Silke Vallentin Parelli Trainerin

Ein Gastbeitrag von der Pferdetrainerin Silke Vallentin:

Der mentale Draht zum Pferd: Wie du mit feiner Kommunikation eine neue Ebene mit deinem Pferd erreichen kannst

Zwischen allem was sich Horsemanship nennt, lassen sich ebenso große Unterschiede feststellen, wie zwischen Swing und Techno oder Klassischer und Moderner Dressur. Es lohnt sich also ganz genau hinzuschauen und hinzuhören. Denn nicht jeder Pferdeflüsterer „spricht“, geschweige denn „flüstert“.

Einblicke in den Weg von Freiarbeit mit gymnastizierenden Lektionen zu harmonischem Reiten in Versammlung ohne Kopfstück – A Mental Connection:

Flüstern bedeutet in der Sprache der Pferde mit Energie zu sprechen. Für flüsterndes und feines Horsemanship brauchst du wenigste bis gar keine Hilfsmittel. Anfangs werden die Grundlagen „OnLine“ – also mit Halfter und Führseil – gelegt. Ziel ist aber, dass diese im Endeffekt überflüssig werden.

Silke Vallentin Parelli Trainerin

Feine Kommunikation

Die Kommunikation wird also im Laufe der Zeit so weit verfeinert, dass zum Schluss frei gespielt werden kann, ohne jegliche körperliche Verbindung zum Pferd. Schließlich kann das am Boden etablierte auf das Reiten übertragen und auch vom Rücken des Pferdes aus kommuniziert werden.

Jeder kann seinem Pferd Ausbinder anschnallen und es im Longierzirkel im Kreis laufen lassen. Aber wird damit tatsächlich Versammlung oder Dehnungshaltung erreicht? Werden die richtigen Muskelgruppen aktiviert? Ist das Pferd auch mental engagiert oder versammelt?

Ich behaupte, dass das in den allermeisten Fällen nicht so ist. Aber gehen wir mal davon aus, es sei doch so – wäre es nicht viel wertvoller wenn man eine so gute Beziehung und gemeinsame Sprache mit seinem Pferd aufgebaut hätte, dass man das alles komplett ohne Hilfsmittel und sogar außerhalb eines Round Pen kann?

Wir können lernen allein mit unserer eigenen Körperhaltung die Pferde beispielsweise in vertikaler Biegung oder Dehnungshaltung gehen zu lassen. Genau darum geht es im Horsemanship nach Silke Vallentin bei der Arbeit mit dem Pferd. Bis zu den hohen Lektionen von Travers, Renvers, Piaffe oder sogar Galoppwechsel. Egal ob für die Bodenarbeit an Halfter und Seil, in der Freiarbeit oder für das Reiten ganz ohne Kopfstück.

Silke Vallentin Parelli Trainerin

Die ersten Schritte zu mehr Freiheit mit dem Pferd

„Pat (Parelli) lehrt uns die Reihenfolge: Mind, Flexion, Weight, Feet (Gedanken, Biegung, Gewicht, Füße).“ (Silke Vallentin)

Das bedeutet:

  • Wenn wir die Füße des Pferdes bewegen möchten, müssen wir erst einmal seine Gedanken aktivieren
  • Danach erst kümmern wir uns um die benötigte Biegung im Pferdekörper, woraufhin das Pferd sein Gewicht verlagert
  • Das ist wiederum die Voraussetzung zum Bewegen der Füße

Einfach gesagt: Gelingt es uns, uns mental mit dem Pferd zu verbinden, haben wir die erste Voraussetzung für feines Horsemanship. Also ist das erste Ziel immer, die Aufmerksamkeit und mentale Verbindung zum Pferd zu finden. Je schneller das gelingt, umso schneller können wir dem Pferd etwas beibringen.

Silke Vallentin Parelli Trainerin

Trainingstipps – die ersten Schritte nach dem Horsemanship von Silke Vallentin:

Die Basis für alles sind die Vier Qualitäten einer Übung.

Die Erste Qualität einer Übung bedeutet: »Belohne den kleinsten Versuch«.

Folge dabei dem einfachen Prinzip, „falsche“ oder unbeabsichtigte Antworten des Pferdes zu ignorieren und es für “richtige”, also gewünschte, Antworten zu belohnen. In den allermeisten Fällen ist die Belohnung einfach eine Pause. Auf diese Weise lernen Pferde sehr schnell, was man von ihnen möchte.

Je besser ihr Mensch in der Lage ist, ihre positiven Bemühungen zu erkennen, umso schneller können sie lernen. Möchtest du beispielsweise, dass dein Pferd die Vorderbeine überkreuzt, lobe es nicht erst, wenn die Beine tatsächlich gekreuzt sind, sondern bereits bei beginnender Gewichtsverlagerung. Das ist der besagte erste Versuch, den du in der Ersten Qualität einer Übung erkennst und belohnst. Dadurch bekommst du nach und nach die mentale Verbindung zum Pferd – es leckt und kaut.

Zusammengefasst:

  1. »Belohne den kleinsten Versuch«
  2. »Unterbrich nicht die Gangart – langsam und richtig«
  3. »Beschleunigung nur durch Energie (ohne den Gebrauch von Hilfsmitteln) – schnell und richtig«
  4. »Bewege dich gesund (physisch und psychisch)«

Die gesunde Bewegung darf aber nicht ausschließlich mit Blick auf die Körperhaltung des Pferdes gesehen werden. Die mentale Verbindung von Mensch und Pferd ist nach dieser Form des Horsemanship genauso wichtig, wie motivierte Mitarbeit und eine emotionale Ausgeglichenheit.

Die Vier Qualitäten sind ein Weg der in logischen Lernschritten zügig und kontinuierlich unbegrenzten Lernfortschritt ermöglicht.

„Es ist absolut wichtig, dass ich die mentale Verbindung zum Pferd nicht verliere. Das bedeutet, ich analysiere das Pferd ständig, »lese« die Antworten die es mir auf meine Fragen gibt und warte auf eine Antwort die besser als das bisherige ist. Sobald die erste Qualität erreicht ist, kann ich anfangen, an der zweiten zu üben. Dadurch entsteht die Situation, dass man mehr als nur den kleinsten Versuch vom Pferd erwartet, aber es gleichzeitig für seine richtige Idee loben möchte. Den kleinsten Versuch habe ich mit einer Pause durch Aufhören der Übung belohnt. Würde ich jedes Mal die Übung nach dem kleinsten Versuch des Pferdes abbrechen, könnte ich niemals die zweite Qualität erreichen. Also fahre ich mit der Übung fort. Aber lobe den ersten erfolgreichen Schritt in der Übung durch kurzzeitiges Aussetzen der physischen Hilfengebung, halte aber weiterhin meine Energie für den zweiten Schritt in der Übung oben. Ich bezeichne diese Art des Lobens während der laufenden Übung als Mini-Release.“ (Silke Vallentin)

Silke Vallentin Parelli Trainerin

Die Vier Qualitäten einer Übung und der Mini-Release lassen sich auf jede Übung anwenden und bieten eine hilfreiche Stütze zur niemals endenden Selbstverbesserung.

Das Ziel: Ein Pferd, dass sich mit uns synchronisieren möchte, so wie sich ein Fohlen mit seiner Mutter synchronisiert.

Zum Beispiel: Dehnen wir unsere Oberlinie, macht das Pferd das Gleiche, richten wir uns auf, so richtet sich auch das Pferd auf…

Zu Anfang wird das vom Boden aus am Seil, danach in Freiarbeit und später auch beim Reiten möglich – getreu dem Leitsatz von Pat Parelli: „Teach the pattern on the ground first – etabliere zuerst das Muster vom Boden aus“.

Die sieben Spiele sind die Basis, aber sie lassen sich weiterführen bis die Pferde sich nur mit Energie lenken lassen. Es geht um die mentale Verbindung zum Pferd.

  • Es geht um eine feine Kommunikation und den Aspekt der gesunden Bewegung. Das bedeutet, es ist möglich Versammlung bereits vom Boden aus zu erzielen um Gymnastizierung, Körpergefühl und Muskelaufbau zu fördern.
  • Es geht nicht nur darum die sieben Spiele durchzuspielen, bis das Pferd sie in- und auswendig kennt, sondern sie fein, gesunderhaltend und mit sanfter Energie für die Kommunikation und gesunde Gymnastizierung zu nutzen.
  • Es ist wichtig, dass wir unsere Körperhaltung immer wieder überprüfen, unsere Pferde ganz genau lesen und unsere Haltung auch auf die Pferde abzustimmen – je nach der „Horsenality“, also der Pferdepersönlichkeit.

Silke Vallentin Parelli Trainerin

Das geht bis ins kleinste Detail: Zum Beispiel ist ein Lidschlag besser als ein starres Auge, eine entspannte Maulpartie besser als zusammengepresste Lippen, ein entspannt gesenkter Kopf besser als ein angespannter und hoch gehaltener Hals.

Durch die Achtsamkeit dem Pferd gegenüber, können die Pferde mental mit ihren Menschen „einchecken“.

Es geht um die mentale Verbindung – „A Mental Connection“ – daraus kann dann auch eine körperliche Weiterentwicklung folgen – Spiel und Tanz mit dem Pferd in gegenseitigem Respekt und Achtsamkeit.

INFO: Silke Vallentin aus dem Sächsischen Bröhsen lehrt feines und „leises“ Horsemanship und hat ein Lehrprogramm zur Förderung der gesunden Bewegung des Pferdes am Boden und im Sattel entwickelt. Sie ist 4Sterne Parelli-Instruktorin. Aber ihre Form des Horsemanship richtet sich an ALLE Pferdemenschen, die Wert auf die Gesunderhaltung ihres vierbeinigen Partners legen. Egal welcher Vorbildung und mit welchem Reitstilfaible. Für jedes Pferd, gleich welcher Rasse und Ausbildung.

Silke Vallentin zum schauen und lernen – gibt’s auch auf DVD – du kannst sie HIER kaufen

Silke Vallentin Parelli Trainerin

Der Inhalt: Anfang 2015 hat Silke Vallentin die erste Savvy Mastery Series-DVDs auf dem Parelli Campus in Florida gedreht. Daraus ist das Heimstudium „A Mental Connection“ entstanden – ca. 6 Stunden Lehrfilm auf DVD.

Silke Vallentin unterrichtet Schülerinnen, die klassischen Parelli-Übungen mit ihrer Form der mentalen Verbindung und energetischen Kommeunikation mit ihren Pferden zu erarbeiten. Man bekommt gleichzeitig mit den gefilmten Schülern eine Einführung in die Thematik und sieht, wie man ganz konkret selbst damit anfangen kann, sein Pferd gesund zu bewegen.

Text und Bilder: Silke Vallentin und Vicky Lampe

Silke Vallentin Parelli Trainerin

Wer ist der Zitategeber und was ist Parelli Natural Horsemanship*?

Das 1981 von Pat Parelli gegründete Ausbildungsprogramm Parelli Natural Horsemanship legt in erster Linie den Schwerpunkt auf die Fortbildung des Menschen. Die Ausbildung des Pferdes erfolgt nachdem der Mensch die Bedürfnisse und angeborenen Instinkte seines Vierbeiners verstanden hat. Das Ziel ist der Aufbau einer auf Körpersprache basierenden Kommunikation, die sich soweit wie möglich an die natürlichen Verhaltensweisen des Pferdes anlehnt und auf gegenseitigem Respekt, Liebe und Vertrauen basiert. Die sogenannten Sieben Spiele sind dafür die Grundlage. Man könnte sie mit dem ABC vergleichen. Hat man es erstmal erlernt, kann man daraus Wörter, Sätze und Geschichten in immer neuen Variationen und unterschiedlichen Anforderungsniveaus bilden. Mit den Sieben Spielen lernt der Mensch, wie er das Pferd mit Hilfsmitteln (z.B. Halfter, Sattel, Regenmantel) und Situationen (Verladen, vorbeifahrenden Traktoren usw.) vertraut machen kann, wie er das Pferd auf körperlichen und energetischen Druck weichen lassen kann und wie er es vor, zurück, seitwärts, im Kreis und durch Engpässe gehen lassen kann.

Hier findest du noch einen Lesetipp zu Pat Parelli:

Für mehr Infos zu diesem Buch klick HIER:*

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Autor: Gastautor / Gastautorin

4 Kommentare zu “Pat Parelli: Teach the pattern on the ground first

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    ich bin ein großer Fan davon die Dinge erst Mal am Boden zu erklären. Mit meinem Pony sowieso ;).
    Die Idee den ersten Versuch zu loben praktizieren wir hier auch. Sobald der Ponymann nur ansatzweise in die von mir gewünschte Richtung handelt wird er belohnt. Bei uns nicht mit Pause sondern meistens mit einem Stück Karotte, manchmal mit streicheln, manchmal mit Ballspielen. Er ist dadruch motiviert und probiert gerne aus. Er freut sich, wenn ich ihm neue Herausforderungen stelle und er ausprobieren kann, was jetzt gewünscht ist.
    Unerwünschtes Verhalten wird auch hier einfach ignoriert. Das funktioniert bei uns gut.
    Mit Parelli habe ich so meine eigenen Erfahrungen gemacht. Mit meinem ersten Pferd kamen so die Anfänge der Bodenarbeit auf. Davor war für mich Bodenarbeit maximal longieren und auch das hat eigentlich nur bedeutet das Pferd ausgebunden im Kreis laufen zu lassen. Von Übungen am Boden hatte ich damals keine Ahnung. Und auch meine Reitlehrer hatten hier keine Erfahrung. Dann kam Linda Tellington-Jones. Ihre Übungen haben mir gut gefallen, leider gab es niemanden in der Nähe, der Ahnung gehabt hätte und bei dem ich Untericht hätte nehmen können. So versuchte ich es mit Büchern. Rausgekommen ist bei mir leider ein Ziehen an der Führkette. Das war definitiv nicht das was ich wollte und was mein Pferd und mich weiter gebracht hätte. Dann habe ich von Monty Roberts gehört. Also auch hier eingelesen. Eine ganz neue Welt für mich damals. Hier fand sich auch bald ein Trainer und am Pferd ausprobiert. Das Ergebnis: Ein Pferd was auf den Trainer losgeht und ganz deutlich macht was es davon hält. Ich habe selten so ein Pfedegesicht gesehen wie bei dem Join-Up Versuch mit meinem Pferd. Also war klar, auch das kann nicht unser Weg sein.
    Irgendwann kamen wir dann zu Parelli. Meine erste Erfahrung war so eine Art Vorführung des Systems. Ich hab mich ehrlich gesagt damals gefühlt wie auf einer Tupper-Party für Pferdemenschen. Damit hatte ich das Thema erst Mal wieder abgeschrieben. Mit meinem Pferd kam ich aber auch nicht weiter. Er war gefährlich für mich und das gesamte Umfeld. Nachdem er zweimal jemanden auf der Weide einfach umgerannt ist (und nein derjenige wollte gar nichts von meinem Pferd), ich mehrfach im Krankenhaus war, war klar so kann es auch nicht weiter gehen. Wir drohten aus dem Stall zu fliegen und ich heulte mehr bei meinem Pferd als alles andere. Also fiel mir die Trainierin von der Vorführung damals ein und ich wagte einen erneuten Versuch mit meinem Pferd klar zu kommen.
    Wir stellten ihn zu ihr den Stall. Und ich lernte bei ihr die sieben Spiele kennen. Zunächst war ich begeistert, weil mein Pferd anfang zumindest etwas handelbarer wurde. Ich konnte ihn zumindest auf den Reitplatz führen ohne Angst haben zu müssen über den Haufen gerannt zu werden, angestiegen zu werden oder Hufen ausweichen zu müssen. Das waren für uns gigantische Fortschritte.
    Trotzdem fühlte ich mich mit der Methode nicht wohl. Mit meinem Pferd wurde sehr grob umgegangen. Ich weiß nicht wie oft er den Karabiner des Seils abbekommen hat, weil das Seil derart geschüttelt wurde. Das tut mir heute noch leid. Ich hatte das Gefühl ich begegnete seiner Aggressivität mit nur noch mehr Gewalt. Da ich aber zu diesem Zeitpunkt auch keine bessere Idee hatte, blieben wir erst Mal in diesem Stall. Die Fortschritte waren bald aber verschwunden und mein Pferd schien wieder aggressiver zu werden. Die Trainerin sagte uns dann, dass sie keine Chance für uns sieht. Also weitere Trainer aufgesucht. Auch hier wieder Gewalt körperlich wie psychisch. Das Pferd unter Druck setzen, im Kreis schicken und so weiter. Fliegende Seile und Sticks waren das Ergebnis. Mein Pferd wurde nicht umgänglicher im Gegenteil. Irgendwann konnte man sich ihm kaum noch nähern. Ich hatte das Gefühl, dass ich mit meinem Pferd nur noch kämpfe und versuche seine Gewalt mit Gewalt zu beantworten.
    Nachdem mir jeder irgendwann gesagt hat, dass dieses Pferd ein Fall für den Schlachter ist (und hier war sogar der Zitatgeber mit dabei) habe ich ihn wieder nach Hause genommen.
    Geholfen hat uns dann ein Umdenken meiner Seits. Als ich aufgehört habe gegen ihn zu kämpfen und was von ihm zu fordern hat er aufgehört gegen mich zu kämpfen. Wir haben einen Weg gefunden der auf Freundschaft und Respekt basiert hat und nicht auf Gewalt und genau das habe ich bei der angeblich Gewaltlosen Methode von Parelli erlebt und zwar auch von ihm persönlich.
    Dieses Pferd hat mich viel gekostet, aber ich habe ihm auch viel zu verdanken. Mein heutiger Umgang mit meinem Pony ist geprägt durch die Erfahrungen mit einem Pferd was nicht bereit war aufzugeben. Dafür danke ich ihm noch heute. Cobald du bist unvergessen und ich hoffe heute handle ich in deinem Sinne.

    Oh je ich glaube mein Beitrag ist mal wieder off-topic.

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Miriam, danke für deinen Kommentar – du weißt ja, dass ich mich immer sehr über deine Gedanken freue, weil sie immer einen neuen und spannenden und schönen Aspekt zu den Artikeln hinzufügen. Ich mache es im Grunde wie du. Gutes wird gelobt, ich freue mich wie ein Schnitzel und gebe auch Leckerli oder mache dann etwas schönes als Dank dafür mit meinem Pferd. Ich spiele die sieben Spiele nicht, habe aber Pat Parelli auch nue selbst gesehen oder kennengelernt und kann deswegen nichts zu ihm sagen. Ich mag die Art von Monty Roberts gar nicht, ihn habe ich gesehen und hätte kotzen können – entschuldige den Ausdruck. Ich habe zufällig auch nochmal Instruktoren von ihm gesehen und hätte wieder kotzen können. Das ist weder Verbindung noch Kommunikation – das ist Hetzen bis das Pferd aufgibt und dein Kommentar beschreibt sehr schön, was diese Art des Pferdetrainings wirklich ist. Für mich kommt es nicht in Frage. Da geht es mir wie dir. Ich finde toll, dass du einen neuen Weg mit deinem Pferd gefunden hast und er zeigt als ein perfektes Beispiel, dass Gewalt nicht die Lösung ist. Wir können Pferde vielleicht in eine Form zwingen, aber wir werden damit nie ihre Freundschaft bekommen oder ihr Vertrauen und damit die Sicherheit, die man sich ja eigentlich wünscht. Ich habe Silke Vallentin kennengelernt ud fand ihre Ansichten toll, das Loben der kleinsten Idee, die Bodenarbeit, die Energie als Kommunikationsfaktor. Gar nicht Parelli-Style – zumindest, was man so liest und hört 🙂 Danke für deinen Kommentar und deine Gedanken dazu und bis ganz bald, Petra

  2. Sarah sagt:

    Ich habe für Parelli auch nicht viel übrig.
    Es ist ein besserer Weg, als der "normalo-Weg", aber wenn man genau schaut, ist es für mich eher "antrainiert". Es ist nicht echt.. Die Pferde machen es, weil es so dressiert wurde..
    Für mich ist das keine Körpersprache, ein Strick hundert mal zu schütteln, bis das Pferd die Lösung gefunden hat, dem Druck und auch Schmerz (weil die ständig Metallhaken ins Gesicht kriegen und das Knoti an sich schon unangenehm genug wird) auszuweichen. Es ist keine höfliche bitte, auch nicht, wenn man mit wenig "wacklern" anfängt.. Es ist für das Pferd nicht verständlich und eben irgendwann nur ein gelernter Trick. Man muss dabei nur mal in die Augen der Pferde sehen, dann weiß man alles.
    Liebe Grüße und eine schöne Restwoche,
    Sarah

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Sarah, mir geht es wie dir – ich bin auch kein Fan. Mir sind die Spiele zu mechanisch und mir fehlt die Seele und das Herz der Pferde. Das ist wie du schreibst erst einmal nur Training. Aber ich denke auch, dass es vermutlich wie bei allem auch an dem Menschen liegt und was er daraus macht. Und der Gedanke, die Dinge erst am Boden zu üben, bevor man sich in den Sattel schwingt – der gefällt mir. Ich mag auch, dass Silke Vallentin mit Energie, Lob und kleinen Schritten arbeitet. Ich würde sagen, dass sie sich im Grunde ein eigenes System und Gedanken dazu entwickelt hat. Und ich finde wichtig verschiedenes zu zeigen. Den Parelli-Aspekt daran kann ich gut inorieren, weil ihre Gedanken ganz eigene Wege gehen. Deswegen habe ich mich auch gefreut, als sie den Gastartikel geschrieben hat. Diese Übung des Rückwärts schütteln kann ich übrigens auch auf den Tod nicht leiden. Hab ich Anfangs auch mal gemacht, bis ich wieder mehr gelernt habe und mir den Gesichtsausdruck der Pferde dabei angesehen habe. Seitdem mache ich es nicht mehr. Man muss ja immer dazu lernen 🙂 Da gehts mir wie dir. Ganz liebe Grüße und danke dir, Petra

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