Es ist Herbst! Die Blätter rascheln, die Pferde haben mehr Energie und die Spaziergänge oder Ausritte machen wieder richtig Spaß. Keine nervigen Pferdebiester mehr. Keine? Wirklich? Leider muss ich dich enttäuschen. Auch der Herbst ist nicht Pferdebiesterfrei. Letztes Jahr haben sie meine Jungstute im Herbst erwischt. Die Milben. Deswegen möchte ich dir jetzt davon erzählen und vor allem erklären, wie du die Milben erkennst, was du dagegen tun kannst und wie du vorbeugen kannst. Damit dein Pferd diese lästigen Pferdebiester gar nicht erst bekommt.

Milbe Pferd

Hat dein Pferd einen unerklärlichen Juckreiz, dazu noch Hautschorf? Dann könnten es die Milben sein. Es gibt verschiedene Arten. Von der roten Vogelmilbe bis zur Herbstgrasmilbe. Sie alle lösen unterschiedliche Symptome aus, aber sie haben eines gemeinsam: sie sind nervig und sie können deinem Pferd schaden.

Milben und Pferd – Das Grauen

Wir haben diese Odysee hinter uns. Carey hatte einen Juckreiz, dazu kam eine kleine Mauke, dazwischen waren Schuppen am Mähnenkamm und ein Pilzbefall kam auch noch dazu. Der erste Tierarzt hat ihr Mauke-Cremes verschrieben, eine Pilzimpfung verpasst und die Schuppen mit einer anderen Creme behandelt. Nichts änderte sich.

In meiner Verzweiflung habe ich einen zweiten Tierarzt kontaktiert. Er hat den Milbentest gemacht. Das Ergebnis: Pilzbefall, Mauke und Schuppen waren alles verschiedene Symptome der Milben, die sich in die Haut gefressen hatten. Dadurch wurde das Immunsystem geschwächt, die Hautbarriere und andere Bakterien und Pilze hatten überhaupt erst eine Chance.

HIER kannst du mehr über die Mauke nachlesen und was du dagegen tun kannst – auch so eine fiese Herbstkrankheit

Milben und das Pferd - Bakterien

Die Milbenfrage

Wenn du also weißt, was Milben alles auslösen können, kannst du deinem Tierarzt immer auch die Milbenfrage stellen, wenn dein Pferd eines dieser Symptome zeigt. Du kannst dann mit einem Test ganz leicht feststellen ob ein Milbenbefall da ist. Ich erkläre dir später, wie dieser Test abläuft und wie du dein Pferd unterstützen kannst im Kampf gegen die Milben. Erst eimal erkläre ich dir, was du vorbeugend tun kannst und wie ich jetzt Carey seit dieser Erfahrung vorbeugend schütze.

Natürlich steht die Natur mit all ihren Ideen ein klein bisschen gegen dich. Milben sind robust und haben einen großen Überlebenswillen, sie sind hartnäckig und wenn du Vögel in und um deinen Stall hast, kann es sein, dass dein Pferd trotz all deiner Vorsichtsmaßnahmen Milben bekommt.

Es bedeutet also nicht unbedingt, dass dein Pferd krank ist oder nicht fit ist, wenn es die Milben bekommt. Aber es kann natürlich ein Zeichen dafür sein, dass sein Immunsystem nicht fit genug war, um die Milben abzuwehren.

So oder so – umso besser der Stoffwechsel und das Immunsystem deines Pferdes, umso weniger Chancen haben die Milben mit ihrer Spucke und desto weniger Chancen haben auch die Begleiterscheinungen von Milben wie Pilze oder Maukebakterien.

So kannst du Milben vorbeugen

Deswegen ist es wichtig, dass dein Pferd viel Weidegang hat, ein zufriedenes Leben in seiner Herde und wenig Stress. Dazu kannst du das Immunystem noch von innen stärken. Zum Beispiel durch gutes und natürliches Futter.

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Du kannst auch Kurweise mit Kräutern füttern und das Immunsystem deines ferde stärken. Mit Kräutern für den Magen-Darm zum Beispiel. Nur wenn der Magen-Darm-Trakt gut funktioniert, kann auch das Immunsystem deines Pferdes funktionieren. Der Magen und der Darm sind der Dreh- und Angelpunkt für einen gesunden Stoffwechsel und das wiederum ist der Dreh- und Angelpunkt für ein gutes Immunsystem.

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Meine innere To-Do-Liste für ein gutes Immunsystem durch Fütterung:

  • Viel Raufutter – Heu und Heu und nochmal Heu
  • Gute Fellpflege, zum Beispiel in dem du die Fesseln und Beine deines Pferdes sorgfältig putzt – ich persönlich liebe die MagicBrush, weil sie einen Massage-Effekt hat und die Durchblutung anregt – das wiederum ist gut für die Haut deines Pferdes – (Die MagicBrush gibt sie HIER)
  • Du kannst deinem Pferd Hagebutten in seinen Futtertrog werfen – das sind kleine Wunderwutze der Natur – (Hagebutten gibt es HIER)
  • Statt Mash und Getreidemüslis mit Aromen und industriell hergestellen Stoffen, kannst du auf natürliche Kräutermüslis setzen – du bekommst gute Zuckerfreie und gesunde Kräuter-Müslis zum Beispiel HIER
  • Es gibt klassische Magen-Darm-Kräuter, die du Kurweise ein bis zweimal im Jahr zusätzlich füttern kannst, um den Magen-Darm-Trakt auf Vordermann zu bringen – du bekommst sie HIER
  • Dazu einen Apfel oder eine Karotte am Tag – damit das Pferd noch frische Gemüsevitamine bekommt
  • Kokosöl ist gut für die Hautbarriere und eine kleine Anti-Milben-Versicherung damit kannst du auch die Beine deines Pferdes vorbeugend alle paar Tage einreiben, die Schweifrübe und den Mähnenkamm – da wo Milben sich gerne niederlassen – es gibt zum Beispiel HIER gutes Kokosfett* in Bioqualität

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Damit du auch erkennst, ob dein Pferd nun leider doch schon Milben hat, erkläre ich dir jetzt erst einmal ein bisschen was zu den Milben und stelle dir dann zwei der häufigsten Milbenarten vor und woran du sie erkennst. Außerdem gibt es Tipps für ein einfaches selbstgemachtes Anti-Milben-Shampoo und die Pflege für den Ernstfall.

Wer oder was sind Milben am Pferd?

Milben sind Spinnentiere, auch wenn sie nicht wirklich wie Spinnen aussehen. Sie sind Parasiten Sie leben auf Kosten ihres Wirtes – in dem Fall auf Kosten deines Pferdes. Die Milbe hat so eine Art Wachstumskreislauf. Erst ein Milbenei, dann schlüpft eine Larve, dann entwickelt sich die Larve zur Nymphe und am Ende wird eine Milbe draus.

Entweder durchlebt die kleine Milbe diesen Kreislauf auf der Haut deines Pferdes oder in der Haut. Das ist wirklich widerlich, aber manche Milbenarten bohren sich in die Haut und legen da ihre Eier ab. Die Larven vermehren sich dann in der Hautschicht deines Pferdes und das stört langfristig sowohl das Immunsystem als auch die Hautbarriere deines Pferdes. Leider sind die blöden Biester winzig, du kannst sie fast nur unter dem Mikroskop sehen.

So erkennst du ob dein Pferd die Milben hat:

  1. Dein Pferd hat einen Juckreiz, es stampft öfters mal mit den Beinen und nutzt jede Gelegenheit um sich zu schubbern?
  2. Dein Pferd hat Krusten und Knötchen auf der Haut?
  3. Dein Pferd hat auch nässende Stellen?
  4. Dein Pferd hat auch Haarausfall an den betroffenen Stellen?
  5. Dein Pferd hat Entzündungen?
  6. Dein Pferd hat kleine orangerote Krusten?

Wenn du einen oder mehrere dieser Fragen mit einem lauten JA beantworten kannst, solltest du dringend deinen Tierarzt rufen und einen Milbentest machen lassen.

So läuft ein Milbentest

  • Der Tierarzt schabt ein kleines bisschen Haut und Fell ab – weil sich die Milbe zum Teil auch in die Haut beißt und frisst.
  • Das Ganze wandert dann ins Labor und kann da auf Rückstände der Milben getestet werden.
  • Dazu wird das abgeschabte Stück Haut in Kalilauge eingeweicht und unter das Mikroskop gelegt.
  • Milben sind leider ziemlich clever und verstecken sich ganz gerne.
  • Deswegen kann es sein, dass dein Tierarzt mehrere Hautstellen abschaben muss, bis er einwandfrei sagen kann, ob dein Pferd die Milben hat oder nicht.

Es soll über 50.000 verschiedene Milbenarten geben. Zwei davon machen es sich besonders gerne auf deinem Pferd bequem und sorgen für ernsthafte Probleme.

Die TOP 2 der Milben-Biester

1.Die rote Vogelmilbe

Pferdeställe sind das perfekte zuhause für Vögel wie Schwalben oder der Spatz. Dazu hat der eine oder andere Stallbesitzer gerne Hühner. Meist sind dann die Milben nicht weit. Vor allem die rote Vogelmilbe. Sie liebt vor allem Vögel, nimmt aber auch anderes Fell, wenn gerade kein Huhn oder Spatz in der Nähe ist. Zum Beispiel dein Pferd.

Die rote Vogelmilbe ernährt sich von Blut. Sie saugt sich also an der Pferdehaut fest und dein Pferd bekommt mehrere klitzekleine Wunden von den Bissen der Vogelmilbe. Die Wunden entzünden sich, weil die rote Vogelmilbe ihren Speichel zurücklässt. Das juckt und dein Pferd wird anfangen sich zu kratzen.

Die Haut wird spröder und schuppiger. Manchmal verliert das Pferd sogar Fell an verschiedenen Stellen und die Wunden bekommen richtige Krusten. Tagsüber wirst du sie kaum antreffen, sie ist nachtaktiv. Manchmal wird sie aus all diesen Gründen ganz gerne mit dem Sommerekzem verwechselt. Klar, die Symptome ähneln sich ja. Aber du kannst einwandfrei feststellen, ob der eigentliche Schuldige die rote Vogelmilbe ist.

Milben und das Pferd - Rote Vogelmilbe

  • Dein Tierarzt kann einen Milbentest machen
  • Du kannst auch deine Box mit einer weißen Plane auslegen oder hellen Decken. Wenn du dann am nächsten Morgen klitzekleine schwarze Punkte findest, weißt du auch, dass dein Pferd Milben hat. Das ist die Schxxx der Milben, die ja auch irgendwann aufs Klo müssen

So, jetzt hast du also festgestellt, dass dein Pferd die roten Vogelmilben hat. Was jetzt? Du musst unbedingt den Stall, dein ganzes Putzzeug, deinen Sattel und das Zaumzeug komplett reinigen. Antiseptisch am besten.

Der Tierarzt wird dir Medikamente gegen die Milben heben und am Besten gibst du den anderen Einstallern Bescheid – wenn alle Pferde gleichzeitig behandelt werden, erhöht es die Chancen, dass ihr kein Milbenpingpong spielt und alle auf einmal loswerdet.

2.Die Herbstgrasmilbe

Der Name sagt es schon. Die Herbstgrasmilbe ist ein Herbstbiest. Wenn die Ernte ansteht ist ihre beste Zeit. Sie schlüpfen aus den Eiern, die die Vorgeneration im Gras hinterlegt hat. Weil die Larve unbedingt überleben will, sucht sie sich so schnell wie möglich einen Wirt.

Milben und das Pferd - Herbst

Da kommt dein Pferd ins Spiel. Es läuft durch das Herbstgras auf der Suche nach Nahrung und schwupps, schon kann sie sich an den Beinen oder dem Maul deines Pferdes festbeissen.

Sie spucken in die Bisswunde und dadurch verändert sich das Gewebe um die Wunde herum so, dass die Larve es fressen kann. Ist sie satt, lässt sie sich fallen und wartet auf den nächsten Wirt. Dein Pferd wird dann Pusteln bekommen, weil es auf die Larven der Herbstgrasmilbe allergisch reagiert. Die kleinen Tierchen sind so winzig, dass du sie mit deinem bloßen Auge nicht erkennen kannst.

Die gute Nachricht: Gefährlich ist das alles nicht. Aber trotzdem ist es eine Wunde und die kann sich natürlich entzünden, Deswegen ist es wichtig die Milbenwunden richtig zu pflegen, damit sich nichts Schlimmeres daraus entwickelt.

ACHTUNG: Nehmen wir an dein Pferd hat Pusteln am Maul und um die Beine, dann könnte es die Herbstgrasmilbe gewesen sein. Natürlich solltest du immer deinen Tierarzt fragen, um die Diagnose zu bestätigen, bevor du anfängst zu behandeln.

  • Erstmal killst du alle Larven, die vielleicht noch am Pferd hängen mit einer Obstessig-Lösung aus Wasser und Apfelessig beispielsweise
  • Danach wäschst du am Besten die Hautstellen mit einem medizinischen Shampoo – um die Keime zu killen. Da fragst du am Besten deinen Tierarzt nach einer Empfehlung
  • Dann hilfst du deinem Pferd, wenn du den Juckreiz angehst. Zum Beispiel mit Schwarzkümmelöl – das soll eine starke antihistamine und entzündungshemmende Wirkung haben und hat bei uns super geholfen
  • Du kannst jetzt noch mit einem Heilgel oder einer Heilsalbe einreiben, um die Haut zu pflegen und zu beruhigen – wichtig ist nur, dass dein Pferd nicht direkt nach der Behandlung in den Regen hüpft, damit die ganzen Salben nicht wieder gleich abgewaschen werden können, sondern wirken können

Das machst du einfach jeden Tag an den betroffenen Stellen und nach 2-3 Wochen sollte eigentich wieder alles gut sein. Sollten die Biester besonders hartnäckig sein, kann dein Tierarzt auch eine Milbenimpfung ansetzen. Das ist sehr anstrengend für den Pferdeorganismus, aber das kann die Milben natürlich auch endgültig killen. Dabei ist nur wichtig, dass eine einzelne Impfung wahrscheinlich nicht ausreicht, weil alle Larvenstadien im und am Pferd getötet werden müssen.

Mauke Pferd

Hausmittel gegen Milben

Neemöl soll gegen Milben helfen, weil es in den Hormonhaushalt der Milben eingreifen soll. Es rottet sie nach und nach aus. Das ist zumindest die Wirkung, die man dem Neemöl nachsagt. Dann sollen Milben so gar nicht auf den Geruch von Kokosöl, Teebaumöl und Geraniol stehen. Das Kokosöl enthält Laurinsäure und Insekten können den Geruch dieser Fettsäure so gar nicht leiden.

  • wenn dein Pferd also nachgewiesen keine Allergie gegen einen der Stoffe hat (was du super an einer kleinen Stelle testen kannst, bevor die Kombination anwendest), kannst du dir einfach Kokosöl kaufen
  • dazu ein paar Tropfen Neemöl und Geraniol geben und alles so lange umrühren, bis es sich gut vermischt hat
  • Die Tinktur kannst du dann auf die Beine deines Pferdes geben

Einerseits können die Viecher den Geruch nicht leiden, andererseits verstopft der Ölfilm das Atemsystem der Milben, wenn sie doch nicht von den eingeschmierten Pferdebeinen lassen wollen, und killt sie dann. Falls dein Pferd das Kokosfett nicht verträgt, kannst du es stattdessen auch mit Melkfett oer Hautpflegeöl versuchen.

Nelkenöl Krauterie - Hautpflege PferdDann gibt es noch das Teebaumöl. Der Teebaum ist ein Myrtengewächs und soll eine fungizide und antibakterielle Wirkung haben. Wenn dein Pferd also nicht allergisch auf Teebaumöl reagiert (du kannst das erst einmal an einer kleinen Stelle testen), kannst du die befallenen Stellen mit Teebaumöl betupfen – ist es warm genug, kannst du dein Pferd auch mit Teebaumöl-Shampoo waschen. Das kannst du easypeasy selbst herstellen.

Rezept für ein Antimilbenshampoo:

Nimm einfach das Biopferdeshampoo deiner Wahl und füge circa sieben Tropfen Teebaumöl pro 100 Milliliter Shampoo dazu, danach einmal gut durchschütteln und mischen.

Dann kannst du dein Pferd damit waschen und anschließend gut abspülen. Zum Schluss die betroffenen Stellen noch mit dem Teebaumöl betupfen. Wichtig ist nur, dass du nicht ewig damit herumexperimentierst, sondern immer den Tierarzt dazurufst und dich mit ihm absprichst – wenn die Milben nicht bekämpft werden, stören sie langfristig den Hautstoffwechsel deines Pferdes. Deswegen solltest du nicht alleine wild herumexperimentieren.

Frage: Hatte dein Pferd auch schon Milben? Wie bist du sie losgeworden? Schreib mir gerne einen Kommentar – ich freue mich auf alle Tipps und Tricks gegen die fiesen Biester

26 Kommentare zu “M wie Milben! Was du gegen die Pferdebiester tun kannst

  1. Claudia Gerards sagt:

    Liebe Petra, ganz toller und hilfreicher Artikel! Meine Vollblutstute hat immer um diese Jahreszeit (Weide) Ärger mit diesen Plagegeistern. Schlimmerwrise um die Augen rum. Da bekommt sie dann kleine rosa Punkte. Die Augen schwellen an und sind gerötet von dem Juckreiz! Ich habe eine Augensalbe vom TA und Butox (alle 5 Tage) ansonsten noch eine Hautpflegelotion von ihm bekommen. Zusätzlich nehme ich aber auch Melkfett mit Terbaumöl (Rossmann) das scheint ganz gut zu helfen. Ich habe mir aber von Deinen Tips noch einiges notiert, weil wir den Juckreiz nicht so wirklich in den Griff bekommen. Ich möchte jetzt gerne noch die Apfelessig/ Wasser Lösung mal probieren, sowie die Magen Darm Kräuter, da ich auch der Meinung bin, daß eine ausgeglichene Darmflora da A und O für das Pferdewohlbefinden sind. Das würde sicher auch meiner älteren VB Stute (30 Jahre) gut tun, die immer wieder an Mauke leidet. Gegen den Juckteiz möchte ich auch in jedem Fall das Schwarzkümmelöl noch versuchen – gebe ich das innerlich?
    Beide bekommen jetzt seit ein paar Tagen das EMH direkt von Eggersmann, das sind effektive Mikro-Organismen, die für den Darm auch sehr gut sein sollen und die Darmflora wieder auf Trapp bringen.
    Ansonsten finde ich klasse, was Du machst – endlich mal gute und qualifizierte, wirklich hilfreiche Tips und kein halbgares Möchtegern-Expertenwissen, das viele meinen im Netz verbreiten zu müssen und welches Pferdeliebhaber, die dieses gutgläubig an ihren Pferden ausprobieren eher schadet, bzw. in erster Linie den Armen "Versuchskaninchen". Werde Deinem Blog auf jeden Fall wieder folgen!!
    Herzliche Grüße, Claudia

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Claudia, wie lieb – ich danke dir für deine lieben Worte. Ich bin ja auch keine Tierärztin – schreibe das auch immer wieder dazu – weil ich nur schreiben kann, was ich selbst ausprobiert habe oder was mir logisch und richtig erscheint. Deswegen nehme ich auch nicht in Anspruch immmer richtig zu liegen und freue mich über jeden Verbesserungsvorschlag, wenn einmal etwas auffällt. Aber ich schweife ab 😉 Das Schwarzkümmelöl kannst du innerlich geben – da die Zecken es nicht so gerne mögen mische ich es mir zum Beispiel mit Wasser und sprühe es im Sommer gerne auf die Beine. Ölfütterung ist aber umstritten. Es gibt Experten, die sie super finden und Experten, die sie grauenvoll finden. Letztere sind der Meinung, dass Pferde Öl nicht so gut verarbeiten können, da sie in der freien Wildbahn ja auch kein Öl bekommen. Wenn du also unsicher bist, kannst du auch die Schwarzkümmelsamen verfüttern. Ich mache das so, weil es mir logisch erscheint die Samen zu verfüttern, die das PFerd in der freien Wildbahn auch fressen und so selbst verarbeiten kann. Ich drücke dir beide Daumen, dass es deinem Pferdchen bald besser geht und schicke dir viele liebe Grüße, Petra

  2. Gabi sagt:

    Liebe Petra, Deinen Artikel finde ich super. Ich kann von ein paar Erfahrungen zu Milben berichten. Unsre Stute hatte einmal im Frühling ganz schlimm Milben und evtl. auch noch Haarlinge dazu, der TA war sich nicht sicher. Er hat ein fieses Mittel gegen die Milben gespritzt und noch Butox gegen evtl. Haarlinge auf den Rücken gekippt. Überall, wo das Butox auf die Haut kam, ist das ganze Fell ausgefallen. Der Juckreiz war immerhin nach kurzer Zeit weg und das Fell ist auch wieder nach gewachsen. Da ich aber grundsätzlich kein Freund von chemischen Keulen bin, war ich im nächsten Jahr vorgewarnt und habe bei den ersten Anzeichen von Milbenbefall an den Beinen Kokosöl mit Teebaumöl vermischt und die Beine damit eingerieben. Nach kurzer Zeit war der Spuk vorbei und Pferdchen wieder milbenfrei. Ich denke, wenn man früh genug die Anzeichen erkennt (z.B. schuppige Haut und Juckreiz) und sofort Kokosöl drauf schmiert, bevor die Biester sich ausbreiten, dann hat man die Chance ohne Chemiezeugs auszukommen.
    Einen schönen, hoffentlich milbenfreien Herbst, Gabi

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Gabi, das ist ein super Tipp. danke für deine Erfahrungen in Sachen Milben – sollten sie wieder auftauchen, werde ich auch diese Kombi mal testen. Aber ich hoffe sehr, dass sie uns vom Leib bleiben. Viele liebe Grüße, Petra

  3. Lara Kleinle sagt:

    Hallo Petra. Ich habe momentan auch so nen Fall im Stall stehen und bin mittlerweile auch ratlos… Tierarzt war da, hat auf Verdacht 2x was gegen Milben gespritzt… Dies ist jetzt zwei und eine Woche her, aber ich sehe keine Besserung… Eher, dass es schlimmer wird… Ich werde mir jetzt vermutlich dieses Neemöl zulegen, aber ob das wirklich das ist, was uns fehlt, das weiß ich nicht 😔 vielleicht kannst du mir da weiterhelfen? Ferndiagnose ist immer so eine Sache, ich weiß, aber ein Versuch wäre es wert. Vielleicht kannst du ja Kontakt zu mir aufnehmen? Ich würde mich sehr freuen.
    LG Lara

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Lara, hmmm – das ist schwierig. Habt ihr vielleicht Milbenüberträger am Stall, wie Hühner? So dass der Kreislauf immer wieder neu startet? Normaler hilft so eine Impfung ganz gut. Die muss aber solange erfolgen, bis das Pferd wirklich milbenfrei ist – da die Milbe sich in einem Kreislauf entwickelt, muss sozusagen das Larvenstadium komplett abgetötet sein. Vielleicht da nochmal mit dem Tierarzt sprechen? Und den Hautstoffwechsel deiner Stute unterstützen. Mit Hanfsamen und / oder Schwarzkümmelsamen. Mehr fällt mir jetzt erstmal nicht zusätzlich ein. Tut mir sehr leid, dass ich nicht den ultimativen Supertipp habe. Aber vielleicht hilft ja einer der genannten Ansätze weiter. Auf jeden Fall gute Besserung an euch, Petra

  4. Isa sagt:

    Hi, meine Stute scheint die angeblich bei Pferden nicht mehr vorkommende GrabMilbe zu haben, ich habe erst gedacht sie habe Satteldecke da es nur dort auftrat.
    Gegen die Biester an den Beinen hat bisher (die wird sie seit Jahren nicht los) hat bisher kein Öl kein Essig kein Shampoo (auch nicht vom TA) geholfen

    Allerdings scheint franzbranntwein sehr gut anzuschlagen.
    Ich überlege jetzt den mit kokos- neem- teebaum- und eukalyptusÖl zu kombinieren.

    Die stellen in der Sattellage (Grabmilbe) heilen damit auch sehr gut ab, aber es werden immer neue Stellen befallen

    Leider ist sie aggressiv gegen Tierärzte und reagiert extrem empfindlich auf die waschpräparate weswegen ich leider auf Hausmittel zurückgreifen muss.

    Vllt fällt euch ja noch was ein, auf jeden Fall von mir der Tipp mit dem FBW zum abwaschen betroffener Partien bei den Gras- und Vogelmilben, nur aufpassen bei schleimhautkontakt, ist ja 98% Alkohol

    • Petra sagt:

      Liebe Isa, das ist ja blöd – ich drücke dir fest die Daumen, dass die Hausmittelmischung hilft. Eine andere habe ich leider auch nicht parat. Gute Besserung an euch und liebe Grüße, Petra

    • Claudia sagt:

      Hallo,
      Gegen die Grabmilbe soll schwefelblüte helfen …man gibt ein wenig mit ins Futter und macht das 2 Wochen. Einen Versuch wäre es wert.
      Viele grüße

  5. Tina sagt:

    Hallo, ich habe mich letztens mit einer Züchterin unterhalten, die vor kurzem ebenfalls ein Milbenproblem im Pferdebestand hatte. Sie hat die Pferde mit einer Sebacil-Wasser-Lösung gewaschen. Und zwar von Kopf bis Huf. Eine Behandlung reicht normalerweise wohl aus. Aufgrund des dicken Winterfells ist sie aber auf Nummer sicher gegangen und hat 2x gewaschen, damit war das Problem bei ihr erledigt.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Tina, danke dir für deine Erfahrungen. Jeder Tipp, der helfen kann, ist super. Mauke ist echt keine schöne Sache. Viele liebe Grüße, Petra

  6. Thomas Chlouba sagt:

    Wir haben eine 10 Jährige Tinkerstute, die im Offenstall bei jedem Fellwechsel Milben hatte. Die Mädels haben ihr (unter Sedierung) die beine geschoren und dann Sebacil draufgewaschen. Das Pony hat dabei 2 Panikhaken durchgerissen, hat wohl wehgetan. Also habe ich geggoogled und fest gestellt, wie es schon die alten Griechen – und Tamme Hanken gemacht haben. Schwefel ist ein mildes Abführmittel für Säugetiere und schon in Kleinstmengen giftig für Insekten und Pilze. Milben sind Insekten. Schwefelblüte vom Taubenzüchter (ebay) 10-14 Tage lang bei jedem Fellwechsel ca. 3Gramm (gestrichener Teelöffel) bei 600 Kg in matschiger Banane mit ein paar Haferflocken (wichtig: gut durchmischen, damit es aufgenommen wird, Klumpen unbedingt zerdrücken!) rein in den Zossen und der Spuk ist vorbei. Klappt bei uns seit 2 Jahren super und besser als alle Einschmiererei. Hilft dadurch auch gegen Milben an der Schweifrübe etc.

    • Petra sagt:

      Hallo lieber Thomas, Tamme Hanken mochte ich zwar nicht ins einer Arbeitsweise, aber Schwefel finde ich sehr spannend. Ich danke dir vielmals für den Tipp – das klingt tatsächlich spannend. Viele liebe Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Jamila, wir drücken fest die Daumen, dass es hilft und schicken liebe Grüße, Petra

    • Kerstin sagt:

      Schwefelblüte habe ich auch verwendet. Der Kampf Grabmilbe gegen Mensch/Pferd endete mit dem "Auszug" der Milbe 🙂
      Bis jetzt kein scheuern mehr.

  7. Barbara sagt:

    Hallo
    Super spannende Website!
    Mein Mérens Wallach hat vermutlich Grabmilben; er hat sich den Hals, hinter den Ohren und die Nüstern aufgekratzt. Die verkrusteten Stellen reibe ich nun mit Kokosöl ein, das scheint ihm den Juckreiz zu nehmen. Haben ihn mit Sebacil gewaschen und heute mit dem Schwefelblüten Pulver begonnen. Damit sollen ja die Milben nach `Aussen`gelangen oder? Sprayt ihr dann die Pferde noch ein? Wenn ja mit was? Essig-Teebaumöl-Gemisch? Danke und liebe Grüsse Barbara

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Barbara, Schwefel soll Wunder wirken – da drück ich fest die Daumen. Auf jeden Fall soll es helfen sie zu vertreiben, wobei Milben echt hartnäckig sein können und man manchmal auch um die Impfung nicht drumherumkommt. Ich habe noch Apfelessig-Schwarzkümmelöl-Gemisch für die Haut genutzt. Aber das ist meine persönliche Erfahrung – vielleicht hat noch jemand Ideen hier 🙂 Ich drücke auf jeden Fall fest die Daumen!!! Liebe Grüße, Petra

  8. Simosara sagt:

    Nach einem Stallwechsel hat mein Pferd plötzlich einen starken Milbenbefall an den Hinterbeinen, an den Vorderbeinen ist er nur leicht ausgeprägt. Sehr gute Erfahrungen habe ich bereits – und jetzt wieder – mit Shapley`s MTG gemacht, damit hab ich die Biester schon einmal schnell in den Griff bekommen – es enthält Schwefel – (nachdem Sebacil vom Tierarzt nicht hilfreich war). Bei Pilzen nehme ich Lebermoos (aus der Apotheke), eigentlich ein Pflanzenstärkungsmittel, aber super hilfreich bei Pilzbefall (auch bei Menschen/ Nagelpilz). Viel Erfolg allen Betroffenen!

  9. Bettina sagt:

    Könnt ihr mir vielleicht sagen, ob das nur mit Schwefelblüte funktioniert oder auch mit MSM? Meine Stute fängt immer mit dem Fellwechsel im Frühjahr an, dass ihr alles juckt und das Fell ziemlich schuppt an einigen Stellen, Schweifrübe und auch Kruppe. Und dann geht es Iwann am Kopf los und sie fängt an sich die Nase zu reiben und die Ohren Jucken ihr sehr doll. Die Milbenspritzen haben bei ihr leider nichts bewirkt. Habe es auch schon mit Teebaumöl und Kokosöl versucht, leider auch vergeblich.

    • Petra sagt:

      Liebe Bettina, mit MSM kenne ich mich leider nicht aus – aber vielleicht hat ja einer der Leser hier schon Erfahrungen gemacht und kann dir etwas dazu schreiben. Ich drücke fest die Daumen und schicke euch gute Besserungswünsche, Petra

    • Jule sagt:

      MSM ist mehr für den Bewegungsapart und Schwefelblüte gegen die Milben.
      Hat was mit dem Schwefelgehalt und dem Ort der Verdaulichkeit zu tun.
      So jedenfalls die landläufige lehre…

  10. Pferdefan sagt:

    Hallo,
    meine Pferde stehen in einem Aktivstall. Dort wurde vor ca. 2 Wochen ein Hühnermobil ausgeräumt, und plötzlich haben fast alle Pferde „Sommerekzem“. SB verharmlost dies und unternimmt nichts dagegen.
    TA kann auf den Pferden keine rote Vogelmilben finden, da diese nur nachtaktiv sind.
    Wie kann ich sie nachweisen?
    Danke Pferdefan

    • Petra sagt:

      Hallo lieber Pferdefan – du kannst sie – soweit ich weiß – über eine Hautschabung des Tierarztes nachweisen. Die werden dann wohl nicht immer beim ersten Mal entdeckt und du musst manchmal mehrer Tests hintereinander machen um sicher zu sein. Hier gibt es ein paar Tipps dazu – bin ja auch keine Tierärztin 😉 https://www.pferdebiester.de/falsche-diagnose-sommerekzem . Viele liebe Grüße, Petra

  11. Carolin sagt:

    Hallo ihr Lieben, also zum Thema Milben und sonstige Krabbelfiecher. Schwefel hilft super, da die Tierchen denken der Wirth ist am Sterben und verlassen so den Körper. Das geschieht in der Regel in den frühen Morgenstunden. Deshalb sollte man neben dem kurweise Schwefel füttern die betroffenen Stellen mit Insektizit 2000 morgens einsprühen. Es reicht hier ein bis zweimal die Woche. Auch für tragende und laktierende Stuten geeignet. Dann immer wieder die abgestorbenen Tierchen auskämmen. Für die Pflege der Haut, vorallem in der Fesselbeuge kann man Kokosöl (Vorsicht viele reagieren allergisch auf Kokosfett) oder Neemöl bzw Nachtkerzenöl benutzen. Ich selber habe Tinker und Isländer und hab diese Weise mehrfach erfolgreich angewendet. Also dann viel ERFOLG.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Carolin, suuuper – danke für die Tipps! Das liebe ich so sehr, wenn Infos zusammenkommen 🙂 Ganz liebe Grüße, Petra

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