Gehst du gerne mal ins Reformhaus und magst du Bioklamotten? Möchtest du gerne möglichst natürliche Ausrüstungsdinge bei deinem Pferd benutzen? Findest du auch, dass wir alle ein bisschen mehr tun sollten, um unsere Erde zu schützen und bewahren? Es gibt mittlerweile so viele nachhaltige Alternativen und hochwertige ökologische Produkte fürs Pferd, aber viele wissen gar nicht wo sie die Sachen herbekommen und was du bei der Pflege und dem Futter beachten kannst. Spannend ist auch, dass Nachhaltigkeit beim Pferd nicht nur etwas mit dem guten Umweltgewissen zu tun hat, sondern auch mit dem Wohlbefinden deines Pferdes. 

Nachhaltigkeit beim Pferd – so gehts!

Umweltschutz ist ein Riesenthema unserer Zeit. Es betrifft unseren Alltag und unser ganzes Leben. 

Ich selbst bin Vegetarierin, Ökofan und habe lange in der Umweltredaktion beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk gearbeitet. Die Umwelt, die Natur und die fiesen Tricks der Industrie, um uns billigen Kram für viel Geld zu verkaufen kenne ich ziemlich gut. 

Ich finde unsere Erde wunderschön und habe den tiefen Glauben, dass wir sie bewahren und schützen sollten. Dabei können wir aber nicht nur mit dem Finger auf die böse Politik zeigen oder die gemeine Industrie oder den fiesen Lebensmittelhandel, die endlich alles anders und besser machen sollen. Wir müssen auf uns selbst schauen und im kleinen Dinge verändern – daraus kann dann etwas ganz Großes werden, wenn wir alle das tun. 

Nur wenn wir die Erde von heute schützen, werden die Kinder von Morgen noch eine Erde haben. Es ist unsere Verantwortung unseren Konsum und unser Verhalten so zu gestalten, dass wir den nachfolgenden Generationen noch eine lebenswerte Erde übergeben können. So einfach und so schwer ist das. 

Ich liebe die Tiere und achten auch in meinem alltäglichen Leben auf Nachhaltigkeit, versuche achtsam mit meinen Mitmenschen, den Tieren und der Umwelt zu sein – egal ob es um die Ernährungsweise oder den Lifestyle geht. Wobei das nicht heißen soll, dass ich immer 100% ökologisch korrekt bin. Ich versuche es die meiste Zeit meines Lebens durchzuziehen, erlaube mir aber auch immer mal wieder „Ausreißer“ und bin nicht perfekt.

Das Leben soll ja noch Spaß machen und nicht in einem dogmatischen Nachhaltigkeitsfanatismus enden. Weil ich fest daran glaube, dass die Extreme alles killen und wir versuchen können gut zu sein, aber das Leben zu anstrengend ist, wenn wir immer gut und immer nur dogmatisch sind. 

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“Pelzkragen” ist übrigens Fakefur und die Jacke Second Hand von meiner Mom – Knoti und Rope sind vom Horsemanship Qualitätslabel Brockamp aus unserem Shop – HIER gibts alle Infos

Umweltschutz: Die kleinen Dinge

Du kannst in deinem Alltag auf die kleinen und großen Dinge achten: 

  • Indem du bewusst einkaufst
  • Indem du Bio einkaufst
  • Indem du weniger shoppst und das hochwertiger
  • Indem du Fairtrade einkaufst
  • Indem du auf Verpackung und Plastik verzichtest wo es nur geht – zum Beispiel auf die Tüte im Supermarkt, das verpackte Obst oder den Coffee-To-Go Becher
  • Indem du nur soviel konsumierst, wie du brauchst und öfter mal aufs Auto verzichtest, wenn das irgendwie geht
  • Upcycling und Recycling

Das ist nur eine kleine Auswahl. Es gibt so viele Bereiche und Möglichkeiten das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten. 

Im Idealfall reden wir von einer fairen und biologischen Produktion möglichst ohne Plastik und am allerbesten ohne Tierleid. Du kannst starten indem du Kosmetik kaufst, die nicht an Tieren getestet wurde, auf Naturkosmetik setzt, den Thermobecher unterwegs für deinen schnellen Coffee-To-GO dabei hast und bei Biolabels einkaufst. 

Das kostet dich ein bisschen mehr Zeit und Geld, aber das ist es wert.  Läden wie Primark betrete ich nicht, sie machen mich wütend. Aber natürlich gehe ich auch mal in der City shoppen und habe nicht nur Ökoklamotten. 

Das betrifft aber nicht nur unseren Alltag, sondern auch die  Freizeit mit dem Pferd. Auch am Stall kannst du sehr viel nachhaltiger sein, als du vielleicht glaubst. 

Stichwort: Plastik! 

Viel im Pferdebereich ist aus Kunststoff hergestellt. Allein die Futterschüsseln. Da könntest du auch auf Metall setzen, statt Plastik. Oder zumindest lebensmittelechte Futterschüsseln kaufen, die so hochwertig sind, dass sie lange halten.

Oder du kaufst Putzbürsten aus Holz statt aus Plastik, wenn du eine schöne Holzalternative bekommen kannst.

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Alle Bürsten vom Lieblingslabel Leistner kannst du dir HIER genauer anschauen – Das Modell hier ist FSC-Zertifiziertes Holz mit Kokosfaserborsten

Du kannst bei deinen Futtermitteln auch darauf achten, dass die Verpackung nicht aus Plastik ist.

Weil Plastik nun einmal in den Weltmeeren landet und die Natur Jahrhunderte brauchen wird es abzubauen. Außerdem braucht es in aller Regel Erdöl um Plastik herzustellen. 

5 Bereiche für mehr Ökofaktor beim Pferd

Kommen wir also zu den versprochenen 5 Bereichen in denen du ganz easy nachhaltiger am Stall werden kannst. 

Bei all dem gilt aber auch: Das Nachhaltigste ist es die Sachen zu nutzen und zu verbrauchen die man hat und nicht bei jeder kleinsten Gelegenheit wegzuwerfen. Wenn ich dir jetzt also Tipps für nachhaltige Produkte gebe, dann ist es nicht besonders nachhaltig, wenn du alles wegwirfst und die Sachen gleich kaufst. Aber du kannst sie im Hinterkopf behalten und dann shoppen, wenn deine alten Sachen wirklich nicht mehr reparabel sind. 

Bereich 1: Nachhaltige Pferdepflege

In den meisten Pflegemitteln steckt viel Chemie drin – steht aber nicht drauf. Warum? Weil es keine richtigen gesetzlichen Verpflichtungen gibt. Tiershampoos zum Beispiel zählen zu den Reinigungsmittel. Das ist unglaublich und ich könnte mich regelmäßig darüber aufregen, aber für dein Pferdeshampoo gelten die gleichen Regeln, wie für deinen Bodenreininger zu Hause. Der Hersteller muss nahezu nichts auf der Verpackung angeben und du weißt also in aller Regel überhaupt nicht, was du da auf dein Pferd schmierst. 

Aber ganze Chemie kommt ja nicht nur auf die Pferdehaut, sondern landet auch in der Umwelt. 

Deswegen: Auf Naturkosmetik fürs Pony achten und bei Herstellern kaufen die transparent und ökologisch ticken!

Wir nutzen zum Beispiel das Shampoo und Fliegenspray von Wildwash. Der Hersteller aus England ist 100% transparent und schreibt alles auf die Verpackung, was auch im Shampoo drin ist. Außerdem gibt er das Versprechen ab, dass 0% schädliche Chemie im Shampoo sind. Keine Parabene, Silikone oder andere schädliche Stoffe. 

Nur ätherische Öle, um die Haut und Haare deines Pferdes zu pflegen. Das ist also nicht nur wohltuend für dein Pferd, sondern auch für die Umwelt, weil die Shampooreste nach dem Waschgang ja ins Grundwasser fließen. 

HIER bekommst du übrigens auch noch Tipps für die Pferdedusche – der Artikel beschreibt dir Schritt für Schritt, wie du dein Pferd richtig waschen kannst

Bereich 2: Nachhaltige Pferdefütterung

Kräuter und Bio! Ganz einfach und auch so schwer, weil es kaum Hersteller gibt, die so produzieren. Dann gibt es noch einige Hersteller, die ausschließlich mit Landwirten aus der Region arbeiten – das ist auch ökologisch. Da ist die Herstellung auch in aller Regel entsprechend nachhaltig, weil in der biologischen Landwirtschaft keine Pestizide und scharfe Dünger oder Nitrate eingesetzt werden. Das ist also nicht nur gut für den Magen deines Pferdes, sondern auch für die Umwelt. 

Die Biostickies zum Beispiel – sind Bio und weitestgehend regional. 

TIPP: Du kannst auch auf Leckerli aus den Resten der Ölpressung setzen! Das ist WIN WIN, weil es absolut nachhaltig ist die Reste noch zu gutem Futter zu verarbeiten und weil in den Pressresten natürlich viele Ballaststoffe und noch Anteile aus den guten Inhaltsstoffen der Öle stecken. 

Nehmen wir ein Beispiel: Hanföl! 

Die Samen werden gepresst, um das Öl zu gewinnen. Die Reste werden dann zu natürlichen Pellets verarbeitet, die du als Leckerli nutzen kannst oder um die Heucobmahlzeit deines Pferdes zu pimpen. Das ist gut fürs Pferd, lecker, natürlich und nachhaltig!

HIER kannst du dir Hanfpellets genauer anschauen

Solche Pellets gibt es zum Beispiel auch noch aus Schwarzkümmel, Leinsamen, Leindotter oder Kokos – HIER kannst du mehr dazu erfahren

Dann kannst du darauf achten, dass dein Futter in der Papiertüte kommt und nicht im Plastikeimer. Wenn es schon im Plastikeimer kommt, wie die Sachen von Hanfino, dann kannst du den Eimer danach für den Stall nutzen. Sie sind meine tägliche Tupperware oder Eimer für die Strahlreinigung und andere Stallmomente für die ich einen Eimer brauche. 

Bereich 3: Nachhaltige Pferdeausrüstung

Klasse statt Masse ist da dein neues Motto! Du musst einfach Qualität shoppen, denn wer gute Sachen hat muss weniger wegwerfen und kann sie länger nutzen. Je hochwertiger und sorgfältiger die Ausrüstungssachen sind, desto länger hast du etwas davon. Desto weniger landet auf den Müllbergen und desto mehr ist der Aufwand gerechtfertigt mit dem sie produziert wurden. 

Wenn du also ein Zaumzeug brauchst oder einen Kappzaum, dann hol dir nicht irgendetwas Billiges im Handel, das unter Umständen sogar noch unter zweifelhaften Bedingungen in einem Schwellenland produziert wurde. Sondern schnapp dir einen hochwertigen und gut sitzenden Ausrüstungsgegenstand. Das wird dir dann nicht nur die Umwelt danken, sondern auch dein Pferd. 

Beispielsweise Elchlederunterfütterte Kappzäume oder Zaumzeug aus pflanzlich gegerbtem Leder vom deutschen Sattler.

Der Hintergrund beim Elchleder: Es gibt zu viele Elche in Skandinavien – deswegen muss da Bestandsregulierung betrieben werden. Das Leder wird dann weitergegeben in Sattlereien, die daraus superweiches Futter für deinen Kappzaum machen. Das ist WIN WIN – denn die Elche hatten ein absolut freies und glückliches Leben in der Wildnis und aufgrund ihrer Vielzahl müssen sie ja leider dezimiert werden. Es fehlen die natürlichen Fressfeinde dort. 

Da ist es doch deutlich besser und nachhaltiger, wenn das Leder verarbeitet wird. Wenn es dann noch pflanzlich gegerbt wird: PERFEKT! 

Unser Herzenshersteller Hillbury zum Beispiel arbeitet mit diesem Leder – HIER kannst du mehr über Hillbury erfahren 

TIPP für Veganer: Lederalternative Kork! Kork ist ein Megamaterial aus einem nachwachsenden Rohstoff. Kork wird seit Jahrhunderten in Spanien und Portugal hergestellt und die Wälder der Korkeichen sind dort superwichtig für die Umwelt.

Bei der Korkproduktion wird kein einziger Baum gefällt – die Bäume können einfach stehen bleiben. Arien Aguilar hat zum Beispiel in seinem Shop einen Zaum aus Kork. 

Polyreins Horsegear Cognacbraun-beige Sattel Inspiration
Nachwachsender Rohstoff: FILZ meets PFLANZLICH GEGERBTES ÖKOLEDER meets MADE IN GERMANY – I LOVE IT! Mein Reitpad kannst du dir HIER genauer anschauen

Filz ist auch so ein schöner nachwachsender Rohstoff. Natürlich ist dabei wichtig, dass die Schafe gut gehalten werden. Aber kein Tier muss dafür sein Leben lassen und es ist 100% natürlich. Filz ist on Top ein Wundermaterial für Pferdesachen, weil er hochgradig Druckabsorbierend und Feuchtigsaufsaugend wirkt.

Schnapp dir also zum Beispiel einen Filzgurt – statt irgendwelcher Billiggurte aus Kunstfaser.

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Das schicke Modell hier gibt es in Englisch und Western Version – HIER kannst du mehr dazu erfahren

Bereich 4: Nachhaltiger Putzkasten

Plastik ist allgegenwärtig an den Ställen – ich selbst nutze auch Bürsten aus Plastik. Aber ich habe wenige Bürsten und kaufe auch da Qualität. Wie beispielsweise die Fellschön für den Fellwechsel, weil einfach keine Bürste so genial ist und der Hersteller in Deutschland sitzt und hochwertig und umweltschonend arbeitet. 

Es gibt aber auch Putzbürsten aus FSC-Zertifiziertem Holz mit pflanzlichen Borsten aus Kokos oder anderen nachwachsenden Materialien – HIER kannst du dir solche Bürsten anschauen.

Oder Bürsten mit Pflanzenfasern ohne tierische Borsten.  Dann kannst du auch einfach auf eine Putztasche setzen, die unter guten Produktionsbedingungen entstanden ist und lange hält, statt alle zwei Jahre eine neue Billigputztasche made in Schwellenland zu setzen. In China beispielsweise werden über 80% der Abwässer aus der industriellen Produktion einfach in die Seen und Flüsse geleitet. Das unterstützt du wenn du billigen Kram irgendwo kaufst. 

Gastmodel Khayman mit dem superstylo Beutel Beautykram – kannst du hier mehr dazu lesen

Ich selbst nutze meinen Putzbeutel aus Biobaumwolle vom Fairtrade-Label für die tägliche Pflege und habe eine hochwertige Putztasche von Someh für meinen kompletten Putzkram. Die Taschen stammen aus einem streng überwachten Betrieb, werden mit Blick auf die Umwelt und Nachhaltigkeit produziert und das Label hat seinen Sitz in Deutschland. 

Stylisches Teil – kannst du HIER mehr dazu lesen

Bereich 5: Nachhaltige Reitkleidung

Jetzt kommst du an die Reihe. Du hast im Stall Klamotten an und das ist vermutlich auch gut so ;-) Etwas zum Anziehen brauchen wir schon beim Pferd. Es gibt aber zum Beispiel Reitstiefel aus guter Produktion in Spanien und Portugal – wie die Stiefel vom Lieblingslabel Equimonta. 

Oder meine Herzensreithosen vom deutschen Label Signorinetta, die an der schwäbischen Alb nähen und produzieren lassen. Die Hosen sind schxxxx-teuer, wirklich! Die Rechnung tut weh. Aber sie halten ewig und sind hochwertig.

Dazu kombiniere ich die Fairtrade Hoodies und Sweater oder Shirts aus Biobaumwolle: Handgeprinted mit ökologischen Farben – du findest sie HIER 

Nachhaltige Pferdesachen – 8 weitere Tipps

1. Wenn du dein Pferd selbst versorgst oder gar einen eigenen Stall hast, kannst du auch auf die Einstreu und die Reinigungsmittel schauen. Wenn du deinen Stall mit effektiven Mikroorganismen reinigst, dann bringst du ganz viel Ökofaktor in deine Stallungen: HIER kannst du mehr dazu nachlesen!

2. Oder du nimmst als Einstreu nicht Stroh, sondern kompostierbare quellende Pelletstreu und Pflastersteine und Sand statt Paddockplatten. Für den Koppelzaun kannst du auf Holz setzen – sieht auch schöner aus – und kannst so auf Plastik verzichten und Strom sparen.

Und du kannst auf Zweitverwertung setzen und statt der Trinkwanne aus Plastik eine alte Badewanne verwenden – vorausgesetzt, dass die Gegenstände sicher für die Pferde sind. In einem sehr schönen Stall habe ich sogar einmal eine Tränke aus geschnitztem Holz gesehen. Da wurde einfach ein alter Baumstamm ausgehöhlt und zweckentfremdet. 

3. Wenn du Einsteller bist, kannst du natürlich bei deiner Stallsuche auch darauf achten, dass die Pferdehaltung einigermaßen Umweltfreundlich ist und natürlich nachhaltig für dein Pferd.

HIER findest du Infos zu Pferdehaltung und Ökolandbau  

4. Genauso handhabe ich es auch bei meinem Pferd. Es soll so nachhaltig und pferdegerecht wie irgendmöglich stehen und leben und ich versuche die Produkte am Stall möglichst hochwertig und nachhaltig zu halten. Damit sie langfristig und in der Produktion gut für die Umwelt sind. 

5. Ich habe auch Ledersachen, wenn sie besser für mein Pferd sind und wenn sie so hochwertig sind, dass ich davon ausgehen kann, dass ich sie lange nutzen werde. Außerdem ist mir wichtig, dass sie einigermaßen ökologisch produziert wurden und natürlich in allererster Linie, dass sie bequem für mein Pferd sind. 

Pferd Persönlichkeit Dominant Carey
Supersidepull aus gutem gegerbtem Leder und Elchlederunterfütterung – HIER mehr dazu lesen

6. Du kannst beim Leder auf die Art der Werbung achten – pflanzliche Gerbung beispielsweise. Dann kannst du auf Bio-Zertifikate achten und wenn der Hersteller dann noch aufs Tierwohl achtet, hast du den Jackpot gefunden. Dann schreib mir bitte unbedingt das Label!

7. Ich weiß, dass Pferde Geld kosten und das Reiten ein teurer Sport ist, aber wenn du billige Sachen kaufst, wird es auf Dauer deutlich teurer. Meist halten sie nämlich nicht so lange und wenn sie dann noch schlecht am Pferd sitzen, kommt irgendwann die Tierarztrechnung. Deswegen investiere lieber in wenige gute Sachen. 

8. Dann kannst du alle deine Sachen gut pflegen, dann halten sie nämlich auch länger. Auch das ist gelebte Nachhaltigkeit. Deine Ausrüstung klebt ständig am Pferdekörper und damit klebt Pferdeschweiss daran. Wenn du deine Sachen nicht reinigst, greifen die darin enthaltenen Körpersalze deines Pferdes sie langfristig an und können sie zermürben.

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5 Kommentare zu “Nachhaltige Pferdesachen! 5 Tipps für mehr Ökofaktor beim Pferd

  1. Claudia Fischer sagt:

    Hallo Petra,
    du hast ja so recht, aber ich finde es nicht immer so einfach, alle guten Ideen umzusetzen.
    Levi ist mein erstes Pferd und ich musste und muss mir alles neu kaufen. D.h. ich muss schon auch nach dem Preis schauen. Oder es passiert auch folgendes: Ich bestelle Knoblauchflocken, außen tolle Papierverpackung, innen drin zusätzlich ein Kunststoffbeutel. Blöd!
    Und ja, ich habe einen Putzkasten aus Kunststoff, die schöne Tasche von Someh ist mir einfach zu teuer. Vielleicht wünsche ich mir die mal zum Geburtstag!
    Ich hasse chemische Antimückensprays, habe deswegen eines selber gemischt…..nützt null. Ich bin total zerstochen, Levi ist auch von Fliegen und Bremsen belagert. Also ab und zu doch mal Leovet Phaser?? Bin eben in der Überlegungsphase!
    Deine tollen Reithosen sind schon schwei….teuer. Da ich mehr als eine haben möchte, habe ich die von ea-st riding. Sind die öko??? Dafür habe ich aber ein Shirt aus deinem Shop, das liebe ich und ziehe es extremst oft an.
    Mein Kappzaum ist von Geitner und aus Biothane. Das Wort Bio täuscht wahrscheinlich? Dafür wurde ich bei Pfernetzt 2019 verführt und besitze nun ein Hillbury Tauwerk-Halfter samt Strick.
    Was ich sagen will: Ich versuche eine Gradwanderung zwischen Natur , Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Dingen, die eben auch mal nicht ganz so teuer sind, trotzdem einigermaßen hochwertig und praktisch.
    Vielleicht gelingt dir das besser, weil du quasi "an der Quelle" sitzt. Ich verdiene gut und trotzdem jaule ich manchmal auf, wenn ich sehe, dass z.B. jetzt bald ein Sattel fällig ist!
    Wie auch immer, mir gefallen deine Beiträge und euer Shop sehr, mir gefallen nicht die Versandkosten (gibt´s keine Flatrate???), bin aber, wie du siehst, wieder auf deiner Seite unterwegs, und garantiert flattert euch bald die nächste Bestellung ins Haus :-).
    Viele liebe Grüße aus Weinheim
    Claudia

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Claudia, kann ich an ganz vielen Punkten absolut verstehen – es geht nicht immer und alles und 100% – das hoffe ich, ist auch im Artikel rübergekommen. Sondern bei jedem ein bisschen und je nach Geldbeutel ein bisschen mehr oder weniger. Und dann kann man ja auch gut mit den Sachen umgehen, damit man sie lange hat. Die Reithosen sind arxxxteuer – aber ich liebe sie und sie sind es echt wert. Eher die Kategorie – einmal gekauft halten sie ewig. Das ist auf Dauer billiger, tut aber im ersten Moment weh. Fliegenspray habe ich übrigens eins aus natürlichen ätherischen Ölen – von Wildwash aus unserem Shop – funktioniert super und ist natürlich :-) Flatrate gibts leider keine – aber ab 99 Euro Versandkostenfrei – dann kannst du die Wünsche "sammeln" und bekommst ein dickes Paket – ist eh besser für die Umwelt ;-))))) Nein im Ernst – wir freuen uns, wenn du bei uns stöberst – ganz liebe Grüße, Petra

  2. Claudia sagt:

    Hallo liebe Petra,
    wie immer ein guter Artikel mit vielen Infos und Anregungen. Ein paar persönliche Anmerkungen möchte ich trotzdem machen. Wozu braucht eine Pferd Shampoo und Pflegespray? Gibt`s in der Natur auch nicht, da reicht Wasser. Denn ob die vielen ätherischen Öle nicht auch die Haut reizen können!? Ich habe meinen Schimmel noch nie schampooniert und zu Mähnenpflege nehme ich Kokoslöl ( Kletten und Verfitzungen gehen leichter raus;))
    Ich selber würde auch kein Bio-Schampoo aus England kaufen, der weite Weg???
    Zum Equipment kann ich dur nur recht geben, gute Qualität und Pflege, nicht jeden Modetrend mitmachen. Ich habe schon noch einiges aus Kunsstoff, habe es aber schon lange und so lange es nicht kaputt ist nutze ich es, ist auch Nachhaltigkeit.
    Wir haben auch NUR zwei Halfter, eine Trense ohne Gebiss, ein Knoti, einen Sattel mit ordentlichem Pad, einen Kappzaum vom Sattler, sprich das Meiste 1x und in braun oder schwarz, steht dem Schimmel.
    Leckerlis kaufe ich auch nicht, wozu? Möhren oder Apfelstückchen tun es auch und sind preiswerter. Obwohl ein Lob oder Pause freuen das Pferd auch.
    Es gäbe sicher noch mehr zu schreiben.
    Viele liebe Grüße Claudia

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Claudia, da hast du Recht und irgendwie auch nicht – es ist bei der Nachhaltigkeit immer ein Kompromiss. Was ist schlimmer? Ökologisch eher schlechtes Shampoo mit kurzem Anfahrtsweg aus Deutschland oder einwandfreies Shampoo mit natürlichen Zutaten mit langer Reise aus England? Schwere Frage! Beides fließt in die Umwelt und landet auf der Pferdehaut. Ich nutze es ganz ganz wenig – zur Schweifpflege ab und an, wenn meine Stute arg rossig war zum Beispiel. Ansonsten gar nicht. Aber manchmal braucht man es vielleicht zur Pflege um eine Wunde herum – so bei mir auch mal – aber oft steht es monatelang ungenutzt da. Pflegespray habe ich aus effektiven Mikroorganisem für die Haut – nicht für Glanz und Glitter :-) Aber auch das ist persönliche Abwägung. Auf jeden Fall sind wir uns ansonsten ziemlich einig :-) Danke für deine Gedanken zum Thema und liebe Grüße, Petra

  3. Mona Prodinger sagt:

    Liebe Petra,
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Ich bin in vielen Bereichen meines Lebens schon auf Nachhaltiges umgestiegen. Ich habe mir auch schon öfters über Nachhaltigkeit bei der Pferdepflege Gedanken gemacht, hab dann aber trotzdem immer zum Plastikkübel gegriffen, weil ich nicht gewusst habe, dass es da überhaupt schon irgendwelche Alternativen gibt. Jetzt weiß ich einiges mehr und ich werde gleich heute, wenn ich zum Stall gehe, schauen was ich verändern kann:-) Vielen, vielen Dank und liebe Grüße
    Mona

    PS: Ich finde deinen Shop einfach nur mega!!!

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