American Saddlebred

Das American Saddlebred ist das bekannteste Showpferd in den USA. Es ist elegant, fein und kann bis zu fünf Gängen ausführen. Es wird auch American Saddle Horse oder Kentucky Saddler genannt. Wir kennen es aus Filmen: “Black Beauty” war ein American Saddlebred.

American Saddlebred: Das feine Gangpferd aus den USA

Ein elegantes, menschenbezogenes Gangpferd aus den USA: Das ist das American Saddlebred. Hier in Europa kaum bekannt, gibt es in den USA eine große Turnierszene, die sich ausschließlich um die gangstarken Pferde dreht.

Größe

Das American Saddlebred hat ein Stockmaß zwischen 1,51 und 1,63 Metern.

Farbe

Es gibt Füchse, Braune und Rappen.

Körperbau: Elegant und feingliedrig

Das American Saddlebred ist elegantes, feingliedriges Pferd mit Adel und Ausdruck. Es hat ein leichtes Fundament.

  • Der Kopf ist mittelgroß mit kleinen, sichelförmigen Ohren. Durch den sehr hoch angesetzten, langen Hals tragen Saddler die Köpfe sehr hoch und besitzen eine stark aufgerichtete Erscheinung.
  • Die Schulter ist lang und steil, die Brust breit und der Widerrist gut ausgeprägt. Der Rücken ist kräftig, die Kruppe kurz und gerade.
  • Saddler besitzen harte Hufe, lange Beine mit runden Gelenken und langen Fesseln. Der Schweif ist hoch angesetzt.

Das American Saddlebred ist bekannt für seine hohe wie spektakuläre Aktion der Vorderbeine. Es gibt Rassevertreter mit drei und mit fünf Gängen. Letztere gehen zusätzlich zu Schritt, Trab und Galopp auch Slow Gait und Rack, beides Formen des Tölts als klarer Viertakt. Durch die starke Hinterhandaktion und das weite Ausgreifen über den Schwerpunkt erscheint die Vorhand stark aufgerichtet. Die Spezialgangarten sollen mühelos, temperamentvoll und gleichmäßig gezeigt werden.

Charakter: Lebhaft und gehorsam

Das American Saddlebred ist ein durchaus dynamisches und lebhaftes Pferd. Es gilt als sensibel, aber sehr menschenbezogen und freundlich. Es ist intelligent und gehorsam.

Gezüchtet als vielseitiges Reitpferd und auch als Arbeitspferd, ist es heute vor allem von Shows bekannt. Die Rasse ist sogar das berühmteste Showpferd in den USA. Dort gibt es eine spezielle Turnierszene mit entsprechenden Prüfungen – geritten und vor der Kutsche.

Saddler können aber durchaus auch im Springen, der Dressur und als Therapiepferde zum Einsatz kommen.

Zucht: Der Ursprung liegt im Südosten der USA

Die Rasse entstand im 19. Jahrhundert im Südosten der USA, in Kentucky und Virginia. Zuchtziel war ein vielseitiges wie ästhetisches Pferd, das in der Landwirtschaft genutzt wurde und auch Wagen zog.

Die Rasse geht dabei auf die Pferde der amerikanischen Siedler zurück, die systematisch veredelt wurden, um die Tiere eleganter und bewegungsfreudiger zu machen. Die inzwischen ausgestorbenen Rassen Canadian Pacer und Narragansett Pacer, die beide über Spezialgänge verfügten, sowie Vollblüter und Morgan Horses finden sich unter den Ahnen des Saddlebreds.

Auch wenn das American Saddlebred in Europa nicht besonders verbreitet ist, kennt man es aus Film und Fernsehen: Black Beauty war ein Saddlebred, auch im Kinofilm „Vom Winde verweht“ sind zahlreiche Pferd dieser Rasse zu sehen. Zwei bekannte Generäle im amerikanischen Bürgerkrieg ritten ebenfalls die American Saddlebreds Traveller und Cincinnati.