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Pferdeflüstern lernen: Wie du dein Pferd besser verstehen kannst

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Der ganze große Artikel für dich auf einen Blick

Willst du lernen dein Pferd besser zu verstehen und eine schöne Beziehung zu deinem Pferd aufbauen? Ist dir wichtig, wie dein Pferd sich beim Training fühlt? Wünscht du dir ein Pferd, das gerne Zeit mit dir verbringt? Willst du einen gelassenen und sicheren Pferdepartner an deiner Seite? Dann ist „Pferdeflüstern“ genau dein Thema.

Denn Pferdeflüstern ist kein großer Mythos. Im Gegenteil: Jeder kann Pferdeflüstern lernen!

Es bedeutet einfach nur zu lernen, das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen – so dass du und dein Pferd eine echte Kommunikation miteinander haben könnt. Das wiederum ist die Basis und das Fundament für eine gute Beziehung, Motivation im Training, Sicherheit, Gelassenheit im Gelände und Vertrauen.

Hörst du das Flüstern deines Pferdes schon? Vielleicht sagt es dir schon etwas? Schreib mir gerne einen Kommentar!

Wie würdest du dich fühlen, wenn die Zeit mit deinem Pferd immer harmonisch und voller Freude sein könnte?

Du bekommst ein kostenloses Booklet mit Inspiration, Gedanken und Tipps zu mehr WOW mit deinem Pferd, die du kinderleicht in deinen Stallalltag einbauen kannst.

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Pferdeflüstern lernen

Wir starten mit einer Aufgabe

Was genau bedeutet „Pferdeflüstern“ eigentlich, wie kannst du es lernen und warum wird aus diesem Thema gerne ein so großes Ding gemacht? Genau darum geht es unter anderem im Artikel. Außerdem gebe ich dir ein paar typische Praxisbeispiele, die du gleich für dich und dein Pferd nutzen kannst.

Fact: Wir gehen davon aus, dass Pferde Herden- und Harmonietiere sind, die unfassbar gerne kommunizieren. Ihre Kommunikation findet zum Großteil aber leise bis lautlos statt. Warum? Weil sie auch Beutetiere sind und deswegen die meiste Zeit in der Geschichte des Pferdes möglichst unauffällig durch die Wildnis kommen wollten.

Diese Punkte musst du wissen, um zu verstehen, wie Pferde mit uns reden und dass sie es eigentlich immer gut mit uns meinen.

Kommen wir zu deiner ersten Aufgabe: Ein Committment musst du unbedingt mit mir schließen und mit dir selbst machen, wenn du „Pferdeflüstern“ lernen und ein echter Pferdemensch sein möchtest:

Lasse folgende Aussage in dir wirken und stimme ihr dann zu: PFERDE VERARSCHEN UNS NICHT, SIE SIND NICHT FAUL, DUMM und WOLLEN UNS AUCH NICHT ÄRGERN.

Bist du bereit das dick und fett zu unterschreiben? Mega! Dann lies weiter! Denn diese Glaubenssätze – die leider unbeirrbar durch die Pferdewelt schweben – sind echte Beziehungskiller und behindern dich auf deinem Weg zum Pferdeflüsterer.

Pferdeflüstern ist kein Mythos, es ist keine Zauberei oder etwas Magisches.

  • Es ist einfach nur Timing, Liebe, Kommunikation und Gefühl. 
  • Es ist Körpersprache.
  • Es bedeutet den Pferden zuzuhören, ihre Körpersprache zu verstehen und sich auf die Pferde einzulassen.

Ganz viel davon liegt in uns selbst, denn die Pferde spiegeln unsere Emotionen und Glaubenssätze sowie unsere Energie und Körpersprache durch ihre feinen und sensiblen Sinne.

Ein praktisches Beispiel: Wenn du dir beispielsweise beim Führtraining mit deinem Pferd deiner Sache, Pläne, nächsten Schritte und Ideen sicher bist. Wenn du weißt, was du willst und dein Pferd flüsternd-leise aber mit einem klaren starken inneren Plan um etwas bittest, wird es dir ziemlich sicher ganz butterweich folgen. 

Oft schnauben die Pferde dann sogar zufrieden, sind weich und leicht in der Hand und reagieren auf feinste Signale unserer Körpersprache.

Weil deine Körpersprache sagt: Ich will. Bitte mach, mein Lieber. Dein Pferd wird diese leisen Signale verstehen und deiner Bitte nachkommen.

Pferdeflüstern ist Körpersprache

Kennst du das? Dieses besondere Gefühl, dass das Pferd dich akzeptiert? Dass es dich versteht und sich wohl fühlt mit dir? Dieser Moment, wenn das Pferd abschnaubt oder einen zufriedenen Gesichtsausdruck hat? Die Erkenntnis, dass das Pferd gerade gerne mitarbeiten will und ihr eine Verbindung habt? Ein echtes Gespräch?

Das sind die schönsten Momente: Denn sie schenken Zufriedenheit, Leichtigkeit und tiefe Freude – für beide Seiten. Es ist auch vollkommen egal, ob diese Momente beim Führen, beim Putzen, bei einem Galoppwechsel oder bei der Bodenarbeit passieren.

Pferdeflüstern lernen – 2 typische Botschaften der Pferde

BOTSCHAFT NUMMER 1: Pferde lesen uns und alles was wir aussenden. Sie lesen deine Stimme, deine Gedanken, deine Gefühle, deine Körpersprache. Wenn dein Körper andere Signale aussendet als deine Sprache oder dein Ausrüstungsgegenstand verwirrst du das Pferd damit.

BOTSCHAFT NUMMER 2: Pferde sprechen mit dir. Du musst ihnen nur zuhören. Sie reden in jeder Sekunde, die du mit ihnen verbringst. Sie sagen dir, ob sie sich wohlfühlen, ob sie Schmerzen haben, ob sie müde sind oder fit, ob sie lustlos sind oder neugierig, ob sie krank sind oder gesund, ob sie Schmerzen haben oder nicht, ob sie motiviert sind und ob sie dich ernst nehmen.

Sie reden mit ihren Augen, ihrer Körperspannung, ihren Maulfalten, ihren Ohren, den Falten um die Nüstern oder ihrem Schweif. Wenn sie nicht gehört werden, reden sie entweder irgendwann mit ihren Zähnen und Hufen oder gar nicht mehr.

Ich werde dir gleich noch 3 typische Beispiele für Pferdebotschaften zeigen und erklären, wie du lernen kannst mit ihnen zu sprechen und ihnen besser zuzuhören. So kannst du das Vertrauen deines Pferdes gewinnen und das Pferdeflüstern lernen.

Aber vorher noch ein paar Gedanken zum Thema Pferdeflüstern, denn viele verwechseln das mit Horsemanshippigen Methoden oder dem berühmten Film mit Robert Redford oder einem konsequenzlosen Umgang mit dem Pferd. Alles Quatsch!

Pferdeflüstern

Pferdeflüstern lernen

PFERDEFLÜSTERN lernen HEISST einfach nur ZUHÖREN und MIT DEM PFERD REDEN

Pferdeflüstern heißt nicht, dass wir den Pferden die eigenen Botschaften einflüstern oder über ihre Köpfe hinweg entscheiden. Du sollst schlicht und einfach nicht nur ÜBER dein Pferd reden, sondern MIT deinem Pferd.

Pferdeflüstern heißt, dass wir lernen müssen das Flüstern der Pferde zu verstehen und ihnen zuzuhören. Nur dann wirst du zu einer echten, engen und ehrlichen Beziehung mit deinem Pferd finden.

Pferde haben eine eigene Sprache

Pferde flüstern mit ihrem ganzen Körper:

  • mit ihren Augen
  • mit ihren Nüstern
  • mit ihren Ohren
  • mit ihren Gesichtsmuskeln
  • mit ihrem Schweif
  • mit ihrer Kopfhaltung
  • mit ihren Zähnen, Beinen und Hufen
  • mit Energie und Emotionen

 

Sie flüstern durch die Art wie sie auf dich reagieren, wie sie sich gegen dich wehren oder mit dir durchs Feuer gehen. Je nachdem ob du ein Mensch bist, der gelernt hat ihnen zuzuhören und sie in deine Entscheidungen einzubeziehen.

Sie haben eine eigene Sprache und es ist an uns diese Sprache zu lernen. Wir müssen lernen, wie Pferde sich verhalten und was sie von uns brauchen, damit sie sich bei uns wohl fühlen.

Ein Pferd, das sich bei dir wohl fühlt, wird sehr viel für dich tun. Es ist ein Pferd von dem du auch fordern kannst, mit dem du durch dick und dünn gehen kannst. Es wird dir viel dafür zurückgeben, dass du dich darum bemühst sein Flüstern zu hören.

Kein Pferd ist von Natur aus ein Problempferd und wenn es eines geworden ist, muss es keines bleiben.

Pferde reagieren als Fluchttiere immer aus dem Moment heraus. Sie nehmen die Stimmungen und die Energie wahr um sie herum und agieren dann spontan. Das ist tief in ihnen verankert. Hätten sie diese Reflexe nicht, hätten sie in der Wildnis früher nicht überlebt.

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Darf mein Pferd machen, was es will?

Mit all dem meine ich natürlich nicht, dass dein Pferd machen darf was es will. Ich meine auch nicht, dass du nichts von deinem Pferd fordern darfst.

Ich meine damit, dass du dir dein Pferd ansehen musst und zuhören musst, was es dir beim Training oder über seine Haltungsform, sein Futter und seine Herdenkumpels sagt.

  • Ist es zufrieden?
  • Geht es gerne mit dir?
  • Hat es ein entspanntes Gesicht?
  • Ist es motiviert und kommt es dir entgegen oder wartet auf dich, wenn du dich annäherst?

Kurz: Wendet sich dein Pferd dir zu und verbringt gerne Zeit mit dir?

Nimm mich bitte nicht dogmatisch!

Natürlich gibt es Dinge, die die Pferde nicht so angenehm finden werden und Situationen in denen wir über sie entscheiden müssen, weil wir wissen, was gut für sie ist. Hufpflege oder Tierarztbesuch müssen nun einmal sein. Hängertraining ist wichtig und Bewegung auch. Aber wir können doch versuchen auch all diese Situationen im Sinne unserer Pferde gemeinsam mit ihnen anzugehen, statt über sie hinweg zu trainieren und das ganze immer mit Druck durchsetzen zu wollen.

Der größte und vielleicht einzige Fehler, den die Natur bei Pferden gemacht hat, ist, ihnen keinen Schmerzlaut mitzugeben. Sie reden leise. Sie flüstern. Manchmal hören sie auf zu flüstern, werden stumm. Weil ihr Mensch ihnen nie zugehört hat. Sie geben auf. Nicht nur ihre Kommunikation, sondern manchmal sogar ihre Seele.

Depression ist eine weit verbreitete Krankheit unter Pferden. Sie reden nicht mehr und der Mensch merkt es nicht, weil er ihnen ohnehin noch nie zugehört hat.

HIER beschreibt Pferdeprofi Sandra Schneider ziemlich eindrucksvoll, wie viele typische Pferdeleben leider verlaufen

Manchmal müssen Pferde auch laut schreien, weil ihr Flüstern jahrelang überhört wurde. Das ist das andere Extrem. Dann werden sie auf einmal zu Problempferden. Dann sind sie „der Gaul“, die „Zosse“, dann sind sie „unreitbar“ oder ein „Fall für den Schlachter“ – im schlimmsten Fall.

FAKT: Kein Pferd kommt als Problempferd auf die Welt. Es ist immer der Mensch, der ein Problempferd erschafft:

  • Manchmal weil er es nicht besser weiß
  • Manchmal weil es ihm egal ist
  • Manchmal weil er Angst hat und deswegen lieber mit Gewalt als mit Wissen arbeitet, um sich schnell sicher fühlen zu können
  • Manchmal, weil er es so gelernt hat
  • Manchmal weil er es nicht besser kann oder weil er sich zu spät Hilfe von Experten holt.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen aus ihrem Pferd ein Problempferd machen.

Es ist unsere Verantwortung, wenn wir mit Tieren arbeiten, zu lernen die Tiere zu verstehen. Ich meine damit nicht nur Pferde. Auch Hunde, Katzen oder sogar das Kaninchen. Es ist egal. Sobald du entscheidest dir ein Tier in dein Leben zu holen, ist es deine Pflicht Wissen zu sammeln, zu lernen und dem Tier ein verantwortungsvoller Partner zu sein. Punkt.

Die Verhaltensbiologin Marlitt Wendt hat “Mein Pferd” HIER ein spannendes Interview zu dem Thema gegeben.

Das Tier hat sich nicht dazu entschieden zu dir zu kommen. Der Mensch hat es domestiziert und in sein Leben integriert. Deswegen ist es auch an dem Menschen zu lernen das Flüstern der Tiere zu verstehen.

Noch eine Aufgabe: Das richtige „Hallo" und damit der Einstieg in eure Kommunikation

Wie du dein Pferd besser begrüßen kannst habe ich HIER schon einmal genauer beschrieben. 

Denn das erste „Hallo“ ist der Anfang eurer Kommunikation. Es spielt eine Rolle. Alles spielt eine Rolle.

Kommen wir jetzt zu den versprochenen Beispielen und wie du diese typischen Situationen „Pferdeflüsternd“ angehen kannst.

"Der größte und vielleicht einzige Fehler, den die Natur bei Pferden gemacht hat, ist, ihnen keinen Schmerzlaut mitzugeben. Sie reden leise. Sie flüstern." 

Pferdeflüsterei

Pferdeflüstern lernen: Wie du dein Pferd besser verstehen kannst 2

3 typische Beispiele fürs „Pferdeflüstern“

Pferdeflüstern lernen ist eigentlich ganz einfach

Ich habe dir noch praktische Beispiele versprochen – die will ich jetzt natürlich noch liefern. Es sind klassische Alltagsfehler, die immer wieder vorkommen und mir oft von Lesern berichtet werden. Ich will sie dir aus dem Pferdeflüsterei-Blickwinkel beleuchten und eine Idee geben, wie man sie anders lösen kann, als vielleicht üblich.

BEISPIEL 1: „Pferd nervös im Gelände“

Wenn dein Pferd zum Beispiel jedesmal nervös wird, wenn du mit ihm rausgehen willst ohne andere Pferde, dann spricht es mit dir. Vielleicht hat es in seiner Vergangenheit schlechte Erfahrungen bei einem Ausritt gemacht, vielleicht ist es ein unsicheres Pferd, vielleicht vertraut es dir einfach noch nicht genug.

Es sagt dir unter Umständen durch seine Nervösität, dass es sich mit dir alleine als Herde noch nicht sicher genug fühlt, um Leib und Leben aufs Spiel zu setzen. Denn genauso kann sich ein kleiner Spaziergang oder Ausritt für das Pferd als Fluchttier anfühlen. Was auch immer der Grund ist, du musst deinem Pferd zuhören, seine Ängste wichtig nehmen und mit deinem Pferd daran arbeiten, dass es an Selbstvertrauen gewinnt und dir mehr Vertrauen entgegenbringt.

Das ist ja auch in deinem Sinn, denn du willst ein sicheres Verlasspferd. Mangelndes Vertrauen, macht dein Pferd unter Umständen zu einem Sicherheitsrisiko für dich.

Wie kannst du das machen? Natürlich ist es eine allumfassende Geschichte zwischen euch beiden. Denn du musst einfach nach und nach an deinem inneren klaren und fokussierten Ommmmh arbeiten und das deinem Pferd auch vermitteln.

Aber für die kurzen schnellen Erfolge, kannst du zum Beispiel im Führtraining eure Kommunikation verfeinern und deinem Pferd zeigen, dass du verantwortlich und fein trainieren kannst (HIER gibt es einen Artikel für den Einstieg), du kannst immer wieder am Gelassenheitstraining arbeiten, damit ihr beide lernt euch in „Gruselsituationen“ aufeinander zu verlassen und besser einschätzen könnt, du kannst erst einmal absteigen und mit deinem Pferd viel Spazierengehen.

Denn auf Augenhöhe macht es das oft leichter für die Pferde. Wenn das auch problematisch ist, kannst du einfach deine Kreise nach und nach ausweiten und immer nur so weit gehen, wie ihr euch wohlfühlen und doch jedesmal ein paar Meter weiter an der Komfortzone kratzen.

Du kannst „Clicker-inspiriert“ – jeden weiteren Schritt deines Pferdes ins Gelände mit einem Leckerli belohnen und dann nach und nach jeden zweiten Schritt, dann jeden dritten Schritt usw., du kannst dein Pferd „ablenken“ durch Bewegung und schnelle Abfolgen von Aufgaben, die ihr gut beherrscht und bei deinen es sich konzentrieren muss.

Noch mehr zu Techniken der emotionalen Beeinflussung der Pferde – passend zu ihren Persönlichkeitstypen – kannst du übrigens im Embodiment-Kurs von Hero Merkel erfahren –

HIER kannst du dir das Thema genauer anschauen und eine kostenlose Challenge mitmachen.

BEISPIEL 2: „Pferd lässt sich nicht gut führen“

Wenn dein Pferd zum Beispiel eher dich zum Putzplatz führt als du dein Pferd, dann redet es mit dir.

  • Es sagt dir vermutlich, dass es dich nicht respektiert, dass es dich nicht anerkennt und deswegen einfach selbst die Entscheidungen trifft.
  • Vielleicht ist es auch unsicher und weiß nicht, ob deine Ideen gute Ideen sind.
  • Oder es ist selbstbewusst und möchte die Entscheidungsgewalt ungerne abgeben.
  • Vielleicht hast du auch noch nie mit ihm über das Thema „Führen“ gesprochen und ihm gesagt, was dir in Sachen Höflichkeit im Umgang wichtig ist und welche Grundregeln du gerne in eurem Duo hättest – mehr zum Thema „Regeln mit Pferden“ kannst du HIER nachlesen.

Vielleicht hast du deinem Pferd also deine Grundregeln nie erklärt. Vielleicht hast du auch ein Pferd, dem du die Grundregeln immer wieder erklären musst. Weil es immer wieder der Meinung ist, dass es die Grundregeln lieber selbst bestimmen will und dich deswegen immer wieder fragt, ob die Regeln noch gelten. Vielleicht will es auch bei den Regeln mitbestimmen.

So oder so: Es redet mit dir. Jetzt ist es an dir herauszufinden, was seine Motivation für das Verhalten sein könnte und an diesem Punkt anzusetzen. Je nachdem, was es ist kannst du über Führtraining oder Basis-Kommunikation einiges lösen. Oder du musst für dich und dein Pferd ein paar Grundregeln festlegen und sie deinem Pferd durch Lob, Beharrlichkeit und freundliche Korrektur erklären, welche Regeln das sind.

BEISPIEL 3: „Das Pferd schnappt nach dem Sattel oder legt die Ohren an“

Wenn dein Pferd zum Beispiel jedesmal schnappt, wenn du den Sattel auflegen willst, dann spricht es mit dir. Vielleicht hat es in seiner Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit dem Satteln gemacht.

Vielleicht hat es Schmerzen.

Vielleicht sitzt der Sattel nicht mehr richtig. Was auch immer der Grund ist, du musst ihn herausfinden und daran arbeiten. Egal ob er seelisch oder körperlich ist.

In dem du erst einmal körperliche Probleme abchecken lässt von Tierarzt, Ostheopat, Physiotherapeut, Hufexperte und Sattler. Wenn dein Pferd gesund ist, musst du daran arbeiten sein Vertrauen in den Sattel oder das Satteln wieder aufzubauen, indem du ihm zeigst, dass Reiten und Satteln nicht schlimm ist.

Das kostet Zeit und Geduld, aber wenn du ein Pferd willst, das motiviert mitarbeitet, musst du es ernst nehmen. Auch seine Probleme.

HIER ist mein Onlinekurs „Alltagsprobleme mit dem Pferd easy lösen – 3 bewährte Strategien“

Noch eine Aufgabe fürs Pferdeflüstern lernen – Was du machen kannst, bevor du zu deinem Pferd gehst

Jetzt kommt eine Aufgabe für dich. Ich beschreibe dir jetzt, was ich mache, bevor ich zu meinem Pferd gehe und vielleicht willst du dir diesen Schrittweisen Weg mitnehmen für deinen nächsten Stallbesuch:

  1. Jedesmal wenn ich zu einem Pferd gehe, atme ich vorher bewusst aus.
  2. Ich erinnere mich daran, wie sehr ich es liebe mit einem Pferd zusammenzusein. 
  3. Ich ENTspanne mich im wahrsten Sinne des Wortes oder versuche es zumindest so gut es geht.

Du kennst das vielleicht: Heute reagiert dein Pferd ganz lieb. Es macht alles mit, es ist entspannt und zufrieden. Am nächsten Tag ist es gestresst, es wird schneller sauer oder es will gar nicht so recht mit von der Koppel. Vielleicht hat es auch einen schlechten Tag, aber viel wahrscheinlicher ist, dass du aus irgendwelchen Gründen heute spannungsgeladener als gestern bist. Dein Pferd spiegelt dich.

“Das Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt auch deine Schwankungen. Ärgere dich nie über ein Pferd – du könntest dich eben sowohl über deinen Spiegel ärgern.” Rudolf G. Binding

Also ärgere dich nie über dein Pferd, sondern immer erst einmal über dich selbst. Frage dich, wie du dein Pferd anders fragen kannst oder welches Paket du heute mit dir herumschleppst. Wann du vielleicht vergessen hast deinem Pferd zu sagen, was du dir wünschst und was du nicht haben möchtest. Oder ob dein Pferd vielleicht ein altes Paket mit sich herumschleppt, dass du mit deinem Verhalten berührt hast.

Pferde „verarschen“ dich nicht. Sie fragen nach, ob du wirklich weißt was du tust und was du willst. Dann ist es auch deine Pflicht auf diese geflüsterte Frage mit einem freundlichen und sanften, aber klaren: Ja! Zu antworten. Ja! Ich weiß was ich will. Ja!

Zusammengefasst: Pferdeflüstern ist kein mystisches Geheimnis. Es ist kein besonderes Talent, es ist nicht nur Seilschwingen und erst Recht kein Join Up a la Monty Roberts.

Es ist eine innere Haltung, eine klare Körpersprache und vor allem bedeutet es, dass du deinem Pferd zuhören musst. Du musst lernen seine Sprache und sein Flüstern zu hören und zu übersetzen. Du musst dich mit der Körpersprache und den Bedürfnissen der Pferde auseinandersetzen und nach und nach immer mehr lernen ihre Sprache zu verstehen.

Das ist im Grunde ein lebenslanger Weg und du wirst immer besser werden, aber das Schöne daran ist, dass es dir auch helfen wird dein bestmögliches ICH zu werden. Pferde sprechen nämlich nicht nur eine ziemlich klare Sprache, sie sind auch perfekte Persönlichkeitstrainer, wenn wir ihnen zuhören.

Pferdeflüstern lernen: Wie du dein Pferd besser verstehen kannst 3

Pferdeflüstern lernen

Fang an deinem Pferd zuzuhören

Du wirst dafür sehr viel zurückbekommen. Unter anderem das Vertrauen deines Pferdes. Nicht gleich 100 % heute und nicht morgen, aber nach und nach.

Es geht nicht darum den anderen zu dominieren, „die Stärkere“ oder der Chef im Ring zu sein. Es geht darum sich zu respektieren und sich gegenseitig Raum zu geben.


„Es geht nicht darum Dein Pferd zu dominieren, „die Stärkere“ oder der Chef im Ring zu sein. Es geht auch darum sich zu respektieren und sich gegenseitig Raum zu geben.“

7 goldene Regeln fürs Pferdeflüstern im Training

Pferdeflüstern lernen und besser trainieren

Als kleinen Kickstart in deinen persönlichen Pferdeflüsterei-Moment will ich dir zum Schluss noch 7 goldene Regeln in aller Kürze aufschreiben und für deinen Hinterkopf mitnehmen. Du kannst sie dir gerne ausdrucken und an deinen Kühlschrank pinnen und immer wieder darüber nachdenken oder sie auf dich wirken lassen.

  1. Sei ganz bei deinem Pferd und denke über nichts anderes nach als über diesen einen Moment
  2. Du musst wissen, was du willst
  3. Du musst deinen Körper ruhig und gelassen sprechen lassen
  4. Atme tief und sei ganz bei dir und deinem Pferd
  5. Habe Geduld und sei kleinschrittig in deinen Trainingssteps
  6. Beobachte dein Pferd mit „weichen Augen“ und lese seine körpersprachliche Kommunikation mit dir
  7. Wenn du etwas nicht kannst oder noch nicht beherrschst oder heute nicht fokussiert sein kannst, macht das nichts. Dann lass dir Zeit und gehe den nächsten Schritt erst an einem anderen Tag

 

Pferdeflüstern lernen: Wie du dein Pferd besser verstehen kannst 4
Schönster Zaum - unser Pferdeflüsterei Balancio
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"Pferdeflüstern bedeutet, dass wir lernen das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen."

Die Pferdeflüsterei ist ein Wissensblog und Herzensprojekt – denn wir wünschen uns, dass alle Pferde und ihre Menschen glücklich miteinander sind. Wenn wir lernen die Pferde zu verstehen, fein und fair zu trainieren und der beste Pferdemensch zu werden, der wir sein können – wird es auch deinem Pferd gut gehen und es wird immer sein Bestes für dich geben. Versprochen!

Wir unterstützen dich mit unseren Artikeln, Interviews und Kursen – Du bekommst Facts zu pferdegerechter Haltung und Fütterung, feinem Training und Pferdeverhalten. 

Petra und Carey

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Kommentare (12)

Liebe Petra ich bin 12 Jahre alt und habe ein eigenes Pony. Diese Sachen die du schreibst sind einfach klasse und so wahr.Ich kann auch mit Pferden flüstern und sie verstehen.Ich weiß was mir die Pferde sagen wollen ich höre den Pferden zu. Ich weiß das ich noch klein bin aber ich verstehe was du meinst . Für mich ist es wichtig das man z.B. nicht sagt ,,Mein Pferd hat denn Sprung nicht angeritten"sondern ,,Wir haben denn Sprung nicht richtig angeritten. Das ist mir wichtig.
LG Hermine

Liebe Hermine, wie schön, dass du dir schon so viele wunderbare Gedanken machst. Es ist vollkommen egal, wie klein oder groß man ist, wie alt oder jung – solange man das Herz am Rechten Fleck hat und Mitgefühl für sein Gegenüber zeigen kann, ist das eine ganz tolle Eigenschaft. Bewahre dir das unbedingt. Ganz liebe Grüße und ich freue mich, dass du hier mitliest, Petra

Hallo Petra, ich habe vor fünf Jahren angefangen, meinem Pony zu zuhören und war erst erschrocken, was ich alles von ihm gehört habe. Ich wollte es anfangs nicht glauben, dass es mit mir spricht. Habe geglaubt, dass ich mir das alles nur einbilde, aber dem war nicht so. Ich habe mich dann ein Jahr mit dem Pferdeflüstern beschäftigt und war erstaunt, wie aufnahmefähig ich war. Heute reden sogar einige Tiere mit mir ohne das ich sie vorher gefragt habe. Manchmal muss ich echt weinen, über das was mir die Tiere erzählen, weil ich es den Besitzern ja nicht einfach so sagen kann, dass ihr Tier mit mir redet. Sie würden das ja nicht glauben und mich für verrückt halten. Wie soll ich mich denn verhalten? Soll ich es ihnen sagen, oder nicht? Lieben Gruß Elke

Hallo liebe Elke, wie schön, dass du deinem Pferd und den Tieren zuhörst. Tatsächlich meine ich ja deren Körpersprache und die Kommunikation im Miteinander, die Mimik und den Gesichtsausdruck. Ich persönlich bin auch nicht überzeugt von der Idee der Tierkommunikation. Und kann dir da gar nichts raten. Ich bin nicht dabei und kenne die Situationen und Menschen nicht, von denen du sprichst und fände es deswegen falsch etwas dazu zu sagen. Ich fürchte, dass du dich da ganz auf deine Intuition verlassen musst, die dir sicher rät, was das Beste in der Situation ist. Viele liebe Grüße, Petra

Liebe Petra,

dieser Artikel hat mich sehr in meinem Herzen berührt! Ich bin gerade mal 16 Jahre und habe schon 3 wundervolle Fellnasen erlebt. Meine ersten Reitstunden habe ich auf einem kleinen Schulpony Charly gehabt. Ich habe ihn von Anfang an geliebt. Vier Jahre hat er mich begleitet, seit knapp einem Jahr kann ich ihn nicht mehr reiten, weil er zu alt ist. Er hatte schon immer seinen eigenen Kopf, und er hat immer gesagt, wenn ihm was nicht gepasst hat, nicht zu laut und nicht zu leise. Eigentlich genau passend, sodass selbst ich als damals 12 Jährige es verstanden habe. Nach ihm habe ich angefangen eine Isländerstute zu reiten. Sie war jung und erst ein Jahr bei uns. Sie hat schon damals nie mit den Menschen geredet. Sie hat es mit so jungen Jahren schon aufgegeben, nein oder überhaupt irgendwas zu sagen. Ich habe mich so bemüht, sie zu verstehen… Ein Vierteljahr nach unserer gemeinsamen ersten Reitstunde ist sie gestorben. Ihr Dünndarm war schon zur Hälfte abgestorben. Und ich glaube bis heute, dass sie auch sterben musste, weil ihr niemand zugehört hat. Und meine Dritte Maus ist auch noch jung und nicht lange an unserem Hof, sie ist sehr verängstigt gewesen(sie kommt aus eher schlechter Haltung), hat ziemlich schnell nach ihrer Ankunft bei uns angefangen wieder zu flüstern… und jetzt redet sie wieder mit vielen von uns. Und ich freue mich so, wenn sie mir ihre ganze Aufmerksamkeit schenkt, wenn sie ganz bei mir ist, und ich ganz bei ihr. Das sind die schönsten Minuten und Sekunden in meinem Leben. Weil ich weiß, dass es ihr wieder besser geht.
Ganz liebe Grüße und vielen vielen Dank für diesen wahnsinnig tollen Beitrag!
Deine Lisa

Liebe Lisa, wow – dein Kommentar hat mich sehr beeindruckt. Ich bin froh, dass es Pferdemädchen wie dich gibt, die auch mit 16 schon eine klare Haltung zum Thema "Pferd" haben, nachfragen und pferdegerecht sein wollen. Viele hinterfragen nicht, sondern machen was der Reitlehrer sagt. In jeder Altersklasse. Aber gerade, wenn man jünger ist, ist es noch schwieriger. Ich habe als Kind nicht so viel hinterfragt, wie ich es heute tue. Es berührt mich auch, dass du die Pferde verstehen und ihnen zuhören willst – ich wünsche dir und deiner Stute weiterhin ganz viele und immer mehr gemeinsame Momente. Das sind die schönsten .-) Liebe Grüße, Petra

Liebe Petra, ein großartiger Artikel! Ich bin beeindruckt, wie Du die Dinge siehst und formulierst. Auch wie Du die altbewährten Vorurteile (der will dich nur verarschen), entkräftest. Durch mein Pferd habe ich gelernt, hinzuhören, sei das Gesagte auch noch so leise. Ich mußte lernen, zu beobachten. Pferde verstehen hilft uns nicht nur im Umgang mit Pferden, es hilft uns auch im Umgang mit Menschen.

Liebe Andrea, absolut – das geht mir auch so. Ich bin viel klarer – ich kann plötzlich gelassen und emotionslos nein sagen und ich bin viel entspannter – egal was um mich herum passiert. Das ist ein großes Geschenk – das man aber nur bekommt, wenn man sich wirklich auf die Pferde einlässt. Ganz liebe Grüße und vielen Dank für den schönen Kommentar, Petra

Hallo ,ich würd wahnsinnig gern lernen und das Flüstern meines Pferdes verstehen,vielleicht hab ich es schon ein wenig gelernt ich weiß nicht wie man es erkennt ,was mein Pferd mir alles sagen will ,aber eins kann ich sagen mein Pferd hat mich für sich ausgesucht und sich für mich endschieden,er zeigt mir das ich loslassen kann ,und zeigt mir das Loslassen nicht heißt zu vergessen.Vor 3 Jahren verlor ich tragisch meine erste RB mein Seelenpferd er war alles ,vor 2 Jahren lernte ich mein jetziges Pferd kennen erst als RB dann Ostern vor einem Jahr hab ich ihn gekauft,ich habe das Gefühl das er mir immer mehr zeigt das ich zur Ruhe kommen kann , neu vertrauen kann und wieder neu lieben kann ,und ich möchte ihm gern zeigen wie dankbar ich ihm dafür bin ,und verbringe jede freie Minute bei ihm auch wenn ich mich nur auf der Weide hinsetze und zuschaue wie er genüßlich sein Gras frist .Ich werde mir das Buch von Susanne Kreuer kaufen .
Lg Angela

Hallo Angela, wie schön, dass du dich neu einlässt auf ein Pferd. Er wird es dir sicher danken, auch dass du so viel "Qualitätszeit" mit ihm verbringst. Wie oft rennen alle zum Stall um zu reiten und dann gehts wieder heim. Ich fahre manchmal auch zweimal an einem Tag, damit ich einfach nur Kuscheln kann und fahre dann wieder. Und wenn sie dann lieber frisst, als mit mir zu kuscheln, dann ist das eben so. Ich wünsche euch beiden alles Liebe und freue mich darauf, hier auf der Pferdeflüsterei, wieder von euch zu hören. Ich bin gespannt, wie dir das Buch von Susanne gefällt. Alles Liebe, Petra

Liebe Petra,

du gibst mir mit deinem Artikel etwas den Glauben an die Pferdewelt zurück, der diese Woche wieder mal etwas erschüttert wurde.
Mein erstes Pferd hat nicht geflüstert. Er hat irgendwann bemerkt, dass die Menschen ihm nicht zuhören und fing dann an laut zu werden. Er war ein Pferd was von vielen Experten aufgegeben wurde, als schwierig eingestuft wurde. Mehrmals wurde mir geraten das Pferd zum Schlachter zu geben, weil das der einzige Weg sei. Ich bin bis heute froh, dass ich nicht auf die Menschen, sondern auf mein Pferd gehört habe.Als ich angefangen habe ihm zuzuhören und aufgehört habe irgendwas von ihm zu fordern, hat er aufgehört problematisch zu sein. Er war mein größter Lehrmeister.
Mein Pony hat einen starken Charakter und viel Selbstbewusstsein. Wenn ich ihm nicht zuhöre, dann hört er einfach auf mit mir zu sprechen.
Meine ehemalige Reitbeteiligung ist ein sehr leises Pferd. Er ist unheimlich sensibel und sagt die Dinge immer sehr vorsichtig und man muss genau hinschauen, was er eigentlich sagt. So hatten wir zum Beispiel anfangs das selbe Theme wie du mit deiner Carey. Anfangs ist er unheimlich dicht bei mir dran gelaufen. Bei einem so großen und schweren Pferd äußerst unangenehm. Ich habe ihn damals aber erst Mal trotzdem nicht korrigiert, sondern mir ist schnell aufgefallen, dass er das aus Unsicherheit macht. Die Situation war ihm noch nicht ganz geheuer. Er kannte zwar den Weg, aber ich war ihm fremd und er wusste nicht, was auf ihn zukommt. Also hat er Schutz gesucht und ist dabei immer näher zu mir gekommen. Ich bin nochmal ein Stück mit ihm zurückgegangen, habe ihm erst nochmal Zeit gegeben sich an mich zu gewöhnen. Ich habe ihn so wenig wie möglich am Strick geführt, dann nur bekannte Wege und besonders gut selber auf meine Füße aufgepasst. Er durfte aber erstmal in meiner Nähe bleiben. Mit jeder Einheit und jedem besser kennenlernen wurde er sicherer. Nach einigen Malen und der Erkenntnis auf seiner Seite, dass ihm nichts schlimmes passiert ist der Abstand von selber aus größer geworden. Hätte ich ihn hier anfangs korrigiert, hätte ich ihn alleine gelassen. Ich hätte gesagt, du bist dir unsicher, mir egal, schau wie du klar kommst. Natürlich will ich nicht, dass mir das Pferd auf die Füße steht oder mich über den Haufen rennt, aber das ist auch nicht passiert. Ich habe anfangs einfach für uns beide mehr aufgepasst und das ist heute nicht mehr notwendig. Ohne, dass ich das dann extra trainieren musste, lief er später in einem schönen Abstand neben mir.
Manchmal ist es gut, genauer hinzuhören und auch hinzufühlen. Von außen kamen Kommentare, dass ich ihn korrigieren soll, dass er das macht, weil er mich bewegen will. Ich hatte dieses Gefühl nicht und bin mir sicher, dass es für uns besser war ihm erst Mal den Schutz zu geben, den er braucht.
Liebe Grüße
Miriam

Liebe Miriam, das freut mich, wenn dir der Artikel gut getan hat. Auch wenn ich sehr schade finde, dass offenbar etwas vorgefallen ist, dass dich beschäftigt. Aber die Pferdewelt ist leider nicht immer so freundlich, wie man es von Menschen erwarten dürfte, die sich mit Tieren beschäftigen. Ich danke dir für deinen Hinweis und werde die kommenden Tage darauf achten. Meine KLeine ist sehr dominant. Ich habe auch schon gelernt, dass sie öfter fragt, ob man wirklich weiß was man will. Dann wird sie nicht ängstlich, sondern sauer. Aber nur, wenn man nicht den richtigen Ton trifft. Trotzdem muss das nicht für die Nähe gelten, da hast du schon Recht. Ich werde in den Kommenden Tagen darauf achten, ob sie unsicher ist oder mich bewegen will. Man spürt ja die Art der Energie, die einem da entgegenkommt. Und ich habe sie einfach etwas auf Abstand gehalten, ohne mir die Intention genauer anzusehen. Danke für deine Gedanken zu dem Thema. Ich freue mich wirklich sehr, dass du hier immer wieder vorbeischaust. Bis ganz bald und liebe Grüße an dein Pony, Petra

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