Artikel aktualisiert am 02.03.2017

Motivation kommt durch Freude, durch klare Aufgaben und durch das Wissen etwas schaffen zu können. Stell dir vor, dein Chef kommt und stellt dir eine nahezu unlösbare Aufgabe, du hast zu wenig Zeit, zu wenig Budget und zu wenig Vorwissen – gleichzeitig lockt er mal mit dem fetten Gehaltsscheck, wenn du die Aufgabe doch löst, mal steckt er ihn wieder weg und sagt, dass er es sich anders überlegt hat. Wie viel Motivation hättest du dann noch dich wirklich ins Zeug zu legen? So geht es den Pferden manchmal auch – zumindest dann, wenn wir nicht richtig mit ihnen trainieren.

Deswegen finde ich so unglaublich wichtig, unser Training immer wieder zu hinterfragen, neue Methoden und Ansichten kennenzulernen, um einen Weg zu finden, der Mensch und Pferd Spaß macht. Und genau deswegen habe ich mich gerne morgens um 6.00 Uhr ins Auto gesetzt und bin der Sonne entgegengefahren zu einem Kurs (der auf dem Hof von Trailrider in Empfingen stattfindet) über Positive Verstärkung und Zirkuslektionen mit Sady alias Sylvia Czarnecki.

INFO: Positive Verstärkung heißt kurz zusammengefasst, dass im Training nur mit Markersignal und Futterbelohnung gearbeitet wird. Kein „wer bewegt wen“, kein „Druck“, keine Dominanz und keine Erhöhung irgendwelcher Druckstufen. Das Pferd soll lernen mitzudenken und mitzuarbeiten, weil seine Motivation der nächste Click und damit das nächste Futterleckerchen sind.

Gesunde Bioleckerlis mit Kräutern für Jackpot und zum Beispiel aus gepresstem Apfel für normales Training bekommst du übrigens HIER – ich finde wichtig, dass die Leckerli genau wie das restliche Futter Zuckerfrei sind und am besten Getreidefrei

Ich gebe zu, dass ich bei dem Thema positive Verstärkung ein bisschen skeptisch war – auch wenn ich mich immer wieder mit verschiedenen Pferdemenschen und Trainern zu dem Thema positive Verstärkung ausgetauscht habe und den Gedanken sehr interessant finde – glaube ich auch, dass Pferde aufgrund ihrer Natur und ihres Lernverhaltens in der Herde das „wer bewegt wen“ sehr gut kennen und deswegen auch Entspannung über freundliche Leitlinien und Grenzen finden können. Ich habe auch schon sehr gestresste Pferde gesehen bei positiven Verstärkern – weiß aber auch, dass es bei jeder Trainingsmethode wichtig ist gut damit zu arbeiten und sie gut zu beherrschen.

Ich habe also viele Fragen im Kopf und bin am Ende des Kurstages mehr als positiv überrascht. Ich bin sozusagen mit viel Wissen und Input positiv verstärkt worden.

Frage: Arbeitest du auch mit positiver Verstärkung? Oder hast du schon erfahrungen mit Leckerlis gemacht? Dann schreib mir gerne einen Kommentar! Ich freue mich auf deine Meinung!

HIER kannst du mehr zu Sady und ihrem Trainingsprogramm “Motion Click” erfahren – auch, wann sie wo Kurse gibt

Ich werde dir erst einmal in neutral den Input und das Wissen aus dem Kurs mitgeben, so dass du dir ein eigenes Bild machen kannst, von allem, was ich im Kurs gesammelt habe und am Ende mein persönliches Fazit mitteilen.

Der Kurs startet mit einem Theorievortrag – den ganzen Vormittag werden wir mit Input pur angefüllt – über Zirkuslektionen, über korrekte Gymnastizierung und über die Prinzipien der Futterbelohnung und positiven Verstärkung.

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ZIRKUSlektionen – Wieso – Weshalb – Warum?

Zirkuslektionen sind toll. Punkt. Daran gibt es aus meiner SIchts nichts zu rütteln. Dann, wenn man sie richtig ausführt. Sie sind:

  • Gymnastizieren – Übungen wie der Spanische Schritt oder Kompliment usw sprechen verschiedene Muskelgruppen beim Pferd an – wie zum Beispiel die Rückenmuskulatur
  • Spaß und Motivation – Bei den Zirkuslektionen kannst du dein Pferd mit einbeziehen und es darf mitdenken – Du baust zum Beispiel das aus, was dein Pferd von alleine anbietet. Das macht aber kreative Pferde
  • Abwechslung, Kommunikation und Vertrauensaufbau
  • Motorik & Gleichgewicht – Zirkuslektionen sind sozusagen ein Propriezeptives Training. Dabei werden tiefere Fasern und Muskeln angesprochen (grob gesagt) . Dein Pferd hat also auch im Alltag eine bessere Balance und ein besseres Reaktionsvermögen – es ist also: weniger Verletzungsanfällig.
  • Außerdem lernt dein Pferd seinen Körper besser kennen durch die Übungen – zum Beispiel weil es die Vor- und Hinterhand separat bewegen muss. Das ist für viele Pferde erstmal schwierig: Aber das sorgt für körperliches und emotionales Gleichgewicht

HIER hat Pferdefreunde auch schon über Zirkuslektionen geschrieben – warum sie so toll sind für dich und dein Pferd

Sady erklärt uns zu Beginn, dass Zirkuslektionen eine tolle Sache sind, um in das Thema „Positive Verstärkung“ einzusteigen – weil:

  • Es ist eine freiwillige Basisarbeit
  • Der Aufbau der Lektionen ist wichtig, damit sie gut klappen und das fördert die Kommunikation zwischen dir und deinem Pferd
  • Die Positive Verstärkung ist ganz eigenes Konzept und es ist super, wenn du es mit den Zirkuslektionen als Einstieg erarbeitest – das ist eine neue Trainingsmethode und wenn du dann bei der Positiven Verstärkung Anfangs vielleicht Timingfehler bei der Futtergabe machst, hat das erstmal keinen Einfluss auf deinen klassischen Trainingsalltag – du kannst also super damit positive Verstärkung „üben“

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Ab wann und mit welchen Pferden darf man Zirkuslektionen machen?

  • Ganz wichtig ist das richtige Alter: Körper und Geist müssen bereit sein für die Zirkuslektionen. Du solltest nicht zu jung starten, denn die Übungen sind körperlich anstrengend.
  • Im Alter sind die Zirkuslektionen in aller Regel kein Thema, solange das Pferd sich in allen Grundgangarten bewegen und hinlegen sowie aufstehen kann – solange es also nichts ernsthaftes hat und alle klassischen Bewegungen gut ausführen kann
  • TIPP: In beiden Fällen immer erstmal mit dem Therapeuten klären. In meinem Fall zum Beispiel habe ich mich mit meiner Trainerin darauf geenigt die Zirkuslektionen erst zu starten, wenn meine Stute 4,5 bis 5 Jahre alt ist, weil sie noch sehr jung ist in ihrem Körperbau
  • Ganz wichtig: Die Grunderziehung muss da sein. Dein Pferd sollte Lektionen wie Stehen bleiben, sich bewegen lassen, sich anfassen lassen, rückwärts richten, Hufe geben, beherrschen
  • Letzter Punkt: Die innere Losgelassenheit, also das innere Gleichgewicht des Pferdes muss stimmen. Kurz: Es sollte gelassen und entspannt sein

Du kannst übrigens auch etwas lernen bei den Zirkuslektionen. Du brauchst Motivation und musst dich in das Thema gut einlesen, es ist wichtig, dass du dich immer weiterbildest. Du wirst also viel dazulernen über die Anatomie deines Pferdes. Zirkuslektionen bringen eine größere Souveränität im Umgang mit dem eigenen Pferd. Du lernst es besser kennen und du lernst immer die Ruhe zu bewahren. Denn das ist ganz wichtig, wenn du mit deinem Pferd in den Übungen bist. Wirst du hektisch, wird dein Pferd hektisch und genau dann beginnen Übungen oft schief zu gehen.

Deswegen ist wichtig, dass du dich und dein Pferd zu nichts zwingst, sondern ihr nur das macht, womit du dich auch wohlfühlst. Wenn du mal unsicher bist, frage lieber jemanden oder gehe in kleineren Schritten vor – denn deine Unsicherheit überträgt sich auf das Pferd. Desegen gilt: Immer die Ruhe bewahren und lieber kleinere Schritte machen.

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Wie sollte die Arbeitsumgebung bei Zirkuslektionen aussehen?

Es ist immer gut die Übungen erstmal in einer gewohnten Umgebung zu machen. Dann wird sich dein Pferd sicher und wohl fühlen. Du brauchst auch eine ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre. Ich zum Beispiel trainiere neue Sachen mit meiner Stute gerne, wenn niemand zusieht, weil ich dann einfach ganz bei ihr und mir bin.

HIER habe ich mal einen Artikel zu dem Thema geschrieben – Für wessen Augen trainierst du

Der Boden sollte weich, aber trittsicher sein. Also wenn der Boden im Winter gefroren ist, dann solltest du zum Beispiel auf die Zirkuslektionen verzichten. Und es ist wichtig, dass die Pferde einen sicheren Stand haben – gerade wenn die Lektionen „nach unten“ also Richtung Boden geübt werden, können die Pferde sonst wegrutschen.

Du brauchst jetzt eigentlich nur noch eine Gerte zum Zeigen, ein gut sitzendes Stallhalfter und ein schönes langes Arbeitsseil – dann vor allem: dein Pferd, dich, ruhige Gedanken, einen Plan und Futter.

TIPP: Sady empfiehlt verschiedene Futterqualitäten. Einen Gedanken, den ich sehr spannend finde. Lieblingsfutter und akzeptiertes Futter zum Beispiel. Dann kannst du „normale“ Erfolge und Schritte mit dem normalen Futter belohnen und besonders schwierige Aufgaben mit dem Superduper Lieblingsfutter.

Solltest du bisher noch nicht mit Leckerli und Futter gearbeitet haben, kann es sein, dass du deinem Pferd erst einmal Höflichkeit in Sachen Leckerli beibringen muss. Futter ist nunmal ein Grundbedürfnis und manche Pferde werden regelrecht hektisch oder wild, wenn es Futter gibt. Das kannst du deinem Pferd aber ganz einfach beibringen. Das geht – meine Stute hat sich zum Beispiel von einer dominanten und frechen nach Leckerli suchenden und schnappenden Stute zu einem höflichen Pferd entwickelt.

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HIER gibt es einen Artikel zum Thema LECKERLI von mir, da beschreibe ich meine Gedanken zum Thema und wie ich meinem Pferd Schritt für Schritt die Leckerli-Höflichkeit beigebracht habe

Dein Pferd muss einfach erstmal lernen, dass man sich auch in der Anwesenheit von Futter entspannen kann und dass es höflich abwarten muss, bis es die Belohnung bekommt.

Wenn man zusätzlich clickert – lernt das Pferd laut Sady auch dadurch Höflichkeit, weil es auf den Click konditioniert wird.

Erst: Vorbereitende Übungen – Dehnen und Strecken

Wir lernen, dass wir die Pferde erst einmal aufwärmen müssen, damit die Muskeln nicht überdehnt werden. Deswegen stehen vor jeder Runde Zirkuslektionen vorbereitende Dehnübungen

Es geht darum dein Pferd aufzuwärmen und vor Verletzungen zu schützen. Es soll freie Schultern bekommen und eine lockere Hinterhand und Koordination und Körpergefühl verbessern.

INFO: Korrektes Futterbelohnen nach SAdy. Du „dockst“ das Pferd an die Futterhand an – indem du das Futterleckerchen in deine Handinnenseite klemmst, sobald das Pferd sein Maul leicht an die Hand drückt bewegst du die Futterhand dorthin, wo du dein Pferd haben willst – sobald es die ideale Position hat, gibst du das Leckerli frei. Ansonsten gerät das Pferd nur unter Stress, weil es nach dem Futter schnappt.

Stell dir einfach vor, dass deine Hand und das Maul deines Pferdes wie zwei Magneten sind, die sanft aber fest aneinanderhängen.

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Die Dehnübungen – eine nach der anderen

  1. Das Öffnen im Genick: Dein Pferd wird aufgerichtet nach oben, wodurch es die Vorderbeine entlastet à Du wartest bis das Pferd „angedockt ist“ – erst dann bewegst du die Hand gerade nach oben. Du führst quasi das Pferd mit der Futterhand, damit es sich nicht im Genick verwirft um an das Futter zu kommen.
  2. Die Oberhalsdehnung: Diesmal führst du dein Pferd Richtung Brust. Es lernt so mit der Nase Richtung Brust zu kommen und die Hinterhand zu belasten. Es soll dabei nicht rückwärts zu gehen
  3. Strecken und Dehnen: Erst nimmst du dir eines der Vorderbeine am Huf und streckst es nach vorne – ohne zu ziehen – du hältst so lange sanft, bis sich das Pferd aktiv in die Dehnung begibt – das ist wirklich schön anzusehen, wie die Pferde nachgeben und mitdehnen. Dann machst du das auch mit den Hinterbeinen. Nach hinten und nach vorne
  4. Dehnung der seitlichen Rumpfmuskulatur und Schulter: Du dockst das Pferd mit der Futterhand an und gehst dann in einem großen Bogen mit der Führhand Richtung Hinterhand – das Pferd wird sich mitdehnen

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Los geht’s mit den Zirkuslektionen

Sady erklärt uns im Kurs, dass die Lektionen „nach unten“ – immer der Einstieg sind in die Zirkuslektionen. Ich gebe dir hier ein paar Beispiele aus dem Theorie-Part in Sadys Kurs – noch mehr findest du in ihrem Buch zu den Zirkuslektionen*

SCHRITT für SCHRITT durch die Lektionen – nach Sadys System:

  1. Die Parkposition: Du setzt die Vorderbeine und die Hinterbeine, damit das Pferd schon lernt, die Vorderbeine gerade zu setzen, wenn du später ins Kompliment gehen willst
  2. Die Verbeugung baut darauf auf: Du führst den Kopf deines Pferdes zwischen den Vorderbeinen nach unten durch. Die Vorderbeine sollten gestreckt sein und es sollte aufstehende Hufe haben – also nicht einknicken zum Beispiel, um an das Leckerli ranzukommen
  3. Aus der Verbeugung: Jetzt kommt das Kompliment! Du machst die einzelnen Schritte wie gehabt und nimmst dann zusätzlich das Bein hoch. Der Rest ist wie immer! Das ist für die meisten Pferde dann ein einfacher Schritt
  4. Die Bergziege: Du kannst die Hinterbeine weiter unter den Schwerpunkt setzen. Das ist für die Hinterhandmuskulatur und den Rücken deines Pferdes
  5. Wenn dein Pferd das Kompliment auf beiden Seiten auf ein Gertensignal hin beherrscht – links und rechts – egal wo du stehst – kannst du daraus das Knien erarbeiten
  6. Aus dem Knien kannst du dann das Liegen erarbeiten: Das geht aber nicht mit jedem Pferd und kann auch lange dauern. Du musst einfach ausprobieren, worauf das Pferd reagiert. Das Liegen ist anfangs entweder ein Zufallsprodukt oder du trainierst die erste Bewegung Richtung Boden und lobst als ob es kein Morgen gäbe – solange bis dein Pferd versteht
    WICHTIG: Kleinschrittig und langsam und geduldig darauf hinarbeiten und nicht das Pferd „Überreden“ sich einfach nur irgendwie fallen zu lassen – das kann schief gehen! Das Liegen ist eine große Vertrauenssache für Pferde

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TRICKS! Der kleine Einstieg

Tricks sind ein kleiner und guter Einstieg in die Zirkuslektionen, weil du da anatomisch nichts falsch machen kannst mit deinem Pferd. Da gibt es eine große Bandbreite und letztlich hängt es davon ab, was dein Pferd vielleicht auch anbietet.

Sady gibt uns eine kleine Auswahl und erklärt im Kurs ausführlich, wie man dem eigenen Pferd den einen oder anderen Trick beibringen kann. Ich bekomme beim zuhören große Lust mit meiner Stute daran zu arbeiten. Deswegen will ich sie dir kur zusammenfassen.

WAS: Flehmen, Gähnen, Apportieren, Beine Überkreuzen, Bälle jagen usw.

WIE: Entweder fängst du das „Verhalten ein “ Also: wenn eins Pferd das Verhalten zeigt, belohnst du es sofort mit Lob oder Futter. Das wiederholst du immer dann, wenn es das Verhalten zeigt. Sobald es das verstanden hat, kannst du das Verhalten nach und nach mit einem bestimmten Signal verbinden. Zum Beispiel „Smile“ sagen, wenn das Pferd lächeln soll.

Oder du trainierst das Verhalten, in dem du erste winzige Schritte belohnst.

Zum Beispiel Gerte aufheben:

  • Erst warten bis es die Gerte mit der Nase berührt und belohnen bis es das verstanden hat
  • dann irgendwann nicht mehr belohnen und warten bis der nächste Schritt kommt, wie zum Beispiel die Lippen an der Gerte zu bewegen und dann belohnen
  • irgendwann die Belohnung wieder rauszögern bis dein Pferd den nächsten Schritt zeigt, wie die Zähne dazu zu nehmen und dann belohnen
  • irgendwann Belohnung wieder rauszögern bis dein Pferd die Gerte aufhebt

Fazit: Der Kurs macht Spaß und ich kann ihn dir total empfehlen. Die Art und Weise wie Sady die Zirkuslektionen mit den Pferden erarbeitet ist logisch und macht Sinn. Auch in den praktischen Übungen, die auf die Theorie folgen, lernen wir die Übungen anatomisch korrekt auszuführen. Die Aufteilung in winzige Schritte kommt meinem Herzen entgegen und ich denke, dass sie auch der Pferdeseele gut tun. Das Pferd bekommt schnelle Erfolgserlebnisse und muss zu keinem Punkt frustriert sein.

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Denn wenn ein Schritt noch zu groß ist, werden eben noch kleinere Zwischenschritte eingebaut. Das ist ohnehin das Motto von Sady an diesem Kurstag und das kommt den Pferden und dem Spaß an der Sache sehr entgegen. Alles kann, nichts muss.

Im Kurs herrscht eine tolerante, fröhliche und entspannte Atmosphäre, die dem Training und dem gemeinsamen Arbeiten an den Aufgaben absolut gut tun. Ich bin begeistert und werde die Zirkuslektionen mit Carey auf jeden Fall angehen.

HIER im Buch kannst du noch mehr nachlesen und lernen zu den Zirkuslektionen* “It’s Showtime: Zirkuslektionen: Lernspaß für Pferd und Mensch”

Nächste Woche im zweiten Teil beschreibe ich dir, wie uns Sady die Basis des Clickerns im Kurs erklärt hat, was wir im Kurs über positive und negative Verstärkung gelernt haben und wie du dein Pferd korrekt mit Futterbelohnung trainieren kannst – die ersten Gedankenschritte zum Clickern

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8 Kommentare zu “Click! Was Zirkuslektionen alles für dein Pferd tun können

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    wie du weißt, wird bei uns geclickert und das nicht nur bei Zirkuslektionen, sondern im gesamten Umgang. Anders kann ich es mir für mich und meinen Ponymann auch nicht vorstellen.
    Zirkuslektionen finde ich auch eine tolle Gymnastik und der Ponymann und ich sind gerade bei den Vorübungen für’s Kompliment.
    Nur die Übung Bergziege finde ich persönlich nicht gut. Der gymnastizierende Wert dieser Übung ist mir zu gering im Vergleich zu der Belastung im Hufrollenbereich. Ich hatte einmal ein Pferd mit einer chronischen Hufrollenentzündung und das möchte ich nicht nochmal.
    Ganz toll zu dem Thema finde ich die Bücher von Eva Wiemers. Nicht, dass ich allem folge, aber ich finde die einzelnen Übungen in diesen Büchern sehr gut beschrieben.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, ja – ihr seid meine beiden Parade-Clickerer. Ihr zwei seid ja schon richtig weit, wenn ihr schon bei den Vorübungen zum Kompliment seid. Danke auch für deinen Hinweis zur Bergziege – es ist wirklich verrückt, wieviel man immer wieder beachten muss. Und danke für den Buchtipp. Ganz liebe Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Aber wirklich! Ich finde es auch hochspannend, weil es so viel Gutes verbindet. Liebe Grüße, Petra

  2. Sabine Schneider sagt:

    Ich arbeite nur noch über positive Verstärkung, je mehr man darüber lernt, umso weniger kommt anderes in Frage! Angefangen mit meinem Hund, arbeite ich nun auch meine Jungpferde so. Man erzielt so schnell Erfolge, wenn man die Schritte klein genug macht. Dadurch erhält man hochmotivierte Pferde, die vom Arbeiten gar nicht genug bekommen können.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Sabine, das hört man ja immer wieder. Ich selbst glaube auch an Regeln und Grenzen – sowohl für mich als auch für das Pferd. Deswegen kann ich mir die 100%ige positive Verstärkung in ihrer Reinform nicht ganz vorstellen. Aber man hört von so vielen Beispielen, wie deinem. Es scheint also super zu funktionieren. Ganz liebe Grüße, Petra

  3. Tina sagt:

    Hallo!
    Ich bin gerade auf der Suche nach Übungen um mit meiner alte Dame, die leider ziemlich Arthrose in den Vorderbeinen hat, Spaß zu haben. Sie ist trotz (oder wegen ?) ihrer 24 Jahre ein ziemlicher Blitzmerker und hat offensichtlich Lust auf Blödsinn machen, vor allem, wenn es was zu mampfen gibt – eh klar ;-)
    Habt Ihr Tipps für schonende Zirkuslektionen?
    Spanischer Schritt war am 2. Tag da ;-)
    Für Anregungen wäre ich sehr dankbar!
    Liebe Grüße,
    Tina

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Tina, ohje – da bin ich überfragt. Ich bin keine Expertin in Sachen Arthrose und will dir deswegen nichts falsches raten. Ich würde da mal Trainer und Tierarzt um Rat fragen an deiner Stelle – die können dir sicher sagen, was alles möglich sein kann mit der Arthrose. Ganz liebe Grüße, Petra

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