Du atmest ein und du atmest aus? Dein Pferd schnaubt tief aus. Du atmest hektisch ein und bist angespannt? Dein Pferd wirft den Kopf hoch. Du bist mit der Aufmerksamkeit nicht bei dPferd? Dein Pferd wird auch wild herumschauen. Pferde spiegeln alles, sogar unsere Atmung. Deswegen ist es wichtig, dass du eine ruhige, tiefe und gelassene Atmung hast. Beim einatmen baust du Spannung auf, beim Ausatmen baust du Spannung ab. Das kannst du in das Training mit deinem Pferd einbauen. PLUS Übungen für Pferdeyoga. Schritt für Schritt.

Das Rezept ist ganz einfach:

  • Du willst ein Pferd, das dir vertraut? Dann musst du ihm zeigen, dass es dir vertrauen kann.
  • Du willst ein Pferd, das dich respektiert? Dann musst es ihm sagen und auch deinem Pferd gegenüber respektvoll sein.
  • Du willst ein aufmerksames Pferd? Dann musst du auch aufmerksam sein.
  • Du willst ein feines Pferd? Dann musst du auch deinem Pferd gegenüber fein sein.

Die Pferde spiegeln uns. Im Guten wie im Schlechten. Im gleichen Takt.

In Neuseeland mit Todt
Der fünfte Schritt zur Liberty Work

Atmung, Körpersprache und Timing sind drei wichtige Bestandteile bei der Freiarbeit und überhaupt bei der Arbeit mit Pferden. Über die Körpersprache habe ich ja schon in Schritt eins, Schritt zwei, Schritt drei und Schritt vier viel erzählt.

Ein wundervolles Buch über die Grundbedürfnisse der Pferde, ihre Art zu fühlen und zu handeln ist übrigens “Pferdeverhalten Verstehen” – das gibt es HIER

Pferdeverhalten verstehen - Buchtipp: PV-BUPV-X/2

Vom inneren Ommmmmh und der Atmung

Atmung und Dehnung sind im Grunde Yoga für dich und Yoga für dein Pferd.

TIPP: Am Ende des Artikels zeige ich dir noch vier Übungen für richtiges Pferdeyoga, also Dehnung, die ich bei der Freiarbeit in Neuseeland auch gelernt habe. Da kommen dann die vieldiskutierten Karotten ins Spiel.

Aber kommen wir erstmal zur deiner Atmung. Sie ist wichtig. Jetzt wird es ein bisschen esoterisch. Aber es hilft:

  • Wenn du ausatmest, spürst du wie die Energie deinen Körper verlässt, du entspannst dich und nach und nach auch deinen Körper
  • Wenn du komplett tief ausatmest, werden vielleicht auch deine Schulter und dein Rücken sinken und an Spannung verlieren. Das ist eine Art „Stopp“-Signal für Pferde. Du gibst Energie ab.

Auf Liberty Work bezogen heißt das:

  • Wenn du tief ausatmest und Spannung im Körper verlierst, wird das Pferd langsamer und letztendlich stehen bleiben. Je nachdem wie viel du ausatmest und Spannung verlierst, wird dein Pferd mehr oder weniger Geschwindigkeit verlieren. Das ist eine Art „Stopp-Signal„.
  • Wenn du einatmest, saugst du Energie ein. Deine Schultern werden sich straffen und deine ganze Haltung wird aufrechter. Das ist eine Art „Vorwärts-Signal“ für Pferde. Du strahlst Energie aus. Auch das werden Pferde spüren, die fein trainiert wurden und gelernt haben auf feine Signale zu achten.

Schicke Kulisse

Todt 2

Auf Liberty Work bezogen heißt das:

Wenn du loslaufen willst, atmest du tief ein und gehst mit entschlossenen Schritten los. Mit deiner Körpersprache und deinen Schulter nimmst du das Pferd so mit auf deinen Weg. Je mehr du weißt wohin du willst, desto schneller und besser wird das Pferd dir folgen. Kennt dein Pferd die Signale noch nicht oder wurde es schon mit so viel Strick und Hilfsmitteln trainiert, dass es diese kleinen Signale nicht mehr als solche erkennt, kannst Du am Anfang einen Strick und eine Gerte als „Hilfsmittel“ dazu nehmen.

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Aber zurück zur Freiarbeit

Ganz wichtig: Halsring, Gerte und Strick sollten aber auch nur das sein, Hilfsmittel. Ein verlängerter Arm oder eine Möglichkeit deine Körpersignale etwas zu verdeutlichen. Spätestens jetzt kommt dann nämlich das Timing ins Spiel.

Da gilt eine Grundregel in der Freiarbeit und überhaupt in der Arbeit mit Pferden:

  1. Erst bitten
  2. Dann sagen
  3. Dann einfordern

Die Hand

Nie gleich mit der Tür ins Haus fallen. Sondern immer leicht und fein anfangen, dann deutlicher fragen dann einfordern. Wenn du immer gleich mit der Gerte wild wedelst, woher soll dein Pferd dann wissen, dass ein leichtes Anheben auch ein Signal sein soll? 

Der Meister dieser drei Punkte war Jean Claude Dysli*. Ich habe seine Werke verschlungen. Er kann Gefühl und Timing wundervoll erklären:

Sobald dein Pferd auf dein Signal reagiert kommt sofort die zweite Grundregel ins Spiel: Lob!

Zeig deinem Pferd, dass es einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Was ist das größte Lob für Pferde? Die Pause. Das Nachgeben. Wenn also dein Pferd auf dein Signal richtig reagiert hat oder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat – Lobe es, lass es kurz in Ruhe, lass es darüber nachdenken und gönne ihm diese kleine Denkpause. Lobe es, immer wieder, wenn es etwas gut gemacht hat. Wenn auch die Wiederholung gut gelaufen ist, dann lass es gut sein. Zu viele Wiederholungen ermüden das Pferd nur.

Todt folgt

Wie in der Schule

Stell dir vor: du hast eine Aufgabe toll gelöst. Und schon bekommst ddie nächste. Dann löst du sie wieder, aber anstatt spielen zu dürfen, gibt’s die nächste Aufgabe. Und dann die nächste und dann musst du sie nochmal machen und nochmal und nochmal. Wo soll denn da der Sinn für dich liegen die Aufgaben motiviert zu lösen? Du bekommst keine Belohnung sondern musst sie immer nochmal und nochmal machen.

Was passiert? Du wirst also gelangweilt, lustlos, sauer und immer schlechter, weil du auch müder wirst. Und am nächsten Tag hast du keine Lust mehr in die Schule zu gehen. Weil du weißt, dass es keinen Spaß machen wird.

Oder wenn der Lehrer dir eine zu schwere Aufgaben gibt… Du willst sie lösen. Du willst es deinem Lehrer Recht machen. So sehr. Aber du weißt einfach nicht wie es geht. Und dein Lehrer brüllt dich dann vielleicht noch an oder drängelt dich immer mehr. Zeigt dir aber nicht den kleinsten Schritt in Richtung Lösung.

Wie fühlst du dich dann? Dann bist ddoch frustriert, weil du es gar nicht schaffen kannst sie zu lösen.

So ähnlich ist es auch mit den Pferden. Bei der Freiarbeit ohne Halfter und Führstrick zeigen sie dir einfach deutlicher, wenn du ihnen zu viele Hausaufgaben gegeben hast oder zu schwere. Sie verlieren die Lust und lassen dich stehen.

So hilfst du deinem Pferd:

  • Deswegen ist es so wichtig, dass du deinem Pferd zuhörst
  • Dass du ihm Zeit gibst und weiterhilfst
  • Dass du nicht nach jeder Aufgabe sofort die nächste stellst, stundenlang.
  • Oder vielleicht auch mal einen Schritt zurücktrittst, wenn es eine Aufgabe nicht schafft. Und mit etwas aufhörst, was es kann.
  • Oder die Aufgabe in kleine Teilaufgaben zerlegst. Du kannst sie später wieder zusammensetzen und dein Pferd kann dann stolz auf sich sein, wenn es die Aufgabe schafft.

Zum Schluss: Pferde-Yoga

Wie versprochen zeige ich dir noch das Pferde-Yoga, das ich in Neuseeland gelernt habe. Dort gehört das zu den Übungen bei jeder Trainingseinheit. Ob man es immer machen muss, sei dahin gestellt. Aber es war schön, dass die Pferde Spaß dabei hatten und die Dehnung inklusive ist.

Die Übungen sollen die Wirbelsäule und den Hals dehnen, laut der Trainerin. Und ein flexibles und dehnbares Pferd ist doch etwas Tolles. Für mich war wichtig, dass ich das Pferd nicht zu sehr stretche, damit es sich nichts verzieht. Meine Übungspartnerin ist nicht mehr die Jüngste.

WICHTIG: Du musst die Übungen immer nach der Bodenarbeit oder dem Training machen, damit die Muskeln schon warm sind. Und bitte darauf achten, dass das Pferd sich nicht ruckhaft dehnt, sondern so lange wie die „Karotte hält“ in der Übung bleibt. Außerdem ist es wichtig, dass du vorher abcheckst, ob dein Pferd körperliche Probleme hat, die gegen die Dehnübungen sprechen sollten. Und du solltest dir für den Anfang eine Sachverständige Person dazuholen, die dir von außen betrachtet beim Machen zeigen kann, ob dein Pferd sich korrekt dehnt.

Ich würde deswegen immer erst einmal einen Pferdephysiotherapeuten bitten das Pferd durchzuchecken und nachzufragen, ob die Übungen für dein Pferd individuell geeignet sind oder nicht und wie genau du sie durchführen musst.

Pferde Yoga – 3 Übungen

ACHTUNG Die Übung muss korrekt ausgeführt werden. Das Pferd darf die Fesseln oder Beine nicht knicken, sie sollen gerade und etwas breiter auseinander stehen. Lieber dehnst du dein Pferd ein bisschen weniger und dafür korrekt. Da du ein Leckerli benutzt für die Übung muss dir klar sein, dass dein Pferd alles dafür tun wird. Dafür gehen sie auch mal gegen ihren Schmerz. Du musst also aufpassen, dass dein Pferd sich nicht verrenkt dabei.

Übung 1 – der Hals: 

  • Stelle dich neben die Schulter deines Pferdes und bitte es mit deiner Hand, seinen Kopf in deine Richtung zu biegen.
  • Da soll es kurz bleiben, um den Hals zu dehnen.
  • Das machst du auf beiden Seiten.
  • Dabei sollte der Kopf aber gerade bleiben, das Pferd darf sich nicht verwerfen. Anfangs kannst du eine Karotte als kleine Hilfe dazunehmen, wenn es nicht von alleine klappt.
  • Achtung: Mache lieber langsam und anfangs unter Anleitung. Das Pferd will natürlich die Karotte und wird viel dafür tun um sie zu bekommen. Eventuell auch zu viel oder falsch dehnen. Das gilt für alle Übungen.

Sieht lecker aus

Übung 2 – die Schulter:

  • Stelle dich jetzt mehr Richtung Hinterhand deines Pferdes und halte ihm eine Karotte entgegen.
  • Warte solange bis es mit dem Kopf herum kommt und versucht die Karotte mit den Zähnen zu bekommen.
  • Dabei biegt es sich. Halte die Karotte ruhig ein bisschen.
  • Umso länger es versucht abzubeissen, umso länger hält die Dehnung an.
  • Das machst du auf beiden Seiten.Toedt, meine Yoga-Partnerin, ist schon eine ältere Lady. Deswegen habe ich nicht zu viel Dehnung mit der Karotte angefragt.

Übung 3 – die Wirbelsäule:

  • Stelle dich neben die Schulter deines Pferdes und halte ihm die Karotte zwischen die Vorderbeine.
  • Dein Pferd sollte gerade und Parallel mit den Beinen da stehen
  • Die Möhre nach unten Richtung Vorderhufe zwischen den Beinen halten
  • Das Pferd muss stehen bleiben und darf nicht laufen
  • Achtung: Die Hufe dürfen dabei nicht einrollen oder abknicken!
  • Dann warte bis dein Pferd die Nase zwischen die Vorderbeine steckt, um die Karotte zu bekommen.
  • Findet es nicht von alleine den Weg, kannst du ihm ein klein bisschen mit der Hand die Richtung zeigen.
  • Auch hier halte die Karotte so lange, bis dein Pferd sie abbeißt. So dehnt es seine Wirbelsäule. Aber nur solange die Körperhaltung korrekt ist.
  • Bitte nicht zu tief oder zu stark. Es ist eine Dehnübung. Wie beim Menschen auch, kann sich dein Pferd überdehnen. Das kann ungesund werden für dein Pferd, wenn ihr es übertreibt.
Gibt es Pferdephysiotherapeuten oder Experten unter euch, die etwas zu den Übungen sagen können? Es würde mich wahnsinnig interessieren, wie ihr die Übungen findet und einordnet. Oder macht ihr vielleicht sogar regelmäßig Pferde-Yoga und eure Pferde sind schon dehnbar? Schreib mir einfach einen Kommentar.

Beim nächsten Mal? Geht es dann nicht um das „unten“, sondern um das „oben“.

Teil 6? Liberty: Die ersten Schritte zum Reiten mit dem Halsring

Also Liberty Work auf dem Pferderücken. Reiten mit dem Halsring. Meine ersten Erfahrungen und ich verrate euch, was die ganzen Übungen der letzten Wochen mit dem Reiten zu tun haben.

Alle Artikel zum Thema Liberty und Freiarbeit:

Teil 1! Die Basis der Freiarbeit – nur du und dein Pferd: Wie echte Kommunikation mit den Pferden funktioniert

Teil 2! Da erkläre ich, wie die richtige Atmung dabei helfen kann ein besserer Pferdemensch zu werden und warum Horsemanship eigentlich viel eher Humanship heißen müsste.

Teil 3! Da geht es darum, wieso alles eine Bedeutung hat und wie wir dieses Wissen für die leise und sanfte Kommunikation mit Pferden nutzen können

Teil 4! Dann erkläre ich, wieso eine Methode nicht für alle Pferde funktioniert und wie du es schaffen kannst für dein Pferd spannend zu bleiben

UND:

Teil 6! Liberty: Die ersten Schritte zum Reiten mit dem Halsring

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6 Kommentare zu “Bist du ein Pferde Yogi? Die Zutaten für eine gute Kommunikation und Yoga

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    die Übungen kenne ich sehr gut. Ich hatte diese und weitere Übungen von der Physiotherapeuten von meinem ersten Pferd erklärt und gezeigt bekommen. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man sich die Übungen einmal ordentlich zeigen lassen sollte, denn es gibt doch einiges zum drauf achten. Mit meinem Pony habe ich die Übungen noch gar nicht gemacht. Irgendwie bisher nie dran gedacht. Schön, dass du mich wieder daran erinnerst.
    Deinem Artikel kann ich wieder in vielem zustimmen. Was ich für mich allerdings nicht mache, ist das einfordern. Ich bitte mein Pony um etwas und wenn er es nicht tut, dann schau ich warum er ers nicht tut. Mein Pony ist in der Regel immer motiviert dabei und möchte die Übungen ausführen, wenn er etwas nicht macht, gibt es also nicht mehr nachdruck, sondern die Überlegung von mir, warum. Es kann sein, dass ich zu schnell vorgegangen bin, dass er noch nicht verstanden hat, was ich eigentlich von ihm will, dass ihm die Übung unangenehm ist und ich ihn noch anders vorbereiten muss, dass ich mich nicht klar ausgedrückt habe und ganz selten kann es auch mal sein, dass er einfach keine Lust zu hat. Ich versuche immer mein Pony zu motivieren und es ihm nochmal einfacher zu machen, wenn er mich nicht versteht. Klappt eine Übung an einem Tag trotzdem so gar nicht, dann lasse ich es einfach für den Tag und wir üben ein anderes Mal weiter.
    Ich wurde immer wieder gewarnt, dass ich das auf gar keinen Fall tun soll, denn so nutzt das Pferd das irgendwann aus. Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht. Warum sollte er auch? Er ist mit viel Spaß und Eifer dabei und für ihn ist alles ein Spiel. Also gibt es für ihn auch keinen Grund sich komplett zu verweigern. Würde er das tun, müsste ich nochmal über den Übungsaufbau nachdenken. So ging es uns beim Hufeauskratzen. Da habe ich das Training völlig spassfrei aufgebaut und mein Pony wollte nicht mitmachen. Seit wir auch hier lockerer miteinander umgehen, macht er es total lieb. Einfordern war auch hier für uns nicht der richtige Weg, im Gegenteil, der hat uns nur in eine Spirale aus Ärger und Abwehr gebracht und die Übung immer mehr verschlimmert. Erst als ich ihn habe mitbestimmen lassen, seinen Huf konsequent losgelassen habe, wenn er gezappelt hat und es einfach in Ruhe wieder versucht habe, seither klappt es.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, danke für deinen Kommentar. Der Hinweis zum Experten kam auch von Daniela von Hippovital. Sie ist auch sehr bewandert in Anatomie. Ich habe es jetzt im Artikel nochmal deutlicher ergänzt und geschrieben. Ich hatte ja auch meine Trainerin in Neuseeland dabei, als ich es nach ihrer Anleitung ausprobiert habe. Insofern ist es schon richtig, dass man das erste Mal auf jeden Fall einen Experten an der Seite haben und vorher checken sollte, ob das Pferd es auch gesundheitlich kann. Für mich ist das so selbstverständlich, dass ich es gar nicht ganz deutlich geschrieben hatte 🙂

      Ich mag deine Art mit deinem Pony umzugehen. Ich finde deinen Weg wirklich toll. Ich weiß bei meiner Stute nicht, ob das für sie in jeder Lebenslage das Passende wäre und ich glaube, dass manche Pferde sich auch erst wohlfühlen, wenn sie klare Hinweise bekommen. Ich meine damit immer höflich, nett und freundlich, aber eben auch freundlich "Nein" sagen. Aber auch da gilt wie immer: jedes Pferd ist anders und jedes braucht ein eigenes Konzept. Ich finde deines auf jeden Fall sehr toll, zugewandt und glaube, dass dein Pony mit dir genau die richtige Person an seiner Seite hat. Ganz liebe Grüße, Petra

  2. Hebi sagt:

    Hällöchen,
    das ist lustig das du gerade diese Übungen vorstellst, denn genau die machen wir auch jede Woche ein paar mal , sind da aber von allein drauf gekommen und wussten nicht das es Yoga ist ^^. Kann ich nur empfehlen,gerade die Übung mit dem Kopf zwischen den Vorderbeinen,wenn man es eine Zeit lang macht kann das Pferd teilweise mit dem Kopf bis unter die Mitte des Bauches gelangen(je nach Anatomie) und der Rücken wölbt sich richtig schön auf!
    Seit wir diese Übungen machen ist der Rücken vom Pony richtig fit,man sieht es gleich nach der Übung noch lange das er ganz anders steht und den Rücken von allein etwas wölbt.

    Wichtig ist aber langsam rangehen! und nie mehr erzwingen als das Pferd sich getraut, dann ist es wirklich wärmstens zu empfehlen!
    Liebe Grüße
    Hebi & Felix

    • Petra sagt:

      Hallo Hebi, freut mich, dass du die Übungen auch so toll findest. Mir wurden sie als Pferdeyoga vorgestellt. Ich denke es sind Dehnübungen, aber Pferdeyoga klingt doch auch sehr toll 😉 Dein Hinweis, dass man es langsam angehen sollte, finde ich auch sehr wichtig. Ich habe es schon versucht anzudeuten, es aber nochmal deutlicher im Artikel geschrieben. Einfach, damit sich die Pferdebesitzer dessen bewusst sind, dass es wichtig ist solche Übungen langsam anzugehen. Und nicht zu überdehnen. Aber das gilt ja letztlich für jede Gymnastizierung. Man sollte nicht überdehnen und die Übungen korrekt ausführen, dann können sie ganz toll sein. Danke für Deinen Kommentar und ganz liebe Grüße an Dich und Felix, Petra

  3. Dani sagt:

    Hallo, liebe Petra! 🙂

    Ich lasse in meine Arbeit viele Dehnungsübungen einfließen, da sie sehr wertvoll sind. Allerdings NIE ohne vorher abzuklären ob das Pferd dazu auch in der Lage ist, diese Anforderungen korrekt zu erfüllen. Das heißt, ich checke das Pferd immer vorher durch ob nicht schon knöcherne Blockaden oder muskuläre Verspannungen vorliegen. Diese gehören stets fachkundig gelöst!

    Liegen Probleme vor, wird das Pferd bei den Übungen Ausweichbewegungen machen, die dem weniger geschulten Laien womöglich gar nicht auffallen,- von da her stehe ich dem "Hausrezept Yoga-Übungen" doch etwas skeptisch entgegen.

    Im Anschluss ist es sinnvoll den Pferdebesitzer in die Dehnungsübungen mit ein zu beziehen, da sie unter Umständen sogar entscheidend sein können wie dauerhaft der Erfolg der vorhergegangenen Arbeit war. Dazu zeige ich allerdings immer direkt Vorort vor, erkläre die Übungen genau und beschreibe auch die Ausweichbewegungen. Als Beispiel in deinem Bildverlauf der Übung 3 fällt mir das abgewinkelte Vorderbein auf, und da würde ich schon nachhaken… 😉

    Soweit meine Meinung dazu, und ich schicke ganz liebe Grüße! Dani

    • Petra sagt:

      Liebe Dani, danke für deinen Kommentar. Du hast schon Recht damit, dass man erst einmal checken muss, ob das Pferd gesundheitlich dazu in der Lage ist. Wie beim Menschen auch. Dehnübungen beinhalten schon im Wort "Dehnen" die Gefahr, dass es zuviel oder falsch sein kann. Ich habe deswegen im Artikel auch nochmal ergänzt, dass man unbedingt vorher den Experten auf das Pferd schauen und sich die Übungen vom Experten zeigen lassen sollte. Das ist für mich irgendwie so selbstverständlich, dass ich gar nicht daran gedacht hatte, es explizit dazu zu schreiben. Die Stute, mit der ich die Übungen gemacht habe, ist vom Tierarzt gecheckt und eine Physiotherapeutin hat die Übungen für sie gezeigt. Ich habe sie nach Anweisung der Trainerin mit ihr gemacht. Sie ist schon fast 30 Jahre alt und verdankt ihren guten Rücken auch den Übungen. Deswegen war ich so begeistert. Aber ich werde der Trainerin nochmal deine Infos weitergeben 🙂 Ganz liebe Grüße und bis bald, Petra

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