Ich habe eine neue Lieblingspflanze. Sie ist grandios gut und kann unglaublich viel. Nur 0,3 Zentimeter aber unglaublich viel Power! Die Hanfpflanze. Ich habe sie vor kurzem für mein Pferd entdeckt und bin seitdem gnadenlos begeistert. Sie ist eine Art Superfood voller Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Hat ungesättigte Fettsäuren und kann einiges für Stoffwechsel und Immunsystem tun. Sie ist neben dem Schwarzkümmel mein zweiter großer Futterliebling geworden. Warum erkläre ich dir in diesem Artikel und auch wann und wie und wofür du Hanf füttern kannst.

Ich werfe jetzt einfach mal mit ein paar Wörtern um mich: Wie Aminosäuren, Vitamine, Eiweiß, Mineralien wie Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Eisen, Antioxidantien und diverse ungesättigte Fettsäuren, wie zum Beispiel Omega 3 und Omega 6. Das sind alles kleine Superhelfer für den Organismus deines Pferdes und das alles steckt im Hanf.

Die Vitamine und Spurenelemente und Mineralstoffe sind zuständig für die ganzen Prozesse die im Pferdekörper ablaufen. Ohne sie geht gar nichts in den Zellwänden, Nerven, dem Immunsystem und dem Herz-Kreislauf-System des Pferdes. Sie sind kurz gesagt: Kleine Gesundmacher. Die stecken alle im Hanf. Das ist genial. Hanf hat außerdem eine ziemlich hohe Bioverfügbarkeit. Das ist super, weil es bedeutet, dass dein Pferd sich ziemlich viel für seinen Körper aus den kleinen Samen rausziehen kann.

Hanf Samen und Öl

Du kannst:

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Wie ich den Hanf für mich entdeckt habe

Meine Stute hatte Probleme mit ihren Hufen. Die Hufpflege (die wir inzwischen gewechselt haben) hat vermutlich ein wenig zu viel abgefeilt. Das hat wiederum zu einer Ballenentzündung geführt, die sich nicht richtig beruhigen konnte. Sprich: Mehr Huf musste her. Also habe ich recherchiert und herumgefragt, mich schlau gemacht und überlegt, wie ich den Wachstum ihres Hufes unterstützen kann und bin dabei auf Hanf gestossen. Es sei gut für den Stoffwechsel, Fell und Hufe, also Horn. Ich bin also los, habe Hanfsamen und Hanföl gekauft und es als Kur an meine Stute verfüttert. Sie hat es sofort begeistert gefressen. Das ist immer ein gutes Zeichen bei ihr, weil sie genau weiß, was ihr gut tut und was nicht.

Das Fazit:

  • Ihren Hufen geht es mittlerweile wieder gut
  • Die Fühligkeit ist verschwunden und der betreffende Huf ist gut nachgewachsen
  • Gleichzeitig wurde ihr Fell aber auch schöner
  • Und: ich hatte grundsätzlich das Gefühl, dass die Hanfkur ihr gut getan hat.

Neben dem Schwarzkümmelsamen (HIER kannst du mehr dazu nachlesen) ist der Hanf ab jetzt eine meiner absoluten Lieblingspflanzen. Aktuell nehme ich sogar die Hanfpellets (HIER kannst du sie dir anschauen) als Leckerliersatz.

Hanf Pferde Pellets Hanfino

Warum Hanf füttern

Pferde, die in der Wildnis leben streifen den ganzen Tag durch die Natur und erschnuppern sich die Mineralstoffe und Vitamine selbst, die sie sich dann aus Gräsern, Kräutern und Ästen holen. Das können unsere Pferde nicht. Deswegen ist es aus meiner Sicht sinnvoll Kräuter und Pflanzen zuzufüttern, die unseren Pferden genau das geben können, was sie eigentlich brauchen. Nicht das ganze Jahr durch – sondern immer Kurweise. So können wir unsere Pferde mit allem versorgen was sie brauchen ohne ihren Organismus einseitig zu überlasten.

Was kann der Hanf

Es gibt verschiedene Teile der Hanfpflanze, die genutzt werden können. Die Hanfsamen und die Hanfblätter und die Hanfstengel. Letztere landen in der Einstreu. Aus den Hanfblättern lässt sich ein Pulver machen, das ein regelrechter Calziumbooster ist und aus den Hanfnüssen wird dann noch das Hanföl gepresst. In den Samen stecken fast alle der lebenswichtigen Vitalstoffe und Spurenelementen, die der Körper so braucht.

Hanf soll sehr gut für den Stoffwechsel sein. Ohne einen guten Stiffwechsel geht gar nichts mehr im Körper.

Mehr zu Pferdestoffwechsel kannst du übrigens HIER im Artikel zur Pferdeanatomie und den Besonderheiten des Stoffwechsels nachlesen

Pferdeexperten empfehlen Hanf bei:

  • Allergien und Ekzemen, wie dem Sommerekzem
  • Atemwegserkrankungen
  • Übersäuerung und Kolikanfälligkeit
  • Durchfallproblemen oder Kotwasser
  • Gelenksproblemen wie Arthrose
  • Entzündungsproblemen
  • Für schönes Fell und gute Hufe
  • Zum Muskelaufbau und zur Verbesserung des Wohlbefinden deines Pferdes

Ich werde dir gleich noch erklären, warum dein Pferd garantiert nicht high wird vom Pferdehanf, wie du ihn füttern kannst und welche Teile der Pflanze was genau für dein Pferd tun können.

Weil ich Geschichtliches immer wieder spannend finde, habe ich für dich außerdem kurz recherchiert, welche Rolle der Hanf früher gespielt hat (eine immens große) und warum er eine gewisse Zeit in der Versenkung verschwunden ist.

Hanf Samen und Öl

Die Hanf Historie

Preisfrage: Wenn etwas schon seit über 10.000 Jahren in verschiedenen Kulturen genutzt wird, dann muss es doch richtig gut sein oder? Hanf ist eine uralte Kulturpflanze.

Angefangen haben vermutlich die Chinesen – um 2800 vor Christus wurden da schon Seile aus Hanf hergestellt. Und schon im 4. Jahrtausend vor Christus wird Hanf immer wieder in verschiedenen Aufzeichnungen als Superpflanze erwähnt, die zu medizinischen Zwecken genutzt wurde. Nach alten Überlieferungen soll Hanf bei Rheuma, Malaria und vielen anderen Krankheiten erfolgreich genutzt worden sein. Buddha selbst soll sich sogar von Hanfsamen ernährt habe. Das will doch was heißen, oder?

Aber die Chinesen waren nicht die Einzigen. In Indien, in Deutschland, im alten Griechenland und in Ägypten oder dem Irak wurde Hanf wohl rege genutzt.

Hanf in Europa

Dann breitete sich der Hanf ziemlich rasend nach Indien und Westasien aus. Von dort wanderte er nach Europa. Bis weit ins 18. Jahrhundert war Hanf die wichtigste Nutzpflanze in Europa.

Früher wurden Segeltücher, Taue und Seile aus Hanf hergestellt. Der gute alte Gutenberg hat seine erste Bibel auf Hanfpapier gedruckt und Kolumbus entdeckte Amerika auch dank seiner Taue und Segel aus Hanf.

Hanf in Amerika

Nach der Abschaffung der Sklaverei gab es in Amerika den ersten großen Einbruch in der Erfolgsgeschichte von Hanf. Denn Hanf ist etwas aufwendiger im Anbau und das konnten die Farmer nicht leisten ohne die Sklaven.

Ein weiterer Punkt, der den Hanf Popularität gekostet hat war die Einführung der Baumwolle. Die ersten Baumwollspinnereien wurden gegründet und Kleider wurden ab da immer häufiger aus Baumwolle statt aus Hanf hergestellt.

Hanf in Papier und Baumwolle

Ein Papierfabrikant soll dann Anfang des 20. Jahrhunderts eine Hetzkampagne gegen Hanf geführt haben, weil er Patente auf die Papierherstellung aus Holz angemeldet hatte und daran verdienen wollte. Aus Hanf wurde in der Hetzkampagne Marihuana und damit das personifizierte Böse. So bekam der Hanf einen schlechten Ruf und geriet nach und nach in Vergessenheit. Er wurde schlicht und einfach von deutlich weniger nachhaltigen aber für die Industrie günstigeren Anbaupflanzen wie Baumwolle und Holz verdrängt.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es einen ersten Antrag auf ein Hanfverbot. Die Pflanze sollte mit Kokain und Opium gleichgestellt werden. Erst wurde das Verbot abgewehrt und es gab noch bis 1924 Hanf in Apotheken zu kaufen. Das änderte sich dann um 1930. Ab da wurde Cannabisbesitz unter Strafe gestellt. Anfang der 1980er wurde dann auch noch der Anbau unter Strafe gesetzt.

Hanf revival

Bis die Landwirtschaft beschloss dem Hanf erneut eine Chance zu geben. Denn er ist robust und so unglaublich vielseitig. Aber man setzte auf sogenannten Faserhanf. Da steckt so gut wie gar kein THC drin – also kein Drogenpotential. Das war ja dann harmlos und wurde gesetzlich genehmigt. Angebaut werden darf seit Mitte der 1980er wieder der sogenannte Nutzhanf, der in der Fütterung und für die Industrie genutzt werden darf. Über den reden wir also immer in diesem Artikel, wenn ich von Hanf spreche. Wir wollen unsere Pferde ja nicht betäuben, sondern ihnen Gutes tun.

Deswegen ist es ja so schade, dass er in den letzten 50-60 Jahren ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Das verdankt er nur und ausschließlich dem Marihuana-Thema.

Soweit die Geschichte. Heute wird Hanf auch für Stoffe und Futter verwendet, aber auch als Einstreu für die Pferdebox soll er eine sagenhaft gute Wirkung haben.

Hanfino Hanfprodukte Pferdehanf Hanfsamen

Hanf = Pflanze

Hanf ist sozusagen der Bruder vom Hopfen. Rein biologisch betrachtet ist die Hanfpflanze eng verwandt mit Sträuchern und Kletterpflanzen, wie zum Beispiel dem Hopfen. Wie bei jeder anderen Pflanze auch gibt es beim Hanf verschiedene Sorten. Die haben einen unterschiedlich hohen THC und CBD-Gehalt. Das sind die beiden Stoffe, die den Hanf zur Droge machen. Im Futterhanf werden natürlich Sorten verwendet, die einen nahezu nicht vorhandenen Anteil dieser beiden Stoffe haben (unter 0,2%) und damit weit entfernt davon sind eine irgendwie vorhandene Wirkung zu haben.

Hanf = Hasch. Das war vor einigen Jahrzehnten das Klischee und das wiederum hat den Hanf seine Popularität gekostet. Dabei ist das vollkommener Quatsch. Der Joint-Hanf hat so gar nicht viel mit dem Futterhanf zu tun.

Joint und Hanf sind nicht das Gleiche

Warum dein Pferd sicher nicht high wird, wenn du es mit Hanf fütterst – das will ich dir jetzt erklären. Hanf ist nämlich nicht gleich Hanf. In der Pferdefütterung wird der sogenannte Nutzhanf verwendet.

In den berauschenden Hanfsorten ist mal locker ein THC-Gehalt von 20% und mehr. Nur um den Unterschied klar zu machen. Wenn wir also bei Nutzhanf von unter 0,2% reden, dann ist das im Grunde gar nichts. Und nur der ist in Europa für die Landwirtschaft erlaubt. Industriehanf oder Nutzhanf ist das was im Futtertrog und in den Pellets landet, wenn wir von Hanffutter für Pferde sprechen. Er stammt in aller Regel von der Cannabis Sativa Pflanze. Er hat einen nahezu nicht vorhandenen THC und CBD-Anteil und ist damit alles andere als berauschend. Dafür kann er unglaublich viele andere wunderbare Dinge.

Insgesamt sind 49 verschiedene Hanfpflanzen für den klassischen Anbau zugelassen. Sie alle haben einen THC-Gehalt, der unter 0,2 % liegt. Hanf ist aber nicht nur super, weil man besonders viel daraus machen kann, er tut auch der Landwirtschaft gut, weil er Unkraut wegdrückt, den Boden lockert und Pilze und andere Pflanzenkrankheiten eindämmt.

Nutzhanf kann verwendet werden:

  • Beim Hausbau für die Dämmung
  • Für das Innenleben von Autos
  • Klamotten und Kosmetik
  • Tee, Müsli, Schokolade, Säfte und andere Futterdinge für Menschen

Hanf im Pferdefutter – was es alles kann

Hanf ist ein regelrechtes Wunderding, wenn man sich die große lange Liste der Dinge ansieht bei denen Hanf unterstützend sei soll:

  • Hanf soll die Hufe unterstützen im Wachstum und bei der Qualität der Hufe
  • Die Haut liebt Hanf – gerade im Fellwechsel und für eine schöne Mähne und einen schönen Schweif
  • Hanf kann durchatmen lassen – er soll die Atemwege unterstützen
  • Hanf soll auch entzündungshemmend und schmerzlindernd sein
  • Stichwort Muskelaufbau – auch da ist Hanf eine gute Wahl
  • Herz-Kreislauf und Stoffwechsel scheinen den Hanf auch zu lieben
  • Das Nervensystem der Pferde und ihre innere Ruhe kann mit Hanf unterstützt werden
  • Stichwort Verdauung und Magen-Darm
  • Unterstützt im Fellwechsel
  • Soll Mangelerscheinungen verhindern durch die vielen Mineralstoffe
INFO:

Es gibt sogar eine britische Studie zur Nutzung von Hanföl und Hanfmehl in der Pferdefütterung. Sie hat den schönen Namen „Potential use of good oil and associated by-products in equine diets“. Forscher haben unter anderem an der Uni Edinburgh den Hanf unter die Lupe genommen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Hanföl sehr viele essentielle Fettsäuren besitzt.

Weitere Ergebnisse der Studie sind:

  • dass Hanf sehr viel für die Gesundheit der Pferde macht
  • dass es das Grundbefinden verbessert und Entzündungen mindert
  • dass es bei der Behandlung von Atemwegsproblemen eingesetzt werden kann
  • Hanf soll außerdem aggressives Verhalten bei Pferden reduzieren und Ruhe ins Pferd bringen und das obwohl der Nutzhanf ja keinen THC-Gehalt halt.

Das ist faszinierend. Der hohe Proteingehalt von Hanf ist aber gar kein Nachteil, sagen die Wissenschaftler. Im Gegenteil – es handelt sich wohl um für Pferde leicht und gut verfügbare Proteine, die wiederum bei Muskelaufbau helfen können und dem Körper einfach gut tun.

Hanf gilt als Superding und Vitalstoffbombe. Die Inhalte und Nährstoffe sollen das Wohlbefinden von Pferden positiv beeinflussen. Du kannst es als Standardkur alle paar Wochen füttern oder auch bei kranken und verletzten Pferden zur Unterstützung geben. Hanf soll ja auch schmerzlindernd sein und bei Entzündungen helfen und Haut, Fell und Hufe positiv beeinflussen.

Hanf Öl und Hanfblätter

Die ganzen Aminosäuren, die im Hanf sind, sind weitere wichtige Bausteine für dein Pferd und seinen Stoffwechsel. Muskeln, Gehirn, Nerven, Bindegewebe, eine ausgeglichene Psyche – das alles braucht Aminosäuren, um richtig zu funktionieren. Die findest du in Massen im Hanf. Genau wie Antioxidantien und Vitamine. Hanf enthält Vitamin C, E und verschiedene B-Vitamine – dazu Flavonoide. Diese kleinen Dinger kümmern sich um die Zellen deines Pferdes, die Muskeln, das Immunsystem, die Haare und den Hormonhaushalt. Deswegen gilt Hanf auch als gutes Mittel in Sachen Fruchtbarkeit.

Du kannst:

Last – not least: Mineralien und Spurenelemente im Pferdehanf

Hanf ist zum Beispiel eine große Zinkquelle. Der Pferdestoffwechsel ist ausgeklügelt und braucht Spurenelemente wie Zink ganz dringend. Das Supermineral kann bis zu 80 Enzyme aufbauen, das Immunsystem braucht Zink und der Stoffwechsel auch. Ohne Zink geht gar nichts im Pferdekörper. Kein Fellwechsel, keine Wundheilung, keine gesunde Haut. Viele Pferde aber haben Zinkmangel.

Das kann langfristig Allergien und Hautprobleme hervorrufen. Ich weiß, wovon ich spreche. Meine Stute hatte extremen Zinkmangel nach ihrem Umzug zu mir an den Stall und wir hatten Mauke, eine schuppige Haut und andere Problemchen. Seitdem ich immer wieder Kurweise Hanf und Schwarzkümmelsamen füttere ist das alles kein Thema mehr.

Schwarzkümmel Samen Krauter KR

Im Hanf stecken außerdem noch Magnesium, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen – das alles in ziemlich guter organischer Form, so dass dein Pferd sie gut aufnehmen kann. Eisen zum Beispiel ist wichtig für den Sauerstofftrabsport im Blut und damit auch für das Abwehrsystem deines Pferdes. Magnesium ist ein Stoffwechselmineral und wichtig für die Knochen und Muskeln. Calcium und Phosphor braucht dein Pferd für seine Knochen und Zähne.

ACHTUNG: Natürlich kann Hanf trotzdem kein gutes Mineralfutter ersetzen, wenn dein Pferd das braucht. Weil du sonst so große Mengen füttern müsstest, dass sie den Magen deines Pferdes sprengen würden. Hanfsamen und Hanfnüsse können aber eine gute Ergänzung sein, weil sie zusätzlich zu den Mineralstoffen auch eine hohe Menge an Vitalstoffen und Spurenelementen enthalten.

Und Hanf ist eine der ganz wenigen Ölpflanzen, die die seltene Gamma-Linolensäure enthält. Die findest du ansonsten zum Beispiel in der Spirulina Alge oder in Nachtkerzenöl. Dabei ist gerade diese Fettsäure super für eine Balance im Hormonhaushalt und bei entzündungsdingen wie Neurodermithis oder Arthrose. Diese Superfettsäure ist auch für die Entgiftung nützlich, weil sie den Stoffwechsel aktiviert.

Hanf soll außerdem beim abnehmen helfen. Ist das nicht genial? Einerseits steckt alles drin, was dein Pferd braucht, andererseits regt es offenbar den Stoffwechsel so an, dass das Pferdchen noch ein paar Kilos dadurch loswerden kann. Wobei das euch beide nicht daran hindern sollte ausreichend und gut zu trainieren. Vom Hanf alleine wird ein Moppelpony auch nicht dünn. Aber der Hanf kann euch laut Experten dabei unterstützen ein bisschen Speck loszuwerden.

Was die Hanfsamen alles können

Hanfsamen zum Beispiel haben unglaublich viele verschiedene Inhaltsstoffe von Kohlehydraten, über Eiweiße bis zu Vitamine und viele weitere Nährstoffe.

Aus dem Samen wird die Nuss. Die sind etwa 0,3 Zentimeter groß und enthalten rund 30% Fett, gut 30% Kohlehydrate und knapp 30% Proteine – dazu kommen noch diverse Vitamine und Spurenelemente, wie Eisen, Magnesium und Kalium sowie Vitamin B. Das alles macht sie leicht verdaulich und zu kleinen Vitalstoffbomben. Hanf arbeitet unter anderem genau dort, wo dein Pferd Unterstützung gut gebrauchen kann – nämlich im Magen. Die Samen haben den Ruf die Verdauung zu unterstützen. Hanfsamen sind zum Beispiel ein Superthema wenn es um Darmsanierung geht.

Hanf Samen und Öl

Mehr Infos zu den Hanfsamen gibt es HIER

Was das Hanfblatt alles kann

Dann gibt es da noch das Hanfblatt. Daraus lässt sich ein Pulver machen. Da stecken ebenfalls einige Nährstoffe drin. Vor allem Calzium und Eisen zum Beispiel. Wenn dein Pferd da also Mängel hat, kannst du es mit Hanfblattpulver sehr gut unterstützen. Natürlich steckt da noch viel mehr drin, wie Magnesium und Antioxidantien – die den Körper unterstützen mit den ganzen Umwelteinflüssen von außen besser umzugehen. Es hat zum Teil deutlich bessere Werte als Aronia oder Acai und andere Superpflanzen.

Mehr Infos zum Hanfblattpulver bekommst du HIER

Hanf Samen und Öl

Was das Hanföl alles kann

Das Hanföl wird aus den Hanfsamen gepresst. Darin stecken Bitterstoffe, essentielle Fettsäuren und Ballaststoffe. Das macht es zu einem Superding für den Magen, der Bitterstoffe braucht. Und die essentiellen Fettsäuren tun dem ganzen Körper gut.

Hanföl gilt als entzündungshemmend und beruhigend. Es soll krampflösend wirken auf die Atemwege und Bronchien. Es soll bei chronischen Entzündungen, Neurodermitis und Arthrose helfen.

Omega 3 und Omega 6 sind zwei tolle Fettsäuren, aber sie müssen in einem Gleichgewicht sein. Sind sie es nicht, weil zum Beispiel zuviel Getreide im Futter oder Maiskeimöl dafür sorgen, dass der Omega6 Fettsäurenanteil zu hoch ist, kann das entzündungsfördernd sein. Deswegen ist der Hanf auch so toll, weil er beide Fettsäuren in einem schönen Gleichgewicht beinhaltet. Sind sie in Balance, dann tun sie nämlich ganz schön viel für den Pferdekörper. Omega3 Fettsäuren zum Beispiel wirken entzündungshemmend, sind gut für die Atemwege und haben eine beruhigende Wirkung auf nervöse oder aggressive Pferde. Und für alle, die über Pferdezucht nachdenken noch flott die Info, dass sie auch die Fruchtbarkeit bei Hengst und Stute erhöhen sollen.

Gutes Hanföl wird kaltgepresst, damit die wichtigen Vitamine und Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Es hat nur wenig gesättigte Fettsäuren, dafür umso mehr von den ungesättigten guten Fettsäuren. Omega 3 und Omega 6 sind in einer guten Balance. Es hat mehr Vitamin E und Beta-Carotin als Leinöl und es hat viel Linolensäure. Das ist ziemlich speziell und etwas ganz tolles.

Alles weitere zum Hanföl kannst du dir HIER genauer ansehen

Hanföl ist in aller Regel aus unbelastet angebauten Hanfsamen und hat ein gutes Verhältnis der verschiedenen Fettsäuren. Das macht es zu einem spannenden Öl in der Pferdefütterung.

Hanf Öl und Hanfblätter

Es hat außerdem den Vorteil, dass es so schön nussig schmeckt und die meisten Pferde es deswegen sehr gerne mögen.

Ich persönlich füttere lieber die Samen und nicht das Öl. Das Pferd kann sie selbst frisch aufspalten beim Kauen und hat so zusätzlich zu den ganzen guten Fettsäuren auch noch die ganzen Vitalstoffe, die in den Samen stecken, die natürlich nicht alle im Öl landen.

How to – so kannst du Hanf füttern

Pferdehanf sollte immer angefüttert werden, damit sich der Organismus deines Pferdes schön Schritt für Schritt daran gewöhnen kann. Das gilt aber im Grunde für alle Kräuter und Gewächse. Nimm dir also erst einmal nur ein Drittel dessen, was du eigentlich an Menge füttern sollst und füttere dein Pferd so etwa eine Woche lang an. Dann kannst du auf 60% der empfohlenen Menge erhöhen und dann in Woche drei die komplette Ration geben.

Pferde lieben Hanf in aller Regel – wenn du jetzt feststellst, dass dein Pferd den Hanf nicht möchte, dann kannst du das einfach akzeptieren, wenn du ein kluges Exemplar hast, das genau weiß was es braucht. Und vielleicht einige Wochen oder Monate später wieder einen Versuch starten. Wenn du ein Pferd mit schlechten Futterinstinkten hast, das grundsätzlich wahnsinnig mäkelig ist, kannst den Hanf auch mit etwas Apfelsaft oder Kräutertee oder Apfelmus versüßen und deinem Pferd so schmackhaft machen.

Hanf Samen und Öl

Die Pferde pusten ja ganz gerne mal in ihren Futtertrog. Damit der Hanf nicht einfach nur rausgepustet wird, kannst du einen klitzekleinen Schuss Schwarzkümmel- oder Leinöl zum Hanf geben oder ein bisschen Wasser, wenn du kein Öl füttern möchtest. So wird er gebunden und kann nicht einfach rausgepustet werden von deinem Pferd.

  • Ich persönlich finde es gut Pferdehanf 2-3 mal im Jahr Kurweise zu füttern. Wenn dein Pferd ansonsten gesund ist.
  • Nach einer Wurmkur zum Beispiel oder im Fellwechsel oder bei einem Ekzemer gerne 2-3 Monate vor dem Beginn des Sommers starten. Du kannst da noch Schwarzkümmelsamen dazu mischen – dem wird eine Antihistamine Wirkung nachgesagt.
  • Wenn du einen Senior im Stall stehen hast, kannst du ihm ein bisschen mit Pferdehanf im Winter beispringen, weil dann die Verdauung ein bisschen gepusht werden soll dadurch.
  • Hanf ist auch eine Empfehlung bei Pferden mit einem Hufthema. Egal ob Hufrehe oder bei einem Barhufer mit schwierigeren Hufen. Denn die Linolsäure, die im Pferdehanf ist, soll entzündungshemmend sein. Und der Hanf an sich soll das Wachstum der Hufe fördern.

Den Samen bewahrst du am besten in einer gut verschliessbaren Dose auf, denn sie sollten dunkel und kühl gelagert werden. Also bei Zimmertemperatur und nicht bei 40 Grad in der Sonne.

Hier nochmal die drei Fütterungsbasics in Sachen Pferdehanf

Hanfino Hanfprodukte Pferdehanf Hanfsamen

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Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten “Ich”, das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

2 Kommentare zu “Superpflanze Hanf! Was der Hanf alles für dein Pferd tun kann

  1. Anni sagt:

    Hallo liebe Petra,
    danke für deine große Mühe bei deinen Blogeinträgen und der liebevollen Gestaltung deines Shops.
    Ich freue mich immer über deine toll geschriebenen und informativen Texte. Jedes Mal finde ich wieder auf deiner Seite einen Artikel, den ich noch nicht kenne oder gerne nochmal lesen würde : )

    Findest du die Informationen über den Hanf oder z. B. den Schwarzkümmel im Buch "Pferde fit füttern: Wie ich mein Pferd artgerecht ernähre" (ich glaube die Buchempfehlung ist von Dir!? :) ) oder in einem anderen Buch/Internetseite?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    Viele liebe Grüße : )

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anni, danke dir für deinen lieben Kommentar – es freut mich wahnsinnig, dass du Blog und Shop so magst. Meine Informationen finde ich in den verschiedensten Ecken. Zum Beispiel in dem Buch, das du erwähnt hast oder im Austausch mit Experten oder in Kräuterfachbüchern usw. Ganz liebe Grüße, Petra

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