Jungpferde sind mein Herzensthema – nicht nur, weil ich eine Jungstute habe, sondern auch weil es so unglaublich wichtig ist, wie wir den Einstieg der Pferde in das Leben mit uns gestalten. Nicht zu früh zum Beispiel. Leider passiert das immer wieder. Dann wollen viele oft zu viel auf einmal und vergessen dabei ganz, dass für das Pferd jeder kleinste Schritt unglaublich viel Mut und Vertrauen bedeutet. Es „macht“ etwas mit der Seelenwelt eines Pferdes, wenn wir es zu einem Reitpferd ausbilden. Deswegen finde ich wichtig, dass wir geduldig Schritt für Schritt vorgehen und dass Vertrauen und Kommunikation zwischen Pferd und Mensch stimmen. Dann kann das Anreiten auch ruhig und entspannt ablaufen.

Onlinekurs von Equinality – Harmonischer Start mit dem Jungpferd

Harmonisch? Jungpferd? Mit diesen beiden Stichworten hat Kati von Equinality mich sofort. Sie bietet seit kurzem einen Onlinekurs an, der sich mit dem liebevollen und schonenden Anreiten von Jungpferden beschäftigt – ein unglaublich wichtiges Thema. Kati hat selbst schon Jungpferde angeritten und sie zählt zu den Menschen, die die Pferde mit Liebe, Lachen, Sanftmut und Verständnis betrachten. Gerade deswegen interessiert mich ein Kurs von ihr zu diesem Thema umso mehr.

HIER kannst du den Kurs direkt buchen

Jungpferde anreiten Kurs Equinality

Gleichzeitig glaube ich manchmal, dass jeder Reiter und Pferdemensch so einen Kurs buchen sollte. Denn auch das eigene Pferd war einmal Jungpferd, ist irgendwann zu dir gekommen, vermutlich schon fertig ausgebildet und etwas weiser und erfahrener als ein Jungpferd. Trotzdem würde es deinem Pferd und dir vielleicht gut tun, gedanklich alles auf Anfang zu setzen, sich einzufühlen in die Seele des anderen und neu zu starten. Von Jungpferden lernt man zum Beispiel die kleinen und großen Dinge nicht so selbstverständlich zu nehmen. Alles das, was wir von unseren Reitpferden tagtäglich erwarten ist nämlich gar nicht so selbstverständlich. Aber ich schweife ab. In diesem Artikel soll es um den Online-Kurs „Harmonischer Start mit dem Jungpferd“ von Equinality.de gehen.

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Jungpferdetraining a la Equinality – der Kurs

Ich melde mich zu ihrem digitalen Kurs an und bekomme gleich ein eBook zugeschickt, das ich liebevoll auf meinem Rechner-Schreibtisch ablege und in einer ruhigen Minute lesen will. Aber natürlich nicht, bevor ich nicht wenigstens gleich einen ersten kurzen Blick in das eBook geworfen habe:

„Ich möchte dich dazu anregen, dich auf deinen eigenen Weg zu machen, der zu dir und deinem Pferd passt und dir hierfür einige Übungen an die Hand geben, die dir helfen werden, dich und dein Pferd besser kennenzulernen und eine gemeinsame Basis aufzubauen. Für mich gibt es kein Schema F, das sich auf jedes Pferd und jeden Menschen übertragen lässt. Jedes Team ist individuell und dennoch braucht man einen roten Faden, um sich innerhalb der allgemeingültigen Regeln zu bewegen und weder sich, noch seinem Pferd langfristig zu schaden.
“ (Kati Westendorf)

…schreibt Kati in ihrem eBook und schreibt sich damit direkt in mein Herz. Ich glaube fest daran, dass Pferdetraining so individuell sein sollte, wie Pferd und Mensch. Keine Trainingsmethode, kein Schema und keine Zeitvorgaben passt zu allen Pferden und Menschen. Das Training sollte immer individuell angepasst werden an Pferd und Mensch. Dazu passt auch der Kurs, der keine Vorgaben macht über das punktgenaue Training, sondern einen Weg zeigt zu einem harmonischen Start mit dem Pferd. Mit einem eBook, mehreren Mails, Videos und Fact Sheets.

HIER findest du eine Rezension zum eBook

Ich werde dir die Module anreißen, die mich per Email erreicht haben. Damit du eine Vorstellung von den Kurs bekommst. Soviel vorab: Das ist kein Kurs, der dir nur Schritt für Schritt sagen wird, was du tun musst, um dein Jungpferd rein technisch korrekt anzureiten. Es ist vor allem ein Kurs, der dir die mentale Stärke und die richtige Idee geben will, um mutig, vertrauensvoll, sanft und mit Freude die ersten gemeinsamen Schritte Richtung Reitpferd zu gehen.

Der Kurs – Mail für Mail

Kurze Zeit nach dem eBook plingt auch schon die erste von vier Mails in meinem Postfach auf.

Modul 1: Darin dreht sich alles um unsere Sorgen und Ängste

Jungpferde anreiten Kurs Equinality

Wir sollen sie aufschreiben, ihnen einen Raum geben, weil sie diesen Raum verdient haben. „Gefühle wollen gefühlt werden“ schreibt Kati – ein wunderschöner und wahrer Satz.

Was ist meine Sorge, frage ich mich. Eine Antwort schießt mir als erstes kurz durch den Kopf: Kontrollverlust. Eine Sorge, die vermutlich viele Pferdemenschen kennen. Meine Stute ist dynamisch, jung und manchmal auch ein klein bisschen wild. Sie ist auch ruhig und achtsam und fein. Es schlagen zwei Herzen in ihrer Brust. Da ich schon einmal den Fall hatte, dass mir ein Pferd durchgegangen ist – falscher Tag, falsche Stimmung und die falsche Einschätzung des Trainers – weiß ich wie sich dieser Kontrollverlust anfühlt.

Ich mag das Wort „Kontrolle“ eigentlich nicht, denn darum sollte es mit den Pferden nicht gehen. Aber letztlich kann man – gerade mit fremden Pferden – an den Punkt kommen, an dem man darüber diskutieren muss, wer letztlich die Kontrolle über Richtung und Geschwindigkeit hat. Das ist kein schönes Gefühl und es ist kein Gefühl, das ich mit meiner Stute erleben will. Deswegen ist mein Irrwicht (wie Kati die Ängste so schön benennt) die Sorge davor, dass meine Stute vielleicht irgendwann einmal nicht mehr zuhören könnte, während ich auf ihrem Rücken sitze. Die Angst hindert mich nicht daran loszulegen und sie ist auch keine wirklich Angst – mehr eine diffuse Sorge. Aber sie würde mitreiten, wenn ich das erste Mal aufsteige – deswegen ist es so wichtig sie vorher zu erkennen und loszuwerden.

Dieser erst einmal ungewöhnliche Einstieg von Kati in das Thema „Jungpferdetraining“ ist ein wundervoller weiterer Schritt zur Selbsterkenntnis. Nur wer seine Ängste kennt, weiß auch von wem genau er sich verabschieden muss. Ich bin froh, dass Kati mich damit konfrontiert hat, klappe den Rechner zu und freue mich schon auf die nächste Mail.

Modul 2: Ist ganz praktisch!

Kati erklärt wie sie dem Pferd den Sattel erklärt. Die Schritte sind im Grunde die gleichen, die auch ich mit meinem Jungpferd gehe. Nach einem Prozess der Gewöhnung und des langsamen und geduldigen Sattelns, geht es um das Einparken an der Aufstiegshilfe. Wie das am besten geht und wie Kati ihren Pferden das Einparken erklärt, zeigt sie in einem Video. Das ist super, weil man so sofort versteht, welche Schritte sie der Reihe nach geht. Kati clickert. Das ist ein anderer Weg als meiner, aber die Geduld mit der sie den Pferden den Sattel erklärt und die positive Stimmung, die sie dabei verbreitet entsprechen genau dem, was ich mir für Jungpferde wünsche. Ich will nicht zuviel verraten, deswegen schreibe ich hier auch nicht die einzelnen Trainingsschritte, die Kati verwendet – aber ihre Art den Pferden ein gutes Gefühl dem Sattel gegenüber zu vermitteln gefällt mir sehr gut.

Jungpferde anreiten Kurs Equinality Mail

Modul 3: Wieder eine Email von Kati in meinem Postfach

Ich bin gespannt ob es so praktisch weitergeht und öffne sie schnell. Ich stolpere über genau das Thema, über das ich mir Anfangs Gedanken gemacht habe. Kati stellt den Kursteilnehmern eine Frage:

„Welches Gefühl löst der Gedanke bei dir aus, dass du womöglich schon bald auf dem Rücken deines Pferdes sitzen wirst?“

Ich lasse die Frage in meinem Kopf hin- und herflattern, wälze sie von rechts nach links und lasse sie mir durch den Kopf gehen. Ich fühle Vorfreude und Freude. Ich stelle mir vor, wie wir gemeinsam durch den Wald stromern. Ich sitze auf Careys Rücken. Ich stelle mir vor, wie wir galoppieren und freue mich wahnsinnig auf diese gemeinsamen Momente. Ich habe auch Bilder von einem Pferd im Kopf, dass einen Sprung zur Seite macht, weil irgendwo ein Fuchs im Dickicht raschelt oder schnorchelt und einen durchgestreckten Hals hat, weil eine Plastiktüte vorbeiweht.

Ich habe also gemischte Gefühle. Denn DAS Thema, was vermutlich alle Reiter umtreibt ist die Sicherheit, die wir gerne mit unseren Pferden hätten. Je erfahrener und älter ein Pferd, desto sicherer ist es in aller Regel. Ein Jungpferd ist eine Wundertüte. Kati erklärt in diesem Modul wie wir einen Weg finden können uns mit dieser Wundertüte anzufreunden, sich an ihr zu erfreuen und sowohl uns selbst, als auch unserem Pferd Sicherheit zu vermitteln.

„Körperliche und geistige Balance geben Sicherheit, deshalb sollten wir uns genau daran machen. Leider ist es heutzutage oft üblich Pferden Angst zu machen, sie dominieren zu wollen und sie aus ihrer körperlichen Balance zu bringen, damit sie sich nicht wehren können.“ (Zitat aus Modul 3: Kati Westendorf von Equinality)

und:

„Deine Angst in Zusammenhang mit deinem Pferd, sind demnach vermutlich Zweifel an deinen eigenen Fähigkeiten. Die Angst hat nichts mit dem Pferd zutun. Es ist dein Gefühl und hat den Ursprung in dir.“ (Zitat aus Modul 3: Kati Westendorf von Equinality)

Ein spannender Gedanke und ein Sinnbild für den Kurs von Kati zum Thema „Jungpferdeausbildung“.

Jungpferde anreiten Kurs Equinality

Modul 4 macht Mut: Mut zu individuellen Entscheidungen

Mut auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Mut dem Pferd auch zuzuhören und eine Meinung zu gönnen.

„Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Und jetzt darfst du dir Zeit nehmen. Vielleicht brauchst du sie, weil dein Pferd gerade wächst.
Oder weil du noch Sorge hast, dich auf dessen Rücken zu schwingen. Womöglich macht ihr beide gerade einfach gerne Bodenarbeit.
Oder du willst aus einem anderen Grund einfach noch warten. Warte. Sei geduldig. Jeder Tag wird es wert sein!“

…schreibt Kati von Equinality und bestätigt damit einen Gedanken, den ich schon lange hatte. Wie oft musste ich mir die Frage anhören, wann ich Carey denn nun endlich reiten würde.

Dass ich ihr sowohl aufgrund ihrer körperlichen Konstitution noch Zeit gegeben habe, als auch uns beiden Zeit geben wollte, weil ich das Gefühl hatte, dass wir noch nicht so weit sind – konnten sich viele nicht vorstellen. Deswegen mag ich Katis Jungpferdekurs auch so gerne. Es dreht sich nicht nur alles um Biomechanik, erstes Satteln und anderen Technik-Schnick-Schnack – sondern vor allem um das Gefühl zwischen Pferd und Mensch.

Der eKurs „Jungpferdetraining“ – ein Fazit

Die Mails sind liebevoll geschrieben. Sie sind wie eine Umarmung. Man könnte auch mit Kati in einem gemütlichen Cafe sitzen, das Gemurmel der Stimmen bildet einen sanften Klangteppich und dann erzählt sie von den Pferden. So fühlen sich diese Emails an. Ich habe das Gefühl so sein zu dürfen wie ich bin und werde in keine Trainingsform oder menschliche Form gepresst. Ich mag diese Herangehensweise.

Die sorgen für Denkanstösse, neue Gedanken oder zumindest für ein zustimmendes Nicken und ein Lächeln. Der Kurs macht Freude und zeigt gefühlvolle Wege zum Pferd auf. Kati ist einfühlsam, erlaubt Ängste und Zweifel und stößt dich darauf, wie du damit umgehen kannst. Gespickt ist das Ganze immer wieder mit praktischen Tipps und Trainingseinheiten.

Hinter so einem Kurs vermutet man ja zunächst einfache Schritte für das Jungpferdetraining wie das erste Satteln, die ersten Schritte unter dem Reiter, die ersten Trainingseinheiten mit dem Jungpferd. Tipps zum Thema Anreiten, zum richtigen Alter und noch viel mehr dieser praktischen Schritte. Du bekommst auch all das mit praktischen Hinweisen. Was du aber vor allem bekommst ist etwas ganz anderes und so viel Größeres – nämlich neben all den praktischen Tipps den Weg zur Selbsterkenntnis und Sicherheit mit deinem jungen Pferd.

Ich ertappe mich sehr schnell dabei wie ich mich auf jede Email freue, wie Kati mich auf kleine Gedanken und große Fragen in meinem Kopf anstubst und wie daraus Ideen für die ersten Schritte mit meinem Jungpferd werden. Ich liebe den Kurs und kann ihn jedem Jungpferdebesitzer empfehlen.

HIER kannst du dir den Kurs genauer ansehen

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6 Kommentare zu “Wie ein harmonischer Start mit dem Jungpferd gelingt

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,
    vielen Dank für diesen ehrlichen Artikel.
    Ich habe Kati bei Pfernetzt "kennengelernt" und war gleich von ihrer positiven Art begeistert. Ich mag ihren Ansatz total und deckt sich in vielen Dingen mit meinem.
    Ich selber bin übrigens auch immer wieder daran meine Ängste vor Kontrollverlust zu bearbeiten. Ich bin da mittlerweile zwar schon viel besser geworden, aber manchmal kommt es immer noch durch, dass ich heftiger reagiere, weil ich Angst habe die Kontrolle zu verlieren. Ich selber mach mir immer wieder klar, dass ich überhaupt keine Kontrolle über meine Ponys habe. Egal wie sehr ich versuche sie einzuschränken oder zu beherrschen, selbst mein nicht mal 80kg wiegendes Mädchen kann jederzeit mit mir machen was sie will. Denn selbst sie hat mehr Kraft als ich. Das Wichtige für micht ist, dass ich diese Kontrolle nicht brauche. Mittlerweile baue ich mehr auf Freundschaft, Freiwilligkeit und Vertrauen. Das gelingt mir schon recht gut. Nicht immer wie gesagt, aber ich versuche hier auch nachsichtig und liebevoll mit mir umzugehen. Die Ponys tun es. Sie verzeihen mir zum Glück schnell, wenn ich wieder in alte Muster zurück falle.
    Mit meinem ersten Pferd habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit dem Gedanken, dass ich mein Pferd unter Kontrolle haben kann oder muss auf dem Holzweg bin. Er war nicht nur ein Durchgänger im Gelände, sondern auch sonst sehr schwierig und gefährlich im Umgang. Er hat mich mehrfach ins Krankenhaus gebracht und ich habe teilweise heute noch mit Folgen durch seine Verletzungen zu kämpfen. Meine Antwort auf sein Verhalten war zunächst, was denke ich normal ist, dass ich versuchen muss ihn unter Kontrolle zu bringen. Dafür habe ich immer mehr aufgerüstet. Mit dem Ergebnis, dass sein Verhalten immer schlimmer wurde. Irgendwann konnte man sich überhaupt nicht mehr auf ihn setzen ohne, dass er gebuckelt hat wie ein Rodeopferd. Wir haben einige Trainer verschließen, haben uns im Horsemanship versucht und sind keinen Schritt weiter gekommen. Im Gegenteil er wurde immer gefährlicher und unberechenbarer. Irgendwann konnte ich ihn nicht mal mehr anbinden ohne, dass er sich losgerissen hat. Es war eine Spirale aus Druck, Gewalt und Angst, die sich immer mehr gesteigert hat. Irgendwann bin ich mit ihm auf dem Reitplatz gestanden. Es war wieder ein schrecklicher Tag und mein Pferd bewegte sich eigentlich nur noch auf zwei Beinen. Da habe ich alles losgelassen. Alles an Ausrüstung, an Erwartung und sonst. Tatsächlich habe ich zu ihm gesagt: "Wenn du mich umbringen willst, dann tu es halt." Und bin einfach nur in der Mitte gestanden. Das klingt jetzt sehr dramatisch, diese Angst war zu diesem Zeitpunkt aber durchaus berechtigt. Es sind schon Hufe in Richtung meines Kopfes geflogen. Aber mit diesem Loslassen hat sich alles verändert. Er hat geschnaubt und kam auf allen vier Hufen auf mich zu. Das erste Mal seit Monaten freundlich. Naja zumindest nicht aggressiv. Von da an habe ich begriffen, dass ich ihn nicht unter Kontrolle bringen werde. Das ist natürlich ein Extrembeispiel, aber er hat mir so viel beigebracht und ich bin heute froh, dass dieses doch sehr besondere Pferd in meinem Leben war. Durch ihn habe ich umgedacht. Er war ein sehr strenger Lehrer und ich habe auch später noch Rückfälle in alten Zeiten mit körperlicher Strafe gebüßt, aber unser gemeinsamer Weg verlief von da an deutlich harmonischer.
    Meinen heutigen Umgang mit den Ponys verdanken sie diesem Pferd.
    Ich habe durch ihn begriffen, dass ich meine Kontrollsüchte, Ängste und Machtgefühle ablegen sollte, dass an ihrer Stelle Vertrauen, gegenseitiger Respekt und Liebe stehen sollten. Das war kein einfacher Weg, weil er viel Selbsterkenntnis und Arbeit an mir selbst erfordert, aber er lohnt sich.
    Der Kurs scheint leider nichts für uns zu sein, da er doch sehr stark um das Anreiten an sich geht. Das kommt bei uns natürlich nicht in Frage.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, danke auch für deine ehrlichen Worte. Ich freue mich immer so sehr über deine Kommentare. Kontrolle ist ein schwieriges Wort – das stimmt und letztlich machen wir uns etwas vor, wenn wir glauben wirklich Kontrolle über die Pferde zu haben. Vielleicht beschreibt es das besser, wenn ich sage, dass ich "kontrolliert" gemeinsam unterwegs sein möchte und vermutlich bedeutet das, dass wir beide kontrolliert sind in unseren Emotionen und Reaktionen. Wieder einmal – wie immer – eine beidseitige Aufgabe. Dein Kommentar kam genau zur richtigen Zeit 🙂 weil ich zum ersten Mal bewusst gerade darüber nachgedacht habe, was mir persönlich Kontrolle eigentlich bedeutet. Nicht – mein Pferd unter Kontrolle zu haben – sondern kontrolliert gemeinsam unterwegs zu sein. Und das bedeutet ja letztlich, dass auch ich als Mensch Aufgaben und Pflichten habe. Viele liebe Grüße, Petra

  2. Christina sagt:

    Hallo Petra,
    ein schöner Artikel über einen wertvollen Kurs. "Technik" bekommt man in vielen Büchern und von vielen Trainern erklärt, aber das Gefühl bleibt tatsächlich oft auf der Strecke.
    Eine kleine Ergänzung: die erste eMail drehte sich ja um das Thema "Ängste", das viel zu oft totgeschwiegen wird (wer gibt schon gerne zu, dass er oder sie schlichtweg Angst hat – vor egal was…). Dazu haben Tanja und Babette von "Wege zum Pferd" einen ihrer Selbstlernkurse aufgelegt, den "Anti-Angst-Kurs". Man lernt, seine Ängste zu identifizieren und eigenständig Lösungsansätze zu entwickeln. Dieser Kurs hat mir sehr geholfen, als ich bei meinem Pferd "vor dem nächsten Schritt" stand (vom Boden in den Sattel) und diesen nicht gehen konnte.

    • Petra sagt:

      Liebe Christina, danke dr für deinen Kommentar. Babette und Tanja sind ja auch wirklich klasse! Der Longenkurs liegt auch schon bei mir bereit. Der Hinweis ist super! Viele liebe Grüße, Petra

  3. Lena sagt:

    Liebe Petra,
    nun sitze ich hier, habe soeben Deinen Beitrag gelesen und mir stehen die Tränen in den Augen. Zwar habe ich kein Jungpferd, der Ponymann ist ein "alter Hase" mit seinen 14 Jährchen, aber ein Satz von Kati hat mich mitten ins Herz getroffen : "Deine Angst in Zusammenhang mit deinem Pferd, sind demnach vermutlich Zweifel an deinen eigenen Fähigkeiten. Die Angst hat nichts mit dem Pferd zutun. Es ist dein Gefühl und hat den Ursprung in dir." Genau das fühle ich derzeit so wahnsinnig oft! Früher gab es keine andere Möglichkeit, als miteinander auszukommen. Ponymann und ich hatten keinen Reitlehrer, keinen Platz, keine Halle, nur uns und das Gelände. Und es hat wunderbar funktioniert. Wir sind durch die Wälder und Felder gestromert und es war toll <3 Auch damals hatte Lucca schon seine "Eigenheiten" und hat mal einen Satz zur Seite gemacht, nur damals hat es mir nichts ausgemacht.
    Heute haben wir eine tolle Stallgemeinschaft mit netten Menschen, die mit uns ausreiten, einen Platz und einen Reitlehrer. Und ich habe wahnsinnige Angst, mit dem Ponymann alleine rauszugehen. Nicht, weil er gefährlich ist, sondern wie Kati schreibt, weil ich wenig Vertrauen in meine Fähigkeiten habe. Ständig kreist mir die Frage im Kopf herum "Wieso? Früher ging es doch auch problemlos". Er ist lieb, macht halt nur seine Sätze, die aber eigentlich gut zu sitzen sind. Also kein Grund, da unsicher zu sein – und doch ist da diese Unruhe im Bauch. Und die spürt der Ponymann und wird erst recht guckig…
    Habe für uns jetzt auch das Clickern entdeckt und hoffe, dass ich damit das Gefühl von Kontrolle (und damit Vertrauen in meine Fähigkeiten) wiederbekomme. Umdenken und fühlen <3

    • Petra sagt:

      Liebe Lena, ich drücke dir fest die Daumen, dass du nach und nach Vertrauen in dich zurückgewinnst. Nach all dem was du hier immer schreibst, glaube ich nicht, dass diese Zweifel nötig sind. Ich habe das gefühl, dass du sehr gut weißt, was du tust. Trotzdem erwischen uns manchmal Ängste – aber das gute ist, dass wir sie auch wieder loswerden können. Ganz liebe Grüße, Petra

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