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Sommerekzem

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

Dein Pferd hat wunde Stellen? Es kratzt sich blutig? Die Haare sind weggeschubbert und die Schweifrübe ist blutig? Du bist verzweifelt, weil du deinem Pferd helfen willst? Es juckt und die Haut sieht jeden Sommer grauenvoll aus? Dein Pferd ist vermutlich ein Ekzemer? Hier erfährst du mehr über die Hautkrankheit und die 5 besten Tipps, um deinem Pferd zu helfen. Man kann nämlich einiges tun beim einem Sommerekzem, um es dem Pferd leichter zu machen.

Was ist ein Sommerekzem?

Ganz genau weiß man das immer noch nicht. Die Symptome sind klar – die Pferde kratzen sich ihre Haut blutig, weil sie an einem unerträglichen Juckreiz leiden. Dadurch entstehen offene und zum Teil eitrige Stellen und da lassen sich dann die Insekten wiederum besonders gerne darauf nieder und das löst einen regelrechten Kreislauf aus.

Besonders gefährdete Ecken

Besonders gefährdet sind Pferde Morgens und Abends – weil die Insekten da besonders viel unterwegs sind. Gerade in der Nähe von stehenden Gewässern, Misthaufen oder windstillen Ecken sind die Insekten besonders intenstiv unterwegs.

Sobald es windiger wird, haben sie weniger Überlebenschancen, weil sie nicht groß und stark genug sind weite Strecke zurückzulegen oder sich gegen den Wind durchzusetzen. Deswegen gibt es zum Beispiel in windigeren Gegenden oder Küstengebieten weniger Sommerekzem, weil weniger der stechenden Insekten dort unterwegs sind.

Wodurch wird ein Ekzem ausgelöst?

Es gibt immer mehr Stimmen, die davon ausgehen, dass das Sommerekzem eine allergische Reaktion Deines Pferdes auf die Kriebelmücken und Milben ist. Die Kriebelmücken sind gerne in windgeschützten feuchten Ecken unterwegs, vor allem im Sommer. Die Mücken fliegen los, um Dein Pferd zu stechen und Blut zu saugen , um genug Energie für ihre Fortpflanzung zu sammeln. Wenn die Pferdemücke sticht, sondert sie ein Gift in ihrem Speichel ab, das das Blut zum Gerinnen bringen soll. Das wiederum löst den Juckreiz und das Sommerekzem aus. Denn Dein Pferd ist allergisch auf den Speichel der Pferdebiester. Deswegen bekommt das eine Sommerekzem und das andere nicht. Die Pferde scheuern sich dann regelrecht die Haut weg, weil das Jucken sie irre macht.

Es gibt auch Stimmen die sagen, dass das Sommerekzem eine allergische Reaktion des Pferdes auf zuviel Eiweiß im Gras sein kann. So oder so. Das Sommerekzem ist fies. Und Du kannst Deinem Pferd helfen es zu durchstehen.

Mähne

Sommerekzem durch Futterumstellung?

Relativ sicher ist, dass es eine allergische Reaktion der Haut ist, sehr wahrscheinlich auf die Spucke der Kriebelmücke, bestimmter Stechmückenarten und Gnitzen – vielleicht auch auf Bestandteile im Futter. Deswegen erwischt das Sommerekzem besonders oft Importpferde. Sie sind anderes Futter und andere Mücken gewohnt. Ihr Körper und Immunsystem kämpft dann durch den Import mit den neuen Begebenheiten.

Wenn zum Beispiel dein Pferd karges Gras und wenig Kraftfutter gewohnt war und dann plötzlich in den deutschen fetten Weiden steht und vielleicht noch Müslis und Mineralfutter bekommt – kann auch das das Immunsystem so stören, dass es verrückt spielt. Es gibt auch Stimmen, die vermuten, dass die ganzen Umweltgifte, Unkrautvernichter und Dünger, die auf den Weiden und Wiesen verwendet werden die Ekzeme auslösen könnten. Deswegen, weil scheinbar immer mehr Pferde daran erkranken.

Wenn das Immunsystem und die Magen-Darm-Flora nicht in Ordnung sind, kann das Pferd das Futter nicht richtig verwerten und dann fehlen ihm die nötigen Mineralstoffe und Vitamine für einen gesunden Hautstoffwechsel. Da kann man also auch unterstützen durch Kräuterkuren für die Entgiftung und die Magen-Darm-Flora.

Es gibt auch Vermutungen, dass das Sommerekzem und die Empfindlichkeit erblich weitergegeben werden könnte.

So oder so – wenn dein Pferd ein solches Ekzem hat, ist das nicht schön. Besonders oft tritt es an der Schweifrübe, am Mähnenkamm und an der Bauchnaht auf. Es gibt verschiedene Schweregrade. Von einem leichten bis zu einem schweren Ekzem. Meine Stute hat – wenn überhaupt – ein leichtes Sommerekzem. Wir hatten aufgrund des Imports und eines Milbenbefalls mit verschiedenen Hautkrankheiten zu kämpfen – deshalb ist die Diagnose noch nicht sicher. Aber natürlich habe ich mich trotzdem schon mit dem Thema beschäftigt.

Was tun gegen das Sommerekzem?

Je nach Schweregrad braucht dein Pferd natürlich eine Ekzemerdecke. Das sind Spezialdecken, die zum Teil sogar mit Insektenabwehrmitteln „imprägniert“ sind. Zum Beispiel der Stoff „Permethrin“. Das ist eine Abwägungssache. Permethrin ist ein ganz schöner Brecher und sollte eigentlich nicht dauerhaft mit der Haut in Kontakt kommen. Er hilft gegen die Insekten, hat aber auch eine giftige Wirkung. Um es kurz zu machen: Es ist ein Nervengift. Das tötet natürlich die Insekten, aber du kannst dir denken, dass es auf Dauer sicher besser ist, wenn du darauf verzichten kannst. Wenn sich dein Pferd allerdings in seiner Verzweiflung blutig scheuert, dann ist das Nervengift sicher besser als die Qual des Juckens.

Da du das Sommerekzem nicht ganz loswerden kannst, kannst du deinem Pferd am Besten helfen, in dem du die Beschwerden linderst soweit es geht. Bevor ich dir verrate, was du alles dagegen tun kannst, erkläre ich dir kurz wo das Sommerekzem vermutlich herkommt und wie es ausgelöst wird. Die Mücke ist schuld.

Pferd mit Fliegendecke

Die TOP 5 Tipps für Ekzemer

Fliegenspray

Alles was sich nicht unter der Ekzemerdecke verstreckt sollte mit Fliegenspray behandelt werden oder mit einem natürlichen Anti-Mückenmittel. Damit Dein Pferd wirklich Ruhe vor den lästigen Pferdebiestern hat. Ein super effektives Fliegenspray findest HIER.

Futter spielt auch eine Rolle

Wenn ein Ekzemer zuviel Eiweiß abbekommt oder zu wenig Selen, Eisen, Kuper und Zink in sich hat, kann das den Stoffwechsel stören und die Ekzeme begünstigen. Du kannst auch sehr viel mit Kräuterfutter und speziellen Futterzusammensetzungen erreichen.

Ekzemerdecken

Sie helfen Deinem Pferd, denn die Mücken kommen gar nicht erst an seine Haut ran. Das sind Spezialdecken, die besonders widerstandsfähig und dick sind. So hat die Mücke – im Gegensatz zur normalen Decke – keine Chance zu stechen.

Passe die Weidezeiten Deines Pferdes an

Also schick es nicht unbedingt ganz früh am Morgen oder Abends bei Sonnenuntergang auf die Weide. Denn dann sind die meisten Mücken unterwegs. Weide ist naürlich grundsätzlich toll, aber bitte nicht neben Gewässer. Wie kleine Seen oder der Trinkwassertrog oder feuchte Misthaufen. Denn da tummeln sich besonders viele Pferdebiester.

Hautpflege und Cremes

Da musst Du nicht auf die Chemie setzen. Du kannst natürlich Ekzemerlotionen verwenden. Die Haut bekommt so wieder mehr Feuchtigkeit. Ganz wichtig ist, dass Du natürliche Cremes verwendest. Das ist besser für die gereizte Pferdehaut als Chemie. Es gibt tatsächlich auch Menschen, die Biocremes wie Weleda für die Stellen verwenden. Du musst vermutlich verschiedenes ausprobieren und testen, was bei Deinem Pferd am Besten funktioniert. Jeder Organismus ist ein kleines bisschen anders.

Spezielle Ekzemerlotion – Erst einmal musst Du die Wunden mit entsprechenden medizinischen Tinkturen behandeln, dass sie sich nicht weiter entzünden können und der Juckreiz weniger wird.

Wichtig ist, dass Du immer dabei bleibst. Denn das Sommerekzem kann jedes Jahr wiederkommen. Du musst Dein Pferd konsequent pflegen und ihm immer wieder dabei helfen den Juckreiz zu lindern. Und Du musst früh anfangen.

Heilmittel für Sommerekzem

Was du auf jeden Fall tun kannst, ist die Darmflora und das Immunsystem deines Pferdes zu stärken. Dann ist dein Pferd fit von innen heraus und weniger anfällig für Hautkrankheiten aller Art.

Eine super Auswahl an stärkenden Kräutern findest du HIER.

Sehr gut helfen soll auch das Schwarzkümmelöl. Hier bekommst du 100% ägyptisches Schwarzkümmelöl für dein Pferd.

Schwarzkümmel auf einem Esslöffel

Pferdebiestern vorbeugen: Die besten Hausmittel Tipps

Nervige Biester schwirren um Dich und Dein Pferd herum? Kennst Du das fiese Geräusch? So ein hohes Summen, wenn die Mücke um Dich herum surrt und zum Angriff bläst? Du kannst dann eigentlich nur wild um Dich schlagen und hoffen, dass Du sie erwischst. Das ist aber keine so gute Idee, wenn Dein Pferd neben Dir steht. Im besten Fall wird es Dich für verrückt halten, im schlimmsten Fall erschreckst Du es mit der Hektik.

Pferdebiestern richtig vorbeugen

Da ist es doch besser einfach etwas vorbeugend gegen die Mücken, Fliegen und Pferdebremsen zu tun. Schwirren zum Beispiel gerade auch wieder so viele nervige Fliegen um Dich und Dein Pferd herum? Stampft Dein Pferd regelmäßig gestresst mit dem Huf oder kratzt es an seinem Bauch und schlägt mit dem Schweif statt Dir zuzuhören? Einfach weil es die nervigen Insekten loswerden will?

Es gibt viele verschiedene Hausmittel gegen die Insekten im Sommer, die Dir und Deinem Pferd besonders gut helfen können. Dabei gilt, dass nicht jedes Hausmittel zu jedem Pferd passt. Denn jedes Pferd ist anders, hat einen anderen Geruch und deswegen passt vielleicht nicht jede Methode zu Dir und Deinem Pferd. Probier’ sie einfach aus. Mir haben zum Beispiel die naturreinen ätherischen Öle am besten geholfen. Sie sollten naturrein sein, weil auch Dein Pferd ein Bioprodukt ist. Wenn nicht naturrein darauf steht, dann können auch chemisch hergestellte Stoffe enthalten sein. Billige Chemie und Aromen werden weder die Mücke vertreiben noch Deinem Pferd besonders gut tun. Da sie vielleicht die Haut und die natürlichen Schutzfunktionen der Haut Deines Pferdes stören könnten.

 

Die richtige Mischung ist wichtig

Pferde haben eine feine Nase. Deswegen solltest Du sie sorgsam und dezent verwenden. Alles andere könnte Dein Pferd irritieren. Kommen wir mal zum Wesentlichen. Ätherische Öle wie Zitrone, Eukalyptus, Lavendel, Rosmarin, Zeder oder Gewürznelke kommen bei Mücken und anderen Insekten nicht besonders gut an. Damit kannst Du Dich und Dein Pferd einreiben.

Aber bitte beachten: Du mischst die Öle unbedingt mit Wasser oder Babyöl (weil geruchsneutral und hautverträglich), bevor Du sie aufträgst, weil ätherische Öle in Reinform zu stark für die feine Pferdenase riechen und vor allem die Pferdehaut irritieren. Pro 10 ml ätherische Öle brauchst Du etwa 1 Liter Babyöl oder Wasser. Das ätherische Öl darf nur 1% der Flüssigkeit ausmachen. Sonst kann es die Haut Deines Pferdes verätzen. 

Wenn Du sie verwendest – einzeln oder als Mischung,  je nachdem was Dein Pferd besonders gut mag – solltest Du erst einmal Ruhe vor den nervigen Insekten haben. Es gibt verschiedene Öle, die gegen die Mücken helfen. Von Rosmarin- und Thymianöl, bis Citronella und Eukalyptus.

Im Grunde geht es immer wieder darum den Eigengeruch des Pferdes und auch Deinen eigenen zu überdecken. Denn der Geruch nach Mensch und Tier ist das, was die Insekten magisch anzieht. Wenn Du und Dein Pferd also grandios duften, dann seid ihr tolle Ziele für die lästigen Insekten. Wie helfe ich meinem Pferd gegen die Fliegen, Mücken oder Bremsen? Indem ich so gar nicht nach Pferd und Mensch rieche. So funktionieren die verschiedenen Hausmittel. Jetzt gilt es nur noch auszuprobieren. Welches Hausmittel am besten bei Dir und Deinem Pferd gegen die Fliegen und Mücken und stechenden Insekten hilft. Einige Pferde reagieren zum Beispiel allergisch auf Teebaumöl. Das kann im schlimmsten Fall zu Verbrennungen oder Entzündungen führen. Du solltest also immer erst einmal ausprobieren, wie Dein Pferd auf das Öl reagiert und sehr vorsichtig sein.

TIPP: Bei der Auswahl der Öle kannst Du es so wie in der Aromatherapie machen. Man nimmt ein nasses Stofftaschentuch und gibt 1-2 Tropfen des entsprechenden Öls drauf. Dann lässt man das Pferd riechen. Wenn es gleich weggeht oder sich abwendet, mag es den Geruch nicht. Wenn es interessiert daran schnuppert, gefällt ihm der Duft und man kann es benutzen.

ABER ACHTUNG: Du weißt nie, wie die Haut Deines Pferdes reagiert. Deswegen solltest Du alle Stellen aussparen bei der Behandlung, die Du später beim Reiten „nutzt“. Die Sattellage zum Beispiel. Der Sattel und Dein Gewicht erzeugen Druck, das wiederum kann Reibung erzeugen. Wenn Dein Pferd nun also empfindlich auf eines der Mittel reagieren sollte, könntest Du durch die Reibung des Sattels die Haut aufreiben oder sogar Verätzungen hervorrufen…sollte Dein Pferd empfindlich auf eines der Mittel reagieren. Da man das nie vorher weiß, hilft es einfach die Stellen auszusparen.

Sommerekzem 1

Woher bekomme ich die Mittel gegen Insekten?

Du kannst die naturreinen Öle bequem im Internet kaufen. Du bekommst sie auch in Apotheken und in Reformhäusern. Sprayflaschen, falls Du keine alte mehr zu Hause hast, kannst Du auch im Internet oder in Apotheken kaufen oder im Drogeriemarkt ums Eck.

Dann gibt es auch noch mehr Hausmittel und Rezepte gegen Insekten, die helfen können. Dazu musst Du in die Küche und kurz mal zu einer Art Kräuterhexe werden.

Man nehme:

  1. Schwarztee und Essig (Viel Schwarztee, wenig Essig) – WICHTIG: Schwarztee hat Gerbstoffe und eine färbende Wirkung. Bei hellen Pferden oder empfindlichen Pferden bitte vorsichtig sein.
  2. Mische das mit Knoblauchsaft und etwas Zitronensaft
  3. Packe Babyöl dazu (weil besonders hautverträglich und geruchsneutral)


Damit reibst Du Dein Pferd dann ein. Es stinkt zwar etwas, aber es soll sehr gut helfen.

TIPP: Du solltest öfter mal die Fliegenmittel wechseln. Denn die Fliegen gewöhnen sich an Gerüche du werden dann immun gegen das Mittel Deiner Wahl Auch das kann helfen. Solltest Du Dich also wundern, warum dein Insektenmittel drei Jahre geholfen hat und plötzlich nicht mehr? Dann gibt es eine neue Insektengeneration, die sich schon an den Geruch gewöhnt hat und wieder zum Angriff aufs Pferd bläst.

Sollte das alles nichts gegen die Insektenplage am Pferd nützen, gibt es noch weitere Hausmittel und Möglichkeiten im Kampf gegen die nervigen Biester. Du kannst übrigens auch alte Deoroller aufschrauben und mit Deinem Hausmittel gegen die Insekten befüllen. Gerade der Deoroller eignet sich besonders gut für das Pferdegesicht oder die empfindlichen Ohren. Aber bitte gewöhne Dein Pferd vorher an das neue „Gerät“. Zeig es Deinem Pferd, lass es daran schnuppern. Achte auf die Reaktionen Deines Pferdes und zeig ihm, dass es sich bei der Sprayflasche nicht um ein Schreckensgerät. Sondern um etwas lustiges und vertrauenswürdiges handelt, bevor Du es einsetzt.

Die TOP 7 Rezepte für Hausmittel

Hausmittel gegen lästige Insekten Nummer 1:

1 Liter Obstessig + 1 Zitrone + Gewürznelken + eine kleine Flasche Teebaumöl (gibt’s im Internet oder Reformhaus) + 1 klein gehackte Knoblauchknolle

Das alles mischt Du und lässt es eine Woche ziehen. Danach seihst Du es ab und packst die (fies stinkende) Mischung zusammen mit etwas Wasser in eine Sprayflasche. Damit sprühst Du Dein Pferd dann nach dem Putzen kurz ein. Stinkt, aber hilft gegen die lästigen Insekten am Pferd.

Hausmittel gegen lästige Insekten Nummer 2:

Nelkenöl + Citronella + Eukalyptusöl + Lavendelöl + Rosmarinöl mischen. Dann nimmst Du Essig, den Du mit Knoblauchzehen ein paar Tage herumstehen hattest und mischt es mit den Kräutern. Auf einen Liter Knoblauchessig packst Du 10 – 20 Tropfen der Ölmischung. Je nachdem wie empfindlich Dein Pferd auf Gerüche reagiert.

Hausmittel gegen lästige Insekten Nummer 3:

Etwas Tee aus Walnussblättern (Auf einen Liter Wasser brauchst Du ca. 10 Teelöffel) + 25 Tropfen Teebaum- oder Neemöl plus etwas von Deinem gekauften (chemischen) Fliegenspray. Damit streckst Du Dein Fliegenspray und vermischt die Chemie mit den biologischen Mitteln, die Dir zur Verfügung stehen.

Hausmittel gegen lästige Insekten Nummer 4:

Falls Du weder Dich und Dein Pferd einreiben möchtest, kannst Du auch einfach einen Lappen nehmen und ihn einmal durch eine Ölmischung ziehen. Also nimm einfach alle ätherischen Öle, die Anti-Insekt und Anti-Mücke und Anti-Pferdebremse sind und zieh den Lappen durch. Danach bindest Du ihn an Deinen Sattel beim Reiten. Wenn Du Glück hast, reicht der Geruch, um die Insekten von Dir und Deinem Pferd fernzuhalten.

Hausmittel gegen lästige Insekten Nummer 5:

Nimm einfach die verschiedenen ätherischen Öle, die Du magst und vermische sie. Dann nimm knapp 10 ml von der Mischung und verrühre sie sorgfältig mit einem Liter Babyöl. Dann musst Du die Ölmischung nur noch auftragen nach dem Putzen bevor die fliegenfrei ausreiten kannst. Die meisten Pferde mögen die Gerüche sogar. Die Wirkung all dieser Öle verfliegt dann aber innerhalb der nächsten Stunden. Du musst also jedes Mal wieder die Mischung auftragen, wenn Du und Dein Pferd etwas Ruhe vor den Insekten, Bremsen und Fliegen oder Mücken haben wollt.

Ausschnitt Mähne braun

Hausmittel gegen lästige Insekten Nummer 6:

Falls Dein Pferd die ätherischen Öle nicht mag oder die Fliegen und Mücken auf Deine Maßnahmen pfeiffen, kannst Du es noch mit einer Obstessigmischung versuchen. Nimm einen halben Liter Obstessig (Apfelessig zum Beispiel, gibt es in fast allen Reformhäusern und Supermärkten) und einen ganzen Liter Wasser, dann mische beides und trage es nach dem Putzen auf den Pferd auf. Das soll auch bei einem Sommerekzem helfen. Getestet habe ich es noch nicht*

Hausmittel gegen lästige Insekten Nummer 7:

Man nehme Teebaumöl (das mögen Insekten so gar nicht) und mische es mit Babyöl. Knapp 10 Tropfen Teebaumöl auf 1 Liter Babyöl. Das Ganze packst Du in eine Sprühflasche und behandelst Dein Pferd damit*

Wie trage ich Hausmittel richtig auf?

Du musst etwas von der Mischung auf einen Lappen oder einen Schwamm aufsprühen und dann sorgfältig das Pferd damit abreiben. Achtung! Bitte daran denken die Augen, die Nüstern und das Maul dringend auszusparen. Das sind empfindliche Bereiche beim Pferd, die sich garantier nicht über ätherische Öle freuen würden.

Falsche Diagnose Sommerekzem: Die rote Vogelmilbe

Viele kennen das Problem des Sommerekzems. Kein Pferdehalter wünscht sich das. Manchmal wird aber auch eine falsche Diagnose gestellt. Nicht immer ist etwas ein Sommerekzem, das nach Sommerekzem aussieht. Juckreiz, Hautschorf? Falls Dein Pferd dieses Symptome zeigt, solltest Du es auch auf Milben überprüfen lassen. Die rote Vogelmilbe ist nämlich auch am Pferd als Wirt interessiert.

Schuld ist die rote Vogelmilbe

Pferdeställe sind gerne Heimat von verschiedenen kleinen Vogelarten, wie Spatz und Schwalbe. Und wenn das Pferd neben einem Bauernhof mit Hühnerstall steht, ist die rote Vogelmilbe auch nicht weit. Sie macht es sich vor allem auf Vögeln bequem, nimmt aber leider das, was sie kriegen kann. Vielleicht auch Dein Pferd oder Dich. Vor allem im Sommer vermehrt sich die rote Vogelmilbe besonders stark, dann braucht sie dringend neue Wirte und ist nicht wählerisch.

Die Kombination aus Symptomen und der Jahreszeit Sommer sorgt dafür, dass sie gerne mal mit dem Sommerekzem verwechselt wird.

So erkennst Du die Vogelmilbe

Die Vogelmilbe mag Blut. Deswegen saugt sie sich am Pferd fest. Dein Pferd bekommt also kleine Bisswunden, die sich entzünden. Die Milbe hinterlässt Speichel in der Wunde. Dadurch kommt der Juckreiz zustande und das Pferd kratzt sich.

Das Pferd kann sogar Fell verlieren an den Stellen und fiese Wunden mit Krusten bekommen. Die rote Vogelmilbe ist besonders trickreich, denn sie ist nachts unterwegs. Tagsüber sieht man sie also nicht. Auch deswegen wird sie oft mit dem Sommerekzem verwechselt.

Ekzem oder vogelmilbe?

  1. Du kannst einen Milbentest bei Deinem Tierarzt machen lassen.
  2.  Oder Du legst den ganzen Offenstall oder Deine Paddockbox mit hellen Decken, einer weißen Plane oder etwas ähnlichem aus. Wichtig ist, dass es sehr hell ist. Wenn Du am nächsten Tag kleine schwarze Punkte findest weißt Du, dass Dein Pferd Milben hat. Ihre Kacke liegt dann nämlich auf der Decke. Das sind die kleinen schwarzen Punkte.

Das musst Du tun um die Vogelmilben loszuwerden

Erstmal musst Du den Stall, das Putzzeug und Sattelzeug alles einmal komplett antiseptisch reinigen.

Und Du musst den Tierarzt rufen, der Dir die passenden Medikamente geben wird, um die Milben zu bekämpfen. Außerdem sollten alle Pferde am Stall mitbehandelt werden, damit die Milben sich nicht einfach nur einen neuen Wirt suchen.

Sommerekzem 2

"Pferdeflüstern bedeutet, dass wir lernen das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen."

Die Pferdeflüsterei ist ein Wissensblog und Herzensprojekt – denn wir wünschen uns, dass alle Pferde und ihre Menschen glücklich miteinander sind. Wenn wir lernen die Pferde zu verstehen, fein und fair zu trainieren und der beste Pferdemensch zu werden, der wir sein können – wird es auch deinem Pferd gut gehen und es wird immer sein Bestes für dich geben. Versprochen!

Wir unterstützen dich mit unseren Artikeln, Interviews und Kursen – Du bekommst Facts zu pferdegerechter Haltung und Fütterung, feinem Training und Pferdeverhalten. 

Petra und Carey

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Kommentare (2)

Hallo liebe Petra,
danke für den Beitrag!
Gerne würde ich etwas ergänzen (habe selbst einen mittelschweren-schweren Ekzemer und musste mich zwangsweise intensivst mit diesem Thema beschäftigen): Das A und O bei Ekzemern ist die Fütterung. Du hast in einem tollen Beitrag sehr treffend und nachvollziehbar beschrieben, wie die Ernährungsphysiologie bei Pferden beschaffen ist. (Vielleicht magst Du ihn hier verlinken?) Daraus erklärt sich eigentlich von selbst, dass eine falsche Fütterung die Entgiftungsorgane wie Leber und Niere völlig überlastet und somit das Immunsystem nicht gescheit arbeiten kann, weil es anderweitig beschäftigt ist. Somit haben allergiedisponierte Organismen (z. B. Importpferde) kaum eine Chance, dem Ekzem zu entgehen. Aber: Die Futterumstellung ermöglicht es Leber und Niere, wieder zu ihrer alten Funktion zurückzukehren. Natürlich darf hier gerne unterstützt werden mit Kräutern und/oder Homöopathie (immer nach Absprache mit einem Fachmann!).

Bei Lucca war die Ausgangssituation 24 Stunden Wiese, 2x täglich Heu aus dem Heunetz und 1x täglich eine Mischung aus Gerste, Hafer und Mais (vom Tierarzt empfohlen… *kopfschüttel*), dazu Möhren und etwas Apfelessig. Jeden Tag wurde er von Kopf bis Huf eingeschmiert, nichts half, der Ponymann sah aus wie gerupft und hatte blutende, offene Wunden, keine Decke hat länger als zwei Wochen gehalten, bevor sie zerfetzt war. Teilweise musste der TA als letzte Möglichkeit Cortison spritzen.
Als ich ihn gekauft habe, war für mich klar, dass sich das ändern muss. Der Ponymann war so dünn und tat mir so leid… Zum Auffüttern hat er dann bei mir das HestaMix bekommen, dazu Heu satt und homöopathische Tropfen. Wiese im Sommer war ganztägig, aber mit Unterstand. Damit war es nicht mehr so schlimm, aber trotzdem nicht gut. Immerhin musste kein TA mehr Cortison spritzen.
Auf der Suche nach der ultimativen Heilung bin ich dann schließlich bei der Krauterie gelandet und habe mich zeitgleich sehr intensiv mit der Pferdefütterung beschäftigt. So kam ich dann dazu, Lucca komplett getreidefrei zu ernähren. er bekommt jetzt seit gut einem dreiviertel Jahr das AlpenGrün-Müsli von Agrobs (wenn er was getan hat), ansonsten die Saisonkräuter der Krauterie mit Schwarzkümmel oder Hagebutten zusätzlich. Dazu wechselnde Funktionskräuter, z. B. die Hautkräuter Nr. 5 extra für Ekzemer. Auch die Leckerlis sind getreidefrei, kein Brot, keine synthetischen Inhaltsstoffe, keine Kleie (Karotinchen und BioSticks sowie Hagebutten). Im Fellwechsel bekommt er den Leber-Nierensaft von Ewalia kurweise – und siehe da: es wird! Selbstverständlich kann ich nicht erwarten, dass das Ekzem von heute auf morgen verschwindet, auch wenn ich das liebend gerne so hätte. Dennoch sieht man den Fortschritt, der Ponymann ist leistungswilliger, munterer und wirkt sichtlich zufriedener. Ja, die Beine sind noch angefressen. Ja, die Ohren sind teilweise nackt. Und trotzdem ist es kein Vergleich mehr zu vorher! Wir sind glaube ich auf einem sehr guten Weg, und das alles nur mit einer Futterumstellung!

Vielleicht noch ein Satz zu Blutbildern: Diese sind eine Momentaufnahme und ein diagnostischer Baustein. Keinesfalls kann alleine anhand eines Blutbildes eine Krankheit sicher diagnostiziert werden, auch wenn das gerne so verkauft wird! Bestes Beispiel ist da die Leber; dieses Superding steckt so viel ein und meldet sich im Blutbild erst, wenn "die Katze schon den Baum rauf" ist. Soll heißen: nur, weil die Leberwerte im Blutbild unauffällig sind, heißt das nicht, dass die Leber vollkommen gesund ist. Anzeichen wie Müdigkeit, vermeintliche Faulheit, Unwillen und überschießende Reaktionen sollten immer ernst genommen werden und an die Leber denken lassen. Meistens hilft eine Unterstützungskur schon so gut, dass Schlimmeres verhindert werden kann.

Vielleicht konnte ich Deinen Beitrag mit meinen Erfahrungen etwas bereichern und anderen Ekzemerbesitzern helfen.

Herzliche Grüße,
Lena mit Ponymann Lucca

Hallo liebe Lena, danke für deine Erfahrungen mit dem Thema. Ein super Kommentar, der die perfekte Ergänzung ist. Danke dafür und viele liebe Grüße an deinen Ponymann und dich, Peetra

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