Artikel aktualisiert am 09.05.2018

Du suchst den passenden Sattel für dein Pferd? Du hast vielleicht schon Tage und Wochen mit der Recherche nach den verschiedenen Modellen verbracht? Du weißt langsam nicht mehr, was Sinn macht. Ein Lederbaum? Ein Holzbaum? Kein Baum? Reiten ohne Sattel? Wann ja und wann nein? Ein Sattel ist eine wichtige Anschaffung und er muss zu 100% passen. Nur wenn der Sattel passt, wird dein Pferd dich auch schmerzfrei tragen können. Da gibt es ein paar Punkte, die du beachten kannst, damit du den passenden Sattel für dein Pferd findest.

Ein schlecht sitzender Sattel kann deinem Pferd Schmerzen und Probleme verursachen. Der Rücken deines Pferdes ist erst einmal nicht dafür gemacht dich zu tragen. Deswegen musst du erstens den Rücken deines Pferdes so trainieren, dass es dich gesund tragen kann und zweitens einen Sattel besorgen, der deinem Pferd passt.

Welcher Sattel ist der richtige für mein Pferd?

Die Auswahl der Sattel-Modelle ist riesig und die Frage, welcher für das eigene Pferd wirklich gesund und pferdegerecht ist, ist nicht leicht zu beantworten. Ich habe Wochen damit verbracht zu recherchieren ob ich einen Sattel mit Holzbaum möchte, einen mit Leder- oder Fieberglasbaum oder doch einen Baumlosen. An letzteren begegnet einem viel Kritik im Netz. Was schade ist.

Sowohl das Reiten ohne Sattel als auch die Diskussion um die baumlosen Sättel rühren an die gleiche Thematik: Ist das gesund für den Pferderücken? Und wenn ja unter welchen Bedingungen?

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

3 Fragen zum Thema Sattel

Ich werde also versuchen dir 3 Fragen zu beantworten und hoffe dir damit einen Weg durch den Satteldschungel zu zeigen.

  • Reiten ohne Sattel – ja oder nein?
  • Wie wirkt ein Holzbaum und wie ein Baumloser Sattel?
  • Ist Reiten mit einem baumlosen Sattel wirklich pferdegerecht und gesund fürs Pferd – ja oder nein?

Zwischen dir und deinem Pferd ist fast nichts. Das Pferd bewegt sich frei und du spürst die Muskeln des Pferdes. Das Pferd spürt auch jede deiner Bewegung. Kein fester Sattelbaum presst dich in eine Form oder dein Pferd. Ich mag dieses Gefühl. Du hast es vor allem beim Reiten ohne Sattel.

Rosa geht in Richtung Ball

Aber auch ein bisschen beim Reiten mit einem Fellsattel. Aber ohne das ganz große schlechte Gewissen, das immer mitreitet, wenn wir den Sattel weglassen. Fellsättel oder Reitpads sind deswegen für mich eine echte Alternative. Vor allem für das Training auf dem Platz von dir, deinem Sitz und deinem Pferd. Aber nur dann wenn der Sattel wirklich von guter Qualität ist, durchdacht und ausgeklügelt. Plus: Er muss passen.

Next Level – der gute Baumlose Sattel

Auch ein baumloser Sattel muss angepasst werden und passend zum Pferderücken ausgesucht werden. Da aber kein fester Baum im Sattel ist, wird er sich eher dem individuellen Rücken anpassen. Nachteil ist natürlich, dass du etwas weniger Rückenschutz hast, weil das Gewicht nicht ganz so gut verteilt werden kann wie bei einem Sattel mit Baum. Je nachdem wie der Rückeschutz bei dem Baumlosen Sattel gebaut ist, sitzt du dann throniger und weiter Weg vom Pferd als du das eigentlich kennst. Das kann sich ungewohnt anfühlen.

Dann gibt es noch die Sättel mit flexiblem Baum und die Ledersättel. Auch die sind einen Blick wert, weil sie Schutz liefern ohne zu starr zu sein. Lederbaumsättel bin ich schon in den Reiterferien geritten und mochte das Sitzgefühl sehr. Die Pferde liefen auch sehr zufrieden. Aber einen Langzeittest konnte ich natürlich noch nicht machen. Da habe ich also noch keine richtigen Testerfahrungen und will deswegen erstmal nichts dazu schreiben.

Es gibt auch gute Sättel mit Baum – sie müssen aber perfekt passen, weil sie durch den Baum unflexibel sind. Entwickelt sich dein Pferd weiter, musst du also den Sattel anpassen lassen, tauschen oder dir einen neuen kaufen.

HIER gibt es zum Beispiel ein Sattelprogramm für Sättel mit Baum, die ein Austausch-System haben. Ich selbst habe es nicht getestet, sondern von Bekannten empfohlen bekommen.

Ich werde dir jetzt genau beschreiben, warum wie und unter welchen Umständen die baumlosen Sättel mich überzeugt haben und wie sie mit der Anatomie des Pferdes zusammenspielen. Du brauchst das richtige Modell für dein Pferd und muss es richtig aufpolstern und anpassen. Dabei kann dir zum Beispiel deine Pferdephysio helfen, wenn du selbst unsicher bist. So habe ich es zum Beispiel mit meinem Lammfellsattel gemacht. Klar hatte ich eine Vorstellung, was mein Pferd brauchen könnte, aber ich wollte mich absichern, weil nur ein Tierarzt oder Pferdephysio oder Sattler wirklich perfekt weiß, was o sitzen muss oder drücken könnte. Dazu die gepolsterten Schabracken für den doppelten Rückenschutz. So kann ich mit dem flauschigen Lammfellsattel für kurze Runden ohne schlechtes Gewissen auf den Rücken meines Pferdes.

Reiten ohne Sattel oder ohne Baum?

Genau wie das Reiten ohne Sattel wird auch das Reiten mit einem baumlosen Sattel heiß diskutiert. Es gibt Kritiker und Befürworter:

Beides gibt deinem Pferd Bewegungsfreiheit, dir mehr Gefühl und es trainiert nebenbei auch noch deinen Sitz. Aber bei beidem gilt auch, dass du wissen musst, was du tust und wie. Damit du deinem Pferd nicht schadest. Genau wie bei einem Sattel mit Holzbaum.

Ich erkläre dir gleich, warum ich mich erstmal für einen baumlosen Sattel entschieden habe. Mit gutem Gewissen. Aber erst einmal gehen wir einen Schritt zurück und ich erkläre dir, warum das Reiten ohne Sattel immer wieder diskutiert wird, wann es sinnvoll ist und wann nicht.

Die große Diskussion um das Reiten ohne Sattel

Die einen finden den Gedanken wunderschön ohne Sattel oder nur mit einem Barebackpad zu reiten, die Anderen schreien empört auf. Egal in welches Forum du schaust, wirst du unterschiedliche Aussagen zum Reiten ohne Sattel finden. Ich fasse sie hier ganz grob für dich zusammen:

  • Die Befürworter sind der Meinung, dass du direkter mit dem Pferd verbunden bist und so erstens mehr spürst und zweitens mehr Kommunikation weitergeben kannst. Gleichzeitig wird dein Sitz geschult. Denn nur wenn du lernst unabhängig und ausbalanciert zu sitzen, wirst du dich in allen drei Gangarten auch ohne Sattel auf dem Pferd halten können. Und nur dann wenn du unabhängig sitzt wirst du dein Pferd auch ohne Sattel entspannt reiten können.
  • Die Kritiker sind der Meinung, dass die Belastung auf dem Pferderücken ohne Sattel nicht richtig verteilt wird. Wenn du also mit deinem zwei Sitzbeinhöckern direkt auf Rücken und Wirbelsäule sitzt, kann das doch nicht gesund sein für das Pferd.

Ganz ehrlich? Sie haben beide Recht. Aber eben nur zum Teil. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Du musst nur genau wissen, wie es geht, damit du deinem Pferd nicht schadest. Reiten ohne Sattel kann dem Pferderücken natürlich auf Dauer schaden.

Dann wenn du zu lange und zu viel ohne Sattel reitest. Ich selbst reite gerne ohne Sattel, allerdings nie wirklich lange. Denn natürlich hast du ohne Sattel eine andere Belastung auf dem Pferderücken. Allerdings hilft das Reiten ohne Sattel deinem Sitz ungemein weiter. Nur wenn du wirklich in Balance bist, wirst du dich auf dem Pferderücken auch ohne Sattel halten können. Das Reiten ohne Sattel hilft dir dabei diese Balance zu finden.

Entspannte Zügel

Ohne Sattel

MUST READ zum Reiten ohne Sattel: Markus und Andrea Eschbach beschäftigen sich schon seit Jahren mit dem Thema – ich mag ihre Bücher sehr, weil sie sehr gut erklären und fundiert sind*

Sattel mit oder ohne Baum?

Und – jetzt kommt noch ein weiterer Aspekt dazu – ein Sattel mit Holzbaum ist unflexibler. Er sitzt fest auf deinem Pferd, manchmal leider auch auf den Muskeln der Schulter. So können die Muskeln nicht richtig arbeiten, wenn der Sattel nicht perfekt sitzt. Sie werden unter Umständen über die Jahre zum Teil nach unten gedrückt durch den Baum und das Pferd kann Muskelverspannungen und einen Rückgang der Muskeln entwickeln.

Wenn der Sattel mit Baum also nicht perfekt sitzt, ist das Reiten ohne Sattel manchmal sogar besser für dein Pferd. Ein Sattel muss immer perfekt passen. Ein Sattel mit Holzbaum muss noch perfektperfekter passen. Punkt. Wenn du dir natürlich einen maßgefertigten Sattel machen lassen kannst und regelmäßig den Sattler rufst, damit der Baum immer wieder angepasst wird – kann auch ein Sattel mit Baum eine gute Alternative sein.

Aber klar ist aus meiner Sicht auch, dass ein starres System (Sattel mit Baum) auf einem flexiblen System (sich ständig verändernde Rückenmuskulatur des Pferdes) eher schwierig ist.

So und jetzt kommen wir zu den baumlosen Sätteln. Ich habe mich erst einmal dafür entschieden.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Meine Gründe für einen Baumlosen Sattel:

  • Er hat aus meiner Sicht die Vorteilen der Nähe zum Pferd und Flexibilität, aber ohne die Nachteile der Druckspitzen. Zumindest bei den normalen Trainingseinheiten.
  • Mein Pferd wird sich ständig weiterentwickeln als junges Pferd – da passt sich der baumlose Sattel besser an die Muskel und Körperentwicklung an
  • Pferde entwickeln sich generell ständig weiter – haben im Winter eine andere Konstitution als im Sommer, bei weniger Training schnell weniger Muskeln, bei mehr Training schnell mehr

Es gibt eine Firma, die mich wirklich überzeugt hat, weil sie in ihrem baumlosen Sattel auch ein Stützwerk für Rücken und Wirbelsäule integriert haben – nicht jeder baumlose Sattel ist auch gut. Ohne Stützwerk ist es ein besserers Barebackpad und aufgrund der Steigbügelaufhängung sogar wirklich nicht so gut fürs Pferd, wegen der erhöhten Druckspitzen in dem Bereich.

Ein Barebackpad ist aber eine super Sache für kurze Trainingseinheiten. Genau wie auch die Lammfellsättel – also gute Lammfellsättel. Meiner ist der Iberica von Christ.

Ich werde dir in dieser Sattel-Serie natürlich noch verraten, welchen Sattel ich habe und warum ich mich dafür entschieden habe. Aber erst einmal erkläre ich dir noch kurz etwas zu den Muskeln und der Anatomie des Pferdes.

Was passiert mit dem Pferd unter dem Sattel

Die Pferdemuskeln arbeiten bei jeder Bewegung – gerade die Schultermuskeln müssen sich frei und gut bewegen können, damit dein Pferd schön und losgelassen unterm Sattel laufen kann. Wenn nicht oder der Sattel sogar auf die Muskeln drückt, können sie “verkleben”, die Faszien nicht mehr richtig arbeiten – dein Pferd kann Muskelatrophien entwickeln.

Die Wirbelsäule sollte frei liegen unterm Sattel. Sonst kannt dein Pferd langfristig Schmerzen bekommen.

HIER bei WEGE ZUM PFERD kannst du noch mehr zum Thema “Muskelatrophien” und Sattelkunde nachlesen.

Pferdemuskulatur unterliegt diversen Schwankungen. Im Sommer ist die Bemuskelung anders als im Winter. Reitest du mehr und trainierst intensiver, bauen Pferde wahnsinnig schnell Muskeln auf. …und dann auch wieder ab, wenn du gerade weniger trainierst. Nach einer Sommerpause bräuchte das Pferd also eigentlich eine Sattelanpassung und nach dem Winter sowieso. Zwischendurch auch mal, weil du vielleicht mehr an den Biegungen gearbeitet hast und dein Pferd wieder andere Muskeln weiterentwickelt hat. Pferde werden älter und verändern sich.

Oder nimm junge Pferde. Sie sollten ohnehin nicht zu früh angeritten werden, aber wenn du dann anfängst ist dein Pferd vermutlich noch lange nicht ausgewachsen. Pferde wachsen bis sie 5,6, oder 7 Jahre alt sind – je nach Rasse und Pferd. Wenn du dein Pferd also mit 3,5 oder 4 Jahren anreitest, wird es sich noch gewaltig verändern. Eigentlich müsstest du dann alle 3 oder 4 Monate den Sattler bestellen und einen neuen Sattel kaufen oder zumindest anpassen lassen. Maßgefertigte Sättel sind sehr teuer und sie müssen bei einem festen Baum wirklich perfekt passen.

Baumloser Sattel Barefoot

In so einem Sattel mit Baum verläuft ein Holzbaum wie eine Art Rahmen einmal rund um die ganze Sattelfläche. Der ist fest. Das ist bei Holz nun einmal so. Dann ist vorne normalerweise ein Kopfeisen. Wie der Name schon sagt, ist das meist aus Eisen. Auch das ist festes Material.

Jetzt stell dir dein Pferd vor: Es läuft im Schritt und Trab und Galopp, die Muskeln arbeiten. Die Knochen sitzen direkt unter den Muskeln. Sie bewegen sich. Du verlangst vielleicht auch einzelne Biegungen. Machst Schulterherein oder eine Traversale. Die ganze Zeit ist der Baum 100% stabil. Das Pferd ist aber in Bewegung. Dass das schwierig ist, ist irgendwie klar oder?

Wenn du das alles bedenkst, ist also mehr als logisch, warum ein Sattel 100% gut passen muss. Tut er das, ist ein Sattel mit Baum eine gute Lösung. Aber dein Pferd verändert sich ja ständig. Gehst du wirklich 3-4 Mal im Jahr zu Sattler und überprüfst ob der Sattel noch passt? Ich kenne niemanden der das macht.

Jetzt kommen wir zu meiner Lösung für die anfangs gestellten Fragen:

Reiten ohne Sattel – ja oder nein?

Ja, aber nur kurz. Weil du natürlich punktuellen Druck ausübst. Der Sattel hat durchaus eine Funktion. Nämlich den Rücken des Pferdes zu stützen und zu schützen. Ausschließliches Reiten ohne Sattel über Stunden ist erwiesenermaßen nicht gut für den Pferderücken. Die Dosis macht das Gift.

ACHTUNG: Bevor du dich fröhlich ohne Sattel auf den Rücken schwingst, solltest du einen ausbalancierten Sitz haben. Du solltest zu deinem Pferd schon Vertrauen haben und dein Pferd auch zu dir. Denn du sitzt natürlich etwas weniger sicher auf dem Pferd als mit Steigbügeln und einem festen Sattel. Wenn du dich unwohl fühlst mit dem Gedanken, dann lass dir Zeit und warte noch ein bisschen.

Du musst dein Pferd und dich außerdem darauf vorbereiten. Es sollte eine gute Rückenmuskulatur haben und dein Sitz sollte ausbalanciert sein. Wenn nicht kannst du den Rücken einseitig belasten und deinem Pferd damit schaden. Besonders, wenn du ihm dann ohne Sattel in den „Rücken plumpst“. Wenn das alles stimmt und du dich wohlfühlst, ist es gut für dich und deinen Sitz auch mal ohne Sattel zu reiten. Das fühlt sich am Anfang etwas komisch an.

Ich habe HIER schon einmal darüber geschrieben und meine ersten Erfahrungen festgehalten. Aber es macht Spaß und sobald du dich daran gewöhnt hast – auch nach den ersten Galopp und Trabrunden, wirst du es sicher gerne mögen. Der Galopp ist übrigens viel netter als der Trab. Mir ging es so, dass ich am meisten „Angst“ vor dem Galopp hatte. Dabei ist die Bewegung so weich, dass du entspannt mitschwingen und den Galopp schnell genießen kannst.

  • Du wirst auch feinfühliger, weil du dein Pferd mehr spürst. Dein Pferd wird dir vertrauen und du wirst deinem Pferd noch mehr Vertrauen, weil ihr euch auch ohne alles aufeinander verlassen könnt.
  • Langfristig wird das Reiten ohne Sattel deinen Sitz verbessern, weil der Holzbaum fehlt, der dich sonst in Form presst und der dir dabei hilft über Sitzschwächen hinwegzuschummeln.

Petra auf Rosa ohne Sattel

So, und jetzt kommt das Spannende: Das alles liefert dir auch das Reiten mit einem baumlosen Sattel. Die Nähe zum Pferd, das Fühlen der Bewegungen, die Kommunikation, die Schulung für deinen Sitz. Aber ohne deinem Pferd im Rücken zu schaden. Also für den ganz normalen Reiteralltag. Denn das Reiten ohne Sattel ist ja eine schöne und kurze Ausnahme.

Ist Reiten mit einem baumlosen Sattel wirklich pferdegerecht und gesund – ja oder nein?

Ja, wenn der Sattel gut ist und ein System hat, das den Rücken schützt. Für die längeren Trainingseinheiten und die anfangs kurzen Ausritte werde ich also erstmal einen baumlosen Sattel verwenden. Auch weil meine Stute noch jung ist. Vielleicht kommt irgendwann ein Sattel mit flexiblem Baum dazu – dann wenn ich gewährleisten kann, dass sie sich nicht mehr so stark verändert und ich ihn regelmäßig überprüfen lassen kann.

Das Schöne an einem baumlosen Sattel ist nämlich, dass er flexibler ist. Er passt sich an das Pferd an und er gibt dir trotzdem die Nähe zu deinem Pferd. Du spürst die Bewegungen besser und hast aber eine gesunde Druckverteilung. Aus meiner Sicht ist er sozusagen die eierlegende Wollmilchsau.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Ist ein Baumloser Sattel wirklich gesund für das Pferd?

Ja, wenn es ein guter Sattel ist. Und: Nein, nicht jeder baumlose Sattel ist auch ein guter Sattel.

  • Gerade bei den baumlosen Sätteln ist wichtig, dass sie ein gut sortiertes Innenleben haben.
  • Fehlt dieser Schutz und ein durchdachtes System – sind sie im Grunde nur etwas aufgehübschte Barebackpads.
  • Wenn sie Steigbügel haben dann ist das noch schlimmer, weil du dann in der Aufhängung der Steigbügel am Sattel jedes mal absoluten Druck ausübst, wenn du in den Steigbügeln stehst, aufsteigst oder Druck ausübst.
ACHTUNG:Also bitte niemals in einem Barebackpad die Steigbügel nutzen, falls es eine Aufhängung geben sollte und nie in einem baumlosen Sattel ohne Stützsystem ohne Aufsteighilfe aufsteigen. Und nicht für längeres Reiten verwenden.

Es gibt viele verschiedene Baumlose Sättel auf dem Markt. Aber nach meiner Recherche war für mich sofort klar, welcher Sattel es werden soll. Ich habe viel recherchiert und Sättel und deren Systeme verglichen und mich dann am Ende für einen Barefoot Sattel entschieden. Weil er ein physiotherapeutisch entwickeltes Spezialsystem im Sattel eingebaut hat.

Baumloser Sattel Barefoot Pferd

Kurz gesagt: Barefoot hat im Sattel verschieden feste Schichten aus Kunststoffen. An der Steigbügelaufhängung zum Beispiel sind festere Stoffe verarbeitet und zum Rand hin etwas „weichere“ Stoffe. Das bedeutet im Grunde, dass dort wo starker Druck punktuell entstehen kann Schichten zur Verteilung des Drucks eingebaut wurden.

Frage: Welchen Sattel benutzt du? Hast du auch einen baumlosen Sattel und welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Schreib mir einfach einen Kommentar – ich freue mich auf deine Meinung zum Thema!

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39 Kommentare zu “Kleine Sattelkunde: Wie funktionieren Sättel und welche Varianten gibt es

  1. Saskia von PferdeSpiegel sagt:

    Hallo Petra,

    mein derzeitiges "Lieblings"thema. Nächste Woche kommt die nächste Sattlerin, ich hoffe, da ist endlich ein Sattel dabei. Wenn das nicht klappt, bin ich auch am Überlegen mir einen baumlosen Sattel von Barefoot zuzulegen. Ich hab ja schon das Pad und meine Trense von denen und bin sehr zufrieden.

    Übrigens haben auch viele baumlose Sättel ein Kopfeisen, nur halt meistens aus anderen Materialien wie Fiberglas. Wie Du ja schon schreibst, ist es am wichtigsten, dass der Sattel passt und die Passform ist ja nicht nur vom Baum abhängig: Länge, Widerristfreiheit, Gurtung, Schulterfreiheit etc. kommen ja noch hinzu. Hinzukommt, dass der Sattel auch zum Reiter passen muss. Ich saß letztens in einem Barock-Sattel, in dem ich mich mehr als unwohl gefühlt habe. Ich habe auch schon oft gelesen, dass baumlose Sättel, den Reiter nach hinten setzen. Wie ist das bei Dir? Weißt Du, warum das so sein soll/kann?

    Bin gespannt auf den nächsten Teil. :) Liebe Grüße, Saskia

    • Petra sagt:

      Hallo Saskia, das ist wirlich nicht einfach, gell? Ich tendiere auch noch zu einem Zweitsattel irgendwann – dann aber eher mit einem flexiblen Baum. Auch die Barefoot haben übrigens ein "Kopfeisen" – besser gesagt "Zwiesel" – der aus flexiblen Plastik ist. Auch deswegen habe ich mich dafür entschieden, weil ja Stütze da ist. Das beschreibe ich dann im nächsten Artikel. Es ist eher eine "Baumlose Sättel"-Serie geworden irgendwie ;-) Also bei mir ist es eher so, dass ich dann mehr im Schwerpunkt sitze, weil der Sattel auch weiter vorne platziert wird, weil er ja (anders als ein Sattel mit festem Baum) Schulterfreiheit lässt durch das sehr flexible Stütztsystem. Dadurch sitzt du weiter vorne und damit mehr im Schwerpunkt des Pferdes. Deswegen kann ich das nicht bestätigen – aber das gilt bei mir für den Barefoot – weil das der Baumlose Sattel ist, den ich kenne :-) Liebe Grüße, Petra

  2. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    meine ersten Erfahrungen mit baumlosen Sätteln habe ich vor Jahren gemacht. Die waren ehrlich gesagt eine totale Katastrophe. Auf den Dingern bist du auf dem Pferderücken rumgerutscht wie auf einer Eislaufbahn. Das waren aber so die ersten baumlosen Sättel die so langsam auf den Markt kamen. Nicht mit den heutigen zu vergleichen. Zumindest meiner Erfahrung nach.
    Für Wanderritte wie ich sie früher gemacht habe, würde ich denke ich aber auch heute noch keinen baumlosen Sattel wählen. Bei ca. 30 km und den ganzen Tag unter’m Sattel und das zwei bis drei Wochen hätte ich da kein gutes Gefühl. Für mich persönlich wäre da nach wie vor ein gut angepasster Westernsattel (und ja ich weiß wie schwer gerade Westernsättel anzupassen sind, da es nicht viele Anpassungsmöglichkeiten gibt) immer die erste Wahl.
    Für den "normalen Hausgebrauch" finde ich heute baumlose Sättel durchaus eine Alternative. Leider haben sie meiner Erfahrung nach ihren schlechten Ruf von früher noch nicht so ganz verloren.
    Allerdings ist das Sattelanpassen auch eine Wissenschaft für sich. Natürlich gibt es die bekannten Kriterien, aber oft ist es damit nicht getan. Viele Sattler passen auch nicht gut an meiner Erfahrung nach. Zumal man ehrlich gesagt auch wie bei vielen anderen Themen vier Leute fragt und fünf Meinungen erhält.
    Hier heißt es für mich wieder, das Pferd gut beobachten und am Ende würde ich das letzte Wort immer dem Pferd überlassen. Man sieht in der Regel bei genauem Beobachten und Fühlen, ob sich ein Pferd mit dem Sattel wirklich wohl fühlt oder nicht.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, das sehe ich auch wie du – der beste Ratgeber beim Thema Satteln ist das eigene Pferd – es muss sich wohl fühlen. Ich denke, dass der neue Barefoot gar nichts mehr mit den alten Modellen zu tun hat. Da treffen deine Erfahrungen nicht mehr zu – da widerspreche ich dir mal ;-) Eines der alten Modelle hätte ich auch nicht genommen, weil mir genau diese Stütze fehlt. Die es jetzt hat. Deswegen hätte ich auch kein Problem mit längeren Ausritten auf dem Barefoot – wobei ich da auch immer schauen würde, wie sich mein Pferd damit fühlt. Für ganz lange Wanderritte soll der neue Barefoot tauglich sein – er wurde in angzeittests überprüft, aber ich wäre da auch vorsichtig und würde mir genau anschauen, was er mit Rücken und Muskeln und Pferd macht. Wenn mein Pferd sich da unwohl fühlen würde (und sie ist ein Pferd, die das sehr schnell sagt :-) ) würde ich mir einen Zweitsattel zulegen. Tendenziell würde meine Wahl dann aber auf einen Sattel mit Fieberglasbaum fallen, weil eine gewisse Flexibilität da ist. Aber das werde ich dann entscheiden, wenn es soweit ist, weil das Thema "Wanderritte" reizt mich schon sehr :-) Liebe Grüße, Petra

  3. Anja sagt:

    Hallo, ich reite seit gut 1 1/2 Jahren die Barefootsättel und bin begeistert und auch mein Jungpferd fühlt sich wohl, kommt freiwillig, wenn ich den Sattel hervorhole! Man spürt die Bewegung des Pferdes und auch für schwierige Sattellagen ist entsprechendes Zubehör vorhanden und selbst bei meiner "Zweisitzer" Stute rutsche nichts mehr. Ich bin begeistert und habe zwei Sättel, wovon einer mein Favorit ist. Den ich aber nicht verrate, da jeder selbst schauen muss, welcher passt perfekt aufs Pferd und dann auch zum Reiter. ch bin gespannt, welchen Sattel du hast. Lg Anja

    • Petra sagt:

      Hallo Anja, da sagst du was – auch unter den Barefoot muss der Sattel zum Pferd und zum Reiter passen. Es ist eben nicht einfach so, dass man den Sattel drauflegt und schon passt alles. Je nach Rücken und Muskulatur kann es ein anderes Pad, eine andere Einlage und ein anderes Sattelmodell sein. Das muss man definitiv beachten – aber dann ist es ein tolles System. Das denke ich auch :-) Jetzt bin ich aber neugierig welches Modell du hast? Ganz liebe Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Das mache ich jetzt auch so – meine kleine Madame wird ja erst im Frühjahr richtig eingeritten und da sie sich noch so stark entwickelt, nehme ich den Barefoot :-)

  4. Mary Lechtenboemer sagt:

    Auch ich habe mich für einen baumlosen Sattel entschieden, meine Islandstute ist 7 aber gerade seit einem Jahr angeritten.2 Wochen lang habe ich den Karlslund Kontakt 2 getestet und er hat mich überzeugt.Gerade die Islandpferde haben oft eine schwierige Sattellage und einen sehr kurzen Rücken.Allerdings fordert ein baumlosen Sattel auch mehr vom Reiter, aber genau daß möchte ich ja!! LG

    • Evi sagt:

      Hallo Mary, toll Deinen Kommentar zu lesen. Habe zur Zeit auch das "Problem" mit meiner ISI Stute und ihrem Rücken. Bei ihr ist die linke Seite extrem verspannt, lt. Osteopathin, und ich konnte auch die Druckreaktion beim Abtasten beobachten. Nächste Woche kommt der Sattler "Championrider", und ich hoffe, dass wir somit eine doch noch bessere Passform bekommen. Würdest Du trotzdem, alternativ zu einem doch sehr gutem Sattel, ein PhysioPad empfehlen? Ich bin jetzt ein bisschen verunsichert.
      Ganz liebe Grüße Evi

    • Petra sagt:

      Hallo Mary, das ist interessant – ich habe mit der Physiotherapeutin von Barefoot noch ein Interview geführt – das kommt dann im dritten Teil der Serie – und sie erwähnt auch, dass gerade Islandpferdereiter oft zu Barefoot greifen, weil die Pferde eine so schwierige Sattellage haben und die Isis dann wohl oft den Tölt plötzlich von selbst anbieten, den sie im Sattel mit Baum noch nicht angeboten haben. Logisch eigentlich, wegen der Schulterfreiheit – wenn man drüber nachdenkt. Ist das auch deine Erfahrung oder seit ihr noch nicht beim Tölten? Ganz liebe Grüße an dich und deine Isi-Stute, Petra

  5. Alma sagt:

    Halli hallo.
    Ich habe das Thema Sattelkauf auch gerade hinter mir. Habe mich für einen Sattel mit flexiblem Baum entschieden, und bin super zufrieden damit! Also Sattelbaum heißt nicht zu 100% stabil ;)
    Überzeugt euch selbst: Mein Sattel ist von Maxflex-Saddle

    • Petra sagt:

      Hallo Alma, das ist auch eine super Alternative. So einer schwebt mir als zweites Modell auch noch vor – aber für das Training und normale Ausritte bin ich superhappy mit meinem Barefoot. Danke für den Hinweis :-) Ganz liebe Grüße, Petra

  6. Mary Lechtenboehmer sagt:

    Hallo Evi, hallo Petra,
    Evi, ich werde nächste Woche meinen Equitex-Pad, den ich noch habe, mal unter meinem Karlslund Kontakt2 legen und ausprobieren, werde dann berichten.Natürlich sitzt man dann weiter weg vom Pferd, mal sehen was meine Stute dazu sagt.
    Petra, wir sind gerade bei der "Linienführung" Biegen und Stellen und gleichmäßig vorwärtsgehen.Solange dass klappt, darf sie die Gänge auch noch wechseln und ich nehme dass was sie anbietet.Da sie fünfgängig veranlagt ist und der Tölt noch passig ist, arbeiten wir auch viel im Trab und unser nächstes Ziel ist, den Tölt eher Richtung Trab-Tölt zu verschieben, weil sie sich dadurch nicht so verspannt wie im passigen Tölt.Ich werde sicher bald den "normalen" Sattel meiner Trainerin auch mal ausprobieren, ich denke, wichtig ist bei allen Sättel das zurückgeschnittene Sattelblatt wegen der Schulter……Es ist ja immer ein leidiges Thema, die Sattelsuche…….. LG Mary

  7. Yvonne sagt:

    Hallo Petra,
    ich habe den Barefoot Notting Hill. Mein Problem ist nur, er soll fast gleichmäßig zwischen dem Vorder- und Rückenzweisel liegen, was aber nicht der Fall ist. Auch mit Aufpolstern ist das Problem nicht zu lösen. Ich bin ratlos und enttäuscht. Werde mir wohl doch einen mit Baum zulegen müssen, obwohl ich von der Barefootideologie begeistert bin.
    LG Y

    • Petra sagt:

      Hallo Yvonne, das ist natürlich erstmal schade – ich hab den Mädels von Barefoot gleich geschrieben und deine Frage gestellt – aber, ihnen ging es wie mir – ohne Fotos kann man da fast nichts sagen, weil man nicht herausfinden kann warum es so ist. Sie haben mir angeboten, dass du dich bei der ONline-Beratung melden kannst und da direkt bei Daniela (der Pferdephysio bei Barefoot) landest, die sich dann deiner Frage annehmen wird. Schau mal hier: http://barefoot-saddle.com/de/index.php?cl=bf_consultation_contact kannst du ihr schreiben und sie wird dich dann dabei unterstützen und dir helfen, damit dein Sattel gut zu liegen kommt. Ganz liebe Grüße und ich drücke euch die Daumen, Petra

  8. Michaela sagt:

    Hallo,
    ich bin auch ein Befürworter und selbst begeisterte Baumlosreiterin.
    Bei mir ist es ein ‘Freemax Western’. Dieser Sattel lässt sich durch viele verschiedene Forkgrößen im Schulterbereich immer wieder ans Pferd anpassen und der Sattel an sich passt sich ja selbständig dem pferderücken an. Durch ein polsterbares Pad kann man die Lage des Sattels noch optimieren und erreicht damit die Wirbelsäulenfreiheit.
    Dieser Sattel, ich habe Modell ‘short’, setzt zudem den Reiter nicht breiter oder anders als in einem Baumsattel.
    Das war unter anderem nämlich mein Problem mit den Barefootsätteln. Ich bekam in verschiedenen Modellen direkt furchtbare Hüftschmerzen und das Problem, dass der Sattel auf meiner Stute noch mehr gerutscht ist als bei anderen Sätteln egal, ob mit oder ohne Baum.
    Naja und auch die Forks, die es bei Barefoot gibt, haben von der Winkelung leider nicht zur Schulter meiner Stute gepasst, weswegen uns nur die Softfork blieb.
    Ich denke, man muss schon auch bei baumlosen Sätteln immer betonen, dass es kein Garant zum passenden Sattel ist. Genau wie bei Baumsätteln muss die richtige Marke mit dem richtigen Modell für Pferd UND Reiter gefunden werden. Und der Aspekt des günstigen preises sollte man erstmal außen vor lassen.
    LG
    Michaela

    • Petra sagt:

      Hallo Michaela, da sagst du was – bei jedem dürfte auch ein anderes Modell passen. Baumlos heißt nicht gleich, dass alles perfekt ist. Ich persönlich bin sehr happy mit Barefoot – aber jeder ist ja auch anatomisch anders – genau wie unsere Pferde. Deswegen macht es schon Sinn sich genau zu überlegen, was zu einem und dem eigenen Pferd passt. Ich denke auch, dass der Preis nicht die erste Rolle spielen sollte – aber gerade bei Sätteln mit Baum müssen sie ja oft extra gemacht werden, damit sie wirklich perfekt passen und eigentlich regelmäßig angepasst werden. Das kann sehr sehr teuer werden. Viele Menschen haben aber nicht unbedingt 3000-5000 Euro für einen Sattel. Und wenn ich mir dann die günstigen 500-1000 Euro Modelle ansehe, die oft gar nicht passen und das Pferd überall drücken, dann finde ich – ist ein guter baumloser Sattel auch eine tolle Sache, weil er eben definitiv mehr Raum lässt und sich besser anpasst. Aber am Ende ist immer das Wichtigste – was du auch schreibst – dass das Pferd zufrieden ist und der Reiter auch :-) Ganz liebe Grüße, Petra

  9. Kati sagt:

    Hallo!

    Toll das es noch begeisterte ”Baumlos Sättel”-Verträter gibt!
    Ich reite seit mehreren Jahren meinen Wallach mit einem Startrekk (Deuber & Partner) und er macht sich wirklich toll. Selbst auf längeren Ausritten..
    Schulterfreiheit ist gegeben, der Sattel ”wächst” durch austauschbare Fork mit und ist super bequem für Pferd und Reiter.
    Aber wie du schon meintest.. nicht jeder Sattel passt zu jedem!
    Deswegen immer auf’s Pferd hören.

    LG

    • Petra sagt:

      Hallo Kati, ja tatsächlich :-) nach einer längeren Recherche war mir klar, dass es ein baumloser Sattel werden muss für die Anfänge mit meinem Jungpferd. Er lässt Bewegungsfreiheit und ihren Muskeln Raum zu arbeiten. Das fühlt sich für mich richtig an. Die austauschbare Fork finde ich auch so wichtig – ist bei Barefoot auch so. So kann der Sattel einfach auch nach und nach "mitwachsen" – wie du schreibst. Plus austauschbare Pads und Stützen im Sattel, die man an die Sattellage anpassen kann. Da aber alles flexibel ist, kann es sich auch in der Bewegung anpassen. Ich mag diesen Gedanken. Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar, Petra

  10. Thomas Uplegger sagt:

    Hallo Petra,
    habe jetzt nicht alle Beiträge über Sättel gelesen, aber sollte der Sattel nicht auch auf der anderen Seite zum Reiter mindestens genauso gut passen wie zum Pferd ? Hier gibt es ein wunderbares Video, das mir in erster Linie gut gefällt, weil es auf die unterschiede des Beckens von Frauen und Männern eingeht. Fast alle Sättel sind für Männer gemacht und bereiten so leider euch Frauen mehr oder weniger massive Probleme. Sättel sollten eher für Frauen ausgelegt sein, denn wir Männer kämen damit problemlos auch klar. Wäre das nicht ein zusätzliches Sattelthema für dich ? Viele liebe Grüße Thomas

    Ergo Saddlefit Sattelanpassung mit Valerie Ponocny
    https://www.youtube.com/watch?v=4unT9bM_R6M

    • Petra sagt:

      Hallo Thomas, das ist ein guter Hinweis. Ja, du hast Recht. Wenn der Reiter sich nicht wohlfühlt und keinen guten Sitz haben kann im sattel, wird sich das auch auf das Pferd auswirken. Aber ich glaube, dass trotzdem wichtiger ist, dass der Sattel erstmal dem Pferd passt. Wir können uns auch ein Stückweit anpassen, aber das Pferd und sein Rücken können es nicht so gut. Als dankeschön, dafür, dass es mich mit seinem Rücken trägt, ist für mich nochmal wichtiger, dass der Sattel dem Pferd passt. Wenn ich dann auch zufrieden bin, ist es doppelt perfekt. Die Thematik mit den Männern und Frauen kenne ich auch. Das hat historische Gründe. Und du hast absolut Recht, dass das auch mal ein sehr spannendes Sattelthema wäre :-) Danke für die Inspiration und liebe Grüße, Petra

  11. Anna sagt:

    Natürlich kann man einen Baumsattel anpassen lassen? Und zwar nicht nur das Kopfeisen oder die Polsterung, sondern tatsächlich den Baum selbst, vorausgesetzt man hat einen Sattel mit flexiblem Baum.
    Heutzutage gibt es so viele verschiedene Arten von Sattelbäumen, so viele verschiedene Materialien, dass man nicht einfach alle Baumsättel verteufeln kann.
    Ich nehme an, dass du eher Westernreiterin bist und von Westernsätteln ausgehst. Mit Westernsätteln kenne ich mich nicht wirklich aus, die meisten haben einen Holzbaum, der haargenau auf dem Trapezius liegt, und in den meisten Fällen sind Westernsättel bzw dir blankets viel zu lang.

    • Petra sagt:

      Liebe Anna, genau das ist der Punkt. Ein Sattel mit Baum kann und muss natürlich angepasst werden. Und zwar perfekt. Genau das steht auch im Text. Egal ob Holzbaum oder flexibler Baum, weil (Beim Holzbaum mehr, beim flexiblem Baum weniger) ein starres "Teil" im Sattel auf einem beweglichen Rücken liegt. Das muss perfekt passen und deswegen auch angepasst werden. Es geht beim anpassen eben nicht nur um den Flexiblen Baum, sondern auch um den Holzbaum. Ich verteufle auch Sattel mit Bäumen nicht. Ich weiß nicht, wo du das herausgelesen hast. Ich schreibe – und das meine ich auch genau so – dass ein Sattel mit Baum PERFEKT passen muss, weil er sonst auf Muskeln drücken oder die Schulterfreiheit nehmen kann. Wenn das gewährleistet ist, dann ist ein Sattel mit Baum super, weil er das Gewicht sehr gleichmäßig verteilt. Egal ob Western oder nicht. Aber ich glaube, dass ein Holzbaum sehr schwierig ist, weil das Pferd sich permanent entwickelt – je nach Training und Jahreszeit – man müsste also alle paar Wochen den Sattel anpassen lassen – und wer kann das schon tun? Bei einem flexiblen Baum ist das sicher einfacher und besser, weil er ja die flexiblen Stellschrauben hat bzw. nachgibt – je nachdem ob es Leder oder Fibergas ist – mehr oder weniger.

  12. Laura sagt:

    Liebe Petra, handelt es sich bei deinem Sattel um ein Vielseitigkeits- oder Wanderreitmodell?
    Im Internet steht etwas über spezielle Schablonen und Anpassungsmöglichkeiten. Wie hast du das richtige Model für dein Pferd gefunden, bzw. wie bist du vorgegangen?

    Lieber Gruß Laura

    • Petra sagt:

      Liebe Laura, ich habe das Westernmodell. Das hat etwas mit dem Look zu tun – einerseits. Andererseits aber auch damit, dass der gut zu Rücken und Körperbau meiner Stute passte. Du kannst den Sattel über die verschiedenen mitgelieferten Schaumstoffeinlagen anpassen, die du dir je nach Körperbau deines Pferdes zuschneiden und einschieben kannst in das dazu passende Reitpad. Ich habe mich bei Barefoot gemeldet und ihnen Fotos und Infos zu meiner Stute zukommen lassen – dann hat mich das Team (unter anderem eine Pferdephysio) beraten, welches Modell am besten passen könnte zum Pferd und dem was ich machen möchte. Das war sehr hilfreich. Das kannst du auch machen. Ich hoffe, dass dir das weitergeholfen hat? Ganz liebe Grüße, Petra

  13. Annette Schroers sagt:

    Hallo liebe Petra,
    Du hast eine sehr schöne und informative Webseite, auf die ich rein zufällig gestoßen bin. Deine Aussagen zum Sattelthema finde ich einleuchtend beschrieben und zutreffend. Besonders wichtig finde ich den Hinweis auf die ständige Veränderung der Sattellage beim Pferd und die damit untrennbar verbundene Notwendigkeit einen Sattel mit Baum immer wieder auf seine Passform hin zu überprüfen und bei Bedarf neu anpassen zu lassen. Leider ist dies vielen Pferdebesitzern und Reitern nicht bewusst.
    Manche lassen sich für Ihr Pferd einen Maß- oder Teilmaßsattel anfertigen und wundern sich dann, wenn er nach ein paar Wochen intensiven Reitens (ja klar, es macht ja beiden Spaß mit einem passenden Sattel ;-)) nicht mehr passt.
    Oder noch schlimmer, sie merken es nicht und reiten ihre Pferde jahrein jahraus ohne den Sattel erneut überprüfen oder anpassen zu lassen.
    Die Krux beim Anpassen der Sättel mit traditionellem Baum (Bocksattelbaum) ist dann aber leider sehr oft die, das der Baum aufgrund seiner Karree ähnlichen Konstruktion (Vorderzwiesel-Trachten-Hinterzwiesel) nur bedingt angepasst werden kann.
    Was viele nicht wissen ist, dass sich mit Änderung der Kammerweite bei einem solchen Baum auch immer der Schwung mit verändert.
    Wenn die Kammer enger gemacht wird, verliert der Baum an Schwung und wird gerader.
    Wenn die Kammer weiter gemacht wird, verstärkt sich der Schwung des Baums (der Radius wird kleiner) und somit passt der Schwung vom Baum ganz schnell nicht mehr zum Schwung des Pferderückens.
    Dieser Umstand ist es auch, dass bei Pferden mit deutlichen körperlichen Veränderung ganz schnell ein neuer bzw. anderer Sattel her muss, weil der vorhandene die notwendige Anpassung nicht mitmacht oder wenn doch, halt nicht mehr zum Rücken passt.
    Insofern ist es empfehlenswert, bei der Suche nach einem maximal anpassbaren Sattel (mit Baum), darauf zu achten, welche Konstruktion dieser Baum hat.
    Viele Sattelhersteller werben mit der guten Anpassbarkeit z. B. mittels austauschbarer Kopfeisen, aber leider verschweigen sie dabei, die oben beschriebene Konsequenz, dass auch der Schwung des Baumes sich ändert, wenn das Kopfeisen gegen ein anderes gewechselt wird.

    Du hast in Deinem Blog schon beschrieben, dass traditionelle Sattelbäume eine starre Konstruktion sind und das es eigentlich unlogisch ist, zwei bewegliche Lebewesen (Pferd und Reiter) mit einem starren Element verbinden zu wollen.

    Das ist auch genau meine Meinung und daher bevorzuge ich ebenfalls ein Sattelsystem, dass zwar einen Baum hat, aber dank andersartigem Konzept und durchdachter Konstruktion
    1. nicht starr ist,
    2. gut und immer wieder veränderbar ist,
    3. der Schwung des Baums seine Form behält, egal in wieweit die Kammerweite (durch Kopfeisenwechsel) verändert wird
    3. Polster hat, die eine sehr große und zudem nachweisbar druckpunktfreie Auflagefläche bieten,
    4. Eine Polsterfüllung hat, die sich nicht setzt, verschiebt oder verklumpt, aber stattdessen sich dem Pferdekörper wie eine zweite Haut anschmiegt und damit äußersten Komfort fürs Pferd bedeutet
    und und und ..
    Ich bin über eine lange Sattelodyssee mit meinem letzten Pferd darauf gestoßen und weil mich dieses Konzept so sehr überzeugt hat, kommt mir nun kein anderer Sattel mit Baum auf mein Pferd.
    :-)
    Liebe Grüße
    Annette

    • Petra sagt:

      Hallo Annette, das klingt ja wirklich nach dem Supersattel, den du da für dich gefunden hast. Ich denke, dass es für jedes Pferd letztlich den passenden Sattel gibt und der Mensch nur mühsam und lange genug suchen muss. Und wenn es am Ende ein Baumloser Sattel ist oder ein flexiler Baum oder ein spanisches Modell mit Stroh oder oder oder :-) Lieben Dank für deinen Satteltipp und viele Grüße, Petra

  14. Eluchil sagt:

    Eigentlich müssten alle Schulpferde passende Sättel tragen, da kann es ja nicht funktionieren wenn der Sattel nicht passt. Dem Reiterhintern muss er natürlich auch passen, deshalb mag ich die 17 Zoll Vielseitigskeitsgurken mit den dicken Pauschen nicht, pass ich nicht rein, stimmt der Schwerpunkt nicht und alles andere nicht oh ich könnte sowas von im Boden versinken wenn ich alte Reitfoto von mir begucke. Kein wunder dass das pferd die Ohren seitswärts hängen hatte. Ich bin numal im den Po rum eher rundlich und nach der Geburt ist mein Becken auch noch breiter geworden. Westernsättel sind deshalb mein Favorit, so ein Baumlosteil hatte ich noch nicht. Wie finde ich denn raus ob mein Schulpferd den passenden Sattel hat?

    • Petra sagt:

      Liebe Eluchil, das ist schwer zu beantworten. Ich fürchte, dass da auch regelmäßig ein guter Sattler ran müsste. Du kannst auf jeden Fall nach Druckstellen schauen und natürlich auch wie das Pferd auf den Sattel reagiert. Wenn der Sattel passt und das Pferd sich frei damit bewegen kann, sollten keine besonderen Druckstellen da sein, das Schweißbild müsste passen und das Pferd darf auch den Rücken nicht wegdrücken. Das sind mal gaaaanz grobe Eckpunkte. Aber das ist wirklich grob und schwarz-weiß geschrieben. Viele liebe Grüße, Petra

  15. Petra Klein sagt:

    Liebe Petra!
    Lt. meiner Osteopathin passt der Sattel meinem Pferd nicht, weil er in der Schulter zu schmal ist, nun bin ich am Überlegen, mir einen baumlosen (Westernsattel von Barefoot) Sattel anzuschaffen.
    Du hast mal geschrieben, baumlose Sättel wären nicht für lange Ritte bzw. Wanderritte geeignet, von wie lange sprichst du da?
    Wir reiten längstens drei Stunden am Stück, wär das noch möglich?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Glg.
    Petra

    • Petra sagt:

      Liebe Petra, hmm – ein bisschen hängt es auch von der Bemuskelung deines Pferdes und deinem Gewicht ab – wenn ich das so direkt schreiben darf. Umso leichter du bist und umso besser dein Pferd im Training ist, desto länger kannst du im Grunde baumlos durch die Gegend reiten. Es ist eine Art Gleichung. Aber Ausritte 2-3 Stunden sollten eigentlich gehen. Es gibt auch Wanderreiter mit BarefootSätteln – sogar halb Afrika oder Island-Durchquerungen. Ich würde immer auf den Rücken des Pferdes schauen und die Ausritte dann daran anpassen. Hilft dir das irgendwie weiter? Viele liebe Grüße, Petra

  16. Christina sagt:

    Hallo Petra,
    bin beim Stöbern auf diesen Artikel gestoßen. Tatsächlich geht er – wie du ja selber schreibst – schon sehr stark in die Richtung "Baumlos". Das finde ich fast etwas schade, denn ich persönlich denke, dass ein gut sitzender Baumsattel für viele Pferde eine sehr gute Wahl ist – nicht zuletzt, da viele Reiterinnen (ich auch ;) ) eher keine Topmodel-Maße haben. Die Zeitschrift Cavallo hat mal die Druckverteilung von Sätteln getestet, demnach wurde es bei einem Reitergewicht jenseits der 60kg für die Baumlos-Sättel schwierig.
    Ich kann die Faszination eines Baumlos-Sattels nachvollziehen (wird auch noch durch den von dir gewählten Markennahmen unterstützt), es wird Pferdenähe, in gewissem Sinn "Natur"nähe, "back to the roots" suggeriert. Allerdings dürfen wir eines nicht vergessen – oberste Aufgabe eines Sattels ist es, es dem Pferd zu ermöglich, das Reitergewicht schadlos tragen zu können – eine Aufgabe, für die der Pferderücken von Natur aus nicht gemacht ist.
    Und leider vergessen viele, was du sehr gut darstellst – auch beim baumlosen Sattel ist es nicht damit getan, den "einfach auf das Pferd zu werfen", über Zwieselbreite, Unterlage und ggf. zusätzliche Pads muss man sich ebenfalls Gedanken machen.

    Fakt ist: wir Reiter tragen Verantwortung für unser Pferd und seine Ausrüstung, dieser müssen wir nachkommen, egal für welche "Ausstattungsvariante" wir uns entschieden haben, "Abkürzungen" gibt es nicht.

    • Petra sagt:

      Liebe christina, da hast du absolut Recht. Ich bin leider etwas weg von den Sätteln mit Baum, deswegen ist das Thema in dem Artikel auch unterrepräsentiert – das stimmt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein starres System (wie ein Holzbaum) auf einem flexiblen System (wie dem Pferd) dauerhaft ohne nahezu wöchentliche Anpassung funktionieren soll. Pferde bauen Muskeln auf und ab. Wenn man mal ein paar Wochen intensiver trainiert, sieht der Rücken wieder komplett anders aus usw. Deswegen bin ich so für flexible Bäume oder baumlose Sättel, weil da keine Gefahr von Satteldruck besteht. Natürlich haben die wieder die Kehrseite der Gewichtsverteilung. Das stimmt. Es ist gar nicht so einfach, weil wir beim reiten im Grunde etwas unnatürliches machen. Der Pferderücken ist ja nicht für Reiter gemacht. Es wird also immer ein Kompromiss sein, fürchte ich. Viele liebe Grüße, Petra

  17. Manfred sagt:

    Wenn ich alle Fragen und Kommentare höre, fühle ich mich schlecht gegenüber meine Pferde. Ich bin in Bali zuhause und kenne niemand, der einen Sattel anpassen könnte. Da meine 2 Sättel grosse Gebrauchsspuren aufweisen, will ich mir 2 neue Sättel kaufen. Bis anhin hatte ich Sättel mit Baum, einer von Tekna und einer von Norton. Nun denke ich, es mit baumlosen Sattel versuchen. Was muss ich dabei beachten? GLG Manfred

  18. Hilke Schumann sagt:

    Hallo.
    Ich nutze schon seit vielen Jahren Barefoot Sättel. Mein Pferd und ich waren auch immer glücklich und zufrieden. Vor gut 1,5 Jahre habe ich mir einen neuen Nevada gekauft. Ich finde ihn von der Lederqualität her nicht mehr schön. Auch das Einsitzen hat ewig gedauert. An den normalen Abriebstellen unter dem Fender fühlt sich das Leder an wie Pappe. Schade

    • Petra Haubner sagt:

      Hallo liebe Hilke, das ist natürlich schwer für mich zu beurteilen. Ich kenne deinen Sattel nicht, ich weiß nicht wie gut du ihn pflegst und wie du ihn einsetzt. Meine Erfahrung und auch die Erfahrung vieler anderer StallKollegen, und Pferdebesitzer die ich kenne, ist eine andere. Das Leder hält sehr lange, der Sattel ist robust und ist einmal gekauft lange im Einsatz. Vielleicht hattest du einfach Pech? Wende dich doch einfach mal an das barefoot Team. Viele liebe Grüße, Petra

  19. Fräulein_ich sagt:

    Hallöchen :)

    erst mal möchte ich ein großes Lob aussprechen für diesen wirklich tollen Beitrag! Er ist so wunderschön und ausführlich geschrieben. Er lässt sich auch angenehm lesen.

    Ich selbst habe auch meine Erfahrungen bei der Sattelanschaffung gemacht. Die über Jahre gingen und mich Geld und vor allem Nerven gekostet haben. Zu meinen Anfangszeiten lief da vieles sogar aus Unwissenheit heraus. Mal eben in den Laden spazieren und sich von der Verkäuferin, die das Pferd noch nie gesehen oder vermessen hat, einen Sattel aufschwatzen lassen, ist nicht gerade die elegante englische Art.

    Letztlich lief es dann darauf hinaus, dass ich mir, nach etwa 2 Jahren, Satteldrama, eine Sattlerin kommen lassen habe. Ich habe ihr klar und deutlich gesagt, was ich für Vorstellungen habe bzw. in welche Richtung Sattel ich gehen möchte. Entsprechend hat sie verschiedene Marken dabei gehabt, die wir auch ausprobiert haben. So konnten wir, einen passenden Sattel finden.

    Leider ging das Desaster, etwa 5 Jahre später, wieder von Vorne los. Der Sattel hat offensichtlich nicht mehr gepasst (ich zu diesem Zeitpunkt natürlich weitaus mehr über die Thematik Sattel informiert). Zig Sättel, als Leihgabe gehabt oder gebraucht zu Hause liegen gehabt. Da wir leider, lange, keinen Termin bei einem sehr guten Sattler in der Gegend hatten bzw. bekamen.

    Glücklicherweise sind wir jetzt Kunde, bei diesem Sattler, der uns sehr gut beraten hat. Sehr toll auf unsere Wünsche einging und viel erklärt hatte. Auch viele Sättel, verschiedenster Art und Weise dabei hatte.

    Was ich eigentlich mitteilen wollte, ich weiß ich habe jetzt viel drum rum geredet…..ich persönlich würde nie mehr einen Sattel ohne Sattler auf mein Pferd schmeißen. Das kostet viel Geld und Nerven. Ganz zu schweigen welche Schäden das Pferd davon tragen kann. Will ich mir gar nicht ausmahlen. Wir haben auch jetzt noch eine gute Nachbetreuung bei unserem Sattler. Habe ich ein Problem oder ist es wieder Zeit für eine Kontrolle, kommt er bei uns Vorbei, schaut es sich an und nimmt ihn, bei Notwendigkeit mit und richtet ihn uns. Darüber bin ich sehr Glücklich.

    Auch wenn es einen Anfangs manchmal etwas abschreckt, dass ein Sattler vielleicht Anfahrt berechnet etc. Ist diese alternative, für mich, die beste die es gibt. Hätte ich das von Anfang an so gemacht, hätte ich mir definitiv einiges ersparen können :) (Kummer, Sorgen und sogar Geld :))

    Und sehe ich heute jemanden in den Reitsportladen laufen und will dort einen Sattel kaufen, gehe ich doch ab und an hin und gebe am Rande den Wink, sich einen Sattler zu oranisieren :). Mancher ist so schon von dem Film abgekommen, sich von einer Verkäuferin einen Sattel aufschwatzen zu lassen, ohne vorher irgendwas an dem Pferd vermessen zu haben :)

    So meine Erfahrungen mit der ganzen Sattel Thematik. :)

    Ich wünsch dir was.

    Viele Grüße

    Fräulein_Ich

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Fräulein Ich, das ist ein wirklich guter Hinweis! Ein richtig guter Sattler ist auch ein toller Tipp – wobei man da imer schauen muss, einen neutralen Sattler zu finden und nicht jemanden, der einem einfach eine seiner 5 Marken verkaufen will. Aber so einen scheint ihr ja gefunden zu haben – das ist ziemlich perfekt. Ein Sattel muss immer individuell angepasst werden, da sind wir uns einig – auch die baumlosen Sättel oder die mit flexiblem Baum müssen passen – erst Recht ein Sattel mit festem Baum. Grauenvoll, dass Menschen sich die Sättel einfach im Store kaufen wollen. Ganz liebe Grüße, Petra

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