Ich könnte wütend werden. Ich könnte ausflippen! Ich könnte so oft mit dem Kopf schütteln über das was ich sehe, lese und höre. Es ist traurig! Wie oft lese ich von Menschen, die ihr Pferd „wirklich lieben“ und dann sehe ich ein Pferd mit gestresstem Blick und eingeschnürtem Maul. Ich lese von Menschen, denen ihr Pferd „wahnsinnig wichtig“ ist und sehe Ausbinder und einen Sperrriemen. Ich höre von Menschen, dass ihr Pferd ihr „Ein und Alles ist“ und sehe dann Pferde, die den ganzen Tag in der Box stehen. Ich lese von Menschen wie gerne sie ihr Pferd den ganzen „Tag auf die Weide stellen würden“, aber in ihrem Stall gäbe es einfach nicht genug Platz dafür. Wenn ich dann nachfrage, warum sie an diesem Stall sind, höre ich was günstigen Preisen oder kurzer Fahrtzeit. Man könne doch nicht jeden Tag 30 oder 40 Minuten bis zum Pferd fahren. Die Zeit hat doch kein Mensch… Das sollte aber verdammt nochmal gar nicht der Punkt sein! Der Punkt ist, dass wir uns die Zeit nehmen müssen, wenn wir ein Pferd in unserem Leben haben wollen. Das ist nicht nur wichtig für das Pferd, sondern auch für uns selbst. 

Klar, manchmal geht es nicht – egal wie sehr wir uns bemühen. Das meine ich aber nicht. Ich meine die Menschen, die Nachmittags gemütlich Kaffee trinken gehen mit Freunden, shoppen am Samstag und stundenlang Serien schauen auf dem Sofa. Wieso ist dafür plötzlich genug Zeit im Alltag? …wenn doch die Zeit fehlt länger als ein paar Minuten zum Stall zu fahren. Es ist alles eine Frage der Wahl und der Kompromisse. Ich finde, dass wir lieber Kompromisse bei Reithalle, Fahrtzeit oder neuen Pullis im Schrank machen sollten, als bei der Haltung eines Tieres.  Ganz einfach. Mein Stall zum Beispiel ist knapp 30 Kilometer von meiner Wohnung entfernt – einfache Strecke. Das ginge auch kürzer, aber es ist mir egal.

Warum? Weil mein Stall eine wunderschöne und pferdegerechte Haltung bietet. Herdenhaltung, eine große Winterkoppel, Paddockboxen für die Nacht, riesige Weiden, Heu den ganzen Tag, selbst angebauter Hafer. Da ist mir ehrlich gesagt egal, ob es eine Reithalle gibt oder „nur“ einen Platz. Ob ich weniger Zeit für meinen Alltag habe oder nicht. Wichtig ist, dass mein Pferd in seiner Herde Pferd sein darf, wenn ich nicht da bin.

Carey - Quarterhorse

Das ist übrigens zutiefst egoistisch. Irgendwie tue ich das nämlich auch für mich selbst. Ich könnte nicht ruhig schlafen bei dem Gedanken, dass mein Pferd den ganzen Tag in der Box steht und nur 2 Stunden täglich raus kommt. Ich könnte auch nicht damit leben, dass mein Pferd nur zweimal am Tag Heu in die Box geworfen bekommt und ich hätte definitiv keinen Spaß an der tollen Reithalle, wenn mein Pferd umgeben wäre von gestressten anderen Pferden, engen Boxen oder Zuckermash-Müslis und glitzernden Schabracken. Es gibt mir ein gutes Gefühl zu wissen, dass Carey gut aufgehoben ist.

Es ist außerdem zutiefst egoistisch, weil mein Pferd entspannter ist, sicherer und gelassener, wenn es eine Herde und Bewegung hat. Es geht ihr gut, weil sie artgerecht leben darf und das macht ein sichereres Pferd aus meiner Stute. Das ist bei jedem Pferd so. Garantiert. Wenn es so leben darf, wie es will, wird jedes Pferd gelassener und aufmerksamer sein, wenn man mit ihm arbeitet. Weil es ausgeglichener und gesünder ist.

Das bedeutet nicht, dass jedes Pferd in den Offenstall muss oder 24 Stunden auf die Weide. Es bedeutet nur nachzufragen, womit das Pferd zufrieden ist, was es braucht. Und danach zu handeln.

Carey - Quarterhorse

Bald ist Weihnachten. Da werden Wünsche wahr. Deswegen schicke ich meine Wunschliste an das Universum und in die Pferdewelt.

Mein erster und großer Wunsch ist: Achtet auf eure Pferde!

Sie haben sich dieses Leben nicht ausgesucht, sondern wir. Wir haben sie zu uns geholt. Wir entscheiden über ihr Leben. Es ist unsere Verantwortung dafür zu sorgen, dass sie so gesund wie möglich und so artgerecht wie möglich leben können.

Carey - Quarterhorse

Mein zweiter großer Wunsch: Informiert euch!

Informiert euch über alles, was mit euren Pferden zu tun hat. Welches Futter? Fragt nach! Lest euch die Zutatenliste durch. Recherchiert, was dieses Futter in eurem Pferd bewirken könnte. Ich persönlich habe keine Leckerli mit Aroma, Zucker oder Melasse. Keine Molke (ein anderes Wort für Zucker – weil: Milchzucker) und andere Zusätze. Pferdefutter sollte so Basic und natürlich wie irgend möglich sein. Ein Pferdemagen und auch der Pferdedarm sind ein kompliziertes ausgeklügeltes System. Das kann sehr leicht gestört werden bei falschem Futter. Der Leidtragende ist dann das Pferd. Klar mögen die Pferde die bunten Müslis. Weil Aroma und Zucker drin sind. Aber sind sie gesund? Nein!

Das gleiche gilt für Ausrüstungsgegenstände. Nutzt nicht einfach den Sperrriemen, weil er halt dran ist an der Zäumung. Nutzt keine Ausbinder, weil der Reitlehrer das so sagt. Zieht nicht am Zügel, weil die anderen das auch schon immer so gemacht haben. Informiert euch über die Anatomie und das Verhalten des Pferdes. Lernt eure Pferde zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren. Es ist nicht normal, dass ein Pferd drängelt und schubst. Das Verhalten zeigt, dass grundsätzlich etwas nicht stimmt in der Kommunikation. Wie man es besser machen kann? Das kann jeder lernen! Ganz einfach! Informiert euch! Auf guten Webseiten, in guten Büchern und mit guten DVDs. Besucht Kurse und fragt verschiedene Trainer. Seht euch verschiedene Methoden und Arbeitsweisen und entscheidet dann. Welcher Weg für euch und euer Pferd der Beste ist. (Pssst! Verratet mich nicht, aber auf einigen Fotos ist das Knotenhalfter verrutscht und ich habe es erst danach bemerkt – es sitzt zu tief… Soviel zum Thema: Seid achtsam. Ich war es nicht für die paar Minuten, die wir fotografiert wurden. Da muss ich mir an meine Nase fassen.)

Carey - Quarterhorse

Mein dritter Wunsch: Seht euren Pferden in die Augen!

Seht ihnen in die Augen und fragt euch, ob euch gefällt, was ihr da seht. Fragt euch, wer sie sind und was sie euch geben können. Und vor allem fragt euch auch, was ihr eurem Pferd geben könnt und müsst.

Ich wünsche mir, dass all die Pferdemenschen da draussen anfangen nachzudenken, was sie für ihr Pferd tun können. Viele wissen ganz genau, was sie alles von ihrem Pferd wollen, was es können soll und wie es sein soll. Anstatt genau hinzusehen, was das Pferd kann und wer es ist. Du willst ein Springpferd? Dann schau dir dein Pferd an und frage es ob es gerne springt, ob es den Körperbau und die seelische Freude daran hat. Du willst ein Dressurpferd? Dann gehe mit deinem Pferd den Weg der kleinen Schritte und schau, wo ihr zusammen landen könnt, anstatt es in eine Form zu pressen, in die es zu passen hat – am besten gestern.

Carey - Quarterhorse
Carey - Quarterhorse

Gib euch Zeit!

Schau, was dein Pferd dir anbietet und mach daraus etwas für euch beide. Ich zum Beispiel weiß nicht, was aus meiner Stute und mir werden wird. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich Western reiten würde. Oder Dressur. Ich weiß es nicht. Vermutlich irgendwas dazwischen. Ich mag die Signalreitweise und ich mag die Aufrichtung von akademisch gearbeiteten Pferden. Ob meine Stute und ich irgendwann ein altcalifornisches Duo mit akademischen Elementen werden? Kann sein. Das wird die Zeit zeigen. Ich liebe Freiarbeit – meine Stute auch? Das finde ich gerade heraus. Unser gemeinsamer Weg, wird von uns beiden festgelegt. Zusammen. Schritt für Schritt. Mit Zeit und Geduld. Mein Pferd ist kein Sportgerät, es ist kein Vehikel um zu einem Ziel zu gelangen. Es ist eine Persönlichkeit mit Stolz, Willen und einer Seele. Und es ist ein Partner. In einer Partnerschaft dürfen beide Parteien etwas sagen. Aus Sicherheitsgründen bestehe ich auf ein paar Prozent mehr Gesprächsanteil, weil ich mich einfach besser in der Menschenwelt auskenne. Aber ich höre meinem Pferd zu.

Carey - Quarterhorse

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Die Reiterwelt muss sich ändern

Ich würde mir ganz stark wünschen, dass die Reiterwelt endlich einige Methoden überdenkt und sich fragt, ob die Art wie wir mit Pferden umgehen die Richtige ist. Und ich wünsche mir, dass die Menschen sich mit dem Lebewesen Pferd auseinandersetzen und ihre Reitlehrer und Trainer auch mal hinterfragen, statt etwas so zu machen “wie es eben schon immer gemacht wurde”. Pferde sind individuell und Menschen auch. Wenn wir das begreifen und uns informieren, können wir eine echte Partnerschaft mit unseren Pferden erreichen. Auch wenn wir vielleicht erstmal einige Ideen und Vorstellungen aufgeben müssen, bekommen wir dafür so viel Neues und Unerwartetes geschenkt. Niemand ist perfekt und keiner kann von heute auf Morgen alles können. Das ist in Ordnung. Darum geht es gar nicht. Es geht darum aufmerksam zu bleiben, die eigenen Bedürfnisse auch mal zurückzustellen und sich zu fragen, was das Tier braucht und was wir noch lernen müssen, um dem Tier gerecht zu werden. Kompromisse sind inklusive – ohne geht es hier in Deutschland vermutlich nicht. Dafür gibt es zu wenig Platz. Aber die Kompromisse dürfen nicht nur auf Kosten der Pferde gehen. Das gilt nicht nur für Pferde, sondern für alle Tiere.

Ein Dank an mein Pferd

Ich danke meinem Pferd dafür, dass es in mein Leben getreten ist. Sie ist stolz und eigenwillig und stark. Sie hat ihren eigenen Kopf und bringt mir dadurch bei mich immer wieder zu hinterfragen. Sie lehrt mich Ruhe und Gelassenheit. Sie lehrt mich vieles im Leben nicht persönlich zu nehmen und sie lehrt mich den Perfektionismus wegzuschieben, um die kleinen Geschenke im Hier und Jetzt wahrzunehmen. Sie lehrt mich Erwartungen zu vergessen und das Jetzt zu genießen. Sie lehrt mich Nein zu sagen – klar und konsequent aber freundlich. Ohne schlechtes Gefühl. Einfach nur ruhig und mit einem Lächeln. Sie lehrt mich mutig zu sein und selbstbewusst, weil sie einen ängstlichen und unsicheren Menschen an ihrer Seite nicht akzeptieren würde.

Carey - Quarterhorse

Carey - Quarterhorse

Dafür schenkt sie mir ein Kopfheben, wenn ich ihren Namen rufe. Sie schenkt mir ein eingeklapptes Ohr und ihre Aufmerksamkeit. Sie schenkt mir ihre Mitarbeit, obwohl sie gerade vielleicht lieber Grasen würde (sie würde IMMER gerade lieber grasen). Sie kommt mit mir mit, wenn ich sie dazu auffordere und sie schaut zu mir, wenn sie sich erschreckt. Weil ich vorher von ihr gelernt habe, der Mensch zu sein, der ihr das Gefühl gibt, sich verlassen zu können.

Carey - Quarterhorse

Dafür und für all die vielen kleinen Momente des Glücks, der Zufriedenheit, des Nachdenkens und des Wissens, das ich dank ihr gesammelt habe, für das Schnauben und die gespitzten Ohren, dafür, dass ich sie streicheln und führen darf, dass sie sich anvertraut und mit mir durch den Wald stapft als ob es kein Morgen gäbe, dafür dass sie selbstbewusst, mufflig und lustig ist, dass sie mich zum Lachen bringt und mein Leben jeden Tag bereichert – dafür möchte ich ihr danken!

Carey - Quarterhorse

Auch dadurch, dass ich jeden Tag 30 Minuten fahre, damit sie eine Herde und eine Weide hat. Dadurch, dass ich Biopellets und Zuckerfreie Leckerli kaufe. Dadurch, dass ich die Nummer von Tierarzt und Pferdephysio gespeichert habe und dadurch, dass ich keinen einzigen Ausrüstungsgegenstand an sie lasse, von dem ich nicht genau weiß, wie er wirkt. Dadurch, dass ich ihr zuhöre und akzeptiere, wenn sie ihre Ruhe braucht, einen schlechten Tag hat oder mir etwas sagen will. Dadurch, dass ich jeden Tag versuche dazu zu lernen, um irgendwann ein möglichst guter Pferdemensch zu werden.

Zum Schluss habe ich noch einen Wunsch an euch: Dankt bitte euren Pferden für all das was sie euch geben. Dankt ihnen durch eure Aufmerksamkeit, eure Achtsamkeit, euer Wissen und dadurch, dass ihr ihnen zuhört. 365 Tage im Jahr. Das wäre das schönste Weihnachtsgeschenk.

Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

31 Kommentare zu “Wunschliste zu Pfeihnachten: Was Pferde wirklich brauchen!

  1. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    erst Mal Danke an dich für den Artikel :).

    Ich möchte meinem Pony für so viel Danke sagen. Danke für seinen Mut, den er immer wieder unter Beweis stellt, für sein Vetrauen in mich, für seinen Spaß und seine Kaspereien (auch wenn ich hinterher nass bin, weil er mit dem Wasserschlauch spielt 🙂 ), für seine schlechte Laune die mir zeigt dass was falsch läuft, für seinen eigensinnigen Kopf der mich zwingt über mein Handeln nachzudenken, für die Freude die er zeigt, wenn er mich sieht und für so viel mehr. Einfach danke, dass es dich gibt kleiner Ponymann und du so bist wie du eben bist.

    Was mich oft stört ist, dass die Liebe mit der Reitbarkeit bzw. Nutzbarkeit des Pferdes zusammenhängt. Solange das Pferd nutzbar ist, hat es ein Recht auf eine gute Pflege und man liebt es, wenn das Pferd aber krank wird, vielleicht einfach nicht geritten werden will oder sonst etwas ist, weswegen es dem Menschen nicht mehr nutzt, dann endet diese Liebe schnell. Dann wird das Pferd schnell verkauft und ersetzt. Dann sind die Kosten plötzlich zu hoch. Aber mal ehrlich das Pferd kostet nur weil es nicht geritten wird, keinen Cent mehr. Es gibt keine Gebühr die man bezahlen muss, weil das Pferd nicht geritten wird. Aber man ist nicht mehr bereit zu bezahlen, wenn das Pferd nichts dafür leistet. Da frage ich mich nur, was ist das für eine Liebe?

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, wahre Worte. Für mich wäre das undenkbar, mein Pferd herzugeben, nur weil es nicht reitbar ist. Das Reiten ist für mich schon ein schöner Teil des Ganzen und ich freue mich darauf mit Carey irgendwann durch die Natur zu streifen. Aber wenn es nicht mehr gehen sollte, wird sie deswegen genauso wichtig und geliebt sein. Wer sein PFerd verkauft, weil es nicht reitbar ist aus Krankheitsgründen, der liebt es aus meiner Sicht nicht wirklich. Das klingt jetzt sehr pauschal und bestimmt mag es ausnahmesituationen geben, aber wer nur Wert auf die „Nutzbarkeit“ legt hat ein falches Verständnis von Tieren und Leben, denke ich. Ganz liebe Grüße an Dich und deinen süßen Ponymann, Petra

  2. Lena sagt:

    Hallo Petra,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel! Meine Jungstute zieht ja erst gegen März nächsten Jahres bei mir ein und auch ich werde jetzt schon gefragt, was ich denn mit meinem dann zweijährigen Pferd machen will? Dressur? Freiarbeit? Ein Lewitzer könnte ja auch so gut Springen!? Aber ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Denn ich möchte erstmal sehen wie sie sich verhält! Eigentlich plane ich neben dem gesunderhaltenen Reiten (damit sie mich überhaupt tragen kann) einen langen Wanderritt, natürlich vorher aufgebaut auf kleine Ritte, aber wenn sie draußen doch zuviel gruselig findet, muss ich eben zurückstecken. Ich will sie nicht in eine Form pressen, sie ist und soll Pferd bleiben, ihren eigenen Kopf haben, Mitspracherecht besitzen und sich wohl fühlen!
    Ich hoffe sehr, dass ich das alles umsetzen kann und Nayeli und ich gemeinsam Hindernisse überwinden und gefährliche Treckerabenteuer bestehen!

    Drücke Dich und Carey und wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit! :*
    Liebe Grüße,
    Lena

    P.S. Noch bevor ich mich entschieden habe sie zu kaufen, habe ich mich um einen Platz in einem Stall bemüht, in dem es möglich ist, dass sie im Herdenverband im Sommer 24h draußen stehen kann. Die Wege zu Wasser und zu Heu sind recht lang und die kleine Herde ist ein intakter Sozialverband! Im Winter kommt sie 12h am Tag auf einen großen Paddock, mit genau derselben Herde und genau denselben weiten Wegen, nur eben ohne Gras 😉 Es war mir wichtig schon vor der „Anschaffung“ einen Platz sicher zu haben, denn was nützt es mir, wenn ich ein Pferd habe, aber keine Ahnung, wo sie es gut hat, wenn ich nicht da bin?

    • Petra sagt:

      Hallo Lena, vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar. Das wird bestimmt ein grandioser Tag im März. Ich werde das Gefühl vermutlich nie vergessen als Carey den Transporter verlassen und mir in ihr neues Zuhause gefolgt ist. Das war toll. Bestimmt kannst du es kaum erwarten. Wie heißt deine Jungstute denn? Der Wanderritt reizt mich auch – irgendwann. Das kann ih gut verstehen. Ich finde toll, dass du dein Pferd nicht in eine Form pressen willst und, dass du den Platz vor dem Pferd hattest. So sollte es immer sein. Sie wird es bestimmt gut haben bei dir. Ich bin schon gespannt auf eure ersten Erfahrungen und würde mich freuen, wenn du hier dann schreiben magst. Aber vielleicht lesen wir uns ja vorher schon. Liebe Grüße und eine schöne Weihnachtszeit auch für dich und deine Kleine, Petra

    • Lena sagt:

      Hallo Petra,

      Danke! Es wird bestimmt eine aufregende und wunderschöne Zeit!
      Bei der Züchterin heißt sie Gabrina :/ ähm… ja ;D Mir ist der Name Nayeli eingefallen für sie, der bedeutet in einer Indianersprache „Ich liebe dich“ und irgendwie passt er total zu einem Indianerpony oder? Außerdem hat er auf Hebräisch die Bedeutung Anmut/Liebreiz und auf Griechisch Weisheit. Alles nur gute Voraussetzungen, oder? ;D
      Ich werde Dir gern berichten und bin jetzt schon gespannt wie es bei Dir und Carey weitergeht! Lese Deinen Blog sehr, sehr gerne, weil ich das Gefühl habe, Du recherchierst wirklich gut und fundiert. Mich freut es auf jeden Fall, dass ich hier soviel von Dir lesen kann und das gewonnene Halfter von Herr Pferd wird gleich eingesetzt, wenn ich sie hole 😉

      Liebe Grüße an Carey und Dich!

      P.S. Wenn mein Pony in ca. 3 Jahren dann angeritten wird und ein paar Jahre später genug Geländeerfahrung hat, reiten wir mal bei Dir und Carey vorbei, in Ordnung?

    • Petra sagt:

      Hallo Lena, Nayeli würde mir auch besser gefallen als Gabrina. Ich hatte Carey auch umgetauft. Der Name klingt wunderschön und auch all die Bedeutungen, die er hat. Ich freue mich, dass du die Pferdeflüsterei gerne liest und habe natürlich nichts dagegen, wenn du dann in ein paar Jahren bei uns vorbeireitest 😉 Liebe Grüße an deine Kleine und dich, Petra

    • marina sagt:

      Als Züchter wünscht man sich solche Pferdemenschen wie Dich als Käufer… die sich vorher Gedanken über Haltung usw. machen, bevor sie zum Kaufen losziehen. Mach weiter so und animiere andere, es genauso zu halten!!!! LG Marina

    • Lena sagt:

      Liebe Marina,
      vielen Dank für das Kompliment! Ich wünsche mir auch, dass es mehr Pferdemenschen gibt, die beginnen umzudenken! Deshalb versuche ich bei meiner Arbeit als Pferdefotografin auch darauf aufmerksam zu machen wie es für Pferde sein kann und was die Besitzer ganz leicht ändern können, natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten, verprellen kann ich meine Kunden leider auch nicht… Aber ich habe auch schon Shootings abgebrochen, weil mir der Umgang mit dem Pferd nicht gepasst hat. Es muss schwierig sein als Züchter zu überleben und seine Pferde nur in möglichst gute Hände abzugeben, dafür wünsche ich Dir weiterhin alles, alles Gute!

      Liebe Petra,
      Nayeli hat sich inzwischen gut in die Herde integriert und ist schon ein fester Bestandteil der Gruppe. Wir sind grade dabei das Hufe-geben zu erarbeiten und ich muss sagen, das macht sie total prima! Das meiste erarbeite ich mit ihr auf dem Paddock oder der Wiese, da sind die anderen Pferde dabei und sie kann sich besser konzentrieren. Inzwischen sind wir dabei die perfekten Kraulstellen zu finden und sie zeigt mir, wenn ich auf die Weide/den Paddock komme schon ganz genau, dass und wo sie gekrault werden will und kommt brummelnd und leise wiehernd auf mich zu 🙂 Hach, ich hab schon das beste Pony der Welt ;D

      Liebe Grüße an Euch,
      Lena

    • Petra sagt:

      Liebe Lena, wow – das ging aber ganz fix. Deine Nayeli scheint wirklich ein offenes und cooles Pferdchen zu sein. Wie schön, ich freue mich sehr für euch!! Ganz liebe Grüße, Petra

  3. Zissy sagt:

    Hi- schöne Wort aber wie leider auch von der anderen Seite auch ziemlich schwarz weiss – nicht alle Turnierreiter oder sportlich ambitionierte Reiter sind böse Pferdeleute, die ihr Pferd in die Box sperren. Und dann leider mal ein anderes wahres Wort- Pferde in reiterlicher Nutzung (mir klar dass sie dafür nicht gebaut sind) gehören GERITTEN also gearbeitet. Und jeder der mir erzählt, 30 Minuten am Seil die Pferde rumlatschen lassen oder 4 mal die Woche walla walla Bodenarbeit machen wäre Arbeit, der hats nicht verstanden.Oder am besten Eisen ab und auf die Wiese schmeissen, 3 Mal die Woche rumreiten ins Gelände und sich dann wundern dass sich das Tier sich aufführt wie Harry auf, Dach und die Hufe bröckeln, der Zosse ausschaut wie ne Badewanne etc. und nur Quatsch macht. (ehemalige Sportpferd/geretteret Vollblüter/Junger Spanier/Schlachtpferd was weiss ich noch alles). Das ist nämlich die Kehrseite der Medaille. Ja stimmt, wir müssen unseren Pferden in die Augen schauen und dankbar sein und zusehen dass sie soviel wie möglich BEWEGT (!) sind und genügend zu fressen haben, aber die Wahrehit liegt wohl eher in der goldenen Mitte zwischen Walla walla Seil und Glitzer Eskiiii Kolli.

    • Petra sagt:

      Hi Zissy, ehrlich gesagt verstehe ich deinen Kommentar nicht. Zumindest nicht, wenn man meinen Artikel gelesen hat. Ich schreibe nirgends, dass Turnierreiter böse Pferdeleute sind. Ich bin ganz deiner Meinung, dass jeder Reiter sich um eine gute Haltung bemühen sollte und Pferde gymnastiziert werden sollten, um uns gesund tragen zu können. Jedes Pferd – egal ob es zu einem Freizeitreiter oder Turnierreiter gehört. Genau das schreibe ich in meinem Text. Insofern – ich wiederhole mich leider – verstehe ich deinen Kommentar nicht. Ich verstehe auch nicht, wieso bei dir „Bodenarbeit“ und „30 Minuten an der Longe latschen lassen“ offenbar in eine Schublade gehören und wieso das „Walla walla“ vor dem Wort Bodenarbeit stehen. Bodenarbeit ist der Anfang der Gymnastizierung, der Anfang der Kommunikation und der Anfang einer Beziehung zum Pferd. Vor dem Reiten. Ich halte sie in jeder Hinsicht für wichtig. Bodenarbeit hat für mich aber nichts mit „an der Longe latschen lassen“ zu tun. Wer das in einen Topf wirft, hat wenig Ahnung von Bodenarbeit. Ich mag ehrlich gesagt auch Worte wie „Zosse“ und „Gaul“ nicht besonders gerne, weil ich sie respektlos finde. Die Wahrheit liegt für mich in den Augen der Pferde, in ihrer Gesundheit und Motivation. Nirgendwo sonst.

  4. Sarah Zumbrock sagt:

    Liebe Petra,
    wunderschöner, emotionaler Artikel. Du sprichst mir aus der Seele und deine Worte haben mich wirklich berührt.
    Kann man den Artikel nicht mal an alle konventionellen „Pferdeknäste“ dieser Welt schicken und allen Reitern, die ihr Pferd nur „Pseudolieben“ in den Briefkasten werfen?
    Leider lesen es hier auf deiner Seite nur die Leute, die schon umgedacht haben, sonst wären sie nicht hier.

    Ich wünsche dir eine schöne restliche Adventszeit und natürlich zauberhafte Weihnachten für dich und dein Pferd!

    Vielleicht denkt die Reiterwelt irgendwann um, es steht auf meinem Wunschzettel ganz oben.

    • Petra sagt:

      Liebe Sarah, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Das berührt mich sehr und ich würde mich freuen, wenn der Artikel den einen oder anderen zum Nachdenken bewegt. Es wäre schön, wenn die Reiterwelt umdenken würde. Ich wünsche dir auch eine wundervolle Adventszeit und freue mich, wenn ich hier wieder von dir lese. Liebe Grüße und danke, Petra

  5. Ramona Kolenics sagt:

    So wahre Worte…

    Ich fahre selber auch 30 Min. Autobahn bis zum Stall. Es sind einfache Strecke 53 km aber bei mir in der Nähe ist kein vergleichbarer Stall =(
    Und ich bin bloß ca. 20 Std. die Woche im Stall, dass Pferd steht 365 Tage im Jahr dort. Es ist meine Pflicht als Besitzer, das optimale für meine Pferde zu finden.
    Natürlich habe ich auch schon geflucht, als ich auf der A7 im Stau stand…aber meine beiden Pferde haben den besten Stall den man sich nur wünschen kann, ich fühle mich sauwohl und die Stallbesitzerin ist klasse =) Es ist überhaupt kein Problem, wenn man mal keine Zeit für´s Pferd hat oder im Urlaub ist. Es gibt so tolle Stallmädels die einem in jeder Situation helfen <3

    • Petra sagt:

      Wow, danke! Ich sehe es ähnlich wie du. Wir sind vielleicht 1 oder 2 Stunden am Tag bei unseren Pferden, die restlichen 23 Stunden sind sie ohne uns. Da sollten sie Pferd sein dürfen. Dein Stall klingt toll, zum Wohlfühlen. Liebe Grüße und hab eine schöne Adventszeit, Petra

  6. Jasmin sagt:

    Hallo Petra,
    der Artikel ist superschön und regt zum denken an. Oder sollte zumindest. Bei meinem ersten Pferd bin ich auch 35km, einfacher Weg, gefahren, bis ich sie zu unserem Bauern im Dorf geholt habe. Dort war dann auch die Nachfolgerin, sie wurde 25, über 14 Jahre. Meine jetzige Stute (27) habe ich leider erst seit knapp 10 Jahren, sie steht übrigens auch wieder bei dem Bauern bei uns im Dorf. Dort ist es einfach, aber schön für die Pferde. Paddockboxen, tagsüber draussen mit ständiger Heuversorgung. Im Sommer 24 Std Weide mit Heu. ( Es stand ein Pferd bei uns, die Besitzerin wohnte gegenüber vom Stall. Sie kam mitunter über Wochen nicht zu ihrem Pferd. Hufschmied? Höchstens 1x im Jahr. TA? Achja, ich glaube die wusste garnicht wie das geschrieben wird. Und und und…..Solche gibt es auch)
    Damals bei unserer Stute, die 25 wurde, sie ist zusammengetreten worden von 2 Pferden und daraufhin, nur noch bedingt bis garnicht mehr reitbar. Sie kam bei uns auf die Welt. Da sagte jemand zu mir: Dein Hobby ist doch reiten und Kutschfahren, hol dir doch ein anderes, dann kannste wieder deinem Hobby fröhnen….. Es gibt doch soviele Pferde. Leider hielt man mich zurück, aber sagen konnte ich ihm noch: Mein Hobby ist mein Pferd! Und solange es lebenswert für sie ist, bleibt sie bei mir. Und genauso ist es mit meiner jetzigen Stute.
    Ihr möchte ich einfach mal Danke sagen, weil sie bei mir ist und meine beste Freundin ist.
    Ich wünsche allen viel Spass mit ihren Pferden und ein besinnliche Weihnachtszeit.

    Jasmin & Tari

    • Petra sagt:

      Hallo Jasmin, vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar. Er hat mich sehr berührt. Ich kann dich gut verstehen. Das Pferd ist kein Sportgerät und auch kein Vehikel um etwas zu erreichen – es ist ein Lebewesen mit Gefühlen und genau das sollte das Wichtigste sein. Danke, dass es so wunderbare Pferdemenschen wie dich gibt und danke, dass du hier vorbeischaust und mitliest. Das freut mich sehr. Ganz liebe Grüße an dich und Tari, Petra

  7. MecTeo sagt:

    Liebe Petra, wie fast alle „Vorrednerinnen“ bin ich begeistert von Deiner Wunschliste und Deinen Anmerkungen. Ja, wir sind unseren Ponys gegenüber in der Pflicht!
    Ich habe das Glück, meine Pferde zu Hause halten zu können – und natürlich fällt mir immer noch ganz viel ein, was ich dringend verbessern muss 😉
    Mein alter Wallach war M-fertig von mir ausgebildet mit S-Lektionen. Ich habe meine Pferde im Sommer 24 Stunden auf der Weide, im Winter nur nachts in sehr großen Boxen. Uneingedeckt und ungeschoren – auch das sooooo gute Dressurpferd, umhimmelswillen, was habe ich mir nur dabei gedacht?
    Meine jetzt 6-jährige habe ich ein Jahr. Sie lief 4-jährig hoch erfolgreich Turniere, bestes Jungpferd blablabla. Ich war entsetzt von ihrem Alltagsgebiss und der stumpfen Routine, mit der sie alles abgespult hat. Jetzt hat sie ein ganz anderes Programm, ein harmloses Gebiss ohne Shanks, das sie sehr gut annimmt oder geht Gebisslos – und ich habe ein aufgewecktes vergnügtes Pony mit eigener Meinung. Dreckig! Uneingedeckt!
    Meine dritte Stute ist jetzt 13, ebenfalls seit einem Jahr bei mir und bislang kaum geritten – dafür aber mit schlechten Erfahrungen und Unfällen. Auch sie ist jetzt unterm Sattel – Babyprogramm -, macht dazu Liberty und Bodenarbeit und fühlt sich offenkundig sauwohl.
    Ja, wir müssen immer wieder gucken, ob die Ponys zufrieden sind, Ausrüstung nicht unüberlegt übernehmen oder gar kaufen, nur weil es schick ist. Ich habe nicht so viel Kram wie andere, sagt passt alles optimal und gefällt den Pferden. Allerdings gebe ich sehr viel für Unterricht, Trainerschein und Fortbildung aus.
    Und ein letztes Ja: ich liebe meine Pferde. Von Herzen

    • Petra sagt:

      Liebe Mecteo, ich bin neidisch. So. Das musste ich jetzt einfach schreiben. Ich träume davon mein Pferd hinter der Haustüre stehen zu haben. Das ist bestimmt grandios. Und ich mag, wie deine Pferde leben dürfen. Dreckig und uneingedeckt – so muss es sein 🙂 Ganz liebe Grüße und danke für deinen wunderbaren Kommentar, Petra

  8. MecTeo sagt:

    Liebe Petra,
    immer, wenn Dich der Neid überkommt, dann denk daran, dass ich mein ganzes Hab und Gut mit der Bank teile und dafür schuften gehen muss. Dass ich immer Knecht bin, bei Wind und Wetter Mist durch die Gegend karre, Heu und Stroh schleppe. Dass ich Weiden und Platz pflegen muss, und wenn die Sattelkammer unordentlich ist, bin ich auch dafür verantwortlich.
    Wenn es Dir grad gut geht: Freu Dich mit mir, denn, Ja! Es ist paradisisch. Ich möchte nicht anders leben. Und ich finde es toll, dass ich im Nachthemd in den Stall gehen kann 🙂 Dass ich es höre, wenn die Pferde trinken 🙂 Dass ich sie sehe, wenn ich aus dem Fenster schaue und dass sie angaloppiert kommen, wenn sie mich erspähen 🙂 Ich danke meinen Pferden (und Hunden und Katzen) jeden Tag, dass sie mir so viel Freude bereiten und mich ständig auf Trab an der frischen Luft halten, denn sonst wäre ich viel öfter krank und schlecht gelaunt 🙂
    Und ich danke meinem Mann, dass er – ebenfalls eigentlich ein Stadtkind, genau wie ich – unerschütterlich hilft, damit ich meinen Traum leben kann. Wir haben dafür viele, viele Einschränkungen in Kauf genommen, zum Beispiel auch seit 20 Jahren Silvester zu Hause sitzen, denn wer möchte die Tiere und ein Reethaus in einer solchen Nacht allein lassen? Aber: Es lohnt sich!!! Also, danke für Deine lieben Worte 🙂

  9. Sarah Z. sagt:

    @Mecteo
    gut gesagt!!! Endlich mal ein Dressur-Profi mit Verstand!!! (ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber es sind doch meistens die Turnierreiter, die zuletzt ans Pferd und zuerst ans Geld/Erfolg denken.)
    Und ich bin auch neidisch!!! Ich will auch im Nachthemd zu meinem Pferd gehen=)
    Aber ich gönne es dir vom Herzen =)

    Schöne Weihnachten!!!

  10. Conny sagt:

    Hallo Petra,
    genau aus diesem Grund habe ich vor ca. 14 Jahren beschlossen meinen eigenen Stall zu machen und es bis heute nicht bereut. Ich sehe mein Pferd an und weis dass es ihm gut geht und er sich auch wohl fühlt in seiner kleinen Herde, wenn ich dann sehe wie er mit seinen 27 Jahren mit den kleinen spielt weis ich dass das die richtige Entscheidung war

    • Petra sagt:

      Hallo Conny, wie toll – dein eigener Stall. davon träume ich irgendwann in ferner Zukunft. Ich schicke dir liebe (leicht neidische) Grüße und wünsche dir und deinen Pferden einen guten Rutsch ins neue Jahr, Petra

  11. Katrin sagt:

    Vielen Dank, daß Du Dir so viel Mühe und Gedanken gemacht hast um so einen guten Artikel am Ende eines Pferdejahres zu schreiben !
    Würden doch nur die Hälfte aller Pferdebesitzer, Profireiter, Trainer, Ausbilder und Reiter so handeln wie Du es hier so treffend beschreibst. Ich kann nur sagen, ich handle so schon seit Jahren, habe jedoch nie ein eigenes Pferd besessen, aber immer Pferde die ich „aufbauen“ soll. Und es ist so traurig was mir da alles in die Hände kommt. Ich verlange nix weil ich es mir leisten kann, aber manchmal denke ich mir schon wäre es besser Geld dafür zu verlangen, denn erst dann lernen die Leute meine Arbeit wert zu schätzen. Und so passiert es, dass ich dann doch langsam davon leben kann.

    • Petra sagt:

      Liebe Katrin, was für wunderschöne Worte in deinem Kommentar. Und ich bewundere, wie du das machst, immer wieder mit Pferden zu arbeiten, die schon schlechtes erlebt haben. Das erfordert Mut und innere Stärke. Ich drücke dir die Daumen, dass du irgendwann davon leben kannst und die Menschen zu schätzen wissen, was du für sie tust. Alles Liebe für dich und bis bald, Petra

  12. Pia Ch. sagt:

    Hallo
    Ich finde den Text echt richtig gut und super geschrieben mich hat der Text wirklich zum nachdenken gebracht ich mache mir auch gerade ein paar Vorwürfe und überlege ob ich meine Pferde wirklich immer richtig und so behandle wie sie es verdienen.
    Ich finde es schrecklich wenn wir Reiter unseren Spaß haben und die Pferde darunter leiden ich finde das geht gar nicht.
    ich mache mit meiner Rb auch Bodenarbeit Springe mit ihr was ihr sehr sehr viel Spaß macht.
    ich habe aber auch schon Leute erlebt die ,die ganze Schuld wenn mal etwas nicht klappt auf ihr Pferd schieben und nicht einmal nur ein Gedanken verschwenden auch mal auf sich selber zu gucken.
    Es gibt auch Reiter die ihr Pferd noch nicht mal richtig beachten die holen dann ihr Pferd aus der Box reiten und dann stellen sie ihr Pferd wieder in die Box ohne eine Begrüßung oder sonst irgendetwas.
    Wie schon erwähnt hat mich dieser Text zum nachdenken gebracht.
    Nochmal DANKE für diesen Artikel
    LG Pia

    • Petra sagt:

      Liebe Pia, entschuldige, dass ich dir jetzt erst antworte. Vorwürfe musst du dir bestimmt nicht machen. Leb einfach im Hier und jetzt, wie die Pferde, und mache es ab jetzt einfach so, wie du es dir vorstellst 🙂 Wir handeln ja immer aus bestem Wissen und Gewissen und aus dem Moment heraus. Solange wir achtsam bleiben und offen und neugierig und uns immer wieder daran erinnern, dass Pferde als Lebewesen auch Gefühle und Launen haben, wird alles gut. Ganz liebe Grüße und danke für deinen lieben Kommentar, Petra

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