Artikel aktualisiert am 05.06.2019 Ich habe eine neue Lieblingspflanze. Sie ist grandios gut und kann unglaublich viel. Nur 0,3 Zentimeter aber unglaublich viel Power! Die Hanfpflanze. Ich habe sie vor kurzem für mein Pferd entdeckt und bin seitdem gnadenlos begeistert. Sie ist eine Art Superfood voller Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Hat ungesättigte Fettsäuren und kann die natürlichen Stoffwechselkraft und das Immunsystem deines Pferdes unterstützen. Sie ist neben dem Schwarzkümmel mein zweiter großer Futterliebling geworden. Warum erkläre ich dir in diesem Artikel und auch wann und wie und wofür du Hanf füttern kannst. Ich werfe jetzt einfach mal mit ein paar Wörtern um mich: Wie Aminosäuren, Vitamine, Eiweiß, Mineralien wie Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Eisen, Antioxidantien und diverse ungesättigte Fettsäuren, wie zum Beispiel Omega 3 und Omega 6. Das sind alles kleine Superhelfer der Pferdefütterung und das alles steckt im Hanf.

Die Vitamine und Spurenelemente und Mineralstoffe braucht dein Pferd zur Unterstützung seiner ganzen natürlichen Körperkräfte. Sie stecken alle im Hanf. Das ist genial. Hanf hat außerdem eine ziemlich hohe Bioverfügbarkeit. Das ist super, weil es bedeutet, dass dein Pferd sich ziemlich viel aus den kleinen Samen rausziehen kann. Hanf Samen und Öl Du kannst:

Hanfino Hanfprodukte Pferdehanf Hanfpellets verschiedene Größen

Wie ich den Hanf für mich entdeckt habe

Meine Stute hatte Probleme mit ihren Hufen. Die Hufpflege (die wir inzwischen gewechselt haben) hat vermutlich ein wenig zu viel abgefeilt. Sprich: Mehr Huf musste her. Also habe ich recherchiert und herumgefragt, mich schlau gemacht und überlegt, wie ich den natürlichen Wachstum ihres Hufes unterstützen kann und bin dabei auf Hanf gestossen. Ich bin also los, habe Hanfsamen und Hanföl gekauft und es meiner Stute gefüttert. Sie hat es sofort begeistert gefressen. Das ist immer ein gutes Zeichen bei ihr, weil sie genau weiß, was ihr gut tut und was nicht. Das Fazit:
  • Ihren Hufen geht es mittlerweile wieder gut
  • Gleichzeitig wurde ihr Fell aber auch schöner
  • Und: ich hatte grundsätzlich das Gefühl, dass der Hanf ihr gut getan hat.
Neben dem Schwarzkümmelsamen (HIER kannst du mehr dazu nachlesen) ist der Hanf ab jetzt eine meiner absoluten Lieblingspflanzen. Immer mal wieder nehme ich auch die Hanfpellets (HIER kannst du sie dir anschauen) als Leckerliersatz. Hanf Pferde Pellets Hanfino

Warum Hanf füttern

Pferde, die in der Wildnis leben streifen den ganzen Tag durch die Natur und erschnuppern sich die Mineralstoffe und Vitamine selbst, die sie sich dann aus Gräsern, Kräutern und Ästen holen. Das können unsere Pferde nicht. Deswegen ist es aus meiner Sicht sinnvoll Kräuter und Pflanzen zuzufüttern, die unseren Pferden genau das geben können, was sie eigentlich brauchen. Nicht das ganze Jahr durch – sondern immer zeitweise. So können wir unsere Pferde mit allem versorgen was sie brauchen.

Was kann der Hanf

Es gibt verschiedene Teile der Hanfpflanze, die genutzt werden können. Die Hanfsamen und die Hanfblätter und die Hanfstengel. Letztere landen in der Einstreu. Aus den Hanfblättern lässt sich ein Pulver machen, das ein regelrechter Calziumbooster ist und aus den Hanfnüssen wird dann noch das Hanföl gepresst. In den Samen stecken fast alle der lebenswichtigen Vitalstoffe und Spurenelementen. Hanf soll zum Beispiel ganz grundlegend die natürliche Stoffwechselfunktion des Pferdekörpers unterstützen. Mehr zu Pferdestoffwechsel kannst du übrigens HIER im Artikel zur Pferdeanatomie und den Besonderheiten des Stoffwechsels nachlesen Pferdeexperten empfehlen Hanf:
  • Zur Unterstützung der natürlichen Hautfunktion
  • Zur Stärkung der Atemwegsorgane
  • Zur Unterstützung des VErdauungsapparates
  • Zur Stärkung der natürlichen Funktion der Gelenke
  • Für schönes Fell und gute Hufe
Ich werde dir gleich noch erklären, warum dein Pferd garantiert nicht high wird vom Pferdehanf, wie du ihn füttern kannst und welche Teile der Pflanze was genau für dein Pferd tun können. Weil ich Geschichtliches immer wieder spannend finde, habe ich für dich außerdem kurz recherchiert, welche Rolle der Hanf früher gespielt hat (eine immens große) und warum er eine gewisse Zeit in der Versenkung verschwunden ist. Hanf Samen und Öl

Die Hanf Historie

Preisfrage: Wenn etwas schon seit über 10.000 Jahren in verschiedenen Kulturen genutzt wird, dann muss es doch richtig gut sein oder? Hanf ist eine uralte Kulturpflanze. Angefangen haben vermutlich die Chinesen – um 2800 vor Christus wurden da schon Seile aus Hanf hergestellt. Und schon im 4. Jahrtausend vor Christus wird Hanf immer wieder in verschiedenen Aufzeichnungen als Superpflanze erwähnt. Buddha selbst soll sich sogar von Hanfsamen ernährt haben. Aber die Chinesen waren nicht die Einzigen. In Indien, in Deutschland, im alten Griechenland und in Ägypten oder dem Irak wurde Hanf rege genutzt.

Hanf in Europa

Dann breitete sich der Hanf ziemlich rasend nach Indien und Westasien aus. Von dort wanderte er nach Europa. Bis weit ins 18. Jahrhundert war Hanf die wichtigste Nutzpflanze in Europa. Früher wurden Segeltücher, Taue und Seile aus Hanf hergestellt. Der gute alte Gutenberg hat seine erste Bibel auf Hanfpapier gedruckt und Kolumbus entdeckte Amerika auch dank seiner Taue und Segel aus Hanf.

Hanf in Amerika

Nach der Abschaffung der Sklaverei gab es in Amerika den ersten großen Einbruch in der Erfolgsgeschichte von Hanf. Denn Hanf ist etwas aufwendiger im Anbau und das konnten die Farmer nicht leisten ohne die Sklaven. Ein weiterer Punkt, der den Hanf Popularität gekostet hat war die Einführung der Baumwolle. Die ersten Baumwollspinnereien wurden gegründet und Kleider wurden ab da immer häufiger aus Baumwolle statt aus Hanf hergestellt.

Hanf in Papier und Baumwolle

Ein Papierfabrikant soll dann Anfang des 20. Jahrhunderts eine Hetzkampagne gegen Hanf geführt haben, weil er Patente auf die Papierherstellung aus Holz angemeldet hatte und daran verdienen wollte. Aus Hanf wurde in der Hetzkampagne Marihuana und damit das personifizierte Böse. So bekam der Hanf einen schlechten Ruf und geriet nach und nach in Vergessenheit. Er wurde schlicht und einfach von deutlich weniger nachhaltigen aber für die Industrie günstigeren Anbaupflanzen wie Baumwolle und Holz verdrängt. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es einen ersten Antrag auf ein Hanfverbot. Die Pflanze sollte mit Kokain und Opium gleichgestellt werden. Erst wurde das Verbot abgewehrt und es gab noch bis 1924 Hanf in Apotheken zu kaufen. Das änderte sich dann um 1930. Ab da wurde Cannabisbesitz unter Strafe gestellt. Anfang der 1980er wurde dann auch noch der Anbau unter Strafe gesetzt.

Hanf revival

Bis die Landwirtschaft beschloss dem Hanf erneut eine Chance zu geben. Denn er ist robust und so unglaublich vielseitig. Aber man setzte auf sogenannten Faserhanf. Da steckt so gut wie gar kein THC drin – also kein Drogenpotential. Das war ja dann harmlos und wurde gesetzlich genehmigt. Angebaut werden darf seit Mitte der 1980er wieder der sogenannte Nutzhanf, der in der Fütterung und für die Industrie genutzt werden darf. Über den reden wir also immer in diesem Artikel, wenn ich von Hanf spreche. Wir wollen unsere Pferde ja nicht betäuben, sondern sie stärken. Deswegen ist es so schade, dass er in den letzten 50-60 Jahren ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Das verdankt er nur und ausschließlich dem Marihuana-Thema. Soweit die Geschichte. Heute wird Hanf auch für Stoffe und Futter verwendet, aber auch als Einstreu für die Pferdebox soll er eine sagenhaft gute Wirkung haben. Hanfino Hanfprodukte Pferdehanf Hanfsamen

Hanf = Pflanze

Hanf ist sozusagen der Bruder vom Hopfen. Rein biologisch betrachtet ist die Hanfpflanze eng verwandt mit Sträuchern und Kletterpflanzen, wie zum Beispiel dem Hopfen. Wie bei jeder anderen Pflanze auch gibt es beim Hanf verschiedene Sorten. Die haben einen unterschiedlich hohen THC-Gehalt. Das ist der Stoff, der den Hanf zur Droge macht. Im Futterhanf werden natürlich Sorten verwendet, die einen nahezu nicht vorhandenen Anteil haben (unter 0,2%) und damit weit entfernt davon sind eine irgendwie vorhandene Wirkung zu haben. Hanf = Hasch. Das war vor einigen Jahrzehnten das Klischee und das wiederum hat den Hanf seine Popularität gekostet. Dabei ist das vollkommener Quatsch. Der Joint-Hanf hat so gar nicht viel mit dem Futterhanf zu tun.

Joint und Hanf sind nicht das Gleiche

Warum dein Pferd sicher nicht high wird, wenn du es mit Hanf fütterst – das will ich dir jetzt erklären. Hanf ist nämlich nicht gleich Hanf. In der Pferdefütterung wird der sogenannte Nutzhanf verwendet. In den berauschenden Hanfsorten ist mal locker ein THC-Gehalt von 20% und mehr. Nur um den Unterschied klar zu machen. Wenn wir also bei Nutzhanf von unter 0,2% reden, dann ist das im Grunde gar nichts. Und nur der ist in Europa für die Landwirtschaft erlaubt. Industriehanf oder Nutzhanf ist das was im Futtertrog und in den Pellets landet, wenn wir von Hanffutter für Pferde sprechen. Er stammt in aller Regel von der Cannabis Sativa Pflanze. Er hat einen nahezu nicht vorhandenen THC-Anteil und ist damit alles andere als berauschend. Dafür kann er unglaublich viele andere wunderbare Dinge. Insgesamt sind 49 verschiedene Hanfpflanzen für den klassischen Anbau zugelassen. Sie alle haben einen THC-Gehalt, der unter 0,2 % liegt. Hanf ist aber nicht nur super, weil man besonders viel daraus machen kann, er tut auch der Landwirtschaft gut, weil er Unkraut wegdrückt, den Boden lockert und Pilze und andere Pflanzenkrankheiten eindämmt. Nutzhanf kann verwendet werden:
  • Beim Hausbau für die Dämmung
  • Für das Innenleben von Autos
  • Klamotten und Kosmetik
  • Tee, Müsli, Schokolade, Säfte und andere Futterdinge für Menschen

Hanf im Pferdefutter – was es alles kann

Hanf ist ein regelrechtes Wunderding, wenn man sich die große lange Liste der Dinge ansieht bei denen Hanf unterstützend sei soll:
  • Hanf soll die natürliche Funktion der Hufe unterstützen
  • Die Haut liebt Hanf – Hanf stärkt die Hautfunktion
  • Hanf stärkt auch die körpereigenen Kräfte der Atemwegsorgane
  • Stichwort Muskelaufbau – auch da ist Hanf eine gute Wahl
  • Hanf stärkt die innere Balamce und die natürlichen Kräfte der Nerven
  • Hanf stärkt die körpereigene Darmflora und den natürlichen Verdauungsapparat
  • Unterstützt im Fellwechsel
  • Kann auch als Mineralfutter gefüttert werden – dank der vielen Mineralstoffe – aber Achtung: Wie bei jedem Mineralfutter bitte immer wieder zwischendurch via Blutbild gegentesten ob alles drin ist, was das individuelle Pferd braucht
INFO: Es gibt sogar eine britische Studie zur Nutzung von Hanföl und Hanfmehl in der Pferdefütterung. Sie hat den schönen Namen „Potential use of good oil and associated by-products in equine diets“. Forscher haben unter anderem an der Uni Edinburgh den Hanf unter die Lupe genommen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Hanföl sehr viele essentielle Fettsäuren besitzt. Der hohe Proteingehalt von Hanf ist dabei gar kein Nachteil, sagen die Wissenschaftler. Im Gegenteil – es handelt sich wohl um für Pferde leicht und gut verfügbare Proteine.
Hanf gilt als Superding und Vitalstoffbombe. Die Inhalte und Nährstoffe sollen das Wohlbefinden von Pferden positiv beeinflussen. Du kannst es alle paar Wochen unterstützend füttern oder dauerhaft als Mineralfutter. Hanf Öl und Hanfblätter Die ganzen Aminosäuren, die im Hanf sind, sind weitere wichtige Futterbausteine für dein Pferd. Die findest du in Massen im Hanf. Genau wie Antioxidantien und Vitamine. Hanf enthält Vitamin C, E und verschiedene B-Vitamine – dazu Flavonoide. Du kannst:

Last – not least: Mineralien und Spurenelemente im Pferdehanf

Hanf ist zum Beispiel eine große Zinkquelle. Das Supermineral kann bis zu 80 Enzyme aufbauen, das unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte und die natürliche Stoffwechselfunktion. Viele Pferde aber haben Zinkmangel. Ich weiß, wovon ich spreche. Meine Stute hatte extremen Zinkmangel nach ihrem Umzug zu mir an den Stall und wir hatten Mauke, eine schuppige Haut und andere Problemchen. Schwarzkümmel Samen Krauter KR Im Hanf stecken außerdem noch Magnesium, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen – das alles in ziemlich guter organischer Form. Und Hanf ist eine der ganz wenigen Ölpflanzen, die die seltene Gamma-Linolensäure enthält. Die findest du ansonsten zum Beispiel in der Spirulina Alge oder in Nachtkerzenöl. Hanf soll außerdem beim abnehmen helfen. Ist das nicht genial? Einerseits steckt alles drin, was dein Pferd braucht, andererseits stärkt es offenbar die natürliche Stoffwechselfunktion so, dass das Pferdchen noch ein paar Kilos dadurch loswerden kann. Wobei das euch beide nicht daran hindern sollte ausreichend und gut zu trainieren. Vom Hanf alleine wird ein Moppelpony auch nicht dünn.

Was die Hanfsamen alles können

Hanfsamen zum Beispiel haben unglaublich viele verschiedene Inhaltsstoffe von Kohlehydraten, über Eiweiße bis zu Vitamine und viele weitere Nährstoffe. Aus dem Samen wird die Nuss. Die sind etwa 0,3 Zentimeter groß und enthalten rund 30% Fett, gut 30% Kohlehydrate und knapp 30% Proteine – dazu kommen noch diverse Vitamine und Spurenelemente, wie Eisen, Magnesium und Kalium sowie Vitamin B. Das alles macht sie leicht verdaulich und zu kleinen Vitalstoffbomben. Hanf arbeitet unter anderem genau dort, wo dein Pferd Unterstützung gut gebrauchen kann – im Verdauungstrakt. Hanfsamen sind zum Beispiel ein Superthema wenn es um die natürliche Funktion der Darmflora geht. Hanf Samen und Öl Mehr Infos zu den Hanfsamen gibt es HIER

Was das Hanfblatt alles kann

Dann gibt es da noch das Hanfblatt. Daraus lässt sich ein Pulver machen. Da stecken ebenfalls einige Nährstoffe drin. Vor allem Calzium und Eisen zum Beispiel. Mehr Infos zum Hanfblattpulver bekommst du HIER Hanf Samen und Öl

Was das Hanföl alles kann

Das Hanföl wird aus den Hanfsamen gepresst. Darin stecken Bitterstoffe, essentielle Fettsäuren und Ballaststoffe. Das macht es zu einem Superding für die natürliche Funktion des Verdauungdstraktes, der Bitterstoffe braucht. Omega 3 und Omega 6 sind zwei tolle Fettsäuren, aber sie müssen in einem Gleichgewicht sein. Sind sie es nicht, weil zum Beispiel zuviel Getreide im Futter oder Maiskeimöl dafür sorgen, dass der Omega6 Fettsäurenanteil zu hoch ist, ist das nicht so gut. Deswegen ist der Hanf auch so toll, weil er beide Fettsäuren in einem schönen Gleichgewicht beinhaltet. Sind sie in Balance, dann tun sie nämlich ganz schön viel für das Pferdefutter. Gutes Hanföl wird kaltgepresst, damit die wichtigen Vitamine und Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Es hat nur wenig gesättigte Fettsäuren, dafür umso mehr von den ungesättigten guten Fettsäuren. Omega 3 und Omega 6 sind in einer guten Balance. Es hat mehr Vitamin E und Beta-Carotin als Leinöl und es hat viel Linolensäure. Das ist ziemlich speziell und etwas ganz tolles. Alles weitere zum Hanföl kannst du dir HIER genauer ansehen Hanföl ist in aller Regel aus unbelastet angebauten Hanfsamen und hat ein gutes Verhältnis der verschiedenen Fettsäuren. Das macht es zu einem spannenden Öl in der Pferdefütterung. Hanf Öl und Hanfblätter Es hat außerdem den Vorteil, dass es so schön nussig schmeckt und die meisten Pferde es deswegen sehr gerne mögen. Ich persönlich füttere lieber die Samen und nicht das Öl. Das Pferd kann sie selbst frisch aufspalten beim Kauen und hat so zusätzlich zu den ganzen guten Fettsäuren auch noch die ganzen Vitalstoffe, die in den Samen stecken, die natürlich nicht alle im Öl landen.

How to – so kannst du Hanf füttern

Pferdehanf sollte immer angefüttert werden, damit sich der Organismus deines Pferdes schön Schritt für Schritt daran gewöhnen kann. Das gilt aber im Grunde für alle Kräuter und Gewächse. Nimm dir also erst einmal nur ein Drittel dessen, was du eigentlich an Menge füttern sollst und füttere dein Pferd so etwa eine Woche lang an. Dann kannst du auf 60% der empfohlenen Menge erhöhen und dann in Woche drei die komplette Ration geben. Pferde lieben Hanf in aller Regel – wenn du jetzt feststellst, dass dein Pferd den Hanf nicht möchte, dann kannst du das einfach akzeptieren, wenn du ein kluges Exemplar hast, das genau weiß was es braucht. Und vielleicht einige Wochen oder Monate später wieder einen Versuch starten. Wenn du ein Pferd mit schlechten Futterinstinkten hast, das grundsätzlich wahnsinnig mäkelig ist, kannst den Hanf auch mit etwas Apfelsaft oder Kräutertee oder Apfelmus versüßen und deinem Pferd so schmackhaft machen. Hanf Samen und Öl Die Pferde pusten ja ganz gerne mal in ihren Futtertrog. Damit der Hanf nicht einfach nur rausgepustet wird, kannst du einen klitzekleinen Schuss Schwarzkümmel- oder Leinöl zum Hanf geben oder ein bisschen Wasser, wenn du kein Öl füttern möchtest. So wird er gebunden und kann nicht einfach rausgepustet werden von deinem Pferd.
  • Ich persönlich finde es gut Pferdehanf 2-3 mal im Jahr zu füttern.
  • Nach einer Wurmkur zum Beispiel oder im Fellwechsel oder bei Insekten”phobie” gerne 2-3 Monate vor dem Beginn des Sommers starten. Du kannst da noch Schwarzkümmelsamen dazu mischen.
  • Wenn du einen Senior im Stall stehen hast, kannst du ihm ein bisschen mit Pferdehanf im Winter beispringen.
  • Hanf ist auch eine Empfehlung, wenn du die natürliche Huffunktion deines Pferdes unterstützen willst. Dank die Linolsäure, die im Pferdehanf ist.
Den Samen bewahrst du am besten in einer gut verschliessbaren Dose auf, denn sie sollten dunkel und kühl gelagert werden. Also bei Zimmertemperatur und nicht bei 40 Grad in der Sonne.

Hier nochmal die drei Fütterungsbasics in Sachen Pferdehanf

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6 Kommentare zu “Superpflanze Hanf! Was der Hanf alles für dein Pferd tun kann

  1. Anni sagt:

    Hallo liebe Petra,
    danke für deine große Mühe bei deinen Blogeinträgen und der liebevollen Gestaltung deines Shops.
    Ich freue mich immer über deine toll geschriebenen und informativen Texte. Jedes Mal finde ich wieder auf deiner Seite einen Artikel, den ich noch nicht kenne oder gerne nochmal lesen würde : )

    Findest du die Informationen über den Hanf oder z. B. den Schwarzkümmel im Buch "Pferde fit füttern: Wie ich mein Pferd artgerecht ernähre" (ich glaube die Buchempfehlung ist von Dir!? :) ) oder in einem anderen Buch/Internetseite?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    Viele liebe Grüße : )

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anni, danke dir für deinen lieben Kommentar – es freut mich wahnsinnig, dass du Blog und Shop so magst. Meine Informationen finde ich in den verschiedensten Ecken. Zum Beispiel in dem Buch, das du erwähnt hast oder im Austausch mit Experten oder in Kräuterfachbüchern usw. Ganz liebe Grüße, Petra

  2. Angelika Stein sagt:

    Hallo
    Ich habe eine Frage: Hast du mal ein paar Quellen, welche Pferde-Experten Hanf empfehlen? Ich recherchiere auch gerade zu dem Thema- sehr spannend…
    Danke schon mal…

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Angelika, hmmm – gute Frage. Ich kann dir keine speziellen Futterexperten namentlich nennen. Ich selbst bin immer wieder im Rahmen der Menschlichen Ernährung erst darauf gestossen und habe mich dann immer wieder mit Futtermenschen unterhalten. Aber explizit eine Uni oder einen Wissenschaftler kann ich dir nicht nennen. Ganz liebe Grüße, Petra

  3. siegrist corina sagt:

    hallo petra wie ist es mit hanfpellets und schwarzkümmelpellets mit fettgehalt zu mineralstoffwürfel hat da das pferd nicht überschuss an vitaminen und mineralstoff ich habe ein ems hufbeinverknöcherung pferd und ein allergiker sommerekzem pferd liebi grüess

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Corina, hoffentlich habe ich deine Fragen richtig verstanden :-) In den Pellets ist weniger Fettgehalt als in den Samen, weil sie ja aus den Resten der Ölpressung gewonnen werden. Letztlich kommt es da auch auf deine Mineralpellets und deren Inhaltsstoffe an. Das kann ich dir gar nicht sagen, weil ich ja nicht weiß was in deinem Futter drinsteckt. Gerade bei kranken Pferden, würde ich Fütterung immer auch mit dem Tierarzt absprechen. Ganz liebe Grüße, Petra

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