Artikel aktualisiert am 17.03.2017

Das Pferd ist ein ausgeklügeltes grandioses Ding der Natur. Im Pferde-Organismus greift ein Rädchen in das andere, alles ist aufeinander abgestimmt. Deswegen ist es so wichtig, dass wir genau prüfen, was wir an unser Pferd lassen. Egal ob es um das Futter oder die Fellpflege oder die Haltung geht. Du kannst dein Pferd ganz einfach gesund und glücklich machen. Ich werde dir verraten, wie…

  1. die richtige Haltung
  2. das richtige Futter
  3. die Fellpflege von außen

In diesem Artikel wollen wir uns vor allem dem Punkt Fellpflege widmen. Kennst du das auch? Du kommst in einen der Pferdeshops und siehst eine Masse von Shampoos, Sprays, Leckerli und Pflegezeug vor dir – alles hübsch und bunt. Und jedes sagt dir, dass es das einzig Wahre ist? Ich persönlich verfahre da nach dem Motto: Weniger ist mehr. Und das was ich nutze, muss so natürlich wie möglich sein. Deswegen habe ich nur ein paar Bürsten in meinem Putzkasten und ein Pflegespray. Welches das ist, verrate ich dir gleich und ich fasse die wichtigsten Punkte zur Fellpflege zusammen. Am Ende gibt es auch noch kurze Facts zur richtigen Haltung und gutem Futter.

Da kannst du aber auch mehr zu dem Thema HIER nachlesen – Angebot und Nachfrage – ein genialer Trick für die Pferdefütterung

So, wir legen jetzt erstmal mit der Fellpflege los. Die ist nämlich auch ein wichtiges Thema für dich und dein Pferd. Warum? Die wichtigsten Punkte liste ich dir jetzt auf und erkläre, warum nicht alle Pflegeprodukte gut sind für dein Pferd.

Punkt 1 – die Fellpflege von außen

Mit der richtigen Fellpflege kannst du aus deinem frisch geschlammten Erdferkel, das du von der Koppel geholt hast, ein sauberes und gut durchblutetes Pferd machen. Ohne der empfindlichen Haut und damit der Pferdegesundheit zu schaden. Bürsten und massieren sind der erste Schritt. Denn beim Bürsten regst du die Durchblutung der Haut an. Aber bitte nicht zuviel putzen und schrubben als ob es kein Morgen gäbe – denn die Haut hat eine natürliche Schutzschicht, die dein Pferd braucht. Zuviel Putzen ist also auch nicht gut.

MEHR zu den wichtigsten Schritten und “richtig putzen” erfährst du HIER im Artikel

Die wichtigsten Facts: Warum Fellpflege so wichtig ist

  • Das Putzen und Kuscheln fördert die Bindung zwischen dir und deinem Pferd.
  • Du siehst sofort ob es neue Macken oder eine Verletzung hat und ob irgendwelche Stellen am Körper wärmer sind als sie sein sollten.
  • Außerdem bürstest du altes Fell und alte Schuppen mit der Bürste weg, das tut deinem Pferd und seinem Fell sehr gut.
  • Und putzen fördert die Durchblutung und regt den Lymphfluss an. Und damit auch die Nährstoffversorgung der Haut. Wenn Fell und Haut deines Pferdes sauber sind, haben auch Bakterien und andere Pferdebiester weniger Chancen.

Pferd richtig putzen: Pferde Putzgesicht

Nach dem Putzen kannst du bei einem sehr verwirrten Schweif, den Schweif mit einem Pflegespray pflegen und leichter entwirren. Ein Pflegespray kann Mähne und Schweif glatter machen und erleichtert so das Bürsten. Deswegen können solche Sprays schon mal ganz hilfreich sein. Das wichtige Stichwort ist da aber “natürlich”.

Magic Brush Spray Sensitiv im Einsatz MB-CSS-XX

Pflegespray Pferd

Ich nutze zum Beispiel nur Wasser und ein natürliches Pflegespray. Es heißt „Care & Shine: Sensitive“. Weil: 100% natürliche Inhaltsstoffe, hautfreundliches Aloe Vera und Vitamin B6 Komplex gegen Entzündungen. Ich habe ewig gesucht bis ich eines gefunden habe, das ohne Silikone und andere Zusatzstoffe ist.

natürliches Pflegespray fürs Pferd

Klar ist das Spray in Plastik verpackt. Aber es sprüht fein und ist deswegen relativ sparsam und in irgendetwas muss es ja verpackt werden. Zurück zum Inhalt: Wichtig sind mir in diesem Fall vor allem die Inhaltsstoffe und die müssen 100% natürlich sein. Das Pferd ist ja auch natürlich.

Zusammensetzung beim Beerenspray zum Beispiel: Wasser, Sodium Lauryl Glucosides Hydroxypyl Sulfomate, Alkohol, Macadamianussöl, Rizinusöl, Himbeerkernöl, Blaubeerkernöl

Die Öle sind klar. Alkohol braucht es als Emulgator, damit sie die Öle mit dem Wasser zum Sprühen und Verdünnen vermischen. Genau wie Sodium Laurylglucosides Hydroxypylsulfonate – was nichts anderes ist als Zuckerverbindungen. Die sind für die Naturkosmetik zugelassen.

HIER kannst du dich über alle Zutaten im Pflegespray informieren

Pferd Popo bürsten

Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass es nicht wichtig ist, dass die Pferde glänzen wie ein frisch gebohnerter Parkettboden. Weil die Haut eine natürliche Fettschicht besitzt die wir dem Pferd nicht wegbürsten sollten und weil Pferde weder nach Shampoo noch nach industriell hergestellten Aromen duften müssen. Deswegen halte ich nichts von Pferdeshampoos oder Mähnensprays und Schweifpflege die mit chemisch hergestellten Zusatzstoffen, Silikonen und anderem Industriezeug vollgestopft sind. Es gibt eine Riesenauswahl in den Pferdeshops, aber fast alle enthalten industriell hergestellte und künstliche Zusatzstoffe, die ich nicht an mein Pferd lassen würde. Sie können Allergien und Hautprobleme auslösen. Hast Du Dir mal die Zutatenlisten angeschaut? Nicht so toll…

Wichtig finde ich also, dass das Pflegespray fürs Pferd oder die Pflegeprodukte aus natürlichen Zutaten bestehen:

  • Keine Silikone (weil sie die Haut reizen und langfristig der gesunden Haut deines Pferdes schaden können)
  • keine Aromen (weil die Allergien auslösen können)
  • keine Parabene (auch die gelten als ungesund) – sondern nur natürliche Zutaten und maximal Alkohol.

Also nimm bitte nicht einfach irgendein Pflegespray. Es gibt ja leider wirklich eine große Bandbreite an Shampoos, Sprays, Tuben und Packungen, die dir alle versprechen das Pferdehaar fluffig und duftig zu halten. Da steckt aber meist ganz schön viel Chemie drin und was ist dein Pferd definitiv nicht? Künstliche Chemie! Also solltest du auch so wenig dieser Chemie wie möglich an diesen ausgeklügelten Organismus ranlassen. Ein weiterer Tipp ist EM (Effektive Mikroorganismen).

HIER kannst du mehr nachlesen, was EM ist und wie es funktioniert

Aber kommen wir zurück zu dem Spray, was ich selbst kenne, weil ich es nutze.

Pflegespray Pferd: 100% natürlich

Ich habe ziemlich lange gesucht und nutze das neue Pflegespray von MagicBrush. Weil: natürliche Zutaten und ohne künstliche Zusatzstoffe. Ich habe es erst an mir getestet, dann an Carey.

Pferd richtig Putzen: natürliche Fellpflege

Aloe Vera oder natürliches Beerenöl

Das gibt es für sensible Pferde mit Aloe Vera. Oder mit echtem Beerenöl. Carey liebt zwar die Beerenvariante. So schnell kann ich gar nicht sprühen, da flehmt sie schon begeistert los. Ich mag aber das Aloe Vera Spray lieber, weil Aloe Vera eine beruhigende und pflegende Wirkung hat und ich sie deswegen noch lieber an Careys Mähne und Schweif lasse.

Pferd richtig Putzen: Schweif Pflege

Es ist jetzt seit einigen Wochen im Einsatz und das Pferd und ich sind zufrieden. Für alle, die “klassische Pflegesprays” verwendet haben – es ist 100% natürlich. Du wirst also kleine Unterschiede bemerken – weil eben keine Silikone drin sind. Ähnlich wie bei uns Menschen auch. Wenn du da von irgendeinem Silikon-vollgestopften “normalen” Shampoo oder Conditioner auf natürliche Silikon-freie Shampoos schwenkst, wirst du einen Unterschied bemerken. Das Haar fühlt sich dann nicht ganz so aalglatt an. Aber langfristig belasten die Silikone Haut und Haare und beschweren sie erstens (was dann auch nicht mehr schön aussieht) und belasten auch die Haut, weil es sich anreichern kann. Und das ist natürlich nicht so gesund. Dann doch lieber 100% natürlich, finde ich.

Wie pflege ich Mähne und Schweif des Pferdes – Schritt für Schritt:

Das musst du nicht täglich machen. Es reicht den Schweif täglich einfach vom groben Dreck zu befreien und dann eben 1-2 Mal pro Woche zwischen Verlesen und Pflegespray mit sanftem Drüberbürsten abzuwechseln.

Pferd richtig Putzen: Schweif Pferd pflegen verlesen

Also einfach nach dem Putzen an Mähne und Schweif sprühen. Dann klappt auch das Verlesen des Schweifes besser. Und Dreckflecken halten sich etwas länger vom Pferd fern.

TIPP: Wenn dein Pferd die Sprühflasche suspekt ist, kannst du zum einen Schrittweise trainieren und dein Pferd daran gewöhnen. Du kannst aber auch einen weichen Lappen nehmen, das Spray darauf sprühen und dann das Fell sanft in Fellrichtung abreiben damit. So mache ich das, weil Carey dabei entspannt und es ihr lieber ist als das Sprühen.

Denk immer daran, dass nichts, was wir mit den Pferden tun, für sie normal und selbstverständlich ist. Auch nicht das Mähnenspray oder das Schweifbürsten. Deswegen gib deinem Pferd Zeit, sich an die Flasche zu gewöhnen.

Pferd richtig Putzen: natürliche Fellpflege

Pferd richtig Putzen: natürliche Fellpflege

Pferd richtig Putzen: natürliche Fellpflege

Eigentlich ist Carey kein Fan von Sprühflaschen an ihrer Mähne oder ihrem Schweif. Wir arbeiten noch daran. Auch an ihrem Körper mag sie das Geräusch nicht besonders gerne. Das Pflegespray sprüht so leise, dass mein sonst leicht hektisches Pferd tiefenentspannt da stand, während ich den Schweif eingesprüht habe. Das liegt wohl an dem Sprühkopf, der sich auch über Kopf sprühen lässt.

Pferd richtig Putzen: Schweif Pferd pflegen

Natürlich ist es trotzdem gut, wenn dein Pferd den Umgang mit einer Sprühflasche kennt. Egal wie laut oder leise die Flasche ist. Es kann ja sein, dass du mal Blauspray auf eine Wunde machen musst oder im Falle einer Hautkrankheit dein Pferd besprühen musst. Deswegen ist es trotzdem gut, dein Pferd daran zu gewöhnen.

Wie gewöhnst du dein Pferd an die Sprühflasche?

  • Am besten gehst du bei den ersten Malen irgendwohin, wo du viel Platz um dich herum hast
  • Erst einmal lässt du es die Flasche beschnuppern und abchecken
  • Du kannst die Flasche wegnehmen, wenn es daran schnuppert. Das macht es neugierig auf die Flasche
  • dann schüttelst du ein bisschen mit der Flasche, während du um das Pferd herumläufst. Sobald dein Pferd ruhig stehen bleibt hörst du auf. Geht es weg, gehst du entspannt schüttelnd hinterher. Hörst sofort auf, wenn es ruhig steht. So lernt dein Pferd, dass die Flasche nicht gefährlich ist – aber auch nicht weggeht, wenn es unruhig wird
  • dann sprühst du ein- oder zweimal in die Luft
  • Wenn dein Pferd das alles entspannt mitmacht, kannst du dein Pferd einmal ansprühen, dann zweimal, dann dreimal. Manche Pferde mögen es vielleicht einfach nicht und wollen sich auch nicht daran gewöhnen, dann musst du Kompromisse finden. Zum Beispiel kannst du das Spray auf deine Hände sprühen und dann den Schweif mit deinen Händen herunterfahren. Du wirst auf jeden Fall einen Weg finden, da bin ich mir sicher.

Pferd richtig Putzen: natürliche Fellpflege

Dabei gilt natürlich, dass du immer erst einen Schritt weitergehst, wenn dein Pferd den vorhergehenden Schritt entspannt nimmt und sich nicht daran stört.

Wenn es bei einem dieser Schritte ängstlich oder nervös wird, weggeht oder weichen will, dann machst du mit diesem Schritt ganz entspannt und vorsichtig solange weiter, bis dein Pferd ruhig steht. Und sei es auch nur eine Sekunde am Anfang. Sofort aufhören und loben! Die Pause ist ein großes Lob für Pferde. Es wird so nach und nach begreifen, dass es Ruhe hat, sobald es die Flasche, das Sprühen und das Drumherum ignoriert und es wird merken, dass ihm dabei nichts passiert. Dann kannst du zum nächsten Schritt übergehen.

Wichtig – wenn du etwas Neues ausprobierst: Sprüh oder reibe es erst einmal auf eine kleine Stelle und warte 1-2 Tage ab. Auch Pferde können Allergien haben, auch gegen natürliche Stoffe. Egal ob es um Kokosfett, Leinöl oder das Pflegespray geht. Wenn die Stelle gut aussieht, kannst du das Spray auch sonst nutzen. Nur nicht auf der Sattel- und Gurtlage – wenn du reitest. Das gilt aber für alle Pflegeprodukte. Durch die Reibung in der Bewegung ist es am Besten, wenn dein Pferd an diesen zwei Stellen Natur pur bleibt.

TIPP: Wie du weißes Pferdefell sauber halten kannst. Weiße Fesseln oder grundsätzlich weißes Pferdefell sehen ja schon hübsch aus. Wenn da nicht die Gras- und Pipiflecken wären. Sagen wir’s doch mal wie es ist ;-) Wenn du also einen Kurs besuchen willst oder einfach schöne Fotos mit deinem Pferd machen möchtest, kannst du weiße Stellen besonders gut sauber halten, wenn du nach dem Waschen mit Wasser und nach dem Trocknen etwas Mähnenspray auf die Stellen sprühst. Dadurch haften Schmutz und Dreck weniger gut – sie gleiten sozusagen ab.

Stichwort: Pferdeshampoos!

Auch da gilt für mich wieder „weniger ist mehr“. Es gibt Pferdeshampoos wie Sand am Meer und all die Hersteller da draußen wollen dich natürlich davon überzeugen, dass du genau ihr Shampoo brauchst. Ich halte das für Quatsch, im schlimmsten Fall sogar schädlich. Ich persönlich benutze nur natürliche Shampoos (wie das Wash and Shine hier).

MagicBrush Wash & Shine Sensitive

Wenn du also ein Shampoo benutzen musst, weil der Schweif unfassbar dreckig ist, dann nimm einfach kein normales Shampoo, auch kein Hundeshampoo – sondern ein Spezialshampoo für Pferde. Es gibt immer mehr Anbieter, die auch biologische kräuterbasierte Shampoos anbieten.

ACHTUNG: Du musst den Schweif wirklich richtig gründlich ausspülen, solltest du Shampoo verwendet haben – damit nichts, nicht einmal ein Nanofitzelchen zurück bleibt. Pferdehaut kann sehr empfindlich sein. Wenn Shampooreste Allergien oder Entzündungen auslösen, wird das Pferd anfangen sich zu kratzen und eine blutige Schweifrübe ist weder besonders gesund für das Pferd noch ein besonders schöner Anblick. Auch deswegen ahnst du vielleicht schon, warum Wasser eigentlich ausreichend ist.

Die natürliche Fellpflege hört aber beim Bürsten und Sprühen nicht auf. Kommen wir zu Punkt zwei und drei. Beide sind absolut essentiell. Ich fasse sie zum Schluss kurz zusammen, weil eigentlich jeder davon einen eigenen Artikel bräuchte.

Pferd kuscheln

Punkt zwei! Natürliche Fellpflege – die Haltung

Der Punkt mit dem du dein Pferd richtig glücklich machen kannst, ist die Haltung. In der Herde, mit viel Freilauf. Egal ob Weidehaltung, Offenstall oder Paddocktrail. Hauptsache ist, dass es sich bewegen kann und den ganzen Tag fressen hat. Denn so funktioniert der Pferdekörper und die Pferdeseele. Dann ist dein Pferd glücklich und das wiederum ist gut für sein Immunsystem. Außerdem tut es dem Stoffwechsel gut, wenn das Pferd viel laufen kann und Sozialkontakte hat – das wiederum ist auch gut für Pferdefell und Pferdehaut.

Wenn das Pferd sich wälzen kann, rubbelt es so auch ungeliebte Plagegeister weg, Pferde beknabbern sich gegenseitig und kratzen sich so, entfernen ungeliebte Haare und helfen sich gegenseitig gegen juckende Stellen. Das kann es alles nur, wenn es mit anderen Pferden zusammen auf der Koppel steht.

Carey - Quarterhorse

Wenn dein Pferd mit seinem Hufen auf unterschiedlichem Untergrund läuft, wird der Huf schön hart und das Gewebe im Huf stimuliert. Du siehst also, dass die Haltung wahnsinnig viel für das Fell deines Pferdes tun kann.

Damit wären wir schon beim dritten Punkt: Dem Futter

Gesunde Haare kommen natürlich nicht nur durch äußerliche Pflege. Du musst dein Pferd also auch gesund und ausgewogen ernähren. Gutes und gesundes Futter, das alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine enthält ist also auch wahnsinnig wichtig für ein schönes Fell und den perfekten Schweif. Am besten bitte nicht diese ganzen zucker- und getreidehaltigen Supermüslis, die du im Handel kaufen kannst. So natürlich wie möglich ist das Beste – zum Beispiel kurweise Kräutermüslis und natürlich viel gutes Rauhfutter.

Ein spannenden Artikel mit einem Selbstversuch findest du HIER bei Alessa – da beschreibt sie, wie das natürliche Futter die Gesundheit ihres Pferdes signifikant beeinflusst hat.

Und HIER findest du auf der Pferdeflüsterei einen Artikel zum Thema „Kräuter im Futter“

Auch da gilt genau wie beim Pflegespray und bei der Haltung – so natürlich wie möglich. Also: Heu, Heu und nochmals Heu. Kurweise Kräuterfutter, passend zur Jahreszeit und den Bedürfnissen des Pferdes und ab und an eine Möhre oder ein Apfel.

Natürliche Fellpflege

Wie pflegst du dein Pferd? Hast du Tipps, wie man Schweif und Mähne schön halten kann oder gibt es vielleicht sogar ein natürliches Pferdeshampoo, das du empfehlen kannst? Schreib mir einen Kommentar! Ich freue mich auf deine Meinung.

Dieser Artikel wurde gesponsert und unterstützt von Magic Brush, einem Familienunternehmen aus München, das bewusst in Europa produziert um einen guten CO2-Fussabdruck zu haben. Sie achten auf faire Arbeitsbedingungen, EU-Standards und umweltschonende Produktion. Das Spray ist frei von Silikonen und mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen – und das einzige Spray, dass ich ans Fell meines Pferdes lasse. Mehr über das Pflegespray und MAGIC BRUSH erfährst du HIER.

Pferd entspannt

Helfen dir diese Artikel weiter?

12 Kommentare zu “Natürliche Fellpflege: 3 Punkte für die Fellpflege

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    ich muss sagen ich benutze überhaupt kein Pflegespray. Ich wüsste nicht wofür. Die Pflegesprays versprechen einen Fellglanz und Staub- und Schmutzabweisend zu sein. Ich muss ganz ehrlich sagen, das Fell von meinem Pony muss nicht glänzen. Er hat einne natürlichen "Glanz" im Fell dadurch, dass er gesund gehalten wird. Sein Fell ist von alleine relativ schmutzabweisend allein durch die Fütterung und Haltung. Für mich ist der Zustand seines Fells auch ein Indikator für seinen Gesundheitszustand und wenn sein Fell nicht mehr gut aussieht, dann lass ich den Tierarzt kommen.
    Er hat in den Jahren seit er bei mir ist noch nie einen Pflegespray gesehen und meines Erachtens sieht er nicht ungepflegt aus.
    Bisher habe ich ihn auch nur ein einziges Mal gewaschen. Er hatte Haarlinge wie der Rest der Herde leider auch und wir mussten ein Mittel aufbringen um diese Biester loszuwerden. Nach diesem Mittel wurde seine Haut sehr trocken und er bekam Schuppen und hat angefangen sich zu schubbeln. Da habe ich ihn mal gewaschen und zwar mit einer Naturseife von joveg. Die war wirklich toll und diese Maßnahme hat super geholfen. Ich musste ihn danach noch nicht mal mit irgenwas eincremen, alleine das Abwaschen mit der milden Seife hat geholfen. Die Schuppen sind weg und er hat die Seife sehr gut vertragen. Ich benutze eine Seife für Hunde von joveg regelmäßig für meinen Hund. Sie hat langes Fell und muss dieses öfters mal gewaschen bekommen. Von daher kannte ich die Produkte vorher und bin absolut überzeugt. Auch, weil sie ohne Plastik verpackt kommen, meine Tiere hinterher nicht nach Bonbons riechen (das mag ich gar nicht) und Kräuter und Öle verwendet werden, aber auf Tenside und anderes verzichtet wird.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, das kann ich gut nachvollziehen :-) Ich als Naturtante verwende das Pflegespray auch nur für den Schweif, damit ich ihn leichter entwirren kann. Da in dem Pflegespray auch nur ätherische Öle drin sind und sonst nichts – ist das im Grunde ein bisschen wie die Seife für deinen Hund. Und das funktioniert auch super, weil ich so besser entwirren kann ohne ihr auch nur ein Härchen auszurüpfen. Das mag ich schon ganz gerne. Ans Fell kommt es auch nicht – braucht mein Pferd aus meiner Sicht auch nicht. Aber wenn gerade Turnierreiter doch mal meinen ein Pflegespray aufs Fell sprühen zu müssen, dann bitte ein natürliches – das würde ich mir wünschen. Ganz liebe Grüße und bis bald, Petra

    • Miriam sagt:

      Liebe Petra,

      an den Schweif habe ich gar nicht gedacht, da mein Ponymann so einen vollen dichten Schweif hat, dass es meiner Ansicht nach nicht so dramatisch ist, wenn bei ihm mal beim verlesen ein paar Haare rausgehen. Mach ich aber auch nicht so wirklich oft.
      Aber klar für Pferde die nicht mit so einem üppigen Langhaar bestückt sind wie mein Ponymann ist das natürlich dann blöde.
      Liebe Grüße
      Miriam

    • Petra sagt:

      Ja manchmal bin ich ein bisschen neidisch auf all die Friesen und Islandpony-Mähnen und Schweife ;-) Aber genau deswegen habe ich das Spray versucht und bin happy – weil natürlich und trotzdem hilfreich :-) Wenn man natürlich so ein Mähnenwunder hat, ist ein Pflegespray wahrscheinlich wirklich total unnütz :-) Ganz liebe Grüße, Petra

  2. Claudia sagt:

    Liebe Petra,

    Pferde-Shampoo verwenden wir sehr selten, da bin ich total bei dir! Wenn dann doch einmal, achten wir sehr auf die natürlichen Inhaltsstoffe. Meiner Meinung nach ist so ein Shampoo für ein Pferd unnötig und eher ein menschliches Bedürfniss.

    Bezüglich Schmutz ist vor allem der Schweif manchmal eine riesen Herausforderung. :) Wir sind jetzt im Winter dazu übergegangen ihn immer einzuflechten. Das hält ihn lange Zeit schön sauber…

    Liebe Grüße
    Claudia

    • Petra sagt:

      Liebe Claudia, wir haben sowas gar nicht im Stallschrank – aber ich kann nachvollziehen, dass man es nutzt und wollte deswegen auf natürliche Versionen plädieren mit dem Artikel. Wir haben auch nur das Pflegespray und das auch erst, seitdem ich das von MagicBrush entdeckt hatte. Weil es eben nur aus ätherischen und pflegenden natürlichen Ölen besteht. Keine Silikone, die sich in der Haut festsetzen. Da schüttelt es mich immer regelrecht. Aber ich mache das auch für mich so – ohne vermenschlichen zu wollen – alle meine Shampoos sind von Biomarken aus dem Reformhaus – ohne Silikone und andere Zusatzstoffe. Tierversuchsfrei. Das mit dem einflechten ist auch eine tolle Idee :-) Supertipp! Danke für deine kleine Ergänzung – freue mich darüber – und liebe Grüße, Petra

  3. Anita sagt:

    Liebe Petra,

    ich habe ein Englisches Vollblut, da weine ich jedem Schweifhaar hinterher. Die Mähne ist ja schön dicht, aber Schweif hat er nicht viel. Aus diesem Grund gibt es für mich drei wichtige Grundlagen für schönes Fell und gute Hufe… Punkt eins der Stoffwechsel, denn wenn der nicht läuft, läuft auch sonst nichts. Ich gebe Bierhefe und Leinsamenöl in sein sein Getreide- und haferfreies Futter und zweimal in der Woche Mash, denn dann ist der Stoffwechsel am laufen. Punkt zwei ist, wie du auch schon sagtest, Bewegung auf der Koppel, denn da kann er sich im Matsch wälzen und so schon ganz natürlich Parasiten und ähnliches mit einer Matschschicht fern halten. Dreckiges Pferd = glückliches Pferd. Außerdem kann man dann viel putzen zur Anregung der Durchblutung und der Lymphe… Punkt drei ist wenig spektakulär, ich nutze nur für den Schweif ein Spray, damit ich nur kein Haar verliere, allerdings nur zweimal die Woche. Die anderen Pferdebesitzer im Stall fragen mich immer warum mein Pferd so glänzt und so toll aussieht… Ich erkläre es gerne und viele tun es mir schon gleich mit super Ergebnissen.

    Zu deinem Artikel muss ich noch was sagen, er ist ein wenig langatmig, da du oft wiederholst und beteuerst, als wolltest du was vorbeten… Ich denke, der halbe Text hätte es auch getan. Ich finde es toll, dass auch mal jemand sagt, dass weniger mehr ist und man den natürlichen Hautschutz erhalten sollte.

    LG Anita

    • Petra sagt:

      Liebe Anita, deine Liste ist meiner nicht ganz unähnlich. Bei mir gibt es seit neuestem Schwarzkümmelöl statt Leinöl. Kein Mash und keine Leinsamen – weil die quellen – ansonsten nur Heu und ab und an eine Kräuterkur. Die Bewegung und der Schlamm gehören auch dazu – genau wie im Artikel und bei dir im Kommentar beschrieben – und die Schweifpflege mit dem Spray – weil auch ich jedem Haar hinterher weine, das verloren geht :-) Schade, dass du den Artikel ein wenig langatmig findest – ich muss ihn mir daraufhin nochmal durchlesen, aber oft liegt in der Wiederholung auch die Kraft. Ganz liebe Grüße und danke für deinen Kommentar, Petra

  4. Stephanie sagt:

    Hallo,

    leider habe ich kein eigenes Pferd. Ich arbeitete einst auf einem Gestüt und da wurde mit Pflegeprodukten nur so um sich geworfen. Sogar welche, die für Menschen gemacht wurden, kamen zum Einsatz.
    Vor jedem Turnier wurden die Pferde komplett mit Shampoo gewaschen und wenn sie trocken waren mit Glanzsprays aufpoliert. Die gleiche Prozedur vor jedem Besuch eines potentiellen Käufers.
    Damals (vor gut 15 Jahren) habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht. Oder zumindest nur wenige. Übertrieben und nervig für die Pferde fand ich das Theater auf jeden Fall, aber welche Produkte dafür genutzt wurden, war mir damals egal.

    Nun bin ich selber seit einigen Jahren frei von Chemie am Körper und habe mir gerade Gedanken darüber gemacht, wie man Turnierpferde sinnvoller pflegen könnte. Einfach aus Interesse, auch wenn ich mit Pferden leide gar nichts mehr zu tun habe.

    Darum suchte ich natürlichen Methoden. Deine Einstellung finde ich schon mal super. Warum du ein Pflegesprey für deine Pferde nutzt, leuchtet mir nur bedingt ein, aber was du über deine Mittel berichtest, klingt nicht verkehrt. Ich Pflege mir übrigens meistens auch meine Haare eher wie die eines Pferdes. Ich fahre jeden Tag so lange mit den Fingern durch, bis ich keine Hindernisse mehr habe.
    Allerdings bin ich hier auch dankbar, wenn die Haare nicht so stark fitzen. Das geschieht, wenn sich die Schuppenstruktur aufstellt. Diese klettern dann ineinander und die Haare sind schwer entwirrbar. Verhindern kann ich das mit Maßnahmen zur Glättung der Schuppenstruktur. Damit meine ich keine Glättung von Locken, sondern wirklich nur die ineinander Klettenden Schuppen. Das erreiche ich durch einen kalten Wasserschauer oder eine Rinse mit Apfelessig. Während ein warmes Bad die Schuppen aufstellt, legt eine kalte Dusche hinterher sie wieder an und eine Rinse aus vorwiegend Wasser und ein wenig Apfelessig hat meines Empfinden sogar einen noch stärkeren Effekt. Mindestens so gut wie der einer Silikonspülung. Nur dass der Effekt bei der Silikonspülung dadurch entsteht, dass sich das Silikonöl IN die auf gerichteten Schuppen legt und darin verklebt. Die Apfelessigrinse sorgt dagegen für ganz natürlichen Glanz und Kämmbarkeit.
    Vielleicht wäre das auch eine Option für dich? Das kann man genauso ins Fell und Langhaar sprühen wie ein Glanzspray. Wenn man es nicht ausspült, passiert nichts negatives. Das tue ich auch. Es schnuppert kurz nach Apfelessig, aber der Geruch verfliegt schnell wieder.
    Ein wenig Öl, nicht übermäßig, hat den gleichen Effekt, allerdings eher auf die Art und Weise des Silikon. Mit dem Unterschied, dass Öl (kein Erdöl) atmungsaktiv, Nährstoff- und Feuchtigkeitsdurchlässig und pflegend ist.
    Aloe Vera hast du ja schon erwähnt. Ich kaufe es mir für 13 Euro in der Apotheke oder man hält sich eine Pflanze. Ab ungefähr 5 Jahren kann man diese "ernten".
    Ich liebe Aloe Vera! Es ersetzt mir die Pflegespülungen, die ich vor Jahren noch so liebte. Apfelessig macht nur glatt und glänzend, Aloe Vera beschwert das Haar, wie auch Pflegespülungen . Je nachdem wie viel ich verwende, mehr oder weniger. Ich liebe es! Zugleich und das ist mir noch viel wichtiger, hilft es mir in den Heizmonaten gegen trockene Haare.
    Für ein Pferd, das nicht beheizt lebt, ist das aber gar nicht sooo wichtig. Da ist ausreichend Wasser deutlich sinnvoller und wichtiger!

    So. Und nun komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen, zu meiner Frage:
    Wie gesagt, finde ich diese ganze Shampooerei beim Pferd total blöd, aber ich verstehe auch, dass man nicht mit einem fleckigen Pferd auf Turniere gehen kann. Den ganzen Tag in der Box einsperren und mit der Mistgabel hinter jedem Pferdeapfel Herren en, ist ja nun aber auch keine Lösung.

    Hast du dafür Ideen? Ich kenne aus der Naturpflege und auch beim Wäschewaschen die Methode mit Waschnüssen. Wenn die Wäsche sauber bekommt, dann vielleicht auch ein total verkleistertes Pferd? Ich selbst habe das Zeug leider noch nie probiert.
    Oder wäre vielleicht auch Naturseife eine Alternative? Beim No Poo wird die den Shampoos (auch den natürlichen) grundsätzlich vorgezogen. Ich habe aber nie verstanden warum die weniger schädlich sein soll, da sie ja auch stark entfettet. Allerdings hinterlässt sie keine chemischen Rückstände. Also definitiv besser als Chemie. Oder in Wasser aufgelöste Natron. Das hat sicher auch eine reinigende Waschraft, aber eben auch stark entfettend (gegen Fett nutze ich meistens nur meine Hände oder Wasser, meine Haare sind inzwischen genauso natürlich selbstreinigend wie Tierfell).

    Ich würde mich sehr über deine Gedanken zu aehm, meinen Gedanken freuen. Vielleicht magst du sogar irgendetwas ausprobieren und berichten? Ich würde mich freuen :)

    Jetzt lese ich noch die anderen Bereiche. Deine Pflegeansätze finde ich toll, da bin ich auf den Rest neugierig (das war mir nur erst mal wichtiger).

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Stephanie, wow – du hast dir ja schon viele Gedanken zum Thema gemacht. Ich nutze tatsächlich auch Apfelessig um meinem Pferd die Hufe zu spülen, wenn es Winter wird und der Boden feuchter und weniger Bewegung möglich ist. Silikone nutze ich gar nicht, wenn dann Seidenproteine in den Shampoos, die ich erwähne – aber das sind natürliche Bausteine und keine Silikone. Davon halte ich – genau wie du – gar nichts. Ich habe noch keine ALternative zum Shampoo gefunden, wenn ich wirklich entfetten will. Sprich: Wenn Öle zu sehr kleben, die ich vielleicht zur Pflege genutzt habe oder ich dringend eine Körperstelle reinigen muss. Allerdings brauche ich auch kein duftiges und blitzsauberes Pferd, insofern kommen auch die Shampoos und Pflegespray bei mir selten bis nie zum Einsatz. Wenn man sie aber nutzen will, dann ist das okay, denke ich – wenn man sie mit Bedacht und nicht ständig nutzt. Ganz liebe Grüße, Petra

  5. Ben sagt:

    Hallo,
    Ein kleiner Hinweis eines Chemikers: Sodium Lauryl Glucosides Hydroxypropylsulfonate ist ein Tensid.
    Für alle Nichtchemiker: Tenside sind Substanzen, die es ermöglichen Fette in Wasser zu lösen, also effektiv als eine Art Seife Verwendung finden.
    Anmerkung als Pferdebesitzer: "Ein gesundes Pferd Pferd ist ein dreckiges Pferd"… dieser Spruch ist m.M. der Goldstandard. Das oben beschriebene Tensid, wäre die Natur auch allein in der Lage herzustellen, wenn dazu jemals evolutionär Bedarf bestanden hätte. Nun seift sich unser vierbeiniger Begleiter aber anders ein (Stichwort Schweiß), sodass derartige "Beautyprodukte" bei artgerechter Haltung absolut überflüssig sind. Aus diesem Hintergrund heraus, möchte ich bewusst NICHT an den MENSCHEN-Verstand, sondern an den allgemein tierischen Verstand apellieren und jedem Leser von der Verwendung irgendwelcher auftragbaren Zusatzprodukte abraten. Den Grund hat der Autor des Artikels schon deutlichst hervorgehoben, zit.: "Das Pferd ist ein ausgeklügeltes grandioses Ding der Natur. Im Pferde-Organismus greift ein Rädchen in das andere, alles ist aufeinander abgestimmt […]" , Ergänzung: und wir wissen nicht allzuviel über dieses Ding und wie wir mit unseren Mittelchen eingreifen. Ein konstruierter Fall: Ich trage Mähnenspray auf, mein Pferd wird von andern Pferden auf der Koppel beknabbert. Schon finden sich Tenside, Öle etc. im Magen / Darm des Anderen und tun dort Dinge, die wir nicht vorhersehen können, weil die Produkte nur dermal getestet wurden, nicht oral.
    Dieser Kommentar soll keine Moralpredigt sein, eher ein Denkanstoß…
    Grüße

    • Petra sagt:

      Hallo lieber Ben, tatsächlich würde ich die mit Ja und Nein zustimmen :-) du hast Recht, dass wir swhr vorsichtig damit sein sollten, was und wie oft wir äusserliche Produkte auftragen. Gleichzeitig holen wir sie Pferde ja aus der Wildnis in unsere Menschenwelt und sie haben bei uns oft nicht all sie Möglichkeiten zur Fellpflege, wie in der Wildniss. Deswegen denke ich schon, dass wir ihnen auch etwas helfen können. Aber eben genau bedacht was und wie. Ganz liebe Grüsse, Petra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.