Artikel aktualisiert am 10.09.2018

Oh Schreck, ein Fleck! Etwas Fell fehlt, vielleicht sieht der Fleck auch aus wie eine Kruste. So ein Fleck ist wirklich fies und er befällt leider viele Pferde. Mauke! Vermutlich kennt jeder Pferdebesitzer mindestens ein Pferd und vermutlich sogar deutlich mehr Pferde, die so einen Fleck schon einmal hatten. Mehr oder weniger groß. Fast genauso Schreckgespenst, wie der Hautpilz oder das Sommerekzem. Die gute Nachricht: Mauke kannst du ganz gut behandeln und du kannst mit ein paar Tricks vorbeugen. 

Vor kurzem kam mir Madame Pferd entgegen, wartete mit einem entzückend neugierigen Gesichtsausdruck am Gatter und begrüßte mich freundlich. Nach dem ersten Kraulkonzert und einem Leckerli für die Pferdeschnute, ist mein Blick auf ihre Fesseln gefallen. Ein Fleck.

Weniger Fell und merkwürdige weiße Schuppen und Krusten. Der Hand-Test an der Fessel zeigte, dass das Bein an der besagten Stelle wärmer war als üblich.

Mauke Pferd

Da ich finde, dass der Tierarzt lieber zu früh als zu spät gerufen werden sollte – stand der Haus- und Hofdoktor einen halben Tag später schon am Stall.

Diagnose: Mauke

Die Diagnose: Eine leichte Mauke. Da Madame Pferd im letzten Herbst schon einmal eine kleine Stelle mit einer Mauke hatte, ist mir spätestens jetzt klar geworden, dass es verschiedene Ausprägungen der Mauke gibt. Gerne wird sie durch Feuchtigkeit ausgelöst – das ideale Milieu für die Bakterien, die die Mauke auslösen. Deswegen findest du sie besonders oft in der Fesselbeuge. Eine schöne feucht-warme Höhle. Dort muss sie aber nicht unbedingt sein. Es ist also eine Urban Legend der Pferdewelt, dass die Mauke IMMER in der Fesselbeuge ist. Mein Pferd beispielsweise hatte sie im letzten Herbst einmal am Hinterbein auf der Vorderseite zwischen Huf und Fessel.

Mauke Pferd

Und jetzt im Winter an der Innenseite des Vorderbeines zwischen Fessel- und Karpalgelenk. Allerdings Gott sei dank eine beginnende Form der Mauke.

Was ist eigentlich Mauke?

Mauke ist eine fiese Hautkrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Heißt auch Fesselekzem. Warum? Meist findet sie sich in der Fesselbeuge des Pferdes, aber nicht nur. Oft tritt die Mauke im Winter auf, weil die Feuchtigkeit am Boden, in der Luft und in der Box durch das Winterwetter die Haut schon ein bisschen angreift – das wiederum macht es den Bakterien leichter. Mauke kann aber auch durch Futterwechsel und Stoffwechselprobleme auftreten. Wenn also die Entgiftungsorgane zum Beispiel nicht mehr alles auffangen können, zeigt sich das gerne in Hautproblemen wie Mauke.

Mauke ist alt. Uralt. Schon im 3. Jahrhundert wurden wohl Rezepte für die Maukebehandlung in einer Rezeptsammlung aufgelistet. Es gibt die These, dass die Mauke auch durch eine Überlastung der Leber oder der Niere ausgelöst werden kann. Beide gelten ja ein bisschen als die Waschmaschinen des Körpers. Sie sind für das Entgiften zuständig. Wenn sie also nicht mehr so gut funktionieren, wird nicht so gut entgiftet und das wiederum schwächt das Immunsystem. Die Haut ist sozusagen die Mülldeponie des Körpers, genau wie die Haare – da sammelt sich alles was zuviel und zu wenig ist und zeigt die Folgen.

Feuchtigkeit alleine ist meist kein Maukeauslöser, aber wenn das Pferd falsch gefüttert wird (zu eiweißreich, zu viel Getreide usw.), oder erhöhte Leberwerte hat oder ein schwaches Immunsystem oder eine nicht ganz so fluffige Darmflora, oder Parasiten oder zu puschelige Fesseln, dann haben die Bakterien eine Chance.

BUCHTIPP “Mauke: Vorbeugen – Erkennen – Behandeln*

Wenn das Pferd aber schon Mauke hat, dann können matschige und nasse Böden zum Problem werden, weil zusätzlich Keime in die offene Wunde kommen können. Dann sollte man das Pferd so lange nicht auf die Matschkoppel oder feuchte Wiese lassen, bis die Mauke verheilt ist, wenn es irgendwie geht.

Wenn also der Boden die ganze Zeit Feucht ist, zum Beispiel Matschpaddock oder feuchte Einstreu, verringert sich die Elastizität der Haut und sie kann klitzekleine Risse bekommen. Das ist die Tür für die Bakterien, um einzufallen in die Pferdehaut.

Mauke tritt in so vielen verschiedenen Versionen und durch so viele verschiedene Ursachen auf, dass die Meinungen darüber wie sie zu behandeln ist fast genauso vielfältig sind. Aber es gibt schon ein paar Fakten, die man beachten kann, um die Mauke effektiv zu behandeln. Ich will dir im Artikel die wichtigsten Fakten zur Mauke zusammenfassen und freue mich, wenn du vielleicht noch mehr weißt. Schreib mir gerne einen Kommentar – umso mehr Infos zusammenkommen, umso besser.

Mauke erkennen

  1. Leicht gerötete Haut
  2. Etwas dickere und warme Haut
  3. Kleine weiße Krusten entstehen und die Haare gehen an der betroffenen Stelle verloren
  4. Die Hautoberfläche wird angegriffen und es entstehen harte Krusten
  5. Die Haut wird schwammig und bekommt einen schmierigen Belag mit Bläschen. Das Pferd hat Schmerzen, wenn man die betroffene Stelle anfasst
  6. Die Schicht zwischen Oberhaut und Lederhaut liegt frei und die Haut wuchert

Übrigens: Wenn die Mauke sich von der Fessel an den Karpalgelenken hochzieht, dann wird sie auch Raspe genannt.

Mauke – wie verläuft die Krankheit

Erstmal hat das Pferd leicht gerötete Stellen unter dem Fell. Die übersieht man sehr leicht, dann geht aber das Fell aus – in dem Stadium befindet sich gerade ein Pferd – wenn dann nichts dagegen getan wird bilden sich richtig harte große schorfige Krusten. Das sieht im ersten Moment ein bisschen wie Dreck aus oder wie der Schorf einer Wunde.

Mauke Pferd

Diese Krusten fallen aber nicht ab, wie du es bei einer Wunde gewohnt bist, sondern werden immer dicker und härter. Gleichzeitig wird es für dein Pferd immer unangenehmer, weil unter dieser festen verkrusteten Schicht die Entzündung sich immer weiter ausbreitet und regelrecht Löcher in die Haut des Pferdes fräst. Das fühlt sich für dein Pferd sehr schmerzhaft an, die Beine schwellen an und werden heiß. Wenn die Mauke dann immer noch nicht behandelt wird fängt das Pferd irgendwann an zu lahmen und in letzter Instant kann sich sogar eine Vergiftung im Körper ausbreiten und durch die Blutbahnen das ganze Pferd angreifen.

Um es klar und deutlich zu sagen: Mauke kann tödlich für das Pferd enden. Aber nur, wenn sie sich ausbreiten kann. Es ist also wichtig so früh wie möglich dagegen vorzugehen.

Kann Mauke jedes Pferd befallen?

Igitt, wirst du vielleicht denken. Mauke ist ja echt eklig. Aber mir kann das nicht passieren, weil ich die Beine meines Pferdes immer schön sauber halte. Tja, den Zahn muss ich dir gleich ziehen. Mauke kann jedes Pferde befallen, auch bei grandios-guter Haltung. Klar, wenn die Pferde Knietief im Matsch stehen und die Box nicht oft genug gemistet wird oder vielleicht sogar Ratten unterwegs sind aufgrund unsauberer Verhältnisse, hat eine bakterielle Infektion wie die Mauke natürlich etwas bessere Chancen, aber das sind nicht die einzigen Gründe für eine Mauke.

Besonders anfällig sind zum Beispiel alte und junge Pferde. Sie befinden sich aus unterschiedlichen Gründen in einer Umbruchsituation. Das Wachstum bei einem jungen Pferd strengt das Immunsystem an und bei älteren Pferden funktioniert es meist nicht mehr so gut.

Auch Pferde mit dichtem Fesselbehang sind anfällig, weil sich die Mauke still und heimlich unter den dicken Haaren entwickeln kann und Pferde mit empfindlicher Haut neigen auch gerne zu Mauke. Da haben die Bakterien einfach gute Chancen.

Hautkrankheit Mauke – mitten in der Pferdehaut

Die Haut ist die letzte Hürde zwischen Pferd und Umwelt, sie ist das Eingangstor für Bakterien, Viren und andere Schädlinge. Je besser die Haut in Schuss ist und das Immunsystem, desto weniger Chancen haben die kleinen Eindringliche, Eigentlich logisch, oder?

Die wichtigste Hautschicht ist der Papillarkörper – der sich an die Oberhaut anschmiegt. er ist die Barriere gegen alle Eindringlinge. Wenn sich die Haut entzündet, dann meistens erstmal dort. Darüber ist noch die Epidermis, in die immer neue Zellen aus der Tiefe nachgeschoben werden, sie ist auch ein wichtiger Teil der Hautbarriere und die Schutzschicht der Haut. Die gilt es zu schützen. Durch gute Haltung, gute Pflege und gute Fütterung.

Ist sie aber nicht in Schuss und Erreger konnten sich schon breit machen, werden die sich immer weiter und weiter durch die Haut fressen und ausbreiten und damit auch die Tore für weitere Eindringlinge öffnen. Wenn also Bakterien schon mal losgelegt haben, kann es sein, dass Milben oder Pilze auch bessere Chancen haben.

Die Ursachen für Mauke beim Pferd

Wie bei allen Krankheiten gilt auch bei Mauke: Je früher sie behandelt wird, desto besser für den Patienten. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Mauke auslösen können. Meist treffen nur ein paar Punkte zu, aber wenn man sie weiß, kann man auch in Zukunft besser gegensteuern.

Ursachen für die Mauke – eine Checkliste:

  • Zuviel Feuchtigkeit über einen zu langen Zeitraum
  • Schlecht gemistete Box und schlechte Pferdepflege
  • Langer Fesselbehang – dort können sich Dreck und Feuchtigkeit festsetzen. Optimale Bedingungen für Bakterien
  • Insgesamt ein schlechter Zustand des Pferdes – das bedeutet, dass sein Immunsystem gerade nicht genug arbeitet
  • Stress
  • Allergien
  • Milben oder Pilzinfektionen
  • Falsche Fütterung – dadurch Nährstoffmangel
  • Jahreszeit und Wetter – Mauke tritt besonders gerne im Winter auf – wenn es feuchter ist
  • Futterwechsel und Stoffwechselprobleme

Im Fall meiner Stute ist es zum Beispiel vermutlich ihr Alter – sie ist 3,5 Jahre alt und noch im Wachstum. Dazu kommt, dass sie mit 3 Jahren von Andalusien nach Deutschland transportiert wurde und das Immunsystem mit dem kalten deutschen Winter zu kämpfen hat. Deswegen bekommt sie jetzt erst eine Kräuterkur (von KRAUTERIE.DE) für die Haut und danach für die Abwehrkräfte.

HIER kannst du direkt eine Kur für 4 Wochen kaufen

Mauke und das Futter

Eiweiß, Zucker, Stärke – drei Wörter, die Mauke auslösen können, wenn das Pferd sie zuviel im Futter findet. Wenn dann noch eine Unterversorgung von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen dazukommt, ist das nicht besonders gut für den Leberstoffwechsel und damit für die Gesundheit des Pferdes. Wenn aber die zwei wichtigsten Entgiftungsorgane nicht perfekt arbeiten können, dann haben Bakterien eine echte Chance. Die Haut ist dann nicht so widerstandsfähig und die Bakterien können in die kleinen Risse eindringen.

Also: Wenig Eiweiß, lieber mineralstoffhaltiges Essen mit Zink, Selen und Kupfer. Alle drei sollen das Immunsystem fördern.

Zink kann helfen weil es dem Körper dabei hilft die eigene Entgiftung und das Immunsystem anzukurbeln und weil es für die Bildung von Haut und Haaren zuständig ist. Mauke tritt besonders gerne in der Zeit des Fellwechsels auf. Deswegen ist die Schlussfolgerun durchaus logisch, dass ein Zinkmangel die Mauke begünstigen kann.

Mehr Infos dazu findest du HIER bei Dr. Weyrauch – die zwar auch Hersteller ist, sich aber intensiv mit den Futterthemen auseinandergesetzt hat.

ACHTUNG: Das typische Pferdemüsli mit Aromen und Konservierungsstoffen kann den Stoffwechsel deines Pferdes auch belasten. Da solltest du also eher vorsichtig sein.
  • Kein Getreide, kein Brot
  • Kein Kraftfutter und keine getreidehaltigen Leckerli in der Maukezeit. Das alles kann die Mauke verschlechtern
  • Eiweiß reduzieren, also zum Beispiel kürzere Weidezeiten
  • Keine Silage oder Heulage, weil beides das Pferd übersäuern kann
  • Keine Düngemittel auf der Weide verwenden und kein Heu, das mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde
  • Keine Müslis oder Kraftfutter mit chemischen Zusatzstoffen
  • Kein synthetisches Mineralfutter

Nur Heu, ungespritzte Karotten, Äpfel und Kräuter zur Unterstützung.

Wie Mauke behandeln?

Als erstes macht es Sinn die betreffende Stelle mit Wasser und einer milden desinfizierenden Seife wie Jodseife zu waschen, um die Krusten aufzuweichen und den Dreck zu entsorgen, der sich vermutlich in den Haaren angesammelt hat. Nach der allerersten Säuberung sollte dann möglichst kein neues Wasser an die Haut, weil die Haut sonst aufweicht. Dann trocknen und mit einer antibakteriellen Salbe täglich einschmieren.

Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit Zinksalbe gemacht.

Du kannst aber auch eine desinfizierende Salbe wie Jodsalbe oder eine medizinische Salbe verwenden. Wir haben folgende Salbe von unseren Tierarzt bekommen, die auch schon beim ersten Mal sehr gut geholfen hat:

Du kannst sie HIER kaufen*, es ist die Sanitas – Hufemulsion von Hippocare.

ACHTUNG: Wenn das Pferd schon Krusten hat, dann bitte die Krusten jeden Tag entfernen. Das ist nicht Wundheilung und hilft dem Pferd auch nicht, sondern diese Krusten sind im Grunde die Trutzburg der Bakterien, die sich darunter schön schützen und ausbreiten können. Bitte darauf achten sämtliche Krusten zu entfernen.

Es kann sein, dass die Haut unter den Krusten leicht nässt. Das Entfernen der Krusten verursacht dem Pferd Schmerzen und kann die Wunder vergrößern. Deswegen bitte nicht wild daran herumrupfen sondern wirklich fein und sanft entfernen. Zum Beispiel erstmal mit ein bisschen Fettcreme wie Kokosfett einweichen und dann sanft entfernen. Dann trockentupfen und die Wunde mit einer desinfizierenden Salbe behandeln.

Die fieseste Maukenform ist die Warzenmauke. Sie ist gott sei dank wirklich selten. Da bleibt nur die OP, denn die Warzen müssen chirurgisch entfernt werden. In der Nachsorge muss dann mit Spezailsalben verhindert werden, dass die Haut wieder so stark wuchert.

BUCHTIPP Naturheilmittel:*

Kräuter helfen auch gegen Mauke

Wenn die Mauke schon da ist, kannst du deinem Pferd auch mit Kräutern helfen. Honig hat eine antiseptische Wirkung. Oder Kamille, Salbei und Thymian zum Beispiel haben auch eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung. Du kannst sie mit heißem Wasser aufkochen, den Sud abkühlen lassen und die Maukestellen damit sanft abwaschen. Wenn du ein Pflanzenöl bereit hast, wie Kokosöl oder Mandelöl, kannst du die Haut um die betroffene Stelle herum damit parallel pflegen. Das hindert die Mauke daran sich weiter fröhlich auszubreiten, weil die Haut schön geschmeidig und gesund bleibt.

HIER findest du mehr Infos zur Haaranalyse bei Mauke – eine Tierheilpraktikerin beschreibt ihre Methode. Ich selbst habe das nicht ausprobiert, kann dir also nichts dazu sagen. Aber es klingt nicht unlogisch für mich.

Hausmittel gegen Mauke

Propolis: Ist ein Nebenprodukt der Honigherstellung. Es ist der Klebstoff der Bienen und noch antibakterieller und Pilzhemmender als Honig. Das kann neben der Behandlung von Mauke übrigens auch bei der berühmtberüchtigen Strahlfäule helfen. Propolis bekommt man bei Imkern oder auch im Internet bei entsprechenden Anbietern von Naturprodukten. Am besten in Form einer weichen und dünnen Salbe, um das Propolis easy auf die ganze Wunde auftragen zu können.

HIER bekommst du auch Propolis*

Knoblauch: Sollte man mit Vorsicht genießen, weil ein „Zuviel“ davo auch nicht gesund fürs Pferd ist. Aber Knoblauch hat nunmal eine entzündungshemmende Wirkung und hilft gegen Pilze und Parasiten. Zur äußeren Anwendung also ziemlich gut. Einfach Mandelöl oder Kokosöl nehmen und ein bis zwei Knoblauchzehen einlegen. Das soll auch bei Mauke helfen.

Pures biologisches Teebaumöl oder Lavendelöl kann auch helfen. Damit täglich die Maukestellen behandeln. Beides wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Aber bei ätherischen Ölen immer schauen, wie das Pferd darauf reagiert. Im Zweifelsfall auch erst an einer gesunden Stelle testen, ob das Pferd allergisch ist. Das kann bei manchen Pferden der Fall sein.

Teebaumöl bekommst du HIER* und Lavendelöl kannst du auch bei diesem Hersteller HIER kaufen*

Pack die Sauerkrautdose aus. Wobei das eher eine schmierige Angelegenheit wird. Sauerkraut enthält Milchsäure und Mineralstoffe. Beides ist gut gegen die Mauke. Die Milchsäure zum Beispiel soll den PH-Wert an der Haut so senken, dass die Bakterien ihr Wohlfühlmilieu verlieren und abhauen. Ich muss aber gestehen, dass ich die Sauerkrautumschläge nicht selbst ausprobiert habe bislang. Ich hoffe noch mit Salbe und Pflege weiterkomme.

Letztlich kannst du dein Glück auch noch bei einem Tierheilpraktiker versuchen und mit Globoli arbeiten.

Don’ts bei Mauke

Mauke muss lüften. Also: desinfizierende antibakterielle Salben sind super, aber sie dürfen nicht luftdicht sein. Also Melkfett oder Penaten Babycreme bitte nicht verwenden. Die verschließen die Wunde dann genauso luftdicht wie die fette Kruste, die sich die Bakterien gebaut hatten und das wäre genau das Gegenteil von dem, was wir wollen. Das Pferd sollte auch weiter mit der Herde mitlaufen dürfen. Herumstehen lässt die Schwellung am Bein nur schlimmer werden. Es ist also besser das Pferd ein bisschen zu bewegen, aber nicht anstrengend und bitte keine Bandagen oder Gamaschen um die Fessel wickeln, das könnte reiben.

Wenn nichts gegen die Mauke hilft: Der Tierarzt

Wenn die Mauke durch die Salbe nicht verschwindet oder das Bein des Pferdes immer mehr anschwillt, muss der Tierarzt härtere Geschütze auffahren. Er kann zum Beispiel ein Blutbild machen und ein bisschen Haut abschaben und im Labor überprüfen. So kann er die genaue Ursache feststellen, so dass du sie leichter abstellen kannst.

Ursache Milben: Wenn die Pferdebiester zugeschlagen und die Mauke verursacht haben, muss die entsprechende Stelle am Pferd mit einem Spezialshampoo gewaschen werden und alles gereinigt werden, was mit dem Pferd in Berührung gekommen ist. Also auch das Putzzeug, Sattelzeug und die ganze Box. Damit die Milben keine Chance mehr haben sich auszubreiten oder wiederzukommen.

Ursache Bakterien: Wenn klar ist, dass es Bakterien sind und welche, kann der Tierarzt passende Antibiotika einsetzen. Der ganze Körper hat ja Pilze und Bakterien auf der Haut, immer. Die halten sich ständig in einem gesunden Gleichgewicht. Manchmal geraten aber einzelne außer Rand und Band. Wenn das Immunsystem zum Beispiel nicht mehr stimmt. Dann vermehren sich einzelne stärker und können so die Mauke und auch andere Hautkrankheiten auslösen.

Ursache Allergie: Auch Pferde können Allergien habe. Das Immunsystem wendet sich gegen den eigenen Körper, durch einen Auslöser. Es ist im Grunde das Gleiche wie bei einem Sommerekzem. Allergieauslöser kann es viele geben. Futter zum Beispiel. Also da alles der Reihe nach überprüfen, Schritt für Schritt Bestandteile weglassen und schauen, was passiert. Dann können Allergien auch durch Herbstgrasmilben oder Kriebelmücken ausgelöst werden – durch die Stoffe in der Spucke dieser kleinen Biester.

Ursache Stress: Auch Stress kann das Immunsystem so weit herunterfahren, dass Mauke eine chance hat. Zum Beispiel durch einen Umzug, einen langen Transport, zu viele Turniere, eine schlechte Herdenstruktur – Gründe für Stress kann es viele geben. Wenn aber die Gründe abgeschafft werden können und das Pferd wieder zufrieden und entspannt ist, wird auch die Mauke weniger Chancen haben.

Ursache Pilz: Da gilt das gleiche wie bei den Bakterien. Meist sind es hauteigene Pilzkulturen, die eine unerlaubte Party feiern. Auch da muss dann alles desinfiziert und das Pferd mit Speziashampoos gewaschen werden. Dazu gibt es eine Impfung. Die zweimal innerhalb von 4 Wochen gegeben werden muss. Und so den Pilz von innen heraus zerstört.

Egal was: Vermutlich ist das Immunsystem deines Pferdes aus irgendwelchen Gründen gerade nicht ganz fit, sonst hätten vermutlich weder Pilze, noch Bakterien oder Milben eine Chance. Deswegen musst du in einem nächsten Schritt auch das Immunsystem deines Pferdes unterstützen.

Damit wären wir beim letzten Punkt angelangt.

Mauke vorbeugen – die wichtigsten Facts

Hygiene spielt eine große Rolle. Zuviel Feuchtigkeit und schlechte Einstreu sind nicht gut bei Mauke. Der klassische Mist aus Stroh kann bei einem anfälligen Pferd Schwierigkeiten verursachen, weil Kot und Harn ein Paradies für die Bakterien darstellen. Wenn also ein Pferd immer wieder oder schon chronisch Mauke hat, dann könnte eine Behandlung der Beine mit Zinksalbe, die als natürlich antibakterielles Mittel wirkt ohne der Haut so zu schaden, wie es Cortison würde. Oder das Fell und die Box regelmäßig mit EMS reinigen. Das sind effektive Mikroorganismen, rein biologisch, die das Gleichgewicht wiederherstellen. Sozusagen “gute Bakterien”, die die “schlechten Bakterien” im Zaum halten.

Du bekommst sie zum Beispiel HIER bei uns im SHOP

Die Winterkoppel könnte neu ausgelegt werden. Zum Beispiel am Futter- und Wasserstand, wo die Pferde häufig stehen und der Boden also besonders viel herhalten muss, könnte man den Boden anders befestigen durch Drainagen. Holzschnitzel sind da nicht so gut, weil immer mehr Studien zeigen, dass die Holzschnitzel durch die natürliche Fäulnis besonders Keimanfällig sind – je länger die Holzschnitzel herumliegen, desto mehr haben die Keime eine Chance.

Eine Empfehlung vom Tierarzt sind Platten aus Recyclingkunststoff unter der Tretschicht. Sie sind easy zu reinigen und verhindern Matschberge. Die Platten werden einfach verlegt und dann mit Sand aufgefüllt. Dadurch bleibt der Boden schön trocken, soweit es geht.

Paddock auch immer schön abäpfeln, damit sich die Bakterien nicht so ausbreiten können und die Fesselbeuge immer reinigen, damit sich Dreck und Eindringlinge nicht so breit machen können.

Fütterung ist auch ein Thema: Zuviel Getreide kann auch Krankheiten wie Mauke fördern. Hohe Kraftfuttergaben belasten den Pferdeorganismus. Lieber auf Rauhfutter wie Heu und Kurweise Kräuter für das Immunsystem setzen. Kräuter sollten immer nur Kurweise gefüttert werden, da sie im Übermaß die Leber belasten können.

Immunsystem stützen und überprüfen. Zum Beispiel durch ein großes Blutbild, um Mängel oder Entzündungen im Körper feststellen zu können.

Wenn du dich jetzt fragst, wie ich mit der Mauke umgehe? Hier sind meine nächsten Schritte:

  1. Die betroffene Stelle täglich mit der Sanitas – Hufemulsion von Hippocare*beschmieren, so lange bis es wieder weg ist
  2. Parallel: Bekommt Carey für 4 Wochen Kurweise die Zink-Kräuter von Dr. Weyrauch*
  3. Ich werde ihre Box wöchentlich und dann monatlich mit EMS auswischen – um den Bakterien auch in Box und Paddock die Grundlage zu nehmen. EMS steht für Effektive Mikroorganismen. Das sind gute Bakterien, die die bösen Bakterien daran hindern sich auszubreiten
  4. Anschließend bekommt sie für 4-6 Wochen Kurweise: Abwehr Kräuter für Pferde von Krauterie
  5. Um danach den Stoffwechsel zu fördern bekommt sie die passenden Vierjahreszeiten-Kräuter als gesunde Basis

Damit will ich einerseits die vorhandene Mauke bekämpfen und andererseits das Immunsystem meines Pferdes aufbauen und anschließend stärken.

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44 Kommentare zu “Achtung Mauke! Richtig behandeln und vorbeugen

  1. Eva Kaiser sagt:

    Klasse Petra, sehr hilfreich da ich gerade auf der Suche nach Mauke-Prophylaxe war. <3
    Aber auch so endlich mal eine gute Übersicht zum Thema.

    • Petra sagt:

      Hi Eva, wie cool – das freut mich sehr. Bedingt durch meine Stute habe ich losrecherchiert und wollte das ganze Wissen teilen. Ich denke, dass es bei meiner Kleinen das Jungpferde-Ding und die Umstellung ist, da sie kein Getreide bekommt. Daumendrücken – besser man hat damit gar nicht erst zu tun *seufz* Liebe Grüße, Petra

    • Sylvia Härtel sagt:

      Meine Ginger hatte letztes Jahr auch leichte Mauke. Ich habe ihre Beine erst mit einem PH-neutralem Shampoo gewaschen und danach mit Brottrunk abgespült. Das habe ich ein paar Tage so praktiziert und weg war die Mauke. Alles Gute für eure Lieblinge wünscht
      Sylvia

  2. Susi sagt:

    Deine Tips sind super zusammengefasst und ein sehr guter Wegweiser für viele Betroffene :)

    Ich selbst habe mich leider auch intensiv mit diesem Thema beschäftigen müssen. Meine Stute bekam im Herbst 2014 Mauke. Am Anfang habe ich versucht die Krusten zu lösen, mit Zinksalbe einzuschmieren und diverse Hausmittelchen. Diese halfen aber nur bedingt und ich schaltete meine Tierärztin ein. Anfangs wurde es besser aber es breitete sich weiter auf alle 4 Beine aus und als ich nicht mehr weiter wusste habe ich eine Haaranalyse machen lassen. Und das hat uns wirklich aus der Krise geholfen.
    Im Endeffekt war eine gestörte und mit Hefepilzen belagerte Darmflora Schuld und auch der Grund warum eine Heilung von außen nicht möglich war. Ich habe an alle möglichen typischen Auslöser gedacht (Feuchtigkeit, Milben, Stress, Allergien, Mangel) und so weit es möglich war versucht diese zu beseitigen aber nicht an die Darmflora, da es sonst keine Anzeichen dafür gab.
    Also meine Erfahrungen mit Haaranalysen bzw Bioresonanz sind durchwegs positiv und kann es nur jedem empfehlen der genau wissen will, was Sache ist.
    Ich habe dann die Darmflora mit natürlichen Mitteln saniert und neu aufgebaut (Vitalpilzen, Schüssler Salze, Globuli und Vitalstoffen). Die Krusten sind ganz von alleine abgefallen und jeden Tag besserte sich der Zustand und nach ca 10 Wochen war der ganze Spuk vorbei :)
    LG Susi

    • Petra sagt:

      Hallo Susi, das ist wirklich spannend – über die Haaranalyse und Bioresonanz habe ich auch gelesen, aber keine eigenen Erfahrungen damit gemacht und deswegen erst einmal weggelassen. Hast du denn ein Labor oder einen Ansprechpartner, bei wem du das hast machen lassen? Gerne auch den Link hier rein kopieren – da wäre ich sehr interessiert daran. Danke dir und ganz liebe Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Danke liebe Susi, das ist sehr nett :-) Wir haben jetzt schon einmal gemailt, aber ich bin noch unsicher, ob es etwas für uns ist. Unser Tierarzt ist gerade zusammen mit einer Kräzterexpertin auf einem guten Weg für Carey. Ich muss da nochmal mehr recherchieren. So oder so, ich freue mich auf jeden Fall, dass es bei dir schon so gut geholfen hat. Alles LIebe und bis bald, Petra

    • Heinz sagt:

      Hallo Susi
      könntst Du mir die Mittel zur Sanierung der Darmflora und deren Anwendung mitteilen?
      habe auch eine mit Mauke befallene Tinkerstute und kein TA konnte bisher helfen!!!
      LG Heinz Tel. 015233919184

  3. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    mit meinem ersten Pferd hatte ich nach einem Klinikauftenthalt das Thema Mauke. Leider chronisch :(. Was bei uns ganz gut funktioniert hat, war das abwaschen mit Kräuterwasser, einschmieren mit Kokosöl (ich liebe das Zeug, das ist auch absolut super gegen Zecken, Würmer und so vieles mehr) und Zinksalbe. So haben wir es zumindest geschafft, dass es nicht schlimmer wurde.

    Mein Pony hatte zum Glück noch nichts mit Mauke zu tun. Aber irgendwas muss er ja auch mal auslassen ;).

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, Kräuterwasser sind auch eine supersache – ich habe jetzt Kristallwasser von Belavet – das hat auch eine Anti-Bakterielle und Anti-Pilzbildende Wirkung – dazu bekommt sie Spezialkräuter zum Aufbau der Haut und gegen Pilze von innen heraus und danach Kurweise Kräuter für das Immunsystem. Mal sehen – wir hoffen, dass wir das Problem so lösen können. Kokosfett habe ich auch am Stall und Carey verträgt es ganz gut. Das könnte ich mir dann vorstellen, wenn es etwas besser geworden ist. Ich drück dir die Daumen, dass der Ponymann weiter gesund bleibt und die Mauke auslässt :-) Man muss ja nicht alles haben ;-) Das ist schon fies, wenn man sieht, wie die Haut hier und verrückt spielt und ich hoffe sehr, dass Carey das bald hinter sich hat. Ganz liebe Grüße und bis bald, Petra

  4. Chrissy sagt:

    Was bei uns richtig gut hilft ist eine Kombination mit Zinkoxdisalbe und Schafwollwickel. Das Lanolin in der Schafwolle wirkt desinfizierend und hält die Haut trocken. Es kommt trotzdem genug Luft dran. Damit habe ich die Mauke bisher am besten wegbekommen.

    • Petra sagt:

      Klingt sehr logisch und sinnvoll. Zinksalbe ist ja ohnehin sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass der Schafwollwickel hilft – ich hätte das Lanolin nichtim Kopf mitbedacht, aber klar – das macht Sinn. Wir nehmen momentan Zinksalbe und ein antibakterielles Spray auf Naturbasis, das hilft auch sehr gut. Ganz liebe Grüße, Petra

  5. Anita Sturzenegger sagt:

    Hallo liebe Petra
    Dein Bericht ist sensationell!
    Ich habe seit Februar einen wunderhübschen Puschelschwinger. Mein Clydesdale hat einen wahnsinns Behang. Ich maches dafür, dass er die Haare behalten kann. Auch er hat Mauke im Anfangsstadium, darum habe ich stetig meinen Haarföhn dabei. Zudem wasche ich seine Puschel mindestens 1x wöchentlich mit Hausschmierseife. Es lont sich doppelt – keine Mauke mehr und strahlend weisse Puschel!

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anita, danke das freut mich sehr – persönlich bedingt musste ich mich mit dem Thema ja ein bisschen beschäftigen und wollte euch das gesammelte Wissen nicht vorenthalten. Clydesdales sind ja so süß! Mit diesen Mega-Hufen und den goldigen Pferdegesichtern. Wie cool! Das dein Pferd den Föhn so locker nimmt ist ja schon mal echt cool. Ging das von Anfang an oder musstest du erst ein Anti-Föhn-Schrecktraining mit ihm machen? Ganz liebe Grüße an euch, Petra

  6. Svenja sagt:

    Hallo Petra,
    das ist ja mal wieder ein super langer Artikel geworden. Echt klasse, dass du dir immer so viel Mühe gibts! Eine Sache muss ich aber doch mal anmerken, da man sie ja immer wieder (nicht nur hier) ließt. Eiweiß ist ein enorm wichtiger Bestandteil des Körpers, da es in allen (!) Zellen vorhanden ist! Allen voran Muskel-, Hirn-, Haar-, Haut- und Hornzellen. Aber auch so wichtige Sachen wie Enzyme und Hormone bestehen aus Proteinen (bzw. Aminosäuren). Zudem ist Eiweiß auch bei der Blutgerinnung/Wundheilung beteiligt. Das heißt Pferde, die Mauke haben, haben sogar einen erhöhten Eiweißbedarf (Wundheilung, Haut- und Haarerneuerung). Pferde dürfen sogar 200-300% ihres Eiweißbedarfs bekommen, bevor es anfängt kritisch zu werden. Da pauschal zu behaupten, man solle die Eiweißmenge reduzieren, finde ich sehr bedenklich. Zumal auch der umgekehrte Fall vorliegen kann, also ein Eiweißmangel, der dann zu einer weniger elastischen Haut führt, die wiederum schneller kaputt geht, was die Mauke begünstigt. Das mal als kleiner Denkanstoß. Ich hoffe, Carey hat die Mauke mittlerweile überwunden und bekommt sie so schnell nicht wieder!
    Viele Grüße
    Svenja

    • Petra sagt:

      Hallo Svenja, danke für den Hinweis – er bereichert den Artikel :-) Ich habe die Info von tierärztlichet Seite. Soweit ich weiss kann aber ein zuviel an Eiweiss auch erst Hautprobleme auslösen. Vermutlich kann man also je nach Pferd und Situation so oder so handeln. Finde deine Infos aber sehr spannend, danke! Ganz liebe Grüsse, Petra

  7. Inka sagt:

    Das Problem entsteht nie primär durch die Bakterien, sondern durch das geschwächte Immunsystem und eine nicht richtig funktionierende Leber. Erst dann haben Bakterien, Pilze und Co eine Chance! Daher wird keine Behandlung mit irgendwelchen Mittelchen, die aussen aufgetragen werden, ohne die Fütterung zu überdenken, umzustellen oder zu ergänzen, ohne dauerhaften Erfolg bleiben.
    Weniger ist oft mehr in der Fütterung, und oftmals sind nur die Futterhersteller Gewinner. Unsere Pferde werden mit vielen Dingen überversorgt, zB. Getreide in jeder Form. Und ganz ehrlich…die meisten Freizeitpferde brauchen nach der ihnen abverlangten Leistung kein Kraftfutter. Wir meinen es oft viel zu gut mit unseren Lieblingen.

    • Petra sagt:

      Wie wahr! Das Thema Getreide ist wirklich ein ganz großes bei der Mauke. Ich kenne einige, die ihre Mauke nach dem Verzicht auf Getreide in der Fütterung losgeworden sind. Zumindest bei einer leichten Mauke. Pder entgiftende und unterstützende Kräuterkuren. Aber je nach Maukefall muss beides zusammenkomme – innerlich und äußerlich. Danke für deine Ergänzung und ganz liebe Grüße, Petra

  8. Silvia sagt:

    Hallo Susi,

    Du hast die Darmflora mit natürlichen Mitteln saniert, welche waren das?
    Meine Tinker-Stute ist leider Allergikerin und ich füttere bereits seit Jahren Heulage. Leider hat sie auch seit Jahren Mauke und ich krieg die einfach nicht weg. Habe es auch schon mit Entgiftungskräuter und dergleichen probiert, nichts hat wirklich geholfen!

    • Petra sagt:

      Hallo Silvia, ich antworte mal kurz zwischen (wäre aber auch gespannt auf den Tipp von Susi) – fütterst du Getreide? Das kann auch Mauke-Auslöser sein. Nur so ein Gedanke. Ganz liebe Grüße, Petra

  9. Sandra sagt:

    Ein Hinweis an Silvia, entgiften hilft bei tinkern gut. Zum Beispiel mit mariendistel. Und Schadstoffe einfangen und binden, durch Bentonit. Viele Grüße und viel Glück.Geht ja nun wieder los, die Maukezeit.

    • Petra sagt:

      Ich würde fast meinen, dass Entgiften immer gut wirkt ;-) Mariendistel ist da tatsächlich ganz gut und Schwarzkümmel soll auch positive Wirkung auf den Hautstoffwechsel haben. Ganz liebe Grüße, Petra

  10. Liz sagt:

    Hallo,
    ich bin recht am verzweifeln und weiß mir langsam keinen Rat mehr. Ich hatte jetzt bei meinen Pferd starke Mauke an dem Hinterbein das fast zur Phlegmone wurde mit offen Stellen (richtig Blutig), natürlich war der Ta da. Rivanolangussverband, Waschen mit Jodseife (um Krusten zu lösen), dann einbandagieren mit Jodsalbe drunter. Der Fuß wird besser. Vorne beganns leider auch und dort habe ich auf anraten des TA Socatyl drauf geschmiert. Und nun explodiert die Mauke an den vorderen Füßen. Aber ich kann doch nicht jedes mal mit Rivanol an den Pferdefuß schadet ja auch der Haut. Aber die Krusten werden so massiv. Für das Immunsystem bekommt er gerade Gladiator. Habt ihr noch Ideen & Tipps. Vielen lieben Dank

    • Petra sagt:

      Hallo Liz, ohje – das ist ja gar nicht schön. Ich mag da ungerne einen Rat geben, weil ich keine Tierärztin bin und auch dein Pferd nicht kenne. Mauke ist einfach schxxx! Entschuldige, dass ich das so schreibe. Ich persönlich packe manchmal den meidzinischen Hammer aus – wenn das Pferd wirklich akut leidet – solange bis es besser wird und dann kann man immer noch alternativ rangehen. Die Frage ist wahrscheinlich immer, was das schlimmere Übel ist. Rivanol oder schlimmste Mauke. Das was hilft, ist das was ich nehme. Aber das ist jetzt wirklich super pauschal gesprochen. Es tut mir total leid, dass ich dir da nicht konkret helfen kann und ich drücke euch beide Daumen, dass es bald besser wird. Ganz liebe Grüße, Petra

  11. Andrea sagt:

    Hallo,
    ich glaube, Du hast mir schon geholfen. Ich suche mir alles zusammen und probiere, was ich kann. Mein Pferd hat die verhasste Warzenmauke und schon lange, und keiner konnte mir richtig helfen. Das Fesselgeleng ist voll und schwillt weiter an. Er hat schon dickes Bein aber wieder spass am Leben. Wir versuchen alles.

    • Petra sagt:

      Hallo Andrea, ohje – da hast du sicher zu kämpfen. Hast du denn den Schwarzkümmel schon mal in der Fütterung probiert. Seitdem meine Kleine ihr ansatzweise beginnendes Ekzem komplett dadurch verloren hat und auch Hustenfrei durch den Winter gekommen ist – schwöre ich auf die Samen. Die haben so viele tolle Inhaltsstoffe und sollen wirklich super sein für Hautstoffwechsel und Immunsystem. Vielleicht bietet sich auch mal eine Magen-Darm-Sanierung mit einer Kräuterkur an? Nur so ein Gedanke – weil in Haut und Haaren zeigt sich auch immer, wenn der restliche Stoffwechsel nicht ganz rund läuft. Und Magen-Darm – vor allem der Darm – sind DIE Orte an denen alles besonders rund laufen sollte im Körper. So, jetzt höre ich auf mit meinen Nicht-Tierärztlichen Gedanken Marke Eigenbau und drücke fest die Daumen, dass ihr euer Problem bald ganz in den Griff bekommt. Alles Liebe, Petra

  12. Sandra sagt:

    Das Thema ist super inerressant und die Artikel allesammt super geschrieben. Meine Stute hat auch wieder Mauke, sie hatte sie vor einem Jahr das erste Mal. Nun hatte sie Strahlfäule und kurz darauf die Mauke. Dazu muss ich sagen, dass sie wegen eines Kiefereinschusses und einer Zahnop im August für 3 Wochen in der Klinik war und sehr viel Antibiotika erhalten hat, wir wussten nicht ob wir sie durchbringen und sie war nur noch Haut und Knochen so dünn. . Daher denke ich ihr Immunsystem ist noch nicht da wo es sein sollte. Ich wasche ein bis zwei Mal die Woche mit Betadinelösung, trockne danach mit einem Handtuch die Fesseln und gebe nachher Zinkoxydgel Alpine antibac von Julian & Jones drauf. Hinten rechts hats schon super geholfen, nun habe ich den fehler gemacht vor drei Tagen und habe dummerweise das gleiche Wattepad zum desinfizieren auch hinten links genommen. Nun ja und leider ist jetzt die mauke auch hinten links da und stärker als hinten rechts. Jetzt kann ich nur hoffen das ich die bald loswerde. Habe vor einer Woche auch Haare an Frau Dreyer VET Bioresonanz eingesandt nun warte ich auf Ihr Mail. habe im Frühjahr schon super Erfahrungen gemacht als meine Stute kein Futter mehr vertragen hat und sie hat mir ein Kraftfutter genannt was keine Kolik, starke Darmgeräusche mehr ausgelöst hat.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Sandra, danke dir für deine Gedanken zum Thema. Mauke ist wirklich eine blöde Sache und ich freue mich über alle Erfahrungsberichte und Tipps in den Kommentaren. Denn wenn das eine nicht hilft, hilft vielleicht das andere. Nur ein Gedanke zu deinem Pferdchen: Antibiotika gehen sehr stark auf Magen und Darm – habt ihr da schon eine Kräuterkur gemacht danach? Weil Mauke und Hautkrankheiten sind oft Folgen von Magen-Darm-Problemen und schlechterer Verwertung. Ganz liebe Grüße, Petra

  13. Anja sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage zu der Emulsion HippoCare von Sanitas.
    Die ist ja eigentlich bei Strahlfäule für den Huf. Kann man sie wirklich unbedenklich auf die Haut auftragen?
    Habe da ein wenig Bedenken…
    Danke und liebe Grüße, Anja

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anja, das kann ich gut verstehen. Es ist ein chemischer Hammer mit Wasserstoffperoxid. Das ist umstritten. Bei mir hat es trotzdem für den Anfang gut geholfen. Dauerhaft würde ich es aber nicht verwenden. Und ich würde an einer kleinen Stelle vortesten. Mir wurde es von meinem Tierarzt für den Zweck gegeben. Insofern gebe ich seinen "Tipp" weiter. Aber – wie gesagt – mit Vorsicht testen und nutzen. Ganz liebe Grüße, Petra

  14. Laura sagt:

    Hallo! Mein Pferd hatte letztes Jahr (Januar) auch schon Probleme mit Mauke. Anfangs hatten mir ihre Vorbesitzer gesagt, sie sei sich nur mit den Eisen reingetreten (sie gehörte mir da noch nicht lang, weshalb ich das geglaubt hatte) doch schon bald kam der Tierarzt und sagte ir, dass es Mauke ist. Ich habe Dermamycin bekommen und sollte jeden Tag die Fesselbeuge mit Kernseife auswaschen, abtrocknen, die salbe drauf machen und das Bein verbinden. Sie sollte drin bleiben, da auf ihrer Koppel nur Matsch ist, während andere Weiden, wo auch Pferde stehen, nicht mal halb so viel matsch haben. Nach ein paar Tagen war die Mauke fast weg. Seit vorgestern haben wir wieder mit ihr zu kämpfen. es herrschen die gleichen Koppel-Verhältnisse und wenn ich die Stallbesitzer bete, das Futter bisschen zu verändern oder gar die Koppeln zu verändern, werde ich schief angeguckt und angemeckert, dass das, was ich sage, nur Mist sei. Momentan schnupft Fina ziemlich rum und zusamen mit unserer Tierheilpraktikerin haben wir Tests gemacht und nun als Ergebnis 69% Dämpfigkeit, weshalb ihr Immnsystem wohl geschwächt sein könnte. ich bin gerade total am Ende. Eigentlich wollten wir den Stall wechseln zu einem Stall, wo die Gesundheit der Pferde vor dem persönlichen Stolz stehen, doch in ihrem Zustand geht das ja leider nicht. Außerdem haben wir die Eisen runternehmen lassen, weshalb sie wahrscheinlich auch lahmt. Wir haben das erst vor 2 Monaten probiert und es ging super ohne Eisen. Doch dann haben die Stallbesitzer hinter meinem Rücken und gegen meinen Willen einfach wieder Eisen drauf machen lassen. Hätten sie das nicht gemacht, hätte meine Maus jetzt wohl keine Schmerzen. Und die Eisen jetzt, wo sie so Schmerzen hat, wieder drauf zu machen, würde ihr glaube ich auch nicht so angenehm sein.
    ich hoffe du hast Ideen wie wir das vielleicht am besten managen:) LG Laura

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Laura, ohje – das ist aus der Ferne ganz schlecht. Wenn du einen neuen Stall hast, in dem die Bedingungen so viel besser sind, würde ich vielleicht trotzdem über einen Umzug denken und die Mauke und Verletzungen dort ausheilen lassen, wenn sie denn transportfähig ist. Du könntest ihr Schwarzkümmelsamen und Hanfnuss für das Immunsystem füttern – aber gaaanz vorsichtig anfüttern. UNd natürlich mit deiner Tierheilpraktikerin absprechen, da ich keine Tierärztin bin und dein Pferd nicht kenne, sind Ferndiagnosen ja immer sehr schwierig. Ich drücke euch auf jeden Fall fest die Daumen und wünsche gute Besserung, Petra

  15. Manuela Bethge sagt:

    Hallöchen Zusammen,
    Bin auf diese Seite gestoßen weil ich nach Honigwickeln in Zusammenhang mit der Mauke gesucht habe.

    Mein Haflinger 25 Jahre alt. Hat das erste mal Mauke.
    Es fing vor 4 Wochen an.
    Ich kam im Stall an und holte ihn aus der Box. Sein komplettes Rechtes Hinterbein war angeschwollen. Ich dachte er hätte einen Tritt abbekommen.
    Erstmal hab ich den Matsch abgespritzt (stehen momentan auf Matschkoppel), und schon kamen mir büschelweise Haare entgegen. Wir haben direkt den Tierarzt gerufen. Er war sich nicht sicher: mauke oder pilz. Erstmal mit socatyl einschmieren. Samstag war er komplett Lahm und das komplette untere Bein war haarlos und blutig rot.
    Wieder Tierarzt angerufen. Alle 2 Tage Antibiotika gespritzt und Pilzimfung.
    Es wurde viel besser.
    Bein schwoll ab. Haare wuchsen nach.

    Mittlerweile hatte fast jedes 2te Pferd im stall mauke. Von jung bis alt, sportlich bis koppelpony.

    Wir dachten Smokie hat es überstanden.
    Smokie bekam seine 2te Pilzimpfung.

    Ein Tag später fing es vorne an. Weitere 2 Tage später wieder an dem Bein welches vorher betroffen war.

    Nun haben wir so zeugs bekommen mit dem wir gegen pilz waschen. Das haben wir jetzt 3 mal im abstand von 3 Tagen gemacht.

    Es wird immer schlimmer.

    Jetzt hab ich für ihn bestellt:
    Echinacea, Mariendistelöl, schwarzkümmel, hagebutten, leinöl, flohsamen und zink pellets, teufelskralle, ingwer, glucosamin.

    Zudem will ich seine haut mit Honig bom örtlichen Imker behandeln.

    Ich weiß echt nicht mehr weiter.

    Er bekommt momentan Heu soviel er will, hafer ca. Ne handvoll mit mineralfutter- das frisst er nicht. Deswegen geb ich ihm bissle müsli darüber damit frisst er es.

    Soll ich das hafer Streichen?

    Habt ihr noch ideen?

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Manuela, also aus der Ferne ist das ganz schwer zu beurteilen. Soweit ich weiß, kann Hafer auch ein Maukeauslöser sein. Also Getreide. Deswegen würde ich es einfach weglassen, zumal wenn er es ohnehin nicht fressen will. Ich würde auf gutes Heu setzen und dazu die Kräuter füttern, die du erwähnt hast. Da sind ja Entzündungshemmer und Hautbooster dabei. Flohsamen würde ich aber nicht gleichzeitig mit den Kräutern füttern – der soll ja quellen und der Magenschleimhaut gut tun – muss also erstens ohnehin vorquellen und sorgt durch seinen Schleim dann zweitens dafür, dass die Kräuter zu schnell durchrutschen und nicht wirken können. Glucosamin sagt mir erstmal nichts. Da kann ich dir nichts zu sagen. Ich bin ja der "weniger ist mehr"-Typ. Und würde Schrittweise mit den einzelnen Kräutersorten anfangen und schauen, was er gerne frisst und was Wirkung zeigt. Aber das wäre mein Weg – da ich keine Tierärztin bin, kann ich einfach nur meine Gedanken mit dir Teilen. Und eine Idee noch: Hast du mal auf Milben testen lassen? Manchmal können die auch ein Grund sein – dann setzen sich "Mauke" und "Pilze" auf die von Milben schon gestresste Haut drauf. Ganz liebe Grüße ud gute gute Besserung, Petra

  16. Chrissy sagt:

    Hallo Zusammen,
    meine Stute war dieses Jahr das erste mal betroffen. Es war nur eine leichte Mauke.
    Ich ging so vor: Dei Krusten habe ich entfernt. Dort, wo es schon eine Wunde war, habe ich Kolloidales Silber drauf getan…zur Wundheilung. Alle Beine habe ich mit EM besprüht und dann etwas trocken gerieben. Seit einer Woche füttere ich Ewalia Leber und Nierensaft. Schon nach ca. 4 Tagen keine neuen Krusten!

  17. Aline sagt:

    Hallo Petra,
    erst mal ein großes Dankeschön an dich für deine ganzen Beitrage! Seit ich mein erstes eigenes Pferd habe (April 2018) bin ich regelmäßig auf deiner Seite unterwegs.
    Meine Stute hat leider auch seit dem Stallwechsel zu mir Probleme mit Mauke. Mal schlimmer und mal etwas besser, aber bisher nie weg.
    Ich habe auch schon einiges Probiert (von EM bis Salben vom Tierarzt), doch bisher hat nichts dazu geführt, dass es ganz verschwindet. Nun bin ich das Thema Zinkmangel noch mal angegangen, da auch der Fellwechsel begonnen hat. Zudem hat mein Hufbearbeiter den Eindruck, dass ihre Hufe sehr langsam wachsen.
    Ich habe mir in deinem Shop jetzt mal Hanfsamen als Ergänzungfutter bestellt und von Dr. Weyrauch Zink-Käuter-Pulver (ZN). (Auch hierzu hattest du einen Link)
    Meine Stute mag das Pulver jedoch absolut nicht. Ich hab mal vorsichtig angefangen es zu füttern, aber bisher ist sie kein Fan. Hast du Tipps, wie man es am Besten dazu füttert? Habe es jetzt über die Portion Hafer gestreut, aber sie rührt es nur sehr ungern an. Ich bin auch grudsätzlich der Meinung, dass ich ihr nicht untermischen sollte, aber ich bin optimistisch, dass eine Zinkkur die lästige Mauke vielleicht auslöscht.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Liebe Grüße Aline

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Aline, ohje – ihr Armen! Ich hoffe, dass es bald besser wird. Was auch oft und gerne gegessen wird sind die Zinkpellets von Agrobs. Nur als kleiner Tipp :-) Manchmal mögen Pferde bestimmte Futtersachen einfach nicht. Da muss man leider herumprobieren. Du kannst das Pulver noch in Apfelmus verstecken oder unserem Apfelmash von Apuna im Shop. Aber wenn das nichts hilft, dann würde ihc einfach ein anderes Futter – wie eben die Agrobs Pellets – probieren. Was auch noch sehr gut hilft ist: 1. Desinfizieren mit Octenisept (bekommst du in der Apotheke), dann Zinksalbe auf die betroffenen Stellen schmieren (gibts auch in der Apotheke). Ganz liebe Grüße, Petra

  18. Eva Bunse sagt:

    Hallo miteinander, ich habe im Mai 2018 einen wunderschönen Tinker-Clydesdayle aus Irland in die Schweiz geholt, und es läuft toll. Im Sommer hat er an einem Bein Raspe entwickelt (ähnlich wie Mauke), und die empfohlenen Behandlungen der Tierärztin haben nur Verschlimmerung gebracht: Mit Betadine-Seife waschen, Kruste lösen, Zinksalbe drauf. Dann statt Zinksalbe Honig (ganz übel). Danach ein Spray – und als ich dann kaum noch das Bein berühren konnte, weil mein Pferd so empfindlich war, habe ich endlich (!) bei der Verkäuferin in Irland angefragt. Sie sagt ganz klar: äusserliche Behandlung macht es nur schlimmer, das Problem kommt von innen! Sie hat mir empfohlen, meinem Pferd Dectomax spritzen zu lassen. Hab das meiner Tierärztin gesagt, sie hat gespritzt – und schon 3 Tage später war eine Verbesserung zu sehen :-) Mittlerweile sind beide Stellen komplett abgeheilt (ca. 2 Monate), und ich bin soooo erleichtert. Wichtig bei der Abheilung ist: Nicht waschen, einfach in Ruhe lassen. Die "Kruste" nicht abknibbeln oder abschneiden, egal wie hässlich es aussieht, sie wächst mit den nachwachsenden Haaren raus und fällt ab. Wünsche euch gutes Gelingen, wir sind glücklich. Ausserdem: den Behang sollte man bei Tinkern nicht gross waschen, damit stört man den natürlichen PH-Wert. In der Natur schampoonieren Pferde sich ja auch nicht. Und wenn ihr waschen wollt/müsst: Kernseife ist sehr neutral, pflegend und günstig.

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Eva, danke für die Ergänzung in Sachen Raspe :-) Tinker sind mit ihrem Behang ja besonders speziell. wobei ich dir beid er Mauke widersprechen würde – denn wenn man die Kruste lässt, dann sammeln sich die Bakterien darunter. Das ist meine persönliche Erfahrung. Ich habe eingeweicht, antispetisch mit Octenisept behandelt und danach Zinksalbe genutzt und beste Erfahrungen gemacht. Vielleicht ist es auch bei den unterschiedlichen Ausprägungen und Rassen anders – wer weiß. Aber alles in Ruhe lassen, würde ich nicht ganz unterschreiben. Freue mich aber sehr, dass es bei euch offenbar geholfen hat. Kenne aber auch diese Spritze nicht – weiß also nicht, was das genau im Pferdeinneren macht. In Sachen dieses "Dectomax"-Medikaments und dessen Nebenwirkungen oder Zusammensetzung hast du jetzt mehr Erfahrung. Ganz liebe Grüße, Petra

  19. Peter sagt:

    Moins,
    ist es nicht so, daß sich bei Mauke / Raspe erst nach Ausbruch Milben, Pilze, Bakterien in Erscheinung treten?
    Da werden antibakterielle Salben verschmiert und das über einen längeren Zeitraum.
    Was macht sich oft nach einer Antibiotikumbehandlung breit? Eine Pilzinfektion.
    Macht es "Klick"?
    Habe hier schon mehrmals von immerwiederkehrender Mauke / Raspe gelesen.
    Habe auch schon den Namen Dr. Weyrauch gelesen.
    Aber hat denn schon mal den entsprechenden Artikel gelesen? Ich behaupte, nein!
    Frau Dr. Weyrauch schreibt: "Die Mauke kommt von innnen – die Mauke geht von innen!"

    Was ich hier lese, was alles probiert wird, Salbchen, Kräuterchen, Sauerkraut, ich fasse es nicht!

    Schaltet Euren Kopf ein, schaut Euch genau an, was Ihr füttert.
    Bei Mauke / Raspe gehört ein großes Blutbild gemacht! Daran erkennt man genau den Istzustand an fehlenden Stoffen. Und die fehlenden Stoffe werden dann gezielt zugefüttert. Und es muß für die Zukunft die Fütterung entsprechend angepaßt werden.

    Alles andere ist Tierquälerei!

    Denkt dran, "Die Mauke kommt von innnen – die Mauke geht von innen!"
    Das Gleiche trift für die Raspe zu.

    Ich weiß, ich bin hart.
    Mein erlernter Beruf lautet FA für Pferdezucht und Leistungsprüfung.

    • Petra sagt:

      Hallo lieber Peter, ich habe es vorhin schon einmal geschrieben und kopiere meine Antwort dazu einfach nochmal hierher :-)

      Ich würde sagen: Ja und Nein :-) Hautprobleme sind in aller Regel natürlich oft ein äusserliches Zeichen innerer Probleme, weil der Körper über die Haut „entgiftet“ – ja. Aber trotzdem kann und sollte man die Mauke oder Raspe auch äusserlich behandeln, damit sie gut abheilen kann. Beides spielt eine Rolle. So sehe ich das zumindest und die Erfahrung habe ich selbst schon gemacht.

      Ich empfehle übrigens keine Antibiotika. Weiss nicht, wo du das gelesen hast, denn ja: Antibiotika können im darm einiges durcheinanderrütteln und man sollte aie nur verwenden, wenn sie medizinisch wirklich wirklich nötig sind und danach unbedingt eine Darmkur machen. Ganz liebe Grüsse, Petra

  20. Eva sagt:

    Hallo Peter, bin Deiner Meinung, vorallem da mein Pferd nach der inneren Behandlung mit Medikament (Anfang Februar) keine Probleme mehr mit Raspe hat. Die Stelle ist super abgeheilt, und da das Futter super ist (kein Schischi sondern gutes Heu, Weide und Stroh, dazu etwas Mineralien) bin ich zuversichtlich. Er hat wirklich schönen Behang an den Beinen, steht in einem tollen Offenstall. Der lange Behang ist kein Problem sondern schützt sogar die Haut. Also mein Tipp: Von Innen her behandeln, keine medikamentösen Cremes oder Zink oder so; äusserlich in Ruhe lassen und von Innen heilen.

    • Petra sagt:

      Hallo ihr beiden Lieben, ich würde sagen: Ja und Nein :-) Hautprobleme sind in aller Regel natürlich oft ein äusserliches Zeichen innerer Probleme, weil der Körper über sie Haut „entgiftet“ – ja. Aber trotzdem kann und sollte man die Mauke oder Raspe auch äusserlich behandeln, damit sie gut abheilen kann. Beides spielt eine Rolle. So sehe ich das zumindest und die Erfahrung habe ich selbst schon gemacht. Ganz liebe Grüsse, Petra

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