Artikel aktualisiert am 07.12.2019

Bist du ein Westernreiter? Oder ein Freizeitreiter und suchst einfach einen schönen Weg für dich und dein Pferd? Möchtest du strukturiert lernen und dein Training Schritt für Schritt aufbauen? Möchtest du eine feinere Verbindung zu deinem Pferd vom Sattel aus und dir das Stück für Stück praktisch erarbeiten? Oder fehlt dir vielleicht manchmal Inspiration für eure Reiteinheiten? Dann habe ich jetzt eine Buchempfehlung für dich: “Western & Dressage” – das Buch von Rika Kreinberg ist vor allem praktisch. Es ist logisch, gut strukturiert und fein erklärt. Es verbindet Elemente aus dem Westernreiten mit Elementen der klassischen Dressur – für ein gut gymnastiziertes und durchlässiges Reitpferd. Und das ist ziemlich erstrebenswert, richtig? Egal nach welcher Reitweise du reitest.

Western & Dressage! Übungsbuch von Rika Kreinberg für feines Training

Western und Dressage – wie geht das zusammen?

Western? Das sind doch die, deren Pferde auf der Vorhand latschen…Dressur? Das sind doch die, deren Pferde in Rollkur geritten und am kurzen Zügel trainiert werden… Zwei Vorurteile zu zwei Reitdispziplinen oder auch Reitweisen, die zeigen wie sehr die Reiterwelt in Lager gespalten sein kann. Vermutlich sind dir beide Vorurteile auch schon begegnet und vielleicht gehörst du einem der beiden „Lager“ an und möchtest empört aufschreien, weil du dich in diesen Vorurteilen nicht wiederfindest. Und du hast Recht! So sollte niemand reiten. Deswegen braucht es wunderbare Bücher, wie das von Rika Kreinberg, die Schritt für Schritt Anleitung geben, uns ein Stückweit durch den Dschungel der Halbwahrheiten führen und das Training einfach pferdefreundlich und sinnvoll aufbauen.

Du kannst dir das Buch HIER genauer anschauen

Welche Reitweise du dann letztlich reitest oder ob du Clickerst oder Horsemanshippst – du kannst dir in jedem Fall Inspiration für dich und deinen Reitalltag holen.

Western versus Dressur? Nein! Western PLUS Dressur

Es gibt viele Vorurteile und wie so oft beruhen sie leider auch ein Stückweit auf Realitäten. Es gibt die Westernpferde, die zu sehr auf der Vorhand laufen und es gibt die Dressurpferde, die unschön geritten werden. Es geht aber auch anders und genau das zeigt die Pferdeexpertin Rika Kreinberg in ihrem Übungsbuch „Western & Dressage“. Darin verbindet sie das Beste aus verschiedenen Pferdewelten. Es richtet sich an Western- und Freizeitreiter, die ihr Pferd gesund und fein reiten wollen. Ich erzähle dir kurz etwas zu Rika, damit du weißt woher sie kommt und warum ich dir dieses Buch sehr empfehlen kann. Und dann schreibe ich dir noch ein paar Facts zum Buch, damit du überlegen kannst, ob es auch etwas für dich und deinen Trainingsalltag ist. 

Rika Kreinberg – der Weg zu „Western & Dressage“

Rika Kreinberg hat 5 Jahren in den USA gelebt und dort die Ranch-Reitweise kennengelernt. Ein bekannter Vertreter dieser Art zu Reiten ist beispielsweise der berühmte Horseman Tom Dorrance. 

Sie lernte dort einen „respektvollen Umgang und eine freundliche Zielstrebigkeit der Pferdemenschen“ kennen, „die die tägliche Arbeit mit Pferden in Leichtigkeit und dennoch Effizienz versahen und dabei Spaß hatten.“ (Rika Kreinberg)

Pferdetrainer wie Leslie Desmond, Peter Kreinberg, Bernd Hackl (hat HIER einen Gastartikel für uns geschrieben über das “Loslassen”), Mark Rashid (HIER findest du einen Kursbericht zu ihm), Linda Tellington-Jones (HIER gibt es ein Interview mit ihr über das feine Pferdetraining) waren weitere Inspirationsquellen – alles Trainer, die sich einem feinen und alternativen Weg mit den Pferden verschrieben haben. 

Rika begann die klassische Arbeitsreitweise aus den USA mit ihrer Ausbildung zur Pferdeosteopathin und ihren Dressurkenntnissen zu kombinieren. Daraus ist dann Schritt für Schritt unter anderem ihr Übungsbuch „Western & Dressage“ entstanden von dem ich dir jetzt erzählen will.

Das Buch kannst du übrigens HIER shoppen

Western & Dressage – Übungen Schritt für Schritt aufgebaut

„Jeder Reiter wünscht sich ein lockeres, entspanntes, motiviertes und zuverlässiges Reitpferd, das möglichst gesund bleibt.“ (Peter Kreinberg)

Dieser Aussage stimmst du zu, oder? Bist du auch so ein Reiter? Dann richtet sich Rikas Buch auch an dich. 

„Gefühle wie Selbstvertrauen oder Unsicherheit, Angst oder Zuversicht, Lustlosigkeit oder Motivation, Vertrauen oder Misstrauen, Verständnis oder Unverständnis wirken sich direkt auf die Muskeltätigkeit und damit auf die Beweglichkeit aus.“ (Peter Kreinberg)

Das Buch ist nicht nur dem Namen nach ein Übungsbuch. Der Fokus liegt auf praktischen Übungen, die du dir Seite für Seite und Schritt für Schritt mit deinem Pferd erarbeiten kannst. Es ist sinnvoll, logisch und kleinschnittig aufgebaut. Zu jeder Übung gibt es Bebilderungen und ausführliche Erklärungen.

Die Übungen starten mit einem einfachen Schwierigkeitsgrad und steigern sich dann Schritt für Schritt. Je nach Ausbildungsstand deines Pferdes kannst du dann entsprechend einsteigen, so dass ihr euch mit Hilfe des Buches weiter und weiter Richtung „superfein“ trainieren könnt.

  • Es startet mit einfacheren Übungen und steigert sich dann nach und nach im Schwierigkeitsgrad
  • Es klärt gängige Fragen zur Hilfengebung a la Kreinberg und was Anlehnung genau bedeutet, welche Ausrüstung sinnvoll sein könnte
  • Es gibt Hinweise zur Ausführung der Seitengänge und geraderichtenden Übungen und Verbesserung der Rittigkeit und Durchlässigkeit deines Pferdes
  • Es liefert auch kleine aber wichtige Nebensträngen wie der Bedeutung von Schritt als „Gangart“ im Training

„Im Schritt haben Mensch und Pferd viel Zeit. Der Reiter kann in den vorgegebenen Übungen seine Hilfen immer wieder gefühlvoll anpassen. Pferd und Mensch finden stressfrei ohne erhöhtes Tempo zueinander. In der Natur ist der Schritt die meist genutzt Gangart des Pferdes. (…) Ein weites Vorgreifen der Schulter mit viel Raumgriff, ein natürliches Kopfnicken des Pferdes (Kopf und Hals schwingen nach links, wenn das rechte Vorderbein vorfußt und umgekehrt) sowie elastische Bewegungen über den Rücken bis in die Hinterbeine sind wünschenswert.“ ( Zitat aus dem Buch “Western & Dressage)

Von der Theorie zur Praxis

Es gibt natürlich noch ein bisschen Theorie vorweg – damit du ein Gefühl dafür bekommst, was du mit dem Buch erreichen kannst und wie die Übungen gedacht sind. 

In einem Kapitel liefert es dir vorher als Einleitung die Theorie und Basis für die weiteren Kapitel. Du erfährst zum Beispiel: 

  • warum es sinnvoll ist das Beste aus den beiden Welten „Dressur“ und „Western“ zu verbinden
  • wieso die Western-Arbeitsreise ein Superding für ein motiviertes und feines Reitpferd ist
  • warum die mentale und körperliche Anlehnung wichtig sind und was das genau heißt
  • warum und wie du Kreativität in dein Training einbauen kannst, um dein Pferd zu motivieren

Über 50 Übungen für dich und dein Pferd

Grundsätzlich ist es ein richtiges dickes Praxisbuch mit über 50 Übungen. Es startet mit einfachen Tempiwechseln im Schritt und geht über Vor- und Hinterhandwendungen zum Seitwärts bis zu Galopp-Serpentinen: 

  • Jeder Übung sind zwei Seiten gewidmet – mit passendem Beispielbild, einer Zusammenfassung am Anfang zur perfekten Dauer der Übungseinheit und dem Equipment das du jeweils brauchst um die Übung durchführen zu können und was sie in deinem Pferd bewirken können. Du kannst sie erst am Boden durcharbeiten und dämm vom Sattel aus. 
  • Der Sinn und Zweck der Übung wird erklärt
  • Die Voraussetzung, die dein Pferd erfüllen sollte, damit du die Übung entspannt trainieren kannst ohne dein Pferd zu überfordern
  • Eine Schritt für Schritt Anleitung zur Durchführung der Übungen
  • Tipps zu typisch auftretenden Problemen und wie du sie lösen kannst

Die meisten Übungen kannst du super auch vom Boden aus vorbereiten und dann erst im Sattel trainieren. Damit hast du im Grunde ein Bodenarbeitsbuch und Reitbuch in einem. 

Fazit – „Western & Dressage“

Das Buch ist klasse und ziemlich perfekt für deine Trainingsinspiration zwischendurch oder einen gut strukturierten Aufbau in der Ausbildung deines Pferdes. Die Übungen werden gut erklärt und sind schön aufeinander aufgebaut. Du kannst es nach und nach durchtrainieren und einige Übungen auch am Boden oder Reitend trainieren. 

Damit bekommst du Inspiration für euren Trainingsalltag und kannst dir einen schönen Trainingsplan machen, indem du die Übungen nach und nach und Woche für Woche in euren Trainingsalltag einstreust.

Das schenkt deinem Pferd und dir mehr Abwechslung und gleichzeitig kannst du so strukturiert weiterkommen in eurem gemeinsamen Training. 

Immer dann wenn ihr eine Übung beherrscht, kannst du eine Runde weitergehen und so zwischen Spaziergängen, gemütlichen Ausritten eurer Freiarbeit und all den anderen Dingen, die ihr vielleicht macht zwischen durch eben auch Trainingseinheiten mit den Übungen aus dem Buch von Rika Kreinberg einbauen. 

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