Ich habe eine Liste für dich. Es ist im Grunde DIE Liste für einen besseren Umgang mit dem Pferd. Diese Liste hat mir auf jeden Fall zu einer besseren Beziehung zu meinem Pferd verholfen und ich möchte sie jetzt gerne mit dir teilen. Du brauchst nämlich gar nicht viel um eine bessere Beziehung zu deinem Pferd zu bekommen. Ich verrate dir jetzt die zehn Punkte, die mir im Umgang mit meiner Stute täglich weiterhelfen. 

In wenigen Schritten zu einer besseren Beziehung mit dem Pferd

Wir haben gerne tausend Wünsche und Erwartungen an unser Leben, an uns selbst und letztlich auch an unsere Pferde. Wir glauben gerne, dass wir viele Hilfsmittel, eine grandiose Ausrüstung und eine noch vollere Sattelkammer brauchen. Jedes neue Teil verspricht uns irgendwie auch, dass wir noch besser mit unserem Pferd klarkommen, wenn wir nur dieses Hilfsmittel einsetzen. Dabei kommt es letztlich vor allem auf uns selbst an. Deswegen hat die Superliste vor allem mit dir selbst zu tun und weniger mit irgendwelchen Ausrüstungsgegenständen oder Hilfsmitteln.

Wobei ein schönes Stallhalfter und ein guter Kappzaum auch nicht schaden können ­čśë

Hillbury Tauwerk halfter Cognac Coffee

 

Hillbury Multifunktionskappzaum Havanna-Beige

Nummer 1: Richtig Atmen! Wie Herzkohärenz und Atemfrequenz deinen Stresslevel beeinflussen können

Pferde spüren unsere Emotionen. Sie sind richtige Gedankenleser und können an unserer Mimik, unserer Muskelspannung und unserem Herzschlag ablesen, wie es uns gerade geht. Wenn wir lernen unsere Atmung sozusagen Yogi-mäßig-meditativ im Griff zu haben und uns immer und jederzeit in eine Tiefenentspannung atmen können, dann wird dein Pferd dir das danken und mit dir zusammen entspannen.

Richtige Atmung meint die Atmung in den Bauch. Ganz tief und entspannt. Dann entspannt auch dein Zwerchfell, deine Stimme wird ruhiger, tiefer und gelassener klingen und deine ganze innere Spannung wird von dir langsam weggeatmet. Du bist in Herzkohärenz – was bedeutet, dass dein Herzschlag entspannt und ruhig dahingleitet und die keinen Stress empfindest.

Pferde reagieren auf eine entspannte und tiefe Atmung mit Ruhe und Zufriedenheit.

Gleichzeitig pumpst du mit der richtigen Atmung Sauerstoff und Energie in deinen Körper und das wiederum verschafft dir Fokus und klare Gedanken. Viel zu viele Menschen machen sich die Atmung gar nicht bewusst und atmen irgendwie vor sich hin. Manchmal viel zu gepresst oder in den Brustraum. Das ist im Grunde Stressatmung. Das kann wiederum zu einer Atemfrequenz führen, die regelrechte Flucht- oder Angstreflexe auslösen können.

Hier mal ein paar Fakten: Jeden Tag atmen wir im Schnitt etwa 500 Liter Sauerstoff in unser Blut. Wir atmen rund 20.000 mal ein und aus. Wenn wir ruhig atmen entstehen weniger Blockaden und negative Emotionen haben weniger Chancen sich in uns auszubreiten. Wir atmen sie sozusagen mit dem guten Sauerstoff wieder weg. Wenn wir gestresst sind oder flacher atmen, nehmen wir weniger Sauerstoff auf. Der fehlt dann wiederum unserem Körper und unseren Organen auf Dauer. Müdigkeit, weniger Leistungsfähigkeit oder Konzentrationsschwächen können zum Beispiel die Folgen von falscher Atmung sein.

Kommen wir zurück zum Pferd: Wenn du also eher schnell atmest oder in den Brustraum “hechelst”, dann bekommt dein Körper zu wenig Sauerstoff und kann weniger CO2 rausblasen. Das wiederum lässt die Spannung in den Muskeln steigern – und das spürt dein Pferd alles.

Beobachte dich einfach mal selbst bei der Atmung.

  • Wie atmest du?
  • Wie fühlst du dich dabei?
  • Wie atmest du wenn du mit deinem Pferd zusammen bist?
  • Hältst du öfter mal den Atem an und merkst es vielleicht gar nicht?

Was du jetzt machen kannst: Erinnere dich im Alltag und wenn du mit deinem Pferd zusammen bist immer wieder an deine Atmung und versuche immer wieder die richtige Atmung zu üben, solange bis sie zu einer Gewohnheit für dich wird. Du wirst sehen, dass die richtige und entspannte Atmung die Verbindung zu deinem Pferd einen Schritt weiterbringen wird.

Wie geht richtiges Atmen?

Der Atemtest: Du atmest richtig, wenn sich dein Bauch bei jedem Atemzug hebt und senkt. Ganz einfach eigentlich. Das kannst du prüfen, indem du beide Hände auf deine Bauchdecke legst und dann schaust, ob sie sich heben und senken beim Atmen. Tun sie das nicht, atmest du zu flach.

HIER findest du noch weitere Infos zur Nasenatmung

Du kannst das aber ganz easy üben. Einfach zwischendurch und gerne auch bewusst ein oder zweimal am Tag.

  • Setz dich einfach ruhig in deinen Lieblingssessel
  • Dann atmest du tief durch die Nase ein
  • Du spürst dem Atemzug nach – wie er durch deine Nase tief in die Lunge fließt und die Lunge ausfüllt und sich dann schön in deinen Bauch reindehnt
  • Dann atmest du wieder tief durch die Nase aus und legst dabei die Hand auf den Bauch
  • Bei jedem Atemzug kannst du so prüfen, ob sich dein Bauch schön hebt und senkt
  • Das kannst du einfach ein paar Minuten machen
  • Oder wenn du bei deinem Pferd bist – zum Beispiel wenn ihr zusammen auf der Koppel steht oder am Putzplatz – dann könnt ihr gemeinsam atmen

 

Werde Teil der Pferdeflüsterei Community

Lass dich wöchentlich inspirieren mit pferdefreundlichen Tipps, & Tricks aus dem Blog und News aus dem Pferdeflüsterei-Shop

Bitte warte kurz ...

Schön, dass du dabei bist! Jetzt check am besten gleich deinen Posteingang und klick den Link in der Bestätigungsmail.

Nummer 2: Deine Körperhaltung! Damit dein Pferd dich richtig lesen kann

Der Punkt ist schnell abgearbeitet. Du bist, was du glaubst und fühlst. So einfach ist das. Deine Körperhaltung beeinflusst deine Gefühle und deine Gefühle beeinflussen deine Körperhaltung. Also schaue dich einfach mal auf Fotos an, wenn du mit deinem Pferd zusammen bist. Wie ist deine Körperhaltung?

  • Gerade Schultern?
  • Aufrecht?
  • Gelassene unverkrampfte Arme und Hände?
  • Ein fester und selbstbewusster Schritt?

Perfekt! Genau dann strahlst du die Sicherheit und das Vorwärts aus, das dein Pferd von dir braucht, um dir gerne zu folgen. Wenn du natürlich einfach nur chillen willst mit deinem Pferd, dann kannst du deinen Körper “hängenlassen” und entspannen. Dann sollte deine Körperhaltung einfach nur “Chillout” und Gelassenheit ausstrahlen. Deine Körperhaltung sollte im Grunde immer zu dem passen, was du gerade vorhast.

Das Gute daran ist: Du kannst es dir bewusst machen und dich immer wieder bei deinem Tun beobachten. Sei es im Hallenspiegel oder auf Fotos, die Freunde von dir machen können oder indem du einfach in deinen Körper hineinspürst und dir überlegst, was deine Schultern, dein Rücken, deine Arme und Hände gerade machen.

Nummer 3: Dein Mindset! Die richtige innere Einstellung schenkt uns alles

Ein schickes Wort für deine innere Einstellung. Ich meine damit dein Ommmmmheingott-ich-weiß-was-ich-will-und-wer-ich-bin-Feeling. Das ist jetzt nicht ganz so schnell umzusetzen wie die Atmung oder die Körperhaltung. Das ist im Grunde ein lebenslanger Weg und die ewige, aber unglaublich bereichernde Arbeit an dir selbst. Das ist eines der größten Geschenke, das die Pferde uns Menschen machen können. Wenn wir uns ganz auf uns selbst und das Pferd einlassen und versuchen ein echter Partner für das Pferd zu werden, werden wir auch zu dem bestmöglichen “Ich”, das wir werden können.

Carey - Quarterhorse

Das klingt jetzt alles ein bisschen psychologisch-esoterisch und was ich alles damit meine und sagen will, passt auch nicht in drei Zeilen. Deswegen verlinke ich dir hier ein paar Artikel, die genau dieses Thema genauer beschreiben. Da kannst du mehr über das richtige Mindset nachlesen und wieso es so unglaublich wichtig und schön ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen:

Nummer 4: Der Plan! Warum wir einen Plan brauchen und wie er aussehen kann

Hab einen Plan! So einfach ist das mit den Pferden. Pferde suchen Sicherheit und wollen gerne in ihrem Gegenüber diese Sicherheit spüren. Sicherheit hat aber nichts mit Lautstärke oder Equipment zu tun, sondern ganz viel mit “Selbstsicherheit” und dem schon erwähnten Plan. Wenn du weißt, was du willst, dann spürt dein Pferd diesen Plan in deinem Kopf und wird ihm gerne folgen. Wenn Du aber mit deinem Körper irgendwie herumwedelst und dein Kopf oder dein Herz etwas ganz anderes sagen, dann wird dein Pferd widersprüchliche Signale bekommen und eher deinem Herzen folgen als deinem Körper.

Ein Beispiel: Du möchtest, dass dein Pferd einen Schritt rückwärts geht. Du wedelst mit der Hand, bist aber weder konzentriert auf das Rückwärts noch glaubst du wirklich, dass dein Pferd diesen Schritt machen wird. Dein Pferd wird also nur zögerlich oder gar nicht rückwärts gehen, weil es in deinem Kopf und deinem Herzen lesen kann und deine Zweifel und deinen fehlenden Fokus wahrnehmen wird. Du wirst also immer lauter werden müssen mit deiner Körpersprache oder deinen Hilfsmitteln, damit sie deinen fehlenden Fokus und deine Zweifel übertönen können.

Wenn du dir aber vorher genau vorstellst, wie dein Pferd den Schritt rückwärts geht, wenn du dir ganz klar darüber bist, dass du genau das gerne als nächstes hättest und dein Pferd dann mit klarer Sicherheit darum bittest – weil du deinen Plan in deinem Kopf und Herzen hast – dann wird es ziemlich sicher auch auf ein leises Signal hin rückwärts gehen.

Carey-beim-Training

Einen Plan zu haben heißt also nicht unbedingt, dass du über die komplette Trainingswoche einen Übungsplan geschrieben hast und ihn  akribisch umsetzt, sondern es bedeutet, dass du dir über deine nächsten zwei bis drei Schritte im klaren bist, dass du einen Plan von eurer gemeinsamen Zeit hast und diesen Plan fokussiert mit dir trägst.

Nummer 5: Smile! Welche Gefühle dein Lächeln in deinem Pferd auslöst

Lächeln entspannt und sorgt für Glück und Zufriedenheit. Ein zufriedener Mensch ist ein entspannter Mensch und das wiederum lässt dein Pferd entspannen. Es wird sich wohler in deiner Gegenwart fühlen, wenn du es anlächelst anstatt es kritisch oder ernst anzustarren.

Smile - wie du deinem Pferd das LÄcheln beibringst Tricktraining Pferd

Allein die Anspannung all der Muskeln, die in deinem Körper für ein Lächeln zuständig sind, lässt deinen Körper Endorphine freisetzen. Das sind Glückshormone. Wenn wir glücklich sind, strahlen wir das auch aus und davon fühlen sich unsere Pferde als Harmoniewesen angezogen.

Eine Studie aus 2016 hat zum Beispiel ergeben, dass Pferde unsere Gesichtsmimik sehr gut lesen können. Wütende Gesichter haben eine abschreckende Wirkung auf das Pferd. Wenn den Pferden also Fotos von Menschen mit wütenden Gesichtern gezeigt wurden, hat sich ihre Herzfrequenz erhöht. Im Grunde heißt das wiederum, dass sich der Stresslevel der Pferde erhöht hat.

HIER kannst du mehr über die Studie aus Sussex zur Fähigkeit der Pferde unsere Gesichtsmimik zu lesen erfahren

Deswegen ist es so unglaublich wichtig das Lächeln nicht zu vergessen, wenn du mit deinem Pferd zusammen bist. Dein Pferd erkennt deine freundliche Mimik und das Lächeln löst in dir die richtige Stimmung aus, um dein Pferd magisch anzuziehen. Letztlich geht es doch auch darum den Perfektionismus zu vergessen oder den Ehrgeiz oder unsere vielen Ziele und Vorstellungen und einfach eine schöne Zeit miteinander zu haben.

HIER gibt es noch einen Artikel über Freude mit deinem Pferd: Funfaktor Pferd! Das Geheimnis für mehr Spaß mit dem Pferd

Nummer 6: Chillax! Wie gemeinsames Herumstehen die Bindung fördert

Ich habe eine kleine Aufgabe für dich. Geh einfach mal in den Stall zu deinem Pferd und setz dich in seine Nähe. Dann wartest du, was passiert. Irgendwann wird sich dein Pferd dir wahrscheinlich zuwenden und ihr könnt einfach zusammen chillen und relaxen. Auf Costa Rica sagte einmal ein Costa Ricaner zu mir, dass sie das “Chillaxen” nennen. Das Superlativ aus “Relaxen” und “Chillen”.

Pferde lieben es gemeinsam zu “chillaxen”, das fördert ihre Bindung und ihr Herdenfeeling. Sie grasen nebeneinander, sie liegen nebeneinander und sie stehen auch einfach mal nur da und starren miteinander in die Ferne – ohne etwas voneinander zu wollen oder Ansprüche zu haben oder den Rang zu diskutieren. Das “Miteinander sein” ist ein dicker fetter und großer Riesenschlüssel zu einer besseren Bindung mit dem Pferd.

Pferd Persönlichkeit Dominant Carey

Deswegen gibt es immer wieder Tage für meine Stute und mich an denen wir einfach nur beinander stehen. Ich will nichts von ihr, fordere nichts von ihr, habe keinen Trainingsplan und hole auch Halfter und Führstrick nicht aus der Sattelkammer, sondern gehe einfach nur auf die Koppel und setze mich zu ihr. Dann stehen oder sitzen wir gemeinsam da und starren einfach nur in die Ferne. Oder wir relaxen nebeneinander, oft stellt sie dann ihren Hinterhuf in den Chill-Modus und schnaubt und dann stehen wir immer noch da und freuen uns, dass es uns gibt.

Das mag von außen unglaublich unspektakulär aussehen und sich erst einmal komisch anfühlen für dich – wenn du das noch nie vorher gemacht hast – aber es hat auf Dauer eine wunderschöne Wirkung auf die Beziehung zu deinem Pferd.

Nummer 7: Sicherheit! Das Klebemittel für dein Pferd

Sicherheit bedeutet für Pferde unglaublich viel. Sie sind Herdentiere und sie sind keine Raubtiere. Wenn sie sich sicher fühlen, dann sind sie auch sicher. Je nach Pferdecharakter braucht es eine unterschiedliche Ansprechhaltung für diese Sicherheit. Das ist ein umfassendes und sehr großes Thema. Deswegen verlinke ich dir auch hier wieder ein paar Artikel als Lesetipps. Aber soviel sei schon einmal gesagt: Sicherheit hat auch wieder ganz viel mit deinem Mindset zu tun:

  • Wenn du dir deiner Sache SICHER bist
  • Wenn du selbstSICHER bist
  • Wenn du SICHER weiß, was du willst und was du nicht willst
  • Wenn du SICHERheit ausstrahlst mit deiner Körpersprache und deinen Gedanken

Dann hast du schon unglaubliche große und richtige Schritte getan für eine feinere und sicherere Verbindung zu deinem Pferd. Eines ist auf jeden Fall SICHER: Sicherheit hat nichts mit Hilfsmitteln, Ausrüstung oder Dominanz zu tun.

Nummer 8: Freude! Warum wir positive Emotionen brauchen

Freude ist eine schöne und wichtige Emotion. Sie hat ganz viel positive Energie. Wenn wir also Freude an den großen und kleinen Dingen empfinden und wenn wir echte Freude schenken und ausstrahlen, dann werden unsere Pferde diese positive Energie aufnehmen und uns diese Freude zurückschenken. Wenn wir immer nur kritisch schauen oder unsere negativen Emotionen hochkochen lassen, schicken wir Stress und negative Energie zu unserem Pferd und dann ist es doch auch ziemlich logisch, dass unser Pferd uns keine positive Energie zurückgibt.

Freude kommt nicht von alleine und manchmal versteckt sie sich auch hinter dem Ehrgeiz oder dem Frust oder der Idealvorstellung, die wir von etwas haben. In solchen Momenten vergessen wir ganz auf das “Hier und Jetzt” zu blicken und uns an dem zu freuen, was wir schon haben. Oft ist die Freude nämlich nur eine Frage des Blickwinkels. Sehen wir den nicht so schönen Trab unseres Pferdes oder sehen wir die aufmerksam zu uns gerichteten Ohren dabei?

Beides passiert gleichzeitig – je nachdem worauf wir den Fokus richten, sind wir einmal frustriert und einmal freuen wir uns.

Also habe ich jetzt eine Aufgabe für dich: Wenn du das nächste Mal an den Stall gehst, dann richte deinen Fokus auf alle schönen Momente und Situationen, die dir mit deinem Pferd passieren, schreibe sie dir auf und lese sie dir am Abend noch einmal durch und dann freue dich nochmal. Vielleicht kannst du das ja jetzt immer wieder machen, bis du nach und nach deinen Fokus immer auf die freudigen und schönen Momente richtest und gar nicht mehr aktiv daran arbeiten musst.

Nummer 9: Lob! Von Liebe, bis Streicheln zu Leckerli

Ehrliches Lob ist ein Superbooster! Ich meine damit nicht, dass du “Prima” und “Brav” einfach nur so reflexartig dahinsagst, sondern dass du es auch genauso aus tiefem Herzen meinst. Dein Pferd spürt, ob du mit deinem Herzen, deinen Gedanken und deinem Kopf bei ihm bist und es merkt genauso ob du das Lob auch aus vollem Herzen aussprichst und das Leckerli mit Freude gibst.

Egal wie klein oder groß dir die Leistung erscheinen mag, die dein Pferd gerade erbracht hat – lobe es aus vollem Herzen und mit all dem Stolz, den du empfinden kannst. Es hat sich für dich ziemlich ins Zeugt gelegt – soviel ist sicher. Denn das meiste, was wir von Pferden wollen, ist nicht sehr selbstverständlich für sie – egal ob es um das Hufegeben oder das Reiten geht, Gelassenheitstraining oder Cavaletti-Arbeit.

Lob kann übrigens in vielen verschiedenen Formen daherkommen:

By the way: HIER bekommst du zuckerfreie und natürliche Leckerli 

Apura Pferdeleckerli Karotte AP-PLKR-2 beauty

Nummer 10: Geduld! Warum kleine Schritte dich schneller ans Ziel bringen

Hab Geduld! Das ist eine ganz große Bitte an dich. Hab Geduld mit dir und hab Geduld mit deinem Pferd. Wenn du Übungen in viele klitzekleine Schritte zerlegst, dann wird jeder einzelne Schritt viel schneller zu einem Erfolg führen. Dein Pferd wird dich schneller verstehen und das wiederum wird dein Pferd motivieren. Du kannst viel mehr Loben und das motiviert auch dich.

Wenn dein Pferd etwas noch nicht kann oder nicht versteht, dann hab Geduld. Dein Pferd macht das nicht mit Absicht – es versteht einfach noch nicht oder kann diese Aufgabe noch nicht lösen. Je geduldiger du bleibst und je mehr andere neue Wege du dir überlegst, um die Aufgabe mit deinem Pferd zu erarbeiten, desto schneller werdet ihr ans Ziel kommen.

Ein Beispiel: Meine Stute kam zu mir mit 3 Jahren und wir haben 2-3 Jahre nur Bodenarbeit trainiert. Wir sind in diesen vielen Jahren am Boden in vielen kleinen Schritten das Thema “Anreiten” angegangen. Schritt für Schritt, mit vielen kleinen Übungen. Das ist ein langer Prozess. Aber weißt du was? Das Anreiten selbst war überhaupt kein Thema mehr. Sie kannte schon das Lenken vom Boden aus, sie kannte Gurten und Satteln vom Boden aus, sie kannte die Kommunikation vom Boden aus, sie kannte jede einzelne Kleinigkeit – deshalb war das Anreiten selbst kein großer Schritt mehr und hat auch keine Sekunde Probleme verursacht. Wir sind also durch viele kleine Schritte und viel Geduld, den großen Schritt des Anreitens ganz einfach und schnell gegangen.

HIER gibt es noch einen Artikel über die vielen kleinen Schritte mit dem Pferd

Frage: Hast du auch Punkte für die Liste? Sie ist noch lange nicht vollständig – nur ein Anfang und die wichtigsten Punkte, die mir immer wieder begegnen und beim erstellen der Liste in den Kopf geschossen sind. Schreib mir gerne einen Kommentar, wenn dir noch weitere Punkte einfallen – zusammen bekommen wir die perfekte Liste hin. Ich freue mich auf deine Meinung!
Wie findest du den Beitrag?
Du darfst diesen Artikel gerne verlinken

Wo teilst du am liebsten gute Artikel mit deinen Freunden?

https://www.pferdefluesterei.de/10-punkte-pferde-verstehen/

ÔćĹKopier dir diesen┬áLink um ihn z.B. in Foren oder Kommentarfeldern einzuf├╝genÔćĹ┬á

<a href="https://www.pferdefluesterei.de/10-punkte-pferde-verstehen/">Pferdefl├╝sterei.de: Mit nur 10 Punkten zu einem besseren Umgang mit deinem Pferd</a>

ÔćĹKopier Dir einfach diesen HTML-Code um ihn in┬ádeiner Webseite einzuf├╝genÔćĹ


4 Kommentare zu “Mit nur 10 Punkten zu einem besseren Umgang mit deinem Pferd

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,
    wieder ein sehr schöner Artikel. Vor einem Jahr hätte ich ihn genau so unterschrieben. Heute habe ich zu dem Thema mit dem Plan eine andere Meinung. Mein Pferdemädchen zeigt mir ganz deutlich, dass ein Plan nicht immer hilfreich sein kann. Je mehr ich plane und überlege umso schwieriger wird es mit ihr. Sie sagt schnell nein, wenn sie nur den Hauch von Druck spürt. Wenn ich überlege ich möchte jetzt gerne nach den 2 Schritten vorwärts ein rückwärts von ihr, kann ich sicher davon ausgehen, dass sie es nicht macht. Ich muss mich ganz auf sie einlassen, immer wieder mich zurücknehmen und versuchen ohne Erwartungen und Plan zu ihr zu gehen, dann macht sie so gut wie alles mit. Bei ihr hilft nur die neugierige Haltung was wohl passieren wird. Sobald sie einen Hauch von Erwartung spürt, macht sie zu. Hier entwickelt sich alles aus der Situation heraus. Das fordert mich, die gerne Pläne macht, sehr heraus. Es klappt auch nicht jeden Tag. Aber mittlerweile merke ich, dass ich auch bei meinen anderen Beiden, die in dem Punkt absolut nicht so streng sind mit meiner neugierigen und offenen Haltung viel weiter komme.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Miriam, wie immer ein spannender weiterer Gedanke – danke dir für deinen Kommentar. Carey ist ja das glatte Gegenteil – wenn ich keinen Plan habe, dann übernimmt sie das Planen und findet es gar nicht mehr so toll, weil ihr Sicherheit fehlt. Wobei wir manchmal auch Planlos sind miteinander und sie dann entscheiden darf und du hast schon Recht, dass das auch wichtige und schöne Momente sind. Die Mischung machts wahrscheinlich ­čÖé Ganz liebe Grüße auf jeden Fall und bis bald, Petra

  2. Franziska sagt:

    Liebe Pferdefreundin, ich würde sehr gerne ein paar Dinge bestellen, aber seit letzter Woche funktioniert die Website vom Shop irgendwie nicht…. LG

    • Petra sagt:

      Liebe Franziska, das ist wirklich merkwürdig, weil wir an die Seite kommen und auch Bestellungen bekommen. Was genau geht denn nicht? Dann versuchen wir dir weiterzuhelfen. Du kannst uns auch gerne auf dem Shophandy anrufen: 01575 – 6607788 Viele liebe Grüße, Petra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schon gesehen? Diese Artikel hier passen prima zu dem Thema: