Infos zum Thema Kräuter und Pflanzen in der Pferdefütterung – “Angebot und Nachfrage – ein genialer Trick in der Pferdefütterung”

Aber das ist meine persönliche Meinung. Die Homöopathie ist ein echter Diskussionsfaktor und ich will mit dem Artikel auch niemanden überzeugen, der nicht daran glaubt. Manches klingt auch einfach esoterisch. Aber für mich hat es immer wieder funktioniert, deswegen glaube ich daran. Deswegen will ich dir aber auch sagen, was die Kritiker der alternativen Heilmethoden wie Homöopathie oder Schüßler-Salzen sagen, damit du beide Seiten kennst. Ich fasse dir außerdem grob zusammen, wie Kräuter und Pflanzen wirken, wie das Immunsystem des Pferdes funktioniert, was Homöopathie bedeutet und welche Idee dahinter steckt und gehe ein alternatives Heilmittel ganz genau an – die Schüßler-Salze.

Welche Formen der Naturheilkunde – ganzheitlichen Medizin gibt es?

Ganzheitlich heißt, dass Seele und Körper deines Pferdes betrachten werden und zwar immer der ganze Körper. Da gibt es verschiedene Behandlungsmethoden – zum Beispiel:

  • Akupunktur
  • Homöopathie
  • Bachblüten
  • Schüßler-Salze
  • Naturheilkunde
  • Biologische Tiermedizin
  • Umweltmedizin
  • TCM – Traditionelle Chinesische Medizin

Du siehst schon, es gibt sehr viele Ansätze.

Über die Bachblüten zum Beispiel – kannst du HIER bei Herzenspferd noch mehr nachlesen

Schüßler-Salz fürs Pferd B

Gleich fasse ich dir die Schüßler-Salze und die Art und Weise wie sie wirken sollen zusammen. Aber vorher noch ein bisschen Basis-Wissen zu den alternativen Methoden und was die Kritiker sagen.

Was sagen die Kritiker – einige Argumente

  • Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die die Wirkung homöopathischer Mittel beweist
  • Die Stoffe sind so stark verdünnt, dass eigentlich in den Globuli und Tinkturen nichts mehr drin ist – von „Nichts“ kann auch keine Wirkung kommen
  • Zu der Erfindungszeit der Homöopathie, gab es noch zweifelhafte medizinische Methoden wie Aderlass oder Schröpfen – klar, war die Homöopathie damals erfolgreich, weil die Menschen nicht mehr zu ihrem schrecklichen Arzt mit seinen schrecklichen Methoden gegangen sind und der Körper sich einfach selbst geheilt hat
  • Die Theorie von den Selbstheilungskräften, die über die energetische Nachricht des Heilstoffes im Globuli geweckt werden, ist Quatsch.
  • Die Natur heilt ohnehin oder lässt dahin siechen – auch ohne Heilmittel. Egal ob Erkältungen oder Brüche – sie heilen oder das Lebewesen überlebt die Krankheit nicht. Mit oder ohne Homöopathie wäre der Ausgang der Gleiche
  • Meist gibt es Begleitumstände, wenn man krank ist – man verändert parallel die Ernährung oder Lebensweise – bewusster und achtsamer – und daran gesundet man letztlich

Homöopathie – was ist das eigentlich?

Kurz und ziemlich vereinfacht gesagt will die Homöopathie dem Körper helfen, sich selbst zu heilen, weil sie dort ankurbeln und unterstützen will, wo vielleicht gerade ein Problem ist.

Homöopathie = Homoios (Gleich oder Gleichartig) und pathos (Leid oder Schmerz) aus dem Griechischen

Bedeutet im Grunde, das Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden soll. Und das ist auch das Grundprinzip: “Similia similibus curentur”. Es sollen also dem Kranken stark verdünnte Stoffe gegeben werden, die bei einem gesunden Menschen unverdünnt die gleichen Symptome hervorrufen würden, die der Kranker hat.

Das hat ein Arzt vor über 200 Jahren entdeckt – im Selbstversuch.

Die Idee: Wenn es Stoffe gibt, die bei Gesunden krankheitsähnliche Symptome auslösen können, müssten doch die gleichen Stoffe kranke Menschen mit diesen Symptomen heilen können. In dem sie im Grunde so die Selbstheilungskräfte des Körpers anstossen.

Dazu werden die Mittelchen potenziert. Das ist das zweite Grundprinzip der Homöopathie. Der Arzt hat damals festgestellt, dass seine Patienten zum Teil heftige Nebenwirkungen bekamen, wenn sie die Substanzen unverdünnt eingenommen haben.

Deswegen wurden die Mittel verdünnt, geschüttelt und damit potenziert. Dadurch soll sich je nach Potenzierungsgrad ein Teil des Wirkstoffes oder nur noch die Energie des Wirkstoffs auf die Wasser- und Milchzuckermoleküle verlagern.

Das entstandene Heilmittel besitze dann die Energie des Wirkstoffes und kann so wiederum die Heilenergie im Körper anstoßen. So hatte man aus Sicht des Arztes die Heilwirkung ohne die Nebenwirkung. Katharina Thöne von apopet, ein Hersteller von Bachblüten und Schüßler-Salzen, sagt dazu folgendes:

„Jeder Stoff trägt eine bestimmte Information in sich, die bei der Herstellung in das Lösemittel übergehen soll. Bei jeder weiteren Potenzierungsstufe intensiviert sich die Information, und das, obwohl die eigentliche Ursubstanz mengenmäßig immer weniger wird. Das „D“ steht für 10, also eine 10er-Potenz; die Zahl dahinter dafür, wie oft der jeweilige Stoff in dem Verhältnis mit zum Beispiel Milchzucker verrieben wurde (Beispiel: Potenz D6 = Stoff wurde 6x im Verhältnis 1:10 verrieben). Tiefe Potenzen wirken in akuten Fällen und auf körperlicher Ebene. Je höher die Potenz wird, desto eher setzt man es bei chronischen Beschwerden ein, die Wirkung wechselt von der körperlichen auf die psychische Ebene.“ (Katharina Thöne)

Das alles soll nach einem Reiz-Reaktionsprinzip ablaufen. Der Körper soll durch die Einnahme der Heilmittel zum Beispiel dazu angeregt werden eigene Abwehrkräfte herzustellen. Damit das Pferd wieder fit über die Wiese rasen kann.

Weidesaison Pferd

Exkurs – Immunsystem des Pferdes

Nehmen wir ein Pferd, es ist immer wieder krank. Hat immer wieder Magen-Darm-Probleme.

Wenn dein Pferd immer wieder krank ist, bedeutet das ja eigentlich, dass sein Immunsystem schwächer ist als bei einem gesunden Pferd und der Stoffwechsel vielleicht nicht so gut funktioniert. Ganz vereinfacht gesagt. Deswegen müssen wir alles dafür tun, das Immunsystem zu stärken und nicht nur die Krankheitssymptome zu bekämpfen.

Du musst dir das Immunsystem vorstellen wie eine mittelalterliche Burg:

  • Der Schützengraben = Die Haut, die Schleimhaut, der Verdauungstrakt deines Pferdes
  • Der Burgwall = die natürlichen Abwehrkräfte deines Pferdes. Eindringling wie Viren oder Bakterien werden wahrgenommen und von dafür zuständigen Zellen beseitigt
  • Die Krieger und Ritter im inneren der Burg = der Kampf mit natürlichen Antikörpern gegen die Eindringlinge

Wenn dein Pferd aber Stress hat oder nicht artgerecht gehalten wird oder von Natur aus ein schwächeres Immunsystem mitbekommen hat, dann ist diese Burg ziemlich bröckelig. Dann haben Ekzeme, Mauke, Pilzerkrankungen, Allergien, Husten und andere Krankheiten eine Chance.

Basiswissen – Darm, Leber und Niere vom Pferd:

Der wichtigste Körperteil in deinem Pferd ist im Grunde der Darm. Vom Darm geht alles aus. Wenn das Milieu im Darm ausgeglichen ist läuft der Stoffwechsel, das Immunsystem ist stark und der Körper hat mehr Kraft, um alle Viren, Keime, Pilze und Bakterien abzuwehren.

Ganz wichtig sind auch die Organe, die dem Körper beim Entgiften helfen. Also die Leber und die Nieren für das Immunsystem. Wenn das nicht richtig läuft, sammeln sich langfristig Giftstoffe an und das wiederum kann auch krankmachen.

INFO: Kräuter und Pflanzen

Die ganze Medizin ist aus der Pflanzenheilkunde entstanden – auch die klassische Medizin.

Pflanzen haben viele gute Inhaltsstoffe, wie Flavonoide, Vitamine, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calzium, Magnesium, Kalium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Selen und und und. Die wirken basisch im Körper.

Deswegen bin ich zum Beispiel ein großer Fan der Heilkräuter im Pferdefutter – kurweise. Auch eine tolle Ergänzung und wieder anders als Homöopathie oder Schüßler-Salze, weil geballte Kräuterkonzentration. Ich mische gerne beides. Damit der Körper meines Pferdes im Gleichgewicht ist.

Du musst dir das im Grunde wie ein Glas Apfelschorle vorstellen:

  • Je mehr Apfelsaft drin ist, umso süßer wird die ganze Sache
  • Damit sie im Gleichgewicht ist, muss eine gesunde Mischung aus Wasser und Apfelsaft in dem Glas sein

Genauso ist es mit dem Säure-Base-Haushalt des Körpers. Es gibt Lebensmittel und Lebensweisen die säurebildend wirken, und es gibt aber auch Lebensmittel und Lebensweisen die basenbildend sind.

Der Körper sollte eher basisch sein und nicht zu sauer werden. Das kann man sehr gut über viel Bewegung und die Ernährung lösen.

Jetzt kommen wir wieder zu den Mineralstoffen – denn die haben zum Beispiel eine basische Wirkung. Zucker hat eine säurebildende Wirkung – um ein anderes Beispiel zu nennen – deswegen gehört Zucker aus meiner Sicht auch nicht ins Pferd. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Der Darm braucht auch Mineralstoffe, um eine gute Darmflora aufbauen zu können. Und bei der Entgiftung neutralisieren Spurenelemente und Mineralstoffe und helfen so dem Körper.

Dein Pferd würde sich das alles in der Natur holen, wenn es als Wildpferd von Busch zu Busch, von Grashalm zu Blatt und von Baum zu Baum streifen würde.

Pferd frisst Kräuter

Da es das nicht mehr kann, unterstütze ich mein Pferd:

  • damit es seine kleinen Krieger gegen die Bakterien in den Kampf schicken kann, um das Bild mit der Burg nochmal auszugraben
  • anschließend soll der Körper den Burggraben ausbauen und die Burgwälle wieder befestigen
  • und die Krieger stärken und trainieren

Homöopathie für Pferde

Da wollen alternative Heilmethoden wie die Homöopathie ansetzen und Immunsystem und Stoffwechsel so sehr stärken, dass Krankheiten weniger Chancen haben. Da jede Burg und jeder Körper individuell ist, sollen auch die alternativen Heilmittel individuell eingesetzt werden.

Also: Nicht einfach eine Magentablette bei Magenproblemen oder Kotwasser einwerfen, sondern individuell bei jedem Pferd schauen, was Ursache für die Krankheit sein könnte und dann individuell nutzen.

Man geht davon aus, dass der Körper so viele verschiedene Stellschrauben hat, dass nicht ein Medikament für eine Krankheit für alle Lebewesen richtig sein kann. Sondern es wird mit so vielen verschiedenen Mitteln feinjustiert, bis das Problem gefunden ist.

Alternative Medizin für Pferde – Beispiel: Schüßler-Salze

Was ist das? Die Salze gehören auch zur alternativen Medizin. Benannt nach ihrem Entdecker Dr. Wilhelm Schüßler. Der sein Leben ein Stückweit der Erforschung von Krankheiten gewidmet hatte. Dabei hat er die Mineralsalze für sich entdeckt. Insgesamt gibt es 12 verschiedene Salze, die er in seinem System verzeichnet hat. Das sind die sogenannten Funktionsmittel. Seine Jünger haben später noch 15 Ergänzungssalze festgelegt – die sogenannten Ergänzungsmittel. Das aber nur am Rande zu deiner Info. Im Artikel konzentriere ich mich jetzt auf die 12 Funktionsmittel nach Schüßler.

Auch die Salze werden gerne kritisiert. Wie kann das sein, dass so ein bisschen Mineralsalz heilen soll? Wie sollen diese Miniatur-Mengen eine Wirkung entfalten?

Ich kann dir die Frage nicht beantworten. Ich weiß es nicht und ja: es klingt irgendwie unlogisch. Aber ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es funktioniert und glaube deswegen daran. Aber nicht als Alternative zur Schulmedizin, sondern als sinnvolle Ergänzung.

Schüßler-Salz und Homöopathie Pferde

Zusammen mit gutem Futter, korrektem Training und guter Haltung.

Pferd grast Weide

Das alles sind Faktoren, die dein Pferd gesund erhalten. Und die alternativen Heilmethoden können ein kleiner Baustein sein. Garantieren kann ich dir das nicht. Am Ende kannst du dich nur darauf einlassen und den Weg der alternativen Medizin zusätzlich zur klassischen Schulmedizin gehen. Wenn er dir logisch erscheint.

Wie sollen die Schüßler-Salze wirken?

Die Schüßler-Salze sollen sozusagen auf Zellebene wirken. Vor allem in den Zellraftwerken, den Mitochondirien.

Die Idee: Die Schüßler-Salze sollen mit ihren Mineralstoffen genau diese kleinen Zellen und Mitochondrien bei der Selbstheilung im Körper unterstützen wenn dort Mängel bestehen und deshalb die Zellebene aus der Balance gekommen ist.

Da gibt es 12 nummerierte Salze, die laut Wilhelm Schüßler alle wichtigen Mineralstoffe beinhalten sollen. Sie sind potenziert, sprich: nach dem Prinzip behandelt, dass ich dir vorhin genauer erklärt hatte.

Es gibt sie in Form von:

  • Tabletten
  • Tropfen
  • Globuli

Tropfen werden eigentlich immer mit Alkohol hergestellt – insofern ist es bei Pferden passender auf die Tabletten oder Globuli zu setzen, wenn du dich dazu entscheidest sie zu nutzen.

Sie sollen angeblich nicht nur bei körperlichen, sondern auch bei seelischen Themen helfen. Bei Verhaltensstörungen oder psychischen Problemen beispielsweise. Ich persönlich glaube nicht an diese Wirkung. Wenn wir Probleme mit uns selbst haben oder das Pferd Ängste hat, ist es aus meiner Sicht wichtig das Problem anzugehen, die Kommunikation mit dem Pferd anzusehen oder das Selbstbewusstsein zu stärken und nicht ein Salz zu geben. Aber wer weiß, vielleicht können die homöopathischen Mittel doch auch Prozesse im Körper anstossen, die dann wieder der Psyche helfen.

Bachblüten zum Beispiel sollen bei seelischen Fragen noch besser wirken – zu den Bachblüten hat Christina von Herzenspferd einiges geschrieben. Das kannst du HIER nachlesen

Aber zurück zu den körperlichen Fragen, die mir logischer erscheinen.

In der Welt von Schüssler sind jedem Organ beziehungsweise Organsystem verschiedene Salze zugeordnet.

Schüßler-Salz fürs Pferd 11

Die 12 Schüssler-Salze und was sie können sollen – ein Auszug:

  • Nummer 1: Calcium fluoratum = Skelett und Zähne, Gelenke, Sehnen, Hufe, Muskeln usw. Es soll gut sein bei Arthrose oder Gelenkproblemen, Zahnproblemen, Hautausschlag, Verhärtung der Drüsen oder Fehlstellungen des Pferdes
  • Nummer 2: Calcium phosphoricum = Zellaufbau, Nerven und Herz. Wenn dein Pferd also Muskelschwäche hat oder schlechte Wundheilung oder unter Erschöpfung leidet – vielleicht erhöhte Panikmomente hat oder Nervös ist usw. dann ist das Salz dafür angedacht
  • Nummer 3: Ferrum phosphoricum = fördert die Durchblutung und soll gut bei Entzündungen helfen – oder Durchfall
  • Nummer 4: Kalium chloratum = gut für die Schleimhäute – deswegen gut für die Entgiftung, wird bei den verschiedensten Krankheiten rund um die Schleimhäute nach Schüssler eingesetzt
  • Nummer 5: Kalium phosphoricum = das gute Nervensalz, außerdem für den Stoffwechsel der Pferdemuskeln – kann also auch gut bei Fieber gegeben werden oder Muskelschwäche und Sehnenproblemen
  • Nummer 6: Kalium sulfuricum = Das Hautsalz oder auch Fellsalz. Soll gut sein bei Pilzen, Allergien oder Entzündungen im Hautbereich. Soll bei der Ausscheidung und damit beim Entgiften helfen
  • Nummer 7: Magnesium phosphoricum = Schmerzmittel und soll entkrampfend wirken. Außerdem gut fürs Herz und bei Übersäuerung. Du ahnst es vielleicht schon – es hilft deswegen in der Welt von Schüssler auch dem Darm und soll gegen Stoffwechselstörungen eingesetzt werden oder beim Hang zu Darmkoliken
  • Nummer 8: Natrium chloratum oder auch Kochsalz = Flüssigkeitshaushalt und gut für die Schleimhäute. Wenn das Fell zum Beispiel zum Ekzem neigt oder das Pferd Durchfall beziehungsweise Verstopfungen hat – soll es auch gut sein
  • Nummer 9: Natrium phosphoricum = Gut für den Stoffwechsel und entsäuernd – also all die guten Sachen wie Entschlackung, Entgiftung, schön laufender Stoffwechsel – Darmpilz, Husten usw. dafür soll es unter anderem gut sein
  • Nummer 10: Natrium sulfuricum = Gut für den Flüssigkeitshaushalt aber gleichzeitig auch für Galle und Leber – sagt Schüssler. Wenn das Pferd also zum Beispiel Mauke, Juckreiz, Durchfall oder Pilz hat – soll es gut wirken
  • Nummer 11: Silicea = Bindegewebe. Du kennst es vielleicht aus der Kieselerde. Soll gut sein für Haare, Knochen und die Hufe
  • Nummer 12: Calcium sulfuricum = Reinigungsmittel nach Schüssler. Also für den Lymphfluss, soll das Zellwachstum fördern und wird gerne bei Entzündungen gegeben oder Wachstumsstörungen

Das war eine kurze Zusammenfassung und hat keinerlei Anspruch an Vollständigkeit. Ich wollte dir nur einen ersten Überblick verschaffen. Jedes einzelne Salz soll noch viel mehr können. Wenn du also einzelne einsetzen willst, dann musst du nochmal zu jedem Salz genauer nachsehen, ob und wie du es am besten einsetzt. Beziehungsweise einen Heilpraktiker fragen.

Nebenwirkungen soll es laut Heilpraktikern keine geben – weshalb die Schüßler-Salze auch gerne zur Vorsorge eingesetzt werden. Allerdings ist das alles nicht über ein Blutbild nachweisbar.

Wie werden sie eingenommen?

  • Entweder: in Form von Globuli, die auf der Zunge zergehen sollten – sprich: dem Pferd in einem ruhigen Moment füttern, wenn es nicht gerade intensiv mit dem Kauen von etwas beschäftigt ist, damit es die Globuli nicht einfach herunterschluckt.
  • Oder: In Form Tropfen, die auch in der Mundschleimhaut bleiben sollten – deswegen kannst du diese einfach auf eine kleine Spritze aufziehen und deinem Pferd ins Maul eingeben.

Wichtig ist aber auch: Egal, was dein Pferd hat – frag immer auch den Tierarzt, lege nicht einfach alleine los. Du weißt nicht, was dahinter steckt. Bei starken Krankheiten wie Kolik, Lahmheiten und anderen Problemen – wenn dein Pferd also körperlich akut erkrankt ist oder eine chronische Erkrankung hat – erst Recht.

Danach kannst du das Immunsystem deines Pferdes zusätzlich unterstützen. Aber die Homöopathie hat auch ihre Grenzen – genau wie andere alternative Heilmethoden und du musst immer aufpassen, dass du nicht Krankheiten verschleppst, die eigentlich dringend von einem Tierarzt behandelt werden müssen.

Behandlung mit Schüßler-Salzen beim Pferd: Wie viel muss ich meinem Pferd geben?

Auf den Salzen steht in aller Regel ein Dosierungshinweis für Mensch oder Kleintiere – nach Körpergewicht. Das kannst du im Grunde für dein Pferd als Richtwert nehmen und hochrechnen.

„Daran kann man sich in den meisten Fällen gut orientieren. Empfehlenswert ist meist aber die Dosierung nach Stärke und Häufigkeit der Beschwerden. In akuten Fällen würde man die Schüßler-Salze öfters am Tag verabreichen, sicher auch mehrere Tabletten geben (in manchen Fällen sogar stündlich). Handelt es sich um länger andauernde, vielleicht auch chronische Beschwerden, wird die Häufigkeit der Gabe verringert.“ (Katharina Thöne – apopet)

Und jetzt – ganz praktisch – zwei Beispiele für den Einsatz beim Pferd

Vorab die Info: Du bekommst es Heilmittel in allen Apotheken über die sogenannte PZN – das ist eine Nummer, die jedem Medikament zugeordnet ist. Ich schreibe dir also immer mal wieder eine PZN dahinter, damit du weißt, was ich genutzt habe. Ich bin aber keine Tierärztin und berichte hier nur von meinen eigenen Erfahrungen und wie ich das bei meinem Pferd mache.

Ein Beispiel für eine Basis-Unterstützung für das Immunsystem – immer im Frühjahr und Herbst – beides jeweils hochgerechnet auf die Kiloanzahl deines Pferdes (Steht auf der Verpackung)

  1. Schritt 1: Entgiftung
    1. Zum Beispiel mit den Weidestart-Kräutern von der Krauterie (bekommst du hier)
    2. Dazu das Schüssler-Salz Nummer 10 (PZN: 11685751) – so sollen Leber und Niere unterstützt werden
  2. Schritt 2: Darmsanierung
    1. Mit den Magen-Darm-Kräutern von der Krauterie (HIER gibts mehr Infos dazu)
    2. Dazu: die Schüssler-Salz-Kombination (PZN: 11685805) – das soll den Darm deines Pferdes aufbauen

Schüßler-Salz fürs Pferd M

Natürlich kann das Pferd trotzdem krank werden, je nachdem wie es um seine Grundkonstitution und die Haltung steht, wie stark die äußerlichen Faktoren einwirken. Ein gutes Immunsystem macht das Pferd ja nicht resistent gegen Viren und Keime, aber es kann sie besser abwehren, wenn es ein gutes Abwehrsystem hat. Und das hat seinen Anfang nun einmal im Darm.

Noch ein BeispielDurchfall:

„Bei den Schüßler-Salzen stellt man sich die Frage, woher der Durchfall kommt und wählt zum Beispiel Mittel für die Schleimhäute (Nummer 4), den Flüssigkeitshaushalt im Körper (Nummer 8). Bei falschem Futter oder Unverträglichkeiten ist eine Kombination von Nummer 9 und 10 sinnvoll. In der Homöopathie fragt man sich, wie der Durchfall beschaffen ist (Farbe, Geruch, Häufigkeit, Konsistenz).

Nach der akuten Beschwerdelage sucht man das Mittel aus (Ähnliches mit Ähnlichem). Es gibt eine große Anzahl verschiedener Mittel. Ein Beispiel wäre Arsenicum album, welches meist bei Vergiftungsreaktionen eingesetzt wird, bei nächtlicher Verschlimmerung, wenn das Pferd einen schlappen, kraftlosen Eindruck macht. Grundsätzlich muss auf eine ausreichende Trinkmenge und die Ergänzung von Elektrolyten geachtet werden, da es sonst schnell zu Kreislaufproblemen kommt.“ (Katharina Thöne – apopet)

Dazu zum Beispiel auch die Magen-Darm-Kräuter von der Krauterie (du bekommst sie HIER) – aber bitte in Absprache mit deinem Tierarzt, damit die Kräuter auch zu den Beschwerden passend sind.

Krauterie Magen Darm Flora Kräuter Verpackung KR-MDKR-1

Kräuter, Globuli oder Schüßler-Salze dauerhaft füttern?

Da scheiden sich die Geister. Ich persönlich mache es nicht. Für mich ist die einzige Ausnahme, wenn mein Pferd chronisch krank wäre oder es sich um Basiskräuter, Basissalze handelt.

Schwarzkümmelsamen zum Beispiel – haben eine Basiswirkung – die gebe ich meinem Pferd das ganze Jahr. Aber viele Pflanzen haben nun einmal eine heilende Wirkung, deswegen nutzen wir sie ja. Also sagt mir mein Gefühl, dass es merkwürdig wäre die homöopathischen Mittel und Kräuter durchgehend zu geben.

Aber ich bin keine Tierheilpraktikerin oder Tierärztin, deswegen kann ich dir bei der Frage nur dazu raten, dich zu erkundigen, dir fachkundigen Rat einzuholen und dann deine eigene Entscheidung zu treffen.

ACHTUNG: Wenn dein Pferd krank ist, solltest du immer einen Tierarzt konsultieren. Dazu kannst du natürlich gerne zusätzlich – in Absprache mit deinem Tierarzt – mit homöopathischen Mitteln oder alternativen Heilmitteln unterstützen. Aber nicht einfach aus dem Nichts heraus loslegen. Die Homöopathie denkt ganzheitlich und betrachtet immer den ganzen Körper. Manchmal kann Kopfweh aber von Zahnschmerzen kommen oder ein Hautekzem von einer schlechten Darmflora. Deswegen muss auch ein Heilpraktiker meist nach und nach verschiedene Mittel ausprobieren, um zu sehen, was anschlägt.

Drei BUCHTIPPS zum Thema Homöopathie für Pferde:

INFO: Der Artikel ist in Zusammenarbeit mit apopet entstanden – vielen Dank für die Unterstützung. apopet-Tiergesundheit ist eine Marke der Orthim KG. Orthim stellt unter anderem Schüßler Salze und Bachblüten für Tiere her.

Wichtig ist noch zu wissen, dass die Homöopathie oder andere alternative Ansätze wie Schüßler-Salze nicht so easy in der Anwendung sind. Auch Heilpraktiker müssen manchmal verschiedene Salze und Kombinationen auswählen. Also immer deinen Tierarzt befragen oder einen Heilpraktiker und dann nach und nach die richtige Kombination herausfinden.

Und: Die Homöopathie hat auch Grenzen. Sie kann unterstützend bei ernsthaften Erkrankungen wirken, aber es wäre ein Fehler nur und ausschließlich und im Selbstversuch auf die alternative Medizin zu setzen. Immer den Tierarzt dazu nehmen, bitte. Ich bin außerdem kein Mediziner. Dieser Artikel stellt also eine rein persönliche Sichtweise eines Laien dar, und ersetzt in keiner Weise eine medizinische Beratung oder den Tierarzt.

Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit, und wir übernehmen keinerlei Haftung für irgendwelche Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der von uns beschriebenen Erfahrungen ergeben. Bitte kontaktiere bei Problemen immer deinen Tierarzt und verlasse dich nicht auf eine Eigendiagnose.

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23 Kommentare zu “Homöopathie, Schüßler-Salze und Co fürs Pferd: Wie gut sind die alternativen Heilmethoden wirklich?

  1. Tanja Kößl sagt:

    Ich habe sehr viele gute Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden gemacht, Fälle die als aussichtslos galten oder der Arzt nicht mehr weiter wusste.
    Ich würde auch nicht auf die Schulmedizin verzichten, aber hört nicht auf sie zu hinterfragen.
    Vielen Danke für diesen Artikel!
    LG Tanja Kößl

    • Petra sagt:

      Ja, das kenne ich auch. Ich selbst und meine Tiere fahren sehr gut mit alternativen Heilmethoden. Die Schulmedizin ist aus meiner Sicht ein ebenfalls wichtiger Faktor, aber man muss immer hinterfragen – jede Form der Medizin, auch alternative Medizin – und dann den besten Weg für sich gehen :-)

  2. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    Krankheitsgeschichten haben wir hier genug und deshalb einen reichhaltigen Erfahrungsschatz mit allen möglichen Heilmethoden. Ich weiß nicht, ob es irgendwas gibt, was wir noch nicht ausprobiert haben…
    Mein Ponymann verträgt leider kein Gras (ja so Pferde gibt es wirklich) und deshalb immer wieder Schwierigkeiten mit der Leber. Hier fahren wir mittlerweile ganz gut damit, dass ich natürlich einmal darauf achte, was er frisst (aber ganz ohne Gras geht es nicht zumal auch Heu ja Gras ist), dann wird er im Frühjahr und Herbst entgiftet und danach eine Darmsanierung gemacht. Über den Sommer bekommt er abwechselnd verschiedene Leberkräuter, damit er sich nicht an die einzelnen Kräuter gewöhnt. Zusätzlich bekommt er seit kurzem Schwarzkümmelsamen. Damit ist er stabil und sein Blutbild sieht für seine Verhältnisse gut aus.
    Die Jahre vorher hatten wir ein ständiges auf und ab. Er hat die Lebermedikamente und ein spezielles Futter vom Tierarzt bekommen, solange die Medikamente und das Futter gegeben wurden, war es okay, sobald wir wieder aufgehört haben (weil man beides nicht dauerhaft geben soll) wurden die Werte dramatisch. Lange haben wir rumgesucht was er überhaupt hat und wie ich ihm helfen kann.
    Dass es dieses Jahr gut geht, liegt denke ich aber auch mit daran, dass ich nun besser weiß, wie ich ihn füttern muss. Das war lange nicht klar. Die Kräuter unterstützen ihn meiner Meinung nach gut.
    Prinzipiell bin ich froh endlich was gefunden zu haben um ihm zu helfen und es ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal aus welcher Ecke die Hilfe kommt. Meinem Pony geht es so gut wie noch nie und das ist für mich der Punkt. Ganz nach dem Motto "Wer heilt hat Recht".
    Andere Erfahrungen habe ich mit meinem Stütchen gemacht. Hier haben wir eine bis heute ungeklärte Ataxie. Das ist ein Fall bei dem Kräuter und sonstiges nicht helfen. Wir bekommen sie momentan irgendwie über die Runden mit hochdosiertem Cortison und Schmerzmittel. Wir hatten Tierärzte, Tierheilpraktiker und was weiß ich nicht noch alles da um zu versuchen die Ursache und einen Heilungsansatz zu finden. Helfen tut momentan nur eins und das sind die Schmerzmittel und das Cortison. Dafür wurde ich nun schon oft angegriffen, wie ich dem Pferd nur so starke Medikamente geben kann. Und man muss die Ursache finden und so weiter. Prinzipiell auch mein Gedanke nur was macht man, wenn niemand weiß, was die Ursache ist. Wir haben tausende von Euros für Kernspin, Röntgen, Klinikaufenthalte und Wirbelsäule absprizten (was sehr riskant war und wir wussten nicht, ob sie danach womöglich gelähmt ist) ausgegeben. Wir hatten in unserer Verzweiflung eine Tierkommunikatorin da. Bisher konnte niemand uns sagen was das Tier hat. Und dann gehe ich den Weg und sage mein Pferd soll keine Schmerzen haben. Wir starten gerade einen letzten verzweifelten Versuch einer Behandlung. Schlägt auch dieser fehl, ist hier eine Entscheidung zu treffen. Schrecklich finde ich, dass wir Vorwürfe bekommen, weil wir hier nicht mehr auf alternative Heilmethoden setzen. Das geht für mich zu weit.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, erst einmal freue ich mich sehr, dass es deinem kleinen Kerl so gut geht und du mit den Kräutern seine Leberwert so gut in den Griff bekommen hast. Das zeigt doch mal wieder die wunderbare Kraft der Kräuter. Es tut mir aber sehr leid, dass es eurem Stütchen nicht so gut geht und ich finde ehrlich gesagt total schrecklich, dass sich Menschen erdreisten herauszunehmen zu beurteilen, was für eure Stute gut ist und was nicht. So wie ich dich kennengelernt habe, bist du der letzte Mensch, der seinem Pferd Medizin-Hammer zumuten würde, wenn es nicht nötig wäre. Aber diese unmöglichen Besserwisser von der Bande aus – die muss es wohl leider immer geben. Ich hoffe, dass dich das nicht zu sehr belastet und drücke euch so so so fest die Daumen, dass die Kleine es schafft und euer Versuch gut ausgeht. Ich denke ganz fest an euch!!! Petra

  3. Sabine Keck sagt:

    Hallo Petra,
    also ich nutze alternative Heilmethoden als Ergänzung zur Schulmedizin. Und ich finde es hilft. Und wenn es vielleicht nur hilft, weil ich denke das es hilft und damit positiver daherkomme? So richtig kapieren tue ich Globuli und Co nicht. Aber ich sehe die Ergebnisse.
    Mein Pony bekam Bachblüten, als seine Herzdame eingeschläfert werden musste. Er hat schrecklich getrauert und ich bin der Meinung es hat mitgeholfen darüber weg zu kommen. Beim Sommerekzem helfen uns Kräuter und nachdem bei uns im Stall Druse war hab ich ihm zusammen mit der Heilpraktikerin geholfen den letzten Schleim aus den Lungen zu kriegen, den Darm und sowieso den ganzen Organismus wieder ins Lot zu kriegen nach all dem Penizillin und Antibiotika. Eben nachdem die Behandlung durch den Tierarzt beendet war.
    Grüßle Sabine

    • Petra sagt:

      Liebe Sabine, das sehe ich genau wie du. Ich rufe immer erst den Tierarzt und habe auch kein Problem mit der Schulmedizin. Ich nutze Kräuter und Homöopathie und andere alternative Methoden als Ergänzung. Manchmal kann sie auch helfen, wo die Schulmedizin nicht helfen konnte – manchmal nicht. Ich glaube, dass die Natur das beste Heilmittel ist, um natürliche Lebewesen wie uns zu heilen beziehungsweise bei der Heilung zu unterstützen. Aber es gibt auch Fälle, da muss die Schulmedizin unbedingt ran. Ich hätte das genauso wie du gemacht und freue mich, dass es deinem Pony offenbar nach der Druse wieder so gut geht. Das ist richtig toll! Ganz liebe Grüße, Petra

    • Miriam sagt:

      Liebe Astrid,

      vielen Dank für den Hinweis. Dem sind wir auch schon nachgeganen, aber unser Stütchen hatte ganz sicher keinen Zugriff auf Bergahorn.

      Viele Grüße
      Miriam

  4. Bettina sagt:

    Liebe Petra,

    seit mein Hylur und ich vor 4 1/2 Jahren zu einander fanden, setze ich mich ständig mit den Freuden und den Problemen auseinander, ein in vielerlei Hinsicht sensibles Pferdchen zu haben. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt welche Kräuter, Globulis, Schüßlersalze u. ä. ihm helfen. So schlägt z. B. Stress (jeglicher Art) meiner kleinen Mimose sehr schnell auf den Magen und auf’s Gemüt.
    Als ich ihn kaufte, hatte er eine schwierige "Ausbildungsphase" hinter sich, in der er sich letztendlich total verweigerte und 2-3 Monate nicht mehr zu reiten war.
    Ich war mir dessen bewusst, dass es für mich als Anfängerin – mein erstes eigenes Pferd und bis dahin nur gelegentliche Geländereiterin – schwer werden würde, aber ich habe den süßen Kerl gesehen und es war um mich geschehen. Die Ablehnung bzw. Unsicherheit den Menschen gegenüber, die er mit jede Bewegung ausdrückte, als ich ihn das erste Mal in der Phase der Verweigerung sah, berührte mich tief.
    Inzwischen sind wir, wie ich es ausdrücken würde, unzertrennlich!
    Glücklicherweise haben wir auf unserem Hof eine Tierärztin, die sich der Tierkommunikation und Homöopathie verschrieben hat und mich sensibilisiert und mir viele Wege aufgezeichnet hat.
    Mit ein paar Worten, mich braucht niemand mehr zu überzeugen! :-)

    LG
    Bettina

    • Petra sagt:

      Liebe Bettina, ich freue mich immer, wenn ich von Pferd-Mensch-Paaren höre, die die Klischees widerlegen. Und ihr zwei seid so eines. Es kommt nicht auf die Dauer der Zeit an, die man schon hatte um Expertenwissen anzusammeln, sondern auf die Art und Weise, wie man sich informiert und auf das Tier einlässt. Das glaube ich absolut und ein Duo wie ihr zwei seid ja dann das beste Beispiel dafür. So eine Tierärztin ist toll, die hätte ich auch gerne am Hof :-) Ganz liebe Grüße an euch beide, Petra

  5. Evi sagt:

    Auch ich habe ein "kleines Problem", lt. Tierarzt hat meine Stute verstopfte Talgdrüsen und das verstärkt auf der linken Seite der Sattellage. Es sind sichtbare und relative große "Beulen". Auf meine Frage hin, was ich dagegen machen könnte, hat man mir nur geraten, immer nach dem Reiten zu waschen und ggfs. zu shampoonieren. Ich gebe ihr zur Zeit Globulis "Haut- & Haarkleid", aber ich kann keine Besserung feststellen :/
    Kann mir jemand einen anderen Rat geben?
    Ganz lieben Dank!

    • Petra sagt:

      Liebe Evi, ohje, das ist wirklich schwer – ich drücke die Daumen, dass sich jemand meldet, der dir da weiterhelfen kann. Ich hatte das Problem noch nicht. Vielleicht würde ich noch ergänzend Kräuter für Haut und Fell füttern und mir mal Magen-Darm ansehen, weil viele Hautprobleme im Stoffwechsel liegen und der wiederum liegt im Magen-Darm bereich. Aber vielleicht würde ich mir auch noch einen anderen Tierarzt suchen und mir eine zweite Meinung einholen oder mal einen Tierheilpraktiker fragen. Ich drücke euch die Daumen und hoffe, dass du eine Lösung findest. Ganz liebe Grüße, Petra

  6. Conni sagt:

    Hallo Petra,

    ich war gegenüber Schüßlersalzen, Bachblüten, Blutegeln und Co. extrem skeptisch, habe sie aber bei meinem Kleinen – teils als begleitende Maßnahme neben den vom TA verordneten Behandlungen – eingesetzt – schaden kann es ja nicht.

    Die Verletzung am Fesselträgerursprung scheint stabil ausgeheilt zu sein, was ich hauptsächlich auf die Schulmedizin zurückführe, aber ich denke, die Schüßlersalze haben den Genesungsprozess unterstützt und stabilisiert.

    Bachblüten hatte ich eingesetzt, weil mein Kleiner in den ersten Monaten extrem sensibel, hysterisch und misstrauisch war und das hat sich unter der Gabe von Bachblüten von Woche zu Woche gebessert. Man kann natürlich sagen, dass das Zufall war, dass es an meiner geduldigen Arbeit mit ihm lag, aber auch hier denke ich, es war eine gute Unterstützung und der Erfolg ein Ergebnis aller Maßnahmen zusammen.

    Mit Blutegeln habe ich gute Erfahrungen gesammelt bei Störungen im Lymphfluss (dicke Fesselgelenke, angelaufene Schlauchtasche) nach Entzündungen, die auskuriert waren. Mein Kleiner hatte über Monate hinweg immer wieder Schwellungen und die sind nach den Blutegeltherapien immer weniger geworden. Ich finde die kleinen Tierchen noch immer nicht appetitlich, aber sie können bei vielen Prozessen unterstützend eingesetzt werden.

    Wie gesagt, ich stand dem allen früher äußerst skeptisch gegenüber, bin aber inzwischen – vielleicht, weil ich inzwischen zwei Tierheilpraktikerinnen in der Familie habe – deutlich aufgeschlossener und probiere gerne aus, was mir vernünftig und sinnvoll erscheint.

    Liebe Grüße

    • Petra sagt:

      Liebe Conni, das kann ich so gut verstehen. Mein Kopf (der durchaus sehr wissenschaftlich geprägt ist) sagt, dass das doch gar nicht sein kann, dass Stoffe die nahezu gar nicht mehr vorhanden sind – helfen können. Aber mein Bauch und die Erfahrung sagen, dass die verschiedenen alternativen Methoden absolut helfen können. Frei nach dem Motto: Was hilft gewinnt. Nutze ich sie deswegen auch bei mir und meinen Tieren. Liebe Grüße an Euch, Petra

  7. Lena sagt:

    Hallole,
    zunächst einmal: Vielen Dank für den tollen Artikel! Er ist gut formuliert, noch besser recherchiert und gibt schöne Denkansätze.
    Was ich aber betonen möchte, dies kam etwas zu wenig an: Homöopathie hat sehr wohl Nebenwirkungen! Wer Gegenteiliges behauptet, hat die Sache nicht verstanden. Die H. basiert auf Wirkstoffen, die am gesunden Organismus Symptome hervorrufen (hast Du sehr treffend beschrieben, liebe Petra). Wie kann es dann sein, dass ein falsches Medikament oder eine exorbitant falsche Dosierung (hier geht es nicht um 2-3 Globulis) keine Wirkung hat? Es gibt leider immer wieder "Experten", die damit werben, dass man ja nichts falsch machen kann und es dem Tier niemals schaden wird. Nonsens. Jeder Wirkstoff wirkt auf einen Organismus, das ist wissenschaftlich erwiesen.

    Noch wurde nicht die richtige Unterstützung für den ekzemenden Ponymann gefunden, so dass wir leider jetzt auf Antihistaminika umgestiegen sind – mit Ekzemerdecke kombiniert eine passable Lösung. Aber wir suchen weiter!

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Lena, das stimmt – da hast du Recht. Natürlich gibt es auch eine Wirkung, sonst müsste man sie ja nicht einsetzen oder zumindest glaube ich an die Wirkung und setze sie deswegen ein. Man sollte also gut überlegen, was man einsetzt. Das ist wahr. Zu deinem Problem mit deinem Ponymann – hast du es schon mal mit Schwarzkümmel probiert? Also Samen in der Fütterung – dazu ein Hautöl an den betroffenen Stellen? Wir haben beides im Shop (das sage ich jetzt nicht um es zu verkaufen, sondern einfach weil ich da weiß, dass die Qualität stimmt und es selbst ausprobiert habe). Ganz liebe Grüße, Petra

    • Lena sagt:

      Liebe Petra,

      ja, den Schwarzkümmel haben wir bereits probiert. Letztes Jahr habe ich ihn 3 Monate als Kur gefüttert, dann eine Pause gemacht und nun werde ich ihn bald wieder anfangen zu füttern. Durch sämtliche Hautöle probieren wir uns noch durch, da war das passende Öl bislang leider nicht dabei… Wir sind gerade fleißig dabei, den gesamten Organismus mit den Kräutern aus der Krauterie zu entgiften und "back to the roots" zu füttern. Als waschechtes Wildpferd dürfte dies das einzig Richtige sein – hoffe ich. Von heute auf morgen werde ich da auch keine Wunderheilung erwarten dürfen, aber der Geduldsfaden ist so dünn, wenn man sieht, wie die Fellnase leidet… :-(
      Welches Hautöl hast Du denn schon erfolgreich getestet? Das Lebertranöl von der Krauterie? Oder das Nachtkerzenöl? Habe jetzt bei Dir im Shop nach dem Öl noch gar nicht geschaut, hatte nur das von Herdis Hiller im Kopf.

      Wie stehst Du zu den Produkten von Ewalia? Das Ekzemöl werde ich jetzt mal austesten, das klingt spannend. Mal schauen, was der Ponymann dazu sagt…

      Liebe Grüße!

      Lena

    • Petra sagt:

      LIebe Lena, Basic ist sowieso immer das beste. Hast du schon das Nelkenhautöl aus unserem Shop probiert? Das ist auch super. Oder die Fellpflege mit EM – zwar kein Öl, aber auch beruhigend und antibakteriell. Ich kann verstehen, dass das schwierig ist, wenn das Pferdchen leidet. Ich leide dann auch immer so mit. Ich drücke euch also beide DAumen, dass es bald besser wird und schicke viele liebe Grüße, Petra

  8. Helga sagt:

    Hallo Petra,
    wir nutzen alternative Heilmethoden mit dem grössten Erfolg.
    Mein Quarter bekam vor 5 Jahren die Diagnose "Spat" gestellt. Von vielen Seiten bekam ich Äusserungen , dass mein Pferd es wohln nicht mehr lange machen würde und ich mich mit dem Gedanken an Einschläferung beschäftigen solle.
    Er bekommt seither 2 x Jahr eine 3-Monatskur Schüssler-Salze, regelmässig schaut eine Freundin vorbei, die Akkupunktur seit 20 jahren praktiziert und der Hufschmied tut auch alles, was nur geht.
    Mit dieser Kombination láuft er schmerzfrei. Gut…er ist kein Turnierpferd mehr…muss er aber auch nicht sein!!!
    Ich weiss, ich kann ihn schmerzfrei seine Tage geniessen lassen und wir haben noch viel Spass zusammen.
    Auch alle anderen Tiere bei uns profitieren von Globuli & Co, mal abgesehen von mir.
    Ich möchte auf die alternativen Heilmethoden auf keinen Fall mehr verzichten müssen.
    viele sonnige Grüsse , Helga

    • Petra sagt:

      Hallo Helga, das klingt toll! Ich bin ja auch ein Fan der Homöopathie und vor allem der Phytotherapie – Pflanzen und die Natur können so viel. Da seid ihr ja ein Superbeispiel dafür. Ganz liebe Grüße an euch, Petra

  9. Sandra sagt:

    Danke schön für Ihren tollen Artikel.

    Ich bin schon seit Längerem ein ruhiger Leser. Und heute
    musste mich mal zu Wort melden und "Danke" sagen.

    Machen Sie genauso weiter, freue mich schon auf die nächsten Beiträge

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