Tierkommunikation funktioniert. Davon bin ich überzeugt. Aber vielleicht ein bisschen anders als du jetzt denkst, wenn du meinen ersten Satz liest. Ich glaube nämlich fest daran, dass die Tiere mit uns reden, dass sie kommunizieren und eine eigene Meinung und Persönlichkeit haben. Von Angesicht zu Angesicht. Ein anderes Thema ist für mich die Tierkommunikation aus der Ferne via Foto. Ich will dir in diesem Artikel erzählen, wie sie funktionieren soll, wie ich dieses Thema sehe und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe. 

Weil es wichtig ist zu wissen, wovon man spricht bevor man über etwas urteilt, will ich dir zuerst erklären, was damit gemeint ist, wie die Tierkommunikation funktionieren soll und warum ich selbst sie auch ausprobiert habe. Und natürlich wie ich abschließend darüber denke.

Außerdem gibt es zwei Interviews. Ich lasse die zu Wort kommen, die sich damit beschäftigen. Zwei Tierkommunikatorinnen.

Die Tierkommuikatorin Jessica von TIER-W-ISH erzählt, wie sie so eine Kommunikation angeht und die bekannte Tierkommunikatorin und Ausbilderin Karin Müller (www.karin-mueller.com) erklärt nächste Woche in einem Interview, wie sie von der einer wissenschaftlich ausgebildeten Journalistin und Skeptikerin zur Tierkommunikatorin wurde und wie du Tierkommunikation lernen kannst.

INFO: Ich will das Thema nicht komplett verneinen, denn nur weil ich skeptisch oder kritisch bin, bedeutet es ja nicht, dass ich Recht habe. Das ist auch der Grundgedanke dieses Artikels. Das Thema beschäftigt viele Menschen und deswegen landet es auch hier im Blog. Wie immer bekommst du meine möglichst offene, aber doch ehrliche Meinung und alle Fakten, die ich dazu weiß und recherchieren kann.

Es gibt für mich sehr viele Wenns und Abers an diesem Thema. Ich will ehrlich sein. Ich sehe es sehr kritisch und ich habe mich auf eine Tierkommunikation nur eingelassen, weil ich offen sein und kennen will worüber ich rede und weil ich wissen wollte, wie so etwas abläuft, bevor ich mein persönliches Urteil fälle. Das ist meine Grundphilosophie im Leben. Ich versuche immer einigermaßen offen zu bleiben und mich auf Neues einzulassen und ich denke auch, dass es viele Wege gibt, die nach Rom führen. Hier beschreibe ich meine Gedanken zum Thema. Das heißt aber nicht, dass mein Weg der Richtige und meine Einschätzung die einzig Wahre sein muss. Für mich gilt immer, dass das mein ganz individuelles Urteil ist: Nichts Allgemeingültiges und keine absolute Wahrheit. Nur meine persönliche Meinung. Du kannst sie annehmen, musst es aber nicht.

So, das war die lange Vorgeschichte. Kommen wir erstmal zu den Fakten und dem Hintergrundwissen, das ich dir erklären will, bevor wir zu meiner Meinung und meinem abschließenden Fazit kommen – meine Antwort auf die Frage: Tierkommunikation – esoterischer Humbug oder wirklich hilfreich? Sie fällt ziemlich eindeutig aus.

Später mehr dazu – jetzt legen wir erstmal mit den Fakten los.

 

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Was ist Tierkommunikation

Tierkommunikation ist der Gedanke von Energien und Telepathie, die zwischen Mensch und Tier eine Verbindung schaffen können. Tierkommunikatoren gehen davon aus, dass wir Menschen alle einen sechsten Sinn besitzen. Über diesen berühmten sechsten Sinn können wir mit den Tieren kommunizieren, aber auch mit anderen Menschen. Über alle Orte und physikalischen Grenzen hinweg. Wie ein Telefonat. Nur dadurch, dass der Kommunikator die Worte, Gedanken und Energien des Lebewesens „empfängt“, das er anfunkt.

  • Tierkommunikation meint in diesem Sinne also immer die telepathische non-verbale Verbindung zwischen Tier und Mensch
  • Die Übertragung von Gedanken und Gefühlen von Lebewesen zu Lebewesen dank des sechsten Sinnes, den wir Menschen laut der Tierkommunikation immer mehr haben verkümmern lassen

Als Beispiel für die Echtheit dieses Sinnes werden Naturvölker genannt, die ihr Leben von diesem Sinn mitbestimmen lassen oder Mütter die intuitiv wissen, was ihr Baby braucht oder die Situation, dass man an jemanden denkt und genau diese Person sich dann kurze Zeit später meldet. Oder die Stimmungen, die wir von anderen Menschen auffangen können, ohne, dass sie diese geäußert haben.

Carey schnuppert freude

Kann jeder Tierkommunikation lernen?

Aus der Sicht vieler Tierkommunikatoren kann es jeder lernen. Es ist ein bisschen wie Meditieren lernen, sagen die Macher. Man sollte frei von Emotionen sein, die Natur und die Tiere lieben und wertschätzen und offen sein. Man muss sich darauf einlassen, die eigene innere Ruhe finden und sich öffnen. Dann würden die Gedanken des Tieres von alleine zu dem Kommunikator finden. Dafür braucht es nur ein Foto, den Namen und das Alter des Tieres, um das es gehen soll.

Das müsse man dann oft genug üben. Zuerst an beweisbaren Aussagen wie Fütterung, Haltung oder Krankheiten des entsprechenden Tieres. Wenn da langsam Sicherheit kommt, könne man sich an die Nicht-Beweisbaren Aussagen herantasten. Wichtig ist wohl, dass man es unbedingt lernen will und bedingungslos daran glaubt. Zweifelt man, stehen die Zweifel der Kommunikation im Weg. So zumindest liest man das auf verschiedenen Webseiten und Expertenforen.

Mehr zu der Frage, wie man Tierkommunikation lernen kann, erfährst du dann im zweiten Teil dieses Beitrags – die Ausbilderin Karin Müller erklärt in einem ausführlichen Interview wie du Tierkommunikation lernen kannst.

Tierkommunikation – ja oder nein?

Für mich ist diese Frage leicht zu beantworten. Ich bin durchaus ein Mensch, der an Energie und Schwingungen glaubt – aber für mich müssen alle Betroffenen anwesend sein. Dann kann diese Energie Schwingungen auslösen und Mikrobewegungen in Gesicht und Muskulatur auslösen, die wiederum intuitiv gelesen werden können. So funktioniert für mich Tierkommunikation vereinfacht gesagt.

Ganz anders die Tierkommunikation über Entfernungen hinweg via Foto – zwischen Fremden. Nehmen wir mal die vorhin kurz angesprochenen Argumente für den sechsten Sinn. Die Naturvölker, die Mutter-Kind-Beziehung und die bedachte Person, die sich meldet. Alles Teil des sechsten Sinns? Wer weiß…Ich könnte an alle diese Dinge glauben und dann werde ich sie alle mit meinem sechsten Sinn deuten. Ich könnte sie aber auch mit dem Kopf durchdenken und widerlegen.

  • In dem ich zum Beispiel erwähne, dass die Naturvölker sich nicht von ihrem sechsten Sinn, sondern von ihrem Erfahrungsschatz und der gelebten Nähe zur Natur leiten lassen.
  • Ich könnte sagen, dass Mütter natürlich wissen, was ihr Baby braucht, weil sie von der Natur dafür gemacht wurden und mit der Zeit die Zeichen ihres Babys deuten lernen und Babys ehrlich gesagt auch nicht allzuviele verschiedene Bedürfnisse haben.
  • Und ich könnte fragen, ob sich die bedachte Person vielleicht auch meldet, weil man sich schon länger nicht gehört hat und es deswegen an der Zeit war oder man es nur dann verblüffend findet, wenn sie sich wirklich meldet – zufällig – aber die 10 mal, die man an sie gedacht hat und sie sich nicht gemeldet hat einfach vergisst.
  • Oder dass es nur normal ist Stimmungen von Menschen zu spüren, die um uns herum sind, weil sie diese Stimmungen durch Mikrogesichtsausrücke und Körpersprache vor sich hertragen.

Du siehst also – Tierkommunikation ist vor allem eines: Glaubenssache! Ich will dir diesen Glauben mit dem Artikel nicht nehmen, wenn du ihn brauchst oder schon in dir trägst.

Warum ich diesen Artikel trotzdem schreibe? …fragst du dich vielleicht?

  • Weil dieses Thema unglaublich viele Menschen bewegt und interessiert
  • Weil ich denke, dass es wichtig ist auch die kritische Seite zu beleuchten
  • Weil das Thema Berechtigung hat, auch wenn es nicht MEIN Thema ist
  • Weil Tierkommunikation auch Gutes bewirken kann – auch wenn ich nicht daran glaube. Wie? Das verrate ich dir in meinem Fazit.
  • Weil es wichtig ist zu sagen, dass auch viele Scharlatane in dem Bereich unterwegs sind, die den Leuten nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen und man deswegen genau schauen muss, wem man sein Vertrauen und sein Geld gibt

Ich werde einfach schildern, wie ich die Tierkommunikation empfunden habe, auf die ich mich für den Artikel eingelassen habe und mein persönliches Fazit beschreiben sowie begründen. Wie ich das meine schreibe ich dir jetzt, nachdem ich dir meine Erfahrung geschildert habe.

Wie läuft Tierkommunikation ab – ein praktisches Beispiel

Jessica von TIER-W-ISH“ hatte mich angeschrieben und gefragt, ob ich über das Thema berichten will. Alles in mir hat sich erst dagegen gesträubt. Dann habe ich einige Tage darüber nachgedacht und mich mit dem Thema beschäftigt und beschlossen es doch zu machen.

Warum? Weil ich finde, dass man erst über etwas urteilen soll, wenn man es ausprobiert hat. Und weil ich denke, dass es so viele Menschen interessiert – gerade Pferdebesitzer – dass ich eine Meinung dazu haben will, die auf Erfahrungen beruht und nicht auf Halbwissen und spontaner Ablehnung. Auf meine Frage, wie sie sich das vorstellt, weil sie ja mein Blog lesen und so sehr viel erfahren kann, meinte sie, dass sie bewusst nichts gelesen hat. Darauf habe ich mich einfach verlassen, mich darauf eingelassen und Jessica die gewünschten Daten geschickt.

Tierkommunikation – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Jessica wollte ein Foto meines Pferdes, seinen Namen und sein Alter wissen. Das sollte ich in einer ersten Email schicken. In einer zweiten Email sollte ich dann meine Fragen an mein Pferd schicken. Das sollte ich deswegen so handhaben, dass sie sich erst einmal auf eine „Unterhaltung“ mit einem Pferd einlassen kann, ohne durch meine Wünsche oder Fragen im Kopf vorbelastet zu sein.

Hier ist das Foto, das ich ihr geschickt habe:

Carey Zauberpferd Pferd

Die weiteren Infos waren ihr Alter (5 Jahre) und ihr Geschlecht (Stute). Mehr Infos zu meiner Stute hat sie nicht bekommen.

Hier sind meine Fragen an Carey:

  1. Wie findest du Ronja?
  2. Bist du glücklich in deiner Herde oder hast du Stress?
  3. Soll ich dich mehr fordern oder lieber weniger – körperlich wie in der Art der Kommunikation?
  4. Was wünscht du dir von mir in Sachen Verhalten und Kommunikation?
  5. Wenn du manchmal schlechte Laune hast oder kurz mal negative Energie loswirst – liegt es an körperlichen Problemen oder an etwas anderem?
  6. Wo zwickt es bei dir genau? Ist es wirklich der Magen? Oder die Schulter? Ahnst du woran es liegen könnte?

Zu der Frage 1 für dein Verständnis: Ronja ist Careys Boxennachbarin, mit der sie sich einen Laufstall teilt. Ronjas Besitzerin und ich haben sie aus einer großen Stutenherde zusammen in den Laufstall umgezogen und ich wusste nicht wie die beiden zueinander stehen. Zum Zeitpunkt der Tierkommunikation war der Umzug noch nicht vollzogen und die beiden standen noch zusammen in der großen Herde im alten Stall.

Alle anderen Fragen erklären sich vermutlich einigermaßen von selbst.

Einige Tage später kamen dann die „Antworten“ meines Pferdes in Form eines PDFs – Jessica hatte sozusagen nach eigenen Angaben die „Unterhaltung“ mit Carey handschriftlich mitgeschrieben.

Ich packe dir das PDF in den Artikel mit rein – dann kannst du dir ein eigenes Bild davon mache, wie so eine fertige Kommunikation von Jessica aussieht und was Carey – meine Stute – ihr alles über sich erzählt haben soll. Als ich Jessica übrigens gefragt habe, ob es für sie okay wäre, dass ich dieses PDF veröffentlich, schrieb sie mir, dass sie erst Carey um Erlaubnis gebeten habe und diese geantwortet hat, dass es für sie okay sei und sie die Idee gut findet. Sonst hätte Jessica die Veröffentlichung abgelehnt, meinte sie.

HIER kannst du dir die Kommunikation mit Carey anschauen – einfach auf den Link klicken und das PDF öffnen

So – jetzt kennst du also die Fakten aus der Tierkommunikation.

Stimmt die Tierkommunikation mit der Realität überein?

Ich muss gestehen, dass Jessica mich erst ein bisschen verblüfft hat.

  • Die Charakterbeschreibung von Carey war ziemlich zustimmend und hat mir beim Lesen schon kurz ein merkwürdiges Bauchgefühl verschafft.
  • Carey ist eine sanfte Diva, sie kann manchmal ziemlich plötzlich explosiv sein und sie ist sich selbst ziemlich nahe. Definitiv nicht der mütterliche Typ und auch kein Pferd das gefallen will. Sondern ein Pferd, das selbstsicher, fein, sanft, aber auch bruddelig, explosiv, schlecht gelaunt und Divenhaft sein kann.
  • Sie ist bei der Freiarbeit meist gelassener als bei der Kappzaumarbeit oder am Knoti. Also Freiheitsliebe ist ein Thema bei Carey. Insofern lag Jessica da gar nicht so schlecht.

Andererseits – als Kritikerin, die ich bin – könnte ich auch sagen, dass ich ihr ein Foto meines Pferdes geschickt habe, das Carey ziemlich gut repräsentiert und ihren Charakter deutlich zeigt. Außerdem habe ich in einer Frage ja schon angedeutet, dass sie explosivere und schlecht gelauntere Momente haben kann. Plus: diese Charaktereigenschaften kann man natürlich bei vielen Pferden mehr oder weniger ausgeprägt entdecken. Nichtsdestotrotz war ich erst einmal ziemlich beeindruckt.

Carey Pferd

Falsche Fakten in der Tierkommunikation

Dann aber kamen die Fakten und da lag Jessica mindestens bei der Hälfte falsch. Wenn du das PDF gelesen hast, dann weißt du ja, was meine Stute Jessica “erzählt” hat – ich schreibe hier also nur, was daran nicht gestimmt hat, um das Ganze etwas abzukürzen eine sehr geraffte Zusammenfassung der Punkte:

  • Punkt 1: Carey hat erzählt, dass sie zufrieden sei in der Herde und ihre Kumpels möge: Weder stand meine Stute jemals bei Wallachen. Noch war sie in ihrer Herde zufrieden. Sowohl ich, als auch mein Tierarzt als auch meine Osteopathin als auch der Hufpfleger haben unabhängig voneinander festgestellt, dass Carey unter Schmerzverspannungen und Stresssymptomen leidet. Sehr wahrscheinlich wegen der zu großen Herde auf zu wenig Platz und wegen falscher Fütterung. Aufgrund all dieser Dinge, die sich vor allem diesen Winter verschlechtert hatten, sind wir vor kurzem in einen anderen Stall gezogen. Seitdem geht es Carey besser. Die sich im alten Stall verschlechterte Herde und deren Missstimmungen untereinander war also Teil der Probleme im Schulter und Rückenbereich. Da Carey viel diskutieren musste und Magenprobleme hatte, strahlte das alles in diesen Bereich aus. Dass Jessica aber genau die Schulter als Schmerzbereich im Körperscan erwähnt verblüffte mich trotzdem nicht, ich hatte sie ja schon in eine meiner Fragen integriert.
  • Punkt 2: Carey hat von Ronja als mein Kind gesprochen: Auch bei Ronja lag sie falsch. Ronja ist nicht mein Kind, sondern ihre Stallgenossin. Eine Stute, mit der sie sich jetzt einen Laufstall teilt. Damals hatte ich die Frage eingebaut, weil ich neugierig war ob vielleicht doch eine Einschätzung kommt, die mir Beruhigung verschafft aufgrund des geplanten Umzuges.
  • Punkt 3: Carey soll von einem unpassenden Sattel erzählt haben: Bei dem Thema „unpassender Sattel“ konnte ich auch keine Übereinstimmung finden. Carey hatte bislang nur einen Fellsattel auf ihrem Rücken – der hat keinen Baum, kann also nicht drücken. Geritten wird sie bis heute nicht wirklich. Ich saß erst rund 10 mal auf ihrem Rücken und da bis auf einmal komplett ohne Sattel und auch nur für 3 – 5 Minuten. Da Carey diese merkwürdigen Schmerzsymptome zeigte, weshalb ich auch mit ihr umgezogen bin, hatte ich das Anreiten über den Winter wieder gestoppt. Zum Zeitpunkt der Tierkommunikation wurde sie also seit Monaten nicht geritten. Und davor auch so kurz und ohne Sattel, dass diese Gedanken einfach keinen richtigen Sinn ergeben haben.

Soweit also meine Erfahrung mit einer Tierkommunikation. Es gab Übereinstimmungen, aber auch falsche Fakten.

Mein Fazit – Tierkommunikation: Humbug oder Hilfreich?

Ich persönlich glaube auch nach der persönlichen Erfahrung nicht an die Tierkommunikation und fühle mich in meiner Haltung diesem Thema gegenüber bestätigt. Mir erscheint es absurd, dass jemand mit meinem Tier über die Ferne via „Foto telefonieren“ kann.

Ich finde auch, dass die Tierkommunikation die Tiere in ihren Gedanken und der Art und Weise, wie zum Beispiel auch mein Pferd laut Jessica denken und reden soll, vermenschlicht. Allerdings verteufle ich es nicht und fand Jessica beeindruckend nett, unesoterisch und offen meiner Kritik gegenüber. Ich würde sie also unbedingt weiterempfehlen, wenn jemand das anders sieht als ich und eine Tierkommunikation machen möchte.

Trotzdem: Es gibt weder wissenschaftliche Studien zu diesem Thema, noch die Garantie, dass es funktioniert. Es ist etwas, das man glaubt oder nicht und irgendwie sprießen die Tierkommunikatoren geradezu aus dem Boden. Überall begegnet dir dieses Thema und jeder erzählt dir wie leicht man es lernen kann, weil es in uns allen liegen würde.

Neben der Tatsache, dass einige sehr esoterisch angehauchte Menschen gibt, die ganz schön viel Geld dafür nehmen, dass sie dir etwas von deinem Tier erzählen wollen. Es gibt da auch sogenannte Tierkommunikatoren die sich nicht scheuen konkrete gesundheitliche Ratschläge zu geben, bis hin zu medikamentösen Behandlungen. Dieser Schuss kann leider richtig nach hinten losgehen. Deswegen solltest du ganz genau schauen, wem du dein Vertrauen schenken willst und wem nicht und ob du alle Ratschläge annehmen willst, die dir da gegeben werden. Du solltest immer auch deinen gesunden Menschenverstand befragen und niemanden blind folgen. Aber das gilt ja für alles im Leben.

Ich denke, dass so eine Tierkommunikation viel mit menschlichem Einfühlungsvermögen des Tierkommunikators zu tun hat und mit selektiver Wahrnehmung.

Der Mensch ist so verblüfft über die Aspekte, die stimmen könnten, dass er ganz übersieht, dass einiges auch nicht stimmt. Gleichzeitig gibt es ja immer eine Begründung, warum die Kommunikation doch stimmen könnte.

Entweder sprechen die Tiere dann eben in Rätseln oder der Schmerzpunkt liegt vielleicht doch ein bisschen anders als gesehen oder wie im Fall von Ronja hat sich dann der Kopf der Tierkommunikatorin fälschlicherweise eingeschaltet. Das schrieb Jessica mir nämlich sehr ehrlich und selbstkritisch auf meine ehrliche Rückmeldung zur Kommunikation. Sie ist durchweg sympathisch, glaubt an das, was sie macht und will nur das Beste für die Tiere erreichen, Ein Teil ihres Honorars spendet sie zum Beispiel immer an gute Tierzwecke.

Dann muss ich mich aber fragen, wie echt die Kommunikation sein kann und ob sie wirklich von meinem Pferd kommen kann, wenn der Kopf der Tierkommunikatorin dann etwas hört vom Pferd, was gar nicht stimmen kann – wenn sich also der Kopf einfach einschalten kann in die „Unterhaltung“.

Welche Form der Tierkommunikation für mich funktioniert

Ich glaube vor allem an eine Form der Tierkommunikation: Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier vor Ort – wenn sie sich gegenüberstehen, aufeinander eingehen, die gegenseitige Körpersprache lesen und miteinander in einem Gespräch sind. Die Energie, die zwischen zwei Lebewesen schwingen kann, wenn sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind und so miteinander agieren.

Warum ich Tierkommunikation nicht komplett verteufele

Was ich aber auch sehe ist, was eine ehrliche und wertschätzende Tierkommunikation bewirken kann. Wenn jemand wie Jessica, die ja auch wirklich daran glaubt und mit Herzblut an die Sache herangeht, sich in den Menschen und das Tier einfühlt und dem Tier gefühlt eine Stimme verleiht.

Meist melden sich ja sicher Menschen, die einfach ein Problem mit ihrem Tier haben und hoffen so mehr zu erfahren. Die vermeintlichen Gedanken des Tieres können den Menschen ja auch sensibilisieren dafür, dass Tiere eine Persönlichkeit haben und ich glaube schon, dass danach etwas mehr Achtsamkeit und Geduld und Verständnis im Raum sind, wenn Mensch und Tier zusammenarbeiten. Mehr als vorher vielleicht, wenn jemand daran glaubt.

Bei Carey beispielsweise hat mich in der Kommunikation berührt – ob ich wollte oder nicht – dass ihr ihre Temperamentsausbrüche leid tun sollen und dass sie eine Aufgabe haben soll. Nämlich mich, indem sie mir durch ihren unerschütterlichen Egoismus meinen Perfektionsmus und meine Harmoniesucht spiegelt.

Denn sie ist für mich so etwas wie ein Seelenpferd oder Herzenspferd. Bei all den anstrengenden Momenten, die so ein wildes freies und individuelles Wesen haben kann, ist sie mir sehr ähnlich. Und spiegelt mir deswegen einiges. Und sie ist, bei all ihrer Selbstliebe und Individualität und dem – ich nenne es mal – leichten Egoismus, doch sehr zugewandt.

Kommt, wenn ich sie rufe, brummelt manchmal sogar, agiert anders bei Osteo und Co wenn ich dabei bin und gibt sich mehr Mühe bei mir als bei meiner Trainerin, wenn wir etwas probieren. Alles kleine Zeichen, dass ich ihr auf irgendeine Art und Weise etwas zu bedeuten scheine. Deswegen hat mich das schon auch ein bisschen berührt, was in dem „Gespräch“ zwischen ihr und Jessica zu lesen war.

Gleichzeitig treffen diese Charaktereigenschaften ja irgendwie auf viele Pferde zu und ich kann mir ein bisschen das herauslesen, was ich ohnehin lesen will oder selbst schon glaube. Insofern ist so eine Kommunikation auch immer etwas vage und die Empfehlungen sind auch sehr allgemeingültig.

Weil ich ein Freund der Wissenschaft bin und einiges stimmte, vieles aber nicht – glaube ich vielmehr, dass ganz viel selektive Wahrnehmung in so einer Tierkommunikation steckt und viel gute Intuition und Tiermimiklesen seitens der Tierkommunikatorin.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube nach wie vor nicht daran, dass jemand mit meinem Tier reden kann – auf so menschliche Art und Weise zudem – der es noch nie gesehen hat und nur ein Foto in seinen Händen hält. Aber ich glaube trotzdem, dass das Thema seine Berechtigung hat und vielen Pferd-Mensch-Beziehungen helfen kann durch die Stimme, die Achtsamkeit und den Fokus, der für das Tier geschaffen wird.

Jessica hat eine sehr wohlwollende Art die vermeintlichen Gedanken von Carey zu formulieren und das schafft wiederum eine wohlwollende Atmosphäre für Pferd und Mensch – wenn man daran glaubt. Und nur weil ich nicht daran glaube, will ich auch nicht verneinen, dass es nicht eine weitere andere Wahrheit geben kann.

INFO: Du kannst Jessica auch buchen, wenn du selbst dem Thema gegenüber offen ist oder interessiert bist und es anders siehst als ich. Sie ist sehr professionell und pro Tier. Ich kann sie also absolut empfehlen – auch wenn ich selbst nicht daran glaube. HIER auf ihrer Webseite findest du alle Informationen, die du brauchst.

Deswegen gibt es jetzt noch zwei Interviews für dich. Ein Interview mit der Tierkommunikatorin Jessica von tier-w-ish darüber, wie sie so eine Tierkommunikation angeht, warum sie daran glaubt und weshalb sie das macht. Und ein Interview mit Karin Müller, bekannte Buchautorin und Tierkommunikatorin und Ausbilderin in Sachen Tierkommunikation, darüber, wie man Tierkommunikation lernen kann – wenn man es denn will.

Interview mit der Tierkommunikatorin Jessica von TIER-W-ISH über den praktischen Ablauf, ihre Grundsätze und Gespräche mit Tieren

Pferdeflüsterei.de: Starten wir mal in die Praxis: Du bekommst ein Foto und dann telefonierst du das Tier an – in meinem Fall habe ich dir ein Foto von Carey geschickt. Wie genau hast du Kontakt mit Carey aufgenommen? 

Jessica (TIER-W-ISH): Das ist ganz simpel, ich schaue mir das Bild an, begrüße das Tier und los geht’s… Tiere sind Experten auf dem Gebiet der Telepathie, weil sie sich viel dadurch verständigen und so ist es sehr einfach sich mit ihnen zu verbinden, wenn man in der Lage ist seinen Kopf auszuschalten.

Pferdeflüsterei.de: Sitzt du dann da und starrst auf das Bild und wartest? 

Jessica (TIER-W-ISH): Ich schaue mir das Bild meist nur am Anfang und zwischendurch kurz an. Es geht nur darum zu wissen welches Tier genau gemeint ist – wie die von dir bereits angesprochene Telefonnummer. Warten muss ich selten.

Pferdeflüsterei.de: Setzen wir mal voraus, dass du Recht hast und es wirklich funktioniert: Was kommt da bei dir an? Ganze Sätze? Gedanken? Oder einfach nur Gefühle? Wie Wörter in deinem Kopf?

Jessica (TIER-W-ISH): Ich bekomme etwas erzählt mit der ganz individuellen und persönlichen Stimme des Tieres und das schreibe ich mit nach der Devise nichts hinzufügen, nichts weglassen. Wenn ich zwischendurch Bilder sehe – was bei mir eher selten vorkommt – schreibe ich das dazu und wenn ich ein körperliches Gefühl habe ebenfalls. Beim Körperscan kommt das öfter vor und ich kann das Tier dazu einladen mir mit meinem Körper zu zeigen wo der Schuh drückt. Bei anderen Tierkommunikatoren ist es jedoch andersherum der Fall, manche sehen nur Bilder oder bekommen in erster Linie die Empfindungen mitgeteilt. Jeder Kontakt zischen Mensch und Tier ist individuell. Was jedoch immer identisch und vorhanden ist, sind die Emotionen die ganz automatisch vermittelt werden, weil man mit dem Tier verbunden ist und somit in es hinein spüren darf.

Pferdeflüsterei.de: Wie soll das denn funktionieren? Ich meine, du kennst das Tier nicht – das Tier kennt dich nicht – wie soll da bitte eine Verbindung entstehen nur durch ein Foto?

Jessica (TIER-W-ISH): Durch Telepathie – es ist unser 6. Sinn der uns verbindet und es geht „nur“ darum diese Verbindung wahrzunehmen. Das Foto zeigt mit wem man sich verbinden möchte. Bei meinen eigenen Tieren benötige ich dementsprechend kein Foto, weil ich sie gut kenne und so automatisch immer beim richtigen Tier lande.

Pferdeflüsterei.de: Ich finde ja auch verwunderlich, dass es IMMERIMMER klappen soll. Ich meine – um bei dem Telefonbild zu bleiben – manchmal will jemand ja auch keine Verbindung oder ist nicht anwesend oder hat keine Lust zu quatschen. Ist das nicht auch ein Zeichen dafür, dass alles in deinem Kopf entsteht?

Jessica (TIER-W-ISH): Es kann durchaus sein, dass das vorkommt. Bei mir war es bis jetzt nicht der Fall. Ich glaube weil es für Tiere völlig normal ist auf diese Weise zu kommunizieren und auch weil sie sehr dankbar sind dafür, dass ihre Worte Gehör finden. Es gibt jedoch auch kurze Gespräche und sehr lange, nicht jedes Tier ist gleichermaßen mitteilungsfreudig und nicht jedes traumatisiertes Tier möchte über seine schlimmen Erfahrungen berichten, andere sind dankbar es loswerden zu können.Wenn in der Gruppe mit einem Tier gesprochen wird, kommt es durchaus häufiger vor, dass ein paar Tierkommunikatoren einen „Korb bekommen“ und das Tier nur kurz kundtut, dass es genug zu tun hat oder eben keinen Gesprächsbedarf mehr hat oder ähnliches.

Pferdeflüsterei.de: Ich bin ja bekennende Skeptikerin und glaube trotz allem nicht daran, dass du wirklich Kontakt mit dem Tier aufnimmst, sondern vielmehr, dass das deine Interpretationen des Fotos sind, das ich dir geschickt habe. Nehmen wir das Bild als Beispiel: Da schaut mein Pferd ziemlich herausfordernd und frech in die Kamera. Natürlich bekommst du dann genau dieses Bild von ihrer Persönlichkeit. Ist es nicht vielmehr so, dass ich als Besitzer vielleicht ein Foto schicke, das mein Bauchgefühl bestätigen soll und die Tierkommunikation dann deswegen ein Stückweit funktioniert? 

Jessica (TIER-W-ISH): Ich habe oft Gespräche mit Tieren die eine lange traurige Vergangenheit haben von der auf einem Foto aus aktueller Sicht nichts zu erkennen ist und dennoch berichten sie mir davon. Es gibt andersrum Fotos aus glücklichen Zeiten und aktuelle Geschichten voller Trauer. Es ist dementsprechend egal, wie das Tier auf dem Foto aussieht. Die meisten Menschen stellen mir jedoch genau diese Frage, weil sie es sich anders nicht erklären können.

Pferdeflüsterei.de: Jetzt stimmte ja etwa die Hälfte der Fakten nicht – wie erklärst du dir das? 

Jessica (TIER-W-ISH): Gar nicht 😀 Denn das kann ich gar nicht – ich bin nicht das Tier, d. h. ich muss nehmen was kommt 😉 Ich kann lediglich aus meiner Erfahrung heraus, wie sich in der Vergangenheit Dinge erklärt haben, zu einem Perspektivenwechsel anregen. Eigentlich ist es jedoch nicht meine Aufgabe zu bewerten oder interpretieren sondern lediglich die Empfindungen des Tieres weiterzugeben. Man muss immer bedenken, dass es bei den Tieren ist wie bei den Menschen, jeder lebt ein Stück weit seine eigene Realität.

Ich habe viele Male erlebt wie mir Dinge berichtet wurden, die ich nicht wissen konnte und deshalb glaube ich an die Tierkommunikation und mein Fokus liegt auf den Dingen die passen und ich verlasse mich darauf, dass in dem Rest eine Wahrheit liegt, die wir momentan einfach (noch) nicht fassen können. Es ist schon vorgekommen, dass ein Tier etwas berichtet hat und es nicht gepasst hat und dann der Kumpel in der Box nebenan ein paar Tag später genau das beschriebene Problem hatte. Die Wahrheit liegt manchmal dazwischen und ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Pferdeflüsterei.de: Letztlich „vermenschlicht“ die Tierkommunikation die Tiere auch ein stückweit – war zumindest mein Gefühl beim Lesen des Textes, den Carey dir „diktiert“ haben soll. Du sprichst ihr Gedanken und Eigenschaften zu, die ziemlich Menschlich sind. Da kommt in meinem Kopf der Gedanke auf, dass auch das ein Zeichen dafür ist, dass viel aus dir kommen muss. Denn Pferde sind zwar Gefühlswesen und Harmoniewesen und haben Seele und Emotion, aber sie sind doch auch Instinktgeleitet und haben nicht so menschliche Gedankenwelten…

Jessica (TIER-W-ISH): An dieser Stelle wäre die Antwort auf die Rückfrage woher du das weißt spannend 😉 Denn ich bin absolut anderer Meinung. Jedes Tier hat seine Instinkte und handelt oft primär danach doch ich glaube die Seele macht keinen Unterschied in welchem Körper sie sich befindet. Natürlich steckt jedoch in jedem Gespräch auch etwas von mir sonst wäre nicht jedes Gespräch mit jedem Tierkommunikator anders. Es geht jedoch um das Gefühl und das große Ganze, das vermittelt wird.

Pferdeflüsterei.de: Sprichst du auch mit deinen Tieren? Wie muss ich mir das dann vorstellen: Stellst du dich vor sie und meditierst oder ist Kommunikation da konkreter?

Jessica (TIER-W-ISH): Ich spreche natürlich mit meinen Tieren, wahrscheinlich wie jeder Tierbesitzer, im alltäglichen Dialog. Doch bei einem „richtigen Gespräch“ ist es bei mir so, dass mir tatsächlich mein Kopf im Weg steht und ich mir selbst nicht recht traue. Anders ist es, wenn ich im Urlaub bin, weil ich dann weit genug weg bin und ich nicht weiß wie es aktuell bei meinen Süßen aussieht.

Pferdeflüsterei.de: Verstehe mich nicht falsch – ich glaube absolut an Energie und Schwingungen und kleinste Körpersprachliche Zeichen. Ich bin mir absolut sicher, dass unsere Tiere mit uns kommunizieren – aber eben auf ihrer Ebene und mit ihrer Körpersprache oder mit den Antworten, die wir ihnen geben, wenn wir konkret vor ihnen stehen. Mein Kater sagt mir, wann er gebürstet werden will und meine Katze spürt auch, wenn es mir nicht so gut geht und tröstet mich dann mit einer Kuschelrunde. Mein Pferd sagt mir, was sie mag und was sie nicht mag und kann entspannen, wenn ich entspannen kann – das alles ist Fakt für mich. Aber ich kann einfach nicht daran glauben, dass mein Pferd einen „Anruf“ von dir bekommt und sich dann alles frank und frei in so konkreten Worten von der Seele quatschen soll…

Jessica (TIER-W-ISH): Ich sehe es nicht als meinen Auftrag jemanden von der Tierkommunikation zu überzeugen, ich möchte den Menschen dieses Thema lediglich näher bringen um es ihnen als Möglichkeit aufzuzeigen. Es ist eine Möglichkeit etwas für das Tier und die Beziehung zwischen Mensch und Tier zu verbessern. Nicht alle Menschen haben eine klare Sicht auf die Dinge, viele sitzen viel zu dicht vor ihrer persönlichen Leinwand, um erkennen zu können was falsch läuft. Wenn man Skeptiker sein möchte, hat etwas wie die Tierkommunikation sicher keine Chance, weil man vieles zerreden und nichts beweisen kann. Es ist eine Entscheidung wie man die Welt sieht und was man für möglich hält und was nicht. Dasselbe Gespräch mit seinem Tier hat für jemanden der daran glaubt einen großen Wert und wird sich positiv auf sein Leben auswirken; für jemanden der nicht daran glaubt hat es wahrscheinlich gar keinen Wert. Möchte man sich, seinem Herzen, seinem Tier nun die Chance für einen positiven Wandel geben oder ist es einem wichtiger was der Verstand oder das Ego sagt? Es ist alles eine Sache der Perspektive – nicht nur bei der Tierkommunikation sondern immer.

Pferdeflüsterei.de: Vielen Dank für das offene Interview und dass du dich auch auf meine kritische Sichtweise eingelassen hast.

HIER kannst du übrigens noch einen Artikel zum Thema nachlesen – bei Pferde-freunde.de

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10 Kommentare zu “Tierkommunikation! Esoterischer Humbug oder wirklich hilfreich?

  1. Miriam sagt:

    Manchmal wünschte ich mir, dass ich mit meinen Tieren sprechen könnte. Dass sie mir Antworten auf Fragen geben könnten. Aber ehrlich gesagt ich glaube nicht daran. Ich glaube daran, dass man, wenn man dafür offen ist sehr viel von seinen Tieren erfährt und dasss diese leiseste Schwingungen wahrnehmen. Ich glaube an Achtsamkeit und gegenseitiges Spiegeln. Aber ich glaube nicht, dass Tiere in dieser Art reden. Wenn ich meine Tiere untereinander beobachte, stelle ich fest, dass sie "Sprache" nicht benötigen. Sie reden über Körpersprache miteinander und gehen nach den Empfindungen des anderen.
    Ich finde es okay, wenn jemand dran glaubt und dadurch die Beziehung zu seinen Tieren verbessert wird, aber ich persönlich kann damit nichts anfangen und denke ganz einfach, dass ich auf der Ebene mit meinen Tieren kommuniziere, die wir zur Verfügung haben.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, ohja – wie oft ich mir das wünsche. Es wäre so schön und so einfach. Aber ich denke im Grunde genau wie du. Ausprobieren wollte ich es trotzdem, einfach um mir eine konnkrete Meinung bilden zu können. Auf jeden Fall bis bald und liebe Grüße an dich und deine Fellbande, Petra

  2. Jule sagt:

    Liebe Petra,
    vielen Dank für diesen Artikel! Er kommt für mich gerade zur richtigen Zeit. Toll dass dein Artikel so viel Transparenz zulässt.
    Ich muss sagen, ich stehe dem ganzen Thema recht offen gegenüber, wenn es um einem persönlich bekannte Tiere geht. Ich glaube an die Komminukation zwischen Mensch und Tier, auf der Ebene, auf der du sie auch in vielen deiner Berichte beschreibst und ich glaube auch dass es mehr gibt, als für uns sichtbar ist. So beschäftige mich in letzter Zeit auch mit dem Thema der Tierkommunination – in dem ich mich durchs Internet lese und auch mal ein kostenloses Webinar mitmachte. (Ein Praxisbuch oder kostenpflichtigen Kurs habe ich mir nicht geleistet, weil ich nicht ganz überzeugt bin.) Doch war es für mich immer sehr undurchsichtig und das förderte meine Skepsis eher. Für mich ist die Sache mit dem Foto auch sehr schwierig zu glauben, denn das würde ja bedeuten, dass man mit dem Foto auch die Seele eines Tieres ablichtet. Andernfalls könnten es ja häufig zu Verwechslungen kommen. Viele Tiere ähneln sich sehr und sind anhand eines Fotos nicht auseinander zu halten. (Man bedenke hier nicht nur Pferde sondern auch Igel, Raben uvm)
    Ich denke in gewisser Weise kann es schon funktionieren, wenn man sich auf sein innerstes und ursprünglichstes Gefühl einlässt und sich so seinem eigenen Tier gedanklich annähert.
    Man merkt, ich selbst bin noch zu keiner gefestigten Meinung gekommen.
    Ich freue mich umso mehr auf das nächste Interview!

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Jule, wir sehen das im Grunde ähnlich. Ich glaube an Energie und nonverbale Kommunikation, wenn man sich gegenüber steh, aber ich tue mich schwer damit daran zu glauben, dass jemand anhand eines Fotos mit meinem Pferd sprechen kann und meine Stute dann auch noch so menschliche Formulierungen und Gedanken wählen würde. Aber letztlich werden wir es wohl nie genau wissen 😉 Ganz liebe Grüße, Petra

  3. Ricarda Schmidt sagt:

    Mein Aaron, seines Zeichens Haflingerwallach, lebt jetzt seit 2 1/2 Jahren mit 6 anderen Pferden zusammen in einem Offenstall! Als ich ihn kaufte, war er schon 16 Jahre alt und wahrscheinlich schon durch viele Hände gegangen! Da im Impfpass nur der Tierarzt, der ihn in der Erstuntersuchung erfasst hatte und die vorletzte Besitzerin eingetragen waren, ließ sich leider nicht nachvollziehen, wie viele Besitzer er schon gehabt hatte und wo er schon alles gewesen war! Von der letzten Besitzerin wusste ich auch nur, dass sie ihn von der Halterin davor nach nur einem halben Jahr gekauft hatte und das Anfangs alles gefährlich mit ihm war, sei es das Holen von der Weide oder das Putzen und die anderen eigentlich selbstverständlichen Dinge!
    Vor etwas mehr als einem Jahr bekamen wir dann eine neue Einstellerin in unsere Gruppe und sie war grade dabei, sich in Sachen Tierkommunikation selbstständig zu machen! Aus reiner Neugier bat ich sie dann eines Tages mal, um eine solche Kommunikation mit meinem Aaron! Ihr selbst hatte ich vorab nichts erzählt, was ich über die Vorbesitzerin wusste und so ging sie also völlig unvoreingenommen an die Sache heran!
    Nachher erzählte sie mir dann, dass Aaron schon im Fohlenalter früh von seiner Mutter getrennt wurde und dass er in einem Stall mit Betonwänden gehalten und auch geschlagen wurde! Auch von einem längeren Transport erzählte sie mir!
    Mit diesen Informationen wandte ich mich dann nochmals an seine Vorbesitzerin und erfuhr dann von ihr, dass er wohl über einen Tiertransport aus Polen zu der Besitzerin vor ihr gekommen war!
    Zusammen mit ihrer Info, dass anfangs alles mit Aaron gefährlich war, ergab das schon ein passendes Gesamtbild! Und darüber war ich dann schon verblüfft, zumal es auch, wie in deinem Fall, eine Kommunikation über ein Foto war!
    Informationen über Aarons Charakter bekam ich nicht, nur halt noch die Aussage, dass er die jetzige Herde und den Offenstall "okay" findet!
    Ich nahm diese ganzen Infos dann einfach nur für mich, um ihn und manche seiner Verhaltensweisen besser zu verstehen, um ihn in einem richtigeren und gelasseneren Licht zu betrachten! Und heute, nach fast 2 1/2 Jahren, kann ich sagen, dass sich gegenüber der Anfangszeit vieles verbessert hat und ich auch einfach fühle, dass er inzwischen wirklich heimisch geworden ist und sich somit wahrscheinlich auch wohl fühlt!
    Ich kann mir unter`m Strich schon vorstellen, dass Pferde auch eine "Sprache" neben der Körpersprache haben, die wir nur leider nicht sprechen und verstehen können und es gibt immer wieder Situationen, in denen ich denke "wenn du mir jetzt mit Worten sagen könntest, was ich falsch mache oder wie es dir geht"!
    Und ganz von der Hand weisen kann ich aus eigener Erfahrung nicht, dass Tierkommunikation nicht funktioniert! Aber interessant ist es schon, es auszuprobieren!

    • Petra sagt:

      Liebe Ricarda, auch das ist ein spannender Erfahrungsbericht. Letztlich denke ich auch – egal ob man daran glaubt oder nicht – lässt es das Pferd irgendwie in einem sanfteren Licht erscheinen, einfach nur weil es eine Stimme bekommen hat und auch das ist ja schon etwas Wert. Ganz liebe Grüße, Petra

  4. Rene Märten sagt:

    Ich bin sehr zufrieden, diese Seite hier gefunden zu haben.
    Habe mich gestern auf Tierkommunikation aus der Ferne eingelassen. Im Angesicht des Todes greift man wirklich nach jedem Halm.

    Dann nachmittags beim Tierarzt hat sich herausgestellt, dass die Aussagen der Tier-Sprecherin falsch waren.

    Wenn es nach ihr gegangen wäre hätten wir unseren Hund gestern einschläfern sollen.
    Sie ist zwar krank, aber hat nur leichte Schmerzen, die medikamentös eine ganze Weile in Zaum gehalten werden können. Unser Hund ist lebenslustig und agil, laut Kommunikation aber müde und des Lebens satt.

    Danke Petra

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Rene, wie schrecklich! Da zeigt sich mal wieder, wie wichtig es ist, dass wir genau hinsehen und es auch viele Scharlatane überall gibt. Ich finde aber auch schrecklich und unverantwortlich, dass diese "sogenannte Tierkommunikatorin" solche Aussagen von sich gibt… Gut, dass ihr auf euer Herz gehört habt! Viele liebe Grüße, Petra

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