Artikel aktualisiert am 22.02.2017

Jedes Mal wieder, wenn ich Bilder von Turnieren oder auf Reitplätzen sehe, in denen sogenannte Pferdeliebhaber ihrem Tier den Kopf bis zum Hals zerren. Rollkur sagen die Kritiker, Hyperflexion reden es die Befürworter schön. Dabei zeigt die Wissenschaft immer wieder, dass diese Überdehnung nicht nur schmerzhaft und beängstigend, sondern auch Stress pur ist. Es ist Tierquälerei und daran gibt es nichts schön zu reden. Wie so vieles andere im Reitsport. Das macht mich traurig und wütend!

Studien zeigen, dass Pferde das weder wollen noch ertragen können. Trotzdem ist es gängige Praxis auf den Abreiteplätzen und im Profisport.

Jedes mal, wenn ich Pferdemäuler sehe, die schäumen und trotzdem mit einem Lederband fest umzurrt sind, so dass das Pferd das Maul nicht einen Millimeter auseinander bekommt. Ich könnte schreien vor Wut und diesen sogenannten Pferdemenschen die Gerte aus der Hand reißen und sie damit quer über den Platz prügeln, wenn ich sehe wie sie damit ihr Pferd bearbeiten.

Ich bin so wütend, wenn ich Sporen sehe, die sich blutig in die Pferdehaut bohren und es den Menschen auf dem Pferd vollkommen egal zu sein scheint, dass das Pferd längst aufgegeben und seine Seele irgendwo versteckt hat.

Hilfsmittel nicht Folterwerkzeug

Versteh mich nicht falsch, ich finde durchaus, dass Sporen, genau wie Gerte HILFSMITTEL sein können, wenn sie sanft und hilfengebend verwendet werden. Aber eben nur dann! Ich werde so unfassbar wütend, wenn ich merke, dass es den Menschen nur darum geht ihren Ehrgeiz zu befriedigen, wenn Pferde funktionieren sollen, wenn Menschen sich keine Mühe machen darüber nachzudenken, was ihr Pferd braucht und wie es dem Tier geht.

“Kauf dir ein Fahrrad und beute dich selbst aus!” ..möchte ich dann schreien.

Zorn im Gesicht, harte Hand am Zügel

Ich werde aber auch wütend, wenn ich sehe, dass Menschen mit Zorn im Gesicht und harter Hand am Zügel zerren. Wenn ich Reitlehrer höre, die quer über den Platz brüllen, weil das Pferd offenbar immer zu funktionieren hat, egal wie es sich fühlt, egal wie fit es ist und egal wie unsicher der Reitschüler auf seinem Rücken ist.

Was ist nur los mit den Menschen da draußen? Ich frage mich das wirklich! Pferde sind groß und kräftig, ja! Aber sie sind deswegen doch nicht gefühllos, schmerzlos oder gemeingefährlich.

Lernt doch einfach mal richtig Reiten, anstatt euer Tier mit Ausbindern, scharfen Kandaren, Hilfszügeln, und und und… in eine Form zu pressen.

Ich weiß, ich weiß – da komme ich, keine Turniererfolge vorzuweisen und schwinge solche Reden. Ich bin weder Profi, noch perfekte Reiterin.

Aber ich will es lernen und ich stelle Fragen und ich will wissen, wie ich es besser machen kann, wie ich das Pferd davon überzeugen kann, mit mir gerne zusammenzuarbeiten. Weil ich Pferde wirklich liebe und möchte, dass die Tiere sich wohl fühlen in meiner Gegenwart.

Beispiel Rollkur*

Nehmen wir ein umstrittenes Beispiel aus der Reiterei: Die Rollkur! Wenn ich Bilder von Pferden sehe, deren Kopf bis an den Hals gezerrt wird, könnte ich auch schreien vor Wut!

Allein die Kombination dieser Worte…Was ist denn bitte auch nur ansatzweise „Wellness“ an dem verbiegen des Pferdehalses bis die Wirbelsäule fast in Kreisform gebracht wird. Entschuldigt bitte die Übertreibung, aber genauso lächerlich und brutal, wie ihr Name, ist diese spezielle „Technik“. Besser Tierquälerei genannt!

Laut Wikipedia ist die Rollkur per Definition
„Mit dem Begriff Rollkur (auch Hyperflexion) wird eine Trainingsmethode bezeichnet, die durch ein gewolltes Herabziehen des Pferdekopfes mit Hilfe der Zügel in Richtung Brust gekennzeichnet ist.“

Schaut Euch mal dieses Video an – 3 Sat hat recherchiert und Studien gesucht zum Thema:

  • Es gibt Tierärzte, die in Studien gezeigt haben, dass diese unnatürliche Haltung die Atmung, die Durchblutung der Halswirbelsäule und die Orientierung der Pferde stört.
  • Es gibt eine Tierärztliche Studie aus dem Jahr 2010 die zeigt, dass sich der Rücken verspannt, die Pferde Durchblutungsstörungen bekommen.
  • Es gibt eine Studie zweier Universitäten aus 2012, die bewiesen hat, dass die Tiere nach 10 Minuten Rollkur einen deutlich erhöhten Stresslevel haben.
  • In der Schweiz ist die Rollkur verboten worden. Viel zu spät, dass das Verbot erst jetzt kam, finde ich! Aber besser spät als nie.

Nur frage ich mich angesichts all dieser Ergebnisse, wie es sein kann, dass Trainer diese Methode immer noch nutzen? Schon während ich das schreibe, werde ich wieder wütend und frage mich, wie so viele Menschen da draußen das alles ihren Pferden antun können und danach nach Hause gehen und ernsthaft von sich behaupten, dass sie Pferdemenschen sind.

Hilfszuegel und Co, alles eng, ist das wirklich richtig?

Es gibt sie doch, diese wunderbaren Pferdemenschen. Und erschreckend viele andere.

Ich will nicht zu schwarz-weiß werden. Und ja, es gibt sie – wunderbare PFerdemenschen, die sich Gedanken machen und andere Wege gehen. Es werden immer mehr und das macht mich glücklich.

Ich freue mich darauf, immer mehr dieser Menschen zu finden und mich auszutauschen. Aber mir sind auch schon einige Menschen begegnet, die Pferdebesitzer sind über Jahrzehnte und das Wort „Bodenarbeit“ noch nie gehört haben. Menschen, die sich nicht wundern und fragen was falsch läuft, wenn ihr Pferd kehrt macht und wegrennt, wenn sie es von der Weide holen wollen. Menschen, die eigentlich immer nur harte Worte für ihr Pferd übrig haben und meinen, dass das ein pferdegerechter Umgang sei.

Dominanz ist nicht die Lösung!

Mal ganz zu schweigen von vielen Turnieren… Gerade die Fernsehbilder von Turnieren. Ganz ehrlich! Mir wird zum Teil schlecht, wenn ich sie sehe! Da könnte ich kotzen! Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn sogenannte Profis Lektionen mit Druck abrufen, die Pferde abspulen ohne Ausdruck und Seele in den Augen und dafür auch noch Applaus bekommen. Da läuft so einiges schief.

Ich selbst war Anfangs auf einem Turnier, weil ich noch keine Haltung dazu hatte. Habe aber nach einem Nachmittag gewusst, dass das nichts für mich ist. Es gab einzelne Mensch-Pferd-Paare, die schienen beide Spaß an der Sache zu haben. Ich will da auch nichts verallgemeinern. Die Welt ist schließlich nicht nur schwarz-weiß. Es gibt sicher Profis, die ihr Pferd mit Liebe und Engagement trainieren und die Pferde mögen dann vermutlich auch mit Spaß an der Sache die Turniere zusammen mit ihrem Reiter bestreiten. Aber die meisten Pferde waren einfach nur gestresst.

Glitzerblusen und gestresste Pferdeaugen

Die meiste Zeit habe ich in gestresste Pferdeaugen geschaut, geritten von Menschen in schicken Glitzerklamotten, die sicher ein Auge für das passende Pad zur Bluse hatten, aber kein Auge für den Stress ihres Pferdes. Wofür? Mal ehrlich! Für einen lächerlichen kleinen Goldpokal? Wem nützt das etwas? Aber das ist eine Frage, die ich für mich so beantworte, wie ich denke und fühle. Das alles unterscheidet sich sicherlich von Pferd zu Pferd und von Reiter zu Reiter. Wenn das Pferd Spaß daran hat und nicht überfordert wird, kann es sicher eine nette Sache sein.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden, solange er Gewaltfrei und Pro-Pferd ist, finde ich es in Ordnung. Letztlich finde ich müssen wir uns alle viel öfter die Frage stellen, was unser Pferd braucht. Was es braucht, um zufrieden zu sein. Was wir für unser Pferd tun können, damit es gesund und glücklich ist. Eigentlich sind Pferde nicht zum Reiten gemacht, aber sie dulden uns netterweise und vielleicht mögen sie uns auch.

Dafür sollten wir ihnen danken!

  • Mit artgerechter Haltung
  • Mit der Suche nach Informationen
  • Mit einem pferdegerechtem liebevollem Umgang

Und nicht mit blutigen Flanken, kaputtem Rücken, Stress oder Gewalt, die dann in der berühmten erlernten Hilflosigkeit, Depression oder sogar Verhaltensstörungen enden.

Hier ist noch ein sehenswertes Video! Der Dokumentarfilm “Der Weg des Pferdes”:

Eine Frau hat für sich beschlossen einen neuen Weg mit den Pferden zu finden. Dafür hat sie Trainer weltweit besucht und befragt. Ich kenne nicht alle Trainer, deswegen kann ich keine Garantie übernehmen – gerade der Russe und andere sind ja umstritten. Aber der Film ist spannend und es sind einige Pferdemenschen dabei, deren Botschaften ich wirklich toll finde:

Lasst uns bessere Pferdemenschen werden

…auch wenn das vielleicht ein bisschen pathetisch klingt, ihr wisst, wie ich das meine. Lasst uns alle jeden Tag ein kleines bisschen bessere Pferdemenschen werden.

  • Nicht wegschauen, wenn wir sehen, dass jemand nicht gut umgeht mit seinem Pferd, sondern etwas sagen.
  • Nicht alles einfach ohne zu hinterfragen umsetzen, was der Reitlehrer einem sagt.
  • Nicht das Pferd alleine den ganzen Tag in eine Box sperren und dann mit Hilfszügeln die Energie und den Frust zurechtzügeln, der sich dadurch aufgestaut hat.

Sondern uns immer wieder fragen: Was braucht mein Pferd, um zufrieden und gesund zu sein? Und was kann ich dafür tun, dass das so bleibt.

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Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten “Ich”, das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

80 Kommentare zu “Ich bin wütend! Richtig wütend!

  1. Monika sagt:

    genaso wie ihr verabscheue ich die Tunierreiterei wobei es nur ums Geld geht und die armen Tiere leiden.Ich bin mit meinem Pferd in einer Western Ausbildung.Nur mit viel Spaß für mein Pferd und mich.

    • Petra sagt:

      Ich würde nicht alle Turnierreiter verabscheuen, liebe Monika. Es gibt sicher solche und solche. Aber diejenigen, denen es nur um den Pokal und die eigene Ehrgeizbefridigung geht und noch schlimmer, die die versuchen das mit tierquälenden Methoden zu erreichen, die würde ich am liebsten selbst einfach mal mit Gerte, Ausbindern und in Rollkur über den Platz jagen und sehen, was sie dann sagen! Schrecklich!

    • Sebastian sagt:

      Nur wer wirklich fühlt und ein Herz hat, wird sein Tier gewaltfrei und mit Würde behandeln.
      Ich bin also absolut nicht damit einverstanden, Tieren zu schaden oder sie zu töten, weil man Spaß daran hat oder es als Sport sieht.

    • Romina sagt:

      auch bei den freizeitreitern gibt es genau so viele schwarze Schafe wie bei den Turnierreitern!
      Da ist es dann nicht der falsche Ehrgeiz sondern mangelndes Wissen oder Können.
      Als Physiotherapeutin kriege ich jeden Tag freizeitpferd vorgestellt mit atrophierter Rückenmuskulatur, Pferde die lahmen, Zahnprobleme haben und die Besitzer wissen es nicht mal.

      Und du betonst, dass du Western reitest, dort ist doch nicht anders. "Lockerer Zügel" aber dafür lange Hebel, Pferde oft 2 jährig angeritten.
      Übrigens ist Reining total verschleißend.

    • Petra sagt:

      Liebe Katrin, danke für Deinen Kommentar. Ich hatte nach einem Durchzappen im TV (irgendwo liefen wieder diese Turnierbilder) so eine innere Wut. Das musste einfach raus. Schön, dass es Dir auch so geht! Alles Liebe, Petra

  2. Nadja sagt:

    Was mich so aufregt an dieser Kiste, ist die gewählte Blindheit unseres Dachverbands. Wieso verbietet die FN die Rollkur nicht? Mein Reizthema ist die Dressur. Es gab mal eine Zeit, da hatte sie den Zweck das Tier zu gymnastizieren und gesund zu erhalten. Vor ein paar Jahren hat man in den Kreisen der FEI diskutiert, ob man bei Ehrenrunden nur noch drei Pferde zulassen solle – weil es häufig zum Durchgehen und Tumult kam, da die Reiter beim Galopp zu mehreren ihre Pferde nicht mehr unter Kontrolle hatten. Kann es ein größeres Armutszeugnis geben als diese Überlegung? Offensichtlicher kann man nicht mehr entlarven, dass die Dressur der Turniere zum Kunstückchenreiten verkommen ist – wie sonst könnte man erklären, dass es Reitern an Kontrolle fehlt, die von sich behaupten, solche hochkomplexen Lektionen wie Piaffe oder fliegende Galoppwechsel reiten zu können? Was ist den echte Dressur anderes als die absolute Kontrolle über die Fußfolge des Pferdes, das Wissen, wo die Füße sind und das Können, sie genau dorthin zu setzen, wo ich es möchte? Wer das beherrscht, dem dürfte vor keiner Ehrenrunde grauen!

    • Petra sagt:

      Absolut richtig! Danke für Deinen wunderbaren Kommentar. Er ist die perfekte Ergänzung und deine Frage finde ich sehr berechtigt. Wenn doch die Pferde gerne dabei sind und Reiter und Pferd ein gutes Team und das Pferd alles aufgrund seiner guten Ausbildung, Vertrauens und Trainings macht – wieso müssen Reiter dann Angst vor dem Kontrollverlust haben? Da sagen einem doch die ganze Logik und der gesunde Menschenverstand, dass ganz viel nicht stimmen kann! Diese Diskussion hatte ich noch nicht mitbekommen. Aber ich finde, genau wie Du, dass es ein weiteres Puzzleteilchen ist. Es zeigt wieder einmal, dass etwas schief läuft. Und es ist sehr traurig, dass die Lobby der gut verdienenden Profi-Pferdesportler (vom Züchter bis zum Profireiter) leider offenbar so viel zahlungskräftiger, stärker und dominanter zu sein scheint, als das Wohlbefinden der Pferde…

  3. Markus sagt:

    Hi,
    was bedeutet es, wenn du sagst, du seiest pferdesüchtig? Warum gerade Pferde? Könnten es nicht auch Tiger oder Eisbären oder Krokodile sein?
    Warum projizieren so viele ihre "Sucht" genau auf dieses Tier oder anders:
    warum quälen Menschen Pferde und halten es für Sport?
    Ich bin der Meinung, man sollte Menschen immer genau dasselbe antun, was sie ihrem Pferd antun, dann und nur dann sind sie (die Menschen) zu heilen von ihrer Pferdeflüsterei
    Bitte sieh das als konstruktive Kritik. Wer mit seinem Pferd nur über Sporen, Reitgerte und sonstige Folterinstrumente "kommunizieren" will, sollte es lieber ganz lassen und sie in Freiheit aus der Ferne betrachten!
    Gruß
    Markus

    • Petra sagt:

      Hi Markus, was soll ich sagen :-) Ich liebe Pferde! Und ich liebe auch Katzen und Hunde und Tiger und Eisbären, nur will ich auf dieser Seite über meine Erfahrungen mit dem Thema Pferd und Reiten schreiben. Deswegen habe ich auch nur die Pferdesucht erwähnt ;-) Ich finde aber das die Liebe zu Pferden nicht unbedingt etwas damit zu tun hat, dass man sie quält. Ich verstehe nicht ganz warum das bei Dir einhergeht? Also ich liebe mein Pferd und ich quäle es nicht, ich benutze keine Gerte und ich achte auf ihre Bedürfnisse. Also, versteh mich nicht falsch! Du hast absolut Recht damit, dass es verwerflich ist die Pferde als Sportgeräte zu missbrauchen, ohne auf ihre Bedürfnisse zu achten. Oder aus finanziellen Gründen mit allen Mitteln zu Höchstleistungen anzutreiben. Manchmal denke ich auch: Man sollte auch den Menschen das antun, was sie ihren Hunden antun oder ihren Katzen oder anderen Tieren, wenn sie nicht gut mit ihren Tieren umgehen. Aber das hat noch lange nichts mit "Pferdeflüsterei" zu tun. Du wirfst da aus meiner Sicht einige Dinge in einen Pott, die nichts miteinander zu tun haben.

      Und was mir ganz wichtig ist festzuhalten: Wenn Du meinen Artikel richtig gelesen hast, wovon ich ausgehe, wenn Du kommentierst, dann verstehe ich nicht, warum du mir diese "konstruktive Kritik" schreibst? Denn ich verurteile ja genau das in meinem Artikel. Gerte und Sporen als brachiale Instrumente um reiterliche Mängel auszugleichen. Ich rege mich über die sogenannten Pferdemenschen auf, die sich keine Gedanken machen, sondern ihr Pferd zurechtzurren. Wir sind also was das betrifft beide einer Meinung. Nur kann ich Deine Haltung nicht teilen, dass Reiten per se Tierquälerei ist. Wenn man sich Gedanken macht wie und wie man die Pferde hält, gut mit ihnen umgeht, dann ist das sicher nicht so. Da muss ich Dir also widersprechen.

      Grüße zurück,

      Petra

    • rike sagt:

      Entschuldigung, aber hast du den Artikel gelesen?
      Sonderlich differenziert war diese "konstruktive Kritik" nicht.
      Auf dieser Seite bemüht sich jemand die Missstände der Reiterei für sich zu erkennen und eine vertretbare, Pferde gerechte Alternative zu finden, um diese mit anderen zu teilen.
      Es geht hier darum Leute zu erreichen und ein Umdenken zu fördern, da Pferde faszinierende Wesen sind, die in der modernen Welt nur leider keinen anderen Platz mehr haben, als den eines Reitpferdes. Diesen Zustand kann man natürlich beklagen, aber warum die kritisieren die ihnen dieses Los so erträglich wie möglich machen wollen und ihnen glückliches Leben in artgerechter Haltung verschaffen wollen.

      Ich setze mich nun seit einiger Zeit mit dem Schicksal der Mustang Herden auseinander. Natürlich wäre es das beste für diese Tiere in freier Wildbahn zu leben, aber durch die Regelungen der Reservats Größe und den dadurch entstehenden Überbestand müssen jedes Jahr viele in kleine umzäunte Gebiete umgesiedelt werden und vermittelt werde, damit sie eine Zukunft haben. Da ist es doch besser die Menschen setzen sich mit dem Lebewesen Pferd auseinander und versuchen die Bedürfnisse zu verstehen.

      Wenn man den Reitsport prinzipiell verurteilt, finde ich das zwar nachvollziehbar, aber ich glaube es gibt durchaus Pferde die mit ihrem Leben zusammen mit den Menschen sehr glücklich sind. Vorallem glaube ich, dass die Pferde, die so empfinden, zu Menschen gehören wie der Autorin dieser Seite, die wirklich versuchen zu verstehen, auch wenn die Erkenntnis, wie viel man selbst (oder Leute denen Pferde anvertraut werde) falsch macht, sehr unangenehm sein kann.

  4. Markus sagt:

    es genügt nicht, Pferden helfen zu wollen, weil man ihr Leid, das doch meist Menschen ihnen zufügen, nicht erträgt. Ich finde, es ist genug, was Menschen Pferden (Tieren allgemein) im Namen des Wohlergehens angetan haben. Ein Pferd möchte nicht gesattelt, geritten und mit Sporen etc. misshandelt werden. Pferde sind Herdentiere, da gibt es, was die "Haltung" betrifft, keine Kompromisse. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sie sehe, die ach so tierlieben Pferdemenschen, die Tiere mit ihrer Unzulänglichkeit und ihrer falschen Liebe quälen. Wer Pferde tatsächlich liebt, betrachtet sie aus der Ferne und lässt sie in der Natur. Es macht MICH wütend, richtig wütend, wenn dann jemand kommt und meint, Pferden helfen zu können, indem er oder sie sie reitet, noch mehr?
    Wer Pferde liebt, lässt sie frei und wer das nicht kann oder meint irgendwelche Sachzwänge anführen zu müssen, um sie unter diesem Vorwand doch noch missbrauchen zu können, belügt nicht nur sich selbst, sondern nimmt ihnen schlichtweg ihr Recht, ein Lebewesen in der Natur zu sein.

    Wir alle können jeden Tag diese Entscheidung treffen oder so tun als hätten Pferde weder Empfindungen noch Rechte als Tiere!

    Wenn man sich den Film ansieht, dann ist doch eigentlich alles klar: viele Reiter/Reiterinnen möchten einfach nicht wahrhaben, dass das Pferd schlichtweg nichts mit ihnen zu tun haben möchte, also zwingen sie es mit allen Mitteln, die sie erreichen können und das mit einer solchen unglaublichen Besessenheit, die sie Liebe nennen, dass es zum Himmel schreit.
    Was haben ihnen diese Tiere getan, dass sie meinen, sie müssten über sie bestimmen?

    Nein, ich bleibe dabei, wer nicht das Empfinden, das Bewusstsein, die Kraft hat, Pferde frei zu lassen, der sollte überhaupt nichts mit ihnen zu tun haben. Der zerstört an ihnen genau das, was er an ihnen bewundert.
    Ich habe großen Respekt vor der Reitlehrerin, die den Mut und die Kraft zur Selbsterkenntnis hatte, einzusehen, was sie den Pferden die ganze Zeit angetan hat, und dass sie ihre Haltung geändert hat, ihr Bewusstsein. Diesen Schluss kann man nicht so einfach ziehen, da braucht es Mut und Aufrichtigkeit, das findet man in dieser Konsumwelt, in der die meisten Reiter/Reiterinnen leben, nicht.

    • rike sagt:

      Dann erklär mir mal wie du die Pferde frei lassen willst und wo?

      Unsere Pferde stehen auf eine sehr großen Weide, die so abgesteckt wir, dass das sie ihrem zug verhalten nach kommen können und das in einem Herdenverband von 20 Pferden verschiedenen alters.
      Wenn ich zur Weide gehe, kommen sie zu mir und das nicht weil sie mich fürchten oder weil ich sie mit Futter anlocke.
      Die Pferde fühle sich bei mir sicher und haben mich als ihre Leitperson anerkannt und dazu musste ich NIE ein Pferd schlagen, mit Sporen oder Gebiss misshandeln. Ich hab mich Jahre lang mit dem Sozialverhalten dieser Tiere auseinander gesetzt, damit sie an der gemeinsamen Zeit soviel Spaß haben wie ich. Wenn ich nach einiger Zeit aufhören will (zum Beispiel nach der Bodenarbeit) wollen die meisten weiter spielen.
      Wenn ein Pferd irgendwie abwehrend reagiert versuch ich sofort raus zu finden, ob es schmerzen hat oder ich es überfordere oder langweile.

      Ich sehe durchaus viel was ich schrecklich finde, weil die Leute offensichtlich nicht verstanden haben was Pferde sind und sämtliche Anzeichen das es dem Pferd schlecht geht ignorieren.

      Der Schlüssel ist meiner Meingung nach Pferde verstehen und artgerecht halten (man muss ja nicht reiten, man kann auch so mit ihnen umgehen) statt blauäugig das freilassen zu fordern.
      Da kann man auch fordern, die hälfte aller Städte ein zu reißen um Platz schaffen.

      Findest du es wirklich besser wenn alle die um das Wohl dieser Tiere besorgt sind sich davon abzuwenden, sodass es nur noch Leute gibt den es um profit oder persönliches Vergnügen geht, sodass niemand Neueinsteigern eine sinnvollere Alternative Zeigen kann???

    • Markus sagt:

      Natürlich, die Pferde in der Zivilisation unter Menschen teilen dasselbe Schicksal. Sie sind Gegenstand einer Freizeitindustrie, eines Lebensstils, den man sich zulegt wie eben das Tier. In Kalkutta laufen die Kühe frei auf der Straße, bei uns ist das auf Grund der westlichen Mentalität und des Automobilgebrauchs unmöglich. Wir alle wollen die Freiheit, wir alle setzen uns dafür ein, nur eben nicht für die der Tiere. Mäuse und Ratten ja, Pferde nein, die sind zu groß, die brauchen zu viel Raum und den bitte schön gibt es nur für Straßen, Gebäude und Parkplätze. Wir sind so in diesem Wahnsinn involviert, dass wir uns den Sachzwängen beugen.
      Glaubst du, ein Mustang würde in freier Wildbahn sich freiwillig mit einem Menschen "einlassen", sich satteln, lassen, sich Zaumzeug anlegen und reiten lassen? Wozu sollte er, wozu sollte er sich missbrauchen lassen. Ich denke, dass viele Reiter, Reiterinnen durchaus ahnen, wie falsch es ist, wie sie mit Pferden umgehen, weil sie sie im Grunde beherrschen und kontrollieren wollen, dass sie sich das aber nicht zugeben wollen oder können, eine Welt – jene romantisierte Welt des Pferdereitens – bräche zusammen.
      Ein domestiziertes Tier, und damit auch ein mehr oder weniger dressiertes Tier, ist niemals frei, es ist von Menschen abhängig, es frei zu lassen, wäre noch schlimmer, als es "einzusperren". Aber in diesem Kompromiss steckt das Elend der Pferde, denn sie können da ja nichts dazu, sie suchen es sich nicht aus, konditioniert zu werden, die Menschen erheben sich über sie, zwingen sie in Bahnen, die das Pferd selbst nicht wählen würde.
      Es geht nicht darum, was man tun soll, sondern zu erkennen, dass dem Pferd gegenüber eine andere Haltung möglich ist als die des Konsumprodukts, das für gute Gefühle und Freizeit da ist.
      Es geht darum, an das Mitgefühl derer zu appellieren, die den Reitsport mit einer solchen Verbissenheit und Konsequenz betreiben, damit sie ihr Tun hinterfragen, davon ablassen, Pferde zu ihrem Vergnügen zu reiten, zu satteln, vor Kutschen zu spannen, über Hindernisse zu quälen oder zu Rennen zu treiben.
      Ich vermute, das wird sich alles kaum ändern, denn die Verblendung ist zu groß, die Pferdebesessenheit sieht in den Pferden etwas vollkommen Falsches: Sie zwingt ausgerechnet das Tier in Unfreiheit, das ähnlich wie der Mensch, einen Willen besitzt, frei leben zu wollen.
      es ist zum Heulen, tagtäglich, Parzelle für Parzelle, Pferd für Pferd…

    • rike sagt:

      Ich verstehe durchaus was du sagen möchtest, frage mich aber zunehmend ob du mal ernsthaft mit Pferde zu tun hattest.

      Ich Lebe bestimmt nicht in einer romantisierten rosa Pony Welt. Seid ich als Kind mitbekommen habe, wie es an manchen Tunierställen zu geht, wo Pferde rund um die Uhr in Boxen gestellet, unpassend Vorsorgt und behandelt wurden um dann geschlagen zu werden, sobald sie auf ihren Missstand hinweisen.
      Es ist Schrecklich so etwas zu sehen und als "normal" verkauft zu bekommen.
      Pferde für kommerziellen Erfolg, als Statussymbol oder rücksichtslos ( und damit meine ich die Bedürfnisse ignorierend) zum Vergnügen zu nutzen ist natürlich nicht in Ordnung, aber es geht auch anders.

      Warum ein Pferd sich dem Menschen anschließen sollte? Weil man ihnen Sicherheit bieten kann. Das ist das Wichtigste für ein Pferd, danach suchen sie ihr Alphatier. Deshalb haben sie sich damals den Menschen angeschlossen und deshalb folgen sie mir heute bereitwillig. Weil sie sich sicher fühlen. Das würde sie bestimmt nicht, wenn ich sie körperlich oder geistig Misshandel würde.

      Natürlich könnten die meisten Pferde ohne Menschen überleben, zumindest, wenn wir nicht alles zu asphaltieren würden. So ist der Mustang ja erst entstanden, aus domestizierten Pferden.
      Und wo wir bei Mustangs sind, ich habe bereits erwähnt, das ich mich seid einiger Zeit mit diesen Tieren auseinander setze. Das liegt daran, dass ich schon mit einigen wilden Mustangs (die abgesehen vom herschiffen keinen Kontakt zu Menschen hatten) gearbeitet habe. Die wurden eigentlich zum Schlachten her verschifft, da in den USA keine mehr geschlachtet werden. Irgendwer hat die beiden vor dem Schlachter gerettet, wusste aber nicht wohin. So kamen sie zu meiner Trainerin und ich durft ihr bei ihrer Arbeit zu gucken und auch selbst mit ihnen ungehen.
      Das erstaunliche ist, dass Pferd schnell mit anderen Spezies Freundschaften schließen können. Diese beiden haben natürlich sofort gemerkt, das ihr Lebenswandel mit den Menschen zusammen hängt und waren nicht sehr begeistert und verständlicher weise sehr ängstlich. Dadurch aber das der Mensch offensichtlich in dieser Welt zurecht kommt, haben sie schnell verstanden, das er in dieser Welt den Schutz bietet den sie sich nicht mehr selbst bieten konnten, da sie sie nicht verstehen.
      Das schafft man nicht mit Gewalt, Zwang oder Druck. Nur mit Ruhe, Geduld und Aufmerksamkeit.
      Es sind tolle, verlässliche Partner geworden, deren Meinung nicht unterdrückt wurde, die aber von sich aus im Zweifelsfall dem Ranghöheren folgen ohne dies zu hinterfragen, denn so funktioniert ein Herde.

    • Petra sagt:

      Liebe Rike, Du sprichst mir aus der Seele und ich freue mich wahnsinnig über Deine Kommentare. Da steckt nicht nur der wunderbare Gedanke darin, dass wir vertrauensvoll, respektvoll und freundschaftlich mit den Pferden umgehen sollten, denn dann bekommen wir auch Vertrauen und Freundschaft zurück. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. In jedem Deiner Worte steckt die Tatsache, dass Du Dir viele Gedanken gemacht und einen Weg gefunden hast, den ich auch gerne gehen möchte. Vielen Dank für die Informationen und Deine Kommentare!! Besonders beeindruckend habe ich diese Freundschaft zwischen Mensch und Pferd bei Kenzie Dysli erlebt. Eine junge Pferdetrainerin aus Spanien. Die großen Hengste folgen ihr ohne Halfter, ohne Führstrick – und, lieber Markus auch ohne Gerte und Sporen – weil sie ihr vertrauen, wie sie sich sicher bei ihr fühlen und weil sie gerne mit ihr spielen. Kenzie geht mit ihren Pferden konsequent-ruhig und ohne jeden Druck um, spielt mit ihnen und arbeitet mit ihnen. In absoluter Freiheit. Auch auf der Wiese ohne jeden Zaun, zum Beispiel. Die Pferde folgen ihr auch dort aufmerksam, obwohl sie zu ihrer Herde gehen oder Kenzie stehen lassen könnten. Weil sie es wollen in dem Moment. Man spürt, das diese Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruht und die Pferde auch Kenzie voll anerkennen, sich freuen, wenn sie sie sehen und gerne mit ihr arbeiten. Genau das sollten wir anstreben, finde ich. Das hat nichts mit Zwang zu tun und sehr viel mit Wissen, Erfahrung und der Erkenntnis, sich mit dieser Tierart richtig auseinanderzusetzen und auch ihre Bedürfnisse zu respektieren.

    • Petra sagt:

      Ich kann Dir immer wenige folgen, Markus. Ich verstehe Deine Wut gegenüber einigen Missständen und auch ich werde wütend, wenn ich sehe, wie manche Menschen mit ihren Tieren umgehen. Damit meine ich nicht nur die Pferde, sondern alle Tiere. Aber ich verstehe nicht, warum Du alles verteufelst und den Umgang mit Pferden per se als Zwang und Tierquälerei bezeichnest. By the way, ich finde nicht gut, dass Ratten und Mäuse sich wild in Großstädten ausbreiten, denn das Leben in irgendwelchen schmutzigen Kanalisationen kann sicher auch nicht das Beste für diese Tiere sein. Ich würde mir wünschen, dass Du erkennst und anerkennst, dass es Menschen gibt – wie zum Beispiel auch Rike – die sich Gedanken machen, Wissen ansammeln und einen guten Weg finden für den Umgang mit Pferden und ich finde es ärgerlich, dass Du solche Menschen in einen Topf wirfst mit Reitern, die ihr Pferd nicht artgerecht oder sogar noch schlimmer quälerisch behandeln. Das ist undifferenziert. Ich bin absolut bei Dir wenn es darum geht an einigen Reitställen und gerade in der Turnierszene Dinge zu ändern. Ich finde schrecklich mit welchen Instrumenten Pferde zurechtgezurrt und gezwängt werden, der Leistung willen. Aber die Reiterei und alle Pferdebesitzer darauf runterzubrechen und sie alle in einen Topf zu werfen, ist schlicht falsch. Meine Stute steht auf einer riesigen Weide in ihrer Herde, mit der sie auch aufgewachsen ist, sie darf herumrennen und das Leben genießen. Sobald sie alt genug ist, wird sie langsam und mit viel Geduld und Liebe lernen dürfen und dann (ähnlich wie bei uns Menschen auch) ab und an mit mir arbeiten und ansonsten ihr Leben auf der Weide mit ihrer Herde leben. Beides wird sie gerne tun, weil ich sie nie schlagen oder über Hindernisse zwängen werde, wie Du schreibst. Ich verstehe nicht, was daran verwerflich sein soll. Hast Du mal erlebt, wie Menschen – wie zum Beispiel Kenzie Dysli – mit Pferden umgehen? Menschen, die ihr Pferd mit Geduld und Liebe trainieren? Das ist Teamarbeit und in diesem Team haben beide Spaß miteinander. Ich glaube nicht, dass Du das erlebt hast, denn sonst würdest Du so nicht schreiben.

  5. Markus sagt:

    Das eigentliche Problem ist nicht die Frage, wie rette ich ein paar Pferde, sondern wie gelingt es, die Schlachter von den Pferden fernzuhalten?!

  6. rike sagt:

    Liebe Petra, ich reite nun seit 17 Jahren (hab im Kindergarten angefangen) und habe in dieser Zeit vieles erlebt was meiner Meinung nach einfach verboten gehört. Pferde werden zu Statussymbolen degradiert und im kleinen dunklen Boxen gehalten weil das teure Sportpferd viel zu Wertvoll ist um es auf eine Weide zustellen.
    Ich hab Pferde gesehen die einen offenen Widerist hatten, weil der Sattel nicht passt und Besitzer die mit Gerte in der Hand gesattelt haben weil das Pferd nicht stehen bleibt sondern sich ins Halfter schmeißt. Deutlicher hätte das arme Tier nicht sagen können das es Schmerzen hat, aber weil der Sattel angeblich schon immer gepasst hat (und Pferde sich im laufe der Jahre und im Training deren Meinung nach nicht veränder) wurde es als Anstellerei abgetan, die man mit harter Hand korrigieren muss.

    Wenn ich sowas sehe möchte ich denen am liebsten links und recht eine Ohrfeige geben. Leider kann man Menschen nicht Zwingen ihr verhalten zu überdenken.
    Unwissenheit oder mangelnde Erfahrung ist nichts, was ich irgendwem jemals vorwerfen würde, aber dieses sture beharren auf "dass haben wir schon immer so gemacht" oder "das Pferd beschwert sich doch nicht" und das obwohl sie eine Hengstkette zum führen brauche. Wie kann es sein das einen sowas nicht auffällt und man nicht anfängt sein Verhalten zu überdenken. Diese Ignoranz ist mir einfach unbegreiflich. Natürlich gesteht man sich nicht gerne ein das man etwas "schon immer" falsch gemacht hat, aber es deswegen einfach weiter falsch machen kann doch nicht die bessere Lösung sein.

    Irgendwer (ich weiß leider grad nicht mehr wer) sagte mal, ein guter Horseman hört ein Pferd flüster, ein Horseman hört ein Pferd reden und ein schlechter hört es nicht einmal schreien.
    Ich bemühe mich jeden Tag mehr zu hören und deine Seite verrät, dass du das auch möchtest und diese Idee mit anderen teilen willst. Ich finde es super wie viel Mühe du dir gibst Informationen zu sammeln, ohne Dinge einfach zu übernehmen, sondern selber nochmal zu überdenken und auch andere Meinungen einzuholen, deswegen war es mir einfach ein Anliegen dich bei diesen Weg zu bestärken. Das eigene Verhalten ständig zu überdenken ist glaub ich sehr wichtig. (Ich glaube mich hat der Umgang mit Pferden so zu einen besseren Menschen gemacht.)

    Jeder Reiter weiß das Pferde Herden- und Fluchttiere sind, aber nur die wenigsten versuchen zu verstehen was das heißt.
    Ich freue mich über jeden Menschen der versucht zu verstehen und über Menschen wie dich, die auch andere zum denken anregen wollen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Weg, aber ich bin mir sicher, dass du auf einem guten Weg bist.

    P.S.
    Da ich von alt kalifornischen Reitstil sehr überzeugt bin ist mir der Name Dysli bekannt. So viel Talent in einer Familie, jeder schlägt eine andere Richtung ein, aber alle haben (oder mittlerweile ja leider hatten) diese unglaubliche Verbindung zu ihren Pferden, für die Aufmerksamkeit und Selbstkritik wohl unerlässlich ist.

  7. Lena sagt:

    Also ich muss sagen ich bin auch wütend, und zwar wenn ich so etwas lese!. In derartigen Artikeln, die es zurzeit ja immer öfter im Internet zu lesen gibt, wird jeder der vernünftig mit seinem Pferd arbeiten möchte pauschal als Tierquäler hingestellt. Offensichtlich ist man nur dann kein Tierquäler wenn man den lieben langen Tag mit seinem Zossen mit dem Knotenhalfter über den Reitplatz rennt und die vielzitierte Bodenarbeit macht. Allerhöchstens wird noch geduldet wenn man mit Halsring und ohne Sattel über die örtlichen Stoppelfelder galoppiert (was natürlich für jeden Reiter absolut normal und auch absolut ungefährlich ist). Mittlerweile ist diese ganze Rollkur-Debatte (die ja nun schon ausführlich ausdiskutiert wurde und zu der alles gesagt ist und ich mich dazu nicht äußern werde) derart umgeschlagen, dass jeder der mit seinem Ross hoch erhobenen Hauptes und mit durchgedrücktes Rücken auf der Vorhand durch die Gegend eiert sich für einen Meister der klassischen Reitweise hält und sich über sämtliche Reiter erhebt, deren Pferd mal ein Paar Zentimeter hinter der Senkrechten ist. Apropos: Nur weil ein Pferd den Kopf evtl. zu tief unten trägt, bedeutet dies nicht, dass dies in diesem Moment ein Fehler des Reiters ist (auf lange Sicht gesehen ist das etwas anderes) aber viele Bilder die immer direkt verflucht und verurteilt werden sind Momentaufnahmen) und oftmals kommt das Pferd von selbst so tief und verkriecht sich hinter der Hand um den Hilfen auszuweichen und es kann auch schon mal etwas länger dauern so etwas wieder rauszukriegen denn das Pferd versucht immer den angenehmsten Weg zu gehen und manchmal ist sich hinter dem Zügel zu verkriechen oder sich draufzulegen erstmal einfacher als sich selbst zu tragen aber ich gehe davon aus, dass die meisten die sofort Rollkur schreien von solchen Dingen eh keine Ahnung haben. Auch vernünftig verschnalltes Zaumzeug macht sinn, Und es muss nicht immer gebisslos geritten werden, bei vielen gebisslosen Zäumungen wirkt unheimlich viel Druck auf die Nase und sollte normalerweise nicht in falsche Hände geraten, aber das ist ja ein sehr weites Feld, worauf ich nicht näher eingehen möchte. Thema Konfliktsituationen: Es soll im Umgang mit dem Pferd mal Situationen geben wo man nicht einer Meinung ist, wenn ich solche Sachen lese wie "Pferd beisst, bockt ect. " und der erste Kommentar ist "Mach doch mal vertrauensbildende Bodenarbeit" stehen mir die Haare zu Berge. Ein Pferd ist ein Tier und wenn es den Menschen attackiert kann ich mich nicht fragen warum, ist es mit der Gesamtsituation unzufrieden, hat es einen schlechten Tag, hat das Mittagessen nicht geschmeckt??? Manchmal muss man einfach reagieren und auch mal böse werden und die Rangordnung wieder herstellen, ansonsten steht man ganz schnell sehr dumm da. Ein Pferd ist ein Tier und ein Tier agiert immer körperlich und zuweilen muss der Mensch auch mal körperlich reagieren. Thema Turniere: Natürlich ist ein Turnier Stress, aber nicht nur für das Pferd, auch für den Reiter ist es sehr aufregend, aber durch die Teilnahme an Turnieren wird das Pferd auch immer wieder neuen Situationen ausgesetzt, genauso wie der Reiter und kann daran wachsen. Aber die meisten Leute die sich hier so auslassen, haben vermutlich noch nie an einem Turnier teilgenommen oder zumindest nicht erfolgreich, sonst wären sie wahrscheinlich weiter auf Turniere gegangen. So ich denke ich habe nun meiner Wut auch mal Luft gemacht weil ich es als recht erfahrener Pferdemensch nur schwer ertragen kann, wenn solche unqualifizierten Beiträge hier gepostet werden von Leuten die bestimmt viele schöne Bücher gelesen und Filme gesehen haben aber denen es an Praxis offensichtlich mangelt ("Ich bin selber Anfänger und schwinge hier solche Reden") und die sich dann über die gesamte Reiterschaft erheben und auch noch von allen Seiten applaudiert wird. Das Leben ist halt nicht immer der vielzitierte Ponyhof und die, die das Gegenteil behaupten, haben nachweislich keine wirkliche Ahnung von der Marterie und sollten sich mal ein bisschen zurückhalten. Niemand der ein Pferd sein Eigen nennt, hat für dieses nichts übrig, denn ein Pferd ist nicht das kostengünstigste Hobby und jeder Pferdebesitzter ist daran interessiert dass es dem Pferd lange gut geht. Natürlich haben professionelle Bereiter nicht zu jedem Berittpferd eine emotionale Bindung aber das ist halt ihr Job. Ich kenne keinen Pferdebesitzer der sein Pferd nicht liebt aber es ist nunmal nicht immer eitel Sonnenschein. So, damit habe ich bestimmt vielen hier vor den Kopf gestoßen aber es muss sich ja auch mal jemand für die Gegenseite einsetzen. Also, ride on…..

    • Petra sagt:

      Liebe Lena, wahrscheinlich bewegt Dich dieses Thema schon länger, so zumindest liest sich Dein Kommentar. Und wenn ich Deinen Kommentar lese, komme ich außerdem zu dem Schluss, dass Du Dir meinen Artikel nicht ganz durchgelesen hast. Denn Du unterstellst mir Aussagen, die ich nicht gemacht habe und wirfst Themen in einen Topf, die ich so nicht vermischen würde. Ich werde wütend, wenn es um Rollkur, Ausbinder und andere scharfe Hilfsmittel und Trainingsmethoden geht, denn ich halte sie für Tierquälerei. Punkt! Dabei bleibe ich auch. Ich finde – anders als Du – dass dazu noch nicht genug gesagt wurde, denn all das ist immer noch erlaubt und wird angewandt. Solange das so ist, muss man darüber reden, um es zu ändern. Natürlich ist Gebisslos auch nicht die immer richtige Lösung, denn damit lässt sich einem Pferd auch das Nasenbein brechen, wie Du zu Recht angemerkt hast. Aber das habe ich auch nie behauptet. Ein Gebiss ist immer so scharf, wie die Hand daran. Das gilt auch für Gebisslose Zäumungen.

      Ich bezeichne niemanden als Tierquäler, der bedacht, ruhig, gelassen und ohne brutale Trainingsmethoden mit seinem Pferd arbeitet oder um es mit Deinen Worten zu sagen der "vernünftig arbeitet". Aber Rollkur als Trainingsmethode und diverse andere scharfe Hilfsmittel sind für mich Tierquälerei. Dass man sie braucht ist für mich ein Zeichen für mangelnde Beschäftigung mit dem Lebewesen "Pferd" und ein Zeichen dafür, dass man ein Pferd am Boden und in der Grundschule nicht mit genug Zeit und Geduld auf das Leben als Reitpferd vorbereitet hat.

      Eine ganz anderes Thema ist die große Frage der Versammlung, die ich hier übrigens in meinem Post gar nicht angesprochen habe. Die für mich auch nichts mit Rollkur zu tun hat. Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe! Natürlich sollten wir versuchen unsere Pferde so gesund wie möglich zu reiten, zu gymnastizieren und ihnen beizubringen aus der Hinterhand zu laufen. Ich verurteile auch Reiter nicht, denen das nicht gleich oder zu 100 % mit ihrem Pferd gelingt. Das müssen beide lernen und sich als Team erarbeiten. Es ist unbestritten, dass es wichtig ist, dass Menschen sich damit auseinandersetzen, Hilfe holen bei Bedarf und versuchen ihr Pferd so gesund wie nur irgendmöglich zu reiten. Deshalb verstehe ich auch nicht, wieso Du das hier mit anbringst.

      Ich habe nie gesagt, dass man mit Pferden nicht klar und konsequent sein sollte.Das ist doch die Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit. Aber bei mir gilt und so lerne ich das auch: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Es geht darum, immer fair zu bleiben und dem Pferd ein verlässlicher Partner zu sein. Auch dadurch, dass wir verantwortungsbewusst und klar mit dem Pferd kommunizieren, loben und versuchen mit so wenig wie möglich, eine feine Kommunikation zu erreichen.

      Aber ich würde mir trotzdem immer die Frage stellen, warum (um bei Deinem Beispiel zu bleiben) ein Pferd in einer Situation aggressiv reagiert. Ich wage die These, dass Pferde von Natur aus als Fluchttiere nicht zu Aggression neigen, sondern den Weg des geringsten Widerstands suchen und würde mich fragen, ob ein solches Pferd vielleicht über viele Jahre vom Menschen dazu gemacht wurde. Um nur eines Deiner Beispiele herauszupicken. Und um genauso schwarz-weiß auf Deinen Kommentar zu antworten, wie Du ihn geschrieben hast.

      Ich persönlich halte nichts von Turnieren, denn ich denke, dass das Pferd am allerwenigsten davon hat. Das ist aber meine persönliche Meinung. Wenn ich meinem Pferd Herausforderungen bieten möchte oder sein Selbstbewusstsein stärken will, dann kann ich das auch von zu Hause aus tun. Dafür muss ich nicht auf den Turnierplatz. Wenn der Mensch unbedingt will, dann soll er auch dazu stehen, dass er den Wettbewerb mag. Aber ich glaube nicht, dass die meisten (es wird sicher Ausnahmen geben) Pferde etwas davon haben.

      Was mir noch wichtig ist: Du darfst Deine Meinung haben, so wie ich meine habe. Aber ich würde mir doch wünschen, dass Du mich nicht als "unqualifiziert" bezeichnest. Ich bin vielleicht noch keine 15 Jahre dabei, aber ich habe mit vielen erfolgreichen Trainern gesprochen, besuche immer wieder Kurse, trainiere bei verschiedenen Reitlehrern und denke, dass ich mir mittlerweile auch eine Meinung erlauben kann. Wir können diskutieren, sehr gerne – aber bitte nicht persönlich angreifen. Das ist für mich eine Frage der Höflichkeit. Bitte sei mir nicht böse, aber mir war es ein Bedürfnis, das auch zu sagen.

  8. Mani sagt:

    Liebe Lena!

    Du hast niemanden vor den Kopf gestoßen du sagst nur die Wahrheit wie es ist. Ich kann deinen Kommentar nur zu 100% unterstützen!
    Natürlich gibt es überall schwarze Schafe aber die sind in der Minderheit. Und über diese alternativen Pferdeliebhaber möchte ich mich nicht äußern. Wir werden weiterhin unsere Turniere bestreiten
    (wir sind ja ganz die Bösen weil wir Vielseitigkeit gehen) und unsere pferde machen das gern und wir haben unsere Pferde auch gern.
    Das ist alles.

    • Petra sagt:

      Lieber Mani, niemand ist der "Böse", wenn er sein Pferd liebt, auf das Pferd achtet und seine Bedürfnisse respektiert. Wenn Du das tust und Dein Pferd mit Spaß dabei ist, spricht doch nichts dagegen. Das ist es nur, worüber ich mich aufrege. Der Artikel ist kein "Turnier"-Bashing. Ich rege mich darüber auf, dass Dinge passieren, die aus meiner Sicht falsch sind. Auf Turnieren und in Reitställen. Beides beschreibe ich. Schade, dass Du Dir den Artikel nicht genau durchgelesen hast und pauschal auf einen Artikel antwortest, der nicht pauschal geschrieben ist. Sonst wüsstet Du, dass ich nicht alle Turnierreiter per se angreife. Ich persönlich habe mich dagegen entschieden. Habe aber nie gesagt, dass alle Turnierreiter "böse" sind und alle anderen nicht. Aber ich freue mich über die Diskussion hier, denn nur wenn man darüber redet, kann man sich annähern, lernen und Informationen austauschen. Liebe Grüße, Petra

  9. Tanja sagt:

    Also ich muss auch was klar stellen: ich denke schon, dass ich Ahnung habe und das Leben ist sehr wohl ein Ponyhof! So! und dann muss ich hier Petra unterstützen, die Sichtweisen der jeweiligen Trainingsmethoden das Pferd betreffend, gehen sehr, sehr weit auseinander. Einer hält sich strikt an die Reitausbildung nach dem klassischen Weg, einer bevorzugt NHT, der andere die Bodenarbeit und Clickert sein Pferd zum Erfolg. Immer aber MUSS das Wohl des Tieres im Vordergrund stehen und da darf man auch gerne mal seine Sicht der Dinge in Frage stellen. Nur so kann man wachsen. Durch Schläge (bzw. die körperliche Antwort des Reiters) auf ein Bocken oder Beissen des Pferdes antworten? Genau das ist meiner Meinung nach ein Akt, der zeigt, dass man in seinem Wachsen irgendwo verwurzelt angehalten hat.

    Zeigt ein Pferd Missfallen akut MUSS man immer hinterfragen, was der Grund dafür sein könnte. Gleich an "er stellt meine Stellung in Frage" denken und ebenso aggressiv antworten? bitte nicht….

    Liebe Grüße vom Ponyhof euch allen *weiter rumtüddel und mit Halfterreitversuch weitermach*

  10. Ulrike sagt:

    Hallo – es ist sehr schade, dass schlechtes Reiten und zugezurrte Pferde der Turnierreiterei zugeschriben werden und Bodenarbeit und gutes Reiten mit Nicht-Turnierreiterei. Diese Aufspaltung der Sichtweise begegnet mir in den letzten Jahren regelmäßig von Seiten der Nicht-Turnierreiter und solche Artikel fördern solch ein selbstgerechtes Denken nur noch mehr. Leider Gottes ist schlechtes Reiten nicht verbunden mit Turnieren und wieviel Leder man auf dem Pferd macht. Und ein Pferdebesitzer, der oft neben dem Pferd zu sehen ist ist deshalb kein besserer Pferdemensch. Auch ohne Sperrriemen kann man einem Pferd verdammt doll weh tun. Gerade, wenn Turnierreiten so verteufelt wird, fehl der (Leistungs-)Vergleich mit anderen Reitern und man fühlt sich schnell als die Königin… "ICH muss das so nicht machen, ICH reite ANDERS!" — Mit der schlimmen Folge, dass das Wissen und Können immer ärmlicher wird, weil keiner mehr mit Ahnung im Umfeld da ist, der den Leistungsstand bzw. die Reitkunst und das Pferdewissen prüfen kann. Wenn das mal so einfach wäre…..: Man muss einfach nur keine Turniere mitreiten und prompt macht man alles richtig.

  11. Ulrike sagt:

    Und sehr schade ist, dass der Russe als gutes, pferdegerechtes Beispiel genommen wird. Denn es gibt nicht viele die grausamer mit Pfedrden umgehen als er. Dass das nicht erkannt wird, gibt mir über die Qualität zu denken :-(

    • Petra sagt:

      Liebe Ulrike, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich sehe, dass wir gar nicht so weit auseinanderliegen, wie Du glaubst. Nur sehe ich auch, dass Du etwas aus meinem Artikel herausliest, das da gar nicht steht. Weil es Dich offenbar beschäftigt.

      Verrückt finde ich, dass die Turnierreiter – und das sind momentan diejenigen, die meinen Artikel nicht mögen, sich durchweg angegriffen fühlen und mir Aussagen unterstellen, die ich so nicht gemacht habe. Ich schreibe, dass ich selbst nicht an Turnieren interessiert bin und auf Abreite- und Turnierplätzen Dinge gesehen habe, die ich nicht gut finde. Ja, stimmt! Dabei bleibe ich auch. Da muss sich etwas verändern. Aber das gilt nicht nur für Turniere, das gilt für alle Reiter, auch die Freizeitreiter. Das sich meine Kritik grundsätzlich an einiges in der Reiterwelt richtet und die Turniere ein Teil davon sind, hast Du vermutlich überlesen. Schade!

      Ich schreibe übrigens auch, dass es auch Pferd-Mensch-Paare gibt, die mit Spaß bei der Sache sind. Und dass es sicher auch Turnierreiter gibt, die ihr Pferd mit Liebe und Geduld vorbereiten und dann mag es auch in Ordnung sein. Ich würde mir wünschen, dass ich auch genauso viel Toleranz und Genauigkeit bekomme, wie ich sie gebe und wie Du sie für Dich einforderst.

      Ich habe nirgends geschrieben, dass man alles richtig macht, sobald man keine Turniere reitet oder dass nur richtig reitet, wer Bodenarbeit macht.

      Dieser Artikel ist auch kein Aufreger gegen die Turnierwelt – es ist ein Aufreger über die Dinge, die in der Pferdewelt passieren. Ich rege mich auch über dunkle Boxenhaltung auf, ich rege mich darüber auf, dass Menschen sich nicht richtig informieren oder Hilfe holen, ich rege mich über brachialen Einsatz von Gerte und Sporen auf, weil das Pferd doch dominiert werden muss. Egal wo! Ob auf dem Turnierplatz oder zu Hause im Stall. Das alles überliest Du und unterstellst mir Aussagen, die ich nie gemacht habe.

      Ich finde ehrlich gesagt erschreckend, dass Du und die anderen Turnierreiter, die hier kommentiert haben, mir in den Kommentaren Kompetenzen absprechen und meine Aussagen fälschlicherweise verallgemeinern oder sogar verfälschen. Das empfinde ich nicht als höflich, wenn die Antwort auf meine (andere) Meinung die ist, mich als inkompetent zu bezeichnen.

      Ich habe jetzt schon einige Trainer und Pferdemenschen erlebt, die eine feine Kommunikation auch ohne die von mir verurteilte Brachialität hinbekommen. Es geht also! Warum sollten wir dann eine solche Kommunikation nicht anstreben, an uns arbeiten und lernen, wie wir es diesen Trainern nachmachen können? Wenn ein Pferd Spaß am Turnier hat, geduldig und entspannt darauf vorbereitet wurde und nicht Leistungen erbringen muss, die Knochenstruktur und Körperbau zerstören (wie es im Profibereich oft der Fall ist), dann bitte gerne. Hauptsache das Pferd ist im Fokus und nicht der Ehrgeiz des Menschen. So, das war mein Wort zum Sonntag ;-) Ich hoffe Du verstehst mich und schicke viele Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Liebe Ulrike, den Russen kenne ich nicht und habe noch nie vorher von ihm gehört. Sollte er grausam gegen Pferde sein, finde ich das schrecklich. Auch der Däne ist eher schwierig und ich habe schon Schwieriges über ihn gelesen. Auch ihn würde ich nicht empfehlen. Die Doku der Frau berührt aber auch so viele tolle Pferdemenschen, wie Mark Rashid, dass ich mir wünschen würde, dass sie nicht vergessen werden dabei. Liebe Grüße, Petra

  12. Lena sagt:

    Hallo, alle zusammen, ich bin ja doch recht überrascht auf meinen Beitrag ein recht positives Feedback zu erhalten, ich hatte eher mit einem sogenannten "Shirtstorm" gerechnet, aber das zeigt ja nur, dass viele Artikel, die in die selbe Richtung wie Deiner gehen, liebe Petra (und du hast recht, ich habe in meinem kleinen Rundumschlag mich auch auf andere Sache bezogen, die ich hier und da schon lesen musste, die du aber so gar nicht erwähnst, insofern entschuldige ich mich dafür gerne bei dir) einige Leute, wie mich, doch schon auch etwas aufregen. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich überhaupt kein Turnierreiter bin, da das Pferd, das ich momentan reite zwar vom Können, jedoch mental dazu nicht wirklich in der Lage ist und ich es auch nicht brauche bzw. die Möglichkeiten nicht so habe. Aber ich kann verstehen, wenn man aufs Turnier geht und würde es mit einem anderen Pferd bestimmt auch öfters tun. Abgesehen davon bekommt man i. d. R. auch von den Richtern nach jedem Ritt immer ein Feedback, was einem durchaus weiterhelfen kann. Ich habe gar nichts dagegen wenn Leute mit ihren Pferden Zirkuslektionen üben und clickern was das Zeug hält (obwohl ich mir dann wohl doch eher einen Border-Collie anschaffen würde :-)), weil ein Pferd meiner Meinung nach eben doch zum reiten gemacht/gezüchtet ist, aber das soll jedem selbst überlassen sein, solange sich nicht ständig über die Klassiker erhoben wird. Dennoch finde ich es gut, dass sich nun auch mal ein paar Leute mit Erfahrung hier zu Wort melden und nicht nur irgendwelche Andersdenkende wie dieser Markus und hier Quatsch verbreiten. Ein weiteres Thema das hier angesprochen wurde und von dir, Petra auch gutgeheißen wurde, war die Meinung einer Dame zum Thema Begrenzung der Anzahl der Pferde in der Ehrenrunde: Hier wurde gesagt, dass ein Reiter der auf hohem Niveau Dressur reitet immer dazu in der Lage sein sollte, sein Pferd in jeder Situation zu kontrollieren oder so ähnlich. Das kann ich nicht so stehenlassen. Es soll Pferde geben, die einfach von Natur aus so nervös sind, dass es ein echter Gewinn ist, mit ihnen heil durch eine Turnierprüfung zu kommen. Insofern würde es auch Sinn machen die Anzahl der Pferde (zum Schutz vor sich selbst und zum Schutz der Reiter zu minimieren). Nur dass die meisten, die sich hier über so etwas beschweren wahrscheinlich noch nie so ein Pferd unterm Hintern hatten bzw. haben werden und das dementsprechend vermutlich gar nicht nachvollziehen können, wie es ist auf einem "Feuerstuhl" zu sitzen. Wenn diese Regelung tatsächlich in Kraft treten würde, würde ich das begrüßen. Das wolle ich hier noch gerne beitragen, um mal ein bisschen von dieser Pferdemädchenromantik wegzukommen und sich der Realität wieder etwas mehr zuzuwenden, freue mich aber über die größtenteils wohlwollenden Kommentare zu meinem Beitrag.

    • Petra sagt:

      Liebe Lena, vielen Dank für Deinen weiteren Kommentar und es freut mich, dass Du meinen Artikel nun auch anders einschätzt, nachdem Du ihn nochmal komplett gelesen hast. Ich mache es kurz, weil doch schon alles gesagt ist in meinen vorherigen Kommentaren. Gehe nur kurz auf Deine neuen Texte ein. Ich persönlich finde Nadjas Argumente logisch, denn wenn ein Pferd so nervös ist, dass es schon eine Leistung ist, dass es ein Turnier "übersteht", dann gehört es für mich nicht dorthin. Denn dann ist es mental nicht dazu bereit. Und hat es auch nicht verdient, durchgetrieben zu werden. Dann ist es entweder seelisch nicht geschaffen für den Druck oder es ist einfach noch nicht so weit. Ich persönlich denke, dass man sich die Pferde immer ansehen und im Training "fragen" sollte, wer sie sind und was sie geben können. Und dann anschließend daran das Miteinander ausrichten sollte. Ich finde schön, dass Du mit Deinem Pferd nicht auf Turniere gehst, weil es seelisch nicht dazu bereit ist, wie Du schreibst. So müsste es immer sein. Deswegen pflichte ich Nadja aus vollem Herzen bei. Ich persönlich will kein Pferd, dass sich wie ein "Feuerstuhl" unter mir verhält. Wäre es so, würde ich mir Experten suchen und so lange Ursachenforschung betreiben, bis ich wüsste, warum das Pferd so nervös ist. Schade finde ich, dass Du wieder all denen Kompetenz aberkennst, die nicht Deiner Meinung sind. Was ich einzelnen Sätzen entnehme. Gleichzeitig freust Du Dich, dass hier kein "Shitstorm" losgegangen ist. Ich habe bislang auf dieser Seite noch nie "Bashing" erlebt, vermutlich weil hier vor allem Menschen landen, die Respektvoll mit Mensch und Tier umgehen. Das ist mir sehr wichtig und es ist etwas, das mich sehr freut. Wie schade, dass Du wiederum den Anders denkenden gegenüber dezent bashing betreibst. Indem Du sie und mich als "Ponyhof Romantiker" bezeichnest oder Dich und die zwei anderen Kommentare, die Deiner Meinung mit "auch mal ein paar Leute mit Erfahrung hier zu Wort melden" einordnest. Einige der Kommentatoren hier haben schon über Jahrzehnte Pferde, ich denke nicht, dass sie als unerfahren bezeichnet werden dürfen. Versteh mich nicht falsch! Du darfst gerne anderer Meinung sein, argumentieren und schreiben. Ich freue mich über Ideen, Meinungen und Austausch. Aber so, wie ich Dir respektvoll und höflich meine Argumente schildere ohne Dir Inkompetenz zu unterstellen, würde ich mir wünschen, dass Du all denen, die anders denken als Du, auch den gleichen Respekt entgegenbringst. Liebe Grüße, Petra

  13. besser_reiten sagt:

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Ich hoffe das immer mehr Menschen umdenken und so mit ihren Pferden umgehen, wie sie sich es für sich selbst auch wünschen würden, nämlich mit Liebe und Respekt!

    • Petra sagt:

      Das unterschreibe ich sofort! Was für eine schöne Zusammenfassung! Genau darum geht es mir auch. Ich frage mich immer: Würden die Menschen das alles mit sich machen lassen, was sie mit ihren Pferden tun? Ohne die Pferde zu vermenschlichen, darum geht es gar nicht. Aber ein bisschen Dankbarkeit dafür, was diese Fluchttiere alles jeden Tag für uns leisten und genauso viel Liebe und Respekt für die Pferde, wie wir sie auch von den Pferden haben wollen. Vielen Dank liebe Besser-Reiten für diesen schönen Kommentar und liebe Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Das hoffe ich auch, genau das ist es auch, was ich mit so einem Artikel sagen will. Du hast es schön zusammengefasst, danke dafür!

  14. Karla sagt:

    Es ist ein wunderbarer Bericht. Du sprichst vielen Freizeitreitern ausder Seele. Aber auch vielen Tunierreitern oder das dazwischen. Ich hoffe, dass dieser Bericht bei vielen Menschen ankommt und in ihnen auch etwas bewegt. Pferde sind wundervolle Lebewesen und sie haben ein würdevolles Leben verdient. Auch wenn sie Tuniepferd sind. Naja du hast ja alles aufgeschrieben. Ich danke dir dafür und du hast meinen größten Respekt, dass du deine Gedanken ehrlich aufgeschrieben hast. Obwohl es viele Menschen gibt die wahrscheinlich komplett anderer Meinung sind. Danke!

    • Petra sagt:

      Liebe Karla, vielen Dank – das freut mich sehr. Auch, dass Du schreibst – alle Reiter, von Freizeitreiter bis zum Turnierprofi. Ich will niemanden ausschließen und alle mit einschließen mit meinem Text. Einfach nur ein bisschen zum Nachdenken anregen. Es wird viel zu wenig hinterfragt, habe ich manchmal das Gefühl. Ich mag den Gedanken der "Würde", den Du mit Deinem Kommentar noch eingebracht hast. Vielen Dank für diese schöne Ergänzung. Alles Liebe, Petra

    • Petra sagt:

      Liebe Karla, vielen Dank für Deine Unterstützung. Es freut mich sehr, dass Du meinen Artikel magst. Ich bin immer wieder verwundert, dass es in der Reiterwelt offenbar nicht immer möglich ist, seine Meinung zu sagen, wenn sie gegen Turnierwelt, Hilfsmittel, Ausbinder und Co geht. Meist ist es ja so, dass Menschen, die vehement und stur und vielleicht sogar extrem ablehnend mit anderen Meinungen umgehen, ganz tief drinnen wissen, dass es nicht 100 Prozent richtig ist, was sie tun. Vielleicht ist es auch deswegen nicht erwünscht, manches zu kritisieren. Auf jeden Fal danke ich Dir für Deinen netten Kommentar und schicke viele Grüße, Petra

  15. Gabriela sagt:

    Liebe Petra – wie schön dass es Dich gibt!!!

    Für mich sind Pferde "Himmelsgeschenke" – und sie reiten zu dürfen – ebenso…

    Im Laufe meines Lebens habe auch ich viel erlebt und gesehen und es zieht sich durch die Menschheit – der Schwächere wird gequält, ausgebeutet oder vernichtet… Ob Mensch oder Tier…

    Nur wer mit sich selbst im Reinen ist und ein guter Mensch ist wird von den Tieren geliebt und akzeptiert – den anderen bleibt nur noch die Gewalt und der Neid.

    Und die schlimmsten Charaktere sammeln sich ausgerechnet um das edelste Lebewesen…
    DER ABSOLUTE HORROR!!! Damit auch noch Geld verdienen zu wollen ist eine Schande!!!

    Gabriela

    • Petra sagt:

      Liebe Gabriela, tatsächlich sehe ich es auch so, dass. es nicht selbstverständlich ist, dass wir auf den Pferden reiten und ich bin dankbar, dass sie mich tragen und mit mir arbeiten. Vieles von dem, was wir von ihnen verlangen ist nicht selbstverständlich für sie – angefangen beim Hufe geben. Ich würde mir wünschen, dass die Gesundheit und die artgerechte Haltung wichtiger sind, als alles andere. Ich bin nicht gegen Turniere, wichtig ist mir nur, dass das Pferd im Vordergrund steht. Nicht Geld, nicht der persönliche Ehrgeiz, nicht irgendwelche Regelungen oder Trainingsmethoden – sondern nur das Pferd. Wenn es Spaß hat, gut vorbereitet wurde und Mensch und Tier als Team gerne auf Veranstaltungen gehen, dann finde ich das vollkommen okay. Aber sobald Tiere zurechtgezurrt, gebrochen oder in die erlernte Hilflosigkeit getrieben werden, da hört der Spaß bei mir auf. So, bevor ich mich jetzt wieder in Rage schreibe ;-) sage ich: Liebe Grüße, Petra

  16. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    ja es macht oft wütend, wenn ich sehen muss wie oft über Tiere hinweggegangen wird. Das passiert nicht nur bei Pferden, sondern auch bei anderen Tieren.
    Früher habe ich vieles so gelernt. Ich habe gelernt, dass ein Stachelhalsband für einen Hund nichts schlimmes ist, weil er ja nur gepiekst wird, wenn er an der Leine zieht. Ich habe gelernt, dass Kühe nicht auf die Weide müssen, dass es ihnen reicht angebunden in einem dunklen kleinen Stall zu stehen und Heu und Silage zu fressen. Ich habe gelernt, dass Katzen einmal in ihrem Leben Junge bekommen müssen, wenn man diese nicht will es aber völlig okay ist, die Jungen an die Wand zu schlagen, dass sie tot sind. Ich habe gelernt, dass Meerschweinchen tolle Kuscheltiere sind und ihr ängstliches Brummen ein Anzeichen von Freude ist.
    Ich gestehe, dass ich in der Vergangenheit selber viele Fehler gemacht habe. Auch im Umgang mit Pferden war ich früher oft grob und unbeherrscht. Wenn mein Pferd mich abgebockt hat, dann habe ich wie meine Reitlehrerin es mir damals gesagt hat, nicht nach den Ursachen gesucht sondern dem Pferd mit der Gerte eins zwischen die Ohren gegeben. Nichts worauf ich heute stolz bin.
    In mein Leben ist dann ein ganz besonderes Pferd getreten. Mein erstes eigenes Pferd. Dieses Pferd hat mir gezeigt, dass man Tiere respektieren sollte. Unsere Geschichte ist zu lange für die Kommentarfunktion, aber ich habe gelernt umzudenken. Mir ist klar geworden, dass mein Zusammensein mit Tieren in erster Linie eine Arbeit an mir selber ist. Es geht darum, dass ich selber meine Ängste, meine Selbstzweifel und meine Kontrollsüchte ablege. Dass ich den Umgang den ich mir selber wünsche meinen Tieren vorlebe und ihnen vertraue.
    Wenn ich diesen Weg eingeschlagen habe, dass ich ernsthaft den Tieren zuhöre und zwar gerade dann, wenn sie mir unangenehme Dinge zeigen, dann handle ich im Interesse meiner Tiere und das ist der Moment wo Dinge wie eine Rollkur ausscheiden. Wo ich lerne, dass es nicht wichtig ist, ob ich auf’s Turnier gehe oder nicht, sondern wo die Dinge die du in deinem Artikel anprangerst nicht mehr gehen, weil ich dann die Stimme höre, die mir sagt, dass es meinem Tier nicht gut geht. Dieses hineinfühlen und hören machen leider wenige Menschen. Denn es erfordert sehr viel Selbstreflektion. Es erfordert mit allen Traditionen zu brechen und es erfordert viel Mut sich selber kennen zu lernen.
    Fürher habe ich oft angefangen mit Menschen zu streiten, wenn sie meiner Meinung nach nicht ordentlich mit ihren Tieren umgehen. Das tue ich heute nicht mehr, denn das bringt nichts, außer, dass die Angesprochenen ihre Wut, Scham oder was auch immer wieder an ihren Tieren auslassen. Damit habe ich nichts gewonnen. Ich versuche trotzdem immer wieder Missstände anzusprechen. Immer wieder kritische Fragen zu stellen auch mir selber gegenüber. Denn ich denke auch, dass Vorbild hilft.
    Ich glaube es gibt überall Menschen die es gut mit ihren Tieren meinen und überall Menschen, die mit ihren Tieren nicht gut umgehen. Sei es in der Dressur wo Pferden der Kopf runtegezogen wird am Gebiss, sei es im Springsport wo man sich die Frage stellen kann, wie Pferdebeine so eine Belastung überhaupt aushalten sollen, bei der Bodenarbeti wo Pferde angeblich gewaltfrei psychisch fertig gemacht werden und Stricke um die Ohren geschlagen bekommen, sei es beim Clickertraining wo manchmal der Glaube da zu sein scheint, dass man mit dem Clicker einen Automaten programmieren kann, der, wenn man nur genügend trainiert alles ausspuckt was man will. Hier hilft meiner Meinung nach sich selber immer wieder fragen, ob man im Sinne des Pferdes handelt oder nicht und die eigenen Interessen hinten an zu stellen.
    Im Prinzip ist es ganz einfach. Zuhören. Aber es ist unbequem, denn wenn man Tieren die Wahl lässt, bekommt man manchmal nicht die gewünschte Antwort…

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam – danke! Für Deine Ehrlichkeit und Deine Offenheit, für Deinen Kommentar und dafür, dass Du darüber schreibst, wie Du heute denkst. Ich sehe es in allen Punkten ähnlich. Ich denke, dass viel zu viel zu mechanisch gemacht wird, ohne zu hinterfragen oder mit dem Gefühl fürs Pferd zu handeln. Jeder macht Fehler, das ist in Ordnung. Schlimm ist nur, wenn Menschen gar nicht erst bereit dazu sind, über ihre Fehler nachzudenken und wenn dann (noch schlimmer) Unschuldige darunter leiden. Egal, ob Tier oder Mensch. Ich schließe mich Dir also an und rufe hiermit ein Plädoyer fürs Zuhören und für Respekt aus – alles Liebe, Petra

  17. Ene sagt:

    Vielen Dank für diesen berührende Artikel. Du sprichst auch aus meiner Seele. Leider sind nicht immer Reiter und Pferd ein gutes Team .Für ganz viele Leute ist Pferd nur als Statussymbol oder Sportmittel, leider..

    • Petra sagt:

      Liebe Ene, ich Danke Dir vielmals für Deinen Kommentar. Es tut gut, auch solche Meinungen zu lesen. Liebe Grüße, Petra

  18. Mani sagt:

    So, es ist halt einmal so das der Pferdesport eine Geschäftssache ist für Veranstalter als auch für Reiter. Viele leben einfach davon und dafür, und es wird mit allen Methoten versucht der Beste zu sein.
    Oft wird es auf den Rücken anderer ausgetragen in diesem Fall oft auf dem Rücken der Pferde. Das kann auch keiner ändern nicht jetzt und nicht in Zukunft. Ich bin schon lang dabei und habe auch viel gesehen vieles war nicht schön vieles schön. Aber der Pferdesport ist ein schöner Sport auch für Pferde. Wenn man die Vielseitigkeit hernimmt, die wir auch betreiben, und das ist von Fachleuten bestätigt, da muss man als Reiter einen Klescher haben aber auch das Pferd kann nicht normal sein wenn es über solche Hinternisse springt. Das macht kein normales Pferd.
    Darum Siegerpferde sind immer wie ein Feuerstuhl unterm Hintern, sie müssen im Gelände so sein, und in der Dressur und beim Springen am Platz müssen sie wieder ruhig und bedacht sein und das ist auch die kunst bei der VS. Und für viele Nicht-Turnierreiter eine Info: Es werden heutzutage bei den Turnieren jegliche Art von unangebrachter Gewalt bzw. Schlagen mit Verwarnungen und mit Teilnahmesperren geahntet. Es passiert also auch in diese Richtung etwas , war ja gut ist. So wir lassen uns den Spass an Turnieren nicht nehmen und werden weitermachen wie bisher und sind guter Dinge das wir auch einmal genug Geld damit verdienen um damit leben zu können.
    Schönen Tag noch an alle!

    • Petra sagt:

      Lieber Mani, den Spaß am Turnier will ich Dir so gar nicht verderben. Ich bin ja auch nicht gegen Turniere per se – aber irgendwie will das so gar nicht bei Dir ankommen. Ich denke nur, dass es widersprüchlich ist, wenn Du einerseits schreibst, dass "kein normales Pferd" über solche Hindernisse springt oder "Du schon vieles gesehen hast, das nicht schön war" – wie kann dann Pferdesport "ein schöner Sport" für Pferde sein? Aber das ist nur ein Gedanke bei dem ich mich ertappe. Vielleicht müsste auch endlich das "schneller, höher, weiter" raus aus dem Turniersport, vielleicht müssten Richter Bewertungspunkte für Feinheit, Teamarbeit oder zarte Hilfen, Entspannungsgrad des Pferdes und andere ähnliche Dinge vergeben können, statt über Hindernisshöhe oder Einhalten bestimmter Zeiten die Punktezahl zu bestimmen. Das wäre doch so viel schicker, wenn man quasi die feine Teamarbeit mehr beurteilen würde als die immer rasanteren Hindernisse und Prüfungen. Das ist aber nur so eine Idee von mir. Denn im Team miteinander eine Aufgabe zu meistern, ist ja eigentlich etwas Schönes. Es wird nur schlimm, wenn einer aus dem Team zunehmend leiden muss, um die Anforderungen erfüllen zu können. Ich wünsche Dir auch einen schönen Tag, Petra

  19. Manuela Gräf sagt:

    Hallo Petra,
    ich bin jetzt rein zufällig wieder auf einen deiner Berichte gestoßen. ;-) Ich hatte ja schon einmal zu einem anderen Artikel von dir -gebissloses Reiten- meine Erfahrungen weiter gegeben.
    Dieser "Meinungsaustausch" hier, ist sehr lang und, was ja dann oft passiert, am eigentlichen Thema manchmal vorbei geschrammt.
    Zwischen den Zeilen ist mir irgendwo aufgefallen, dass jemand geschrieben hatte, dass das Pferd eigentlich mit dem Menschen nichts zu tun haben möchte.
    Das stimmt mit Sicherheit leider in sehr vielen Bereichen und evt. auch im Ursprung Pferde. Was aber in der Natur beinahe jeden Tieres zu beobachten ist, ist die Tatsache, dass es auch Ausnahmen gibt, und dass Tiere dort, wo es ihnen gut geht, gerne auch freiwillig bleiben.

    Drei solche Situationen mit Pferden konnten wir in der unglaublichen Weite von Polen auf unserem Wanderritt, von dem ich dir schon berichtet habe, erleben.

    Wir kamen dreimal mit unserer Huzulen Herde (12 Pferde) an freilaufenden Pferden vorbei.
    Es waren wohl ein Hof, Landwirtschaft, Menschen usw. zu sehen, aber KEINE ZÄUNE für diese Pferde!
    Einmal sind wir durch ein Camp geritten, wo Hobbyisten ein einzelnes Pferd ohne jegliches Halfter o.ä. in ihrem Zeltlager frei herum laufen ließen.
    Wir haben das Camp durchquert, das Pferd hat uns nur angeschaut und sich nur sehr wenig für unsere Herde interessiert!
    Es ist bei seinen Menschen geblieben und war nicht angebunden!
    Bei den anderen jeweils zwei einzelnen Pferden mitten in der weiten Landschaft war es ähnlich.
    Als wir die Pferde entdeckt hatten, waren wir alle sehr angespannt, was jetzt passieren würde.
    Die Pferde, bzw. immer das einzelne Pferd, das wir an dem jeweiligen Tag frei herumlaufend getroffen haben, ist natürlich erst einmal auf uns zugerannt, hat verschiedene Pferde beschnuppert, es gab das eine oder andere "aufmischen", aber dann war es das auch schon.
    Was wir nicht für möglich gehalten haben, ist die Tatsache, dass sie nicht, wie wir vermutet hätten, mit uns als "Herde" weitergezogen sind, weil sie ja "allein" waren. Nein! Sie blieben zurück, freiwillig, bei "ihrem" Haus, "ihren" Menschen, ohne Zaun!
    Sie haben uns nachgeschaut, dann weiter gefressen, und das war es!
    Für mich/uns eine Erfahrung, die wir so noch nie gemacht hatten und die uns wieder andere Türen zum Nachdenken in die Welt der Tiere geöffnet hat.

    Liebe Grüsse
    Manuela

    • Petra sagt:

      Liebe Manuela, schön, dass Du wieder zu uns gefunden hast :-) Der Meinungsaustausch bei dem Artikel hier war tatsächlich seeeehr lang und nicht jeder wollte gerne hören, was ich zu sagen hatte ;-) Aber da muss man durch, wenn man eine Meinung hat. Ich finde Deine Geschichte sehr schön und das perfekte Beispiel dafür, dass die Pferde auch gerne mit uns arbeiten. Würden sie das nicht, würden so viele Pferde nicht freiwillig zu ihrem Menschen an die Koppel kommen oder sich freuen, wenn man zusammenarbeitet. Es gibt so viele Beispiele im Alltag, die zeigen, dass die Pferde gerne mit dem Menschen etwas machen – dann wenn der Mensch sie versteht und gut behandelt. Deine Beispiele sind noch so viel beeindruckender, weil die Pferde komplett frei waren und trotzdem bei ihrem Menschen bleiben wollten. Vielen Dank für die schönen Zeilen, ich habe sie mit viel Freude gelesen. Liebe Grüße, Petra

  20. Silke sagt:

    Ich glaube das größte Problem ist einfach das man es nicht anders beigebracht bekommt. Die kleinen Mädels finden Pferde toll und Mutter und Vater schicken sie in einen Reitkurs. Und hopp hoch aufs Pferd. Ich finde jeder Reitkurs sollte erstmal damit beginnen das über Pferde, ihre Denkweise und Bedürfnisse aufgeklärt wird (Welches kleine Mädchen sagt "juhu ich will reiten, jetzt kauf ich mir erstmal ein Sachbuch!"?!).
    Ich hatte jahrelang mit Pferden zu tun und habe jetzt wieder eine Reitbeteiligung in Aussicht. Daher hab ich beschlossen meine Reitkünste wieder aufzubessern. Ich hab mir also eine Einzel-Reitstunde geben lassen und bin wirklich erschrocken. Ich hatte keine Minute Zeit mich dem Pferd "vorzustellen", das liebe Tier reagierte als ich vom Galopp in den Trab fallen sollte nicht auf meine Gewichtshilfen. Das lag mit Sicherheit an mir, ich bin lange nicht geritten, der Galopp war nicht sehr weich und ich hatte den Rhythmus noch nicht ganz raus. Ich sollte darauf hin viel fester an den Zügeln ziehen. (Hä?) Danach sollte mir die Tochter der Reitlehrerin helfen das Pferd zu verräumen. Brav stand der Wallach da als ich die Hufe auskratze und die Tochter das Pferd hielt. Plötzlich zerrte sie am Zügel und schrie ihn an er solle stehen bleiben. Ich war total verwirrt, er hatte doch nichts getan? Das einzige was ich beobachtet hatte war eine Gewichtsverlagerung wozu er mit einem Huf minimal zu Seite getreten ist. Es läuft doch so viel falsch. Ich suche mir jetzt einen anderen Reithof und hoffe auf Besserung.

    Kompliment an diese Seite! Die Berichte sind so toll und berührend. Und auch der Aufbau der Seite und die Gestaltung sind klasse!
    Weiter so!

    • Petra sagt:

      Liebe Silke, entschuldige, dass ich so spät antworte. Wir sind gerade in Neuseeland und haben immer nur kurz Internet. Du hast so Recht. Ich würde mir ja auch wünschen, dass Reitstunden erstmal mit Theorie und viel Bodenarbeit anfangen. Damit man das Pferd überhaupt erstmal kennt, versteht und einschätzen kann, bevor man sich auf den Rücken setzt. Deine Beschreibung von den Reitstunden klingt auch nicht wirklich toll, aber das Schreckliche ist auch, dass es offenbar in vielen Ställen so zugeht. Ich würde mir so sehr wünschen, dass sich das endlich bald ändert. Ich drücke Dir die Daumen bei Deiner Suche nach einem guten Stall und einem guten Trainer. Das ist wirklich nicht einfach. Aber es gibt sie Gott sei Dank auch :-) Und ganz lieben Dank für Dein Lob, das freut mich wahnsinnig!! Alles Liebe, Petra

  21. Jana sagt:

    Toll! Einfach nur toll und so wahr!
    Vielen Dank für deine wunderbare Seite, deine ehrlichen Meinungen und die vielen Tipps! Ich fühle mich hier unglaublich wohl, verstanden und unter Gleichgesinnten.
    Leider steht man mit dieser Meinung häufig recht allein da, da es ja "einfach so ist" und "schon immer so gemacht wurde". Das Pferd "verarscht" seinen besitzer halt oder hat schlichtweg "kein Bock".
    Wenn man dann etwas dazu sagt, wird man gleich belächelt, abgestempelt oder einfach nie wieder nach einer Meinung gefragt…traurig…
    Wenn man ehrlich ist, fristen die meisten Pferde ein elendiges Dasein. Sie werden nicht artgerecht gehalten und nur "verbraucht".
    Selbst bei den artgerecht gehaltenen Pferden sieht man in den meisten Fällen Reiter, die sich weder über biomechanische Abläufe und richtiges Reiten, noch über psychische Aspekte des Pferdes Gedanken machen…schade.

    Umso glücklicher bin ich jedes Mal wieder, diesen, wenn auch oft "mühsameren" und langen, aber so wundervollen Weg, für mich gewählt zu haben, meine Pferde glücklich und gesund zu sehen und jede Sekunde mit ihnen zu genießen, statt irgendwelchen unnötigen Zielen hinterher zu eifern.

    Ich freue mich auf ganz viele weitere tolle Artikel von dir! Danke!!

    • Petra sagt:

      Gerne Gerne Gerne :-)) Danke für Deine tollen Kommentare! Diese Sätze habe ich ja anfangs auch gehört: "Der hat zu funktionieren" "Lass Dich nicht verarschen"… Mir ging es wie Dir, ich wurde belächelt und mir wurde gesagt, dass ich zu lieb sei. Dass ich härter werden müsse, sonst würde das nie was mit mir und den Pferden. Ich müsse mich mit der Gerte durchsetzen und so weiter. Ich habe es nie ganz verstanden, wollte das nicht und war letztlich ganz schnell weg und habe mir andere Lehrmeister gesucht. Es gibt die tollen Pferdemenschen und Pferdetrainer, die einen anderen Weg gehen. Kennst Du Alfonso Aguilar? Oder Kenzie Dysli? Oder auch meine Trainerin Sabine Wendland? Toll!! Ich freue mich sehr, dass Du hier vorbeischaust und freue mich von Dir zu lesen. Wie viele Pferde hast Du denn? Alles Liebe, Petra P.S.: Bald kommt eine neue Artikel Serie – ich hatte gerade 5 Tage Training bei einer Liberty-Trainerin :-)

  22. Jana sagt:

    Hallo Petra,

    ja, das mit dem Durchsetzen (auch ruhig mal mit ordentlich Gerte und Kraft) wurde mir auch immer gepredigt :-( Schon in dem ersten Reitschulbetrieb in dem ich angefangen habe zu lernen waren ein rauer Ton und Gewalt leider wie selbstverständlich an der Tagesodrnung.
    Von Alsonfo Aguilar habe ich ein tolles Buch über Bodenarbeit, über Kenzie Dysli habe ich auf der Messe sehr erfreut gestaunt. Einfach toll, wie dort die Kommunikation stimmt!
    Deine Trainerin kenne ich leider nicht, hat sie eine Seite, wo man mehr über sie und Ihre Arbeit erfahren kann?
    Oh, auf die neue Artikel-Serie freue ich mich dann jetzt schon mal :-)

    Vielen Dank :-)

    Liebe Grüße Jana

    • Petra sagt:

      Grauenvoll, gell? Ich konnte diesen Satz mit der Gerte nie leiden und habe mich immer gefragt, warum ich bei einem Tier, das jede Fliege auf seinem Fell fühlt "die Gerte fetzen" lassen soll. Ich habe mich immer darum herum gemogelt. Gewalt gibt es vermutlich in viel zu vielen Ställen und die Gewalt fängt aus meiner Sicht schon an, wenn an Zügeln gezerrt wird und die Spore sich in die Flanken bohrt, statt feines Hilfsmittel zu sein. Bei Kenzie hatte ich übrigens meine allererste Stunde Bodenarbeit. Ich war damals in Andalusien, wo auch meine Jungstute gezüchtet wurde, und sie war zufällig da und hatte Zeit. Eine tolle junge Frau. Wir haben mit ihr auch im Januar gedreht, als wir in Andalusien waren. Das kommt (demnächst) auch hier auf der Pferdeflüsterei. Ich bin ein Fan von ihrer Geduld und Gelassenheit, aber auch klarer Konsequenz. Sie macht das toll. Sabine Wendland ist meine Trainerin hier in Deutschland. Sie hat aber keinen Schulbetrieb, sondern trainiert Jungpferde und Problempferde plus Pferde zusammen mit ihren Besitzern. Sie ist an der Elsässer Grenze in Neulauterburg. Eine wirklich tolle Trainerin. Ganz liebe Grüße, Petra P.S.: Ich bin gespannt, wie die Tipps von Andreas bei Dir und Deiner Stute klappen und würde mich freuen, wenn Du mal schreiben magst

  23. Natalie sagt:

    Ein anzeige im Tageszeitung über ein Turnier in mein Umgebung wo u.a. auch Horse und Dog jumping gezeigt wurde überzeugte mich dann mit mein Tochter von 4,5 Jahre dahin zu gehen um zu gucken. Leider war das eigentliche Turnier ausgelaufen/verzögert und bekam ich so sehr unschöne Bilder mit. Der letzte Teilnehmer mit sein Pferd wie festgeschnurrt und kein Moment wurde die Zügel mal gelockert vor dem Springen schon eine weile auf den Turnierplatz! Nur beim Springen hatte das Pferd mal die Möglichkeit zu gucken wo es überhaupt hin musste. Nach den Parcours wurde die Zügel sofort wieder extrem kurz genommen und der Nase des Pferdes fast zum Brust gedrückt. Und dann das schlimmste, der Typ hat auch noch gewonnen!!! Das arme Pferd dürfte nach sein Leistung noch nicht einmal sein Hals strecken! Und da gucken soviel Leute zu kleine Mädchen und Jugendliche die meinen guck mal den da kann so richtig gut reiten! Ich habe fast über den Turnierplatz gerufen lass das arme Tier doch mal sein Hals strecken! Aber ich trau mich das nicht zu machen! Natürlich habe ich mein Tochter sofort gesagt so darfst du später nicht reiten!

    • Petra sagt:

      Liebe Natalie, das ist erschreckend und ich wünschte mir, dass junge angehende Reiter so etwas gar nie sehen müssten. Wie du zu Recht schreibst, ist das ja wirklich für manche Vorbild. Menschen, die ihr Pferd so reiten dürften nicht gewinnen. Es müssten andere Dinge belohnt werden. Das sehe ich ganz genauso. Ich kann verstehen, dass du reinschreien wolltest, aber ich weiß auch nicht ob ich mich getraut hätte. Ich kann so etwas so gar nicht sehen, deswegen gehe ich gar nicht erst hin. Wenn ich es sehe, werde ich so wütend und traurig, dass es mir tagelang nachgeht. Aber ich finde toll, dass du deiner Tochter gesagt und erklärt hast, warum das schlimm war, was sie da zu sehen bekommen hast. Wir können am Besten anfangen dort etwas zu bewirken, wo die Menschen offen sind für neues. Auch bei den kleinen jungen zukünftigen Reitern und Pferdemenschen. Alles Liebe und danke für deinen Kommentar, Petra

    • Petra sagt:

      Liebe Karo, danke dir! Das tut mir gut zu lesen. Ich war so wütend, dass diese Worte einfach raus mussten. Aber natürlich sind sie nicht bequem. Ich denke, dass sich etwas ändern muss, vor allem unser Blickwinkel auf die Reiterei und die Pferdewelt. Ganz liebe Grüße, Petra

  24. Bine sagt:

    Hallo,
    ich habe den Artikel und fast alle Kommentare durchgelesen und möchte hier etwas anmerken.
    Der Sinn der Tunierreiterei, wie ich es verstehe ist es den Trainingstzustand und Fortschritt meines Pferdes zu überpfüfen. Das finde ich erst mal nicht schlecht. Dennoch hat man oft den Eindruck dass es bei vielen nur ums Schleifchensammeln geht, um jeden Preis sozusagen.
    Schlechte Reiterei und schlechter Umgang mit Pferden findet sich in allen Sparten. Auch die Diskussion welche Reitweise die bessere ist oder ob mit oder ohne Gebiss- Alles hat seine Berechtigung. Wir müssen endlich aufhören mit dem Schubladendenken sondern vielmehr versuchen zu verstehen was wir von der jeweiligen vermeintlich anderen Seite für uns lernen können, was für unser Pferd gut sein könnte. Manchmal reicht auch schon zu verstehen warum etwas gemacht wird, was der Ursprung ist, um zu hinterfragen ob das für mich und mein Pferd zutreffen könnte.
    Und wenn wir schon dabei sind die Dinge aus Pferdesicht zu betrachten auch damit aufhören unsere Pferde zu vermenschlichen. Wer Pferde in der Herde schon einmal beobachtet hat, wie es hier untereinander mal abgehen kann wird mir zustimmen dass es nicht immer sanft zu geht. Hier wirken einfach andere Kräfte und dort wo es für mich gefährlich wird hat es seine Grenze. 600 Kilo und die Kraft eines Pferdes machen es notwendig:
    Das Pferd muss lernen auf mich zu achten, egal was aussen rum passiert.
    Die Gerte ist mein verlängerter Arm, mit dem gezielten, vereinzelten Sporeneinsatz (hier kommt dann auch der Ausdruck sporadisch her :-) ) verleihe ich meiner Hilfe etwas mehr Nachdruck, mit dem Gebiss wirke ich direkt auf die untere Muskelkette ein. Die Skala der Ausbildung ist mein Fahrplan.
    Das heist nicht dass ich mein Pferd schlage und quäle.
    Ich trainiere mein Pferd um es richtig zu bemuskeln, damit es lange gesund bleibt und in der Lage ist das Reitergewicht zu tragen. Ein ausbalanciertes, im Gleichgewicht laufendes Pferd hat Körperbewusstsein und kann gelassen auf fremde Reize reagieren.
    Das Training soll das Pferd schöner machen, selbstbewusst und stolz.
    Dies gilt es zu erreichen mit pferdgerechter Haltung, Geduld, viel Zeit, ständigem Lernen und so feinen Hilfen wie möglich. Die Wege dahin mögen unterschiedlich sein, Rollkur, blutige Flanken und zugeschnürte Mäuler gehören hier nicht dazu, da hast du meine volle Zustimmung.

    • Petra sagt:

      Liebe Bine, ich kann immer nur nicken – bei jedem Wort deines Kommentars :-) Du hast es auf den Punkt gebracht. Danke dir dafür!! Sehr! Dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen, deswegen bin ich ausnahmsweise mal ganz still. Ganz liebe Grüße, Petra

    • Petra sagt:

      Liebe Heike, danke dir :-) das tut gut zu lesen. Und es tut gut zu sehen, dass es so viele tolle Pferdemenschen da draussen gibt, die es anders machen wollen. Danke für deinen lieben Kommentar, Petra

  25. Sternchen sagt:

    Hey Petra, wieder einmal ein sehr schöner Artikel :)
    Ich selber bin ja auch Westernreiter und habe auch schon an einem Jugendturnier(Walk Trott Western Pleasure) der EWU teilgenommen. Es war anstrengender, einen pferdefreundlichen Weg zu gehen. Aber ich gehe diesen Weg lieber und mein Pferd auch. Beim Tunier hat Sternchen wirklich alles für mich gegeben, auch wenn sie nicht wusste wofür sie jetzt mit mir "kämpfte". Es war und ist mir völlig egal, ob ich erster, zweiter oder letzter werde. Es haben nur 5 Leute teilgenommen. Im Trab begann Sterni plötzlich zu äppeln und blieb stehen. Da dies ja eine "Unterbrechung der Gangart" ist bin ich letzter geworden. Aber trotzdem bin ich wahnsinnig stolz auf Sternchens Leistung!
    Liebe Grüße, Luna

    • Petra sagt:

      Hey Luna, wie schön, dass du das Bemühen deines Pferdes zu schätzen weißt. Das ist toll! Ich denke ja auch immer, dass es vielleicht auf den ersten Blick anstrengender oder schwieriger erscheint den richtigen Weg zu gehen, oder sich Gedanken zu machen, langsame kleine Schritte zu machen – aber am Ende lohnt es sich. Ein Pferdetrainer hat einmal (sinngemäß gesagt): wer viele kleine Schritte geht, wird schneller ankommen – oder so ähnlich ;-) In diesem Sinne, liebe Grüße an Sternchen und dich, Petra

  26. Sarah sagt:

    Ich reite zwar Turniere aber mein Pferd hat spaß daran. Es ist immer hoch motiviert und liebt es. Wenn ich merken würde das mein Pferd nicht mehr auf Turniere gehen wollte würde ich sofort aufhören damit. Ich finde zu hohen springen (klasse s) Tierquälerei die Pferde werden unglaublich belastet und es ist Gar nicht von der Natur so abgesehen das die Tiere so hoch springen oder in der Dressur piaven oder andere Sachen machen müssen. Es gibt aber auch ein gute Beispiele die mit ihrem Pferd sehr viel Bodenarbeit macht das Pferd vertraut ihr vollkommen und auf Turnieren hat es Spaß es darf auch auf Koppel und sie geht Klasse m.

    • Petra sagt:

      Hallo Sarah, wenn alle so Turnier reiten würden wie du, wäre das perfekt :-) Das Piaffieren, wenn es richtig trainiert wird, ist eine natürliche Körpersprache der Pferde. Hengste piaffieren zum Beispiel manchmal von alleine, wenn sie eine rossige Stute sehen. Auch da gilt, wie für alles – wenn es richtig trainiert wird und mit Zeit und Geduld, dann ist es gesund und gut für die Pferdemuskeln. Zu viele "zwingen" die Pferde leider in etwas, das ähnlich aussieht aber eben nicht gesund ist. Wenn man es richtig trainiert, wie du schreibst, mit Bodenarbeit und Geduld, das Pferd gut vorbereitet auf das Turnierchaos, dann kann das sicher eine schöne Sache sein. Ich bin persönlich nicht interessiert an Turnieren, aber ich bin nicht dagegen, ich bin nur gegen unfaire Trainingsmethoden und Pferde, die gegen ihre Natur zu etwas gewzungen werden mit zu viel Druck oder Brutalität.

  27. Franziska sagt:

    Liebe Petra !
    Toll dass du deine Meinung so offen und ehrlich sagst ! Viele Menschen – darunter auch ich stimmen dir hierbei in allen Punkten zu und möchten zum besseren Umgang mit Pferden beitragen.
    All die Punkte die du oben aufgelistet hast und die auch in dem ersten Video drankamen treffen auf meinen jetzigen Stall(in dem mein Wallach steht) zu ! Schon seit langem informiere ich mich über artgerechte Haltung , was mich nun zu dem Punkt gebracht hat in einen aktivstall zu wechseln. Des Weiteren werden bei uns die jung Pferd (also die 4-6 jährigen Würmchen) mit rollkur etc. ausgebildet! Das mag sich mal einer vorstellen ;( / Eine Situation letztens : der stallchef welcher Pferde ausbildet Reiter 2 Stunden am Stück schwierige Lektionen (Dressur) mit einem 4 jährigen Hengst auf kandare! Am Schluss konnte das Pferd nicht mehr und hat sich mit Reiter Hingelegt weil es einfach keine Kraft mehr hatte (verständlich nach 2 Stunden rollkur) daraufhin hat der stallchef das Pferd mit der Gerte hochgeprügelt und es wurde in die Box gebracht. Einfach grausam …. dies zu sehen und so machtlos zu sein tut mir im Herzen weh. Ich habe täglich Angst das meine Bereiterin dasselbe mit meinem Pferd machen könnte – wirkliches Vertrauen habe ich in niemanden an unserem Stall. Mein Pferd geht wenn ich ihn reite weitgehend entspannt , letztens war ich aber unruhig in der Hand und er hat die Zunge über das Gebiss gelegt – dies tut mir sehr leid – woraufhin meine bereiterin die Trense enger zugeschnürt hat und einen abfälligen Kommentar zu meiner Einstellung für lockeren Nasen und sperrriemen gemacht hat. :( wenn sie ihn Reitet dann buckelt er immer – sie fordert einfach zu viel von ihm. An unserem Stall kommen die Pferde 4 mal in der Woche für 3 Stunden auf die Koppel – aber nur im Sommer …
    Naja das war meine Geschichte dazu … danke für deinen schönen informativen Text zum Thema Pferde quälen
    Mit ganz lieben Grüßen ,
    Deine Franziska

    • Petra sagt:

      Liebe Franziska, ja – manchmal platzt es so aus mir heraus. Dann ärgert es mich so sehr, dass ich gar nicht anders kann. Ich hoffe, dass sich noc einiges tut in der Pferdewelt und freue mich über so liebe und mutmachende Kommentare wie deinen. Viele liebe Grüße, Petra

  28. Heike sagt:

    Hallo Petra, Du sprichst mir aus der Seele mit diesem Artikel. Auf der Suche nach einer Reitbeteiligung sehe ich ganz oft das pure Elend. Ich hole jetzt nicht so weit aus, dass würde den Rahmen sprengen. Auch ich kann den Mund nicht halten, weil es mich so wütend macht, Ungerechtigkeiten am Pferd zu sehen.
    Es geht von nicht artgerechter Pfedehaltung z. B. Boxenhaltung wo Rück- und Seitenwände bis unter die Decke gemauert waren , die Türseite eng vergittert und gegenüber Wand. Ca 20 Stunden stand dieses ehemalige Therapiepferd in dieser Box und sollte durch einige Reitbeteiligungen, die es bespaßen aus diesem Elend befreit werden. Ich schweife aus , sorry. Kurz gesagt entweder stimmen die Haltungsbedingungen oder der Zustand des Pferdes oder das Equipment oder Umgang nicht. Selbst Leute mit langjähriger Pferdewefahrung ( gerade die) weichen nicht einen mm von ihrer alten Vorstellung wie ich mit einem Pferd umzugehen habe: hau drauf, setz dich durch und beim Reiten muss der Kopf vor allen Dingen runter – egal wie!
    Ich bin nicht soooo gerne gesehen, mit meiner Einstellung, weil ich was sage und das wollen viele nicht hören .

    • Petra sagt:

      Hallo lieber Heike, das darf man sich nicht beirren lassen. Mach einfach so weiter wie bisher. Du machst das schon richtig. Ich finde wichtig dass wir immer mehr mit anderen reden dass wir darauf aufmerksam machen und der Rest wird sich dann hoffentlich nach und nach entwickeln. Viele liebe Grüße und danke für deinen Kommentar, Petra

  29. Stefanie Netz sagt:

    Ok, wenn man ein Pferd liebt, dann fragt euch mal für wen ihr mit dem Pferd auf Turniere geht. Macht ihr das für das Pferd, oder wohl doch eher für euch selbst. Man kann sogar noch weiter gehen, warum setzt ihr euch aufs Pferd? Macht ihr das weil es das Pferd möchte, oder ihr selbst?
    Ich denke das damit alles gesagt ist und keiner etwas gegenteiliges sagen kann.

  30. Kati sagt:

    Hey Franziska,
    dann will ich mal hoffen dass dein Pferd schon einen Platz im Aktivstall sicher hat. und wenn das alles wirklich so ist wie du schreibst tun mir die Pferde die zurück bleiben leid… das sind ja Zustände die du da beschreibst! Aber hast du denn dem Stallchef gesagt dass das so nicht ok ist? Weil machtlos ist so eine Sache, und kommentarlos zusehen macht es nicht besser. Oder hast du Angst vor möglichen Konsequenzen wenn du offen sagst dass dieses Verhalten falsch ist? Du tust es doch für die Pferde, und für dein Pferd. Und warum lässt du selbst die Bereiterin überhaupt noch an dein Pferd wenn es mit ihren Methoden überfordert ist und deutlich zeigt dass etwas schief läuft?! Damit bist du selbst nicht besser, denn DU könntest etwas an der Situation ändern. Dass er die Zunge über das Gebiss legt liegt sicher auch nicht an einem einzigen Mal unruhiger Hand, das ist eher angewöhnt durch dauerhaft zu viel Druck oder ist sein Ausweg in Stresssituationen – du kannst es mit Zungenstrecker, anderem Gebiss oder sogar gebisslos probieren, aber auf keinen Fall über enger geschnürte Trensen!

    Zu Stefanies Kommentar: Klar reiten wir in erster Linie für uns, logisch wollen wir auf Turniere – das Pferd kann liebend gern darauf verzichten. Als ich etwa 10 Jahre alt war, war ich mit meinem Shetty auf einem kleinen Hofturnier, angemeldet hatten wir uns für eine Art Trail. Er hasste aufgrund seiner Vorgeschichte Reitbahnen, sie zu betreten und den Parcours abzugehen muss für ihn eine echte Überwindung gewesen sein. Aber er hat es getan, ich musste ihn nicht zwingen oder hart durchgreifen, er war entspannt und hat das mit mir zusammen gemacht. Es hat für einen 3. Platz gereicht, ich war so stolz auf ihn und er wirkte beinahe glücklich dass er das geschafft hat – fast so glücklich wie sein Ausdruck als wir wieder zuhause im Offenstall waren ;)

  31. Gerda Mann sagt:

    zuerst einmal, ja, grundsätzlich hast du recht – kein pferd sollte in rollkur geritten werden, kein pferd sollte verprügelt werden. man sollte sein pferd fair und ordentlich behandeln, das ist hoffentlich allen klar. trotzdem finde ich, dass dein beitrag auf der einen seite vollkommen inhaltslos ist. warum? du wiederholst dich, sagst immer nur das gleiche. auf der anderen seite ist der inhalt teilweise komplett verdreht und verfälscht. du ziehst so gut wie alles über einen kamm. pferdemenschen mit unkonventionellen trainingmethoden wollen auch anschluss und verständnis in der pferdewelt finden, wollen auch nicht über einen kamm gezogen werden. trotzdem, schön, dass du das thema angesprochen hast.
    liebe grüsse

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Gerda, erst einmal freue ich mich, dass du auch für Fairness und freundliche Behandlung der Tiere bist :-) Ich weiß gar nicht so genau, was ich dir auf deinen Kommentar schreiben soll. Ich persönlich habe mir nur Gedanken und meine Meinung aus der Seele getippt. Finde sie auch nicht verdreht oder inhaltslos – es ist ja meine Meinung und meine Beobachtungen. Dinge, die ich so wirklich sehe und erlebe. Aber wenn du das so siehst, dann ist das in Ordnung, dann darfst du das genauso wie ich meine Gedanken und meine Meinung schreiben darf :-) Alles liebe, Petra

  32. Sandra sagt:

    Ich danke dir auch für deine Worte. Ja, es ist genauso und ich fange gerade auch wieder an zu reiten. Mir sind in den letzten Jahren durch THEORIE sehr die Augen geöffnet worden. Übrigens war das auch mit meinen Kindern so, dass ich während der Schwangerschaft Bücher von Jesper Juul gelesen haben, die mein Leben nachhaltig verändert haben. Ich ging anders mit meinen Kindern um, als es meine Eltern kannten. Ich bekam viel Gegenwind, legte mich mit vielen Müttern an, die ihr Baby nach der Uhr gestillt haben und mit Punkt 6 Monaten abgestillt haben. Jetzt meide ich eher den Konflikt, weil es mich zuviel Energie kostet. Schlief das Baby nicht durch, wurde es von diesen Damen schreien gelassen, damit es es lernt!

    So und dann komme ich wieder neu an Reitställe, weil meine Kinder reiten lernen wollen. Ich sehe immer noch die enge Boxenhaltung, die Ausbinder, die Sperriemen, das Anschreien der Pferde, die Rollkur auf dem Platz und in der Halle. Warum sind so viele Zicken eigentlich Reiterinnen?
    Auf einem Turnier, wo wir zufällig landeten letztens, waren überehrgeizige Eltern mit verwöhnten Gören auf schicken Deutschen Reitponys. War nicht schön. Werde ich meiden ab jetzt.

    Du sprichst mir aus der Seele und ich finde es wieder unglaublich, dass dir Kompetenz abgesprochen wird. Du hast sicherlich viel gelesen, viel geschaut und gelernt. Du bringst Veränderung!
    Und das schafft Unbehagen.

    Ich habe damals auch die Sperrriemen geschnürt. Jetzt kann ich es nicht ertragen. Meine Kinder müssen sie verschnallen, weil *das Gebiss dann ruhiger im Maul liegt*. Aha.
    Meine Kinder reiten ein Pony mit Ausbinder, weil der Tierarzt es so angeordnet hat, weil es Rückenprobleme hat. Aha.

    Ich suche gerade nach einem anderen Stall. Ich ertrage es nicht.

  33. Astrid sagt:

    Liebe Petra,

    ich muss hier nun auch meinen Senf dazugeben. Zuerst mal unterstütze ich Dich in Deiner Meinung zu 100%, denn es ist auch meine Meinung. Ich reite jetzt seit 37 Jahren, habe auf vielen Turnieren zugesehen und mir ist kein einziges Pferd begegnet, das wirklich Spaß hatte. Aber ich muss so hart sagen: wer meint, er muss aufs Turnier gehen, der soll es tun. In meinem früheren Stall war eine richtige "Turnierclique", in der Saison waren die jedes Wochenende unterwegs. Ich sags, wies war, die meisten haben nicht viel zerrissen und kamen regelmäßig total frustriert nach Hause. Dort wurde dann unter der Woche viel mit Schlaufzügeln geritten, damit wurde sogar gesprungen und – wenn überhaupt – ins Gelände gegangen. Wir anderen waren nur die "Freizeithivis", aber wir saßen entspannt auf der Bank und haben Kaffee getrunken, hatten vorher einen entspannten Ritt und warteten drauf, wie sie wieder alle schauten, wenn sie nach Hause kamen. Ehrlich gesagt machten wir uns schon lustig über sie. War vielleicht auch gemein. Aber selber nix zerreißen und die anderen "Freizeithivis" schimpfen.

    Bei uns im Stall gibt es zwei "Damen" die regelmäßig mit ihren Kindern zum Reiten kommen. Sie reiten die Ponys unseres Stallbesitzers. Beide "Damen" sind schon mit ihren Kindern völlig überfordert, wenn die kommen, ist nur Hektik, Stress und Schimpfen. Der Abschuss ist die eine von ihnen, sie setzt ihr Kind (Kindergartenkind!) mit Sporen und Gerte auf eins der Ponys. Dieses Kind kann noch nicht mal richtig sitzen, geschweige denn reiten, braucht aber schon Sporen und Gerte, kann keins der beiden "Hilfsmittel" kontrollieren! Und dann schwafelt die "Dame" noch daher, dass das Pony ja so gut läuft und sich schon selber trägt! Ich frage mich, warum sie dann ihre Tochter dazu anhält, dem Pony mal eins überzuziehen oder schön im Maul herumzureißen. Diese Frau wiegt gut 100 kg, als das Pony nicht so funktionierte, wie sie sich das bei ihrem tollen Reitunterricht vorgestellt hatte, hat die sich tatsächlich auf das Pony – ein Shetlandpony! – gesetzt und es "korrekturgeritten"! Unser Stallbesitzer weiß, was da abläuft, aber er sagt und macht nichts. Bei mir wären die schon hochkant vom Hof geflogen, denn es gibt noch andere Mamas, die vernünftig und liebevoll sowohl mit ihren Kindern als auch mit Pferden oder Ponys umgehen. Irgendwann wird mir mal der Kragen platzen, denn es brodelt wegen dieser "Dame" schon im Stall. Ich weiß, dass ich nicht die einzige bin, der das sauer aufstößt.

    Du siehst also, dass es leider im Kleinen schon anfängt, wie soll es dann im Großen besser sein?

    Herzliche Grüße
    Astrid

    • Petra sagt:

      Liebe Astrid, das ist wirklich sehr traurig, denn am Ende leiden ja die Pferde darunter. Ich werde wohl nie verstehen, wie man mit einem Lebewesen so umgehen kann. Und ich fürchte, dass der Stall, den du beschreibst, leider keine Ausnahme ist. Ich hoffe sehr, dass sich das alles irgendwann wandelt. Weil man mit gutem Beispiel vorangeht und Missstände immer wieder anspricht, wenn es passt und man damit vielleicht etwas bewirken kann. Viele liebe Grüße und danke für deinen Kommentar, Petra

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