Stell Dir vor: Nur Du und Dein Pferd! Du kommst zur Koppel, rufst den Namen Deines Pferdes. Es hebt den Kopf, spitzt die Ohren und kommt auf Dich zugelaufen. Es schnaubt und biegt den Kopf, damit Du an seinen Kopf herantreten und es begrüßen kannst. Du kraulst es, während es neben Dir steht, dann bittest Du es mit einer kleinen Armbewegung Dir zu folgen und ihr lauft zusammen zum Putzplatz. Kein Halfter, kein Führstrick. Nur Du und Dein Pferd. Ein wunderschönes Gefühl. Von Dankbarkeit, Glück, Harmonie, Zufriedenheit. Ein Gefühl, dass einen nicht mehr loslässt, wenn man es einmal erlebt hat. Es passiert aber nur, wenn Du ein sicherer Ort für Dein Pferd bist. 

 Typisch Frau Mensch: Weniger denken, mehr fühlen!

Wie wirst Du ein sicherer Ort? Wenn Du Ruhe und Gefühl für Dein Pferd vermittelst. Was ich auch gelernt habe und vielleicht die wichtigste Botschaft für mich: Es ist nicht immer leicht das alles umzusetzen und es braucht Zeit.

Nimm sie Dir und gönne sie auch Deinem Pferd. Erwarte nicht immer zu viel von Dir, gestatte Dir Fehler und betrachte es als einen wundervollen lebenslangen Weg, nicht als eine riesige Aufgabe die vor Dir liegt. Ist das nicht toll? Du kannst gemeinsam mit Deinem Pferd lernen. Du kannst zusammenwachsen mit Deinem Pferd. Du wirst es immer besser verstehen und es wird Dich immer besser kennenlernen. Du musst Dich nur auf den Moment, Dein Gefühl und Dein Pferd einlassen. Dann wird es Dir zeigen, was es braucht um sich wohlzufühlen bei Dir. Ich nehme Dich mit auf die ersten Schritte des Weges in Richtung Liberty Work.

(Reklame)

Mein „Weltreiten“ hat mich nach Neuseeland geführt. Dort habe ich bei einer Pferdefrau Halt gemacht, die sich der Freiheitsarbeit verschrieben hat. Der Deal: Ich arbeite zwei Stunden jeden Tag auf ihrer Farm und bekomme dafür zwei Stunden Training.

Rosa und Petra im Einklang

Freiheitsdressur. Schritt für Schritt:

Wenn ich ganz tief in mich hineinhöre ist mir schon länger klar, dass die Freiarbeit die schönste Form der Zusammenarbeit mit den Pferden ist. Spätestens seitdem ich Kenzie Dysli*  mit ihren Pferden erlebt habe und Unterricht bei ihr hatte.

Warum Freiheitsdressur? Weil sie Dir die Wahrheit über Dein Verhältnis zu Deinem Pferd erzählt. Ich wünsche mir für meine Jungstute und mich ein ehrliches Verhältnis. Ich will auf die Koppel kommen, meine Stute hört mich, kommt zu mir und folgt mir. Ohne alles. Nur mein Pferd und ich. Wir arbeiten auf dem Platz oder reiten ins Gelände, nur meine Stute und ich. Ein Sattel, ja. Damit ich ihren Rücken nicht unnötig belaste. Aber kein Gebiss, kein Zaumzeug – vielleicht ein Halsring. Mehr nicht. Das ist der Traum! Träumst Du ihn auch? Der erste Schritt dorthin? Das Training in Liberty Work.

AHA-Erlebnisse

Das Training in Neuseeland hat mir geholfen vieles besser zu verstehen. Am Ende der fünf Tage sind die Pferde mit mir angetrabt oder stehen geblieben, haben sich im Kreis gedreht oder sind mit mir zwischen Hindernissen durch. Ohne alles. Ohne Halfter. Ohne Führstrick. Ein wunderschönes Gefühl.

Ich will Dich mitnehmen auf diese schöne Reise zu mehr Kommunikation. Zu weniger Hilfsmitteln und zu mehr Erkenntnis über Dich selbst. Denn das ist der erste und vielleicht auch wichtigste Schritt zu einer besseren Beziehung zu Deinem Pferd. Ich will das gelernte Wissen mit Dir teilen. Ich habe viel begriffen und verinnerlicht in diesen fünf Tagen. Oft gehörte Botschaften zum Beispiel. Man liest sie immer wieder und dann geht man weiter. Dabei können sie einem dabei helfen, immer wieder, ein besserer Pferdemensch zu werden.

WHelles Auge

Oft gehörte Botschaften, die es sich lohnt zu verinnerlichen: 

  • Das Pferd spiegelt Dich.
  • Du musst der vertrauensvolle Führer in der kleinen Herde von Mensch und Pferd sein.
  • Das Pferd will sich anschließen, aber Du musst Dafür sorgen, dass es passiert.
  • Körpersprache ist alles.
  • Pause ist die größte Belohnung, die Du geben kannst.
  • Timing und gelassene Konsequenz sind alles.
  • Viele kleine Schritte sind der schnellste und einfachste Weg zu den großen Zielen.

Es braucht vor allem zwei Dinge, damit das Miteinander von Pferd und Mensch funktioniert: Man braucht eine klare Körpersprache und Vertrauen. Der Mensch zum Pferd und das Pferd zum Mensch. Je besser die Beziehung, je größer das Vertrauen, desto besser wird es funktionieren. Je nach Pferd und Mensch kannst Du Dir diese Beziehung schnell erarbeiten oder es braucht etwas Zeit dafür. Du bekommst sie aber nur dadurch, dass Du Dir Zeit nimmst. Dass Du als Mensch dem Pferd vertraust. Dass Du an Dir arbeitest. Dass Du dem Pferd in möglichst jeder Situation signalisierst, dass Du weißt was Du tust.

  • Du lässt Dich nicht herumschubsen.
  • Du bist klar in Deinen Signalen.
  • Du achtest auf Dich und Deine Körpersprache.
  • Du gibst Deinem Pferd Belohnung in Form von Stimmlob und Ruhepausen.
  • Du bist gelassen und höflich.

(Link zum Pferdeflüsterei Shop)

Das ist  wie mit Kindern. Wenn wir „Nein“ sagen, dass müssen wir auch immer „Nein“ meinen. Dann dürfen wir diese Grenze nicht mehr ständig ausweiten, weil wir gerade nicht aufmerksam sind oder müde oder keine Lust haben, dem Pferd zum dritten Mal zu sagen, dass es nicht in den Taschen nach Karotten suchen soll. Das verwirrt das Pferd. Wenn es drei mal an Dir knabbern und schubbern darf und beim vierten Mal plötzlich nicht. Das ist nicht konsistent. Nehmen wir also an, dass Du Deine Regeln und Grenzen kennst und sie immer einforderst. Nie böse, nie wütend, nie ungeduldig. Sondern ruhig, freundlich, aber bestimmt.

Es ist aber genauso wichtig, dass Du dem Pferd zuhörst. Dass Du erkennst wie es fühlt und denkt. Was seine Persönlichkeit ausmacht. Jeder Mensch ist anders und jedes Pferd ist es auch. Es ist also auch Deine Verantwortung das Training und die Zusammenarbeit so zu gestalten, dass sie zu Charakter und Lernkompetenz Deines Pferdes passen. Schritt für Schritt. Beobachte immer Dein Pferd.

Bitte folgen

Meine Trainingspartnerin Toedt zum Beispiel. Als ich am zweiten Trainingstag mit ihr antraben will, bekomme ich die Gerte in die Hand gedrückt. Ich soll sie daran erinnern, dass sie die Führposition immer einhält, also bei mir bleibt. Toedt wird aufgeregter und rennt fast zu schnell. Obwohl ich die Gerte nur neben mir trage, weder hebe noch bewege.

Leichter Trab

Todt läuft

Wenn Dein Pferd also zum Beispiel die Gerte nicht mag, wie meine Trainingspartnerin Toedt in Neuseeland. Dann streichle es solange damit bis es gelassen und ruhig ist. Dein Pferd weiß dann, dass die Gerte nicht böse ist.

Gerte-Berührung

Der erste Schritt zur Liberty Work:

Sei ganz bei Dir selbst und im Moment. Denn auch das ist wichtig: Es ist ein Weg. Ein wundervoller spannender Weg mit Deinem Pferd. Aber auch ein Weg zu Dir selbst. Wenn Du wirklich mit Deinem Pferd frei arbeiten willst, dann wirst Du Dich selbst kennenlernen, Du wirst lernen Dich zu hinterfragen und so lange an Dir zu arbeiten, bis Du der klare und gelassene Partner an der Seite Deines Pferdes sein kannst. Das habe ich zum ersten Mal wirklich in einem Kurs bei Alfonso Aguilar beobachtet. Der alles mit einem Lächeln und viel Vertrauen und Geduld gemeinsam mit dem Pferd erarbeitet. Ich bin ein Fan seines Trainings und seiner Bücher:

Und ich habe es in den wenigen Tagen in Neuseeland nochmal verinnerlicht. Ich finde diesen Gedanken wunderschön, denn er sagt mir, dass es an mir liegt die Beziehung zu meinem Pferd zu erarbeiten. Und er hilft mir auch in meinem „normalen“ Alltag. Seit ich mit Pferden zusammen bin, habe ich mich verändert. Ein kleines bisschen. Und ich freue mich auf alles, was sie mir noch beibringen werden. Pferde lehren Dich ein besserer Mensch zu werden. Wenn Du ihnen zuhörst und wenn Du wirklich bereit bist Dich zu öffnen und an Dir zu arbeiten.

Schreibt mir Eure Geschichten:

Wie ist Dein Weg mit Deinem Pferd? Wie schaffst Du es ein Herz und eine Seele zu werden?

Alle Pferdewebseiten und Tierwebseiten: Du bist auch gerne dazu eingeladen mitzumachen und auf Deiner Webseite zu schreiben, wie Du daran arbeitest mit Deinem Tier ein Herz und eine Seele zu werden. Ich würde mich freuen, Deinen Wege kennenzulernen. Schreib mir einen Kommentar mit dem Link und verlinke einfach diesen Artikel hier.

Ich würde sehr gerne den Weg von Christina und Herzenspferd zu ihren Pferden lesen.

Die Serie zum Thema Liberty und Freiarbeit geht weiter:

Teil 2? Da erkläre ich, wie die richtige Atmung dabei helfen kann ein besserer Pferdemensch zu werden und warum Horsemanship eigentlich viel eher Humanship heißen müsste.

Teil 3? Da geht es darum, wieso alles eine Bedeutung hat und wie wir dieses Wissen für die leise und sanfte Kommunikation mit Pferden nutzen können

Teil 4? Dann erkläre ich, wieso eine Methode nicht für alle Pferde funktioniert und wie du es schaffen kannst für dein Pferd spannend zu bleiben

Teil 5? Darin gibt es Tipps für Dehnungsübungen und die große Frage, wie wir an uns selbst arbeiten können um ein besserer Partner für das Pferd zu werden

Teil 6? Liberty: Die ersten Schritte zum Reiten mit dem Halsring

 

Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

39 Kommentare zu “Bist Du ein sicherer Ort? Wie Du mit mehr FÜHLEN mehr erreichst

  1. Andi sagt:

    Hab gerade nicht so positive Erfahrungen gemacht. Es ist ein so langer Weg, meiner geht schon sehr sehr lang…dies hier motiviert mich gerade etwas. Lese es vom Krankenbett aus und überlege ob und wie es jetzt weiter geht. Immerhin…

    • Petra sagt:

      Lieber Andi, das klingt aber nicht schön. Ich schicke Dir allerschnellste Besserungswünsche und hoffe, dass Du bald wieder gesund bist. Welche Erfahrungen hast Du denn gemacht? Ich freue mich aber, dass der Text Dich motiviert. das berührt mich sehr. Ich denke, dass es immer einen Weg gibt. Manchmal muss man mit sehr kleinen Schritten anfangen loszulaufen. Aber es geht immer vorwärts. Alles Liebe, Petra

  2. Claudia sagt:

    Liebe Petra,
    danke für den schönen Artikel. Es fasst sehr schön zusammen, was für mich der Grundgedanke in einer Beziehung zu einem Pferd ist. Eine wunderschöne Partnerschaft.

    Wie hast du deinen Weg gefunden bzw. damit angefangen?

    lg Claudia

    • Petra sagt:

      Liebe Claudia, danke für dein wunderschönes Kompliment. Das freut mich wirklich sehr. Mein Weg ist noch lange nicht am Ende. Vielleicht kennst Du das auch? Ich habe gelernt, dass das Zusammensein mit Pferden immer ein Weg sein wird. Ich glaube auch nicht, dass es die eine Wahrheit, die eine Trainingsmethode oder den einen Weg gibt. Ich denke, dass wir immer wieder nachfragen müssen, bei uns, bei unserem Pferd und bei den Ideen, die da draussen zirkulieren. Momentan entwickle ich mich zu einer Liberty-Gefühl-Natural-Horsemanship-Vertrauens-Frau. Vor einem Jahr war es „nur“ Natural Horsemanship 😉

      Angefangen hat alles mit Westernunterricht, weil es mir entspannter und weniger zurechtgezurrt erschein als Englisch Reiten. An manchen Punkten geht es mir immer noch so. Aber heute weiß ich, dass es immer der Mensch ist, der darüber entscheidet ob eine Reitweise entspannt ist und sich gut für das Pferd anfühlt. Überall gibt es Gutes und Schlechtes.

      Dann kam die Bodenarbeit und Liberty, die ich bei Kenzie auf der Hacienda Buena Suerte gesehen und trainiert habe. Seitdem weiß ich, dass ich ein großer Fan der Bodenarbeit bin.

      Alles weitere ist ein Weg, auf dem ich immer noch laufe und die Richtung suche. Das war jetzt sehr knapp und ich könnte Romane schreiben, das will ich Dir aber nicht antun. Wie ist denn dein Weg? Und wie hast Du ihn gefunden?

      Alles Liebe,

      Petra

      P.S.: Ich habe mir spontan überlegt, dass alle Pferdeblogger und Tierblogger gerne dazu eingeladen sind mitzumachen und zu schreiben, wie sie daran arbeiten mit ihrem Tier ein Herz und eine Seele zu werden. Als eine Art Blogger-Stöckchen. Magst du mitmachen, das Stöckchen aufnehmen und weiterreichen?

  3. Sophia sagt:

    Das ist ein ganz toller Artikel!! Bin sowieso gerade sehr begeistert von deiner Seite 🙂 Habe selbst auch ein Pferd – er ist mittlerweile schon 21 Jahre alt (und darf Arthrosebedingt leider nicht mehr geritten werden). Wir können nun nur noch spazieren gehen und Bodenarbeit machen. Werd mir das alles noch mal ganz in Ruhe durchlesen, denn auch nach so langer Zeit können wir noch viel miteinander lernen.
    Liebe Grüße
    Sophia

    • Petra sagt:

      Liebe Sophia, das freut mich sehr. Ich danke Dir 🙂 Ich finde, dass Spazierengehen und Bodenarbeit mindestens genauso schön sind wie Reiten. Ich kann immer gar nicht verstehen, dass Menschen das so gar nicht mit ihrem Pferd machen oder dass es nicht zum Reitunterricht dazu gehört. Es ist so schön eine Bindung aufzubauen, auch am Boden. Ganz liebe Grüße an Dich und Dein Pferd, Petra

  4. Claudia sagt:

    Liebe Petra,

    gerne! Es ist auch wirklich schön deine Artikel zu verfolgen. :O)

    Ja klar, der Weg hat meiner Meinung nach nie ein Ende. Man kann so viel lernen und doch wird man nie ausgelernt haben!

    Wie du schon so schön schreibst, ist es eigentilch die eigene Methode die man ausprägt. Diese setzt sich aus vielen Ideen, Hilfen und Trainingsmethoden zusammen. Man bekommt quasi eine eigene Handschrift, die auch individuell auf das Pferd angepasst ist.

    Ich habe mich auch für das Westernreiten entschieden, weil mir die Idee dahinter einfach besser gefallen hat. Die Ruhe als Belohnung! Wie du bereits schreibst, ist mir auch mittlerweile bewusst geworden, dass egal welche Reitweise, es in der Hand des Menschen liegt sie zu gestalten!

    Ja, die Romane kenne ich auch!:O) Und das obwohl ich bei weitem noch nicht so weit bin wie du.

    Meinen Weg versuche ich momentan noch für mich zu finden. Je intensiver die Beziehung zu meinem Pflegepferd wird umso mehr merke ich, dass es da noch mehr geben muss! Ich beschäftige mich derzeit sehr viel mit den Grundlagen. Also was sieht ein Pferd, was hört es usw… Weil ich mein Pflegepferd und seine Reaktionen verstehen möchte. Das sind meine ersten Schritte.

    Ich habe auch schon bei ein paar Kursen mitgemacht, aber irgendwie bin ich trotzdem noch immer immer auf der Suche. Dafür gebe ich mir aber Zeit, der Weg wird sich mit der Zeit von ganz alleine ergeben…

    lg Claudia

    P.S.: Da mache ich gerne mit. Wie soll denn das weiterreichen aussehen?

    • Petra sagt:

      Liebe Claudia, meine Trainerin meinte einmal, dass sie sich über die Jahre einen Werkzeugkasten zugelegt hat. Aus jedem Kurs und jedem Fachbuch und mit jedem Pferd sind ein paar Werkzeuge dazu gekommen. Je nach Pferd langt sie dann in ihren Werkzeugkasten und kramt in den gemachten Erfahrungen. Das trifft es ganz gut, finde ich. Genau wie Du auch schreibst, es ist ein persönlicher Weg, der je nach Pferd und Mensch und Lernphase variiert. Ich denke auch, dass wir nie auslernen werden. Aber das macht es ja auch so spannend. Jeden Tag lernen wir neu, über uns, das Pferd und den gemeinsamen Weg. Ich bin auch auf der Suche, aber das sind Pferdemenschen wahrscheinlich immer. Zumindest die, die ihr Pferd wirklich verstehen wollen. Ganz liebe Grüße an Dich und Dein Pflegepferd, Petra P.S.: Einfach auf die Aktion hier mit einem Link verweisen (damit jeder weiß, wie es gedacht war) und dann Deinen Weg mit Deinem Pferd beschreiben oder Deine Suche nach einem Weg 🙂 und dann jemanden nominieren, den Du gerne dazu lesen würdest. Ich finde die Idee spannend, dass wir voneinander lernen und so viele verschiedene Wege kennenlernen.

  5. Lis sagt:

    Toller Artikel, da kriegt mal gleich wieder Lust zu den Pferden zu gehn und sich einfach zu ihnen auf die Weide zu setzen oder zu kraulen.

    Ich hab letztes Jahr im Sommer mit Bodenarbeit angefangen. Zu Anfang ging es alles andere als gut, sie folgte mir nicht mal vom Hof als ich spazieren gehen wollte. Irgendwann hab ich mit Zirzensik angefangen und dann nach Pat Parelli gearbeitet. Nach einer Zeit wurde es immer besser, aber die Arbeit mit Druck fand ich immer schlechter. Bei der Zirzensik arbeitete ich mit dem Clicker was zu sehr guten Erfolgen geführt hat.
    Ich hab mich lange mit anderen Methoden beschäftigt und fange immer mehr an auf Pferde zu hören. Leider haben wir trotzdem noch ein paar Schwierigkeiten.
    Lg

    • Petra sagt:

      Liebe Lis, das klingt doch toll. Schwierigkeiten haben wir doch alle, mal mehr mal weniger. Pferde haben ihren eigenen Kopf und wenn man sie mitdenken lässt, wirds kompliziert 😉 Ich werde mit meiner Stute auch viel „sprechen“ und „austauschen“ müssen und sie oft nicht verstehen. Aber es ist ein Weg und am Ende wird es glaube ich (und hoffe ich) ein gemeinsamer Weg. Ich bin auch noch sehr Natural Horsemanship, denke immer wieder übers Clickern nach und lerne gerade mehr zuzuhören statt zu denken. Mal sehen wohin unser Weg uns führt. Auf jeden Fall macht es Spaß, das ist das Wichtigste. Ich drücke Dir und Deinem Pferd die Daumen, Petra

  6. Sabine sagt:

    Ich hatte am Wochenende, ein wirklich ganz tolles Kurswochenende bei Marlitt Wendt. Ihre Arbeit hat mich doch noch ein ganzes Stück mehr mit meinen Ponys zusammenwachsen lassen.

    • Petra sagt:

      Wie schön – so muss das sein. Man muss von den Besten lernen, hat mal jemand zu mir gesagt. Dann lernt man am Schnellsten 🙂

  7. julia sagt:

    Hallo 🙂 ich habe diesen wunderschönen Artikel so richtig verschlungen so schön geschrieben. Ich stehe Grad am Anfang habe mir mein erstes Pferd vor 1 Monat gekauft nach 10 Jahren reit/pferdepause. ich bin beeindruckt u voller Respekt vor menschen die diesen Weg gehen mit ihrem Pferd diesen Weg möchte ich auch gehen. Ich arbeite seit 5 Jahren intensiv an mir (energetische) u ich finde dies jetzt mit meinem Pferd noch weiter zusammen zu erarbeiten sehr interessant weil mein bandito mir immer wieder meinen Spiegel vor die Nase hält u ich dann wieder lernen darf. Danke für den schönen Artikel

    • Petra sagt:

      Liebe Julia, noch eine Freiarbeiterin in Spe – wie schön. Ich finde Menschen auch beeindruckend, die diesen Weg komplett gehen und es geschafft haben. Aber genau wie Du denke ich, dass es das Wert ist. Der Weg ist ja auch das Ziel und je nach Pferd und Mensch und Pferd-Mensch kann der länger dauern oder nicht. Aber das tolle daran ist nicht nur das Freie, sondern auch die Ehrlichkeit der Pferde und wie sehr man an sich selbst arbeiten muss. Sie sind Meister der Persönlichkeitsentwicklung, besser als jeder Psychologe 😉 Ganz liebe Grüße und viel Spaß mit Deinem Pferd, Petra

  8. Anna sagt:

    Ich habe mein Seelenpferd nach 5 Jahren RB aus einem Schulbetrieb gekauft – für 1 €. Er war damals schon sehr kaputt und ich konnte ihn behutsam wieder aufbauen und schmerzfrei bekommen. Das ist nun 2,5 Jahre her, Anfang des Jahres verstarb er leider als Endzwanziger.
    Ich hatte ihn damals gesehen und hatte sofort eine Bindung zu ihm… damals war er noch als „Stinkstiefel“ verpönt und niemand mochte ihn. Klassisch Lipizzanerdickkopf war er auch sehr wählerisch mit seinen Menschen und oft schwierig im Umgang.
    Dadurch dass ich ihm von vornherein mit viel Respekt aber auch Vetrauen begegnet bin, aber ihm auch strikte Grenzen gesetzt habe, hat es nicht lange gedauert und er brachte mir ebenso Respekt und Vertrauen entgegen. Er folgte mir Schritt und Tritt wie ein Hund und passte sehr auf mich auf. Als er einen Einschuss hatte ließ er niemanden an sein Bein – ich konnte ihm in die Wunde greifen beim reinigen und desinfizieren. Alle anderen kamen von einem Ausritt mit ihm zurück mit dem Worten:“Der hat ganz schön gebuckelt!“ ich ritt ihn oft ohne Sattel und am langen Zügel draußen.
    Ich habe alles für ihn getan und er für mich. Das habe ich nur damit erreicht ihn als „Person“ zu respektieren und ihm zuzuhören wenn er mir gesagt hat was er mag und was er nicht mag und ob gerade etwas nicht stimmt. Das Selbe hat er mir zurück geschenkt. Ich denke dass ist die wichtigste Basis! Das Pferd ist nun mal kein Sportgerät sondern ein lebewesen dass auch noch sehr intensiv mit einem kommuniziert. Man muss eben nur zuhören 🙂

    • Petra sagt:

      Liebe Anna, was musste dieses arme Pferd im Schulbetrieb erleiden, dass er so kaputt war. Schrecklich. Aber mir scheint es ohnehin so, dass die Schulpferde immer wieder die letzten im Glied sind. Sie bekommen zu wenig Zeit, zu wenig Geduld, zu wenig gute Haltungsbedingungen und und und. Sie müssen ja Geld einbringen. Ein bisschen sind auch die Kunden schuld, die möglichst billig Reitunterreicht wollen, ohne darüber nachzudenken, dass so ein Pferd erst einmal unterhalten werden muss. Hach, ich höre besser auf – das wird sonst ein ellenlanger Kommentar und es soll ja nicht darum gehen, sondern um Deine Geschichte. Die für Dein Schulpferd zumindest 2,5 Jahre gut ausgegangen ist. Ich finde es sehr berührend, dass Du ihm schöne Jahre geschenkt hast. Und Deine Geschichte zeigt, dass die Pferde das mit Liebe und Aufmerksamkeit danken. Du hast so Recht: Das Pferd ist kein Sportgerät. Sagen würde das keiner, aber behandeln tun viel zu viele Menschen ihr Pferd genau so. Sie verpassen auch so viel dabei. Ganz liebe Grüße, Petra

  9. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    ein sehr schöner Artikel.
    Mein Pony und mich kennst du ja nun schon ein bisschen und unseren Weg zueinander, habe ich ja auch schon öfter in den Kommentaren beschrieben (ich habe keinene eigenen Blog, deshalb kann ich keinen Blogeintrag schreiben).
    Unsere Beziehung basiert auf gegenseitigem Respekt, Verständnis füreinander, Freundschaft und Zuneigung. Natürlich bin ich auch konsequent und es gibt Regeln in unserem Zusammensein. Diese Regeln stelle aber nicht nur ich auf, sondern auch mein Pony und die werden dann von mir ebenfalls beachtet so wie ich von ihm erwarte, dass er meine Regeln beachtet.
    Am liebsten spielen wir frei miteinander. Wir gehen sogar den Weg anders rum wie die meisten. Wir fangen frei an und wenn wir eine Übung im Freilauf können, dann versuchen wir es auch am Strick. Für mich ist das die ehrliche Art, denn er hat hier viel mehr die Möglichkeit sich selber einzubringen, zu sagen, was er möchte und was nicht.
    Auch Übungen bei denen er Angst haben könnte, mache ich immer frei denn dann ist meiner Erfahrung nach auch mehr Freiwilligkeit gegeben und das ist mir wichtig. Für uns sind Übungen nur dann gelungen, wenn wir BEIDE Ja dazu sagen.
    Vielleicht als Beispiel das Thema Abspritzen. Da wir anfangs nur einen Schlauch im Hof hatten und ich ihn da nicht frei laufen lassen konnte (Möglichkeit auf die Straße zu laufen), habe ich ihn am langen Strick gehabt. Die Übungen liefen gut, aber ich hatte immer den Eindruck, dass er mit dem Schlauch viel unsicher ist, als ich es von ihm gewohnt bin, weil er das Gefühl hat nicht wirklich weglaufen zu können, wenn er das möchte.
    Ich habe dann mit unserem Stallbesitzer zusammen einen Schlauch in der Stallgasse angebracht. Hier kann ich alle Türen so zumachen, dass er mir nicht auf die Straße laufen kann und habe ihn komplett vom Strick gelassen. Plötzlich fand er das Ganze viel besser. Er ist nie auch nur einmal wirklich weggelaufen, trotzdem war er plötzlich deutlich ruhiger und freudiger bei der Sache. Er ging mutig auf den Schlauch zu, weil er nicht festgehalten wurde (natürlich habe ich ihm vorher sehr viel Strick gelassen und darauf geachtet, dass sich dieser nie anspannt, aber trotzdem war es was anderes wie ganz ohne).
    Heute geht natürlich abspritzen auch am Strick.
    Diese Herangehensweise ist aber natürlich für mich schwieriger. Ich bekomme ein ehrliches Feedback von meinem Pferd. Ich muss viel mehr an mir selber arbeiten, es braucht Vertrauen von meiner Seite in mein Pferd, ich muss Kontrollsüchte und Ängste ablegen und achtsam mit meinem Pferd umgehen. Im Moment bei meinem Pferd sein und seine Meinung zu hören und anzunehmen ohne gekränkt oder verletzt zu sein, wenn ich auf ein Nein seinerseits treffe. Das sind für mich die Herausforderungen.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, Du und Dein Pony – ihr geht einen tollen Weg zusammen. Ich freue mich immer von euch zu lesen. Das steckt so viel Wissen und Liebe und Geduld drin, es ist schön euren Weg via Kommentar zu verfolgen. Ich mag die Idee ja sehr gerne, dass Du alles frei machst. Im ersten Moment war ich ganz verblüfft beim Lesen: Ach, Dein Pony ist sogar schneller und zufriedener, wenn er Dinge ohne alles machen darf. Aber dann habe ich kurz darüber nachgedacht und eigentlich ist es sogar logisch. Er kann selbst entscheiden und mit jedem Erfolgserlebnis wird er mutiger, weil er selbst entscheiden durfte. Das erinnert mich ein bisschen an einen Kurs mit Alfonso Aguilar. Er hat die Pferde auch selbst entscheiden und die Situation selbst durchdenken lassen. Die Pferde waren anschließend so stolz auf sich, wenn sie eine Aufgabe gemeistert hatten, das war berührend zu sehen. Es erinnert mich ein bisschen an Deine Geschichte mit Deinem Pony 🙂 Ganz liebe Grüße an euch beide, Petra

  10. Saskia sagt:

    Hallo liebe Petra,

    zunächst einmal vielen Dank für diesen schönen Artikel und dass Du uns an Deinen Erlebnissen in Neuseeland teilhaben lässt. Ich freue mich schon darauf, wenn Deine Stute bei Dir sein wird und Du endlich von Eurem Weg mehr erzählen kannst. 🙂

    Deine schöne Idee des Blogger-Stöckchens habe ich tatsächlich mal aufgegriffen. Hier ist mein Artikel: http://www.pferdespiegel.com/mein-weg/wie-mich-mein-pferd-spiegelt/ Da sich ja mein Blog um meinen Weg mit meinem Pferd dreht, habe ich mich lieber auf Deine erste Botschaft (Das Pferd spiegelt Dich) bezogen und von einem für mich sehr persönlichem Erlebnis geschrieben. Sehr gerne würde ich das Stöcken an Sophie von Chevalie.de weitergeben 🙂

    Über eine Verlinkung o.ä. würde ich mich natürlich sehr freuen. Viele Grüße und ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil. Saskia

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Saskia, Du glaubst gar nicht wie sehr ich mich auch freue, wenn meine Stute endlich bei mir ist 🙂 Ich finde toll, dass Du mitgemacht hast. DA es tausend Wege zum Pferd gibt, finde ich es schön verschiedene davon zu lesen. Und wir alle können immer voneinander lernen. Deswegen werde ich es mir jetzt mit dem Laptop gemütlich machen und bei Dir lesen. Alles Liebe und bis gleich in Deinem Blog, Petra

    • Petra sagt:

      Hallo Sabine, wie schön, dass Du mitgemacht hast 🙂 Warum ist Dir das Thema denn schwer gefallen? Ich werde gleich mal zu Dir surfen und lesen. Liebe Grüße, Petra

  11. Claudia sagt:

    Liebe Petra!
    Danke für das Stöckchen. Ich habe es gerne aufgenommen. Der Artikel ist mir allerdings sehr schwer gefallen. Es ist gar nicht so einfach seinen Weg klar zu formulieren. Jetzt ist er fertig: Mein Weg mit Pferden – oder doch nur ein Ziel? http://www.lenina01.at/mein_weg/ Da ich noch ein ziemlicher Neuling bin hab ich mich damit beschäftigt, wie mich mein Weg zu Pferden geführt hat und wie es weitergehen soll. Ich würde mich freuen, wenn du ihn liest und vielleicht sogar einen Kommentar hinterlässt. :O)

    Das mit dem Werkzeugkasten ist eine wunderbare Metapher. Die passt perfekt.

    Ich möchte mein Stöckchen gerne an Mona Schäfer von Pferde-Menschen-Dialoge weitergeben. Ich bin schon sehr gespannt!

    Lg Claudia

    • Petra sagt:

      Liebe Claudia, das kann ich gut verstehen. Der Weg ist ohnehin das Ziel 🙂 Aber es ist spannend so viele verschiedene Wege zu lesen. Ich werde mir Deinen gleich ansehen und bei Dir vorbeisurfen. Ich bin auch gespannt auf Mona Schäfer. Wäre toll, wenn sie mitmachen würde. Ganz liebe Grüße und bis gleich auf Deinem Blog, Petra

  12. Claudia sagt:

    Liebe Petra,

    ja stimmt, wirklich sehr interessant. Gefällt mir auch sehr gut, vor allem zu sehen wie jeder ganz individuell was eigenes daraus macht. Das gleiche Thema und so viele Ansätze!

    Ja, würde mich auch sehr freuen.
    Dann bis gleich…

    Liebe Grüße
    Claudia

    • Petra sagt:

      Wie schön, Du hast auch mitgemacht 🙂 ich freue mich und werde gleich bei Dir lesen gehen. Du weißt ja, dass ich Dein Blog wirklich sehr mag und Deine Art mit Pferden umzugehen ganz toll finde. Deswegen freue ich mich sehr, ganz liebe Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Hallo Nina, wie schön – ich freue mich sehr! Ich werde mir jetzt einen Kaffee kochen und dann in aller Gemütlichkeit Deinen Post lesen. Wir sehen uns gleich auf Deinem Blog und danke, dass Du mitgemacht hast, alles Liebe, Petra

    • Petra sagt:

      Liebe Lina, vielen Dank, dass du mitgemacht hast. Ich finde deine Seite wirklich toll und der Beitrag ist sehr schön geworden <3 Ganz liebe Grüße an dich und deine Pferde, Petra

  13. Tanja sagt:

    Ich kann nur nochmals wiederholen das du echt immer auf den Punkt schreibst und die Artikel so toll sind und auch einem weiterhelfen. Es ist immer eine Freude wieder ein neuer Artikel von dir zu lesen. Ich konnte schon soviel lernen und auch verstehen warum manchen so ist wie es ist :-). Danke dafür und mach auf alle fälle weiter so! Lg

    • Petra sagt:

      Wow, ich freue mich sehr über deinen Kommentar. Danke!! Das tut gut zu lesen. Ich finde so wichtig, dass wir die Pferde besser verstehen (was ein lebenslanger Job ist 😉 ) und lerne jeden Tag dazu. Umso mehr freue ich mich, wenn ich ein bisschen davon weitergeben kann. Ganz liebe Grüße und danke für deinen schönen Kommentar: you made my day! Petra

  14. Lara sagt:

    Ich finde deine Texte wahnsinnig spannend. Irgendwie mache ich es auch auf meinen eigenen Weg, aber es kommt doch auf das gleiche raus. Ich mache mit meinem dreijährigen Pony Sammy Freiarbeit. Es macht Sammy wirklich Spaß und das macht einen stolz. 🙂

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Lara, danke dir <3 Das ist ganz arg lieb von dir. Ich finde toll, dass du mit deinem Pony Freiarbeit machst. Gerade in dem Alter ist er ja noch so jung, dass er dir sicher dankbar ist, wenn du ihm die Zeit lässt und erst nach und nach die ersten Schritte mit ihm angehst. Ich drücke euch zwei Süßen weiter die Daumen und freue mich, dass du hierhergefunden hast. Alles Liebe, Petra

  15. Siglinde Berger-Adrian sagt:

    Ich schreibe hier, weil ich auch diesen Weg gegangen bin mit meinem neuen Pferd. Als mein Alter in Rente gehen musste, habe ich lange überlegt, denn ich wollte das Reiten nicht aufgeben. Habe einige Pferde bei uns am Stall geritten, es war nicht das, was ich wollte. Letztendlich habe ich mich entschieden, ein neues dazuzukaufen. Lange Rede, kurzer Sinn, am 18. August 2014 kam Brownie, aus Einzelhaft, Kontakt zu anderen Pferden nur auf Sichtweise. 15 Jahre in einer Hand, er war 18 Jahre, als ich ihn kaufte. Am Anfang war alles gut, doch nach 14 Tagen erkannte ich mein Pony nicht wieder, er ging in die Herde, holte sich 5 Stuten raus und war ab dem nicht mehr reitbar. Hengstig, schreiend, kaum führbar an der Hand, mit dem Kopf nur auf der Weide bei seinen Stuten. Also Bodenarbeit, spazierengehen, Trail und Roundpen. Passive Leadership, ich bin ich, und Du bist Du, Frage/Antwort. Ruhe bewahren, niemals schimpfen, innere Gelassenheit üben. Das ging über Wochen und Monate , dann wurde er krank. Also alles auf Neu, es war so naja, nicht toll beim Reiten. Anfang des Jahres wurde eine Stute schwanger, an die hat er sich drangehängt und klebte wie verrückt, Theater ohne Ende, also wieder Bodenarbeit etc., viel Kranksein seinerseits und meinerseits. Im August kam seine Initialzündung, ein geschmeidiges Pony unter dem Sattel. Seitdem ist er ein Herzensschatz. Er läuft auf Stimme, ohne Sporen, Gerte, nur mit Wassertrense oder Sidepull. Ich bin froh, dass es mit Liebe und Geduld geklappt hat, Gewalt gegen Pferde ist keine Lösung für das aktuelle Problem, sondern nur : habe ich die falsche Frage gestellt, bekomme ich nicht die gewünschte Antwort, man muss sich jeden Tag neu definieren, sie sind keine Maschinen, sondern Lebewesen, mit eigenem Willen, den man respektieren muss. Anders funktioniert es nicht. LG

    • Petra sagt:

      Liebe Siglinde, vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar. Es ist wirklich verrückt, dass ihr zwei erst so einen langen Weg gehen musstest, bis es sich gewandelt hat. Aber wahrscheinlich hätte es sich nie gewandelt, wenn du Gewalt eingesetzt hättest. Hut ab vor deiner inneren Ruhe und der Leistung, die du da für dieses Pferd erbracht hast. Ich weiß nicht, ob jeder das über so lange Zeit so lange geduldig geschafft hätte. Ich bewundere das sehr! Ich danke dir und freue mich, dass du zur Pferdeflüsterei gefunden hast. Liebe Grüße, Petra

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