Nahaufname Pferdebremse

Pferdebremse ade! Wie Du die lästigen Bremsen garantiert loswirst

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

Unglaublich! Pferdebremsen sind so unnötig wie die Grippe, Schnupfen und eine Erkältung zusammen. Jeden Sommer nerven Pferdebremsen unsere Pferde, sorgen für Schweif schlagen und Hufstampfen. Verständlich! Der Biss schmerzt. Dabei gibt es geniale Tipps und du kannst einiges tun, um die Pferdebremsen von deinem Pferd und dir fernzuhalten. Was hilft wirklich gegen die Pferdebremsen? Fertigprodukt kaufen oder selbst etwas zusammenmischen?

Wie kannst du sie easypeasy loswerden und deinem Pferd helfen? Wie können wir Menschen uns vor einem Stich der Bremsen schützen? Deswegen fassen wir jetzt für dich alle wichtigen Infos zusammen, so dass du eine Liste mit Ideen und Tricks gegen die Pferdebremsen hast.

Wie tickt die Pferdebremse?

Pferdebremsen sind ziemlich durchdacht. Wären sie nicht so nervig und doof, wäre es richtig faszinierend, wie ausgeklügelt die Natur sie gebaut hat. Auf der ganzen Welt gibt es über 3500 verschiedene Bremsenarten. Ganz schön viele. Und sie alle können stechen. Wichtig für alle Pferdebesitzer ist vor allem die Pferdebremse.

Besonders gerne stechen die Pferdebremsen bei Kühen und Pferden zu. Da sind Bauch und der Bereich zwischen den Schulterblättern besonders beliebt, weil sie außerhalb des Pferdeschweifes liegen. Dein Pferd kann sich also besonders schlecht dagegen wehren. Gerade im Sommer oder bei einem Ausritt macht sich die Bremse besonders häufig bemerkbar, weil sie geradezu magisch vom Schweißgeruch des Pferdes angezogen wird.

Die wichtigsten Facts über die Pferdebremse:

  • Über ihre Fühler nehmen sie die Stoffe im Schweiß und Atem der Pferde und die Körperwärme wahr.
  • Sie können bis zu 6 km/h schnell fliegen.
  • Sie nehmen die Gerüche über weite Entfernungen wahr. 
  • Die Pferdebremse ist die Größte unter den Bremsen und wird bis zu 2,5 Zentimeter lang.
  • Sie kommt vor allem in Mitteleuropa vor.
  • Bremsen lieben Bewegung. So erkennen sie auch ihre Opfer. Wenn sich also mehrere Pferde bewegen, dann ist das spannend für die Bremse.
  • Je schneller sich die Pferde bewegen, desto schneller bemerkt sie die Bremse.
  • Sie ist tagsüber aktiv und brummt vor allem über Wiesen und Wälder.
  • Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto wohler fühlt sich die Pferdebremse. Das wiederum ist schlecht für dein Pferd, denn die Bremsen ernähren sich durch Blutsaugen.
  • Der Stich einer Pferdebremse ist deutlich schmerzhafter als der Stich einer Mücke, weil ihr Mund größer ist.
Nahaufnahme Pferdebremse

Frei übersetzt: Der Gruppengalopp und der flotte Trab beim Ausritt helfen der Bremse dich und deine Mitreiter schneller zu entdecken. Gleichzeitig sind genau das manchmal die schnellsten Sofort-Hilfe-Maßnahmen gegen die Pferdebremse.

ABER: Bremsen sind nicht gerade Schnellentwickler. Es gibt etwa eine Bremsengeneration pro Jahr. Wenn du sie also schnell und gut bekämpfst, dann hast du im kommenden Jahr Glück und es schwirren vermutlich deutlich weniger um dich herum.

Das kannst du aktiv mit einer Bremsenfalle angehen und mehrere strategisch im Stall und auf der Koppel verteilen:
HIER findest du eine solche Bremsenfalle*

Du kannst deinem Pferd auch mit einem Insektenspray helfen, weil es den Schweißgeruch des Pferdes überdecken kann.

Pferdebremse ade! Wie Du die lästigen Bremsen garantiert loswirst 1

GANZ WICHTIG: Manche Pferde reagieren sogar allergisch auf die Mittel und du solltest sie auch nie auf die Sattellage oder Gurtlage sprühen. Du weißt nicht, wie dein Pferd auf das Schutzmittel reagiert. Da wo Druck ist, kann es Reibung geben und das wiederum kann zu schlimmen Folgen führen. Bis hin zu Hautverätzungen.

Hier gibt es einen spannenden Artikel zum Thema “Biologisches Insektenmittel” von Herzenspferd.de

Was nicht funktioniert bei Pferdebremsen

FLOP Nummer 1

Du findest eine unfassbar große Zahl von Futterzusätzen, die alle gegen die lästigen Pferdebremsen und Mücken helfen sollen. Das alles sind aber keine Wundermittel. Leider.

Pferdebremsen fahren nämlich vor allem auf den Schweiß des Pferdes ab. Da hilft kaum eines der Wundermittelchen, sobald du und dein Pferd bei der gemeinsamen Arbeit im Sommer anfangt zu schwitzen.

FLOP Nummer 2

Achtung auch bei Knoblauch. Er gilt als altes Hausmittel gegen die Insektenplage. Viele Pferdebesitzer füttern deswegen ihr Pferd mit Knoblauch. Das ist an sich noch nicht falsch. Auch wenn es keinerlei Beweis dafür gibt, dass es hilft. Aber du darfst nicht zu viel davon füttern. Wenn es also nicht wirkt, dann bitte nicht die Dosis ständig erhöhen. Viel hilft nicht viel. Zu viel und auch noch dauerhaft gefütterter Knoblauch kann eine vergiftende Wirkung haben.

Kommen wir zu den Tipps, wie du sie easy loswerden kannst. Jetzt erfährst du, was wirklich gegen die Pferdebremsen hilft.

Was hilft wirklich gegen die Pferdebremsen?

Ein Test bei menschlichen Anti-Mücken-Mitteln hat zum Beispiel ergeben, dass nur etwa die Hälfte der handelsüblichen Mückenmittel wirklich hilft. Egal ob Spray, Gel oder eine Lotion.

Es gibt natürlich auch extra für Pferde entwickelte Antimittel gegen die Pferdebremsen. Darauf würde ich als erstes bauen, wenn du ein Mittel für dein Pferd suchst. Ich gebe dir in den Tipps gleich noch Hinweise dazu welches Insektenspray ich gerne benutze, weil das so superwirksam bei uns ist.

Die TOP 9 Tipps gegen Pferdebremsen

Essigwasser

Reibe dein Pferd kurz vor dem Training mit Essigwasser aus Obstessig (wie Apfelessig) ab. Die Bremsen mögen den Geruch in aller Regel nicht. Außerdem ist das eine supersimple und geniale natürliche Fellpflege. Gleichzeitig hilft es aber auch den Juckreiz bei den vorhandenen Stichen zu minimieren und sie heilen schneller ab.

Fliegendecken

Fliegendecken und Ekzemerdecken sind ein echter TIPP. Letztere sind so dick, dass die Pferdebremse nicht mit ihren Werkzeugen zu deinem Pferd durchkommt. HIER findest du eine Ekzemerdecke, so dass du sie dir genauer anschauen kannst*

Achte darauf, dass die Decke auf jeden Fall ein Halsteil hat und um den Bauch komplett geschlossen ist. Damit die Bremsen nicht an Bauch und Gurtlage kommen können.

Schlecht sitzende Decken können scheuern und dem Pferd so wunde Stellen verpassen. Es kann sich irgendwo verfangen oder die Bremsen können in die Decke krabbeln, das Pferd so trotzdem stechen und vielleicht sogar für eine Panikattacke des Pferdes sorgen.

Fliegenmasken

Fliegenmasken bieten auch sehr gut Schutz gegen die Pferdebremse. Aber sie müssen dem Pferd wirklich gut passen. Denn es soll seinen Tag auf der Weide ja ganz und gar genießen können. Und auch hier sollte es weder drücken, noch scheuern, aber auch nicht so schlabbern, dass die Bremsen einfach in die Maske krabbeln können.

Nahaufnahme Carey mit Fliegenschutzmaske

Fliegensprays

Repellents heißen übersetzt „Schreckstoffe“. Sie sollen die Pferdebremsen abschrecken.

Das sind Spezialsprays gegen die Bremsenplage, Fliegen und Stechmücken. Viele sind leider sehr chemisch und oft auch ziemlich giftig. Du solltest also genau schauen, welche du verwendest. Wir haben bewusst nur Insektensprays aus natürlichen pflanzlichen Ölen – hochkonzentriert – ohne DEET, Icaridin oder Permetrin. Schwangere sollten zum Beispiel gar keinen Kontakt mit DEET bekommen. Auch nicht beim Einsprühen des Pferdes. Das sagt doch schon einiges über die Heftigkeit dieses Mittels aus. 

Du kannst also viel besser auf die pflanzlichen Sprays setzen, weil auch die pflanzlichen Sprays supergute Dienste leisten. Diese Sprays können bis zu sechs Stunden Wirkung zeigen. Ihre Wirkung wird aber bei hoher Feuchtigkeit vermindert. Wenn also zum Beispiel die Luft sehr feucht ist oder dein Pferd stark schwitzt, halten sie nicht ganz so lange.

Die Insektensprays sollten weder in die Augen noch in die Nüstern gelangen – egal ob pflanzlich oder chemisch.

Tempo runter

Die Bremsen lieben den Pferdeschweiß. Umso weniger das Pferd also schwitzt, um so weniger Angriffsfläche bietest du den Bremsen. So viel Verzicht das auch sein mag, aber wenn du in der Bremsen-Hochzeit vor allem im langsamen Schritt in kleinen Gruppen ausreitest, wirst du damit auch einige der Bremsen los. Sie entdecken dich und dein Pferd nämlich gar nicht so gut.

Kühlgel

Wenn die Bremse zugeschlagen hat, kannst du die Stichwunde und Schwellung natürlich pflegen, so dass es weniger unangenehm für dein Pferd ist.

Wir nutzen das biologische Kühlgel mit Lavendel von Carr & Day & Martin. Egal ob es um eine große Schulung am Pferdekörper oder eine kleine Schulung durch einen Insektenstich geht. Lavendel wirkt beruhigend und die enthaltene Minze und andere Pflanzenpower kühlt.

Produktfoto Lavendelgel

Hausmade Mix

Mein Hausmade-Anti-Mittel (das du übrigens auch super mit deinem pflanzlichen Insektemnspray mischen kannst, um es noch mehr zu pimpen) ist selbst hergestellter Knoblauchessig. Du nimmst circa 1 Liter naturreinen Obstessig – wie den hautfreundlichen Apfelessig – vermischst ihn mit circa 10 Zehen gehacktem Knoblauch und lässt das Ganze etwa 1 Woche stehen. Danach filterst du es durch ein Tuch und kannst es dann mit deiner Sprühflasche nutzen.

Ich mische es dann halb und halb mit meinem Insektenspray von Carr & Day & Martin  und habe damit eine Superwonderwomanartige Kombination gegen Insekten beim Pferd.

Was garantiert gegen den Stich der Pferdebremse beim Menschen hilft

Jetzt haben wir so viel über dein Pferd gesprochen – kommen wir noch zu dir: Du liebst dein Pferd? Du bist im Sommer jeden Tag auf der Weide und draussen in der Natur beim Ausritt unterwegs? Das Leben wäre so schön, wenn…die Pferdebremsen nicht wären. Sie schwirren und surren und stechen. Deswegen bekommst du jetzt auch noch von mir Tipps für dich, wenn die Pferdebremse dich erwischt hat und wie du noch besser vorbeugen kannst. So dass du Ruhe hast, wenn du beim

Woran du den Stich der Pferdebremse erkennst

Der Biss der Pferdebremse ist richtig fies. Sie hat sehr große Kauwerkzeuge. Entsprechend schmerzhaft ist es, wenn sie dich sticht. Das spürst du, weil es wirklich stark brennt und juckt.

  • Der Stich ist wie ein kleiner scharfer Schmerz. Du spürst ihn sofort.
  • Die Haut ist sehr schnell gerötet und schwillt an der entsprechenden Stelle an.
  • Es entstehen Quaddeln um die Stelle des Einstichs.
  • Er ist deutlich langanhaltender als jeder Mückenstich.
  • Das kann schon mal bis zu zwei Wochen dauern, bist Du ihn wieder los bist.

 

Was du gegen den Pferdebremsenstich tun kannst

  • Du kannst den Stich erst einmal kühlen – ich nehme tatsächlich auch das Lavendelgel, das ich für mein Pferd benutze – auch wenn es nicht ausgewiesen für Menschen gemacht ist. Aber das ist meine persönliche Herangehensweise, die ich dir ohne ärztliche Expertise nenne. Du kannst dir natürlich auch zur Vorsicht eine entsprechende Salbe oder ein Gel aus der Apotheke holen und vorsorglich am Stall bunkern. Das hilft gegen den Schmerz und lässt die Schwellung kleiner werden.
  • Du kannst dir eine Zwiebel aufschneiden und mit einem Verband am Stich festbinden. Die Zwiebel zieht die schlechten Stoffe aus der Wunde und wirkt entzündungshemmend.
  • Du kannst den Stich auch mit kaltem Wasser kühlen – als erste Hilfe.
 
Bild einer Zwiebel

Kommen wir noch dazu, wie du gegen die Pferdebremse vorbeugen kannst

  • Du kannst dich auch mit einem Insektenspray einsprühen – dazu gibt es eine große Auswahl in der Apotheke. Ich persönlich nehme tatsächlich auch das Citromax, das ich für mein Pferd nutze, weil die Inhaltsstoffe aus meiner Sicht so natürlich sind.
  • Du kannst dich auch mit dem ätherischen Öl der Zitronenmelisse betupfen. Stechende Pferdebiester, wie die Pferdebremse, mögen den Geruch nicht besonders.
  • Einfach, ganz ohne Spray: Du kannst aber auch einfach erst zu den späteren Abendstunden ausreiten. Denn dann geht die Pferdebremse langsam schlafen und du wirst zusammen mit deinem Pferd den Ausritt besser genießen können. 

Jetzt gibt es noch einen Funfact zum Schluss: Es gibt die „Bootylicious Beyonce“!

Das ist eine seltene Pferdebremse, die nach der berühmten Sängerin benannt wurde. Wofür ist die amerikanische Sängerin vor allem bekannt? Für ihren knackigen runden Hintern. Das wiederum hat einen australischen Forscher inspiriert. Er hat eine seltene Pferdebremse entdeckt und sie nach der Sängerin Beyonce benannt.

„Scaptia (Plinthina) beyonceae“

…heißt die Bremse mit dem Knackarsch ganz genau.

 „Ich konnte das Hinterteil ohne Mikroskop sehen“, so der australische Wissenschaftler als Begründung für seine Namensfindung. So gesehen hätte ja auch eine „Scaptia (Plinthina) Jennifer Lopae“ daraus werden können oder einen „Scaptia (Plinthina) Aretha Franklinae“. Da würden mir noch so einige Namen einfallen.

Es gibt übrigens nur drei dieser Pferdebremsen weltweit. Wäre das nicht schön, wenn man das von allen Pferdebremsen behaupten könnte?

Petra und Carey

"Pferdeflüstern bedeutet, dass wir lernen das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen."

Die Pferdeflüsterei ist ein Wissensblog und Herzensprojekt – denn wir wünschen uns, dass alle Pferde und ihre Menschen glücklich miteinander sind. Wenn wir lernen die Pferde zu verstehen, fein und fair zu trainieren und der beste Pferdemensch zu werden, der wir sein können – wird es auch deinem Pferd gut gehen und es wird immer sein Bestes für dich geben. Versprochen!

Wir unterstützen dich mit unseren Artikeln, Interviews und Kursen – Du bekommst Facts zu pferdegerechter Haltung und Fütterung, feinem Training und Pferdeverhalten. 

Petra und Carey

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Kommentare (10)

Christiane Hagemann

Bremsenfalle Tabanus-Trap Edge Insekten Falle Bremsen Pferd Fliegenfalle für die Pferdekoppel Pferdeweide Insektenschutz für Pferde.

Dazu möchte ich jeden Pferde- und Naturliebhaber hinweisen, dass diese Bremsenfalle nicht nur Bremsen anlockt und auf Weideflächen die zur FFH (Flora-Fauna-Habitat) gehören NICHT zugelassen sind. Man macht sich nicht sonderlich beliebt wenn man diese Falle verwendet und im Umkreis von 1 Hektar sämtliche Bremsen, Bienen und Schmetterlinge bedroht und womöglich tötet!

Darüber sollte sich jeder Pferdeliebhaber bzw. Besitzer informieren bevor diese Bremsenfalle gekauft und aufgestellt wird!

Hallo liebe Christiane, ein super Hinweis :-) Danke dir! Es ist immer wieder spannend, wenn du und andere Leser Ergänzungen schreibt – die total klar in meinem Kopf sind und ich deswegen gar nicht erwähne bzw. daran denke sie zu erwähnen. Klar ist das immer eine Waagschale zwischen Nutzen und Schaden und man muss schauen, wo sich die Koppel in welchem Umfeld befindet. Danke dir :-) Liebe Grüße, Petra

Lavendelöl ist sehr gut geeignet um Narben weich zu machen.Nach einer OP zB die Narrbe täglich einreiben!Das wilde Fleisch wird dadurch weicher und die gesamte Narbe angenehmer! Lavendelöl ist unbedenklich PS Lavendel schmeckt auch im Salat!

Nur sollte man bei Lavendel (wie bei allen ätherischen Ölen, aber bei Lavendel besonders) einmal checken, ob eine Allergie vorhanden ist :-)

Liebe Petra,
Danke für deine tollen Infos !
Stechen denn die Bremsen nicht durch die "zweite Haut" deiner Lieblingsfliegenmaske durch ???

lieben Gruß, Anuvali von der EPONA Ranch

Liebe Anuvali, die Erfahrung mache ich tatsächlich nicht. Das Lycra ist weich und fein, aber scheint mir dicht genug und das übliche Netz um Augen Ohren schützt supergut, wie bei allen Fliegenmasken :-) Liebe Grüße, Petra

Hallo Petra,
danke für diesen umfassenden und guten Artikel. Das ist wirklich schön zusammengetragen.

Eine kleine, wichtige Anmerkung muss ich dennoch loswerden: im Speichel der Pferdebremse Tabanus Sudeticus befindet sich ein spezifisches Protein, das für die Blutverdünnung beim Biss sorgt. Die Bremse injiziert es beim Biss. Deswegen bluten diese Verletzungen auch so häufig und lange. Kühlen ist da allerdings tatsächlich erst einmal kontraproduktiv, weil dieses Protein hitzeempfindlich ist und ab ca. 42° C zerfällt. Man sollte daher einen frischen Biss bei Mensch und Pferd zuallererst erwärmen. Ich benutze immer ein großes Glas heißes Wasser und zwei Esslöffel, die ich in das Wasser stelle und so anwärme. Groß ist das Glas deshalb, damit ich möglichst viel Volumen habe und das Wasser nicht zu schnell abkühlt. Abwechselnd drücke ich dann mit den beiden Löffeln (mit der Löffelrundung) auf den Stich, ungefähr im Wechsel von ca. 30 Sekunden. In dieser Zeit kühlt der benutzte Löffel wieder ab und heizt sich der andere im heißen Wasser wieder auf. Das mache ich ca. 3 bis 4 Minuten. Danach ist auch der Schmerz so gut wie weg, es hat aufgehört zu bluten und dann kommt das kühlende Gel drauf. Euer eigenes Rezept ist übrigens toll. Danke.

Viele Grüße vom Erich

Hallo lieber Erich, das liest sich superspannend! Danke für die wunderbare Ergänzung – werde ich beim nächsten Mal ausprobieren. Ganz liebe Grüße, Petra

Liebe Petra,

wieder ein sehr interessanter Artikel.
Was ich noch ergänzen würde, ist, den Wald zu meiden. Meine Erfahrung ist, dass im Sommer die Biester sehr viel häufiger im Wald oder am Waldrand auftauchen als im freien Feld.

Liebe Grüße
Miriam

Hallo liebe Miriam, absolut guter Punkt :-) Danke dir und viele liebe Grüße, Petra

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