Schlamm. Schnoddrigen, braunen Schlamm. Ich habe ihn begeistert in eine Futterschüssel ploppen lassen. Und ich habe dabei gelächelt. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Schluck Moorschlamm zu einer der wichtigsten Erkenntnisse führt, die ich je über Pferdefütterung gemacht habe?
Was, wenn dein Pferd schon lange weiß, was es braucht – und du es nur noch anbieten musst? In diesem Artikel erfährst du, was Tiermoor für Pferde wirklich kann, warum das Prinzip von Angebot und Nachfrage die klügste Fütterungsstrategie ist, die kaum jemand konsequent nutzt, und was der Weg eines simplen Heuhalms durch den Pferdemagen damit zu tun hat. Carey hat mich das alles gelehrt.

Das Wichtigste vorab, für alle, die schnell wollen:
- Tiermoor für Pferde enthält Huminsäuren, Mineralien, Spurenelemente und über 350 vertorfte Pflanzen. Es unterstützt Verdauung, Stoffwechsel und Entgiftung.
- Das Prinzip „Angebot und Nachfrage“ funktioniert: biete Naturzusätze an, dein Pferd entscheidet selbst ob und wie viel es gerade braucht.
- Pferdeinstinkte funktionieren nur, wenn die Fütterung natürlich genug ist. Zuckermüslis und industrielle Produkte stören das natürliche Bedürfnisempfinden.
- Der Pferdemagen produziert kontinuierlich Magensäure und braucht deshalb regelmäßig Raufutter. Maximal 3 bis 4 Stunden Futterpause.
- Tiermoor gehört kurweise gegeben, nicht als Dauerbeigabe. Besonders sinnvoll beim Fellwechsel, zum Weidebeginn und zur Stoffwechselunterstützung.

Schlamm in der Futterschüssel – und Carey war sofort dabei
Schlamm! Wer hätte gedacht, dass ich mal schnoddrigen Schlamm begeistert in eine Schüssel ploppen lasse. Schlamm ist toll für Pferde. Wirklich, wenn es der richtige Schlamm ist. Genauer gesagt war es Moorschlamm, den ich in die Futterschüssel meines Pferdes gegossen habe. Aber ich habe den Schlamm nicht einfach heimlich still und leise unters Futter gemischt. Und jetzt verrate ich dir DEN Trick schlechthin für dich und deine Pferdefütterung.
Ich habe den Schlamm meinem Pferd angeboten. Das ist der kleine aber feine Unterschied.
Und genau darum geht es in diesem Artikel. Nicht nur um das Moor, sondern um das Prinzip dahinter. Um die Frage, wie viel dein Pferd eigentlich selbst weiß, was es braucht, wenn wir es nur lassen. Und um das, was der Pferdemagen wirklich braucht, um gesund zu bleiben.
Was steckt im Moor? Das Wichtigste über Tiermoor für Pferde
Im Moor stecken viele gute Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Bitterstoffe, Eisen und noch mehr gute Zutaten. Das alles fördert die Verdauung, regt den Darm und den Stoffwechsel an, ist gut gegen Blähungen und tut den Pferden gut.
Klingt erstmal seltsam. Macht aber biologisch total Sinn. Moor entsteht, wenn Pflanzen über Jahrhunderte und Jahrtausende in wassergesättigten Böden zu einer konzentrierten organischen Masse werden. Da stecken also viele Kräuter und andere Pflanzen drin, die über Jahrhunderte zu Moor umgewandelt wurden. Es ist ein natürliches Konzentrat aus allem, was die Pflanzenwelt zu bieten hat: Mineralien, Huminsäuren, ätherische Öle und vieles mehr. Es ist Heilmoor.
Die Huminsäuren sind dabei besonders interessant. Sie schützen die Schleimhäute, unterstützen die natürliche Darmflora und helfen dem Körper bei seiner eigenen Entgiftung. Das ist auch der Grund, warum du in der Wellness-Welt Moorbäder findest: Die heilende Wirkung von Moor ist seit Jahrhunderten bekannt, und zwar nicht nur äußerlich angewendet.
Ich habe das Moor der Firma Sonnenmoor genommen. Weil sie biologische Kriterien an ihr Moor anlegen und speziell für Tierfütterung Moor anbieten. Das Moor stammt aus Österreich, aus dem Salzburger Voralpenland, aus einem uralten ehemaligen Gletschergebiet. Am Rande eines Naturschutzgebietes wird ein kleiner Streifen Moor abgebaut, der ursprünglich für die landwirtschaftliche Nutzung vorgesehen war. Also kein Raubbau an der Natur betrieben. Denn Moore sind für die CO2-Speicherung und die Natur wichtige Biotope. Deswegen sollte man sehr darauf achten, dass sie nachhaltig und achtsam genutzt werden, wenn man sie nutzt.
Ein wichtiger Hinweis, bevor wir weitermachen: Tiermoor ist Heilmoor und gehört nur kurweise angeboten, nicht als Dauerfutterbeigabe. Es ist kein Alltagsfutter, sondern eine gezielte Unterstützung. Dazu mehr weiter unten.
Tiermoor für Pferde enthält Huminsäuren, Mineralien und über 350 vertorfte Pflanzen. Es unterstützt Verdauung, Darmflora und Stoffwechsel – am besten kurweise eingesetzt, zum Beispiel beim Fellwechsel oder zu Beginn der Weidesaison.

Der einfachste Trick in der natürlichen Pferdefütterung: Angebot und Nachfrage
Jetzt kommen wir zum Kern des Ganzen. Dem Trick, den mir das Moor beigebracht hat: Angebot und Nachfrage. Das Konzept kann dir an vielen Punkten weiterhelfen. Ich versuche es immer wieder und es funktioniert. Wichtig ist dabei aber vor allem ein Punkt: Dein Pferd braucht funktionierende Instinkte dafür. Und durch die Art, wie wir unsere Pferde füttern und halten, können wir diese Instinkte ganz schön beeinträchtigen.
Das Prinzip selbst ist simpel: Wenn du deinem Pferd einen Naturzusatz gibst, ob Tiermoor, Hagebutten, Brombeerblätter oder Kräuter, dann biete es an. Lass dein Pferd entscheiden. Nicht heimlich unter das Futter mischen. Anbieten. Wenn es das Moor schleckt, hat es die Mineralien offenbar gerade gebraucht. Lässt es das Moor stehen, hat es momentan keinen Bedarf. So einfach ist das Prinzip.
Deswegen siehst du immer mal wieder Pferde, die sich am Waldrand ein bisschen vom Waldboden wegknabbern wollen. Das tun sie nicht, weil Erde so lecker ist, sondern weil ihre Instinkte ihnen sagen, dass sie die Mineralien brauchen, die da drin stecken. Das Wildpferd steckt noch in jedem Hauspferd.
Warum Instinkte bei der Fütterung alles entscheiden
Die Nase der Pferde ist deutlich feiner als unsere. Wildpferde verdanken diesem Geruchssinn unter anderem ihr Leben. Sie erkennen sehr gut, was gut für sie ist und was nicht. Ihre Instinkte sagen ihnen, sehr vereinfacht gesagt, welches Futter sie fressen und was sie lieber nicht ins Maul nehmen sollten.
Du kennst das vielleicht auch von dir selbst: Nach einer Schokoladenorgie sehnst du dich wirklich nach ein bisschen Salat oder frischem Obst. Das sagt dir dein Körper. Aber du weißt sicher auch, dass Nahrungsmittel weniger süß wirken, wenn du oft Süßes isst. Umso öfter du dir ungesunde Sachen auf den Teller lädst, umso schlechter erkennt dein Körper, was wirklich gut für ihn ist.
Dasselbe gilt für Bewegung. Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du erst einen inneren Schweinehund überwinden musst, um vom Sofa aufzustehen und Sport zu machen. Wenn du aber regelmäßig Sport machst, wirst du nach und nach das Phänomen erleben, dass du dich regelrecht auf die nächste Runde freust. Warum? Weil dein Körper erkennt, was gut für dich ist, wenn du dich natürlich verhältst. Auf dem Sofa zu liegen und Gummibärchen zu essen ist gemütlich, aber unserer natürlichen Veranlagung entspricht es nicht.
Ähnlich musst du dir das auch bei deinem Pferd vorstellen. Wenn dein Pferd in Bewegung ist mit seiner Herde, wenn es Heu und gemischtes Gras hat, wenn es natürliches Futter bekommt, dann weiß sein Körper, was gut für das Pferd ist. Es ist wichtig für dich zu wissen, dass die Instinkte der Pferde auch geschwächt werden können. Und genau hier liegt das Problem, das wir oft übersehen.

So stören Zuckermüslis und Fertigfutter den natürlichen Instinkt deines Pferdes
Wenn dein Pferd den ganzen Tag aromatisiertes Kraftfutter und Zuckermüslis bekommt, dann und das ist die unbequeme Wahrheit funktioniert das Prinzip von Angebot und Nachfrage nicht mehr verlässlich. Dann nämlich, wenn die Instinkte durch Zuckermüslis, Melasse-Mash und aromenversetzte Leckerli abgestumpft sind. Das ist genau wie bei uns Menschen auch. Aromen, Zusatzstoffe und Zucker sind ungesund und stören das natürliche Empfinden für das, was gesund ist. Es ist genau wie bei uns, wenn wir so viel industriell Verarbeitetes essen, dass wir echte Tomaten kaum mehr schmecken.
Das bedeutet nicht, dass du nie wieder ein Müsli kaufen darfst. Aber es bedeutet, dass die Basis stimmen muss, damit dein Pferd selbst entscheiden kann. Heu. Bewegung. Natürliche Haltung. Das ist die Grundlage, auf der das Prinzip von Angebot und Nachfrage wirklich funktioniert.
Was der Pferdemagen wirklich braucht
Pferdefütterung ist eine hochkomplizierte Sache. Aber sie muss nicht kompliziert sein. Der Magen-Darm-Trakt des Pferdes ist sehr funktionabel und arbeitet permanent. Ich war wirklich fasziniert, als ich mich das erste Mal damit beschäftigt habe. Danach war mir vieles klarer. Auch, warum es im Grunde Tierquälerei ist, einem Pferd nur einmal am Tag einen Ballen Heu zu geben und ansonsten Mash oder Müsli in den Trog zu werfen. Raufutter ist essentiell. Das ist ein eindeutiger und ziemlich klarer Punkt in der Pferdefütterung.
Das Wichtigste: Der Pferdemagen produziert permanent Magensäure. 24 Stunden am Tag, ohne Pause. Nur wenn das Pferd kaut, produziert es Speichel, der diese Säure abpuffert. Wenn das Pferd also lange Pausen hat, kein Heu bekommt, keine Beschäftigung hat, dann greift die Magensäure irgendwann die Magenschleimhaut an. Die Folge sind Magengeschwüre und Koliken, beides sehr schmerzhaft und leider viel häufiger in deutschen Ställen als viele Pferdebesitzer ahnen.
Du ahnst gar nicht, wie viele Pferde still und leise mit Magengeschwüren leben, ohne dass ihre Besitzer es wissen. Es ist eine stille Epidemie.

Der Weg des Heuhalms – vom Maul bis zum Pferdeapfel
Ich bin keine Tierärztin. Hier ist das, was mich wirklich fasziniert hat, als ich tiefer in das Thema eingetaucht bin:
Das Pferd kaut und zermahlt beim Fressen das Raufutter mit seinen Zähnen. Der Heuhalm wird langsam zerkleinert und dabei gut eingespeichelt. Bei Mash und Müslis muss es nicht zermahlen, es schlingt das Futter viel schneller herunter und speichelt es nicht richtig ein. Das klingt nach einem Detail, ist aber entscheidend für alles, was danach passiert. Merke deshalb: Länger kauen bedeutet besser für die Verdauung.

Es entsteht durch das Zerkauen ein schöner schleimiger Speisebrei, der den Heuhalm mit Bikarbonaten und Natriumchlorid umgibt. Diese Stoffe sind eine Art Puffer im Magen, der permanent Verdauungssäfte produziert, zwischen 10 und 30 Liter täglich. Wenn nichts im Magen liegt, weil das Pferd schon seit Stunden kein Heu mehr hatte, kann das Magengeschwüre verursachen. Der Pferdemagen ist dafür nicht gebaut.
Besonders interessant und das überrascht die meisten: Der Pferdemagen ist relativ klein und verschließt sich, wenn er voll ist.
- Pferde können sich nicht übergeben.
- Sie können erst dann wieder etwas nachschieben, wenn das vorhandene Futter verdaut und weitergeschoben wurde.
- Frisst das Pferd also weiter, obwohl der Magen geschlossen ist, entstehen Probleme: Verstopfungen, Fehlgärungen, Koliken.
- Noch ein Grund für mehrere kleine Portionen statt einer großen.
Unser Heuhalm rutscht also gut eingespeichelt in den Magen, durchläuft das saure Milieu, das Keime abtötet, und wandert weiter durch den Dünndarm in den Dickdarm, der beim Pferd etwa 8 Meter lang ist. Dort bearbeiten fleißige kleine Mikroorganismen die unverdaulichen Nahrungsbestandteile.
Sie holen aus dem Heuhalm zum Beispiel B-Vitamine heraus, die für das Biotin nötig sind und das Pferd wiederum für die Hufhornerzeugung braucht. Wenn diese Mikroorganismen nicht genug Rohfaser bekommen, können sie nicht arbeiten. Das ist schlecht für die gesamte Gesundheit deines Pferdes.
Hier noch ein Fakt, der mich umgehauen hat:
- Der Blinddarm des Pferdes füllt die gesamte rechte Flanke aus und ist etwa einen Meter lang.
- Er funktioniert wie eine riesige Gärkammer.
- Durch falsche Fütterung, zum Beispiel mit Heulage oder einer gestörten Darmflora nach einer Antibiotika-Behandlung, kann er sich so stark ausdehnen, dass die gesamte Statik des Pferdes verändert wird.
Das kann tatsächlich erklären, warum manche Pferde auf der rechten Hand schlechter biegen als auf der linken. Das klingt verrückt, ist aber anatomisch absolut nachvollziehbar. Eine schlechte Biegung rechts kann also manchmal ein Fütterungsproblem sein, nicht ein Trainingsproblem. Das sollte uns alle aufrütteln.
Dein Pferd braucht immer Raufutter. Maximal 3 bis 4 Stunden Futterpause, danach produziert der leere Magen Säure auf Schleimhaut. Heu ist keine Option, es ist die Basis.
Du weißt jetzt, was ein Heuhalm auf seinem Weg durch den Pferdemagen alles erlebt. Du weißt, was Moorschlamm kann. Und du ahnst, dass beim Darm deines Pferdes vielleicht noch Luft nach oben ist. Dann ist das hier dein nächster Schritt: meine Futterempfehlungen und die Möglichkeit zur Beratung, direkt auf der Pferdeflüsterei. www.pferdefluesterei.de/reico
Warum Heu so viel wichtiger ist als Mash und Müsli
Wildpferde mussten sich immer fortbewegen und dabei Futter aufnehmen. Schritt für Schritt, in kleinen Mengen, mit gesenktem Kopf. Sie sind immer unterwegs, laufen die ganze Zeit, senken dann zwischendurch den Kopf und grasen. Schnappen sich Blätter von Büschen am Weg, schaben in der Erde und fressen sie dann, knabbern an Ästen, fressen Früchte vom Baum und Beeren, Laub und anderes. Alles, was ihnen auf dem Weg von einer Wasserstelle zur nächsten auffällt und was ihr Instinkt ihnen rät zu fressen.
Das domestizierte Pferd funktioniert genauso. Nur haben wir begrenzte Weiden mit Zäunen, Gras das zum Großteil für Mastkühe optimiert wurde, oft nicht genug Bäume, Sträucher, Kräuter und Beeren. Deswegen kann es sinnvoll sein, dem Pferd kurweise all das anzubieten, was es in der freien Natur hätte finden können. Tiermoor. Kräuter. Beeren. Blätter. Je nach Jahreszeit.
- Getreide und Fertigfutter bleiben zu lang im Magen.
- Dadurch können Vergärungsprozesse angestoßen werden, die Magengeschwüre begünstigen.
- Wenn aber ein lockerer Speisebrei aus gut eingekautem Heu im Magen liegt, kann der besser von Magensaft durchsäuert und damit besser verarbeitet werden.
Dann fluppt alles bei der Verdauung. Und wenn dann das Pferd regelmäßig kleine Portionen bekommt, viel Raufutter, wenig Getreide und Kraftfutter, keine Zuckermüslis und Fertigmash, dafür gesunde Kräuter und andere biologische Zusatzfutter, dann landet unser Heuhalm entspannt als hübscher kleiner Pferdeapfel in deiner Mistgabel.
Tiermoor für Pferde füttern: So geht’s konkret
Also, wie machst du das jetzt praktisch? Ganz einfach.
Ich habe das biologische Tiermoor der Firma Sonnenmoor verwendet und mit dem Lebe Vital und Dam Vital meiner liebsten Futterfirma kombiniert (wenn du mehr dazu erfahren willst, schreib mir gerne einen Kommentar, dann kann ich dir dazu ein bisschen was erzählen).
Das Tiermoor stammt aus den unbehandelten und natürlichen Tiefen in Österreich und ist durchgetestetes Futtermoor. Es gibt das Moor flüssig und in pulverisierter Form. Ich persönlich bevorzuge das Flüssige, weil ich dann wirklich prüfen kann, ob mein Pferd es braucht. Das Pulver ist geschmacksneutral und würde unters Futter gemischt keinen geschmacklichen Unterschied machen. Aus meiner Sicht ist es aber wichtig, dass das Pferd selbst entscheiden kann, was es braucht.
Nimm also eine Futterschüssel, fülle die benötigte Menge des Moorschlamms in die Schüssel und biete es deinem Pferd an. Du kannst das ein paar Tage versuchen. Wenn es das Moor schleckt, hat es die Mineralien offenbar gebraucht. Lässt es das Moor stehen, hat es momentan keinen Bedarf.
Du kennst das vielleicht auch, dass dein Pferd beim Spaziergang immer wieder auch die Erde mitfressen will. Es braucht vielleicht Mineralien, und genau die stecken im Moor. Achte darauf, dass du immer gute, unbehandelte und ungespritzte Naturprodukte verwendest. Herbizide und andere Pflanzenschutzstoffe können deinem Pferd schaden.

Careys Futterschüssel in der Praxis – Hagebutten, Brombeerblätter und eine Walnuss
Carey hat das Moor erst begeistert von meinen Fingern geschleckt und es ein paar Wochen aus der Schüssel geleckt. Dann hat sie das Moor stehen lassen. Also habe ich aufgehört und werde im Frühjahr wieder kurweise anbieten und sehen, ob sie die Mineralien braucht.
Das ist das Prinzip von Angebot und Nachfrage in der Praxis. Kein Dogma, kein Muss, keine Dauerfütterung. Einfach anbieten und beobachten.
Genauso mache ich das mit Hagebutten als Leckerli. Das Spannende daran ist, dass Carey Phasen hat, in denen sie die Leckerli gerne frisst und Phasen, in denen sie die Hagebutten wieder ausspuckt. Ich hätte das am Anfang nicht gedacht. Aber es macht total Sinn: Ihr Körper braucht das Vitamin C manchmal mehr, manchmal weniger.
Genauso ist es mit den Brombeerblättern. Neben unserer Weide steht ein Strauch. Ich mache Halt und warte, ob sie zugreifen will. Einige Wochen tut sie das, nach ein paar Wochen steht sie da und schaut mich an, bis wir weitergehen. Kein Drama. Ihr Körper sagt ihr, was er gerade braucht.
Und dann war da noch die Walnuss. Unser Putzplatz ist unter einem Walnussbaum. Im Herbst liegen dort immer Nüsse. Beim Putzen hat Carey vor kurzem mit dem Huf eine Walnuss geknackt und sich die Nuss geschnappt. Ich war erst erstaunt, habe dann aber gelesen, wie Walnüsse beim Pferd wirken können. Das ist übrigens ein zweischneidiges Schwert: Die Äste sind giftig, also bitte dem Pferd keine Walnussäste zum Knabbern geben. Die Nuss selbst ist eine andere Geschichte.
All das sind Beispiele für dasselbe Prinzip. Dein Pferd weiß oft schon, was es gerade braucht. Du musst es nur in die Lage versetzen, das zu kommunizieren.
Wann Tiermoor für Pferde besonders sinnvoll ist
Es gibt Zeiten, in denen Tiermoor für Pferde besonders viel Sinn macht. Gut kann es als Kur sein, wenn der Fellwechsel ansteht. Stell dir vor, du müsstest zweimal im Jahr alle Haare auf einmal durchwechseln, die alten fallen aus und die neuen wachsen nach. Gleichzeitig müssen Magen und Darm in wenigen Tagen von einer Futtergrundlage auf eine andere umstellen, von Gras auf Heu im Herbst oder von Heu auf frisches Gras im Frühjahr. Diese Kombination aus Fellwechsel und Futterumstellung wird gerne mal unterschätzt. Der Körper braucht dabei etwa 30 Prozent mehr Energie als sonst. Das Immunsystem, der Stoffwechsel und alle Entgiftungsorgane haben in dieser Zeit besonders viel zu tun.
Genau in diesen Zeiten macht Tiermoor Sinn: Beim Fellwechsel, zum Weidebeginn im Frühjahr, bei Verdauungsunterstützung wie Kotwasser oder Blähungen, oder wenn der Stoffwechsel gerade etwas träge läuft. Auch bei Pferden mit Magenproblemen oder nach einer Antibiotika-Behandlung kann das Moor die Darmflora unterstützen.
Denk immer daran: Es ist eine Kur, kein Grundfutter. Ein paar Wochen, dann Pause. Das entspricht auch dem natürlichen Rhythmus, den Kräuter und Naturprodukte haben sollten.
Tiermoor macht besonders Sinn beim Fellwechsel, zum Weidebeginn und bei Verdauungsunterstützung. Immer kurweise und immer als Angebot, nicht als Zwang.
Der Kräutergarten an der Weide: die nächste natürliche Stufe
Du kannst deinem Pferd für die Pferdefütterung auch einen kleinen Kräutergarten am Rand der Weide anpflanzen. Dann wird es sich ziemlich wahrscheinlich die Kräuter holen, die es gerade braucht. Kräuter werden nicht umsonst in der Heilkunde verwendet. Sie haben eine Wirkung, und in der freien Wildbahn haben Pferde angepasst an Jahreszeit und Witterung die Möglichkeit, sich das Futter zu schnappen, das ihr Körper gerade braucht. Frische Kräuter im Frühjahr für den Fellwechsel. Beeren im Herbst mit viel Vitamin C für das Immunsystem. Nur zwei Beispiele.
Achte bei allem, was du anbietest, darauf, dass du gute, unbehandelte und ungespritzte Zutaten verwendest. Das Grundprinzip bleibt immer dasselbe: Angebot und Nachfrage. Dein Pferd entscheidet. Du stellst bereit.
Wenn du gerne tiefer einsteigen willst, welche Kräuter wann und wie, dann stöber gerne durch die Kräuterartikel hier auf der Pferdeflüsterei. Da findest du alles, was ich bisher zu dem Thema gesammelt habe.
Wenn du nach diesem Artikel weißt, dass bei deinem Pferd Darm und Stoffwechsel mehr Aufmerksamkeit brauchen, dann bist du hier richtig: Auf der Pferdeflüsterei findest du meine handverlesenen Futterempfehlungen und die Möglichkeit zur individuellen Futterberatung. Kein Dschungel, keine Versprechen, die nichts halten. Nur das, was ich selbst bei Carey einsetze und empfehle: www.pferdefluesterei.de/reico
FAQ: Tiermoor für Pferde – die wichtigsten Fragen
Was ist Tiermoor für Pferde?
Tiermoor ist ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel aus Heilmoor, speziell für die Tierfütterung aufbereitet. Es enthält Huminsäuren, Mineralien, Spurenelemente und über Jahrhunderte konzentrierte Pflanzeninhaltsstoffe. Es unterstützt vor allem die natürliche Funktion des Verdauungsapparates und den Stoffwechsel des Pferdes.
Kann ich meinem Pferd einfach Gartenerde oder Walderde geben?
Nein. Tiermoor für Pferde ist speziell aufbereitetes, geprüftes Heilmoor. Normale Erde kann Schadstoffe, Herbizide oder Keime enthalten, die deinem Pferd schaden. Kaufe immer biologisch zertifiziertes Tiermoor von einem seriösen Anbieter.
Wie lange und wie viel Tiermoor gebe ich meinem Pferd?
Das variiert je nach Produkt und Pferd. Als Richtwert werden für ein großes Pferd täglich etwa 125 bis 250 ml flüssiges Moor empfohlen, immer kurweise über mehrere Wochen. Danach Pause. Tiermoor ist eine Kur, kein Grundfutter.
Kann ich Tiermoor mit Mineralfutter kombinieren?
Hier sei vorsichtig. Es kann sinnvoll sein, beim Moorfüttern das reguläre Mineralfutter zu pausieren, weil die Aufnahme bestimmter Mineralien sonst beeinträchtigt werden kann. Im Zweifel sprich mit deiner Tierheilpraktikerin oder Tierärztin.
Was, wenn mein Pferd das Tiermoor nicht annimmt?
Dann braucht es momentan nichts davon. Lass es stehen und versuche es in ein paar Wochen erneut. Wenn dein Pferd stark industriell gefüttert wird oder die Instinkte durch Zuckermüslis beeinträchtigt sind, kann die natürliche Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sein.
Wann ist Tiermoor für Pferde besonders sinnvoll?
Beim Fellwechsel, zu Beginn der Weidesaison im Frühjahr, bei Verdauungsproblemen wie Kotwasser oder Blähungen, bei Pferden mit Magenproblemen oder nach Antibiotikagabe. Auch zur Unterstützung des Immunsystems und bei Hautproblemen wie Mauke oder Sommerekzem kann Tiermoor unterstützend eingesetzt werden.
Ist flüssiges Tiermoor besser als Moorpulver?
Es gibt Tiermoor als flüssigen Moorschlamm und als Pulver. Beide enthalten dieselben Wirkstoffe. Das Pulver ist geschmacksneutral und lässt sich unter das Futter mischen. Ich persönlich bevorzuge das Flüssige, weil ich anbieten kann und das Pferd wirklich frei entscheiden lässt.
Du merkst gerade, dass du tiefer einsteigen willst? Dass Heu und Moor gut und schön sind, aber du dir nicht sicher bist, ob dein Pferd wirklich alles bekommt, was es braucht? Genau dafür gibt es auf der Pferdeflüsterei eine Futterberatung und meine Lieblingsprodukte für Darm, Stoffwechsel und natürliche Grundversorgung. Schau gerne mal rein: www.pferdefluesterei.de/reico
Schreib mir gerne in die Kommentare: Hast du deinem Pferd schon mal Tiermoor oder andere Naturzusätze angeboten? Ich bin gespannt, was dein Pferd dir gezeigt hat.

Hallo Petra.
Ich möchte meiner Isistute jezzt zum Fellwechsel die Frühlingskräuter (sobald sie verfügbar sind), Hanfsamen und das Sonnenmoor füttern. Normalerweise bekommt sie zu ihren Kräutern immer das Basis-Mineralfutter von Lexa.
Brauche ich überhaupt noch ein Mineralfutter, wenn ich Hanf und Moor füttere oder ist der Bedarf an Mineralien damit abgedeckt?
Liebe Grüße:) Jenny
Hallo liebe Jenny, das würde ich individuell abchecken. Ich brauche seit Jahren kein Mineralfutter mehr und gebe nach Blutbild und Absprache mit meiner Tierheilpraktikerin individuelle Kleinigkeiten, wenn sie nötig sind. Aber bei mir reichen Hanfsamen und Heu aus. Tiermoor würde ich tendenziell nur Kurweise füttern. Aber den Rest kannst du ganzjährig geben und dann nach ein paar Monaten den Haushalt deines Pferdes einfach gegenchecken. Denn das hängt ja auch von eurer Heuqualität und der Art und Weise ab, wie der Stoffwechsel und die Futterverwrtung bei deinem Pferd funktioniert :-) Ganz liebe Grüße, Petra
Hallo Petra,
ich bin mit meinen beiden Mädels (17 und 24 Jahre alt) letzten Herbst von der Geest in die Marsch umgezogen.
Sie bekommen von mir ganzjährig Pelletfutter dazu (ich weiß nicht, ob ich hier Namen nennen darf). Die alte Dame ein Energiereduziertes aber Mineralstoffreicheres für Isis und Kaltblüter (sie ist zwar Warmblut, aber eben älter), die andere (schwerfuttrig und gerne mal nervig) eins für Distanz- und Dressursport und wenn sie zu schlank wurde noch ein Aufzuchtfutter für Jungpferde dazu. das haben sie jetzt seit 4 Jahren gerne gefressen (trotz 24 Stunden Weide von Mai bis Oktober).
Seit sie nun auf der Marschweide 24 Stunden draußen sind, wollen sie nicht mehr so recht. ein paar Tage haben sie das Futter getauscht. Jetzt will die eine gar nicht mehr und die andere nimmt ihrs gelegentlich mit Hafer zusammen an. Industriemüsi gab es immer gelegentlich mal – wollen beide auch nicht mehr.
Hab ich noch nie so erlebt bei meinen, aber da scheint wohl echt die Weide zu reichen. Sind beide rund und blank (naja die alte Dame ist noch nicht ganz aus dem Wintermantel raus, aber es wird)…
Scheint also, dass die beiden durchaus noch wissen, was gut ist und was nicht, oder?
LG Maika
Hallo liebe Maika, das scheint wirklich so :-) Vor allem wenn es beiden so gut geht und sie keine Mängelerscheinungen haben – dann haben sie wohl alles was sie brauchen und das ist doch toll :-) Ganz liebe Grüße, Petra
Hallo Petra, danke für den spannenden Beitrag, Ich mache es mit meinen beiden Pony Senioren (24 und 25) wie du, ich lasse sie beim Spazierengehen oder Ausreiten hier und da mal schauen was ihnen gerade so gefällt. Im letzten Jahr hat einer von beiden im Herbst mit großer Begeisterung junge Ahornblätter gefressen, dieses Jahr hat es ihm der Giersch besonders angetan und Ahorn interessiert ihn gar nicht! Disteln fressen sie in diesem Jahr auch beide sehr gerne obwohl sie mit den Stacheln durchaus zu kämpfen haben aber sie haben inzwischen eine Methode entwickelt wie das am trotz Stacheln gut klappt. Vorletzten Winter waren es die Brombeerblätter. Zwischendrin nehmen sie auch gerne mal einen kleinen Zweig eines Nadelbaums.
Sie leben beide in Offenstallhaltung mit hauptsächlich Heufütterung. Ausserdem füttere ich wechselweise immer mal wieder Kräuter in Heucobs gemischt dazu und etwas Leinöl hin und wieder.
Was das Schärfen oder Schulen der Instinkte angeht muss ich sagen, dass wir auch sehr gute Erfahrung mit dem gezielten Anbieten von (uns bekannten) Kräutern gemacht haben. Das heißt man hält ihnen ein Kraut das sie vielleicht noch nicht kennen einfach mal hin, das nehmen sie dann eventuell als Anlass es mal zu probieren. Ob es was für sie ist oder nicht entscheiden sie dann selbst. Erfahrungsgemäß fressen sie Kräuter die ihnen ganz fremd sind erstmal nicht von sich aus (was ja grundsätzlich auch besser so ist). Soweit ich weiß lernen Pferde das Fressen von Kräutern durchaus auch im Fohlenalter indem sie beobachten ‚was die Mama so frisst‘. Ich habe auch schon erlebt wie der kleinere sich vom größeren abguckt was der so frisst. Manches übernimmt er dann und manches auch nicht. Auf jeden Fall ist es total spannend wie es sich immer wieder verändert worauf sie gerade Lust haben. Der Spanier meiner Schwester frisst übrigens auch mit Begeisterung bestimmte Erden im Wald. Das haben die Ponys noch nicht so für sich entdeckt ;-)
Hallo liebe Anne, das habe ich später auch vor – die Kräuterbar. Davon träume ich, wenn ich es schaffen sollte irgendwann meinen eigenen kleinen Stall zu haben. Aktuell biete ich meinem Pferd ab und an Blätter und Pflanzen an, die ich rund um den Stall finde. Auch das wird meistens gerne angenommen. Aber so wie ihr das macht, ist das schon ziemlich perfekt. WUnderschön! Ganz liebe Grüße, Petra
Hallo,
Ich habe genau die von dir beschriebene Erfahrung in den letzten Monaten mit meiner Stute gemacht. Ich habe sie vor einem Jahr aus einem Schulbetrieb übernommen. Sie war 21 Jahre alt und hatte laut Tierarzt ca 150 kg Untergewicht. Eine tolle Pferde Physiotherapeutin kam dann mit 2 Kisten voller Kräuter und sie durfte sich selbst aussuchen was sie fressen wollte. Diese Kräuter bekommt sie dann für 2 Monate und danach darf sie sich wieder andere aussuchen. Mittlerweile hat sie genug zu genommen und hält das Gewicht.
Viele Menschen belächeln uns weil sie mittlerweile auch ein Säckchen mit Baldrian zum Schnuppern hat und täglich halte ich ihr Zitronenöl vor die Nase – sie genießt es.
Sie hat immer ein Heunetz in ihrer Box, so dass sie den ganzen Tag knabbern kann. Ich hätte ihr gerne eine Rente auf der Weide geboten, aber Madame möchte lieber drinnen stehen. Sie erträgt die Fliegen nicht und Sozialverhalten hat sie völlig verlernt.
Wir Menschen machen leider wirklich viel kaputt an den Instinkten der Pferde, wenn wir nicht aufpassen – dafür ist meine Stute leider ein sehr gutes Beispiel.
Danke für diesen schönen Artikel!
Achso, vom Mineralfutter als solches sind wir ganz weg. Sie bekommt abwechselnd alle paar Tage Bio Apfelessig, Spirulina Algen Pulver und Gerstengraspulver unters Futter. Wenn die Mineralspeicher einmal gefüllt sind, wie zum Beispiel durch das Füttern von Moor, sind diese 3 eine gute Möglichkeit um den Stand zu erhalten.
Hallo liebe Gila, ja – Mineralfutter gibt es bei mir nur ab und an und auf Bedarf. Das Moor ist eine SUper Geschichte – auch um Bedarf zu füllen. Meine Stute nimmt das Pulver wenn sie mag – wenn nicht, lässt sie es. Ihre Instinkte sagen ihr genau, was sie braucht. Viele liebe Grüße, Petra
Hallo Gila,
ich find es ganz spannen was du zu den Fliegen und Sozialverhalten geschrieben hast. Meine Senioren haben vor einigen Jahren in einen kompletten Offenstall gewechselt. Der ältere (damals 22) war immer total genervt von Fliegen und an schlechten Tagen wirklich nur am Zappeln, Füße treten, Kopf rumwerfen (vor dem Wechsel gab es ja nur Stundenweise Weide aber auch da wirkte er an schlechten Tagen etwas unentspannt und auch mit verschiedensten Insektensprays habe ich das nie so richtig in den Griff bekommen). Zum Glück konnte er sich in einen Stallbereich zurückziehen wo es dann entspannter war. Im zweiten Jahr stellte ich fest, dass er sein Verhalten total geändert hatte. Ich sah überhaupt nicht mehr dieses genervte und gestresste ‚den Kopf herumwerfen‘, dafür konnte er aber quasi auf Quadratzentimeterebene ‚mit der Haut zucken‘ um Fliegen Punktgenau loszuwerden. also habe ich mich etwas schlau gemacht und erfahren, dass das eben eine spezielle Muskulatur unter der Haut ist, die Pferde ausprägen oder mangels Bedarf eben auch abbauen können. Meiner ist jedenfalls viel entspannter mit Fliegen geworden. Also falls man das mit den Rahmenbedingungen hinkriegt, wie bei uns, besteht offenbar immer eine Chance sich der Natur wieder anzunähren. Einen ähnlichen Durchbruch hatten wir beim Sozialverhalten. Der große war zwar immer verträglich aber unfähig zum gegenseitigen Kraulen. Er war einfach zu grob. 10 Jahre lang stand er mit seinem kleinen Kumpel gemeinsam auf der Wiese. Immer wenn der kraulen wollte, kraulte der große zurück aber war so ungeschickt, dass der kleine nach dem er sich vergeblich verrenkte während er fleißig weiter kraulte am Ende das Weite suchte (Er ist halt ein Sensibelchen und mag auch nicht zu fest gestriegelt werden). Dann im Offenstall mit anderen Pferden die nicht ganz so empfindlich waren und mit denen er offenbar ‚üben‘ konnte, waren passenderweise alles gefestigte und ruhige Senioren und nach 6 Monaten seh ich ihn plötzlich mit allen und jedem kraulen. Sogar mit dem kleinen, der sonst immer sofort reißaus nahm ;-)
Klar wenn fehlendes Sozialverhalten zu Schlägereien und Verletzungen führt kann man sich da leider nur schwer bis gar nicht ran tasten. Denn das will ja keiner ausprobieren.
Hallo zusammen habe erst heute dieses Forum gefunden und alles mit Freude gelesen.
Ich hätte auch eine Frage….
Mein subjektives Gefühl ist, das unser Heu nicht von guter Qualität ist.
Es richtig nach nix also zumindest nicht wie Heu.
Es ist auch mehr blass nicht wirklich grün.
Dennoch fressen es meine 2 Pferde.
Auf der Suche nach gutem Heu fand ich einen Biobauer der sein heu schonend mäht und in der trockenanlage behutsam trocknet.
Habe gestern ein probe Ballen bekommen,
richtig wie auf einer Alm wiese ist grün und man Dieter Blüten und Blätter ich war Glücklich.
Am negsten Tag Versand ich die Welt nicht,
Das super heu aus der Raufe aussortiert lag auf dem Boden..
Sie haben dann das alte Heu vom Netz gefressen.
Woran kann das liegen…
wäre dankbar über Ideen
lg Jessica
Hallo Jessica, hmmmm – gute Frage. Ich kenne natürlich beide „Heu“s nicht. Ich persönlich würde vermutlich noch ein anderes Heu ausprobieren und schauen, ob die Pferde aus irgendwelchen Gründen dieses Bioheu nicht mögen. Wenn sie ein anderes Heu auch ablehnen, würde ich es mit dem alten Heu mischen und nach und nach immer weniger von dem alten Heu dazupacken – und es ihnen so schmackhaft machen. Wer weiß, vielleicht riecht es für sie „komisch“, weil eben mehr Kräuter und Substanz im neuen Heu ist. Vielleicht sind aber auch Sachen drin, die sie nicht essen wollen – das ist jetzt ein Ratespielchen und bedeutet: Ausprobieren ausprobieren ausprobieren :-) Liebe Grüße, Petra
Ein sehr schöner Beitrag und auch einige hilfreiche Tricks dabei. Ich nutze zusätzlich Ergänzungsmittel für mein Pferd und würde gerne wissen, worauf ich achten sollte? Pferde brauchen viel Zuneigung und Pflege und darauf sollte jeder Acht geben, der eins besitzt.
Liebe Valerie, mit der Zuneigung und Pflege hast du absolut Recht. Aktuell ist deine Frage allerdings sehr weit gefasst – da fällt es mir schwer etwas sinnvolles zu antworten. Was genau möchtest du denn wissen? Um welche Ergänzung handelt es sich? Wie geht es deinem Pferd damit? usw. Ganz liebe Grüße, Petra
Liebe Petra,
ich habe nun für den Ponymann auch das Moor bestellt. Wider Erwarten schleckt er daran rum :).
Er frißt es nicht richtig, aber wie wenn er an Erde schlecken würde, macht er es auch mit dem Moor.
Ein kleiner Tipp wegen dem Selenmangel. Einmal muss ich sagen, dass meiner eigenen Erfahrung nach hier Bluttests, die ich regelmäßig bei meinem Pony machen lasse, nicht so wirklich aussagekräftig sind. Es gibt hier verschiedene Punkte. Einmal ist der untere Grenzbereich den die Labore annehmen laut verschiedener Studien eigentlich noch nicht bedenklich und es können auch niedrigere Werte noch völlig okay sein. Dann ist es so, dass der Selengehalt im Blut deutlich niedriger sein kann, wie im Gewebe. Selen lagert sich gern in Muskeln zusammen mit Vitamin E ab.
Da mein Pony leider nicht nur den vom Labor kritischen Wert von 100 µg/l unterschreitet, sogar den von anderen Studien genannten Wert von 28 µg/l bekommt er regelmäßig Leinsamen zugefüttert, da dieser natürlicher weise einen hohen Selengehalt hat. So haben wir die Werte ganz gut im Griff und ich muss nicht, weil ich das weder für mich noch für meine Tiere mag auf künstliche Nährstoffe zurückgreifen.
Ein sehr informatives Buch zum Thema Pferdefütterung ist das Buch:
„Praxishandbuch Pferdefütterung“ von Bender. Es ist sehr trocken und nicht leicht zu lesen, aber es enthält eine Unmenge an Wissen und man kann es gut als Einschlaflektüre verwenden ;).
Liebe Grüße
Miriam
Liebe Miriam, wie cool – das ist echt spannend. Ich war auch überrascht, dass Carey sofort begeistert losgeschleckt hat. Irgendwann wollte sie dann nicht mehr. Deswegen habe ich den Rest für das Frühjahr aufgehoben. Wenn sie wieder auf die Graswiese dürfen, damit die Umstellung vielleicht etwas leichter wird. Mit dem Selen hast du Recht, da muss man wirklich vorsichtig sein. Aber bei ihr wurde ein eklatanter Mangel festgestellt, sie hatte auch sehr feste Muskeln. Beides wies daraufhin, dass sie dringend etwas braucht. Deswegen habe ich jetzt auch eine Kur mit ihr gemacht über ein paar Wochen. Nicht als Dauergabe, weil auch ich künstliche Nährstoffe nicht so gerne mag, wenn ich es vermeiden kann. Und wie lustig, dass du das schreibst: Leinsamen liegen schon bereit, damit wir nach der Kur jetzt auf natürlichem Wege weitermachen können. Ich bin gespannt, ob sie sie mag. Die Kur endet diese Woche. Dann werde ich berichten. Danke für den Buchtipp, das werde ich mir auf die Einkaufsliste schreiben. Ganz liebe Grüße an deinen Ponymann und dich, Petra
Liebe Petra,
danke für den Denkanstoß!
Ich war schon beleidigt weil mein Kleiner diesen Winter die von mir mühsam gesammelt und getrockneten Hagebutten einfach nicht fressen wollte… Letztes Jahr waren es unsere Leckerli und heuer dreht er einfach den Kopf weg und sieht mich an als würde ich ihn beleidigen mit so einer Belohnung :-) Heute morgen habe ich dann seit langem die Hagebutten mal wieder mitgenommen und sie den Pferdchen „angeboten“ und siehe da: jetzt wurden sie wieder gefressen. Sehr spannend!
Das Moor finde ich total interressant, vor allem weil es laut Beschreibung auch sehr gut für die Verdauung sein soll – ich werd‘ mir das auch mal besorgen, vielleicht hilft es unseren wiederkehrenden Durchfall in den Griff zu kriegen.
Darf ich dich so noch etwas fragen zur Fütterung von Carey? Mich würde interessieren ob sie außer Heu und phasenweise Moor regelmäßig Mineralfutter bekommt- ich finde da hört man auch soviele verschiedene Meinungen ob gut oder schlecht …
Liebe Grüße,
Sarah
Liebe Sarah, sehr gerne :-) so ähnlich ging es mir auch mit Carey – erst hat sie sie mir aus der Hand gefressen und dann plötzlich empört vor die Füße gespuckt. Und sie ist wirklich ein ALLESfresser ;-) Das hat mich auch nochmal in dieser Theorie bestätigt. Das Moor ist wirklich spannend, weil viele tolle Mineralstoffe drin stecken. Gerade das von Sonnenmoor ist eben auch noch Bio – das war mir sehr wichtig. Eine Freundin hat damit auch den Durchfall ihres Pferdes wegbekommen – insofern ist es vielleicht wirklich eine Idee, das mal auszuprobieren.
Klar darfst du mich etwas fragen :-) Sie bekommt tatsächlich eine kleine Handvoll Mineralfutter und auch Selen. Letzteres, weil nach einem Bluttest ein Mangel festgestellt wurde. Dabei wurde dann auch noch ein Magnesiummangel festgestellt – deswegen habe ich mir Pellets gesucht, die sie täglich bekommt. Ich lasse da jetzt einmal pro Jahr einen Bluttest machen, um das zu beobachten. Es ist glaube ich schwer zu sagen, ob etwas gut oder schlecht ist – es hängt einfach davon ab, was das Pferd braucht. Ich würde ihr nicht einfach so etwas geben, sondern habe den Bluttest abgewartet, ob sie Bedarf hat. Ich denke, dass man das auch Kurweise gut machen kann.
Mir ist wichtig, dass keine Aromen und Zucker drin ist – auch kein Molkenpulver oder ähnliches. Deswegen musste ich ein bisschen suchen und bin dann bei zwei Anbietern fündig geworden.
Hier ist unsere kleine Futter-Liste:
1x täglich Mineralpellets (ich habe die Pellets von http://www.Kraeuterwiese.de – weil die wirklich ohne Zucker und Co sind – jetzt erst einmal ein paar Monate, dann kommt ja wieder ein Bluttest – danach sehen wir weiter)
1x täglich Selen (aber nur ein paar Wochen kurweise wegen festgestelltem Mangel)
1 kleine Handvoll getrocknete Beerenmischung (die kaufe ich gerne bei http://www.Kraeuter-fuers-Pferd.de)
Dann abwechselnd und nur alle paar Monate Kurweise für ein paar Wochen: 2 EL Leinsamen (hole ich http://www.kraeuterwiese.de) oder 1 TL Leinöl (gibts da auch) oder als Leckerli beim Training (Leinpress-Pellets – gibts in schöner Größe bei http://www.Kraeuter-fuers-Pferd.de)
Dazu eben immer Heu und ab und an eine kleine Karotte reingeschnibbelt. Ich hoffe, dass ich deine Frage einigermaßen beantworten konnte und schicke dir und deinem Pferd liebe Grüße, Petra
Liebe Sarah, sehr gerne :-) so ähnlich ging es mir auch mit Carey – erst hat sie sie mir aus der Hand gefressen und dann plötzlich empört vor die Füße gespuckt. Und sie ist wirklich ein ALLESfresser ;-) Das hat mich auch nochmal in dieser Theorie bestätigt. Das Moor ist wirklich spannend, weil viele tolle Mineralstoffe drin stecken. Gerade das von Sonnenmoor ist eben auch noch Bio – das war mir sehr wichtig. Eine Freundin hat damit auch den Durchfall ihres Pferdes wegbekommen – insofern ist es vielleicht wirklich eine Idee, das mal auszuprobieren.
Klar darfst du mich etwas fragen :-) Sie bekommt tatsächlich eine kleine Handvoll Mineralfutter und auch Selen. Letzteres, weil nach einem Bluttest ein Mangel festgestellt wurde. Dabei wurde dann auch noch ein Magnesiummangel festgestellt – deswegen habe ich mir Pellets gesucht, die sie täglich bekommt. Ich lasse da jetzt einmal pro Jahr einen Bluttest machen, um das zu beobachten. Es ist glaube ich schwer zu sagen, ob etwas gut oder schlecht ist – es hängt einfach davon ab, was das Pferd braucht. Ich würde ihr nicht einfach so etwas geben, sondern habe den Bluttest abgewartet, ob sie Bedarf hat. Ich denke, dass man das auch Kurweise gut machen kann.
Mir ist wichtig, dass keine Aromen und Zucker drin ist – auch kein Molkenpulver oder ähnliches. Deswegen musste ich ein bisschen suchen und bin dann bei zwei Anbietern fündig geworden.
Hier ist unsere kleine Futter-Liste:
1x täglich Mineralpellets (ich habe die Pellets von http://www.Kraeuterwiese.de – weil die wirklich ohne Zucker und Co sind – jetzt erst einmal ein paar Monate, dann kommt ja wieder ein Bluttest – danach sehen wir weiter)
1x täglich Selen (aber nur ein paar Wochen kurweise wegen festgestelltem Mangel)
1 kleine Handvoll getrocknete Beerenmischung (die kaufe ich gerne bei http://www.Kraeuter-fuers-Pferd.de)
Dann abwechselnd und nur alle paar Monate Kurweise für ein paar Wochen: 2 EL Leinsamen (hole ich http://www.kraeuterwiese.de) oder 1 TL Leinöl (gibts da auch) oder als Leckerli beim Training (Leinpress-Pellets – gibts in schöner Größe bei http://www.Kraeuter-fuers-Pferd.de)
Dazu eben immer Heu und ab und an eine kleine Karotte reingeschnibbelt. Ich hoffe, dass ich deine Frage einigermaßen beantworten konnte und schicke dir und deinem Pferd liebe Grüße, Petra
Hallo Pferd hatte auch immer Probleme mit Selenmangel und anderen Mineral Werten (Kupfer, Zink) massiv sogar. Seit ich das Mineralfutter von Dr. Vahldieck (Tierarzt) kaufe sind die Blutwerte stabil und gut. Ich mache sonst keine Werbung aber hier hat es sich für mein Pferd gelohnt.
Getrocknete Hagebutten frisst er sehr gerne, man soll wohl aber nicht mehr als 5 Stück am Tag füttern. LgN
Hallo und danke für den Hinweis. Die Hagebutten sind ja auch so ein Angebotsthema – mein Pferd nimmt gar nicht mehr als ein paar Stück. Insofern deckt sich das mit deinem Wissen. Liebe Grüsse, Petra
Liebe Petra,
wieder mal ein sehr interessanter Artikel.
Das mit dem Naturmoor würde ich auch mal ausprobieren. Der kleine Ponymann ist ja sehr eigen was er frißt und was nicht. Er mag sehr viele Dinge überhaupt nicht. Z.B. mag er keine süßen Sachen.
Er bekommt trotzdem täglich eine Mini-Mini-Portion Mash, da alle anderen Minis im Offenstall das Mash bekommen und es auch nicht möglich ist getrennt zu füttern. Meist lässt er es aber stehen obwohl es sowieso nur ein Eßlöffel ist und die anderen machen sich drüber her. Nur im Winter, wenn es kalt ist, frißt er es wirklich auf.
Ansonsten bekommt er öfter Leinsamen, da er zu Selen-Mangel neigt. Hagebutten mag er überhaupt nicht. Hab ich ihm mehrfach schon als Leckerlies angeboten, weil mein altes Pferd total verrückt danach war, aber er spuckt sie immer aus. Bin mir bei ihm aber nicht sicher, ob er wirklich weiß, dass er das nicht braucht, oder ob er sie einfach nicht mag.
Die Entdeckung, dass er frißt was er braucht habe ich aber auch schon gemacht. Er hatte letztes Jahr einen ziemlich starken Husten. Zu dieser Zeit sollte ich ihn über Kräutertee inhalieren lassen. Während er den Husten hatte, hat er diesen Tee gern getrunken. Danach wollte ich ihm eine Freude machen und ihm mal wieder den Tee anbieten und er hat den Eimer grad umgeworfen, aber keinen Schluck getrunken.
Er hat immer einen niedrigen Eisenwert. Aus diesem Grund habe ich den Tipp bekommen ihm Petersilie zu füttern. Ich hätte ehrlich gesagt darauf gewettet, dass er das nicht frißt, aber tatsächlich frißt er sie gern.
Liebe Grüße
Miriam
Liebe Miriam, dein Ponymann ist sowieso ein cooler kleiner Kerl – der weiß offenbar genau was er will. Ich habe über das Thema auch mit Tierärzten und meiner Tierheilpraktikerin gesprochen und alle haben mir bestätigt, dass Pferde die natürlich ernährt werden in aller Regel genau wissen, was sie wann brauchen und wann nicht. Das finde ich beruhigend. Wenn es nicht gerade ein Medikament ist, das aus medizinischen Gründen rein muss ins Pferd. Ganz liebe Grüße an dich und deinen Ponymann, Petra
Danke für den tollen Beitrag – ich überlege das Naturmoor mal bei Mary auszuprobieren!
Wiedermal super viele Infos einfach herrlich!
Den Tipp mit den Leckerlis werden wir auch weiter verfolgen. Mary verweigert ja Hagebutten strikt.
Aber wir werden auch das nochmal versuchen ;)
Hallo :-) ich kann es nur empfehlen – Carey hat es begeistert von meiner Hand geschleckt und dann auch aus dem Futtertrog. Solange bis sie genug hatte. Nach einiger Zeit wollte sie dann nicht, also habe ich den zweiten Kanister aufgehoben und frage sie im Frühjahr nochmal, ob sie Lust auf Moor hat. Wenn Mary keine Hagebutten mag, braucht sie vielleicht kein Vitamin C? Hmm – bei Carey ist das Phasenweise der Fall. Ich bin gespannt, was du berichtest und schicke liebe Grüße an euch, Petra
Hallo Petra,
ich mache das genau so wie Du und habe festgestellt, dass Wingardio zum Glück noch sehr natürlich entscheidet, was er gerne frisst und was nicht. Er hat noch nie irgendwelches Zusatzfutter bekommen. Ganz selten gibt es mal ein bisschen Hafer, ansonsten Heu, Stroh, Mineralleckstein, Wasser, Holz zum Knabbern und (leider jetzt nicht mehr) Weide mit vielen Kräutern drauf.
Im Frühjahr hatten wir aufgrund der Weideumstellung mit Kotwasser zu kämpfen gehabt. Die Ursache war mir also bekannt, aber ich wollte den Darm etwas unterstützen und habe spezielle Kräuter gekauft. Die einen hat er gefressen, die anderen partout nicht angerührt. Die Futterfirma empfahl mir Malzbier rüberzuschütten, dann würden 99 Prozent der Pferde alles fressen. Von der zuckerreichen Idee war ich nicht sehr begeistert und habe stattdessen Bio-Apfelsaft verwendet. Keine Chance. Auch mit Malzbier hat er das Zeug nicht angerührt. Mein Tierarzt empfahl mir getrocknete Karottenchips. Nö, mag er nicht, obwohl da absolut keine Zusatzstoffe drin sind. Mein Fazit: Er wird schon ganz genau wissen, was gut für ihn ist und ich bin sehr froh, dass er noch so stark entscheidet, was er frisst und was nicht. Alle anderen Pferde haben das Zeug nämlich liebend gerne gefressen.
Wir haben viele Hagebutten, die frisst er liebend gerne, sowohl die Fürchte als auch Äste (ja mit Dornen :)). Im Wald lass ich ihn oft Birke fressen. Und im Sommer habe ihn schon dabei beobachtet, wie er sich gezielt eine Stelle auf der Weide aussucht, scharrt und dann die Erde schleckt. Vielleicht bekomme ich den Nachbarn noch dazu uns von seinen Obtbäumen Äste zu geben :)
Übrigens gehören Herbstblätter auf dem Boden auch in das natürliche Futterangebot. Wir haben leider nur Weiden, deren Blätter auf den Paddock fallen, aber auch die hat Wingardio schon ganz gezielt gefressen. Ich finde das ja super spannend zu beobachten.
Also, ein toller Beitrag. Ach und noch eine Idee zum Thema „Anbieten“. Wingardio macht manchmal einen Unterschied, ob ich ihm etwas in einer Schüssel anbiete oder von meinen Händen. Von den Händen frisst er es tatsächlich eher. Viele Grüße, Saskia
P.S.: Unser neuer Trend ist übrigens lauwarmer Bio-Hagebuttentee. So eine warme Pferdeteeschnute kann ich nur jedem empfehlen :)
Liebe Saskia, das mit dem Schlecken kann ich bestätigen. Carey hat das Moor anfangs zögerlich aus der Schüssel gefressen, aber begeistert von meinen Händen geschleckt. Ich kam mir vor wie ein Pferdelolly. Das Moor ist mein Pendant zu der Erde – sozusagen die Luxusvariante mit extravielen Mineralstoffen. Die Idee mit dem Hagebuttentee finde ich toll. Erkältungsbedingt werde ich Carey die Tage mal Salbei- und Pfefferminztee anbieten. Damit sie vielleicht den Schleim etwas besser loswird. Mal sehen ob sie das mag. Gerade hängt ein Apfelast in ihrer Box zum Knabbern. Du siehst, wir haben viele Futterparallelen :-) Liebe Grüße und danke für die schönen Tipps zu Hagebutte und Co, Petra
Das Moor steht auch schon lange auf meiner Liste, nachdem Tanja da ja auch einen Artikel drüber hatte. Getrocknet als Pellets frisst er das nicht. Ich lass mir jetzt nur noch Proben schicken, bei dem Feinschmeckerpferd. :) Nur lässt sich das natürlich das mit Moor etwas schlecht machen.
Pfefferminztee fanden Wingardio und sein Kumpel auch total super. Von Kamille konnte ich ihn nicht überzeugen, dafür aber die Fohlen. Salbei habe ich noch nicht versucht. Es hat übrigens geholfen, wenn ich seine Schnute mehr oder weniger in die Schüssel gestubst habe. Nur Vorsicht, Wingardio hat das auch zur Aufforderung zum Plantschen genommen. Bei den Wetterbedinungen war eine nasse Reithose dann auch nicht schlimm. :) Den Tee verdünne ich übrigens damit er dann auch lauwarm ist und man mehr davon hat. Viel Spaß beim Ausprobieren :)