Der Reitlehrer brüllt ruft Anweisungen über den Platz. Du sitzt auf dem Pferd und fragst Dich wann Arme und Beine endlich so kooperieren, dass das Pferd und Du die ersehnte Einheit werdet. Verzweiflung macht sich breit. Während das Pferd den Kopf schüttelt und euer Zirkel mehr wie ein Ei anmutet. Der Reitlehrer brüllt ruft wieder. Diesmal lauter. Du sitzt auf dem Pferderücken und willst eigentlich nur endlich alles richtig machen. Dabei können innere Bilder wahnsinnig gut helfen.

Wir haben menschliche Mechanismen, die in uns ablaufen. Ständig. Klar, wir sind ja auch Menschen. Sobald wir uns aber auf das Pferd setzen, müssen wir unseren Körper anders koordinieren, müssen an unseren Reaktionen arbeiten und vor allem daran so feine Signale zu geben wie möglich.

Hilfreich kann da übrigens sein, ab und auch mal ohne Sattel zu reiten. Damit du trotzdem Halt hast und dein Pferd ein wenig Entlastung auf seinem Rücken kann ich dir das Barebackpad von Brockamp sehr empfehlen. Das neue ist ergonomisch geformt und hat eine integrierte Stütze für den Pferderücken. Für kurze Sessions ist es prima geeignet:

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Ein Pferd spürt jede Fliege auf seinem Fell. Wir sollten daran arbeiten feiner als diese Fliege zu werden. Das alles während Reitanfängern noch viele Fragen durch den Kopf schwirren. Gleichzeitig.

Zum Beispiel:

  • Wie soll der Fuß denn jetzt genau ausgerichtet sein?
  • Ganze Schulter oder nicht?
  • Ganzer Körper und wie gerade muss ich sein?

Seitengang, aha!

  • Was macht das Bein, während die Hand etwas anderes macht?
  • Wie muss ich mich bewegen, damit ich mit dem Pferd mitgehe statt gegen das Pferd?
  • Seitlich oder Vorwärts?

Der Trab hoppelt. Immer mal wieder. Verdammt! Warum?

(Link zum Pferdeflüsterei Shop)

Mehr Harmonie mit dem Pferd

Und dann gibt es diese Momente, da schnaubt das Pferd, der Reitlehrer lächelt zufrieden und Du atmest ein und aus und bewegst Dich harmonisch mit dem Pferd. Wunderschöne Momente.

Mir helfen innere Bilder sehr, um immer mehr von diesen schönen Momenten zu bekommen. Da kann der Reitlehrer noch so verzweifelt ausdauernd die Theorie vom perfekten Sitz erklären. Am Besten hat mir das Bild von der Flasche und der Boje und dem Rucksack geholfen.

TIPP: Willst du die 10 perfekten Bilder für deinen Reitersitz nochmal einfach und verständlich zusammengefasst?

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Die 10 besten Bilder für einen guten Reiter – einfach und schnell erklärt:

  1. Du bist eine Boje!
    Du sollst nicht wild und waghalsig auf dem Pferderücken schwanken und Gewichtshilfen heißen auch nicht, dass man mit dem eigenen Körpergewicht nach Rechts und Links ausschlägt, als ob es kein Morgen gäbe. Reiter sollen ruhig auf dem Pferd sitzen und einen ausbalancierten Sitz haben. Jetzt kommt die Boje ins Spiel. Der Oberkörper soll immer so gerade wie möglich auf dem Pferderücken sitzen, und die Hüfte ist dabei wie eine Boje. Egal wie sehr das Wasser (also das Pferd) schwankt, die Boje sitzt immer gerade und gelassen auf dem Pferd und geht minimal pendelnd mit den Bewegungen mit.

BOJE

  1. Backpacker-Alarm! Stell Dir vor, Du trägst einen großen Rucksack..
    Okay, das ist jetzt nicht besonders nett, dass ich Dich mit einem Rucksack vergleiche. Aber hey, sehen wir das Ganze mal aus Pferdesicht: Übliche Situation Du bist auf einem schmalen Gebirgspfad unterwegs, rechts und links ist ein steiler Abhang in die Tiefe und Du hast einen Rucksack senkrecht auf den Rücken geschnallt. Was würdest Du Dir dann von diesem Rucksack wünschen? Dass er so wenig schwankt wie möglich, natürlich! Damit Du nichts ausgleichen musst und damit der dicke schicke, stylische Rucksack da oben so wenig wie möglich stört.

Rucksack

  1. Jetzt wird’s schick: Du hast einen Giraffenhals!
    Du bist eine wahre Schönheit, der Hals ist so lang und gerade wie bei einer Giraffe und Du kannst die ganze Welt von oben entspannt beobachten. Das Bild finde ich deutlich schmeichelhafter als die Boje oder den Rucksack… Es hilft wirklich sehr, eine entspannt gerade Haltung zu bewahren. Du kannst das sogar im Büro oder zwischendurch im Supermarkt probieren. Die Vorstellung hilft nämlich dabei, die Wirbelsäule aufzurichten. Damit lockerst Du das Verbindungsgelenk zwischen Kopf und Wirbelsäule mit. Das wiederum sorgt für eine aufrechte Kopfhaltung.

Giraffe

  1. Reiten macht Spass! Wirklich!
    Was für eine verrückte Idee! Lass den Kopf nicht hängen, weil: Reiten macht Spaß! Vergisst man ja manchmal vor lauter Perfektionismus. Aber das Bild hat noch einen weiteren Hintergrund. Viele Reiter hoppeln mit hängendem Kopf durch die Gegend. Das wiederum sorgt dafür, dass der Sitz nicht ausbalanciert ist. Weil ein hängender Reiterkopf für hängende Reiterschultern sorgt. So und da schließt sich der Kreis dann: Das ist schlecht für den geraden Sitz.

Spass

  1. Jetzt wird geschuftet: Du bist ein Kellner!
    Du hast ein volles Tablett dabei, alle Gläser bis zum Rand gefüllt. Das trägst Du auf beiden Händen (natürlich während Du reitest) und Du willst nicht, dass auch nur ein einziger Tropfen vom Tablett fällt. Kleiner Tipp: Davor vielleicht einmal kurz die Schultern hochziehen und fallen lassen für die innere Lockerheit. Dann das innere Tablett nehmen und entspannt losreiten. Hintergrund der ganzen Kellnerei ist, dass viele Reiter einseitig hängende Schultern haben und das wiederum überträgt sich auf die Pferdeschulter. Und schon hast Du ein einseitig hängendes Pferd und wer will das schon?

Kellner

  1. Glamour Pur! Geschmeide um den Hals

Stell Dir vor, Du hast eine wertvolle glitzernde Kette um den Hals! Diamonds are a girl’s best friend..und so. Den Punkt werden sich die Frauen vermutlich etwas besser vorstellen können. Solltest Du ein Problem mit hängenden Schultern haben, dann stell Dir einfach vor, dass Du ein sagenhaft teures Designer-Collier um den Hals trägst, das Du allen Anwesenden präsentieren willst und wir wissen ja, dass immer Klugscheisser am Rand stehen in Reithallen. So wirst Du automatisch die Schultern heben, weil Du die Brust ein klitzkleines bisschen raushebst, um Dein Collier zu präsentieren.

Glamour

  1. Krug auf Reitkappe! Du transportierst einen Krug auf Deinem Kopf..
    Nicht, dass ich diese Technik beherrsche, aber Afrikanerinnen zum Beispiel transportieren ganze Wasserkrüge mit einer beneidenswerten Leichtigkeit auf ihrem Kopf. Also stell Dir vor, dass Du einen schicken Wasserkrug auf dem Kopf hast. Dann gehst Du entspannt mit dem Pferd und seiner Bewegung mit. Der Kopf bleibt aber immer gerade dabei, sonst würde der Krug runterfallen. So wirst Du die schlechte Gewohnheit los, immer auf den Pferdekopf blicken zu wollen.

Krug

  1. Nicht klammern…
    Stell Dir vor, Du bist ein Frosch, der mit seinen Beinen auf einem Ball sitzt. Die Reiterbeine sollen sich nicht festklammern oder krampfhaft nach unten gedrückt werden, sondern den Pferdebauch ganz zart umarmen. Dann kann das Pferd mit seinen Muskeln arbeiten, ohne von uns Reitern gestört zu werden. Je nach Reiterstatur und Ponybauch landet der Reiter dann mit seinen Füßen eben mehr oder weniger tief. Dazu passt aber auch gut das nächste Bild.

Frosch

  1. Vom Frosch zum Baum!
    Stell Dir vor Du bist ein Baum. Und die Wurzeln sind an den Füßen. Sie wachsen ganz sanft in Richtung Boden. Das Bild soll dafür sorgen, dass die Absätze tiefer kommen, ohne dass wir Reiter da oben sitzen und krampfhaft von oben nach unten drücken. Weil wir alle denken und glauben, dass die Absätze jetzt verdammt nochmal unbedingt tief müssen. Aber wenn man vor lauter Tiefdrücken total verspannt, bringt das natürlich gar nichts.

Baum

  1. Du hältst eine dornige Rose in den Händen!
    Ein Spitzenbild, finde ich! Wie muss man eine Rose halten, damit man sie nicht knickt, aber gleichzeitig auch nicht von den Stacheln gepiekt wird? Zart natürlich! Und genau so solltest Du auch die Zügel halten. Mit dem Bild im Kopf fällt es vielleicht auch leichter die Zügel schön locker zu halten und das wiederum überträgt sich dann auch auf den Pferdekopf und das Pferdemaul.

Rose

Zusammengefasst: Sei eine froschartige Boje in Rucksackform, die einen Giraffenhals hat und mit einem Lächeln (weil: Reiten macht Spaß) ein gefülltes Tablett und dornige Rosen in den Händen hält. Mit einer Kette um den Hals und einem Wasserkrug auf dem Kopf reitest Du durch die Gegend, während Deine Beine als Baumwurzeln sanft Richtung Boden wachsen.

Oder, um es in Reitersprache zu sagen: Wir müssen mit Ohr, Schulter, Hüfte und Absatz in möglichst einer senkrechten Linie reiten, mit leichter Hand und einem ausbalancierten Sitz. Würde das Pferd plötzlich unter uns weggezaubert, müssten wir eigentlich auf den Füssen landen, nicht auf dem Kopf und nicht auf dem Hintern.

UND: Gefühl nicht vergessen! Das ist ohnehin das Wichtigste.

Habt ihr auch noch Bilder, die Euch weitergeholfen haben? Wie achtet ihr auf Euren Sitz und die Körperhaltung? Schreib mir einfach. Vielleicht bekommen wir noch ganze eine Bildersammlung zusammen.

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Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

19 Kommentare zu “Von Rosen und Bojen: Die 10 besten inneren Bilder für einen guten Reiter

    • Petra sagt:

      Hallo Chris, das ist auch ein tolles Bild. Das nehme ich in meine innere Liste auf. Genial! Danke Dir und liebe Grüße, Petra

  1. Carmen sagt:

    Großartig, die hänge ich gleich heute noch im Stall auf 😀

    ich denke, dass es wirklich hilfreich ist mit inneren Bildern zu arbeiten. Gerade den kleinen Reitern hilft es sehr weil es viel verständlicher ist.

    • Petra sagt:

      Oh, das würde ich ja gerne sehen! Also die Stallwand mit den Bildern 🙂 Ich fand und finde die Bilder auch so hilfreich, dass ich sie mal zusammenfassen wollte. Am Ende haben Pferd und Reiter dann was davon. Wie klein sind denn die kleinen Reiter? Ganz liebe Grüße, Petra

  2. Nicole sagt:

    Hallo Petra,
    vielen Dank für diese tolle Seite!!!
    Ich werde an einer anderen Stelle noch ausführlicher von mir und vor allem von meinem wunderbaren Pferd erzählen, das seit über 16 Jahren treu an meiner Seite weilt und jeden Tag dafür sorgt, dass ich ein immer „besserer“ Mensch werde… Hier scheint die richtige Plattform dafür zu sein! Wie schön, dass ich beim Schmökern darüber gestolpert bin! Wie schön, dass man immer im Leben über die richtigen Sachen stolpert, wenn man ein offenes Herz hat und seinem roten Faden folgt!!! Ich habe mich noch nie an irgendeinem Blog oder Forum beteiligt- betrachte das als das größte Kompliment, dass ich dir machen kann!
    So. Genug gesülzt;-). Ich möchte noch ein paar Bilder beisteuern, denn ich LIEBE Bilder und meine Reitschüler- klein und groß- ebenfalls!
    Handhaltung:
    Stell dir vor, du hältst zwei kleine Vögelchen in der Hand. Du darfst sie nicht zerdrücken, aber sie sollen dir auch nicht davon fliegen! Dieses Bild sorgt für eine feine Zügelverbindung.
    Für die aufrechte Haltung der Hände: einen Smiley auf den Daumennagel malen. Deine Daumen sollen dich immer anlächeln!
    Und a propos Lächeln: Für den aufrechten, freien Oberkörper: Stell dir vor, du hast einen großen smiley vorne drauf gemalt! Das Lächeln soll jeder sehen, es soll in die Welt hinaus strahlen! Und wenn du zusammensackst, wird das Lächeln ja ganz knautschig! Dann wird aus dem smiley ein Knautschgesicht 🙁
    Und weil ja die Körpermitte das absolut Wichtigste ist:
    Stell dir vor, deine Sitzbeinhöcker sind kleine Füsschen, mit denen du auf dem Pferderücken läufst und ihn sanft massierst. So manch einer spürt seine „Sitzfüsschen“ dann zum ersten Mal und es schult das Gefühl für die Mitte und einen tiefen Sitz. Für den tiefen Sitz im Galopp kannst du dir vorstellen, deine „Sitzfüsschen“ machen Pferdchensprünge (denk an Kinder, die Pferd spielen:-)), das ist vor allem auf dem Zirkel gut, weil dann die innere Hüfte schön frei ist!
    Für den Drehsitz in der Wendung:
    Stell dir vor, du hast Augen vorne auf den Schultern. Die gucken in die Wendung! So nimmst du die äußere Schulter schön mit.
    Für die Hüfte:
    Das Zifferblatt einer Uhr auf dem Sattel vorstellen. Innere Hüfte Richtung 10 oder 2 Uhr schicken.
    Muss ich hier eigentlich Quellenangaben machen??? Diese Bilder sind natürlich nicht von mir, ich benutze sie aber schon so lange, dass ich sehr doll überlegen müsste, von wem nun welches Bild ist… Es ist eine bunte Sammlung aus Sally Swift, ein bisschen Alexandertechnik, Susanne von Dietze…

    Ich hoffe, ich konnte für alle hier ein paar schöne Bilder beisteuern!
    Wie schön, dass es mittlerweile so viele „Verbündete“ gibt!!!!
    Bis bald und Herzensgrüße von
    Nicole

    • Petra sagt:

      Hallo Nicole, ja! Unbedingt! Bitte! Ich würde mich sehr freuen, wenn du bei Gelegenheit von deinem Pferd und eurer Freundschaft erzählst. Ich liebe Geschichten von Pferden, die ihren Menschen „verbessern“. Dafür braucht man aber auch Menschen, die sich gerne verbessern lassen wollen 😉 Mir scheint, dass du so ein Mensch bist und deswegen freue ich mich sehr, dass du hierher gefunden hast und noch mehr, dass dir die Seite so gut gefällt, dass du dich zu einem ersten Kommentar hast hinreißen lassen. Herzlich willkommen und Danke für die Bilder! Gerade der Smiley gefällt mir sehr. Ich knautsche auch manchmal ein bisschen zu schnell zu viel in den Übergängen. Das quittiert mir mein Leihpferd (das sehr fein trainiert ist) immer mit „Stehen bleiben“ statt „weichem Übergang“ in den Schritt. Ich werde das nächste Mal an das Knautschgesicht denken. Das alleine lässt einen ja schon lächeln auf dem Pferderücken. Und die massierenden Sitzfüsschen werde ich auch in die nächste Reitrunde mitnehmen. Das Bild gefällt mir wahnsinnig gut. Ich finde ürigens alle Bilder von dir toll *jetzt sülze ich mal kurz* sie haben so etwas positives und Freundliches, das man gerne mitnehmen will und sofort nachvollziehen kann. Ganz liebe Grüße zurück und bis bald, ich freue mich auf dich, Petra

  3. Steffi sagt:

    Hallo Petra, danke für deine Seite! Ist immer toll zu lesen 🙂
    Du hast auch prima Bilder 🙂

    Ich bin eine Amazone mit Madonna-Gedenk-Atombusen (blank geputzte Rüstung) und frisch gemachten Fingernägeln die jeder unbedingt sehen muss (schön wärs ja, egal, Hand nur nicht einrollen).
    Meine Sporen sind 30 Kilo schwer (Absätze runter) meine Pobacken sind mit denen des Pferdes verwachsen und machen die Bewegung mit (Hüfte locker). Wenn ich mich biege und treibe (also das Pferd) oder Volten reite, stoßen meine Ellenbogen in meine Seite und treiben mich mit (keine ausgeklappten Schwenk- Ellebogen).
    Oft tu ich so als wüßt ich nix und verharre nen Moment in der Haltung die Schultern hochgezogen, bin dann um so gerader und schwerer.

    Durch meine zurück gelegtes Bein und Innenstellung am Kopf verwandelt sich mein Pferd in seine Lieblingsspeise, eine Banane (Innen sind Kopf und Popo) und kann so auch frei angaloppieren. Wir sind also auch eine seltsamer Anblick- aber haupstache es hilft ;-)-

    • Petra sagt:

      Hallo Steffi, Weißt du was? Ich habe deine ersten Zeilen gelesen und gedacht: Wow, eine selbstbewusste Beschreibung. Bis ich geschnallt hatte, dass du ein supercooles Bild fürs Reiten beschreibst. Ich musste dann so über meine eigene Blödheit lachen 🙂 Also allein schon einmal danke dafür!!! Ich mag auch das Bild mit der Banane sehr gerne, ab jetzt galoppieren wir alle auf einer Banane an 🙂 Danke für die schönen Bilder und bis bald, Petra

  4. Anna N sagt:

    Hi, also ich hab noch ein Bild für den Sitz und ein Bild zur Biegung.
    Stell dir vor, du bist ein Schneemann. Die untere Kugel sind deine Beine, die mittlere dein Bauch und die obere Schulterpartie und Kopf, und nur zwischen den einzelnen Kugeln ist Bewwegung möglich. Das hat mit geholfen, weil ich immer so ganz komisch irgendwo im Bauch und nicht in der Hüfte mit geschwungen habe und daher konnte ich mich dann auch nur ganz schlecht aufrichten.
    Dann für die Biegung „verwandelt“ sich das Pferd in einen Frischen Ast der relativ gerade ist und sich auch vorsichtig biegen lässt. Legt man diesen dann auf zwei Steine, diese sind dann äußerer Schenkel und äußerer Zügel, und drückt den Ast dann runter (innerer Schenkel) biegt sich der Ast. Der Innere Zügel gibt dann vor in welche Richtung sich mein „Ast“ biegen soll. Das kann man Kindern zum besseren Verständnis auch super direkt vormachen.

    • Petra sagt:

      Hi Anna, wie schön – der Schneemann ist ein tolles Bild. Genau wie der Ast – auch weil er vermittelt, dass man vorsichtig biegen und drücken muss. Denn so ein Ast kann ja auch zerbrechen, wenn man es überreizt. Ich mag das Gefühl, dass dieses Bild vermittelt. Danke dafür. Ganz liebe Grüße,
      Petra

  5. Silvia Eichner sagt:

    Hallo,
    also das Denken des Wortes „Balance“ alleine wirkt schon Wunder.
    Damit Üben in jeder Situation, passt auf der Arbeit, in der Schule, dem Chef gegenüber. Erzeugt bei mir diese weiche Aufrichtung, die meine Kleine wiederum dazu bring mich ganz weich zu tragen, obwohl sie erst seit ein paar Wochen unter dem Sattel geht…
    Worte schaffen Wirklichkeit… 🙂
    Liebe Grüße und DANKE für deine Seite!

    • Petra sagt:

      Hallo Silvia, das stimmt. Wörter haben Macht. Man muss immer aufpassen was man nutzt und kann allein durch Wörter schon neues schaffen. Weiche Aufrichtung finde ich übrigens auch eine wunderschöne Wortkombination. Ich werde sie mir merken 🙂 Danke dafür und vielen Dank für deinen lieben Kommentar, Petra

  6. Virna Poczety sagt:

    Hallo, ich bin per Zufall über diese Seite gestolpert und bin glücklich, dass es offensichtlich immer mehr Pferdemenschen gibt, die an sich arbeiten 🙂

    Zum Rückwärtsrichten stelle ich mir die rollende Schulterbewegung des Pferdes als Welle vor, die sanft unter der Luftmatratze (auf der ich aufs offene Meer hinauspaddele) unter mir hindurchrollt. So lasse ich die Bewegung zu und das Pferd tritt gerne unter mir hindurch. Würde ich mich nicht weich anheben lassen und der Bewegung folgen, klatschte mir die Welle ins Gesicht 😉

    Insgesamt lade ich mein Pferd immer ein, Lektionen für mich zu laufen, indem ich ihm dort, wo ich es hin haben möchte, die „Tür öffne“ (z.B. Zügel etwas vom Hals entferne, Luft geben, Druck wegnehmen) und an anderer Stelle mit Begeisterung anfeuere (Intensitätssteigerung der Hilfe, NIE Dauer des Impulses), um bei Erfolg dann in überschwengliches Lob (Stimme und Kraulen bzw. Pause als Belohnung) auszubrechen!

    Klappt bei meinem Barockpferd sehr gut…

    Lg, Virna

    • Petra sagt:

      Hallo Virna, wie schön, dass du über uns gestolpert bist. Wir arbeiten ständig an uns, das ist für mich eines der Geschenke, die die Pferde uns machen. Wer das übersieht, verpasst ganz viel. Ich mag deine Bilder sehr – das Bild zum Rückwärtsrichten werde ich morgen gleich ausprobieren und bin gespannt, was es bewirken wird. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr gut funktioniert. Ich mag auch „mit Begeisterung anfeuern“ – das ist ein so viel schönerer begriff als „treiben“. Auch das wird in meinen Kopf wandern. Danke für deinen tollen Kommentar und bis bald, Petra

  7. Swenja sagt:

    Hallo, das sind wirklich tolle Bilder um verschiedene Sachen verständlich zu machen.
    Wenn ich Reitunterricht gebe, arbeite ich auch am liebsten mit Bilder.

    Frauen und Mädchen dürfen schonmal gerne die eingebildete Prinzessin miemen, dann wird die Haltung automatisch aufrechter.
    Männer und Jungs sind Napoleon auf dem Streitross. Hat das gleiche Ergebnis wie die Prinzessin bei den Frauen.

    Auf dem Kopf liegt schonmal ein imaginäres Buch…. Aber da muss man aufpassen, das wird von der Körperhaltung schnell zu statisch.

    Die Frauen bekommen imaginäre Sektgläser in die Hände und die Männer Biertulpen.

    Damit der Po auf dem Sattel bleibt, darf man sicherlich einen Geldschein zwischen Po und Sattel vorstellen.

    Wer dazu neigt den Oberkörper zu weit nach vorne zu nehmen, wird imaginär mit einem Gummiband das zwischen den Schulterblättern an der Wirbelsäule fest gemacht wird an die Schweifrübe des Pferdes gebunden.

    Um mit dem Kreuz zu treiben wird ein imaginärer Stuhl mit dem Po nach vorne gekibbelt. Wenn das imaginär nicht klappt, wird es kurz auf einem Stuhl in echt geübt.

    Damit man geschmeidig sitzt, darf man sich einfach mal auf die Bewegung des Pferdes konzentrieren und sich mitnehmen lassen.

    Um in Kurven etc gut mitzugehen, gibt es bei mir sechs Augen: die zwei echten, an jeder Schulter eins das nach vorne ausgerichtet ist und rechts und links am Becken eins das nach vorne guckt. Diese sechs Augen sollen möglichst dahin gucken wo man hin will.

    LG, Swenja

    • Petra sagt:

      Hallo Svenja, danke dir – deine Bilder sind aber auch sehr cool. Eine Spitzenergänzung 🙂 Danke dir dafür und ganz liebe Grüße, Petra

  8. Ahoj sagt:

    Vielen Dank für diese tollen Bilder! Da ich (mit Ende zwanzig) noch Reitanfänger bin und daher alles neu für mich, fällt es mir sehr schwer mich auf so viele Dinge gleichzeitig zu konzentrieren, weshalb ich immer wieder irgendeinen Teil meines Körpers vergesse . . . Also entweder Hände schön aber Beine vergessen oder Beine gut, dafür tanzen die Hände in der Luft 😉 usw. Solche Bilder helfen, wie ich finde, super um eine Körperhaltung einzunehmen die viele Komponenten gleichzeitig beeinflussen, sodass man nicht auf 397 Dinge gleichzeitig achten muss und am Ende höchstens Eines oder nur Verwirrung bleibt 😉 Zudem lenken diese Bilder hin auf ein Gefühl das man beim Reiten haben sollte/kann und gehen so ein wenig weg vom verkopften Reiten.
    Eines meiner Probleme ist, dass ich die Füße beim Treiben oft hochziehe. Meine Reitlehrerin hat mir dafür folgendes Sinnbild gegeben: Sie meinte, das Ziel ist nicht, dass ich das Pferd durch hinhauen oder drücken schneller zwingen will sonder sie durch ein Kitzeln am Bauch zum Rücken aufwölben und somit automatisch mehr Schwung auffordern soll.
    Finde ich ein mega schönes Bild zum Treiben, dass so die Sanftheit und die Methode (also eine unterstützende und keine schmerzhafte) in ein rechtes Bild rücken. Und vor allem bleiben die Füße dann unten und die Wade am Bauch. Vielleicht hat ja jemand dasselbe Problem und es hilft 😉

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